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	<title>Gehren - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gehren&amp;diff=355056&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Rubikon79: /* Personen mit Bezug zum Ort */ Udo Kier entfernt, da keine Relevanz für Gehren erkennbar, siehe Diskussion:Gehren#Eintrag von Udo Kier unter Persönlichkeiten</title>
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		<updated>2025-12-06T08:38:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Personen mit Bezug zum Ort: &lt;/span&gt; &lt;a href=&quot;/index.php/Udo_Kier&quot; title=&quot;Udo Kier&quot;&gt;Udo Kier&lt;/a&gt; entfernt, da keine Relevanz für Gehren erkennbar, siehe &lt;a href=&quot;/index.php?title=Diskussion:Gehren&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Diskussion:Gehren (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Diskussion:Gehren#Eintrag von Udo Kier unter Persönlichkeiten&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschäftigt sich mit dem Ortsteil der Stadt Ilmenau in Thüringen. Für weitere Orte gleichen Namens siehe [[Gehren (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Ortsteil               = Gehren&lt;br /&gt;
| Alternativname         = &lt;br /&gt;
| Gemeindeart            = Stadt&lt;br /&gt;
| Gemeindename           = Ilmenau&lt;br /&gt;
| Alternativanzeige-Gemeindename = &lt;br /&gt;
| Ortswappen             = Wappen Gehren.png&lt;br /&gt;
| Ortswappen-Beschreibung= &lt;br /&gt;
| Breitengrad            = 50/38/55/N&lt;br /&gt;
| Längengrad             = 11/00/12/E&lt;br /&gt;
| Nebenbox               = &lt;br /&gt;
| Bundesland             = DE-TH&lt;br /&gt;
| Höhe-Präfix            = &lt;br /&gt;
| Höhe                   = 475&lt;br /&gt;
| Höhe-von               = &lt;br /&gt;
| Höhe-bis               = &lt;br /&gt;
| Höhe-Bezug             = &lt;br /&gt;
| Fläche                 = 43.79&lt;br /&gt;
| Fläche-Quelle          = &lt;br /&gt;
| Einwohner              = 2973&lt;br /&gt;
|Einwohner-Stand-Datum   = 2022-12-31&lt;br /&gt;
|Einwohner-Quelle        = &amp;lt;ref name=&amp;quot;ew_2019&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ilmenau.de/de/unsere-stadt/stadt-und-ortsteilinfos/statistiken/einwohnerstatistik/ |titel=Einwohnerstatistik / Ilmenau – Goethe- und Universitätsstadt |hrsg=Stadt Ilmenau |abruf=2023-01-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum    = 2018-07-06&lt;br /&gt;
| Eingemeindet-nach      = &lt;br /&gt;
| Postleitzahl1          = 98694&lt;br /&gt;
| Postleitzahl2          = &lt;br /&gt;
| Vorwahl1               = 036783&lt;br /&gt;
| Vorwahl2               = &lt;br /&gt;
| Lagekarte              = Stadtteile Ilmenau.png&lt;br /&gt;
| Lagekarte-Beschreibung = Lage von Gehren im Stadtgebiet von Ilmenau&lt;br /&gt;
| Poskarte               = &lt;br /&gt;
| Bild                   = &lt;br /&gt;
| Bild-Beschreibung      = &lt;br /&gt;
| Bilderwunsch           = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gehren + Oster-Oratorium.webm|mini|Bilder von Gehren und Musik von Bach: ein ganz kurzes Videoporträt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gehren&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Ortsteil der Stadt [[Ilmenau]] im [[Ilm-Kreis]] in [[Thüringen]]. Er liegt etwa acht Kilometer östlich von Ilmenau im Tal der [[Wohlrose]] zwischen dem [[Thüringer Wald]] im Südwesten und dem das [[Thüringer Schiefergebirge]] einleitenden [[Langer Berg (Thüringer Schiefergebirge)|Langen Berg]] im Südosten. Heute ist Gehren der Sitz der Landeswaldarbeiterschule Thüringens, an der Förster ausgebildet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gehren war bereits seit dem Mittelalter Amtssitz. Von dort aus wurde der südöstliche Teil des heutigen Ilm-Kreises um die Orte [[Langewiesen]], Gehren und [[Großbreitenbach]] verwaltet, der einst zur [[Schwarzburg-Sondershäuser Oberherrschaft]] gehörte. Verwaltungssitz war das 1997 abgerissene Amtshaus. