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	<title>Geinsheim am Rhein - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Geinsheim_am_Rhein&amp;diff=362793&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wofalor am 28. April 2026 um 16:18 Uhr</title>
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		<updated>2026-04-28T16:18:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den Treburer Ortsteil Geinsheim in Hessen, für den gleichnamigen Stadtteil der Stadt Neustadt in Rheinland-Pfalz siehe [[Geinsheim (Neustadt)]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Ortsteil               = &lt;br /&gt;
| Gemeindeart            = &lt;br /&gt;
| Gemeindename           = Trebur&lt;br /&gt;
| Alternativanzeige-Gemeindename = &lt;br /&gt;
| Ortswappen             = Wappen Geinsheim am Rhein.png&lt;br /&gt;
| Ortswappen-Beschreibung = &lt;br /&gt;
| Breitengrad            = 49/52/47/N&lt;br /&gt;
| Längengrad             = 8/23/40/E&lt;br /&gt;
| Bundesland             = Hessen&lt;br /&gt;
| Höhe                   = 87 &amp;lt;!-- Quelle: Geodatenzentrum --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Höhe-Bezug             = DE-NHN&lt;br /&gt;
| Fläche                 = 13.40&lt;br /&gt;
| Fläche-Quelle          = &amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Einwohner              = 4459&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum  = 2022-05-04&lt;br /&gt;
| Einwohner-Quelle       = &amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://trebur.de/gemeinde-politik/kurzportraet.html |titel=Kurzporträt: Gemeinde Trebur in Zahlen  |abruf=2024-09-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum    = 1977-01-01&lt;br /&gt;
| Postleitzahl1          = 65468&lt;br /&gt;
| Postleitzahl2          = &lt;br /&gt;
| Vorwahl1               = 06147&lt;br /&gt;
| Vorwahl2               = &lt;br /&gt;
| Lagekarte              = &lt;br /&gt;
| Lagekarte-Beschreibung = &lt;br /&gt;
| Bild                   = Geinsheim Luftbild 104.jpg&lt;br /&gt;
| Bild-Beschreibung      = Luftaufnahme 2007&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Geinsheim am Rhein&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Ortsteil der Gemeinde [[Trebur]] im [[Hessisches Ried|Südhessischen Ried]]. Bis zur [[Gebietsreform in Hessen|hessischen Gebietsreform]] in den 1970er-Jahren war Geinsheim eine eigenständige Gemeinde, von der aus die Gemarkung [[Kornsand]] mit verwaltet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
{{Mehrere Bilder&lt;br /&gt;
 | align       = right&lt;br /&gt;
 | Richtung    = vertical&lt;br /&gt;
 | Kopfzeile   = &lt;br /&gt;
 | Breite      = 250&lt;br /&gt;
 | Bild1       = Geinsheim Altes Rathaus 20110122.jpg&lt;br /&gt;
 | Untertitel1 = Das alte Rathaus, Sitz der Verwaltungsstelle&lt;br /&gt;
 | Bild2       = Geinsheim Dietrich-Bonhoeffer-Kirche 20110122.jpg&lt;br /&gt;
 | Untertitel2 = Ortsbildprägend: Die [[Dietrich-Bonhoeffer-Kirche (Geinsheim am Rhein)|Dietrich-Bonhoeffer-Kirche]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
=== Ortsname ===&lt;br /&gt;
Die Ortsnamensendung „[[-heim|&amp;amp;#8209;heim]]“ deutet auf eine Gründung zur Zeit der [[Fränkische Landnahme|fränkischen Landnahme]] hin. Der Name Geinsheim leitet sich vermutlich von dem fränkischen Personennamen Gam oder Genno ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die älteste erhaltene Erwähnung des Orts findet sich im [[Lorscher Codex]] als &amp;#039;&amp;#039;Geminnisheim&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Geminnesheim&amp;#039;&amp;#039;. Der Eintrag bezeugt, dass &amp;#039;&amp;#039;Ruoding&amp;#039;&amp;#039; dem [[Kloster Lorsch]] eine Wiese oder einen Acker stiftete. Die Schenkung wird auf 767 oder 770 datiert. In den folgenden Jahrhunderten findet sich der [[Ortsname]] von Geinsheim mit verschiedenen Schreibungen erwähnt: &amp;#039;&amp;#039;villa Ginsin&amp;#039;&amp;#039; (1093), &amp;#039;&amp;#039;villa Gensum&amp;#039;&amp;#039; (1122), &amp;#039;&amp;#039;villa Genso&amp;#039;&amp;#039; (1231), &amp;#039;&amp;#039;Genscheim&amp;#039;&amp;#039; (1432), &amp;#039;&amp;#039;Gynßheim, dorff&amp;#039;&amp;#039; (1450), &amp;#039;&amp;#039;Gynßheim&amp;#039;&amp;#039; (1469) und &amp;#039;&amp;#039;Geinßheim&amp;#039;&amp;#039; (1557). {{LAGIS|ref=lagis |titel=Geinsheim, Landkreis Groß-Gerau |DB=OL |ID=13713 |datum=2012-07-23 |abruf=2012-11-20}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der örtlichen Folklore zufolge leitet sich der Dorfname von Gans („Gänsheim“) ab. Dabei wird häufig auf das Wappen verwiesen, das eine flatternde weiße [[Gans|Hausgans]] auf schwarzem Schild darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittelalter ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1024 wurde in [[Kamba (Riedstadt)|Kamba]] der fränkische [[Salier]] Konrad zum [[Konrad II. (HRR)|König Konrad II.]] gewählt und in Mainz von Bischof [[Aribo (Mainz)|Aribo]] gekrönt. Kamba soll eine gegenüber [[Oppenheim]] in einem alten Rheinbett gelegene Siedlung gewesen sein, die durch ein Rheinhochwasser zerstört wurde. Die Siedlung lag auf der Gemarkung des heutigen Geinsheim, zwischen Geinsheim und Leeheim, etwa dort, wo heute das Pumpwerk Kammerhof zu finden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1122 schenkte der [[Bistum Mainz|Mainzer]] [[Erzbischof]] [[Adalbert I. von Saarbrücken|Adalbert I.]] das [[Kirchenpatronat]] von Geinsheim dem Mainzer [[Benediktiner]]-[[Kloster St. Jakob (Mainz)|Kloster St. Jakob]]. Das Kloster erhielt dann bald auch – der genaue Zeitpunkt ist nicht bekannt – die [[Herrschaft (Territorium)|Dorfherrschaft]], die es bis zum Ende des [[Heiliges Römisches Reich|Alten Reiches]] formal innehatte. Das Kloster [[Lehnswesen|belehnte]] zunächst die [[Burg Münzenberg|Herren von Münzenberg]] und nach der [[Münzenberger Erbschaft]] die [[Falkenstein (hessisches Adelsgeschlecht)|Herren von Falkenstein]] mit der Vogtei über das Dorf. Mit dem Falkensteiner Erbe kam sie schließlich an die Grafen (ab 1744 Fürsten) [[Isenburg (Adelsgeschlecht)|von Isenburg]], die so faktisch die Dorfherrschaft ausübten.&amp;lt;ref&amp;gt;Simon, S. 210.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das [[Abtei Otterberg|Kloster Otterberg]] besaß im Ort ein zinspflichtiges Gut.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Jürgen Keddigkeit]], [[Michael Werling]], Rüdiger Schulz und Charlotte Lagemann: &amp;#039;&amp;#039;Otterberg, St. Maria. Zisterzienserabtei Otterburg.&amp;#039;&amp;#039; In: Jürgen Keddigkeit, Matthias Untermann, Sabine Klapp, Charlotte Lagemann, Hans Ammerich (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Pfälzisches Klosterlexikon. Handbuch der pfälzischen Klöster, Stifte und Kommenden.&amp;#039;&amp;#039; Band 3: &amp;#039;&amp;#039;M–R&amp;#039;&amp;#039;. Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde. Kaiserslautern 2015, ISBN 978-3-927754-78-2, S. 524–587 (538).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frühe Neuzeit ===&lt;br /&gt;
Im Herrschaftsbereich der Familie Isenburg war um das Ende des 16. Jahrhunderts das [[Solmser Landrecht]] zum Gewohnheitsrecht geworden. So setzte es sich auch in Geinsheim durch. Das [[Gemeines Recht|Gemeine Recht]] galt nun nur noch, wenn das Solmser Landrecht für einen bestimmten Sachverhalt keine Bestimmungen enthielt. Das Solmser Landrecht blieb auch während der Zeit, in der Geinsheim zum [[Großherzogtum Hessen]] gehörte, geltendes Recht,&amp;lt;ref&amp;gt;Arthur B. Schmidt: &amp;#039;&amp;#039;Die geschichtlichen Grundlagen des bürgerlichen Rechts im Großherzogtum Hessen&amp;#039;&amp;#039;. Curt von Münchow, Giessen 1893, S. 106, sowie beiliegende Karte.&amp;lt;/ref&amp;gt; das erst zum 1. Januar 1900 von dem einheitlich im ganzen [[Deutsches Reich|Deutschen Reich]] geltenden [[Bürgerliches Gesetzbuch|Bürgerlichen Gesetzbuch]] abgelöst wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Sequester (Recht)|Sequesters]] der Grafschaft Isenburg-Büdingen (1635–1642) wurde Geinsheim von der [[Landgrafschaft Hessen-Darmstadt]] verwaltet. Nach der Restitution gab es Streit zwischen den Grafen und dem Kloster St. Jakob über die jeweiligen Rechte im Dorf. Graf Johann Ludwig von Isenburg-Offenbach und Abt Jodocus beendeten das 1656 mit einem Vergleich, wonach die Gerichtsgefälle geteilt wurden, [[Schultheiß]] und Gerichtspersonen gemeinschaftlich ernannt wurden, dem Kloster die Lehnshoheit und das Zehntrecht und dem Grafen die übrigen Herrschaftsrechte zustanden.&amp;lt;ref&amp;gt;Simon, S. 210.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
