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	<title>Geilheit - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Geilheit&amp;diff=1509434&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Diebu am 17. Januar 2026 um 22:22 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!--&amp;#039;&amp;#039;{{überarbeiten||Es gibt genügend seriöse Literatur zum Thema, jetzt sollte noch jemand anhand der angegebenen Stellen den Text überarbeiten, der ist nämlich praktisch ohne nennenswerte Belege &amp;quot;aus dem Bauch heraus&amp;quot; zusammengeschustert worden. Dies}} &amp;lt;&amp;lt; Einige Belege sind vorhanden. Dieser Hinweis kann nun evtl. entfallen? --&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das [[Adjektiv]] &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;geil&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und das davon abgeleitete [[Substantiv]] &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Geilheit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; gehen wahrscheinlich auf eine [[Indogermanische Sprachen|indogermanische]] Wurzel &amp;#039;&amp;#039;*ghoilo-s&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Friedrich Kluge]], [[Alfred Götze (Philologe)|Alfred Götze]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache]].&amp;#039;&amp;#039; 20. Aufl., hrsg. von [[Walther Mitzka]], De Gruyter, Berlin / New York 1967; Neudruck („21. unveränderte Auflage“) ebenda 1975, ISBN 3-11-005709-3, S. 242.&amp;lt;/ref&amp;gt; mit der Bedeutung „aufschäumend, heftig, übermütig, ausgelassen, lustig“ zurück. Im [[Althochdeutsch]]en (seit dem 8.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert) wurde &amp;#039;&amp;#039;geil&amp;#039;&amp;#039; im Sinne von „übermütig“, „überheblich“ verwendet. Im [[Mittelhochdeutsch]]en (seit dem 12.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert) stand es für „kraftvoll, mutwillig, üppig (wuchernd), lustig, froh, fröhlich oder schön“. Seit dem 15.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert wird &amp;#039;&amp;#039;Geilheit&amp;#039;&amp;#039; vorrangig [[Synonymie|synonym]] für oder als [[Anspielung]] auf &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lüsternheit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder sexuelle [[Begierde]] (vgl. [[Wollust]]) verwendet. &amp;#039;&amp;#039;Geilheit&amp;#039;&amp;#039; und mehr noch die Adjektivform &amp;#039;&amp;#039;geil&amp;#039;&amp;#039; stellen in diesem Zusammenhang populäre [[Umgangssprache|umgangssprachliche]] Ausdrücke dar, deren Gebrauch in offiziellen Zusammenhängen allerdings als [[vulgär]] gilt. Eine moderne umgangssprachliche Steigerung von &amp;#039;&amp;#039;geil&amp;#039;&amp;#039; stellt das Wort &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;megageil&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutungswandel ==&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;geil&amp;#039;&amp;#039; (verwandt mit mittelhochdeutsch &amp;#039;&amp;#039;geilen&amp;#039;&amp;#039;, ‚erfreuen‘, und mittelniederdeutsch &amp;#039;&amp;#039;gīlen&amp;#039;&amp;#039;, ‚begehren‘, sowie niederländisch &amp;#039;&amp;#039;gijlen&amp;#039;&amp;#039;, ‚gären‘, und litauisch &amp;#039;&amp;#039;gailas&amp;#039;&amp;#039;, ‚heftig‘&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Kluge, Alfred Götze (1975), S. 242.&amp;lt;/ref&amp;gt;) werden bereits seit dem 15.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert auch die senkrecht nach oben stehenden Triebe von Bäumen bezeichnet (siehe [[Etiolement|Vergeilung]]). &amp;#039;&amp;#039;Geil&amp;#039;&amp;#039; wird auch in den Bedeutungen „lustvoll“, „lüstern“ und „sexuell erregt“ verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Jugendsprachliche Verwendung{{Anker|Jugendsprachliche Verwendung}}&lt;br /&gt;