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts setzte in Gehren die Industrialisierung ein und einige größere Fabriken, wie z.&amp;amp;nbsp;B. das Sägewerk am Bahnhof entstanden und der Ort entwickelte sich zur Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
Gehren liegt am Nordostrand des [[Thüringer Wald]]es etwa acht Kilometer östlich von [[Ilmenau]]. Südöstlich der Stadt beginnt bereits das [[Thüringer Schiefergebirge]], während sich nördlich die Hügel des Paulinzellaer Buntsandsteinlandes erstrecken. Gehren liegt an der Mündung der [[Schobse]] in die [[Wohlrose]], einem Nebenfluss der [[Ilm (Saale)|Ilm]]. Zudem verläuft als westliche Grenze zu [[Langewiesen]] die [[Lohme (Ilm)|Lohme]]. Nördlich Gehrens zwischen der Ilm und der Wohlrose erstreckt sich eine ebene Heidefläche, in der das [[Gehrener Feuchtgebiet]], eines der größten natürlichen Feuchtgebiete im Bereich des Thüringer Waldes liegt. Nahe an Gehren liegen hierbei der Heideteich und die Löschwasserteiche, etwas weiter nördlich der Seerosenteich und nordöstlich der Stadt die Zweizapfenteiche und die Sorger Teiche. Das Feuchtgebiet liegt in etwa 450 Metern Höhe und steht unter [[Naturschutz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während nördlich Gehrens kaum Erhebungen in der Gemarkung liegen, ist der Süden der Fläche durch Mittelgebirge geprägt. Westlich Gehrens liegt der [[Großer Tragberg|Große Tragberg]] (588&amp;amp;nbsp;m), südlich auf der anderen Seite der Lohme der Hexenstein (659&amp;amp;nbsp;m), noch weiter südlich nach dem Tal der Schobse der Brandkopf (727&amp;amp;nbsp;m) und weiter Richtung Thüringer Wald der Steinberg (758&amp;amp;nbsp;m) als höchster Punkt der Stadtgemarkung. Nach dem Tal der Wohlrose folgt südlich des Ortes bereits in der [[Möhrenbach]]er Gemarkung der Silberberg (771&amp;amp;nbsp;m), der namensgebend für den [[Tunnel Silberberg]] ist. Von Gehren nach Süden erstreckt sich ein weites Tal nach Möhrenbach. Südöstlich Gehrens liegt das Massiv des [[Langer Berg (Thüringer Schiefergebirge)|Langer Berges]], der den Übergang zum Thüringer Schiefergebirge markiert und 808 Meter hoch ist. Er ist auch der Namensgeber der Gehrener Verwaltungsgemeinschaft. Östlich von Gehren liegt ein leicht zu durchquerender Übergang nach [[Königsee]] vom Einzugsgebiet der Ilm zum Einzugsgebiet der [[Saale]], über den schon seit früher Zeit Handelswege verliefen. Heute nimmt die [[Bundesstraße 88]] diese Route.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Norden, der Südwesten und der Südosten der Gemarkung sind bewaldet, dazwischen befinden sich entlang der Täler Feuchtwiesen und Weideflächen mit offener Landschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geologisch liegt Gehren am Schnittpunkt dreier Regionen und in einer [[Störung (Geologie)|Störungszone]], sodass sich ein vielfältiges geologisches Profil ergibt. Nach Südwesten liegt der Thüringer Wald ([[Porphyr]]), nach Norden das Paulinzellaer [[Buntsandstein]]-Hügelland und nach Südosten das Thüringer Schiefergebirge ([[Schiefer]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der ursprüngliche Ortskern recht bescheidene Ausmaße hatte, dehnte sich Gehren