H. Simon fasst 1856 die Geschichte des Dorfes in &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte des reichsständischen Hauses Ysenburg und Büdingen Erster Band: Die Geschichte der Ysenburg=Büdingen’schen Landes&amp;#039;&amp;#039; so zusammen:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=&amp;#039;&amp;#039;Geinsheim:&amp;#039;&amp;#039; 765 Gemminesheim, 1122 Genissheim, Kirchdorf in der Nähe des Rheins. Im 8. und 9. Jahrhunderte erwarb hier die Reichsabtei Lorsch durch Schenkung und Kauf viele Güter. Schon im 12. Jahrhundert aber, also bereits vor der Uebergabe dieser Abtei an den Erzbischof Siegfried von Mainz, erscheint das Dorf im Besitze dieses Erzstiftes. Im Jahr 1122 schenkte der Erzbischof Adalbert das hiesige Patronatrecht dem Kloster St. Jakobsberg bei Mainz. Eine Bestätigung dieser Schenkung durch den Erzbischof Werner datiert aus dem Jahr 1265. Später aber erscheint dieses Kloster auch im Besitze des Dorfes. Ohne Zweifel hatte es dasselbe ebenfalls durch Schenkung vom Erzstifte empfangen. Das Kloster gab die Vogtei des Dorfes den Herrn von Minzenberg und Falkenstein zu Lehen, von welchen sie bei der Falkenstein’schen Erbverteilung mit der Herrschaft Dreieich schließlich an die Grafen von Isenburg kam. Doch wurden nach altem Herkommen davon Briefe weder gegeben noch genommen, was auf eine sehr frühe Belehnung schließen läßt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In gerichtlicher Beziehung gehörte das Dorf wahrscheinlich seiner ganzen Lage nach in ganz alter Zeit zur Grafschaft Beßungen. Vermutlich aber errichtete das Kloster als Territorialherrschaft schon frühe ein besonderes Cent und Halsgericht für dasselbe, zu welchem keine weiteren Dörfer gehörten, und übertrug die Ausübung desselben den Herrn von Minzenberg und Falkenstein, die dasselbe im Namen des Abtes von St Jakobsberg hegten und besetzten. Von diesen fiel dasselbe an die Grafen von Isenburg. Während des Sequesters der Grafschaft Isenburg-Büdingen von 1635 - 1642 war es im Besitze von [[Landgrafschaft Hessen-Darmstadt|Hessen-Darmstadt]]. Nach der Restitution gab es mancherlei Streitigkeiten zwischen den Grafen und dem Abt wegen der beiderseitigen Berechtigungen. Deshalb schloss Graf Johann Ludwig von Isenburg Offenbach im Jahr 1656 mit dem Abt Jodocus einen Vergleich, wonach diesem außer der Lehnshoheit noch das Zehntrecht, dem Isenburgischen Haus aber die hohe und niedere Obrigkeit zustehen solle. Die Gerichtsgefälle sollten geteilt, Schultheiß und Gerichtspersonen gemeinschaftlich sein.&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
Im Jahr 1542 zählte das Dorf schon 90 Familien, also ungefähr 500 Seelen, gegenwärtig aber 1017 Einwohner.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;H. Simon: &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte des reichsständischen Hauses Ysenburg und Büdingen Erster Band: Die Geschichte der Ysenburg=Büdingen’schen Landes&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt am Main, Heinr. Ludw. Brönner’s Verlag 1865, S. 210 {{Google Buch |Linktext=Online bei google books |KeinText=1 |BuchID=P3sAAAAAcAAJ |Seite=210}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neuzeit ===&lt;br /&gt;
Mit dem [[Reichsdeputationshauptschluss]] von 1803 kam das Dorf zu Isenburg-Birstein, das gegen Ende des Alten Reiches zum [[Fürstentum Isenburg (Rheinbund)|Fürstentum Isenburg]] aufstieg.&amp;lt;ref&amp;gt;Reichsdeputationshauptschluss § 19 bei [[s:Hauptschluß der außerordentlichen Reichsdeputation vom 25. Februar 1803|Wikisource]] sowie &amp;#039;&amp;#039;Das Fürstenthum Isenburg – 1812.&amp;#039;&amp;#039; In: Johannes Andreas Demian: &amp;#039;&amp;#039;Statistik der Rheinbundstaaten.&amp;#039;&amp;#039; Zweiter Band: &amp;#039;&amp;#039;Die Großherzogthümer, Herzogthümer, Fürstenthümer und das Herzogthum Warschau enthaltend.&amp;#039;&amp;#039; Varrentrapp und Sohn, Frankfurt am Main 1812, S.&amp;amp;nbsp;329–337; auch abgedruckt in Grindaha, Veröffentlichungen des Geschichtsvereins Gründau e.&amp;amp;nbsp;V. 2019 (Heft 29), {{ISSN|2194-8631}}, S.&amp;amp;nbsp;3 mit Anmerkungen von Norbert Breunig.