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	<title>Geldmengenwachstum - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T20:48:36Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Geldmengenwachstum&amp;diff=1323255&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: typo</title>
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		<updated>2024-08-18T14:16:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Unter &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Geldmengenwachstum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird eine Erhöhung der [[Geldmenge]] (Geldmengenaggregat &amp;#039;&amp;#039;M3&amp;#039;&amp;#039; im Euroraum) verstanden. Die Geldmenge versuchen die [[Zentralbank]]en der jeweiligen Währungsräume mit Instrumenten der Geldpolitik, insbesondere über das Setzen des [[Leitzins]]es oder über die Implementierung unkonventioneller Maßnahmen wie [[quantitative Lockerung]], zu steuern. Deklariertes Ziel ist hierbei die Gewährleistung der [[Preisniveaustabilität]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffliche Einordnung ==&lt;br /&gt;
In ihrer geldpolitischen Strategie, die 1998 formuliert wurde, weist die [[Europäische Zentralbank]] (EZB) der [[Geldmenge]] eine besondere Rolle zu. Dies spiegelt wider, dass Inflation auf mittlere bis längere Sicht letztendlich monetäre Ursachen hat. [[Jean-Claude Trichet]], ehemaliger Präsident der EZB: „Es gibt einen langfristigen Zusammenhang zwischen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Geldmengenwachstum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und [[Inflation]]“. Die enge Beziehung, die gemäß einem grundlegenden Prinzip der [[Volkswirtschaft]] auf mittlerer Sicht zwischen Geldmenge und Preisen besteht, legt nahe, dass die Analyse dauerhafter Trends der Geldmengenentwicklung für jede Zentralbank, die auf Gewährleistung der Preisstabilität abstellt, von entscheidender Bedeutung ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geldanbieter ==&lt;br /&gt;
=== Zentralbank ===&lt;br /&gt;
Dominierender Geldanbieter, der der Volkswirtschaft über die [[Geschäftsbank]]en Basisgeld in Gestalt der [[Zentralbankgeld]]menge zur Verfügung stellt, ist die [[Zentralbank]] (in Europa ist das die [[EZB]]). Sie beeinflusst auch gleichzeitig das [[Geldangebot]] an die [[Nichtbank]]en: [[Finanzintermediär]]e, [[Staat]] und Ausland.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Name_der_Quelle_1&amp;quot;&amp;gt;P. Schaal: &amp;#039;&amp;#039;Geldtheorie und Geldpolitik.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. Oldenbourg, S. 95.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschäftsbanken ===&lt;br /&gt;
Geschäftsbanken schöpfen im Rahmen der Vergabe von Krediten oder beim Kauf von Aktiva [[Buchgeld|Giralgeld]], welches den Großteil der umlaufenden [[Geldmenge]] ausmacht. Die Erhöhung des Geldangebots erfolgt daher maßgeblich durch die [[Giralgeldschöpfung|Geldschöpfung]] privater Geschäftsbanken.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Name_der_Quelle_2&amp;quot;&amp;gt;P. Schaal: &amp;#039;&amp;#039;Geldtheorie und Geldpolitik.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. Oldenbourg, S. 97.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Deutsche Bundesbank |url=https://www.bundesbank.de/de/aufgaben/themen/wie-geld-entsteht-665288 |titel=Wie Geld entsteht |werk= |hrsg= |datum=2017-04-25 |zugriff=2021-04-12 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Staat ===&lt;br /&gt;
Der Staat kann das Geldangebot beeinflussen, indem er einen Teil seiner Kassenguthaben auflöst oder Zahlungen aus dem Ausland oder Zentralbankkredite erhält.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Name_der_Quelle_3&amp;quot;&amp;gt;P. Schaal: &amp;#039;&amp;#039;Geldtheorie und Geldpolitik.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. Oldenbourg, S. 98.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geldmengensteuerung ==&lt;br /&gt;
