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	<title>Geiselnahme - Versionsgeschichte</title>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Geiselnahme&amp;diff=41746&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bernd Rohlfs am 13. Januar 2026 um 16:16 Uhr</title>
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		<updated>2026-01-13T16:16:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|befasst sich mit dem Freitheitsdelikt. Für weitere Themen siehe auch [[Die Geiselnahme]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Hostage exercise.jpeg|mini|Geiselnahme (Polizeiübung)]]&lt;br /&gt;
Eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Geiselnahme&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Freiheitsdelikt]] gegen die persönliche Freiheit und gegen die körperliche [[Körperintegrität|Integrität]] einer [[Natürliche Person|natürlichen Person]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kriminologische Abgrenzung zwischen Geiselnahme und Entführung ==&lt;br /&gt;
[[Kriminologe]]n sprechen von [[Entführung]], wenn der Aufenthalt des [[Viktimologie|Opfers]] unbekannt ist, d.&amp;amp;nbsp;h. das Opfer an einen nur dem [[Täter (Strafrecht)|Täter]] bekannten Ort gebracht wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dagegen ist Kennzeichen einer Geiselnahme, dass das Opfer ([[Geisel]]) sich an einem der [[Polizei]] bekannten Ort befindet und daran gehindert wird, diesen Ort zu verlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Definition stimmt aber nicht mit der juristischen Definition überein: Juristisch gesehen kann auch dann eine Geiselnahme vorliegen, wenn sich das Opfer an einem unbekannten Ort befindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Strafrecht ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Freiheitsdelikt|Geiselnahme (Deutschland)|Geiselnahme (Schweiz)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geiselnahmen im Rahmen von Kriegen ==&lt;br /&gt;
=== Einleitung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Train hostages.jpg|mini|Während des [[Arabischer Aufstand|Arabischen Aufstandes]] 1936 haben [[British Army|britische Soldaten]] einen Hänger mit [[Araber|arabischen]] Geiseln vor ihrem Zug angebracht, um Anschläge zu verhindern.]]&lt;br /&gt;
Es kam früher öfter vor, dass im Rahmen von kriegerischen Auseinandersetzungen Geiseln genommen wurden, um [[Lösegeld]]er [[Erpressung|zu erpressen]] oder um ein bestimmtes Verhalten der Bevölkerung zu bewirken. So wurde bereits der englische König [[Richard Löwenherz]] von [[Leopold V. (Österreich)|Leopold V.]] festgehalten, um ein Lösegeld zu erpressen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute sind Geiselnahmen durch das [[Kriegsvölkerrecht]] verboten und können vom [[Internationaler Strafgerichtshof|Internationalen Strafgerichtshof]] bestraft werden, wenn dieser zuständig ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch eine Bestrafung durch nationale Gerichte ist möglich (in Deutschland nach § 8 Absatz 1 Nr. 2, ggf. Absatz 4 oder 5 [[Völkerstrafgesetzbuch]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erster Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Nach dem Beginn des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] marschierte der General der deutschen Armee [[Max von Schenckendorff]] mit seinem Großverband, zu dem das Infanterie-Regiment 64 gehörte, durch das [[Neutralität (Internationale Politik)|neutrale]] [[Belgien]]. Bei jedem Nachtquartier nahm das [[Regiment]] Geiseln, da man Anschläge befürchtete. Die Geiseln wurden jeweils am Morgen wieder freigelassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. August 1914 [[Kriegserklärung|erklärte]] [[Deutsches Kaiserreich|Deutschland]] [[Russland]] den Krieg. Die russischen Verbände zogen sich aus [[Kalisz|Kalisch]] zurück. Am 2. August wurde die Stadt vom deutschen Infanterieregiment 155 aus [[Ostrów Wielkopolski|Ostrowo]] unter dem Befehl Major Preuskers besetzt. Die Stadt musste 50.000 Rubel [[Kontribution]] zahlen und 20 Geiseln stellen. (Näheres [[Geschichte der Stadt Kalisz#Erster Weltkrieg|hier]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweiter Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Kragvjevac Serbia 1941.jpg|mini|[[Wehrmacht]]soldaten führen Männer zur [[Hinrichtung|Exekution]], [[Kragujevac]], 21.