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 14. August 1806 wurde die Landgrafschaft Hessen-Darmstadt von [[Napoleon Bonaparte|Napoleon]] zum [[Großherzogtum Hessen|Großherzogtum]] erhoben. Nach dem [[Wiener Kongress]] 1814/15 kam Geinsheim zum [[Kaisertum Österreich]], das es jedoch umgehend dem [[Großherzogtum Hessen]] abtrat.&amp;lt;ref name=&amp;quot;OG&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.trebur.de/html/kultur/geschichte/kuf_geschichteII.htm |titel=Geschichte von Geinsheim |hrsg=Gemeinde Trebur |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20170117072020/http://www.trebur.de/html/kultur/geschichte/kuf_geschichteII.htm |abruf=2012-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Übergabe an den Großherzog von Hessen fand am 9. Juli 1816 statt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Johann Ludwig Klüber]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kaiserlich-östreichisches Patent wegen der Übergabe der Oberhoheit über verschiedene fürstlich und gräflich-isenburgische Gerichte, an [[Kurfürstentum Hessen|Kurhessen]]; ferner der Oberhoheit über die übrigen unter Benennung Fürstenthum Isenburg vereinigt gewesenen Gebietstheile, über die gräflich-schönbornsche [[Herrschaft Heusenstamm]], die [[Groschlag (Adelsgeschlecht)|freiherrlich-groschlagische]] [[Eppertshausen|Herrschaft Eppertshausen]], den [[Ingelheim (Adelsgeschlecht)|gräflich-ingelheimischen]] Ort [[Ober-Erlenbach|Obererlenbach]] und die [[Grafschaft Solms-Rödelheim|gräflich-solmsische]] Hälfte des Ortes [[Frankfurt-Niederursel|Niederursel]], an das Großherzogthum Hessen&amp;#039;&amp;#039;; Offenbach, den 9.&amp;amp;nbsp;Juli 1816, No. XXXVII. In: Johann Ludwig Klüber, &amp;#039;&amp;#039;Staatsarchiv des teutschen Bundes&amp;#039;&amp;#039;, Band 1, Erlangen (J. J. Palm und Ernst Enke) 1816, S.&amp;amp;nbsp;419–421 ([http://books.google.de/books?id=Kxw-AAAAYAAJ&amp;amp;pg=RA3-PA419 Digitalisat]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Großherzogtum lag Geinsheim in der [[Starkenburg (Provinz)|Provinz Starkenburg]] und gehörte bis 1821 zum [[Amt Dreieichenhain|Amt Dreieich]]. 1821 wurden im Rahmen einer Verwaltungsreform [[Landratsbezirk]]e gebildet und Geinsheim dem [[Landratsbezirk Dornberg]] zugeteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Statistisch-topographisch-historische Beschreibung des Großherzogthums Hessen&amp;#039;&amp;#039; berichtet 1829 über Geinsheim:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Geinsheim (L. Dez. Dornberg) luth. und kath. Pfarrdorf; liegt an der von Darmstadt nach Oppenheim ziehenden Chaussee, 2 St. von Dornberg, und gehört dem Fürsten von Isenburg–Birstein. Der Ort hat 141 Häuser und 902 Einw., unter welchen 707 Luth., 128 Kath. und 67 Juden, sich befinden. – Ein alter Ort, der früher &amp;#039;&amp;#039;Gemminesheim&amp;#039;&amp;#039; hieß. Das Pastorat erhielt 1122 das Kloster auf dem Jacobsberg bei Mainz. Im Kriege Königs Albrecht gegen die rheinischen Churfürsten, hatte ersterer 1301 bei Geinsheim sein Lager aufgeschlagen, und rückte von da über den Main in die Herrschaft Eppenstein. Zwischen dem Fürsten von Isenburg und dem Kloster St. Jacobsberg war dieser Ort gemeinschaftlich, bis er 1802 ganz an Isenburg fiel. Im Jahr 1816 kam Geinsheim unter Hess. Hoheit, und 1826 trat der Fürst von Isenburg–Birstein die Justiz– u. Polizeiverwaltung über diesen Ort ab.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref name=&amp;quot;GW&amp;quot;&amp;gt;{{BibOCLC|312528080|Seite=81}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1826 trat Fürst [[Wolfgang Ernst III. zu Isenburg und Büdingen|Wolfgang Ernst III.]] von Isenburg–Birstein die Justiz- und Polizeiverwaltung über den Ort ab.&amp;lt;ref&amp;gt;Wagner, S. 82.