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	<title>Geiz - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Geiz&amp;diff=117072&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;TaxonBot: Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links</title>
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		<updated>2026-04-16T18:41:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschäftigt sich mit der Charaktereigenschaft Geiz. Zum botanischen Begriff siehe [[Geiztrieb]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Avarice - Jacob Matham.jpg|mini|[[Allegorie]] des Geizes ([[Jakob Matham]], ca. 1587)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Maria Fyodorovna-Miser.jpg|mini|[[Dagmar von Dänemark (1847–1928)|Marja Fjodorowna]]:&amp;lt;br /&amp;gt;Der Geizhals (1890)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Pieter Bruegel the Elder- The Seven Deadly Sins or the Seven Vices - Avarice.JPG|mini|[[Pieter Bruegel der Ältere]], Die sieben Todsünden&amp;amp;nbsp;– Geiz]]&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Geiz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet man eine übertriebene [[Sparsamkeit]], damit verbunden auch den Unwillen, Güter zu teilen. Eng [[Wortfeld|sinnverwandte Begriffe]] sind &amp;#039;&amp;#039;Gier&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Habgier]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Habsucht&amp;#039;&amp;#039;. In der klassischen christlichen Theologie ist der Geiz bzw. die Habsucht, lateinisch &amp;#039;&amp;#039;[[avaritia]]&amp;#039;&amp;#039;, eines der [[Laster#Traditionelles Verständnis|sieben „Hauptlaster“]] (oder „Wurzellaster“; fälschlich oft auch als die sieben „[[Todsünde]]n“ bezeichnet).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der geizige Mensch ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Geizhals, Margret Hofheinz-Döring, Mischtechnik, 1926 (WV-Nr.5579).JPG|mini|Der Geizhals ([[Margret Hofheinz-Döring]], 1926)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Holbein Danse Macabre 28.jpg|mini|Der Geizige ([[Hans Holbein der Jüngere]], [[Totentanz]], 1526)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Geizhals&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Geizkragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine tadelnde Bezeichnung für eine Person, die unabhängig von ihrer wirtschaftlichen Lage das Hergeben von Gütern und Geld möglichst vermeidet, auch auf Kosten des eigenen Lebensstandards. Umgangssprachlich oder regional werden sie auch als &amp;#039;&amp;#039;[[Schimmelpfennig]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Hans Markus Thomsen |url=https://www.welt.de/print-welt/article233409/Ein-Bauer-namens-Pfennig.html |titel=Ein Bauer namens Pfennig |werk=welt.de |hrsg=[[Die Welt]] |datum=2006-08-04 |abruf=2021-07-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, &amp;#039;&amp;#039;Pfennigfuchser&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Toter Link |datum=2025-03 |url=http://www.zeno.org/Adelung-1793/A |text=/Pfennigfuchser,+der?hl=pfennigfuchser zeno.org |archivebot=2025-03-22 19:00:57 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, &amp;#039;&amp;#039;Filz&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.duden.de/rechtschreibung/Filz duden.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;, &amp;#039;&amp;#039;Harpagon&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.duden.de/rechtschreibung/Harpagon duden.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;, &amp;#039;&amp;#039;Geizhammel&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.duden.de/rechtschreibung/Geizhammel duden.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;, &amp;#039;&amp;#039;Geizknochen&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.duden.de/rechtschreibung/Geizknochen duden.de],&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Knicker&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.duden.de/rechtschreibung/Knicker_Knauser_Pfennigfuchser duden.