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	<title>Geisterspiel - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Stadion Dresden 02 (fcm).jpg|mini|Leeres Stadion in Dresden]]&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Geisterspiele&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; werden [[Fußball]]spiele bezeichnet, die ohne [[Publikum]] ausgetragen werden. Gründe für die Austragung ohne Publikum können Sicherheitserwägungen oder [[Sanktion]]en gegen Fans eines oder beider beteiligten Vereine sein. Das Infektionsrisiko während der [[COVID-19-Pandemie]] führte von 2020 bis 2022 zu einer Vielzahl von Geisterspielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gelegentlich werden auch höherklassige Spiele mit geringem Zuschauerzuspruch scherzhaft als &amp;#039;&amp;#039;Geisterspiele&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Prinzip ==&lt;br /&gt;
Bei einem Geisterspiel wird lediglich den unmittelbar am Spiel beteiligten Personen, Ordnungs- und Sicherheitskräften sowie gegebenenfalls Medienvertretern, Vereinsoffiziellen und Servicepersonal Zutritt zum Stadion gewährt; die Zuschauerränge bleiben leer. Einer solchen Maßnahme geht häufig ein Fehlverhalten der Anhänger des gastgebenden Vereins bei einem früheren Spiel voraus. Auch Fans des Gastvereins werden, obwohl nicht verantwortlich, abgewiesen. Die Ansetzung eines Geisterspiels hat für den Heimverein eine Einnahmeeinbuße aufgrund der ausbleibenden Eintrittsgelder zur Folge und ist daher neben der Androhung von Geldstrafen oder Punktabzug ein zumeist wirksames Druckmittel auf den betroffenen Club. Als weitere Möglichkeit des Strafmaßes werden manche Begegnungen mit einem Zuschauerteilausschluss belegt, bei dem einzelne Blöcke oder ganze Tribünen gesperrt werden, die restlichen Plätze jedoch offen bleiben. Diese Strafen werden oft zur Bewährung ausgesprochen und treten erst ein, wenn sich die betroffenen Fans in einem bestimmten Zeitraum weitere Fehltritte erlauben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele unter regulären Bedingungen ==&lt;br /&gt;
=== Deutschland ===&lt;br /&gt;
Das erste Geisterspiel im deutschen Profifußball fand am 26. Januar 2004 in [[Aachen]] zwischen [[Alemannia Aachen]] und dem [[1. FC Nürnberg]] statt. Dieses wurde als Wiederholungsspiel der [[2. Fußball-Bundesliga|2. Bundesliga]] von der [[Deutsche Fußball Liga|DFL]] angeordnet, da im ersten Spiel der Nürnberger Trainer [[Wolfgang Wolf]] von einem Wurfgeschoss am Kopf getroffen worden war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SPON-283620&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.spiegel.de/sport/fussball/geisterspiel-in-aachen-zwei-wuerstchenverkaeufer-und-der-ehrenpraesident-a-283620.html |titel=&amp;quot;Geisterspiel&amp;quot; in Aachen: Zwei Würstchenverkäufer und der Ehrenpräsident |werk=[[Spiegel Online]] |datum=2004-01-26 |abruf=2015-02-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachdem es zuvor in einem Spiel zwischen [[Hansa Rostock]] und dem [[FC St. Pauli]] (1:3) Ausschreitungen gegeben hatte, wurde auch die Zweitliga-Partie Hansa Rostock – [[Dynamo Dresden]] am 18. Dezember 2011 unter Ausschluss der Öffentlichkeit angestoßen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Express.de |url=http://www.express.de/fussball/huch---doch-ein-zuschauer-bei-hansas-geisterspiel-,3186,11325014.html |titel=Huch?!: Doch ein Zuschauer bei Hansas Geisterspiel |werk=express.de |datum=2011-12-18 |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20140728165059/http://www.express.de/fussball/huch---doch-ein-zuschauer-bei-hansas-geisterspiel-,3186,11325014.html |archiv-datum=2014-07-28 |abruf=2015-02-27 |archiv-bot=2023-05-09 11:55:51 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Dresdner waren in der gleichen Saison von einem weiteren Geisterspiel betroffen: auslösender Grund für das Spiel ohne Zuschauer gegen den [[FC Ingolstadt]] am 11. März 2012 waren Krawalle im Zweitrundenspiel um den [[DFB-Pokal 2011/12|DFB-Pokal]] bei [[Borussia Dortmund]] am 25.&amp;amp;nbsp;Oktober 2011.