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	<title>Gelatiere - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Eisdiele.jpg|mini|Nachbau einer italienischen Eisdiele]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gelatiere&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Mz. &amp;#039;&amp;#039;Gelatieri&amp;#039;&amp;#039;), auch &amp;#039;&amp;#039;Gelataio&amp;#039;&amp;#039;, ist die [[Italienische Sprache|italienische]] und vielfach auch in anderen Ländern gebräuchliche Bezeichnung für einen alten [[Liste von Handwerksberufen|Handwerksberuf]] in der [[Gastronomie]]. Gelatieri befassen sich mit der handwerklichen Herstellung von [[Speiseeis]] sowie mit dessen Vertrieb in [[Eisdiele]]n, Eiscafés oder Eissalons und im [[Ambulanter Handel|ambulanten Verkauf]]. Traditionell werden Eisdielen als [[Familienunternehmen]] geführt und befinden sich zumeist bis in die Gegenwart sowohl in [[Italien]] als auch im Ausland im Besitz einer Reihe von italienischen Familien, die ursprünglich aus den [[Dolomiten]] stammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im deutschen Sprachraum wird der Beruf auch als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Eismacher&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet, während der ambulante Eisverkäufer umgangssprachlich als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Eismann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bekannt ist. In [[Deutschland]] bestand von 2008 bis 2014 eine zweijährige [[Berufsausbildung]] zum [[Speiseeishersteller]] und von 2014 bis 2019 eine dreijährige Ausbildung zur damals so benannten &amp;#039;&amp;#039;[[Fachkraft für Speiseeis]]&amp;#039;&amp;#039;. Arbeitsplätze für Gelatieri und Speiseeishersteller usw. finden sich zudem in der Speiseeisindustrie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tal der Gelatieri ==&lt;br /&gt;
Rund zwei Drittel der 4000 Eisdielen-Besitzer in Deutschland kommen aus dem [[Val di Zoldo]] sowie dem benachbarten [[Cadore|Val di Cadore]] in den Dolomiten, die beide als „Tal der Gelatieri“ gelten. Ab Ende des 19. Jahrhunderts wanderten Bauern aus dem damals seit kurzem italienisch gewordenen armen [[Provinz Belluno|Belluno]] ins nördlichere Europa aus, um dort Eiscafés zu eröffnen, da sie vom Verkauf ihrer Agrarprodukte nicht mehr leben konnten, und die Geschäfte der traditionellen Gewerbe Holz- und Nagelherstellung eingebrochen waren. Der Überlieferung nach sollen sie ihre Fertigkeiten von einem [[Sizilien|Sizilianer]] erlernt haben. Zur Kühlung des Speiseeises wurde damals Eis von den [[Gletscher]]n verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausbreitung in Europa ==&lt;br /&gt;
1865 wanderte der erste Gelatiere aus [[Zoppè di Cadore]] nach [[Wien]] aus und erhielt die Genehmigung, einen Eiswagen im [[Wiener Prater]] aufzustellen. Um die einheimischen Händler zu schützen, verweigerten die Wiener Behörden später den Italienern den Gewerbeschein für den ambulanten Handel. So waren die Gelatieri gezwungen, Geschäftslokale anzumieten, die sie mit Bänken und Petroleumlampen ausstatteten: Das Eiscafé (ital.: Gelateria) war geboren. Von Wien als Ausgangspunkt schwärmten die Eismacher nach 1880 über Mitteleuropa aus.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.uniteis.com/pagine_de/press_area/eispioniere-die_italienischen_gelatieri.htm | archive-is=20120914155707 | text=Uniteis.com: „Eispioniere – die italienischen Gelatieri“}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gelatieri in Deutschland ==&lt;br /&gt;