&amp;amp;nbsp;Oktober 1941]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Cetnik-2.jpg|mini|Bekanntmachung der Hinrichtung von 250 Geiseln, Kommandierender General in [[Serbien]], 26. Dezember 1942]]&lt;br /&gt;
Mit dem [[Sühnebefehl]] (888/41) erließ [[Generalfeldmarschall]] [[Wilhelm Keitel]] für das [[Oberkommando der Wehrmacht]] am 16.&amp;amp;nbsp;September 1941 die Weisung an die Truppe, für jeden aus dem Hinterhalt getöteten deutschen Soldaten 50 bis 100 Zivilpersonen hinzurichten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Benz&amp;quot;&amp;gt;[[Wolfgang Benz]], [[Barbara Distel]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Der Ort des Terrors]]. Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager.&amp;#039;&amp;#039; Band 9: &amp;#039;&amp;#039;Arbeitserziehungslager, Ghettos, Jugendschutzlager, Polizeihaftlager, Sonderlager, Zigeunerlager, Zwangsarbeiterlager.&amp;#039;&amp;#039; C.H. Beck, München 2009, ISBN 978-3-406-57238-8, S. 341 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Sühnebefehl führte zu Geiselnahmen unter der Zivilbevölkerung (speziell &amp;#039;&amp;#039;Kommunisten&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Juden&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Zigeunern&amp;#039;&amp;#039;) und war ein Element des [[Holocaust]] und des [[Völkermord an den Sinti und Roma in der Zeit des Nationalsozialismus|NS-Völkermords an den Sinti und Roma]].&amp;lt;ref&amp;gt;Leon Poliakov, Josef Wulf: &amp;#039;&amp;#039;Das Dritte Reich und seine Diener – Dokumente&amp;#039;&amp;#039;. Verlags-GmbH Berlin-Grunewald, 1956, S. 350 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Manoschek&amp;quot;&amp;gt;Walter Manoschek: &amp;#039;&amp;#039;Gehst mit Juden erschießen?&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Vernichtungskrieg – Verbrechen der Wehrmacht 1941 bis 1944&amp;#039;&amp;#039;. Zweitausendeins, 1995, ISBN 3-86150-198-8, S. 39 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die auf diesen Befehl hin begangenen Geiselnahmen und Tötungen wurden im [[Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher]], dem [[Prozess Generäle in Südosteuropa]] (&amp;#039;&amp;#039;Geiselmordprozess&amp;#039;&amp;#039;) und zahlreichen weiteren Gerichtsverfahren als Geiselnahmen und [[Massenmord]]e bewertet und geahndet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 21. August 1941 wurde in [[Paris]] ein Attentat auf den Besatzungssoldaten Alfons Moser in der Metrostation [[Barbès – Rochechouart (Métro Paris)|Barbès-Rochechouart]] verübt. Nach zwei weiteren Attentaten gegen Besatzer, den Feldkommandanten [[Karl Hotz]] in [[Nantes]] und den [[Kriegsverwaltungsrat]] [[Hans Gottfried Reimers]] in [[Bordeaux]], befahl [[Adolf Hitler|Hitler]] dem [[Militärbefehlshaber]] [[Otto von Stülpnagel]], der an diesem Tag in [[Berlin]] war, 100 [[Franzosen|französische]] Geiseln erschießen zu lassen. Stülpnagel wollte die Zahl herunter handeln, aus Bedenken wegen möglichen politischen Folgen. Kurz darauf ließ er insgesamt 98 Geiseln in Nantes und [[Châteaubriant]] erschießen. Auf Wunsch von Otto von Stülpnagel verfasste [[Ernst Jünger]] eine Denkschrift zu den Geiselerschießungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Ende 