ab dem 19. Jahrhundert vor allem nach Nordosten aus, da hier die Bahnlinie verlief und genügend ebene Flächen zur Ansiedlung von größeren Fabriken bereitstanden. Später entstanden auch im Westen und im Südosten Wohnviertel. Auch entlang der Täler der Schobse und Wohlrose nach Südwesten und Süden dehnte sich die Stadt aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Wasserburg Gehren wurde bereits 1118 als stabiler Verteidigungskomplex erwähnt. Im 14. Jahrhundert war sie im Besitz der Herren von Berlstedt und gelangte 1464 an die Grafen von Schwarzburg-Sondershausen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Stadtrecht GehLaGro 1855.jpg|mini|hochkant|links|Stadtrechts-Urkunde von 1855]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schieferhaus Gehren.JPG|mini|Haus mit klassischer Schieferverkleidung, typisch für Gehren]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Rathaus Gehren.JPG|mini|Rathaus (vor der Sanierung)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Rathaus Gehren 2009.JPG|mini|Rathaus (nach der Sanierung)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Forstschule Gehren.JPG|mini|Forstliches Bildungszentrum]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Holzwerk Gehren.JPG|mini|Holzwerk (altes Fabrikgebäude)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bachdenkmal Gehren.JPG|mini|Denkmal zu Ehren von Johann Michael Bach]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste urkundliche Erwähnung Gehrens stammt aus dem Jahr 1299.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Städte und Wappen der DDR&amp;#039;&amp;#039;, VEB Bibliographisches Institut, Leipzig 1984&amp;lt;/ref&amp;gt; Verschiedene Quellen sprechen auch von einer Ersterwähnung im Jahr 1105, auf deren Basis auch die im Jahr 1955 durchgeführte 850-Jahr-Feier beruhte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.th.schule.de/ik/rstmge/gehren.html | wayback=20080211101116 | text=Aus der Chronik Gehrens auf www.th.schule.de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Name leitet sich von &amp;#039;&amp;#039;Gern&amp;#039;&amp;#039; für dreieckiges Flurstück ab. Damit könnte das von [[Schobse]] und [[Wohlrose]] eingeschlossene Flurstück gemeint sein. Der Ort entwickelte sich rings um den &amp;#039;&amp;#039;Wartturm&amp;#039;&amp;#039;, der zur Bewachung einer Handelsstraße diente. Mit der Sicherung dieser Handelsstraße wurde die Familie &amp;#039;&amp;#039;von Bernstedt&amp;#039;&amp;#039; aus [[Jesuborn]] belehnt. Sie durfte [[Tribut]] kassieren und diesen behalten. Lehnsherren waren die [[Gleichen (Grafengeschlecht)|Grafen von Gleichen]]. Später wurde aus dem Wartturm über mehrere Zwischenschritte das &amp;#039;&amp;#039;Gehrener Schloss&amp;#039;&amp;#039;, welches am 11. September 1933 abbrannte und nicht wieder aufgebaut wurde. Seine Ruinen sind heute noch im Schlosspark zu sehen. Diese Ruinen lassen immer noch die alte Bebauung der [[Wasserburg (Gebäude)|Wasserburg]] erkennen.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Bienert: &amp;#039;&amp;#039;Mittelalterliche Burgen in Thüringen.&amp;#039;&amp;#039; Wartberg Verlag, 2000, ISBN 3-86134-631-1, S. 125.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1399 erhielt Graf Günther XXVIII. von [[Grafschaft Schwarzburg|Schwarzburg]] das Amt Gehren als Lehen vom deutschen König [[Wenzel (HRR)|Wenzel]]. Schließlich kauften die Schwarzburger das Amt Gehren im Jahr 1464 für 300 [[Rheinischer Gulden|Rheinische Gulden]] von der Familie &amp;#039;&amp;#039;von Bernstedt&amp;#039;&amp;#039;. Bis zum Jahr 1599 folgten mehrere Verkäufe der Stadt. Seitdem war sie jedoch immer im Besitz der Schwarzburger. Im 15. Jahrhundert wurde die erste [[Eisenwerk|Eisenhütte]] Gehrens auf dem Günthersfeld errichtet, in der das in der Nähe geförderte Eisenerz verarbeitet wurde. Sie wurde im Laufe ihres Bestehens mehrfach vergrößert (u.