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.rhein-zeitung.de/sport/fussball_artikel,-Pokalausschluss-fuer-Dresden-aufgehoben-_arid,385456.html |titel=Pokalausschluss für Dresden aufgehoben |werk=rhein-zeitung.de |datum=2015-02-27 |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20150103214625/http://www.rhein-zeitung.de/sport/fussball_artikel,-Pokalausschluss-fuer-Dresden-aufgehoben-_arid,385456.html |archiv-datum=2015-01-03 |abruf=2015-02-27 |archiv-bot=2023-05-09 11:55:51 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres Geisterspiel wurde am 30. August 2008 in der [[3. Fußball-Liga|3. Liga]] zwischen dem [[FC Rot-Weiß Erfurt]] und der zweiten Mannschaft von [[Werder Bremen]] ausgetragen. Dieses Spiel fand auf Anordnung des [[Deutscher Fußball-Bund|DFB]] unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, da zwei Wochen zuvor beim Derby der Erfurter gegen den [[FC Carl Zeiss Jena]] Teile des heimischen Publikums [[Geschichte des Antisemitismus seit 1945|antisemitische]] Sprechchöre in Richtung des Jenaer Fanblocks gerufen hatten. Für Ausschreitungen im Anschluss an das verlorene Relegationsspiel gegen [[Jahn Regensburg|Regensburg]] bestrafte der DFB den [[Karlsruher SC]] im Sommer 2012; er musste sein Drittliga-Heimspiel gegen [[VfL Osnabrück|Osnabrück]] ohne Zuschauer bestreiten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;kicker-3572667&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.kicker.de/news/fussball/3liga/startseite/572667/artikel_ksc-bestreitet-geisterspiel-gegen-osnabrueck.html |titel=KSC bestreitet Geisterspiel gegen Osnabrück |werk=[[Kicker-Sportmagazin|kicker.de]] |datum=2012-08-02 |abruf=2015-02-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Fußball-Regionalliga|Regionalliga]] fanden im September 2009 zwei Geisterspiele statt: die Reserve des [[TSV 1860 München]] musste am 17. September gegen den [[SV Darmstadt 98]] ebenso vor leeren Rängen spielen wie einen Tag später die Zweitvertretungen des [[1. FC Kaiserslautern]] und [[Bayer 04 Leverkusen]]. Begründet wurden die Sanktionen mit [[Knallkörper|Böllerwürfen]] auf das Spielfeld beim Spiel der Münchner in [[SpVgg Weiden|Weiden]], beziehungsweise Ausschreitungen beim Gastspiel von Kaiserslautern in [[SV Waldhof Mannheim|Mannheim]].&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;lt;!-- http://www.tsv1860.de/de/aktuell/news/2009/news_2009-09-11_weiden_1860_stellungnahme.php --&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;DFB sanktioniert Böllerwürfe beim U23-Auswärtsspiel – Hohe Geldstrafe und Spiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit&amp;#039;&amp;#039; auf tsv1860.de vom 11. September 2009, nicht mehr abrufbar&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;kicker-514233&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.kicker.de/news/fussball/regionalliga/startseite/514233/artikel_FCK-akzeptiert-Richterspruch.html |titel=FCK akzeptiert Richterspruch |werk=[[Kicker-Sportmagazin|kicker.de]] |datum=2009-09-09 |abruf=2015-02-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von einer Ansetzung als Geisterspiel ohne Zusammenhang mit einem Fehlverhalten war das Drittliga-Derby zwischen dem [[1. FC Magdeburg]] und dem [[Hallescher FC|Halleschen FC]] am 26. November 2016 bedroht. Auch Pressevertreter hätten keinen Zutritt erhalten. Grund war eine von der Stadt [[Magdeburg]], die Eigentümerin der [[MDCC-Arena]] ist, ausgesprochene &amp;#039;&amp;#039;Nutzungsuntersagungsverfügung&amp;#039;&amp;#039;, welche Probleme mit der Statik des Stadions anführte und somit die Zuschauersicherheit stark gefährdet sah.&amp;lt;ref name=&amp;quot;kicker-665310&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.kicker.de/news/fussball/3liga/startseite/665449/artikel_nun-also-doch_derby-magdeburg-gegen-halle-mit-fans.html |titel=Nun also doch: Derby Magdeburg gegen Halle mit Fans |werk=[[Kicker-Sportmagazin|kicker.de]] |datum=2016-11-25 |abruf=2016-11-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Erst durch die Zusicherung insbesondere der Magdeburger Fans, während dieser Begegnung auf das sonst übliche Hüpfen zu verzichten und somit die Bausubstanz zu schonen, konnte ein Spiel vor leeren Rängen kurzfristig noch verhindert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 23. Dezember 2016 verhängte der DFB ein zweites Geisterspiel gegen Hansa Rostock. Aufgrund des Einsatzes von [[Pyrotechnik]] während einer bereits verlängerten Bewährungszeit musste neben einer Geldstrafe von 10.000 € sowie Zuschauerteilausschlüssen bei den fünf darauf folgenden Heimpartien Hansas [[3. Fußball-Liga 2016/17|Drittliga]]-Rückrundenauftakt am 