1944 ließ der „[[Reichsführer SS]]“ [[Heinrich Himmler]] in Abstimmung mit dem Chef des [[Reichssicherheitshauptamt]]s (RSHA), [[Ernst Kaltenbrunner]], die prominentesten politischen Häftlinge des [[NS-Staat]]s aus den deutschen [[Konzentrationslager]]n zunächst in das [[KZ Dachau]] und im April 1945 schließlich nach [[Niederdorf (Südtirol)|Niederdorf]] im Südtiroler [[Pustertal]] bringen. Die [[Schutzstaffel|SS]]-Wachmannschaften hatten Befehl, die Gefangenen nicht lebend in Feindeshand geraten zu lassen. Durch das mutige Handeln des Offiziers der [[Wehrmacht]] [[Wichard von Alvensleben (Offizier)|Wichard von Alvensleben]] konnten die schließlich im Hotel &amp;#039;&amp;#039;Pragser Wildsee&amp;#039;&amp;#039; untergebrachten Gefangenen dort am 4. Mai 1945 von der [[Streitkräfte der Vereinigten Staaten|US-Armee]] befreit werden. Der Hintergrund: Die NS-Führung hoffte, die sogenannte [[Alpenfestung]] von [[Bayern]] bis ins [[Trentino]] gegen die vorrückenden [[Alliierte]]n verteidigen zu können. Himmler, der in den letzten Wochen und Monaten des [[Zeit des Nationalsozialismus|NS-Regimes]] seine eigene Geheimdiplomatie vor allem in Richtung der Amerikaner betrieb, und Kaltenbrunner glaubten, die Geiseln als Verhandlungsposition gegenüber den Alliierten nutzen zu können. Es waren insgesamt 139 sogenannte [[KZ-Häftling#Sonder- und Sippenhäftlinge|Sippen- und Sonderhäftlinge]] aus siebzehn europäischen Nationen, darunter der ehemalige österreichische [[Bundeskanzler (Österreich)|Bundeskanzler]] [[Kurt von Schuschnigg]] mit Frau und Tochter, der frühere französische Ministerpräsident [[Léon Blum]] mit Ehefrau, Hitlers früherer [[Reichswirtschaftsministerium|Reichswirtschaftsminister]] [[Hjalmar Schacht]], der britische Geheimagent [[Sigismund Payne Best]], der ehemalige ungarische Ministerpräsident [[Miklós Kállay]], der [[Oberbefehlshaber]] des griechischen Heeres, General [[Alexandros Papagos]], mit seinem gesamten Generalstab, der französische Bischof von [[Clermont-Ferrand]], [[Gabriel Piguet]], der evangelische Pastor [[Martin Niemöller]] sowie Familienangehörige des Hitler-Attentäters Oberst [[Claus Schenk Graf von Stauffenberg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein deutscher Offizier, Hauptmann [[Wichard von Alvensleben (Offizier)|Wichard von Alvensleben]], hatte von dem Gefangenentransport erfahren und ließ am 30. April 1945 die Gefangenen in Niederdorf von einem Wehrmachtstoßtrupp [[Befreiung der SS-Geiseln in Südtirol|aus der Gewalt der SS befreien]]. Noch am selben Tag wurden die Häftlinge ins nahegelegene Hotel am [[Pragser Wildsee]] gebracht, wo sie rund drei Wochen versorgt wurden. Am 4. Mai 1945 traf die US-Armee im Hotel ein. Sie führten den Häftlingskonvoi weiter über [[Verona]] nach [[Neapel]] und auf die Insel [[Capri]]. Nach zahlreichen Verhören bekamen die Befreiten schließlich die Erlaubnis zur Heimkehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Chronik von aufsehenerregenden Geiselnahmen ==&lt;br /&gt;
=== Geiselnahmen durch Einzeltäter ===&lt;br /&gt;
* Am 23. August 2010 kaperte ein [[Philippinen|philippinischer]] Ex-Polizist einen mit 25 Personen besetzten Reisebus in [[Manila]] und forderte seine Wiedereinstellung als Polizist. Nach einer folgenden [[Geiselnahme von Manila|elfstündigen Geiselnahme]] eskalierte die Situation, als der Täter begann, auf die Geiseln zu schießen. Während der folgenden Stürmung durch ein Einsatzkommando kamen der Täter und acht Geiseln ums Leben.&lt;br /&gt;
* Im Dezember 1999 brachte ein 46-jähriger [[Bosnien|Bosnier]] den Filialleiter einer Sicherheitsfirma und zwei Mitarbeiter in seine Gewalt und verschleppte sie von [[Würselen]] in eine Filiale der [[Landeszentralbank]] in [[Aachen]]. Nach fast [[Geiselnahme von Aachen|50-stündiger Geiselnahme]] und langwierigen Verhandlungen wurde der Mann von der Polizei erschossen, als er mit einer Geisel in einem bereitgestellten Fahrzeug zu entkommen versuchte.&lt;br /&gt;
