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	<title>Geigenbauer - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Geigenbauer&amp;diff=120923&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Alfred Kiefer: /* Frankreich */ Anpassung nach Verschiebung</title>
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		<updated>2025-12-06T19:17:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Frankreich: &lt;/span&gt; Anpassung nach Verschiebung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Geigenbauerwerkstatt.jpg|mini|Vogtländischer Geigenbauer]]&lt;br /&gt;
Der [[Beruf]] des &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Geigenbauers&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Geigenmachers&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; umfasst die Pflege, Wartung, Reparatur und Herstellung von [[Streichinstrument]]en, neben der [[Violine]] auch die [[Bratsche]], das [[Violoncello]], den [[Kontrabass]] und andere [[Viola da gamba|Instrumente der Gambenfamilie]]. [[Bogen (Streichinstrument)|Streichbögen]] werden in der Regel nicht vom Geigenbauer, sondern vom [[Bogen (Streichinstrument)|Bogenmacher]] hergestellt. Die Instandsetzung liegt jedoch meistens in der Hand des Geigenbauers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geigenbauer ist heute in [[Deutschland]] ein anerkannter Ausbildungsberuf nach der [[Handwerksordnung]]. Die Ausbildung des Geigenbauers erfolgt innerhalb einer dreijährigen Lehre bei einem [[Handwerksmeister|Geigenbaumeister]] oder in einer [[Berufsfachschule (Deutschland)|Berufsfachschule]] und schließt gewöhnlich mit der [[Gesellenprüfung (Deutschland)|Gesellenprüfung]] ab. Geigenbaugesellen können sich zum Handwerksmeister und zum Musikinstrumentenbau [[Bachelor|B.A.]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.fh-zwickau.de/aks/studium/musikinstrumentenbau-ba/ |titel=Musikinstrumentenbau B.A. auf Westsächsische Hochschule Zwickau |abruf=2019-12-16 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20190626103503/https://www.fh-zwickau.de/aks/studium/musikinstrumentenbau-ba/ |archiv-datum=2019-06-26 |offline=ja |archiv-bot=2023-05-09 10:44:14 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; qualifizieren. Der Beruf des Geigenbauers ist in Deutschland seit der Reform der [[Handwerksrechtsnovelle]] 2004 ein zulassungsfreies Handwerk und kann ohne [[Gesellenbrief|Gesellen-]] oder [[Meisterbrief]] ausgeübt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Geigenbau ist ein traditionsreicher Beruf. Zum Herstellen der Instrumente werden Handwerkstechniken genutzt, die jahrhundertealt sind. Der Bau umfasst rund 500&amp;amp;nbsp;Arbeitsgänge und dauert in der Regel bis zu drei Monate, bei besonders guten Instrumenten auch länger.&lt;br /&gt;
[[Datei:Workshop luthier.jpg|mini|Werkstatt einer Geigenbauerin in Cremona]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Varnishing a violin.jpg|mini|Geigenbauerin bei der Arbeit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Beruf ist eng mit dem [[Zupfinstrumentenbau]] verwandt. Streichinstrumente entstanden daher auch in den Werkstätten der [[Lautenbauer]]. Die heutige französische Bezeichnung für Geigenbauer, &amp;#039;&amp;#039;Luthier&amp;#039;&amp;#039;, geht auf den Lautenbau zurück. Die Hersteller von Streichinstrumenten wurden im deutschsprachigen Raum Geigenbauer genannt, da Geige der Oberbegriff für diverse Streichinstrumente war. Geigenbauer stellten vereinzelt aber auch Zupfinstrumente, wie [[Laute]]n, [[Mandoline]]n, [[Harfe]]n, [[Gitarre]]n sowie [[Drehleier]]n her. Klare Abgrenzungen zwischen den Instrumentenbauern wurden später und regional durch Berufsverbände geschaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den ersten berühmten Geigenbauern zählen [[Andrea Amati]] und [[Antonio Stradivari]] sowie [[Gasparo da Salò]]. Der im norditalienischen [[Cremona]] lebende Amati erhielt einen Auftrag vom französischen König über den Bau von [[Streichinstrument]]en, darunter auch die damals neue Violinengattung. Da Salò baute in [[Brescia]] vorwiegend Violinen, Bratschen und Streichbässe. Besonders begehrt sind heute seine Bratschen. Diese haben zwar zum großen Teil eine beträchtliche Korpuslänge, eignen sich aber im Konzertbetrieb als Soloinstrumente. Er begründete eine eigenständige Geigenbautradition in Brescia. Sein bedeutendster Schüler war [[Giovanni Paolo Maggini]], der die Werkstatt nach dessen Tod übernahm. Als einziger bekannter Mitarbeiter und Schüler von Maggini gilt [[Valentino Siani]], der bis circa 1620 bei Maggini arbeitete. Valentino Siani zog circa 1621 nach [[Florenz]] und gilt dort als Begründer des Florentiner Geigenbaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geigenbauzentren ==&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste bedeutender Geigenbauer}}&lt;br /&gt;
=== Sachsen ===&lt;br /&gt;
* [[Dresden]]&lt;br /&gt;
* [[Leipzig]]&lt;br /&gt;
* [[Markneukirchen]]&lt;br /&gt;
* [[Klingenthal]]&lt;br /&gt;
** [[Berufliches Schulzentrum Vogtland|Berufs- und Berufsfachschule Vogtländischer Musikinstrumentenbau Klingenthal]]&lt;br /&gt;
* [[Musikwinkel|Der Musikwinkel im Vogtland]]&lt;br /&gt;
** {{Siehe auch|Geschichte des Geigenbaus in Klingenthal|titel1=Geigenbauer in Klingenthal}}&lt;br /&gt;
* [[Randeck (Mulda)|Randeck]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Süddeutscher Raum ===&lt;br /&gt;
* [[Bubenreuth]], das Zentrum des fränkischen Streich- und Zupfinstrumentenbaus, deren Instrumentenbauer vor der [[Vertreibung der Deutschen aus der Tschechoslowakei]] in [[Luby|Schönbach]] in Böhmen ansässig waren.&lt;br /&gt;
* [[Füssen]]&lt;br /&gt;
** In der europäischen Musikgeschichte erlangte das Füssener Land durch seine [[Lauten- und Geigenbau in Füssen|Lauten- und Geigenmacher]] herausragende Bedeutung. Füssen gilt heute in der musikwissenschaftlichen Forschung als die Wiege des gewerbsmäßig betriebenen Lautenbaus in Europa. Hunderte Namen von Lautenmachern und Geigenbauern aus dem Füssener Kulturraum sind zwischen 1436, der ersten archivalischen Nennung, und 1866, dem Tod des letzten Füssener Geigenmachers Joseph Alois [[Stoß (Geigenbauer)|Stoß]], bekannt.&lt;br /&gt;
* [[Mittenwald]]&lt;br /&gt;
** [[Matthias Klotz (Geigenbauer)|Matthias Klotz]], als erster einer Dynastie von 36&amp;amp;nbsp;Geigenbauern&lt;br /&gt;
** [[Georg Klotz (Geigenbauer)|Georg Klotz]], Sohn des Matthias Klotz&lt;br /&gt;
** [[Sebastian Klotz (Geigenbauer)|Sebastian Klotz]], Sohn des Matthias Klotz&lt;br /&gt;
** [[Aegidius Klotz]], Sohn des Sebastian Klotz&lt;br /&gt;
** Karl Roy (1933–2013), Geigenbaumeister in Mittenwald, Streichinstrumente, Lauten, [[Theorbe]]n u.&amp;amp;nbsp;a.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Erich Valentin (Musikwissenschaftler)|Erich Valentin]]: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Musikinstrumentenkunde.&amp;#039;&amp;#039; Gustav Bosse, Regensburg 1954, S. 455 ff. (&amp;#039;&amp;#039;Instrumentenbauer&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** [[Staatliche Berufsfachschule für Musikinstrumentenbau]]&lt;br /&gt;
* [[Nürnberg]]&lt;br /&gt;