Die Zentralbanken können die Geldmenge durch zwei Instrumente der Geldpolitik beeinflussen&lt;br /&gt;
* [[Offenmarkt]]politik&lt;br /&gt;
* [[Refinanzierung]]spolitik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hauptinstrument sind hierbei die [[Offenmarktgeschäft]]e. Durch diese wird die verfügbare Menge an [[Monetäre Basis|Zentralbankgeld]] beeinflusst, welches jedoch – bis auf Bargeld – nicht von privaten Haushalten und nicht-finanziellen Unternehmen für Transaktionen genutzt werden kann, da diese keine Konten bei der Zentralbank unterhalten. Der Kauf von [[Wertpapier]]en durch die Zentralbank vergrößert daher zwar die Menge an Zentralbankgeld, hat jedoch nur indirekte Auswirkungen auf die [[Geldmenge]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Deutsche Bundesbank |url=https://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Themen/2017/2017_04_25_monatsbericht_geldschoepfung.html |titel=Wie Geld entsteht |werk= |hrsg= |datum= |zugriff=2018-06-11 |sprache=de |archiv-url=https://web.archive.org/web/20171029235606/http://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Themen/2017/2017_04_25_monatsbericht_geldschoepfung.html |archiv-datum=2017-10-29 |offline=ja |archiv-bot=2023-05-09 13:42:43 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese steigt nur, wenn Wertpapiere von Nichtbanken gekauft werden (über Banken als Intermediäre), oder wenn durch eine solche Operation die Zinsen sinken und dies die Nachfrage nach und Vergabe von Krediten anregt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Bank of England |url=https://www.bankofengland.co.uk/quarterly-bulletin/2014/q1/money-creation-in-the-modern-economy |titel=Money creation in the modern economy |werk= |hrsg= |datum= |zugriff=2018-06-11 |sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der [[Geldschöpfungsmultiplikator|Zusammenhang von Zentralbankgeld und Geldmenge]] ist insbesondere in Krisenzeiten, z.&amp;amp;nbsp;B. in einer [[Liquiditätsfalle]], nur sehr schwach ausgeprägt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Paul De Grauwe |url=https://voxeu.org/article/european-central-bank-lender-last-resort |titel=The European Central Bank as a lender of last resort |werk=VoxEU.org |datum=2011-08-18 |zugriff=2018-06-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine [[exogen]]e Ursache des Anstiegs der erweiterten Geldmenge wie &amp;#039;&amp;#039;M3&amp;#039;&amp;#039; kann z.&amp;amp;nbsp;B. auf Grund von Umschichtungen von [[Bundesanleihe]]n in [[Geldmarktfond]]s durch Anleger geschehen – da &amp;#039;&amp;#039;M3&amp;#039;&amp;#039; keine Bundesanleihen beinhaltet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Name_der_Quelle_4&amp;quot;&amp;gt;W. Fuhrmann: &amp;#039;&amp;#039;Geld und Kredit.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Oldenbourg, S. 181 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auswirkungen ==&lt;br /&gt;
Durch wachsende [[Geldschöpfung]] im Kreditsystem kann die zirkulierende Geldmenge konjunkturabhängig wachsen oder schrumpfen. Eine zu kleine Geldmenge kann zu Kreditverknappung, [[Rezession]] und [[Deflation]] führen. Eine wachsende Geldmenge kann zu größerer [[Güternachfrage]] führen. Wenn die Kapazitäten zur Bereitstellung eines erhöhten Güterangebots nicht schnell genug geschaffen werden können, z.&amp;amp;nbsp;B. auf Grund einer geschlossener [[Produktionslücke]] oder bei Engpässen auf bestimmten Gütermärkten, führt die Ausweitung der Geldmenge zu Preissteigerungen auf den Gütermärkten, d.&amp;amp;nbsp;h. zu Inflation.&lt;br /&gt;
=== Inflation ===&lt;br /&gt;
