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	<title>Geldfunktion - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-25T19:25:52Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Geldfunktion&amp;diff=362758&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;BurghardRichter: Kleinere formale und sprachliche Änderungen, Formatierung von Einzelnachweisen, zwei gleiche Einzelnachweise zusammengefasst; unpassende Verlinkung des Artikels Axiologie (Philosophie) (über Weiterleitungsseite Wertmasstab) beseitigt.</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Geldfunktion&amp;diff=362758&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2023-07-28T20:55:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Kleinere formale und sprachliche Änderungen, Formatierung von Einzelnachweisen, zwei gleiche Einzelnachweise zusammengefasst; unpassende Verlinkung des Artikels &lt;a href=&quot;/index.php/Axiologie_(Philosophie)&quot; title=&quot;Axiologie (Philosophie)&quot;&gt;Axiologie (Philosophie)&lt;/a&gt; (über Weiterleitungsseite &lt;a href=&quot;/index.php/Wertmasstab&quot; class=&quot;mw-redirect&quot; title=&quot;Wertmasstab&quot;&gt;Wertmasstab&lt;/a&gt;) beseitigt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Geldfunktionen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind in der [[Volkswirtschaftslehre]] und speziell in der [[Geldtheorie]] [[Merkmal]]e, die ein [[Vermögenswert]] erfüllen muss, um als [[Geld]] eingestuft werden zu können. Der Geldbegriff wird heute allgemein von den Geldfunktionen her bestimmt – alles, was Geldfunktionen ausübt, ist Geld.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Otmar Issing]]: [https://www.google.de/books/edition/Einf%C3%BChrung_in_die_Geldtheorie/OqY9BAAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Geldfunktionen&amp;amp;pg=PA1&amp;amp;printsec=frontcover#spf=1628287425422 &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die Geldtheorie.&amp;#039;&amp;#039;] 2014, S. 1 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die konstitutiven Geldfunktionen sind die Tauschfunktion als allgemeines Zahlungsmittel, Wertmesser und Wertaufbewahrungsmittel. Geld ist ein abstrakter Wertmaßstab, weil es in zweckmäßige Recheneinheiten zerlegt ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Grill (Hrsg.): [https://www.google.de/books/edition/Gabler_Bank_Lexikon/gurNBgAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Geldfunktion+lexikon&amp;amp;pg=PA688&amp;amp;printsec=frontcover#spf=1628280623330 &amp;#039;&amp;#039;Gabler Bank-Lexikon: Bank, Börse, Finanzierung.&amp;#039;&amp;#039;] 1995, S. 688.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Funktionen ==&lt;br /&gt;
Unterschieden wird zwischen primären und sekundären Geldfunktionen. Die &amp;#039;&amp;#039;primären Geldfunktionen&amp;#039;&amp;#039; sind:&amp;lt;ref&amp;gt;Otmar Issing: &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die Geldtheorie.&amp;#039;&amp;#039; 2014, ISBN 978-3-8006-1284-0, S. 1 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Tauschmittel]]funktion&amp;#039;&amp;#039;: Der ursprüngliche [[Naturaltausch]] des Mittelalters (Ware gegen Ware) wurde durch den [[Zahlungsverkehr]] ([[Inlandszahlungsverkehr|inländischer]] und [[Auslandszahlungsverkehr]]) abgelöst, so dass heute Ware gegen Geld getauscht wird. Diese &amp;#039;&amp;#039;Zahlungsmittelfunktion&amp;#039;&amp;#039; beinhaltet auch die [[Kredit]]gewährung und die [[Tilgung (Geldverkehr)|Schuldentilgung]].&amp;lt;ref&amp;gt;Otmar Issing: &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die Geldtheorie.&amp;#039;&amp;#039; 2014, S. 1.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wertmesserfunktion&amp;#039;&amp;#039;: Um Waren gegen Geld zu tauschen, müssen [[Preis (Wirtschaft)|Preise]] das Austauschverhältnis angeben. Die Preise wiederum werden in Geld angezeigt. Damit ist Geld auch eine [[Rechnungseinheit|Recheneinheit]], die ein [[Rechnen]] in [[Geldeinheit]]en ermöglicht und damit Grundlage für alle Formen der Wirtschaftsrechnung ([[volkswirtschaftliche Gesamtrechnung]], [[Bilanz]] und [[Gewinn- und Verlustrechnung]], [[öffentlicher Haushalt]]) darstellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Issing-2&amp;quot;&amp;gt;Otmar Issing: &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die Geldtheorie.