** [[Leopold Widhalm]]&lt;br /&gt;
* [[Schwarzwald]]&lt;br /&gt;
** [[Simon Straub]]&lt;br /&gt;
** [[Johann Georg Straub]] (* [[31. März]] [[1798]] in [[Rötenbach (Friedenweiler)|Rötenbach]]; † [[17. Mai]] [[1854]] ebenda&amp;lt;ref&amp;gt;Kurt Hodapp: [https://freidok.uni-freiburg.de/data/1447 &amp;#039;&amp;#039;Geigenmacher im Hochschwarzwald&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 19,5 MB).  Waldshut-Tiengen 2004. Hier S. 80.&amp;lt;/ref&amp;gt;), auch bekannt als &amp;#039;&amp;#039;Geigenhans&amp;#039;&amp;#039;, war ein deutscher Geigenbauer und Geiger aus dem Schwarzwald. Er war in 8. Generation Mitglied der Geigenbauerfamilie Straub und einer ihrer letzten Vertreter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Österreich ===&lt;br /&gt;
* [[Salzburg]]&lt;br /&gt;
** [[Marcell Pichler]] arbeitete zunächst in Hallein bei Salzburg, später in der Stadt Salzburg.&lt;br /&gt;
** [[Johann Schorn (Geigenbauer)|Johann Schorn]] gilt als Erfinder der [[Viola d’amore]]. Arbeitete im Stil von Jakob Stainer und Matthias Alban. Wenige, jedoch sehr qualitätvolle Instrumente sind erhalten.&lt;br /&gt;
** [[Andreas Ferdinand Mayr]], wenige, jedoch sehr qualitätvolle Instrumente sind erhalten.&lt;br /&gt;
* [[Tirol (Bundesland)|Tirol]]&lt;br /&gt;
** [[Jakob Stainer]] aus [[Absam]], dessen Instrumente bis um 1800 wertvoller waren als die italienischen. Im 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert wurden bei der „Anpassung“ der Stainergeigen an das Klangideal der Romantik viele Geigen Stainers unwiederbringlich zerstört.&lt;br /&gt;
* [[Wien]]&lt;br /&gt;
** In Wien sind Lauten- und Geigenmacher bereits seit dem 15.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert nachweisbar. Der [[Wiener Geigenbau]] erlebte seine Blüte mit dem Aufstieg der Stadt zum politischen und kulturellen Zentrum der Monarchie am Anfang des 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts. Während im 17. und 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert vor allem die aus Füssen zugewanderten Geigenbauer dominierten, war der Wiener Geigenbau des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts in stilistischer Hinsicht durch eine enge Verbindung mit der Prager und Budapester Geigenbauschule gekennzeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schweiz ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Geigenbauschule Brienz 2023.JPG|mini|Die [[Geigenbauschule Brienz]] im [[Berner Oberland]]]]&lt;br /&gt;
In der Schweiz besteht ein traditionelles Zentrum für Streichinstrumentenbau im [[Berner Oberland]]. Maßgeblich dabei engagiert ist die [[Geigenbauschule Brienz]], die einzige Schule ihrer Art und Ausrichtung in der Schweiz. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Ausstellung im Erdgeschoss dokumentiert die Geschichte der Geige und der Streichinstrumente in der Schweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== England ===&lt;br /&gt;
* die Familie Hill&lt;br /&gt;
* Die 1972 gegründete Newark School of Violin Making bei [[Nottingham]] zählt zu den bekannten Instrumentenbauschulen. Sie ist Lehrstätte für rund 100&amp;amp;nbsp;Schüler aus aller Welt. Ihr offenes, modernes Konzept verbindet die jahrhundertealte Tradition des Geigenbaus mit neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen auf den Gebieten der Akustik und Materialkunde. Ihre Lehrer sind allesamt zugleich auch Geigenbauer oder -restauratoren, so dass ein enger Praxisbezug die Unterrichtsatmosphäre prägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Italien ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Cremonascola.jpg|mini|hochkant=2|Bedeutende Geigenbauer in Cremona (der „Stammvater“ [[Andrea Amati]] steht unten, die jüngeren Vertreter weiter oben)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das wichtigste historische Zentrum des italienischen Geigenbaus ist [[Cremona]]. Dort wurden ab etwa 1550 zwei Jahrhunderte lang Violinen höchster Güte gebaut. In Cremona wirkten in dieser Zeit (chronologisch geordnet):&lt;br /&gt;