* 19. Mai 1998 in [[Florida]], [[Vereinigte Staaten von Amerika|USA]]: Rund 200 Sicherheitskräfte umstellten eine Tankstelle im [[Hernando County]], wo der 30-jährige [[Hank Earl Carr]] eine schwangere Angestellte als Geisel genommen hatte. Carr hatte zuvor einen vierjährigen Jungen erschossen und auf der anschließenden Flucht drei Polizisten getötet, ehe er nach einer wilden Verfolgungsjagd das Geschäft gestürmt hatte. Der Täter führte anschließend telefonisch Interviews mit dem lokalen Radiosender WFLA, bevor er die Geisel nach rund fünf Stunden gehen ließ und sich selbst erschoss.&lt;br /&gt;
* Im Juni 1993 hatte der mehrfach vorbestrafte Robert Sedlacek ein Geldinstitut in [[Wien]] überfallen, auf der Flucht einen Polizisten erschossen und sich anschließend mit drei Geiseln in einem Modegeschäft verschanzt. Beim Versuch, Sedlacek zur Aufgabe zu überreden, schoss dieser plötzlich auf den Verhandlungsleiter der Polizei und verübte [[Suizid]]. Der Verhandlungsleiter konnte bereits am selben Tag das Krankenhaus wieder verlassen, da das Projektil im Mobiltelefon des Beamten steckengeblieben war. Auch die Geiseln blieben unverletzt.&lt;br /&gt;
* Im August 1986 brachte ein mit Schusswaffen und Sprengstoff ausgerüsteter Bankräuber in [[Helsinki]] elf Menschen in seine Gewalt. Bei der anschließenden Flucht mit drei der Geiseln in einem bereitgestellten Fahrzeug, versuchte die Polizei den Täter an einer Tankstelle zu überwältigen. Dabei konnten zwei der Geiseln flüchten, der Täter und ein 25-jähriger Bankkunde starben bei der vom Täter ausgelösten Explosion des Sprengstoffs, zudem wurden neun Polizisten verletzt.&lt;br /&gt;
* Am 20. September 1981 brachen [[André Baganz]] und drei weitere Häftlinge aus der Untersuchungshaftanstalt [[Frankfurt (Oder)]] aus und nahmen zwei Schließer als Geiseln. Eine der Geiseln wurde durch einen Schuss schwer verletzt. Vor der Haftanstalt entwaffnete einer der Ausbrecher einen Volkspolizisten und erschoss ihn mit dessen Dienstwaffe. In einer Wohnung des nahegelegenen Hochhauses Karl-Marx-Straße 23 wurden die Geiselnehmer am selben Tage durch eine Spezialeinheit des Ministeriums für Staatssicherheit überwältigt.&lt;br /&gt;
* Im August 1973 betrat ein Gefangener auf Freigang die Kreditbank am Norrmalmstorg im Stadtzentrum von [[Stockholm]] und nahm vier Geiseln. Nach drei Tagen bohrte die Polizei ein Loch in das Dach, durch das sie zunächst eine Kamera einführte. Zwei Tage darauf wurde durch dieses Loch Gas in die Bank eingeleitet und das Drama dadurch beendet. Niemand kam dabei zu Schaden. Sie war einer der ersten Kriminalfälle, über den die schwedischen Medien live berichteten. In der Folge gab der Psychiater Nils Bejerot einer Überlebensstrategie der Geiseln den Namen „[[Stockholm-Syndrom]]“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Massengeiselnahmen (ohne Flugzeugentführungen) ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable sortable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Vorfall&lt;br /&gt;
! Ort&lt;br /&gt;
! Beginn&lt;br /&gt;
! Dauer&lt;br /&gt;
! Todesopfer&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Geiselnahmen der Hamas während des Terrorangriffs auf Israel 2023|Geiselnahmen der Hamas und anderer Terroristen beim Terrorangriff auf Israel 2023]]&lt;br /&gt;
| [[Be&amp;#039;eri|Beʾeri]], [[Cholit]], [[Kfar Aza|Kfar ʿAzza]], [[Kissufim]], [[Magen (Kibbuz)|Magen]], [[Nahal Oz|Nachal ʿOz]], [[Nir Am|Nir ʿAm]], [[Nirim (Kibbuz)|Nirim]], [[Nir Jitzchaq]], [[Nir Oz|Nir ʿOz]], [[Reʿim]] (inkl. Gelände des Nova Festivals) und [[Sderot]], [[Zikim|Siqim]] (alle [[Israel]])&lt;br /&gt;