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1832 wurden die Verwaltungseinheiten im Großherzogtum ein weiteres Mal vergrößert und [[Kreis (Hessen-Darmstadt)|Kreise]] geschaffen. Damit gelangte Geinsheim in den [[Kreis Groß-Gerau#Geschichte|Kreis Groß-Gerau]]. Die Provinzen, die Kreise und die Landratsbezirke des Großherzogtums wurden am 31. Juli 1848 abgeschafft und durch Regierungsbezirke ersetzt, was jedoch bereits am 12. Mai 1852 wieder rückgängig gemacht wurde. Daher gehörte Geinsheim von 1848 bis 1852 zum [[Regierungsbezirk Darmstadt (Starkenburg)|Regierungsbezirk Darmstadt]], bevor wieder der Kreis Groß-Gerau für die übergeordnete Verwaltung zuständig war. Dort verblieb der Ort auch bei allen folgenden Verwaltungsreformen bis heute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zuständige [[Gerichtsbarkeit]] war während der Zugehörigkeit zu Hessen-Darmstadt zunächst das standesherrliche Amt Dreieich. Von 1822/23 bis 1879 war das [[Landgericht Großgerau]] und ab 1879 das [[Amtsgericht Groß-Gerau]] für Geinsheim zuständig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1860 wurde die Verwaltung des [[Kornsand]]s an Geinsheim übertragen.&amp;lt;ref&amp;gt;Irmgard Schäfer: &amp;#039;&amp;#039;Geinsheim / Unser Dorf in alten Zeiten&amp;#039;&amp;#039; Geiger-Verlag, Horb am Neckar 1987, ISBN 3-89264-061-0, S.&amp;amp;nbsp;12.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der [[Gebietsreform in Hessen]] wurden am 1. Januar 1977 die Gemeinden [[Astheim (Trebur)|Astheim]], Geinsheim, [[Hessenaue]] und Trebur durch das &amp;#039;&amp;#039;Gesetz zur Neugliederung des Landkreises Groß-Gerau&amp;#039;&amp;#039; zu einer Gemeinde mit dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Trebur&amp;#039;&amp;#039; zusammengeschlossen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{HessAmtsBL |typ=GVBL |hrsg=Der Hessische Minister des Inneren |titel=Gesetz zur Neugliederung des Landkreises Groß-Gerau (GVBl. II 314–32) |nr=22 |jahr=1974 |datum=1974-07-26 |seite=6 |seiten=314 |fundstelle=§&amp;amp;nbsp;6 |kbytes=1430}}&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Ortsbezirk]]e nach der [[Hessische Gemeindeordnung|Hessischen Gemeindeordnung]] wurden nicht errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwaltungsgeschichte im Überblick ===&lt;br /&gt;
Die folgende Liste zeigt die Staaten und Verwaltungseinheiten,&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Bis zur [[Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung]] waren die [[Amt (historisches Verwaltungsgebiet)|Ämter]] und frühen Gerichte sowohl [[Gericht]] als auch [[Öffentliche Verwaltung|Verwaltungsorgan]].&amp;lt;/ref&amp;gt; denen Geinsheim angehört(e):&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Verwaltungsgeschichte.de|pfad=land_hessen.html|name=Land Hessen}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Grossherzogliche Centralstelle für die Landesstatistik (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Statistik des Großherzogtums Hessen&amp;#039;&amp;#039;. Band 1. Großherzoglicher Staatsverlag, Darmstadt 1862, S. 43 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* vor 1806: [[Heiliges Römisches Reich]], [[Grafschaft Isenburg-Birstein|Grafschaft/Fürstentum Isenburg-Büdingen]], Anteil an der oberen Grafschaft Isenburg, [[Amt Offenbach|Oberamt Offenbach]], [[Amt Dreieichenhain|Amt Dreieich]]&lt;br /&gt;
* ab 1806: [[Fürstentum Isenburg (Rheinbund)]],&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;[[Mediatisierung]] infolge der [[Rheinbundakte]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Oberamt Offenbach, Amt Dreieich&lt;br /&gt;
* ab 1813: [[Generalgouvernement Frankfurt]],&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Infolge der [[Befreiungskriege]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Oberamt Offenbach, Amt Dreieich&lt;br /&gt;
* ab 1815: [[Kaisertum Österreich]],&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Infolge der Beschlüsse des [[Wiener Kongress]]es.&amp;lt;/ref&amp;gt; Oberamt Offenbach, Amt Dreieich&lt;br /&gt;
* ab 1816: [[Großherzogtum Hessen]] ([[Dominiallande|Souveränitätslande]]),&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Durch Staatsvertrag mit Österreich und dem [[Königreich Preußen]] sowie Einigung zwischen [[Großherzogtum Hessen]] und [[Kurfürstentum Hessen|Kurhessen]].&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Oberhessen (Provinz Hessen-Darmstadt)|Provinz Oberhessen]], [[Amt Dornberg]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;NLVK&amp;quot; /&amp;gt; (zur Standesherrschaft Isenburg gehörig)&lt;br /&gt;