&amp;amp;nbsp;a. kam im 18. Jh. der [[Hoher Ofen|Hohe Ofen]] hinzu) und diente zuletzt als [[Porzellan]]fabrik. Zu einem Aufstand der Gehrener Bauern kam es am 23. April 1525 im Rahmen des [[Deutscher Bauernkrieg|Bauernkrieges]]. Dabei waren sie u.&amp;amp;nbsp;a. auch an der Plünderung des [[Kloster Paulinzella|Klosters Paulinzella]] und an der Belagerung [[Stadtilm]]s beteiligt. Die [[Reformation]] wurde in Schwarzburg und damit auch in Gehren 1533 eingeführt. 1549 wird Gehren zum ersten Mal als [[Flecken (Ort)|Stadtflecken]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahren 1625 und 1635 wütete die [[Pest]] in Gehren und forderte insgesamt 318 Todesopfer. Zu Plünderungen kam es während des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]] im Mai 1640. Dabei wurden 34 Häuser niedergebrannt. Die Dorfbewohner flohen und lebten daraufhin für acht Wochen im Wald nahe der Stadt. Plünderungen – allerdings in geringerem Umfang – fanden auch 1756 während des [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieges]] statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 7. September 1749 wurden bei einem schweren Ortsbrand 90 Wohngebäude zerstört. Eine Seuchenepidemie kostete 1772 113 Bürger das Leben. Das Gehrener Schloss brannte 1796, jedoch hielten sich die Schäden im reparablen Bereich. Die [[Klassizismus|klassizistische]] Kirche Gehrens wurde 1834 eingeweiht. Ihre Baukosten beliefen sich auf 18.000 [[Taler]], ihr Turm ist 27 Meter hoch. Im selben Jahr wurde auch eine erste Zeitung für das Amt Gehren gegründet, das &amp;#039;&amp;#039;Gehrener Bezirksblatt&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im frühen 19. Jahrhundert herrschte in Gehren wirtschaftliche Not, was dazu führte, dass allein 1852 über 130 Menschen in die [[Vereinigte Staaten|USA]] auswanderten. Der Ort bekam 1855 die Stadtrechte verliehen. Nachdem die Stadt 1881 einen [[Bahnstrecke Ilmenau–Großbreitenbach|Bahnanschluss nach Ilmenau]] erhalten hatte, setzte rasch ein starkes Wachstum der Industrie ein. Im Jahr 1883 kaufte der [[Eisenach]]er Theodor Degenring das unrentabel gewordene Hüttenwerk auf dem Günthersfeld auf und baute es zu einer Porzellanfabrik um, in welcher zeitweise über 400 Mitarbeiter beschäftigt waren. 1885 wurde das Sägewerk gegründet. Dem bisher letzte Großbrand in der Geschichte der Stadt im Jahr 1899 fielen 22 Häuser zum Opfer. Gehren gehörte bis 1920 zur [[Schwarzburg-Sondershäuser Oberherrschaft|Oberherrschaft]] im Fürstentum bzw. Freistaat [[Schwarzburg-Sondershausen]], in dem es Amtssitz war. Zum Amt Gehren gehörten außer der Stadt noch die Orte [[Gräfinau-Angstedt|Angstedt]], [[Wümbach]], [[Langewiesen]], [[Oehrenstock]], [[Jesuborn]], [[Pennewitz]], [[Willmersdorf (Großbreitenbach)|Willmersdorf]], [[Gillersdorf]], [[Großbreitenbach]], [[Masserberg]], [[Oelze (Katzhütte)|Oelze]], [[Altenfeld (Großbreitenbach)|Altenfeld]], [[Möhrenbach]] sowie die nördlich des [[Rennsteig]]s gelegenen Teile von [[Neustadt am Rennsteig|Neustadt]]. 1922 wurde der [[Landkreis Arnstadt]] gegründet, zu dem das gesamte Amtsgebiet mit Ausnahme Katzhüttes gehörte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] mussten 200 Frauen und Männer vorwiegend aus der [[Sowjetunion]] [[Zwangsarbeit]] verrichten: im &amp;#039;&amp;#039;Sägewerk Th. Kirsch &amp;amp; Söhne&amp;#039;&amp;#039;, in der &amp;#039;&amp;#039;Porzellanfabrik Günthersfeld&amp;#039;&amp;#039;, in der Firma &amp;#039;&amp;#039;Vorbrüggen &amp;amp; Co.