&amp;#039;&amp;#039; 2014, S. 2.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Preis führt durch die Recheneinheit zu einer [[Denomination (Währung)|Denomination]] von Gütern und [[Dienstleistung]]en. Alle [[Bestandsgröße|Bestands-]] und [[Stromgröße]]n werden in Geld angegeben.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wertaufbewahrungsmittel&amp;#039;&amp;#039;: Wer Geld im [[Bestandskonto|Bestand]] als [[Geldvermögen]] hält, kann auf einen – wenn auch schwankenden – [[Geldwert]] zurückgreifen. Bei [[Hyperinflation]] kann die Wertaufbewahrungsfunktion verloren gehen. Geld in Form der [[Finanzprodukt|Geldanlage]] weist den höchsten [[Liquiditätsgrad]] auf, steht aber in Konkurrenz zu anderen Vermögensarten wie [[Effekten]] oder [[Sachgut|Sachgütern]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Issing-2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;sekundären Geldfunktionen&amp;#039;&amp;#039; leiten sich von den primären Geldfunktionen ab.&amp;lt;ref&amp;gt;Lena Maute, Philipp Maume: &amp;#039;&amp;#039;Rechtshandbuch Kryptowerte: Blockchain, Tokenisierung, Initial Coin Offerings.&amp;#039;&amp;#039; 2020, S. 51 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hierzu gehören die leichte Handhabbarkeit und gute Transportierbarkeit, welche die Tauschmittelfunktion verbessern. Die Akzeptanz des Geldes in weiten Kreisen der Bevölkerung wird als [[Netzwerkeffekt]] eingestuft. Je größer das Geldnetzwerk, umso höher wird der [[Nutzen (Wirtschaft)|Nutzen]] für die Netzwerkteilnehmer. Weitere sekundäre Funktionen übernehmen die [[Preisstabilität]] und eine hohe [[Fungibilität]].&amp;lt;ref&amp;gt;Lena Maute, Philipp Maume: &amp;#039;&amp;#039;Rechtshandbuch Kryptowerte: Blockchain, Tokenisierung, Initial Coin Offerings.&amp;#039;&amp;#039; 2020, S. 52.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann May (Hrsg.): [https://www.google.de/books/edition/Lexikon_der_%C3%B6konomischen_Bildung/AYg_CgAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Geldfunktion+lexikon&amp;amp;pg=PA268&amp;amp;printsec=frontcover#spf=1628281197657 &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der ökonomischen Bildung.&amp;#039;&amp;#039;] 2012, S. 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zahlungsmittel ===&lt;br /&gt;
Unter einem [[Zahlungsmittel]] versteht man ein Medium, mit dem [[Tausch]]vorgänge durchgeführt werden können. Generell lassen sich zwei Formen von Tauschvorgängen unterscheiden:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Direkt&amp;#039;&amp;#039;: [[Ökonomisches Gut|Gut]] gegen Gut (etwa [[Arbeit (Betriebswirtschaftslehre)|Arbeit]] gegen [[Brot]], Brot gegen [[Kleidung]]);&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Indirekt&amp;#039;&amp;#039;: Gut gegen Geld, Geld gegen Gut (Arbeit gegen Geld, Geld gegen Brot, Kleidung oder Kultur).&lt;br /&gt;
In einer [[Wirtschaft]] ohne allgemein akzeptiertes Zahlungsmittel (z.&amp;amp;nbsp;B. Geld) muss für eine erfolgreiche [[Transaktion (Wirtschaft)|Transaktion]] zwischen zwei [[Wirtschaftssubjekt]]en eine doppelte Übereinstimmung ihrer Tauschwünsche vorliegen.&lt;br /&gt;
;Beispiel&lt;br /&gt;
Ein Bauer will Getreide verkaufen und benötigt Werkzeuge. Gleichzeitig will ein Handwerker sein Werkzeug gegen Fleisch eintauschen. Zwischen diesen beiden wird kein [[Handel]] stattfinden können, da die Verkaufsabsicht des Bauern nicht mit dem Kaufwunsch des Handwerkers übereinstimmt. Beide werden wahrscheinlich lange suchen müssen, bis sie auf jemanden mit entsprechenden Transaktionswünschen treffen. Kommt nun Geld ins Spiel, wird dieser Vorgang stark vereinfacht: Der Bauer kann sein Getreide bei einem Dritten verkaufen und das erhaltene Geld bei dem Handwerker gegen Werkzeug eintauschen. Der Handwerker kann mit dem erhaltenen Geld bei einem Vierten Fleisch kaufen. Es sind also nur noch eine einfache Übereinstimmung der Wünsche und die Einigung über den [[Preis (Wirtschaft)|Preis]] nötig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wertmess- bzw. Recheneinheit ===&lt;br /&gt;