28. Januar 2017 gegen Jahn Regensburg ohne Publikum ausgetragen werden. Der Verein kündigte an, Regressansprüche gegen ermittelte Täter zu stellen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;kicker-667465&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.kicker.de/news/fussball/3liga/startseite/667465/artikel_harte-hansa-strafe_geisterspiel-gegen-regensburg.html |titel=Harte Hansa-Strafe: Geisterspiel gegen Regensburg |werk=[[Kicker-Sportmagazin|kicker.de]] |datum=2016-12-23 |abruf=2016-12-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende Juni 2017 verurteilte der [[Nordostdeutscher Fußballverband|NOFV]] den [[FC Energie Cottbus]] neben einer Geldstrafe von 16.000 € dazu, das erste Heimspiel der [[Fußball-Regionalliga Nordost 2017/18|Regionalligasaison 2017/18]] ohne Zuschauer auszutragen. Auslösender Grund waren neben Fanverfehlungen in [[ZFC Meuselwitz|Meuselwitz]], Leipzig und [[Budissa Bautzen|Bautzen]] insbesondere Ausschreitungen in [[SV Babelsberg 03|Babelsberg]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.kicker.de/news/fussball/regionalliga/startseite/700170/artikel_geldstrafe-und-geisterspiel_cottbus-wird-sanktioniert.html |titel=Geldstrafe und Geisterspiel: Cottbus wird sanktioniert |werk=[[Kicker-Sportmagazin|kicker.de]] |datum=2017-06-22 |abruf=2017-06-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Verein akzeptierte dieses Urteil jedoch nicht und ging erfolgreich in Berufung. Anstelle eines Geisterspiels wurde im Anschluss ein Gästefanverbot für das als [[Risikospiel]] eingestufte Auswärtsderby in Babelsberg sowie eine Bewährungszeit bis Jahresende angeordnet. Außerdem mussten die Lausitzer in jeder weiteren Auswärtsbegegnung der Saison eigene Ordner stellen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;fanzeit-33865&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://fanzeit.de/cottbus-gaestefanausschluss-beim-derby-statt-geisterspiel/33865 |titel=Cottbus: Gästefanausschluss beim Derby statt Geisterspiel |werk=fanzeit.de |datum=2017-07-26 |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20180122071811/https://fanzeit.de/cottbus-gaestefanausschluss-beim-derby-statt-geisterspiel/33865 |archiv-datum=2018-01-22 |abruf=2017-07-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 24. Juli 2017 bestrafte der DFB erneut das Verhalten von Fans des TSV 1860 München, diesmal wegen der Ereignisse in der Schlussphase des entscheidenden Relegationsspiels gegen Jahn Regensburg. Dessen Ergebnis bewirkte, dass die &amp;#039;&amp;#039;Löwen&amp;#039;&amp;#039; sportlich in die Dritte Liga, und aufgrund wirtschaftlicher Probleme letztendlich sogar direkt in die viertklassige [[Regionalliga Bayern]] absteigen mussten. Münchner Anhänger versuchten, den Platz der [[Allianz-Arena]] zu stürmen, warfen eine große Anzahl Gegenstände auf das Spielfeld und zündeten Pyrotechnik. Daraufhin wies das DFB-Sportgericht an, beim Ligaspiel gegen die Zweitvertretung des 1. FC Nürnberg keine Zuschauer zuzulassen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;kicker-702368&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.kicker.de/news/fussball/regionalliga/startseite/702368/artikel_tsv-1860-muenchen-muss-ein-geisterspiel-austragen.html |titel=TSV 1860 München muss ein Geisterspiel austragen |werk=[[Kicker-Sportmagazin|kicker.de]] |datum=2017-07-24 |abruf=2017-07-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 7. Mai 2024 wurde die Zweitliga-Partie zwischen dem [[VfL Osnabrück]] und dem [[FC Schalke 04]] ohne Zuschauer im Hamburger [[Millerntor-Stadion]] ausgetragen. Das Spiel konnte nicht wie ursprünglich geplant am 4. Mai im [[Stadion an der Bremer Brücke]] stattfinden, da wenige Tage zuvor Mängel an der Dachkonstruktion festgestellt wurden und die Stadt [[Osnabrück]] eine vorübergehende Nutzungsunterlassung erteilte. Als Austragungsort war das Heimstadion des [[FC St. Pauli]] vorgesehen, zunächst mit Zuschauern. Am 3. Mai gab die [[Deutsche Fußball Liga|DFL]] bekannt, dass das Spiel „aufgrund einer geänderten behördlichen Lagebeurteilung und organisatorischer Herausforderungen“ als Geisterspiel ausgetragen werden müsse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Österreich ===&lt;br /&gt;