&amp;#039;&amp;#039;, in der &amp;#039;&amp;#039;Lack- und Farbenfabrik Wiesel&amp;#039;&amp;#039; und im &amp;#039;&amp;#039;Glashüttenwerk Wiegand &amp;amp; Schmidt&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Thüringer Verband der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten und Studienkreis deutscher Widerstand 1933–1945 (Hg.): Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933–1945, Reihe: Heimatgeschichtliche Wegweiser Band 8 Thüringen, Erfurt 2003, S. 141, ISBN 3-88864-343-0&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1952 wurde aus dem südlichen Teil des Kreises Arnstadt, zu dem Gehren dann gehörte, der [[Kreis Ilmenau]] gebildet. 1953 war Gehren der erste Ort des Kreises Ilmenau, in dem eine [[Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft|LPG]] gegründet wurde. 1994 ging der Kreis Ilmenau im [[Ilm-Kreis]] auf. Im selben Jahr wurde die [[Verwaltungsgemeinschaft Langer Berg]] gegründet, die ihren Sitz in Gehren hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 1. Juli 1950 gehörte das ein Kilometer östlich gelegene Dorf [[Jesuborn]] zur Stadt Gehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 31. Dezember 2013 wurde die Nachbargemeinde [[Möhrenbach]] eingemeindet und somit die [[Landgemeinde (Thüringen)|Landgemeinde]] Gehren gebildet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.destatis.de/DE/Themen/Laender-Regionen/Regionales/Gemeindeverzeichnis/Namens-Grenz-Aenderung/2013.html StBA: Gebietsänderungen vom 01. Januar bis 31. Dezember 2013]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Landesregierung sprach sich erst für eine Fusion mit der Verwaltungsgemeinschaft Großbreitenbach aus, was der Stadtrat aber ablehnte.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.thueringer-allgemeine.de/leben/vermischtes/article223791739/Regierung-folgt-Ruf-aus-Gehren.html Regierung folgt Ruf aus Gehren]&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 6. Juli 2018 wurden die Verwaltungsgemeinschaft Langer Berg und die Landgemeinde Gehren aufgelöst und mit weiteren Gemeinden in die Stadt Ilmenau eingemeindet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.parldok.thueringen.de/ParlDok/dokument/67667/gesetz_und_verordnungsblatt_nr_07_2018.pdf Thüringer Gesetz- und Verordnungsblatt Nr.7 2018 vom 5. Juli 2018], aufgerufen am 6. Juli 2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohnerentwicklung ===&lt;br /&gt;
Werte ab 1994: Daten jeweils zum 31. Dezember des Jahres; Quelle: TLS&amp;lt;ref&amp;gt;[https://statistik.thueringen.de/datenbank/TabAnzeige.asp?GGglied=1&amp;amp;GGTabelle=lk&amp;amp;GGTabelle=gem&amp;amp;GGTabelle=erf&amp;amp;GGTabelle=vg&amp;amp;tabelle=gg000102%7C%7CBev%F6lkerung+der+Gemeinden%2C+erf%FCllenden+Gemeinden+und+Verwaltungsgemeinschaften+nach+Geschlecht&amp;amp;startpage=70&amp;amp;csv=&amp;amp;richtung=&amp;amp;sortiere=&amp;amp;vorspalte=0&amp;amp;tit2=&amp;amp;TIS=&amp;amp;SZDT=&amp;amp;anzahlH=-2&amp;amp;fontgr=12&amp;amp;mkro=&amp;amp;AnzeigeAuswahl=&amp;amp;XLS=&amp;amp;auswahlNr=&amp;amp;felder=0&amp;amp;felder=1&amp;amp;felder=2&amp;amp;zeit=2017%7C%7Cs1|| Bevölkerung der Gemeinden, erfüllenden Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften nach Geschlecht in Thüringen]. (html), abgerufen am 11. August 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