Geld ist ein Wertmaßstab. Es dient zudem als Vergleichsmaßstab für die Menge von Lohnarbeit, Waren und Dienstleistungen, die damit entlohnt bzw. erworben werden kann. Die Menge Geld, die jemand besitzt, entspricht dem Anteil am [[Sozialprodukt]], den er erwerben kann, wenn er das Geld ausgibt. Der Wert einer Geldeinheit wird als [[Kaufkraft (Währung)|Kaufkraft]] des Geldes bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dient Geld als allgemeines Wertmaß, werden alle Preise einer [[Ökonomie]] in Geldeinheiten (GE) ausgedrückt. Der Effizienzvorteil ist in der Anzahl der Tauschverhältnisse zu sehen. In einer Ökonomie mit 1&amp;amp;nbsp;Million Gütern existieren etwa 500&amp;amp;nbsp;Milliarden relative Preise, welche die paarweise vorliegenden Austauschverhältnisse der Güter untereinander angeben (z.&amp;amp;nbsp;B. 1&amp;amp;nbsp;h Arbeit = 5&amp;amp;nbsp;Brote = 1&amp;amp;nbsp;Hose). Bei &amp;#039;&amp;#039;n&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;Gütern ergeben sich ½·(&amp;#039;&amp;#039;n&amp;#039;&amp;#039;²&amp;amp;nbsp;−&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;n&amp;#039;&amp;#039;) Wertverhältnisse (relative Preise). Bei Verwendung von Geld als allgemeinem Wertmaß reduziert sich dies wieder auf &amp;#039;&amp;#039;n&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;Austauschverhältnisse (z.&amp;amp;nbsp;B. 1&amp;amp;nbsp;h&amp;amp;nbsp;Arbeit =&amp;amp;nbsp;5&amp;amp;nbsp;GE =&amp;amp;nbsp;5&amp;amp;nbsp;Brote), was den Preisvergleich weniger mühsam macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wertaufbewahrung ===&lt;br /&gt;
Geld fungiert, solange der bloße Verbleib keine Kosten verursacht, als Wertaufbewahrungsmittel. In Geld lässt sich das Versprechen eines Gegenwerts für andere Güter (Waren oder Dienstleistungen) speichern und zu anderer Zeit und an anderem Ort einlösen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Alfred Lansburgh]] (als Argentarius): &amp;#039;&amp;#039;Vom Gelde – Briefe eines Bankdirektors an seinen Sohn.&amp;#039;&amp;#039;, 1921; Nachdruck vom Verlag der Sammlung Bokelberg, Hamburg 1982, S. 56 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu diesem Zweck muss ein Wertaufbewahrungsmittel seinen Wert dauerhaft behalten können. Darum wurden fast immer unverderbliche Waren als „Geld“ vereinbart (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Gold]], [[Diamant]]en).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der heutigen Wirtschaft erfüllt Geld allerdings nur für die &amp;#039;&amp;#039;einzelnen&amp;#039;&amp;#039; Wirtschaftsteilnehmer eine Wertaufbewahrungsmittelfunktion, nicht aber für die gesamte Volkswirtschaft. Denn heute wird Geld ausschließlich [[Geldschöpfung|kreditär geschöpft]] und stellt daher immer eine [[Forderung#Definitionen|Forderung]]/[[Verbindlichkeit]] dar, die der [[Gläubiger]] auf der [[Aktivseite]] seiner [[Bilanz]] als Forderung, der [[Schuldner]] auf der [[Passivseite]] seiner Bilanz als Verbindlichkeit verbucht (siehe [[Kredittheorie]]). [[Zentralbankgeld]] ist eine Forderung einer [[Nichtbank]] oder [[Geschäftsbank]] an die [[Zentralbank]] und damit deren Verbindlichkeit, [[Sichteinlage]]n bei Geschäftsbanken sind eine Forderung an die Geschäftsbank und damit deren Verbindlichkeit, wie aus [[Zentralbankbilanz]]en und [[Bankbilanz#Bankbilanz|Geschäftsbankenbilanzen]] jederzeit ersichtlich ist.