* die Familie [[Amati (Geigenbauer)|Amati]]&lt;br /&gt;
* die Familie [[Guarneri (Familie)|Guarneri]], darunter [[Guarneri del Gesù]]&lt;br /&gt;
* die Familie Ruggeri, darunter [[Francesco Ruggeri]]&lt;br /&gt;
* [[Antonio Stradivari]]&lt;br /&gt;
* [[Carlo Bergonzi (Geigenbauer)|Carlo Bergonzi]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1750 gab es in Cremona noch einzelne Meister wie [[Lorenzo Storioni]] und [[Giovanni Battista Ceruti]], ansonsten verfiel die Tradition des hochwertigen Geigenbaus. Ab etwa 1950 wurde Cremona jedoch wieder ein bedeutendes Zentrum des Geigenbaus.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.corilon.com/bibliothek/meister-portraits/zeitgenoessische-geigenbauer-in-cremona &amp;#039;&amp;#039;Zeitgenössische Geigenbauer in Cremona&amp;#039;&amp;#039;] corilon.com&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[traditionelle Geigenbaukunst in Cremona]] zählt seit 2012 offiziell zum [[Immaterielles Kulturerbe|immateriellen Kulturerbe]] Italiens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere historische Geigenbauer (Auswahl), geordnet nach Wirkungsorten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bozen]]:&lt;br /&gt;
* [[Matthias Alban]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Brescia]]:&lt;br /&gt;
* [[Gasparo da Salò]]&lt;br /&gt;
* [[Giovanni Paolo Maggini]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Florenz]]:&lt;br /&gt;
* [[Valentino Siani]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Mailand]]:&lt;br /&gt;
* [[Carlo Giuseppe Testore]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Mantua]]:&lt;br /&gt;
* [[Tommaso Balestrieri]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Neapel]]:&lt;br /&gt;
* die Familie [[Gagliano (Geigenbauer)|Gagliano]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Turin]]:&lt;br /&gt;
* [[Giovanni Battista Guadagnini]] (er wirkte zuerst in [[Piacenza]], Mailand und [[Parma]], zuletzt in Turin)&lt;br /&gt;
* [[Giovanni Francesco Pressenda]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Venedig]]:&lt;br /&gt;
* [[Matteo Goffriller]]&lt;br /&gt;
* [[Domenico Montagnana]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schweiz ===&lt;br /&gt;
In der Schweiz existiert eine Geigenbauschule, die in [[Brienz BE|Brienz]] im Kanton Bern liegt und mit ihren 12 Ausbildungsplätzen jährlich drei Instrumentenbauer während vier Jahren ausbildet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.geigenbauschule.ch/ Geigenbauschule Brienz], abgerufen am 4. September 2025&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frankreich ===&lt;br /&gt;
In Frankreich kommen zahlreiche Geigenbauer aus Lothringen, vor allem aus der Gegend um [[Mirecourt]] und [[Nancy]], sowie aus Paris. Die Familie Vuillaume aus Mirecourt stellte zahlreiche Geigenbauer, der berühmteste Sohn der Familie war [[Jean-Baptiste Vuillaume]]. Mirecourt ist besonders bekannt für seine hervorragende Herstellung von [[Bogen (Streichinstrument)|Streichbögen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Niederlande ===&lt;br /&gt;