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|- bgcolor=&amp;quot;#FFDEAD&amp;quot;&lt;br /&gt;
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| align=&amp;quot;center&amp;quot; | 2973&amp;lt;ref name=&amp;quot;ew_2019&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FNZ|1|Eingemeindung Möhrenbach&amp;lt;ref&amp;gt;Thüringer Landesamt für Statistik (TLS): [https://statistik.thueringen.de/datenbank/gebiet3.asp?anzahlH10=-2&amp;amp;nr=70018|| Gebietsveränderungen:  Gemeinde   70018 Gehren, Stadt]. (html), abgerufen am 12. August 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
{{FNZ|2|Eingliederung in die Stadt Ilmenau&amp;lt;ref&amp;gt;Thüringer Landesamt für Statistik (TLS): [https://statistik.thueringen.de/datenbank/gebiet3.asp?anzahlH10=-1&amp;amp;nr=70029|| Gebietsveränderungen:  Gemeinde   70029 Ilmenau, Stadt]. (html), abgerufen am 12. August 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt;, Einwohner ohne die Ortsteile Jesuborn und Möhrenbach}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;timeline&amp;gt;&lt;br /&gt;
Colors =&lt;br /&gt;
  id:hellgrau    value:gray(0.7)&lt;br /&gt;
  id:dunkelgrau  value:gray(0.9)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ImageSize = width:600 height:auto barincrement:25&lt;br /&gt;
PlotArea = left:40 right:20 bottom:25 top:10&lt;br /&gt;
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DateFormat = yyyy&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
PlotData=&lt;br /&gt;
  color:lightorange width:20 shift:(20,-4) fontsize:S&lt;br /&gt;
  bar:1994 from:start till:4049 text:&amp;quot;4049&amp;quot;&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
=== Ortsteilrat ===&lt;br /&gt;
Der Ortsteilrat für Gehren wurde erstmals zu den [[Kommunalwahlen in Thüringen 2019|Kommunalwahlen in Thüringen]] am 26. Mai 2019 gewählt. Zuvor hatten seit der Eingemeindung nach Ilmenau die ehemaligen Mitglieder des Stadtrates von Gehren als Ortsteilräte fungiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Ortsteilrat gehören 10 Mitglieder sowie der Ortsteilbürgermeister an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Stadtverwaltung Ilmenau |Titel=Amtsblatt der Stadt Ilmenau - Sonderamtsblatt 8/2019: Ergebnisse der Stichwahl der Ortsteilbürgermeister der   Ortsteile Gehren, Pennewitz und Wümbach vom 09.06.2019 |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage= |Verlag= |Ort= |Datum=2019-06-21 |ISBN= |Seiten=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bürgermeister / Ortsteilbürgermeister ===&lt;br /&gt;
Der Ortsteilbürgermeister von Gehren ist Michael Gohritz (Wählervereinigung &amp;#039;&amp;#039;Pro Bockwurst&amp;#039;&amp;#039;). Er setzte sich bei den 	[[Kommunalwahlen in Thüringen 2024]] in der Stichwahl am 9. Juni 2024 durch. In der ersten Wahlrunde hatte es drei Bewerber gegeben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://wahlen.thueringen.de/datenbank/wahl1/wahl.asp?wahlart=OM&amp;amp;wJahr=2024&amp;amp;zeigeErg=GEM&amp;amp;wknr=070&amp;amp;gemnr=70029&amp;amp;gemteil=007 |titel=Wahlen in Thüringen, Ortsteil-/Ortschaftsbürgermeisterwahl 2024 in Thüringen, Ilmenau OT Gehren |hrsg=Thüringer Landesamt für Statistik |abruf=2024-06-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuvor war von 1994 bis 2005 Hartmut Breternitz (CDU) Bürgermeister von Gehren, ehe von 2005 bis 2019 Ronny Bössel (FBG Gehren) folgte, zuletzt als Ortsteilbürgermeister. Bis zum Jahr 2011 war das Amt des Bürgermeisters hauptamtlich, seitdem wurde es ehrenamtlich ausgeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Thüringer