* ab 1821: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, [[Landratsbezirk Dornberg]]&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Trennung zwischen Justiz ([[Landgericht Großgerau]] ab 1823) und Verwaltung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* ab 1832: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, [[Kreis Groß-Gerau]]&lt;br /&gt;
* ab 1848: Großherzogtum Hessen, [[Regierungsbezirk Darmstadt (Starkenburg)|Regierungsbezirk Darmstadt]]&lt;br /&gt;
* ab 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Groß-Gerau&lt;br /&gt;
* ab 1871: [[Deutsches Reich]],&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Infolge des [[Deutsch-Französischer Krieg|Deutsch-Französischen Krieges]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Groß-Gerau&lt;br /&gt;
* ab 1918: Deutsches Reich,&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Infolge des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] entsteht die [[Weimarer Republik]].&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Volksstaat Hessen]], Provinz Starkenburg, Kreis Groß-Gerau&lt;br /&gt;
* ab 1938: Deutsches Reich, Volksstaat Hessen, [[Landkreis Groß-Gerau]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;RB1937&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Im Zuge der [[Volksstaat Hessen#Verwaltungsgliederung|Gebietsreform 1938]] wurde die Provinz Starkenburg aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* ab 1945: [[Amerikanische Besatzungszone]],&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Infolge des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]].&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Groß-Hessen]], [[Regierungsbezirk Darmstadt]], Kreis Groß-Gerau&lt;br /&gt;
* ab 1946: Amerikanische Besatzungszone, [[Hessen]], Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Groß-Gerau&lt;br /&gt;
* ab 1949: [[Bundesrepublik Deutschland]], Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Groß-Gerau&lt;br /&gt;
* ab 1977: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Groß-Gerau, Gemeinde Trebur&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Am 1. Januar 1977 als Ortsteil zur Gemeinde Trebur.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
=== Einwohnerstruktur 2011 ===&lt;br /&gt;
Nach den Erhebungen des [[Zensus 2011]] lebten am Stichtag, dem 9. Mai 2011, in Geinsheim 4287 Einwohner. Darunter waren 237 (5,5 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 786 Einwohner unter 18 Jahren, 2001 zwischen 18 und 49, 637 zwischen 50 und 64 und 660 Einwohner waren älter.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Z2011E&amp;quot; /&amp;gt; Die Einwohner lebten in 1811 Haushalten. Davon waren 609 [[Alleinstehender|Singlehaushalte]], 570 [[Ehe|Paare]] ohne Kinder und 558 Paare mit Kindern, sowie 144 [[Alleinerziehender|Alleinerziehende]] und 27 [[Wohngemeinschaft]]en. In 300 Haushalten lebten ausschließlich [[Senior]]en und in 1434 Haushaltungen lebten keine Senioren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Z2011E&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohnerentwicklung ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;toptextcells&amp;quot;&lt;br /&gt;
| •&amp;amp;nbsp;1829: || 902 Einwohner, 414 Häuser.&amp;lt;ref&amp;gt; Wagner, S. 82. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| •&amp;amp;nbsp;1867: || 1087 Einwohner, 177 Häuser&amp;lt;ref name=&amp;quot;WP&amp;quot;&amp;gt;{{BibOCLC|162355422|Seite=30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LAGIS Einwohner Diagramm|Name=Geinsheim|width=450|float=none|maxEinwohner=4300&lt;br /&gt;
|960|1015|1039|1099|1000|1046|1064|1058|1044|1042|1058|1077|1122|1271|1518|1635|1681|1801|2084&lt;br /&gt;
|vor1834=(1829,902)&lt;br /&gt;
|nach1967=(1970,2185)(1980,-1)(1990,-1)(2000,-1)(2011,4287)(2015,4377)(2022,4459)&lt;br /&gt;
|quelle=LAGIS&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;; [[Zensus 2011]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Z2011E&amp;quot; /&amp;gt;; Gemeinde Trebur&amp;lt;ref name=&amp;quot;EW2015&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Historische Religionszugehörigkeit ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;toptextcells&amp;quot;&lt;br /&gt;
