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	<title>Gelbelsee - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-21T01:16:23Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2023-11-03T10:47:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Gelbelsee.gif|hochkant|mini|Pfarrkirche St. Hippolyt]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gelbelsee&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Pfarrdorf nahe der geographischen Mitte des Freistaats [[Bayern]]. Es gehört zur Gemeinde [[Denkendorf (Oberbayern)|Denkendorf]]. Der Ort hatte im Jahr 2022 541 Einwohner.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.gemeinde-denkendorf.de/buergerservice/zahlen-und-fakten |titel=Zahlen und Fakten – Gemeinde Denkendorf |abruf=2023-11-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dorfpatron ist der heilige [[Hippolyt von Rom|Hippolyt]]. Die Dorfkirche ist im barocken Baustil errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
Gelbelsee liegt im [[Naturpark Altmühltal]] auf der Hochfläche der Südlichen [[Frankenalb]] 540&amp;amp;nbsp;m&amp;amp;nbsp;ü. NN zwischen [[Kipfenberg]] und Denkendorf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Gelbelsee wird in den ältesten Urkunden „Gouliubese“ genannt, was als See des Gouliub, eines Einwohners, gedeutet wird. Im Jahr 1301 wurde der Ort „Gelbelsee“ geschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gelbelsee liegt in einem uralten Siedlungsgebiet, wie die ringsum in den Wäldern befindlichen [[Hügelgrab|Hügelgräber]] aus der [[Hallstattzeit]] (1200 bis 500 v.&amp;amp;nbsp;Chr.) zeigen. Die Hallstattleute gehörten stammesgeschichtlich der [[Illyrer|illyrischen]] Völkerfamilie an. Ihnen folgten die [[Germanen|germanischen]] Stämme und bei der [[Völkerwanderung]] im fünften Jahrhundert die [[Bajuwaren]]. Von Osten führt eine vorrömische Straße durch Gelbelsee und weiter durch das Kristal und Kipfenberg nach Westen. In der Nähe verlief der [[Römisches Reich|römische]] [[Limes (Grenzwall)|Limes]] (Reste: zwei Beobachtungstürme, [[Römisches Militärlager|Kaserne]] und Brunnen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Daten aus der Ortsgeschichte:&lt;br /&gt;
* Frühestens 1058 weihte Bischof [[Gundekar II.]] von Eichstätt eine Kirche St. Hippolyt.&lt;br /&gt;
1075: [[Patrozinium]] am 13. August. [[Hippolyt von Rom|Hippolyt]] war Gegenpapst zu [[Kalixt I.]], er starb um 235 als Märtyrer auf Sardinien. – Kirchweih wurde allerdings seit alters her am Fest des heiligen [[Bartholomäus (Apostel)|Bartholomäus]] (24. August) bzw. am darauffolgenden Sonntag gefeiert.&lt;br /&gt;
* Der Ort tauchte 1144 als „Gouliubesee“ in einer Urkunde des [[Kloster Plankstetten|Klosters Plankstetten]] auf.&lt;br /&gt;
* Konrad Kropf (bzw. Struma) von Kipfenberg schenkte 1279 dem Kloster Kaisheim einen Hof in Gelbelsee.&lt;br /&gt;
* Konrad Kropf von Kipfenberg verkaufte im Jahr 1301 &amp;#039;&amp;#039;custrum et oppidum&amp;#039;&amp;#039; (Burg und Markt) mit den Erbleuten, dem [[Patronatsrecht]] der Kirche Gelbelsee und allem Zubehör dem Bischof [[Konrad II. von Pfeffenhausen]] von Eichstätt. Gelbelsee, bisher Mutterkirche von Kipfenberg, wurde Filiale. Das Besetzungsrecht ging von Kropf zu Kipfenberg auf den Bischof von Eichstätt über.&lt;br /&gt;
* 1426 erhob Bischof [[Johann II. von Heideck]] Gelbelsee erneut zur [[Pfarrei]].&lt;br /&gt;
* Um 1620 protestierte der Pfarrer von Gelbelsee, Melchior Holl, gegen den „Schleifentanz“ der Dorfbewohner und das damals neu erbaute Tanzhaus des Dorfes.&lt;br /&gt;
* Im frühen 17. Jahrhundert entstand die Holzfigur des St. Hippolyt (in Rittertracht mit Speer und Schild) in der Pfarrkirche.&lt;br /&gt;
* 1690 erhielt die Kirche ein neues [[Langhaus (Kirche)|Langhaus]].&lt;br /&gt;
* Am 12. November 1678 brannte das Pfarrhaus ab. Es wurde vom Eichstätter Maurermeister Hans Biba neu errichtet.&lt;br /&gt;
* 1745 musste der Kirchturm auf [[Mittelalter|mittelalterlichen]] Fundamenten neu gebaut werden.&lt;br /&gt;
* Um 1770 erhielt die Kirche die noch heute vorhandenen [[Barock]]altäre mit ihren [[Altarretabel|Altarblättern]]. Die Kirche ist [[Stuck|stuckiert]].&lt;br /&gt;
* 1829 bis 1841 wirkte in Gelbelsee der gelehrte Pfarrer Dr. [[Franz Anton Mayer]].&lt;br /&gt;
