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	<title>Geistliche Lieder - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Geistliche_Lieder&amp;diff=554996&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;JKS: /* Das Werk */</title>
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		<updated>2025-01-17T11:23:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Das Werk&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt die Novalis-Dichtung. Zur Liedgattung siehe [[Geistliches Lied]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Geistliche Lieder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist der Titel einer [[Gedicht]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;sammlung von [[Novalis]] (Friedrich von Hardenberg). Die Sammlung wurde 1802 postum veröffentlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Werk ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung „[[Lied]]er“ geht auf den [[geistlich]]en Ton zurück, in dem die Gedichte verfasst sind. Novalis selbst hat keine Melodien zu den Gedichten geschrieben. Die fünfzehn in dieser Sammlung enthaltenen Lieder wurden von ihm nicht als geschlossene Einheit konzipiert, sondern erst von den Herausgebern unter diesem Titel zusammengestellt. Die ersten Lieder waren im Herbst 1799 abgeschlossen, das letzte genau datierbare Lied entstand im August 1800. Somit entstand das Material parallel zur Arbeit an den &amp;#039;&amp;#039;[[Hymnen an die Nacht]]&amp;#039;&amp;#039; und am &amp;#039;&amp;#039;[[Heinrich von Ofterdingen]]&amp;#039;&amp;#039; (Die Lieder X, XIV und XV gehören zu den Fortsetzungsplänen für den Ofterdingen). Hintergrund der Entstehung war die [[Protestantismus|protestantische]] Gesangbuchreform Ende des 18. Jhs. Die Gedichte sind nicht als [[Gedichtzyklus|Zyklus]] zu verstehen, sondern wurden von Novalis als neue, [[geistliches Lied|geistliche Lieder]] für den Gebrauch in der Gemeinde konzipiert. Er wollte mehr Lebendigkeit, Innigkeit und [[Mystik]] in die Kirchenlieder bringen. Seine Lieder sollten der Gemeinde helfen, sich zu sammeln und ihren Glauben zu vertiefen. Daher bemühte Novalis sich um einen einfachen, stillen und [[metapher]]narmen Ton. Er lehnte die [[didaktik|didaktischen]] und [[dogma]]tischen Überlieferungen ab und versuchte stattdessen, den religiösen Sinn des Menschen durch Ansprechen des Herzens zu erwecken. Die „Geistlichen Lieder“ waren sehr erfolgreich und im 19. Jh. eine seiner bekanntesten Dichtungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das siebte Lied mit dem Titel „Hymne“ hebt sich zeitlich, formal und inhaltlich von den übrigen Liedern ab. Der Ton ist nahe an den „Hymnen an die Nacht“, und das Gedicht ist voller Metaphern. Dieses Lied ist vermutlich auch schon 1798 entstanden. Es handelt vom [[Mysterium]] des [[Eucharistie|Abendmahls]]. Als Hochzeit von Himmel und Erde gestaltet Novalis hier die Verbindung von physischem, irdischem Körper und mystischem Geist-Leib. Durch das Verzehren des göttlichen Geistes in Form des Brotes nähert sich der Mensch Gott an. Somit durchläuft der Mensch eine Neu- bzw. Wiedergeburt und wird Teil des „Weltorganismus“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige seiner geistlichen Lieder wurden in verschiedene protestantische [[Gesangbuch|Gesangbücher]] des 19. Jhs. aufgenommen. Am häufigsten waren dies die Lieder I, V, VI und IX (seltener III und IV). Bei ihrer Aufnahme wurden die Lieder mehrfach vertont. Im Zuge der Integration in ein Gesangbuch wurden sie jedoch drastisch verändert. Man kann sagen, dass die für Novalis typischen Elemente gestrichen wurden und nur mehr die [[Pietismus|pietistischen]] Elemente erhalten blieben. Beispielsweise wurden die Bereiche Orient/Poesie, erotische Bildlichkeit und die Geschichtsphilosophie völlig ausgegrenzt. Somit wurden die ungewohnten, innovativen Komponenten beseitigt. Diese Veränderungen zeigen, dass die „Geistlichen Lieder“ in erster Linie [[Frühromantik|frühromantische]] Dichtungen sind, die sich nicht einfach mit den traditionellen Vorstellungen von  Kirchenliedern vereinbaren ließen. Novalis formuliert die Vorstellung einer höheren Welt, dem wiedergekehrten goldenen Zeitalter, religiös. [[Jesus Christus|Christus]] ist der Bringer des goldenen Zeitalters, denn sein Tod bedeutet neues Leben. Das für Novalis typische romantische Triadenmodell wird auch in diesem Werk verwendet. Sowohl Christus als auch [[Maria (Mutter Jesu)|Maria]], der die Lieder VIII, XIV und XV gewidmet sind, erscheinen als Mittler zwischen dem Menschen und dem Göttlichen. Somit wird der frühromantischen [[Blüthenstaub#Mittlerreligion|Mittlerreligion]] Ausdruck verliehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Liedern herrscht ein kindlicher, schlichter, vertrauensvoller Ton, und das Verhältnis zu Christus ist innig und freundschaftlich. Die Notizen Novalis’ zu seinen Liedern aus diesem Zeitraum sind jedoch weniger schlicht und zeigen, dass der Ton konzentrierter, intellektueller Arbeit entsprungen und nicht bloß frommer Ausdruck des inneren Empfindens ist. Novalis macht zu dieser Zeit viele Notizen, die als „unfromm“ bezeichnet werden können, z.