| •&amp;amp;nbsp;1829: || 707 [[Evangelisch-lutherische Kirchen|lutherische]] (= 78,38 %), 67 jüdische (= 7,43 %) und 128 [[Römisch-Katholisch|katholische]] (= 14,19 %) Einwohner&amp;lt;ref&amp;gt; Wagner, S. 81. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| •&amp;amp;nbsp;1961: || 1111 [[Evangelische Kirche in Deutschland#Geschichte|evangelische]] (= 61,69 %), 624 katholische (= 34,65 %) Einwohner&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
=== Bauwerke ===&lt;br /&gt;
Geinsheim besteht aus dem alten Ortskern, der vom historischen Rathaus, einer kleinen katholischen Kapelle und einer neogotischen evangelischen Kirche geprägt wird, und aus mehreren Neubaugebieten, die in den 1960er-, 1980er- und 1990er-Jahren entstanden sind. Das Neubaugebiet der 1960er- und 1970er-Jahre beherbergt die Grundschule und die beiden Kindergärten sowie die „neue“ katholische Kirche in ihrer reduzierten quadratischen [[Backstein]]optik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Naturräume ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Trebur-Geinsheim Luftbild 102.jpg|mini|Luftaufnahme 2007 von Trebur-Geinsheim]]&lt;br /&gt;
Das sogenannte &amp;#039;&amp;#039;Moorloch&amp;#039;&amp;#039; ist der am nächsten am Ortsrand gelegene See. Hier wurde früher [[Torf]] für Heilanwendungen im Kurbad [[Schlangenbad]] bei Wiesbaden abgebaut. Inzwischen wird der Doppelsee vor allem zum Angeln und in sehr kalten Wintern auch zum Schlittschuhlaufen genutzt. Geinsheim ist von mehreren Baggerseen umgeben, von denen ein Teil noch zum Kiesabbau genutzt wird, ein Teil als Naherholungsgebiet mit verpachteten Camping-Anlagen und einer der Seen als öffentliches Freibad. Weitere Seen sind von Angel- und Naturschutzvereinen gepachtet. Um Geinsheim gibt es mehrere kleine Waldstücke und Gebiete, die als [[Naturschutzgebiet (Deutschland)|Naturschutzgebiete]] ausgewiesen sind. Seit einigen Jahren finden sich durch das Engagement einer Vogelschutzgruppe auch wieder regelmäßig Brutpaare der [[Weißstorch|Weißstörche]] auf den Gemarkungen Geinsheims ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Hessischen [[Dorferneuerung]]sprogramm wurde ein Rundwanderweg, der &amp;#039;&amp;#039;Geusemer Gänsepfad&amp;#039;&amp;#039;, um das Dorf angelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Industriekultur ===&lt;br /&gt;
Unweit der Verbindungsstraße Kornsand-Geinsheim bei 8° 23&amp;#039; 01″ östliche Länge und 49° 52&amp;#039; 11″ nördliche Breite betreibt der [[Südwestrundfunk]] [[Sender Nierstein|eine Sendeanlage für UKW]], die einen 138 Meter hohen, abgespannten Stahlfachwerkmast mit dreieckigem Querschnitt als Antennenträger verwendet. Dieser Sendemast war ursprünglich Bestandteil der 1964 errichteten Viermast-Richtantenne des [[Bodenseesender]]s in [[Rohrdorf (Meßkirch)|Meßkirch-Rohrdorf]]. Er wurde in den 1970er-Jahren abgebaut und 1981 in Trebur wiederaufgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regelmäßige Veranstaltungen ===&lt;br /&gt;
Weit über die Grenzen der Gemeinde hinaus bekannt ist das Dorffest, die „Geusemer Kerb“, die im Gegensatz zu den „Kerwe-Festen“ [[Kirchweih]] in der näheren Umgebung nicht in den Kneipen und Gaststätten, sondern zentral in einem großen Festzelt auf dem Kerweplatz gefeiert wird. Es ist die größte Zeltkerb Südhessens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 27. Mai 2018 war Geinsheim wieder Bestandteil der alle 2 Jahre stattfindenden Aktion „[[Der Kreis rollt]]“, wie 2014. Die Fahrradroute verlief mitten durch den Ort, viele Vereine und Institutionen beteiligten sich mit Ständen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=https://www.echo-online.de/lokales/kreis-gross-gerau/riedstadt/der-kreis-rollt-riedstadter-vereine-bieten-entlang-der-strecke-in-leeheim-und-erfelden-spiel-spass-und-infos_18791548 | titel=Der Kreis rollt: Riedstadter Vereine bieten entlang der Strecke in Leeheim und Erfelden Spiel, Spass und Infos | werk=www.echo-online.de | hrsg=[[VRM (Medienunternehmen)|VRM]] | datum=2018-05-25 | zugriff=2018-12-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