Zentrum des niederländischen Geigenbaus war hauptsächlich Amsterdam&lt;br /&gt;
* [[Hendrik Jacobs]]&lt;br /&gt;
* [[Pieter Rombouts]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tschechien ===&lt;br /&gt;
* [[Jan Kulík]] in [[Prag]]&lt;br /&gt;
* Die Familie Vávra, insbesondere [[Karel Vávra]]&lt;br /&gt;
* [[Přemysl Otakar Špidlen]]&lt;br /&gt;
* [[Josef Bohumil Herclík]]&lt;br /&gt;
* [[Ladislav Prokop]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Japan ===&lt;br /&gt;
* [[Masakichi Suzuki]]&lt;br /&gt;
* [[Soroku Murata]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arbeiten eines Geigenbauers ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Violine}}&lt;br /&gt;
=== Materialauswahl ===&lt;br /&gt;
Die [[Decke (Saiteninstrument)|Decke]] wird aus dem Holz der [[Gemeine Fichte|Fichte]] hergestellt. Der sonstige Korpus wird meist aus [[Ahorn]] gefertigt. Griffbrett, Wirbel und Saitenhalter werden aus [[Ebenholz]] oder seltener aus anderen Harthölzern wie [[Buchsbaum]] und [[Palisander]] hergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Materialqualität des Holzes und seine Feuchtigkeit spielen für den späteren Klang und die Stabilität des Instruments eine große Rolle. Die Holzbeschaffung, Lagerung und Materialauswahl sind daher grundlegende Aufgaben eines Geigenbauers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herstellung eines Streichinstruments ===&lt;br /&gt;
[[Datei:A luthier at work on a violin 02.jpg|mini|Ein Geigenbauer arbeitet am Boden einer Geige. Er benutzt [[Fingerhobel]], um den Boden auf die gewünschten Dicke zu reduzieren.]]&lt;br /&gt;
Wenn ein Geigenbauer beginnt, ein neues Instrument zu bauen, steht er zunächst vor der Modellfrage. So kann er entweder ältere Modelle kopieren oder in Anlehnung an diese neue Instrumente entwickeln oder aber ganz neue Entwürfe anfertigen. Neukonstruktionen sind im Streichinstrumentenbau allerdings kaum gebräuchlich, meistens hält man sich an die Maße der großen Meister. Vor allem Stradivari, Amati und Guarneri haben in dieser Hinsicht die Maßstäbe gesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst wird die Geigeninnenform und [[Schablone]]n für [[Boden (Instrumentenbau)|Boden]]- und Deckenumriss sowie die Halsschablone hergestellt, danach werden Boden und Decke gefugt, gewölbt und umschnitten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Fingerhoevle.jpg|mini|links|[[Fingerhobel]] verschiedener Stärke zur Bearbeitung des Holzes]]&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu Decke und Boden werden die Zargen, die zusammen mit den vier Eckklötzen sowie dem Ober- und Unterklotz den Zargenkranz bilden, zunächst als plane Streifen auf die richtige Stärke gehobelt. Danach erfolgt mit Dampf und Druck auf einem speziell dafür geformten [[Biegeeisen]] ihre Biegung in die richtige Form. Die Klötze, an denen die Zargen festgeleimt sind, dienen als Gerüst. In den Oberklotz wird später der Hals eingelassen und geleimt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf den Boden werden nun die [[Zarge (Musikinstrument)|Zargenteile]] [[Schachtel (Musikinstrumentenbau)|aufgeschachtelt]], und nach Einschneiden der [[F-Loch|F-Löcher]] und Einleimen des [[Bassbalken]]s in die [[Decke (Saiteninstrument)|Decke]] wird diese auf die Zargen geleimt. Der [[Resonanzkörper|Korpus]] ist fertig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevor der [[Hals (Musikinstrument)|Hals]] in den Korpus eingepasst werden kann, wird eine [[Schnecke (Musik)|Schnecke]] geschnitzt. Der nun folgende Arbeitsgang des [[Lack]]ierens