In der [[Fußball-Bundesliga (Österreich)|österreichischen Bundesliga]] wurden wegen eines Platzsturms von Fans des [[SK Rapid Wien]], der zum Abbruch des Derbys gegen [[FK Austria Wien|Austria Wien]] am 22. Mai 2011 führte, zwei Geisterspiele als Strafmaßnahme gegen Rapid ausgesprochen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://sportv2.orf.at/stories/2061563/2061561 &amp;#039;&amp;#039;Auf Platzsturm reagiert&amp;#039;&amp;#039;] [[ORF]], abgerufen am 1. Juni 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Strafe wurde später vom ständigen neutralen Schiedsgericht auf &amp;#039;&amp;#039;ein&amp;#039;&amp;#039; Geisterspiel reduziert.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://diepresse.com/home/sport/fussball/676164/Platzsturm_Nur-ein-Geisterspiel-fuer-Rapid &amp;#039;&amp;#039;Platzsturm: Nur ein „Geisterspiel“ für Rapid&amp;#039;&amp;#039;] Die Presse.com, 7. Juli 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieses fand am 16. Juli 2011 gegen den Aufsteiger [[FC Admira Wacker Mödling|Admira Wacker]] statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schweiz ===&lt;br /&gt;
Das erste Geisterspiel in der Schweiz fand am 19. April 2001 als Wiederholungsspiel zwischen dem [[FC Sion]] und [[Servette FC Genève|Servette Genf]] statt. Im ursprünglichen Spiel der beiden Mannschaften wurde der Genfer Torwart [[Eric Pédat]] von einer aus dem gegnerischen Fanblock geworfenen [[Petarde]] getroffen, dabei verletzt und zur Halbzeit ausgewechselt. Servette spielte unter Protest weiter; das Spiel endete 2:1 für Sion. Die Disziplinarkommission der Liga ordnete eine Neuauflage der Begegnung als Geisterspiel an, dieses endete 1:1.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.20min.ch/sport/dossier/europaleague/story/Geisterspiele—Traurige-Tradition-in-der-Schweiz-12536096 |titel=Geisterspiele: Traurige Tradition in der Schweiz |werk=[[20 Minuten]] |datum=2014-04-03 |abruf=2016-07-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 2003 und 2006 kam es zu insgesamt sechs Voll- oder Teilsperrungen des [[St. Jakob-Park]]s, dem Heimstadion des [[FC Basel]]. 2006 wurden dort gleich zwei Geisterspiele verhängt, nachdem Basler Fans am 13. Mai, unmittelbar nach der Heimniederlage gegen den [[FC Zürich]], die für die Gäste die Meisterschaft bedeutete, den Platz stürmten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.tageswoche.ch/de/2014_12/sport/653909/ |titel=Die Geisterspiele des FC Basel |werk=[[TagesWoche]] |datum=2014-03-26 |abruf=2016-07-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Schande von Basel}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem seine Fans am 2. Mai 2008 während einer 0:4-Niederlage gegen den FC Basel rund zehn Petarden in den darunter liegenden Familien-Sektor geworfen hatten, das Spiel deswegen unterbrochen werden musste und nach der Begegnung noch weitere 45 Personen verletzt wurden, bestrafte die Disziplinarkommission den FC Zürich mit zwei Geisterspielen sowie einer Buße von 30&amp;#039;000 Franken.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.tagesanzeiger.ch/sport/fussball/Die-schwersten-Krawalle-mit-Schweizer-Klubs/story/16362426 |titel=Die schwersten Krawalle mit Schweizer Klubs |werk=tagesanzeiger.ch |datum=2011-10-02 |abruf=2024-03-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 2. Oktober 2011 war es im [[Letzigrund]] beim Derby der [[Grasshoppers Zürich|Grasshoppers]] gegen den FC Zürich zu Ausschreitungen der FCZ-Fans gekommen. Die Partie musste nach 77 Minuten abgebrochen werden. Laut Augenzeugen soll sich ein FCZ-Fan aus der Südkurve (wo sich der Gästefanblock befindet) in Richtung der GCZ-Fans begeben und zwei Petarden gezündet haben, die in den Heimsektor flogen.&lt;br /&gt;
Der Täter soll seelenruhig in die Südkurve zurückgelaufen sein, wo er Unterschlupf fand. Umgehend regte sich wie auf Kommando oder laut einem einstudierten Plan der Widerstand von schwarz gekleideten Personen. Die [[Neue Zürcher Zeitung]] gab den Nachrichten den Titel &amp;#039;&amp;#039;Schande von Zürich&amp;#039;&amp;#039; in Anspielung auf die &amp;#039;&amp;#039;Schande von Basel&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;nzz-112781987&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.nzz.ch/schande_von_zuerich-1.12781987 |titel=«Schande von Zürich» |werk=nzz.ch |datum=2011-10-03 |abruf=2018-10-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Vorfall beriet die Liga Sofortmaßnahmen, die bereits beim nächsten Spiel des FCZ angewendet werden sollten. Gegen den FC Basel kam es dann zu Schlägereien auf den Rängen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.kicker.de/news/fussball/bundesliga/startseite/558701/artikel_im-letzigrund-herrscht-das-blanke-chaos.html |titel=&amp;quot;Die Schande von Zürich&amp;quot; schockt die Schweiz {{!