| 7. Oktober 2023&lt;br /&gt;
| 2 Wochen bis zwei Jahre und 1 Woche&lt;br /&gt;
| 133 Tote&amp;lt;ref&amp;gt;Insgesamt waren bei der Geiselnahme 251 Personen Opfer an Seele und Körper, darunter Staatsangehörige, geordnet nach deren Anzahl, von Israel, Thailand, Nepal, den Philippinen, den USA, Russland, Frankreich, Deutschland (14), dem Vereinigten Königreich, Irland, Argentinien, Tansania, Dänemark, Südafrika, Mexiko, Brasilien, Rumänien, Österreich, Ungarn und Uruguay.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Anschlag auf die Sayidat-al-Nejat-Kathedrale in Bagdad 2010|Anschlag auf die Sayidat-al-Nejat-Kathedrale]]&lt;br /&gt;
| [[Bagdad]] ([[Irak]])&lt;br /&gt;
| 31. Oktober 2010&lt;br /&gt;
| wenige Stunden&lt;br /&gt;
| 58 Tote&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Geiselnahme von Beslan|Geiselnahme in einer Schule in Beslan]] durch Tschetschenen&lt;br /&gt;
| [[Beslan]] ([[Russland]])&lt;br /&gt;
| 1. September 2004&lt;br /&gt;
| 2 Tage&lt;br /&gt;
| etwa 385 Tote&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Geiselnahme im Moskauer Dubrowka-Theater]] durch Tschetschenen&lt;br /&gt;
| [[Moskau]] ([[Russland]])&lt;br /&gt;
| 23. Oktober 2002&lt;br /&gt;
| 57 Stunden&lt;br /&gt;
| etwa 170 Tote&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Geiselnahme in der japanischen Botschaft Lima 1996|Geiselnahme in der japanischen Botschaft in Lima]]&lt;br /&gt;
| [[Lima]] ([[Peru]])&lt;br /&gt;
| 17. Dezember 1996&lt;br /&gt;
| 126 Tage&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel|ID=8843609|Titel=Und dann bat der General zum Tanz|Jahr=1997|Nr=51|Seiten=|Kommentar=Chronologie der Ereignisse}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 17 Tote&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Geiselnahme von Budjonnowsk]] durch Tschetschenen&lt;br /&gt;
| [[Budjonnowsk]] ([[Russland]])&lt;br /&gt;
| 14. Juni 1995&lt;br /&gt;
| 6 Tage&lt;br /&gt;
| 130–191 Tote&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Geiselnahme im Obersten Gericht von Costa Rica&lt;br /&gt;
| [[San José (Costa Rica)|San José]] ([[Costa Rica]])&lt;br /&gt;
| 26. April 1993&lt;br /&gt;
| 4 Tage&lt;br /&gt;
| keine&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Gladbecker Geiseldrama]] nach Banküberfall&lt;br /&gt;
| [[Deutschland]], [[Niederlande]]&lt;br /&gt;
| 16. August 1988&lt;br /&gt;
| 3 Tage&lt;br /&gt;
| 3 Tote&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Geiselnahme von Ouvéa durch Mitglieder der [[Kanakische sozialistische Front der nationalen Befreiung|FLNKS]] („Opération Victor“)&lt;br /&gt;
| [[Ouvéa]] ([[Neukaledonien]])&lt;br /&gt;
| 22. April 1988&lt;br /&gt;
| 14 Tage&lt;br /&gt;
| 21 Tote&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Kaperung]] der [[Achille Lauro (Schiff)|Achille Lauro]]&lt;br /&gt;
| Kurs von [[Alexandria]] nach [[Port Said]] ([[Ägypten]])&lt;br /&gt;
| 7. Oktober 1985&lt;br /&gt;
| 2 Tage&lt;br /&gt;
| 1 Toter&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Besetzung der polnischen Botschaft in Bern]]&lt;br /&gt;
| [[Bern]] ([[Schweiz]])&lt;br /&gt;
| 6. September 1982&lt;br /&gt;
| 4 Tage&lt;br /&gt;
| keine&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Geiselnahme in der Iranischen Botschaft in London 1980|Geiselnahme in der Iranischen Botschaft in London]]&lt;br /&gt;
| [[London]] ([[Vereinigtes Königreich|Großbritannien]])&lt;br /&gt;
| 30. April 1980&lt;br /&gt;
| 6 Tage&lt;br /&gt;
| 7 Tote&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Geiselnahme in der dominikanischen Botschaft in Bogota 1980&lt;br /&gt;
| [[Bogota]] ([[Kolumbien]])&lt;br /&gt;
| 27. Februar – 27. April 1980&lt;br /&gt;
| 61 Tage&lt;br /&gt;