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;, &amp;#039;&amp;#039;Knickstiebel&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.duden.de/rechtschreibung/Knickstiebel duden.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;, &amp;#039;&amp;#039;Knorzer&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.duden.de/rechtschreibung/Knorzer duden.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;, Furzklemmer&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeno.org/Wander-1867/A/Furzklemmer?hl=pfennigfuchser zeno.org]&amp;lt;/ref&amp;gt;, &amp;#039;&amp;#039;Rappenspalter&amp;#039;&amp;#039; (schweizerisch) oder auch &amp;#039;&amp;#039;[[Entenklemmer]]&amp;#039;&amp;#039; (schwäbisch) bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Stereotyp]]e des Geizkragens sind: [[Reichtum|reich]], [[habgier]]ig, einen selbst gewählten ärmlichen Lebensstil führend, um seine Schätze zu hüten und zu vermehren. International sind die „geizigen“ [[Schotten (Ethnie)|Schotten]] und die „sparsamen“ [[Holland|Holländer]] als Geizhälse verschrien. Innerhalb Deutschlands spricht man gern den [[Schwaben]] dieses Laster zu. Als Konsequenz der historisch bedingten Ausübung geldaffiner Berufe werden auch [[Juden]] in [[Judenfeindlichkeit|antisemitischen]] Karikaturen traditionell als Geizhälse und/oder Kapitalisten dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Geizhals dient häufig als Propagandaklischee des [[Kapitalist]]en, wie es Karikaturen des [[Ostblock]]s im Kalten Krieg belegen.&lt;br /&gt;
Er steht als Klischee für Geschäftsleute, die durch unmoralische Geschäfte (Ausbeutung und Ähnliches) einen großen Reichtum aufgehäuft haben und am Schicksal der Armen entweder nicht interessiert sind oder aber diese gar noch übervorteilen. Im Unterschied zum traditionellen Geizhals wird der Kapitalist hier aber auch als Prasser und dekadenter Verschwender dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung von Geiz ==&lt;br /&gt;
=== Tiefenpsychologische Sicht ===&lt;br /&gt;
Die [[Tiefenpsychologie]] bringt Geiz und individuelles Besitzstreben mit einer [[Anale Phase|analen]] [[Fixierung (Psychoanalyse)|Fixierung]] in Verbindung. Die [[Mutterbeziehung|Beziehung zur Mutter]] ist von den Aspekten der Entfernung und Wiederannäherung an sie geprägt. Der Kot wird als Teil des [[Selbst]] begriffen und wird als erstes Geschenk des Kindes an die Umwelt betrachtet. Die anale Lust beinhaltet Gefühle der [[Autonomie]], der Meisterung, des [[Trotz]]es und Stolz auf das eigene Produkt. Die typischen analen [[Reaktionsbildung|Reaktions-]] und [[Charakterbildung]]en sind von deutlichen [[Abwehrmechanismus|Abwehr-]] und Befriedigungshandlungen analer Impulse gekennzeichnet. Ordentlichkeit, Sparsamkeit und [[Eigensinn]] sind nach [[Sigmund Freud|Freud]] die typische [[Anale Phase|anale]] Dreiheit.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Hopf, Evelyn Heinemann: &amp;#039;&amp;#039;Psychische Störungen in Kindheit und Jugend: Symptome – Psychodynamik – Fallbeispiele – psychoanalytische Therapie&amp;#039;&amp;#039;, W. Kohlhammer Verlag, 2008, ISBN 978-3-17-020089-0, S. 16.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Behavioristische Sicht ===&lt;br /&gt;
Ein geizig-habgieriges Verhalten kann im Kontext von Erziehungs- und [[Lerntheorie|Lernprozessen]] erworben werden. Obgleich die Wurzeln für das Verhalten in der Kindheit liegen, ist das geizige Verhalten das Ergebnis eines Lernvorgangs. Das Verhalten wird durch [[Positive Verstärkung|positive Verstärker]] aufrechterhalten und gefestigt. Eine besondere Rolle spielt hierbei die Aktivierung des Erwartungs- und Belohnungssystems, welches im Zusammenhang mit Gier auch im Interesse der [[Neuropsychologie]] und [[Evolutionspsychologie]] steht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;buch&amp;quot;&amp;gt;Anton Bucher: &amp;#039;&amp;#039;Geiz, Trägheit, Neid &amp;amp; Co.- Therapie und Seelsorge: Psychologie der 7 Todsünden&amp;#039;&amp;#039;, Springer Verlag 2012, ISBN 978-3-642-04906-4, S. 46f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einfluss von Genetik und Umwelt ==&lt;br /&gt;