}} kicker - kicker |werk=kicker.de |datum=2011-10-03 |abruf=2024-02-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Schweizer Politiker forderten nach diesem Vorfall, dass die Polizei künftig in Stadien Vermummte «rigoros herausnimmt» und dass der FCZ bestraft wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Martin Huber, Daniel Schneebeli |url=https://www.tagesanzeiger.ch/sport/fussball/Jetzt-ist-es-Zeit-fuer-Geisterspiele/story/27115252 |titel=«Jetzt ist es Zeit für Geisterspiele» |werk=tagesanzeiger.ch |datum=2011-10-03 |abruf=2024-03-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Laut Polizei wurden bei diesem Spiel sechs Menschen verletzt.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.blick.ch/sport/fussball/superleague/fc-zuerich/spielabbruch-beim-zuercher-derby-die-schande-von-zuerich-id87053.html&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach 47 Tagen wurde bekannt, dass beide Clubs 53&amp;#039;000 Franken zahlen müssen sowie das nächste Zürcher Derby ohne Fans stattfinden wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.fcz.ch/de/ueber-uns/medienspiegel/2011/1165-ohnmacht-hier-befriedigung-dort/ |wayback=20170112223829 |text=Archivierte Kopie |archiv-bot=2025-03-22 18:11:56 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Europa ===&lt;br /&gt;
In der [[UEFA Europa League 2012/13|Europa-League-Saison 2012/13]] wurde gegen Rapid Wien wegen Ausschreitungen beim Spiel gegen [[PAOK Thessaloniki (Fußball)|PAOK Thessaloniki]] am 23. August 2012 als Strafe ein Spiel ohne Publikum verhängt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.kleinezeitung.at/sport/fussball/3983286/Nach-Ausschreitungen_Rapid-muss-Geisterspiel-austragen &amp;#039;&amp;#039;Rapid muss „Geisterspiel“ austragen&amp;#039;&amp;#039;] [[Kleine Zeitung]], 14. September 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieses fand am 20. September 2012 gegen [[Rosenborg Trondheim]] im [[Ernst-Happel-Stadion]] statt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.meinbezirk.at/wien-02-leopoldstadt/sport/20-september-2012-das-geisterspiel-rapid-wien-vs-rosenborg-trondheim-d353650.html &amp;#039;&amp;#039;20. September 2012 Das Geisterspiel Rapid Wien vs. Rosenborg Trondheim&amp;#039;&amp;#039;] meinbezirk.at.&amp;lt;/ref&amp;gt; PAOK musste wegen der Vorfälle im selben Spiel sogar drei Geisterspiele austragen, die wegen des Ausscheidens des Vereins ab der Saison 2013/14 stattfanden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tagblatt-wienerzeitung.at/nachrichten/sport/fussball/482757_Hoechststrafe-fuer-Rapid-nach-Randalen-in-Thessaloniki.html &amp;#039;&amp;#039;Höchststrafe für Rapid nach Randalen in Thessaloniki&amp;#039;&amp;#039;] Wiener Zeitung.at, 28. August 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das erste dieser Spiele war das Qualifikationsspiel zur [[UEFA Champions League 2013/14|Champions-League]] am 27. August 2013 gegen [[FC Schalke 04|Schalke 04]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Sebastian Weßling |url=https://www.waz.de/sport/fussball/s04/article8318287/trotz-geisterspiel-einige-schalke-fans-bekommen-tickets-fuer-spiel-in-saloniki.html |titel=Trotz Geisterspiel - Einige Schalke-Fans bekommen Tickets für Spiel in Saloniki |werk=Westdeutsche Allgemeine Zeitung |hrsg=Funke Mediengruppe |datum=2013-08-15 |abruf=2015-02-27 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[UEFA Europa League 2013/14#Achtelfinale|Europa-League-Achtelfinal-Rückspiels]] am 20. März 2014 zwischen dem FC Basel und dem [[FC Red Bull Salzburg|FC Salzburg]] wurden aus der Basler Kurve Gegenstände auf das Spielfeld geworfen, so dass die Partie während der ersten Halbzeit für eine Viertelstunde unterbrochen wurde. Die Disziplinarkammer des europäischen Fußballverbands UEFA bestrafte Basel mit einem Geisterspiel sowie 107.000 Euro Strafe, zudem wurde ein weiteres Geisterspiel auf Bewährung ausgesprochen.,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.tageswoche.ch/de/2014_12/sport/653865/ |titel=Die Uefa ist knallhart: Ein Geisterspiel