| 1 toter Geiselnehmer&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Besetzung der Großen Moschee 1979|Besetzung der Großen Moschee in Mekka]] durch militante Islamisten&lt;br /&gt;
| [[Mekka]] ([[Saudi-Arabien]])&lt;br /&gt;
| 20. November 1979&lt;br /&gt;
| 14 Tage&lt;br /&gt;
| 330 Tote&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Geiselnahme von Teheran|Geiselnahme von US-Diplomaten in Teheran]]&lt;br /&gt;
| [[Teheran]] ([[Iran]])&lt;br /&gt;
| 4. November 1979&lt;br /&gt;
| 444 Tage&lt;br /&gt;
| 8 Tote&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[OPEC-Geiselnahme]]&lt;br /&gt;
| [[Wien]] ([[Österreich]])&lt;br /&gt;
| 21. Dezember 1975&lt;br /&gt;
| 22 Stunden&lt;br /&gt;
| 3 Tote&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Geiselnahme in der Londoner Balcombe Street durch Mitglieder der [[Provisional Irish Republican Army|IRA]]&lt;br /&gt;
| [[London]] ([[Vereinigtes Königreich|Großbritannien]])&lt;br /&gt;
| 6. Dezember 1975&lt;br /&gt;
| 6 Tage&lt;br /&gt;
| keine&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Zugentführung in Wijster]] durch Jugendliche aus [[Republik Maluku Selatan|Maluku Selatan]]&lt;br /&gt;
| Bei [[Wijster]], [[Niederlande]]&lt;br /&gt;
| 2. Dezember 1975&lt;br /&gt;
| 12 Tage&lt;br /&gt;
| 3 Tote&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Geiselnahme von Stockholm|Geiselnahme in der bundesdeutschen Botschaft in Stockholm]] durch Mitglieder der [[Rote Armee Fraktion|RAF]]&lt;br /&gt;
| [[Stockholm]] ([[Schweden]])&lt;br /&gt;
| 24. April 1975&lt;br /&gt;
| wenige Stunden&lt;br /&gt;
| 4 Tote&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Ma’alot-Massaker|Besetzung einer Schule]] durch Mitglieder der [[Demokratische Front zur Befreiung Palästinas|DFLP]]&lt;br /&gt;
| [[Ma’alot]], [[Israel]]&lt;br /&gt;
| 15. Mai 1974&lt;br /&gt;
| 2 Tage&lt;br /&gt;
| 34 Tote&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Besetzung der saudischen Botschaft in Khartum durch Mitglieder des [[Schwarzer September (Terrororganisation)|Schwarzen September]]&lt;br /&gt;
| [[Khartum]], [[Sudan]]&lt;br /&gt;
| 1. März 1973&lt;br /&gt;
| 2 Tage&lt;br /&gt;
| 3 Tote&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Geiselnahme von München]] während der Olympischen Spiele&lt;br /&gt;
| [[München]], [[Fürstenfeldbruck]] ([[Deutschland]])&lt;br /&gt;
| 5. September 1972&lt;br /&gt;
| 21 Stunden&lt;br /&gt;
| 17 Tote&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Geiselbefreiung]]&lt;br /&gt;
* [[Erstsprecher]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Markus Immel: &amp;#039;&amp;#039;Die Gefährdung von Leben und Leib durch Geiselnahme&amp;#039;&amp;#039; (§§ 239a, 239b StGB). Berlin 2001, ISBN 3-428-10488-9.&lt;br /&gt;
* Marko Brambach: &amp;#039;&amp;#039;Probleme des Tatbestandes des erpresserischen Menschenraubs und der Geiselnahme&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 2000, ISBN 3-428-09936-2.&lt;br /&gt;
* Markus Rheinländer: &amp;#039;&amp;#039;Erpresserischer Menschenraub und Geiselnahme (§§ 239a, 239b StGB): Eine Strukturanalyse&amp;#039;&amp;#039;. Münster 2000, ISBN 3-8258-4545-1.&lt;br /&gt;
* Sonja Christine Nikolaus: &amp;#039;&amp;#039;Zu den Tatbeständen des erpresserischen Menschenraubs und der Geiselnahme&amp;#039;&amp;#039;. Berliner Wissenschafts-Verlag, Berlin 2003, ISBN 3-8305-0536-1.&lt;br /&gt;
* Bundeswehr Zentrum Innere Führung Hrsg.: &amp;#039;&amp;#039;Geiselhaft und Gefangenschaft&amp;#039;&amp;#039; 4/96 1. überarb. Auflage Ausgabe Mai 1997.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Kidnapping|Geiselnahme}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4121329-4}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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		<author><name>imported&gt;Bernd Rohlfs</name></author>
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