&amp;lt;ref&amp;gt;„Das Zentralbankgeld besteht aus Forderungen an die Zentralbank, das bei den Kreditbanken unterhaltene Giralgeld aus Forderungen an die Kreditbanken. (…) Da die Existenz einer Forderung immer Ausdruck einer Kreditbeziehung ist, können wir auch sagen, dass die Zahlungsmittel der heutigen Wirtschaft ein Geschöpf des Kredits sind. Charakter und Wesen unserer heutigen Zahlungsmittel sind mithin ohne Eindringen in das [[Kredittheorie|Wesen der Kreditwirtschaft]] nicht zu verstehen“: [[Erich Schneider (Ökonom)|Erich Schneider]]: &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die Wirtschaftstheorie&amp;#039;&amp;#039;, III. Teil: &amp;#039;&amp;#039;Geld, Kredit, Volkseinkommen und Beschäftigung.&amp;#039;&amp;#039; Mohr Siebeck/Tübingen 1973, S. 9/11.&amp;lt;/ref&amp;gt; So entspricht beispielsweise jeder [[Banknote]] im [[Kassenbestand]] einer Nichtbank oder Geschäftsbank, die dort auf der Aktivseite als Vermögen verbucht wird, eine gleich hohe Verbindlichkeit (Schuld) in der [[Zentralbankbilanz#Bilanzpositionen einer Zentralbankbilanz|Bilanz der Zentralbank]] (Passivposten „Banknotenumlauf“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da dem Guthaben des Gläubigers auf der Schuldnerseite Schulden in gleicher Höhe gegenüberstehen, addieren sich hier sämtliche [[Guthaben]] und [[Schulden]] gesamtwirtschaftlich unabhängig von der Höhe der Guthaben/Schulden aus [[Saldenmechanik#Einzelwirtschaftliche und gesamtwirtschaftliche Geldvermögensbildung|saldenmechanischen]] (und damit rein logischen) Gründen immer zu Null.&amp;lt;ref&amp;gt;Rolf-Dieter Grass, [[Wolfgang Stützel]]: &amp;#039;&amp;#039;Volkswirtschaftlehre.&amp;#039;&amp;#039; München 1988, S. 10 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Gesamtwirtschaftlich existiert daher in einem Geldsystem keinerlei [[Nettogeldvermögen]], sondern nur Sach- oder Realvermögen. Damit erfüllt Geld gesamtwirtschaftlich keine Wertaufbewahrungsfunktion, denn im gesamtwirtschaftlichen [[Saldo]] ist sein Wert immer gleich Null: eine [[geschlossene Volkswirtschaft]] als ganze kann heute aus rein logischen Gründen niemals „[[Sparen]]“ im Sinne von „Nettogeldvermögen anhäufen“.&amp;lt;ref&amp;gt;Johannes Schmidt: &amp;#039;&amp;#039;Sparen – Fluch oder Segen? Anmerkungen zu einem alten Problem aus Sicht der Saldenmechanik.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Lehren aus der Krise der Makroökonomik&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Normative und institutionelle Grundfragen der Ökonomik&amp;#039;&amp;#039;, Band 11). Marburg 2012 ({{Webarchiv |url=http://guthabenkrise.files.wordpress.com/2012/10/sparen-fluch-oder-segen.pdf |text=wordpress.com |wayback=20131023053148 |format=PDF; 125&amp;amp;nbsp;kB |archiv-bot=}}).&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus demselben Grund kann eine geschlossene Volkswirtschaft, in der Geld ausschließlich kreditär entsteht, niemals ver- oder gar überschuldet sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Soziale Funktion ==&lt;br /&gt;
[[Niklas Luhmann]] stellt Geld als &amp;#039;&amp;#039;das Kommunikationsmedium&amp;#039;&amp;#039; innerhalb des [[Wirtschaftssystem]]s dar. Innerhalb dieses Systems kann nur mittels Geld kommuniziert werden. Andere Informationen wirken auf das Wirtschaftssystem und die innerhalb ihr stattfindende geldliche Kommunikation nur &amp;#039;&amp;#039;über die [[strukturelle Kopplung]]&amp;#039;&amp;#039; der Wirtschaft mit anderen Systemen, werden aber innerhalb der Wirtschaft nach Luhmanns Systemdefinition nicht direkt kommuniziert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;NiLu&amp;quot;&amp;gt;[[Niklas Luhmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Geld als Kommunikationsmedium.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Die Wirtschaft der Gesellschaft.&amp;#039;&amp;#039; 1988, ISBN 3-518-28752-4, Kapitel 7, S. 230–271&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Bereits [[Aristoteles]] erkannte die drei Geldfunktionen des Tauschmittels, Wertmessers und Wertaufbewahrungsmittels.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Joseph Schumpeter]]: &amp;#039;&amp;#039;History of Economic Analysis.