Geinsheim war lange Zeit landwirtschaftlich geprägt. Die räumliche Nähe zu [[Rüsselsheim am Main]], [[Frankfurt am Main]], [[Wiesbaden]], [[Darmstadt]] und [[Mainz]] erlaubte es, dass die Bewohner sich im Lauf der Industrialisierung beruflich als Pendler in die umgebenden Städte orientieren konnten. In zwei Gewerbemischgebieten haben mittelständische Unternehmen unter anderem aus der chemischen Industrie ihren Sitz. In Geinsheim wird aber auch noch immer Landwirtschaft betrieben, so ist der Ortsteil der Gemeinde Trebur von Feldern, auf denen [[Raps]], [[Sonnenblume]]n, [[Getreide]], [[Mais]] und [[Zuckerrübe]]n angebaut werden, umgeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Georg Wilhelm Justin Wagner: &amp;#039;&amp;#039;Statistisch-topographisch-historische Beschreibung des Großherzogthums Hessen: Provinz Starkenburg&amp;#039;&amp;#039;. Band 1. Carl Wilhelm Leske, Darmstadt 1829. {{BibOCLC|312528080|Seite=81}}&lt;br /&gt;
* Gustav Simon: &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte des reichsständischen Hauses Ysenburg und Büdingen&amp;#039;&amp;#039;, 1. Band: &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte der Ysenburg=Büdingen’schen Landes&amp;#039;&amp;#039;. Brönner, Frankfurt a. M. 1865. {{Google Buch|Linktext=Online bei google books|KeinText=1|BuchID=P3sAAAAAcAAJ|Seite=}}&lt;br /&gt;
* {{HessBib|PPN=116330244 |GND=1067695087}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=http://trebur.de/freizeit-kultur-sport/geschichte/geschichtlicher-ueberblick.html |titel=Geschichtlicher Überblick zu Trebur und seine Ortsteile |werk=Internetauftritt der Gemeinde Trebur |abruf-verborgen=1 |zugriff=2018-02-27}}&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|ID=13713 |titel=Geinsheim, Landkreis Groß-Gerau}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen und Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Anmerkungen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;references group=&amp;quot;Anm.&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Einzelnachweise&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;NLVK&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur&lt;br /&gt;
| Titel    = Neuste Länder und Völkerkunde. Ein geographisches Lesebuch für alle Stände.&lt;br /&gt;
| TitelErg = Kur-Hessen, Hessen-Darmstadt und die freien Städte. &lt;br /&gt;
| Band     = 22&lt;br /&gt;
| Ort      = Weimar&lt;br /&gt;
| Datum    = 1821&lt;br /&gt;
| Seiten   = 381&lt;br /&gt;
| Online   = {{Google Buch|Linktext=online bei Google Books|KeinText=1|BuchID=Z7PdlcTHFukC|Seite=381}}&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;RB1937&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{HessAmtsBL&lt;br /&gt;
| typ      = HRBL&lt;br /&gt;
| hrsg     = Der Reichsstatthalter in Hessen Sprengler&lt;br /&gt;
| jahr     = 1937&lt;br /&gt;
| nr       = 8&lt;br /&gt;
| datum    = 1937-04-01&lt;br /&gt;
| titel    = Gesetz über die Aufhebung der Provinzen Starkenburg, Oberhessen und Rheinhessen&lt;br /&gt;
| seiten   = 121 ff&lt;br /&gt;
| seite    = 125&lt;br /&gt;
| kbytes   = 11200&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;EW2015&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://trebur.de/fileadmin/media/01_politik/finanzen/Haushalt2017_2018/Trebur_HHP_2017-18.pdf#page=11 |titel=Haushalt 2017 |titelerg=Statistische Angaben |hrsg=Gemeinde Trebur |seiten=6 |format=PDF; 36&amp;amp;nbsp;MB |zugriff=2019-04}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Z2011E&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://statistik.hessen.de/sites/statistik.hessen.de/files/AO_VZ_2011_4_a.pdf#page=24 |seiten=20 und 74 |titel=Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen |werk=[[Zensus 2011]] |hrsg=[[Hessisches Statistisches Landesamt]] |abruf=2022-04 |format=PDF;&amp;amp;nbsp;1,8&amp;amp;nbsp;MB |abruf-verborgen=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20210711150906/https://statistik.hessen.de/sites/statistik.hessen.de/files/AO_VZ_2011_4_a.pdf#page=24 |archiv-datum=2021-07-11 |offline=ja }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Ortsteile von Trebur}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=1067695087|LCCN=n2021019734|VIAF=234197969}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Groß-Gerau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Trebur)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Groß-Gerau)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 1977]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wofalor</name></author>
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