In den 1970er und 1980er Jahren fand das Wort &amp;#039;&amp;#039;geil&amp;#039;&amp;#039; zunehmend populäre Verwendung in der [[Jugendsprache]] und erlebte einen weiteren Bedeutungswandel. Etwa Mitte der 1970er Jahre erweiterte sich die Bedeutung „sexuell erregt“ im umgangssprachlichen Gebrauch zunächst in Richtung „sexuell attraktiv“. In den 1980er Jahren wurde der Ausdruck auf andere Bereiche ausgeweitet und drückt seitdem – als eine umgangssprachliche Steigerung von &amp;#039;&amp;#039;gut&amp;#039;&amp;#039; – ähnlich wie &amp;#039;&amp;#039;[[cool]]&amp;#039;&amp;#039; freudige Anteilnahme oder eine positive, begeisterte Bewertung aus, Beispiele: „das geile Motorrad“, „ein geiles Konzert“.&amp;lt;ref&amp;gt;Im &amp;#039;&amp;#039;Duden. Herkunftswörterbuch&amp;#039;&amp;#039; von 2014 heißt es unter dem Stichwort &amp;#039;&amp;#039;geil&amp;#039;&amp;#039;: „Im heutigen Sprachgebrauch wird &amp;#039;geil&amp;#039; überwiegend im Sinne von geschlechtlich erregt, brünstig verwendet.“ Außerdem wird auf &amp;#039;geil&amp;#039; als Kraftwort der Jugendsprache verwiesen. &amp;#039;&amp;#039;Duden. Das Herkunftswörterbuch. Etymologie der deutschen Sprache.&amp;#039;&amp;#039; 5., neu bearbeitete Auflage. Dudenverlag, Berlin/Mannheim/Zürich 2014, ISBN 978-3-411-04075-9.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Musik-Duo &amp;#039;&amp;#039;[[Bruce &amp;amp; Bongo]]&amp;#039;&amp;#039; setzte 1986 mit seinem &amp;#039;&amp;#039;Geil&amp;#039;&amp;#039; eine Marke, an der zu sehen war, dass der Bedeutungswandel in der Jugend bereits angekommen war, in den älteren Generationen jedoch noch nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des 21. Jahrhunderts hat das Wort seine anrüchige [[Konnotation]] fast vollständig verloren, wie z.&amp;amp;nbsp;B. die Lieder &amp;#039;&amp;#039;Geile Zeit&amp;#039;&amp;#039; von [[Juli (Band)|Juli]] (2004) und &amp;#039;&amp;#039;Leider geil&amp;#039;&amp;#039; von [[Deichkind]] (2012) verdeutlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch diesen Bedeutungswandel wird das Wort heute in der Zusammensetzung mit &amp;#039;&amp;#039;sein&amp;#039;&amp;#039; meist nur noch dann gelegentlich im Sinne von „sexuell erregt“ verwendet, wenn es sich auf die eigene Person bezieht („Ich war heute den ganzen Tag lang geil“). „Du bist so geil“ bedeutet heutzutage hingegen zumeist nicht mehr, dass man jemanden sexuell attraktiv findet, sondern dass man jemanden für besonders außergewöhnlich hält und von seiner Persönlichkeit (in einer bestimmten Situation) begeistert ist. In einem rein sexuellen Zusammenhang wird &amp;#039;&amp;#039;geil&amp;#039;&amp;#039; inzwischen seltener mit dem Hilfsverb &amp;#039;&amp;#039;sein&amp;#039;&amp;#039; verwendet, sondern häufiger in der Zusammensetzung &amp;#039;&amp;#039;geil werden&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;jemanden geil machen&amp;#039;&amp;#039;. Mit dem Hilfsverb &amp;#039;&amp;#039;machen&amp;#039;&amp;#039; ist die sexuelle Bedeutung von &amp;#039;&amp;#039;geil&amp;#039;&amp;#039; noch eindeutig und hat so auch seine anrüchige Konnotation nicht vollständig verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Umgangssprachlich und insbesondere in der Jugendsprache werden [[Präfix]]e wie &amp;#039;&amp;#039;sau-&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;affen-&amp;#039;&amp;#039;oder &amp;#039;&amp;#039;end-&amp;#039;&amp;#039; zur Steigerung der Ausdruckskraft verwendet. Zudem hat sich als feste Wendung die [[rhetorische Frage]] „Wie geil ist das denn [bitte]?“ eingebürgert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die positive sowie provokante Besetzung des Adjektivs &amp;#039;&amp;#039;geil&amp;#039;&amp;#039; und seine Popularität wurden von 2002 bis 2011 in einer umstrittenen [[Werbekampagne]] genutzt; siehe &amp;#039;&amp;#039;[[Geiz ist geil]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Duden-Bedeutungswörterbuch erklärt neben der meist abwertenden Bedeutung im Sinne von sexueller Begierde als Synonym für &amp;#039;&amp;#039;lüstern&amp;#039;&amp;#039; und der umgangs- und jugendsprachlichen Bedeutung als begeisterte Steigerung von &amp;#039;&amp;#039;gut&amp;#039;&amp;#039; und der botanischen Bedeutung (lang, aber wenig kräftig in die Höhe wachsender Trieb) &amp;#039;&amp;#039;geil&amp;#039;&amp;#039; in der Wendung &amp;#039;&amp;#039;auf etwas geil sein&amp;#039;&amp;#039;, was so viel bedeute wie „auf etwas versessen sein, etwas um jeden Preis haben wollen“. In diesem Sinne wird &amp;#039;&amp;#039;-geil&amp;#039;&amp;#039; auch oft als adjektivisches [[Pejorativsuffix]] verwendet (etwa in &amp;#039;&amp;#039;machtgeil&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;geldgeil&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;karrieregeil&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref&amp;gt;Duden Bedeutungswörterbuch, 3. Auflage, Dudenverlag, 2002.