Einer [[Zwillingsstudie]] mit 1110 koreanischen Zwillingen im durchschnittlichen Alter von 18 Jahren ([[Empirische Standardabweichung|Standardabweichung]]: 3,3) zufolge liegt die [[Heritabilität]] von Geiz bei 28 %. Die umweltbedingte (72 %) Variation geht der Studie zufolge nicht auf die gemeinsam erfahrene Erziehung in der Familie, sondern auf einzigartig erfahrene Umwelteinflüsse zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;Yoon-Mi Hur, Hoe-Uk Jeong, Julie Aitken Schermer, J. Philippe Rushton (2011): {{Webarchiv |url=http://www.charlesdarwinresearch.org/Miserliness%20is%20heritable%20PAID%202011.pdf |text=Miserliness is heritable. Personality and Individual Differences. |wayback=20120314043716}} (englisch)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekannte Geizige in der Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Pantalone]] – Theaterfigur der [[italien]]ischen [[Commedia dell’arte]] in enger roter Strumpfhose&lt;br /&gt;
* [[Silas Marner]] – Engländer, in [[George Eliot]]s gleichnamigem Roman&lt;br /&gt;
* [[Ebenezer Scrooge]] – Engländer, Figur bei [[Charles Dickens]]&lt;br /&gt;
* [[Shylock]] – jüdischer Venezianer bei [[William Shakespeare]]&lt;br /&gt;
* Harpagon in [[Molière]]s „[[Der Geizige]]“&lt;br /&gt;
* [[Dagobert Duck]] (englischer Originalname: Scrooge McDuck, Ebenezer Scrooge (s.&amp;amp;nbsp;o.) [[parodie]]rend) – Entenhausener schottischer Abstammung, der &amp;#039;&amp;#039;reichste Erpel&amp;#039;&amp;#039; der Welt, Disneyfigur von [[Carl Barks]]&lt;br /&gt;
* John Arthur Molyneux Errol, Earl of Dorincourt – in [[Der kleine Lord (Roman)|Little Lord Fauntleroy]], [[Stereotyp]] des englischen Aristokraten des späten 19. / frühen 20. Jahrhunderts&lt;br /&gt;
{{siehe auch|Der Geizige, der seinen Schatz verlor}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Artikel &amp;#039;&amp;#039;[http://woerterbuchnetz.de/cgi-bin/WBNetz/wbgui_py?sigle=DWB&amp;amp;lemma=Geiz geiz]&amp;#039;&amp;#039; im &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsches Wörterbuch|Deutschen Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm]]&amp;#039;&amp;#039;, Erstbearbeitung (1854–1960).&lt;br /&gt;
* [[Daniel Barben]]: &amp;#039;&amp;#039;Geiz.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Historisch-kritisches Wörterbuch des Marxismus]].&amp;#039;&amp;#039; Band 5, Argument-Verlag, Hamburg 2001, Sp. 138–142.&lt;br /&gt;
* [[Anton A. Bucher|Anton Bucher]]: &amp;#039;&amp;#039;Geiz, Trägheit, Neid &amp;amp; Co. in Therapie und Seelsorge: Psychologie der 7 Todsünden&amp;#039;&amp;#039;. Springer, Heidelberg und Berlin 2012, ISBN 978-3-642-04906-4.&lt;br /&gt;
* Frederik Hanssen (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das Spar-Buch. Eine kleine Kulturgeschichte von Tugend und Laster, Geld und Geiz.&amp;#039;&amp;#039; Fannei und Walz, Berlin 1998, ISBN 3-927574-40-6.&lt;br /&gt;
* [[Hans Reiner]]: &amp;#039;&amp;#039;Geiz.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Historisches Wörterbuch der Philosophie]]&amp;#039;&amp;#039;, Band 3. Schwabe, Basel 1974, Sp. 217–219.&lt;br /&gt;
* [[Volker Reinhardt (Historiker)|Volker Reinhardt]]: &amp;#039;&amp;#039;Mein Geld! Meine Seele! Die größten Geizhälse und ihre Geschichten.&amp;#039;&amp;#039; Beck, München 2009, ISBN 978-3-406-59193-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Misers}}&lt;br /&gt;
{{Wikiquote}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Todsünden}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4156377-3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Laster]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TaxonBot</name></author>
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