wird auch im Artikel [[Geigenlack]] behandelt. Jedoch wird meist mit Lack auf Spiritusbasis oder Lack auf Ölbasis gearbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Auf[[leim]]en des [[Griffbrett]]es wird die Arbeit vollendet: Die [[Wirbel (Musikinstrumentenbau)|Wirbel]] werden eingepasst, das Instrument wird poliert, der [[Steg (Saiteninstrument)|Steg]] aufgeschnitten, der [[Stimmstock]] gesetzt und schließlich die [[Saite]]n aufgezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meist wird beim Verleimen Haut-, Knochen- oder [[Hasenleim]] verwendet.&lt;br /&gt;
{{siehe auch|Stimmsetzer}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Arbeiten ===&lt;br /&gt;
* [[Restaurierung]], Verbesserung und [[Konservierung]] von [[Streichinstrument]]en&lt;br /&gt;
Die Restaurierung von Streichinstrumenten bewegt sich immer in einem Spannungsfeld, da einerseits möglichst der originale Zustand und die originale Substanz der Instrumente konserviert werden soll, andererseits das Instrument möglichst leistungsfähig im Bezug auf den Klang wiederherzustellen ist.&lt;br /&gt;
* [[Reparatur]] und [[Wartung]] von Streichinstrumenten&lt;br /&gt;
Die Instrumente der Geigenfamilie sind aufgrund ihrer Bauart sehr reparaturfreudig, d.&amp;amp;nbsp;h., sie können fast immer ohne Beschädigung geöffnet, instand gesetzt und wieder geschlossen werden. Die Reparatur bezieht sich oft auf Spannungsrisse und Unfallschäden. Die Wartung bezieht sich überwiegend auf Wirbel, Stimme, Steg, Lack und Bogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Musikinstrumentenbau]]&lt;br /&gt;
* [[Geigenbauschule (Ausbildung)]]&lt;br /&gt;
* [[Geigenzettel]]&lt;br /&gt;
* [[Reibahle (Geigenbau)]]&lt;br /&gt;
* [[Verband Deutscher Geigenbauer und Bogenmacher]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Leo von Lütgendorff]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; 2&amp;amp;nbsp;Bände. Heinrich Keller, Frankfurt am Main 1904 ([https://archive.org/details/bub_gb_cWCqAAAAIAAJ/page/n3/mode/2up?view=theater Digitalisat])&lt;br /&gt;
** dritte erweiterte Auflage 1922 ([https://archive.org/details/diegeigenundlaut02lt/page/n5/mode/2up online])&lt;br /&gt;
** unveränderter Nachdruck der 6., durchgesehenen Auflage. Schneider, Tutzing 1975, ISBN 3-795-20061-X. Mit einem Ergänzungsband von Thomas Drescher, 1990, ISBN 3-795-20616-2.&lt;br /&gt;
* [[Otto Möckel]]: &amp;#039;&amp;#039;Geigenbaukunst.&amp;#039;&amp;#039; 8.&amp;amp;nbsp;Auflage. Nikol Verlagsgesellschaft, 2005, ISBN 3937872094.&lt;br /&gt;
* Barbara Gschaider: &amp;#039;&amp;#039;Geheimnisse aus der Geigenbau-Werkstatt – Vom Holz zum Meisterinstrument.&amp;#039;&amp;#039; PPV Medien, Bergkirchen 2016, ISBN 978-3-95512-120-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Luthiers|Geigenbauer}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Geigenbauer}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4156341-4}}&lt;br /&gt;
* [http://www.geigen.ch/de/geschichte_der_violine.htm Geschichte der Streichinstrumente&amp;amp;nbsp;– Überblick über Geschichte, Entstehung und Bau der Violine]&lt;br /&gt;
* [http://www.archive.org/details/diegeigenundlaut02lt Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4156341-4}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musikberuf (Instrumentenbau)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Holzberuf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geigenbauer| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Alfred Kiefer</name></author>
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