* 1910 malte [[Franz Hartmann]] das Deckengemälde &amp;#039;&amp;#039;Martyrium des heiligen Hippolyt&amp;#039;&amp;#039; in der Pfarrkirche.&lt;br /&gt;
* 1914 wurde ein 40 Meter hoher Wasserturm errichtet.&lt;br /&gt;
* 1960 gründete sich ein Krieger- und Kameradschaftsverein.&lt;br /&gt;
* Am 11. November 1977 gründete sich der Zweigverein Gelbelsee-Buch-Irlahüll des Katholischen Deutschen Frauenbundes.&lt;br /&gt;
* Am 1. Mai 1978 wurde Gelbeslsee in die Gemeinde Denkendorf eingegliedert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Statistisches Bundesamt |Titel=Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982 |Verlag=W. Kohlhammer GmbH |Ort=Stuttgart und Mainz |Datum=1983 |ISBN=3-17-003263-1 |Seiten=599}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1981 weihte Pfarrer Georg Pavelka eine neue Marienkapelle auf Gemeindegrund im oberen Ortsteil. Der Vorgängerbau im unteren Ortsteil, eine Pestkapelle des 17. Jahrhunderts, hatte 1976/78 dem Ausbau der Ortsstraße weichen müssen. Das Marienbild des 17. Jahrhunderts wurde restauriert in den Neubau übernommen.&lt;br /&gt;
* Seit 1982 ist Alfred Wenk Pfarradministrator von Gelbelsee und Irlahüll (seit 1990 auch für Irfersdorf; sein dortiger Vorgänger war Pfarrer in Ruhe Josef März).&lt;br /&gt;
* 1996 wurde ein neues Feuerwehrhaus seiner Bestimmung übergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pfarrkirche St. Hippolyt ==&lt;br /&gt;
Die Pfarrkirche St. Hippolyt wurde in der [[Barock]]zeit erbaut. Sie steht etwas erhöht im Dorf. [[Hippolyt von Rom]], ein römischer [[Kirchenvater]] des 3. Jahrhunderts, wird in Deutschland in sehr wenigen Gemeinden als [[Patrozinium|Patron]] verehrt (vgl. [[Liste der Hippolytkirchen]]), wobei er lange Zeit nicht als Priester und Schriftsteller, sondern fälschlicherweise als römischer Offizier dargestellt wurde, der im Gefängnis den [[Laurentius von Rom|Heiligen Laurentius]] bewachen sollte, von diesem bekehrt und deshalb später als [[Märtyrer]] von vier Pferden zerrissen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Wie im Laufe der Legendenbildung aus dem Kirchenvater ein Soldat werden konnte, ist noch weitgehend ungeklärt. Vgl. hierzu das Kapitel Legendenbildung in [[Hippolyt von Rom]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im renovierten Innern der Kirche befinden sich drei schöne Altäre.&lt;br /&gt;
Der Kirchturm besitzt drei Glocken in der Tonfolge a&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt;-h&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt;-cis&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sendeanlage Gelbelsee ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Sender Gelbelsee}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Limesbuche bei Gelbelsee.jpg|mini|Limesbuche bei Gelbelsee]]&lt;br /&gt;
Durch den Ort führt der [[Deutscher Limes-Radweg|Deutsche Limes-Radweg]]. Er folgt dem [[Obergermanisch-Raetischer Limes|Obergermanisch-Raetischen Limes]] über 818&amp;amp;nbsp;km von [[Bad Hönningen]] am [[Rhein]] nach [[Regensburg]] an der [[Donau]]. Am Ortsrand befindet sich die 32&amp;amp;nbsp;m hohe und 350 bis 500 Jahre alte Limesbuche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Konrad Held: &amp;#039;&amp;#039;Drei-Türme-Pfarrei Gelbelsee.&amp;#039;&amp;#039; In: Kirchenzeitung für das Bistum Eichstätt Nr. 41 vom 13. Oktober 2002, S. 18.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gelbelsee feierte 950 Jahre St. Hippolyth.&amp;#039;&amp;#039; In: Eichstätter Kurier vom 24. Juli 2007, S. 24.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.gemeinde-denkendorf.de/leben/ortsteile/gelbelsee Gemeinde Denkendorf]&lt;br /&gt;
* [http://www.glockenklaenge.de/orte/ei/gelbelsee.html Glockengeläute von St. Hippolyt]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=48/56/45/N|EW=11/26/15/E|type=city|region=DE-BY}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Ortsteile von Denkendorf}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=7710153-4|VIAF=233947328}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Eichstätt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Denkendorf (Oberbayern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Eichstätt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 1978]]&lt;/div&gt;</summary>
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