für den FC Basel – kein Rekurs |werk=[[TagesWoche]] |datum=2014-03-26 |abruf=2016-08-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachdem am 4. Oktober 2014 beim [[UEFA Champions League 2014/15|Champions-League-Gruppenspiel]] zwischen dem FC Basel und dem [[FC Liverpool]] nach dem Wurf einer Schnapsflasche aufgrund der Bewährung zuerst eine Platzsperre im Raum stand&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.blick.ch/sport/fussball/europaleague/fcb-droht-geisterspiel-yb-eine-busse-schweizer-fans-sorgen-in-europa-fuer-negative-schlagzeilen-id3173927.html |titel=FCB droht Geisterspiel, YB eine Busse: Schweizer Fans sorgen in Europa für negative Schlagzeilen |abruf=2016-07-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde der Verein nur mit einer Geldstrafe in Höhe von 48.000 Schweizer Franken belegt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.tageswoche.ch/de/2014_43/sport/671100/ |titel=48&amp;#039;000 Franken Busse für den FCB und ein weiteres Verfahren |abruf=2016-08-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die [[UEFA Champions League 2014/15|Champions-League-Saison 2014/15]] sprach die Disziplinarkommission der UEFA neben einer Geldstrafe in Höhe von 200.000 Euro insgesamt vier Heimspiele Sperre gegen [[ZSKA Moskau]] aus, nachdem sich dessen Fans im Gruppenspiel der Vorsaison bei [[Viktoria Pilsen]] sowie im ersten Gruppenspiel der laufenden Saison beim [[AS Rom]] rassistisch geäußert hatten. Hiervon betroffen war u.&amp;amp;nbsp;a. das erste Heimspiel der Gruppenphase gegen den [[FC Bayern München]]. Außerdem untersagte die UEFA dem Verein den Verkauf von Eintrittskarten für die verbleibenden internationalen Auswärtsspiele der Saison.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SPON-995253&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.spiegel.de/sport/fussball/champions-league-zska-moskau-muss-drei-geisterspiele-austragen-a-995253.html |titel=Rassistische Vorfälle: ZSKA Moskau zu weiteren Geisterspielen verurteilt |werk=[[Spiegel Online]] |datum=2014-10-03 |abruf=2015-02-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenfalls rassistische Äußerungen sowie der Vorwurf, Zuschauer hätten am dritten Gruppenspieltag gegen den [[FC Chelsea]] absichtlich Treppen blockiert, führten in der [[UEFA Champions League 2015/16|Champions-League-Saison 2015/16]] dazu, dass [[Dynamo Kiew]] sein Gruppenspiel gegen [[Maccabi Tel Aviv (Fußball)|Maccabi Tel Aviv]] vor leeren Rängen austragen musste. Zunächst sollte auch das folgende Achtelfinale gegen [[Manchester City]] zum Geisterspiel werden, jedoch reduzierte die UEFA in zweiter Instanz das zuvor ausgesprochene Urteil von zwei auf ein Spiel Sperre.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.kicker.de/news/fussball/chleague/vereine/644382/artikel_doch-kein-geisterspiel-fuer-city-in-kiew.html |titel=Doch kein Geisterspiel für City in Kiew |werk=kicker.de |datum=2016-02-02 |abruf=2016-02-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund mehrfachem Einsatz von Pyrotechnik, versuchtem Blocksturm, Gegenständen auf dem Spielfeld sowie mutmaßlich rassistischen Äußerungen am ersten Gruppenspieltag der [[UEFA Champions League 2016/17|Champions-League-Saison 2016/17]] gegen Borussia Dortmund verurteilte die UEFA [[Legia Warschau]] neben 80.000 Euro Geldstrafe dazu, das Heimspiel gegen [[Real Madrid]] ohne Zuschauer auszutragen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.reviersport.de/339373---legia-warschau-hammerstrafe-bvb-randale.html |titel=Hammerstrafe nach BVB-Randale |werk=reviersport.de |datum=2016-09-29 |abruf=2016-09-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang August 2017 verhängte die UEFA-Disziplinarkommission gegen [[FK Partizan Belgrad|Partizan Belgrad]] neben 130.000 Euro Geldstrafe zwei internationale Geisterspiele plus ein weiteres mit einer dreijährigen Bewährungszeit. Bestraft wurden die Ereignisse während der [[UEFA Champions League 2017/18|Champions-League-Qualifikationsspiele]] gegen [[FK Budućnost Podgorica|Budućnost Podgorica]] und [[Olympiakos Piräus (Fußball)|Olympiakos Piräus]], bei denen es zu blockierten Treppen, Abbrennen von Pyrotechnik, Werfen von Gegenständen, rassistischen Äußerungen sowie unerlaubtem Betreten des Innenraums kam.