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Geil hat eine Bilderbuchkarriere hingelegt“, sagte der Linguist und Jugendsprachforscher [[Nils Bahro]] im Frühjahr 2024.&amp;lt;ref&amp;gt;Florentin Schumacher: Ein Wort verlieren. Gar nicht so einfach, das ewige „Geil“ aus seinem Leben zu verbannen, in: Die Zeit Nr. 12, 14. März 2024, S. 74.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* „Geilheit“ in Johann Heinrich Zedler, Carl Günther Ludovici: &amp;#039;&amp;#039;Grosses vollständiges Universal Lexicon aller Wissenschaften und Künste, welche bisshero durch menschlichen Verstand und Witz erfunden und verbessert worden,&amp;#039;&amp;#039; Band 10. 1735, [https://books.google.de/books?id=D_lfAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA639&amp;amp;dq=Geilheit&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwijs6fW1NXTAhVCiCwKHRacDMYQ6AEIPDAF#v=onepage&amp;amp;q=Geilheit&amp;amp;f=false Digitalisat (S.&amp;amp;nbsp;637–643)] vom Original: &amp;#039;&amp;#039;National Library of the Netherlands&amp;#039;&amp;#039; 5. Dez. 2014&lt;br /&gt;
* Christian von Wolff, Hasso Hofmann (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Vernünftige Gedanken von dem gesellschaftlichen Leben der Menschen und insonderheit dem gemeinen Wesen: „Deutsche Politik“.&amp;#039;&amp;#039; Band 13 von Bibliothek des deutschen Staatsdenkens. C.H.Beck 2004, ISBN 978-3-406-52264-2 ([https://books.google.de/books?id=GpyPYtpaqBcC&amp;amp;pg=PA78&amp;amp;dq=Geilheit&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwijs6fW1NXTAhVCiCwKHRacDMYQ6AEIJjAB#v=onepage&amp;amp;q=Geilheit&amp;amp;f=false Vorschau bei Google Books S. 78 ff.])&lt;br /&gt;
* Ingrid Schöll, Annette Kuhn, Jutta Dalhoff (Hrsg.), Uschi Frey (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Frauenmacht in der Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; Band 41 von Geschichtsdidaktik (1977): Studien, Materialien. Schwann, 1986&amp;lt;!-- Fundstellen: https://books.google.de/books?hl=de&amp;amp;id=zkgqAAAAYAAJ&amp;amp;dq=bibliogroup%3A%22Geschichtsdidaktik+%281977%29%3A+Studien%2C+Materialien%22&amp;amp;focus=searchwithinvolume&amp;amp;q=geilheit --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Ferdinand Fellmann: &amp;#039;&amp;#039;Der Liebes-Code: Schlüssel zur Polarität der Geschlechter.&amp;#039;&amp;#039; Kap. VI: Die Entdeckung der Geilheit, S. 159 ff. Parerga Verlag 2007, ISBN 978-3-937262-74-1&amp;lt;!-- Fundstelle: https://books.google.de/books?id=G5MSAQAAIAAJ&amp;amp;q=Geilheit&amp;amp;dq=Geilheit&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwivkPH_2NXTAhWIWSwKHftJAYI4HhDoAQgmMAE --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Ulrike Klöppel: &amp;#039;&amp;#039;XX0XY ungelöst: Hermaphroditismus, Sex und Gender in der deutschen Medizin. Eine historische Studie zur Intersexualität.&amp;#039;&amp;#039; transcript Verlag, 2015, ISBN 978-3-8394-1343-2. ([https://books.google.de/books?id=0O5KCgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA192&amp;amp;dq=Geilheit&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjqltm_19XTAhXDKJoKHadDCa44FBDoAQhDMAc#v=onepage&amp;amp;q=Geilheit&amp;amp;f=false Vorschau bei Google Books S. 191 ff.])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Motivation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emotion]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[en:Sexual arousal]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Diebu</name></author>
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