Inflation ist einerseits eine Preissteigerung von Gütern und Dienstleistungen und andererseits eine [[Geldentwertung]]. Inflation entsteht, wenn die &amp;#039;&amp;#039;nachfragende&amp;#039;&amp;#039; [[Geldmenge]] schneller steigt als die (produzierte) Gütermenge ([[BIP]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Moderne Sichtweise ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurzfristig beeinflussen Veränderungen des Geldmengenwachstums in erster Linie die Produktion, nicht aber die Inflation. Erst auf mittlere Frist deutet sich ein Zusammenhang zwischen Geldmengenwachstum und Inflation an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Name_der_Quelle_5&amp;quot;&amp;gt;O. Blanchard, G. Illing: &amp;#039;&amp;#039;Makroökonomie.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. Pearson Studium, 2004, S. 747.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wichtig ist auch die Tatsache, dass die Zentralbank das [[Geldmengenaggregat]] &amp;#039;&amp;#039;M3&amp;#039;&amp;#039; viel weniger als das Geldmengenaggregat &amp;#039;&amp;#039;M1&amp;#039;&amp;#039; kontrollieren kann. Diese Effekte lassen sich auch daran erkennen, dass das Wachstum von &amp;#039;&amp;#039;M3&amp;#039;&amp;#039; in der Vergangenheit oft weit entfernt von dem Ziel lag, das die Zentralbank angekündigt hatte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Name_der_Quelle_6&amp;quot;&amp;gt;O. Blanchard, G. Illing: &amp;#039;&amp;#039;Makroökonomie.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. Pearson Studium, 2004, S. 746 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Messung des Geldmengenwachstums ==&lt;br /&gt;
Um dieses Wachstum zu messen, hat der [[EZB-Rat]] eine Wachstumsrate der [[Geldmenge]] &amp;#039;&amp;#039;M3&amp;#039;&amp;#039; als Referenzwert angegeben. Dieser wird auf Basis von mittelfristigen Annahmen über die reale Wachstumsentwicklung des [[BIP]] und die Umlaufgeschwindigkeit von &amp;#039;&amp;#039;M3&amp;#039;&amp;#039; ermittelt. Der Referenzwert für das Geldmengenwachstum soll im Einklang mit der Definition des EZB-Rates von [[Preisniveaustabilität]] stehen und der Erreichung dieses zentralen Zieles der [[EZB]] dienen.&lt;br /&gt;
=== Referenzwert für das Geldmengenwachstum ===&lt;br /&gt;
Ist der Wert für das mittelfristige Wachstum des monetären Aggregats &amp;#039;&amp;#039;M3&amp;#039;&amp;#039;, den die [[EZB]] im Rahmen der „zweiten Säule“ ihrer geldpolitischen Strategie angekündigt hat. Der Wert liegt derzeit (und seit Beginn der [[EWU]]) bei 4,5 % p. a.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklung des Geldmengenwachstums ==&lt;br /&gt;
Im Februar 2008 wies die EZB einen Anstieg der Geldmenge &amp;#039;&amp;#039;M3&amp;#039;&amp;#039; um 11,3 % auf Jahressicht aus. Der Zuwachs blieb somit wieder deutlich über der EZB-Referenzrate von 4,5 %. Nach Einschätzung der Notenbank beinhaltet das starke Geldmengenwachstum mittel- bis längerfristig ein Aufwärtsrisiko für die Preisentwicklung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturverzeichnis ==&lt;br /&gt;
* Oliver Blanchard, Gerhard Illing: &amp;#039;&amp;#039;Makroökonomie.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. Pearson Studium, München 2004, ISBN 3-8273-7051-5.&lt;br /&gt;
* Wilfried Fuhrmann: &amp;#039;&amp;#039;Geld und Kredit.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Oldenbourg, München 1994, ISBN 3-486-23025-5.&lt;br /&gt;
* Peter Schaal: &amp;#039;&amp;#039;Geldtheorie und Geldpolitik.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. Oldenbourg, München 1992, ISBN 3-486-22442-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.ecb.europa.eu/press/pr/stats/md/html/index.de.html Statistiken zur Geldmengenentwicklung in der EWU]&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.ecb.int/ecb/educational/facts/orga/html/or_012.de.html | wayback=20130310083616 | text=Homepage der Europäischen Zentralbank}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geldpolitik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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