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.faszination-fankurve.de/index.php?head=Partizan-Belgrad-mit-zwei-Geisterspielen-bestraft&amp;amp;folder=sites&amp;amp;site=news_detail&amp;amp;news_id=16331 |titel=Partizan Belgrad mit zwei Geisterspielen bestraft |werk=faszination-fankurve.de |datum=2017-08-08 |abruf=2017-08-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mai 2018 verurteilte die UEFA [[Olympique Marseille]] wegen verschiedener Fanvergehen zu mehreren Zuschauerteilausschlüssen, sowie dazu, das nächste Europapokalheimspiel als Geisterspiel auszutragen. Hiervon betroffen war die [[UEFA Europa League 2018/19|Europa-League]]-Begegnung mit [[Eintracht Frankfurt]] am 20. September 2018.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gegenmaßnahmen ==&lt;br /&gt;
Als Maßnahme gegen die durch Geisterspiele entstehenden Einnahmeausfälle organisierten manche Vereine und/oder Fangruppierungen [[Spende]]nmaßnahmen in Form von sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Geistertickets&amp;#039;&amp;#039;. Gegen eine Spende in Höhe des normalen Eintrittspreises erhält der Fan eine Spendenquittung in Form eines Tickets. Dieses berechtigt jedoch zu keinerlei Eintritten. Als erstes Team versuchte Hansa Rostock, mit solch einer Aktion den finanziellen Schaden zu verringern.&lt;br /&gt;
* Einen der größten Spendenerfolge dieser Art erzielte Dynamo Dresden bei seinem Geisterspiel am 11. März 2012 gegen den FC Ingolstadt 04. Hierbei wurden mit 34.638 Geistertickets mehr „Plätze“ verkauft, als im realen Stadion zur Verfügung gestanden hätten. Außerdem hätten ca. 7100 Dauerkartenbesitzer Anspruch auf Eintritt zu dem Spiel gehabt, wodurch die maximale Zuschauerkapazität des Stadions von 32.066 Personen infolge der verkauften Geistertickets um mehr als 9000 Plätze überschritten werden konnte.&lt;br /&gt;
* Unter dem Motto &amp;#039;&amp;#039;Mit dem Herzen dabei&amp;#039;&amp;#039; verkaufte Hansa Rostock im Januar 2017 sogar Geistertickets in verschiedenen Kategorien, um die Einnahmeeinbußen aus der sanktionierten Begegnung gegen Regensburg gering zu halten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;News-ID-14626&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.faszination-fankurve.de/index.php?head=Hansa-verkauft-Tickets-fuer-Geisterspiel&amp;amp;folder=sites&amp;amp;site=news_detail&amp;amp;news_id=14626 |titel=Hansa verkauft Tickets für Geisterspiel |werk=faszination-fankurve.de |datum=2017-01-03 |abruf=2017-01-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Neben 2500 Dauerkarteninhabern sowie 600 Business-Seat-Besitzern, die von ihrem Rückerstattungsrecht keinen Gebrauch machten, konnten auf diese Weise zusätzliche 2500 Scheintickets an den Fan gebracht werden.&lt;br /&gt;
* Als sog. &amp;#039;&amp;#039;Fairplay-Tickets&amp;#039;&amp;#039; veräußerte 1860 München im Juli 2017 Geistertickets zu 10,60&amp;amp;nbsp;€, um den finanziellen Schaden aus dem Geisterspiel gegen die Reserve des 1. FC Nürnberg einzudämmen. Mit dem Erlös sollte unter anderem das Nachwuchsleistungszentrum der &amp;#039;&amp;#039;Sechzger&amp;#039;&amp;#039; unterstützt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.faszination-fankurve.de/index.php?head=1860-Muenchen-verkauft-Geisterspiel-Tickets&amp;amp;folder=sites&amp;amp;site=news_detail&amp;amp;news_id=16230 |titel=1860 München verkauft Geisterspiel-Tickets |hrsg=faszination-fankurve.de |datum=2017-07-28 |sprache=de |abruf=2017-07-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Einen besonderen Rekord stellte der [[1. FC Lokomotive Leipzig]] mit der Aktion &amp;#039;&amp;#039;Leute, macht die Bude voll!&amp;#039;&amp;#039; auf: für das Duell mit einem sog. &amp;#039;&amp;#039;unsichtbaren Gegner&amp;#039;&amp;#039; konnten im Mai 2020 insgesamt 182.612 Scheintickets zum Preis von jeweils einem Euro verkauft werden. In der Realität wäre hierdurch der bisherige europäische Zuschauerrekord von 149.547 Besuchern bei Weitem übertroffen worden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.kicker.de/775253/artikel/182_612_verkaufte_tickets_lok_leipzi_knackt_europarekord |titel=182.612 verkaufte Tickets: Lok Leipzig knackt Europarekord |hrsg=kicker.de |datum=2020-05-09 |sprache=de |abruf=2020-05-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich des Champions-League-Geisterspiels am 30. September 2014 bei ZSKA Moskau mieteten Fans des FC Bayern München eine ganze Etage in einem in unmittelbarer