Die beiden Weltkriege bedeuteten Rückschläge für ihre Geschäfte, nachdem sich die Gelatieri zwischen den Kriegen in Deutschland besonders an Rhein und Ruhr angesiedelt hatten, wobei das [[Achsenmächte|deutsch-italienische Bündnis]] dies ab den 1930er Jahren begünstigte. Nach dem Bruch der Achse im Jahre 1943 verließen fast alle Gelatieri Deutschland, viele kamen jedoch in den Zeiten des wirtschaftlichen Aufschwungs in den 1950er Jahren zurück. Noch heute gibt es im [[Ruhrgebiet]] besonders viele italienische Eisdielen; der Name entstand, weil die Gelatieri ihr Eis anfangs aus eigenen Wohnungen im Erdgeschoss verkauften.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.dieruhr.de/?q=node/5594 dieruhr.de: „Wie das Eis ins Ruhrgebiet kam“]&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit die Kundschaft an die Öffnung heranreichen konnte, befestigten sie Holzbretter – [[Dielen]] – unter den Fenstern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heutige Situation ==&lt;br /&gt;
Früher verbrachten die Gelatieri-Familien die sommerliche Saison in Deutschland, den Winter jedoch in ihrer Heimat, und die Eiscafés wurden ca. Mitte Oktober geschlossen. Diese Tradition hat sich mit der dritten und jüngeren Generationen teilweise verändert: Die jüngeren Familienmitglieder fühlen sich nicht mehr so stark der Heimat verbunden. Zudem wollen viele Italiener nicht mehr das Eiscafé der Familie übernehmen; diese werden zunehmend von Deutschen oder Angehörigen anderer Nationalitäten betrieben. Im Gegensatz zu früher wird auch im Winter Eis gegessen, so dass es sich lohnt, die Eisdielen geöffnet zu halten. Andererseits ist der Kostendruck so gestiegen, dass viele Eisdielen ganzjährig geöffnet bleiben und auch kleine Speisen anbieten müssen, um rentabel zu bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gelatieri haben sich 1969 in der Union der italienischen Speiseeishersteller in Deutschland e. V. (Uniteis) zusammengeschlossen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.uniteis.com/home_de.htm |wayback=20080724191353 |text=Uniteis.com |archiv-bot=2019-04-13 01:35:07 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; 2009 hatte der Verband rund 1500 Mitglieder mit 2200 Eiscafés. Alljährlich im November findet seit 1959 in [[Longarone]] am Fuße des Zoldo-Tals die große Eis-Fachmesse &amp;#039;&amp;#039;Mostra Internazionale del Gelato Artigianale&amp;#039;&amp;#039; statt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mostradelgelato.com/ Mostra del Gelato]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekannte Gelatieri ==&lt;br /&gt;
Ein prominenter Gelatiere war der [[Köln]]er [[Nevio De Zordo]], der als Bobfahrer 1972 in [[Sapporo]] bei den [[Olympische Winterspiele 1972/Bob|Olympischen Winterspielen]] eine Silbermedaille errang und zweimal Weltmeister wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Toter Link |datum=2018-04 |url=http://www.zeit.de/2007/42/Sportlicher_Gastronom?page=all |text=Zeit.de vom 11. Oktober 2007: „Sportlicher Gastronom“ |archivebot=2018-04-11 18:16:41 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Donata Panciera, Paolo Lazzarin, Tarcisio Caltran (1999): &amp;#039;&amp;#039;La storia del gelato. Dall&amp;#039;epopea dei gelatieri alla Mostra Internazionale del Gelato/Wie das Eis entstand. Vom Zeitalter der Speiseeiserzeuger zur Internationalen Speiseeismesse.&amp;#039;&amp;#039; (ital./dt.). Cierre Edizioni. Caselle di Sommacampagna (VR), Italien. ISBN 978-8-8831-4046-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Quellen ==&lt;br /&gt;
* [https://www.zeit.de/2004/15/alltag_2fEismacher_15?page=all Zeit.de vom 1. April 2004: &amp;#039;&amp;#039;Das Tal der Gelatieri&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.lwl.org/LWL/Kultur/wim/portal/S/hannover/Ausstellungen/bereiche | wayback=20090623070505 | text=LWL-Industriemuseum.org}}&lt;br /&gt;
* [http://www.museoetnograficozoppedicadore.com/cat.html?cat=71 Museo Etnografico Zoppè di Cadore: &amp;#039;&amp;#039;Storia dell&amp;#039; emigrazione di Zoppè&amp;#039;&amp;#039;] (italienisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Beruf (Lebensmittelherstellung und -verarbeitung)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Speiseeis]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TaxonBot</name></author>
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