&amp;#039;&amp;#039; 1954, S. 62 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für [[Adam Smith]] in seinem grundlegenden Werk [[Der Wohlstand der Nationen]] vom März 1776&amp;lt;ref&amp;gt;Adam Smith: &amp;#039;&amp;#039;Der Wohlstand der Nationen&amp;#039;&amp;#039;, Band II, 1776/1923, S. 24.&amp;lt;/ref&amp;gt; und auch für [[David Ricardo]] wurde Geld allein durch seine Tauschmittelfunktion gekennzeichnet. Bei [[Carl Menger]] wird ein [[Gut (Wirtschaftswissenschaft)|Gut]] „zum Geld, sobald und insoweit es in der geschichtlichen Entwicklung des Güterverkehrs … die Funktion eines allgemein gebräuchlichen … Tauschvermittlers tatsächlich übernimmt“.&amp;lt;ref&amp;gt;Carl Menger: &amp;#039;&amp;#039;Geld.&amp;#039;&amp;#039; In: Ludwig Elster, Adolf Weber, Friedrich Wieser (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Handwörterbuch der Staatswissenschaften]].&amp;#039;&amp;#039; 1909, S. 598.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Knut Wicksell]] zählte 1928 erstmals drei Funktionen auf, die heute noch anerkannt sind: „…&amp;amp;nbsp;die des Wertmessers, die des Wertbewahrers und die des Tauschmittels“.&amp;lt;ref&amp;gt;Knut Wicksell: &amp;#039;&amp;#039;Vorlesungen über Nationalökonomie auf der Grundlage des Marginalprinzips&amp;#039;&amp;#039;, Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Geld und Kredit.&amp;#039;&amp;#039; 1928, S.&amp;amp;nbsp;6.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Schilcher: [https://www.google.de/books/edition/Geldfunktionen_und_Buchgeldsch%C3%B6pfung/sdJPUfStNycC?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Geldfunktionen&amp;amp;printsec=frontcover#spf=1628281419447 &amp;#039;&amp;#039;Geldfunktionen und Buchgeldschöpfung.&amp;#039;&amp;#039;] 1973, S. 45.&amp;lt;/ref&amp;gt; Heute sind diese drei so genannten primären Geldfunktionen unumstritten.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Peter Bofinger]]: &amp;#039;&amp;#039;Grundzüge der Volkswirtschaftslehre.&amp;#039;&amp;#039; 2003, S. 279 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Lena Maute, Philipp Maume: [https://www.google.de/books/edition/Rechtshandbuch_Kryptowerte/6Rf0DwAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Geldfunktionen&amp;amp;pg=PA51&amp;amp;printsec=frontcover#spf=1628287080179 &amp;#039;&amp;#039;Rechtshandbuch Kryptowerte: Blockchain, Tokenisierung, Initial Coin Offerings.&amp;#039;&amp;#039;] 2020, S. 51 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus Schaper: [https://www.google.de/books/edition/Makro%C3%B6konomie/0VbBCGjvFjIC?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Geldfunktionen&amp;amp;pg=PA96&amp;amp;printsec=frontcover#spf=1628286951909 &amp;#039;&amp;#039;Makroökonomie.&amp;#039;&amp;#039;] 2001, S. 96 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Geldgeschichte]]&lt;br /&gt;
* [[Bargeld]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|Geldfunktion|TYP=Literatur über}}&lt;br /&gt;
* [[Karl Marx]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Kapital.&amp;#039;&amp;#039; Erster Band, Erster Abschnitt: &amp;#039;&amp;#039;Ware und Geld&amp;#039;&amp;#039; und Zweiter Abschnitt: &amp;#039;&amp;#039;Die Verwandlung von Geld in Kapital&amp;#039;&amp;#039;. Dietz Verlag, Berlin 1972, S. 49–191.&lt;br /&gt;
* Bernhard Felderer, [[Stefan Homburg]]: &amp;#039;&amp;#039;Makroökonomik und neue Makroökonomik&amp;#039;&amp;#039;. 7. Auflage. Springer Verlag, 1999, ISBN 3-540-66128-X.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Fritz Helmedag: [https://www.tu-chemnitz.de/wirtschaft/vwl2/downloads/paper/helmedag/Geldfunktionen.pdf &amp;#039;&amp;#039;Geldfunktionen&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 145&amp;amp;nbsp;kB). WISU, 8–9/1995.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geldtheorie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volkswirtschaftslehre]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;BurghardRichter</name></author>
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