&amp;amp;nbsp;B. Überlegungen über die Verwandtschaft von Wollust, Religion und Grausamkeit oder Erwägungen zur Zeugung Jesu durch einen römischen Soldaten. Es zeigt sich hierin, dass Novalis auch im religiösen Bereich gestaltend tätig sein will und nicht bereit ist, bloße Überlieferungen hinzunehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe des 19. Jahrhunderts drifteten die Bereiche sakraler und profaner Dichtung immer stärker auseinander, und Dichter des einen Bereichs erhielten wenig Anerkennung im anderen Bereich. Novalis [[Geschichte des geistlichen Liedes auf dem europäischen Kontinent|wurde als einer der letzten großen Dichter in kirchliche Gesangbücher aufgenommen]]. Im aktuellen protestantischen Gesangbuch findet sich jedoch keines seiner Werke mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Liste der Lieder ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* I. &amp;#039;&amp;#039;Was wär ich ohne dich gewesen&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* II. &amp;#039;&amp;#039;Fern in Osten wird es helle&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* III. &amp;#039;&amp;#039;Wer einsam sitzt in seiner Kammer&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* IV. &amp;#039;&amp;#039;Unter tausend frohen Stunden&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* V. &amp;#039;&amp;#039;Wenn ich ihn nur habe&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* VI. &amp;#039;&amp;#039;Wenn alle untreu werden&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* VII. &amp;#039;&amp;#039;Wenige wissen&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* VIII. &amp;#039;&amp;#039;Weinen muß ich, immer weinen&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* IX. &amp;#039;&amp;#039;Ich sag&amp;#039; es jedem, daß er lebt&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* X. &amp;#039;&amp;#039;Es giebt so bange Zeiten&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* XI. &amp;#039;&amp;#039;Ich weiß nicht, was ich suchen könnte&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* XII. &amp;#039;&amp;#039;Wo bleibst du Trost der ganzen Welt&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* XIII. &amp;#039;&amp;#039;Wenn in bangen trüben Stunden&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* XIV. &amp;#039;&amp;#039;Wer einmal, Mutter, dich erblickt&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* XV. &amp;#039;&amp;#039;Ich sehe dich in tausend Bildern&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausgaben ==&lt;br /&gt;
1802 erschienen posthum sieben Lieder im vom [[August Wilhelm Schlegel]] und [[Ludwig Tieck]] herausgegebenen &amp;#039;&amp;#039;Musenalmanach für das Jahr 1802&amp;#039;&amp;#039; (Tübingen 1802). Die ganze Sammlung erschien im selben Jahr in den von denselben Herausgebern veröffentlichten &amp;#039;&amp;#039;Schriften&amp;#039;&amp;#039; in 2 Bänden, Berlin 1802.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lieder sind außerdem Bestandteil aller Werkausgaben. Für eine Übersicht siehe die Internationale Novalis-Bibliographie (URL unter &amp;#039;&amp;#039;Weblinks&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Hans-Horst Hensche: &amp;#039;&amp;#039;Geistliche Lieder.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Walter Jens]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Kindlers Literaturlexikon|Kindlers neues Literaturlexikon]].&amp;#039;&amp;#039; Kindler, München 1988–1992.&lt;br /&gt;
* [[Hermann Kurzke]]: &amp;#039;&amp;#039;Novalis.&amp;#039;&amp;#039; Beck, München 1988.&lt;br /&gt;
* [[Heinz Ritter-Schaumburg]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Geistlichen Lieder des Novalis. Ihre Datierung und Entstehung.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch der Deutschen Schiller-Gesellschaft.&amp;#039;&amp;#039; 4, Wallstein, Göttingen 1960, S. 308–342, {{ISSN|0070-4318}}.&lt;br /&gt;
* Margot Seidel: &amp;#039;&amp;#039;Novalis’ geistliche Lieder.&amp;#039;&amp;#039; (= Europäische Hochschulschriften; Reihe 1, 730). Lang, Frankfurt am Main 1983.&lt;br /&gt;
* Herbert Uerlings: &amp;#039;&amp;#039;Friedrich von Hardenberg, genannt Novalis. Werk und Forschung.&amp;#039;&amp;#039; Metzler, Stuttgart 1991.&lt;br /&gt;
* Herbert Uerlings: &amp;#039;&amp;#039;Novalis.&amp;#039;&amp;#039; Reclam, Stuttgart 1998.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4019865-0}}&lt;br /&gt;
* {{Zeno-Werk|Literatur/M/Novalis/Gedichte/Geistliche+Lieder}}&lt;br /&gt;
* [https://www.projekt-gutenberg.org/novalis/geistld/geistld.html &amp;#039;&amp;#039;Geistliche Lieder&amp;#039;&amp;#039;] als nicht [[Textkritik|textkritischer]] [[E-Text]] beim [[Projekt Gutenberg-DE]]&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv|url=http://www.schloss-oberwiederstedt.de/inb/index.shtml|wayback=20070610122319|text=Internationale Novalis-Bibliographie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4019865-0|LCCN=sh85063599}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literarisches Werk]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur der Romantik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lyrik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchenlied|!Geistliche Lieder]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Werk von Novalis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (19. Jahrhundert)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;JKS</name></author>
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