Nähe der [[Arena Khimki]] gelegenen Hochhaus und konnten so das Spiel dennoch verfolgen. Als Anerkennung für die Kreativität seiner Anhänger erklärte sich der Verein daraufhin bereit, die Kosten hierfür zu übernehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/sport/fussball/champions-league-fans-vom-fc-bayern-sehen-geisterspiel-im-hochhaus-a-994775.html &amp;#039;&amp;#039;Logenblick aus Etage 18&amp;#039;&amp;#039;], spiegel.de, 1. Oktober 2014, abgerufen am 13. März 2020. Anmerkung zur Angabe in der Quelle, Finanzvorstand [[Jan-Christian Dreesen]] habe die „Rechnung“ für die Mietkosten beglichen: Eine Kostenübernahme wurde den Fans angeboten, ein Großteil davon hat jedoch aus Enttäuschung über die mangelnde Unterstützung des Vereins im Vorfeld des Spiels darauf verzichtet und den jeweiligen Anteil schließlich selbst getragen. Anmerkung zu den in der Quelle erwähnten Sponsorenkarten: Diese wurden weniger von den Sponsoren selbst genutzt, sondern überwiegend an ZSKA-Fans weitergegeben.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== COVID-19-Pandemie ab 2020 ==&lt;br /&gt;
Aufgrund der drohenden Infektionsgefahr durch das [[COVID-19-Pandemie|weltweit grassierende Coronavirus]] wurden ab März 2020 Begegnungen in zahlreichen Sportarten als Geisterspiele angesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fußball in Deutschland ===&lt;br /&gt;
Am 11. März 2020 fand mit dem [[Rheinisches Derby|Rheinischen Derby]] zwischen [[Borussia Mönchengladbach]] und dem [[1. FC Köln]] im [[Borussia-Park]] (Nachholspiel vom 21. Spieltag, 2:1) das erste Spiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.kicker.de/4588840/spielbericht/borussia-mgladbach-15/1-fc-koeln-16 Embolo entscheidet das allererste Bundesliga-Geisterspiel], kicker.de, 11. März 2020, abgerufen am 12. März 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Fortsetzung der Bundesligasaison am 15. Mai 2020 fanden alle Spiele in dieser Weise statt. Auch die zu diesem Zeitpunkt noch verbleibenden drei Begegnungen um den DFB-Pokal wurden als Geisterspiele angesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fußball in Österreich ===&lt;br /&gt;
Im Mai 2020 wurde beschlossen, die [[Österreichische Fußballmeisterschaft 2019/20|Bundesliga-Saison 2019/20]] nach der Unterbrechung wegen der [[COVID-19-Pandemie in Österreich|COVID-19-Pandemie]] ab 2. Juni 2020 in Form von Geisterspielen fortzusetzen. Das [[Österreichischer Fußball-Cup 2019/20#Endspiel|ÖFB-Cupfinale derselben Saison]] zwischen [[FC Red Bull Salzburg|Salzburg]] und [[SC Austria Lustenau|Austria Lustenau]] wurde am 29. Mai ebenfalls als Geisterspiel nachgeholt.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.oefbl.at/oefbl/redaktionsbaum/news/der-ball-rollt-wieder--klubs-der-tipico-bundesliga-beschliessen-neuen-terminplan/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== UEFA-Wettbewerbe ===&lt;br /&gt;
Im März 2020 wurden mehrere Partien des Achtelfinales der [[UEFA Champions League 2019/20|Champions League]] und [[UEFA Europa League 2019/20|Europa League]] als Geisterspiele ausgetragen, bevor beide Wettbewerbe unterbrochen wurden. Im August wurden die verbleibenden Achtelfinalspiele dann ebenso unter Ausschluss von Zuschauern ausgetragen wie alle folgenden Runden einschließlich der Endspiele, die innerhalb weniger Tage in Turnierform in [[Lissabon]] (Champions League) bzw. [[Nordrhein-Westfalen]] (Europa League) stattfanden. Auch die restlichen Spiele der [[UEFA Women’s Champions League 2019/20|Women’s Champions League]] ab Viertelfinale fanden in dieser Form im [[Baskenland]] statt. Ebenso wurden die ersten Spiele der [[UEFA Nations League 2020/21]] im September 2020 ohne Zuschauer ausgetragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Andere Sportarten und Wettbewerbe ===&lt;br /&gt;
Unter anderem wurden Spiele der [[NFL 2020#COVID-19-Pandemie|National Football League]] und der [[NHL 2019/20#Unterbrechung|National Hockey League]] als Geisterspiele ausgetragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Platzsperre]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fußballspiel|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fußballfankultur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fachbegriff (Fußball)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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