Landesamt für Statistik |url=https://wahlen.thueringen.de/datenbank/wahl1/wahl.asp?wahlart=BM&amp;amp;wJahr=0000&amp;amp;zeigeErg=GEM&amp;amp;auswertung=1&amp;amp;wknr=070&amp;amp;gemnr=70018&amp;amp;terrKrs=&amp;amp;gemteil=000&amp;amp;buchstabe=&amp;amp;Langname=&amp;amp;wahlvorschlag=&amp;amp;sort=&amp;amp;druck=&amp;amp;XLS=&amp;amp;anzahlH=-14&amp;amp;Nicht_existierende=&amp;amp;x_vollbildDatenteil=&amp;amp;optik=&amp;amp;aktual=&amp;amp;ShowLand=&amp;amp;ShowWK=&amp;amp;ShowPart=&amp;amp;w_datum=11.06.2017 |titel=Wahlen in Thüringen, Bürgermeisterwahlen in Gehren |werk= |hrsg= |datum= |abruf=2020-05-01 |sprache=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstmals wurde am 26. Mai 2019 während der [[Kommunalwahlen in Thüringen 2019|Kommunalwahl in Thüringen]] über einen neuen ehrenamtlichen Ortsteilbürgermeister für Gehren abgestimmt. Dieser ist seitdem nicht mehr gleichzeitig für die Ortsteile Jesuborn und Möhrenbach mit zuständig. Von den drei angetretenen Bewerbern konnte kein Kandidat mehr als die Hälfte der abgegebenen gültigen Stimmen auf sich vereinigen, so dass es am 11. Juni 2019 zu einer Stichwahl kam. Gewählt wurde dabei für eine fünfjährige Amtszeit Sabine Krannich (DIE LINKE).&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Ihr  Rücktritt  zum 30. September 2021 machte die Neuwahl des Ortsteilbürgermeisters notwendig,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.insuedthueringen.de/inhalt.neuwahl-termin-steht-fest-gehren-waehlt-am-16-januar-neuen-ortsteilchef.69c954fa-f943-4ce7-8f5d-5c36897af0a7.html |titel=Neuwahl-Termin steht fest: Gehren wählt am 16. Januar neuen Ortsteilchef. |werk=HCS-Content GmbH Germany / insuedthueringen.de |sprache=de |abruf=2021-10-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt; bei der sich Andreas Utnehmer (FBG – Freie Bürgergemeinschaft Gehren) am 16. Januar 2022 gegen einen Mitbewerber durchsetzte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ilmenau.de/de/buergerservice/aktuelles/wahlen/endgueltiges-ergebnis-der-ortsteilbuergermeisterwahl-in-gehren/ |titel=Endgültiges Ergebnis der Ortsteilbürgermeisterwahl in Gehren |hrsg=Stadtverwaltung Ilmenau |sprache=de |abruf=2022-01-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wappen ===&lt;br /&gt;
[[Blasonierung]]: „In Gold auf grünem Boden ein [[Wilder Mann]] mit Laubkrone und Laubschurz, in der linken Hand eine bewurzelte Fichte haltend.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wilde Mann dürfte die Abwandlung einer ursprünglich anderen Wappenfigur sein, denn das erste Siegel aus dem 16. Jahrhundert zeigt einen von rechts nach links schreitenden Mann mit hohem Hut und langem Rock, der einen Stab, wahrscheinlich den Schulzenstab, in der Hand hält. Die Wappenänderung erfolgte offenbar, um dem schwarzburgischen Fürstenhaus, das einen Wilden Mann als Schildhalter führte, für die Stadtrechtsverleihung 1855 Dankbarkeit zu bekunden.&amp;lt;ref&amp;gt;Neues Thüringer Wappenbuch Band 2 Seite 11; Herausgeber: Arbeitsgemeinschaft Thüringen e.&amp;amp;nbsp;V. 1998, ISBN 3-9804487-2-X&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Fichte steht für den Holzreichtum der Umgebung und die einst bedeutende Holzindustrie Gehrens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Städtepartnerschaften ===&lt;br /&gt;
Mit [[Nidderau]] in [[Hessen]] besteht seit dem 1. September 1990 eine Städtepartnerschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
Im Stadtkern hat sich das typische Ortsbild des Thüringer Waldes erhalten: rechts und links von schmalen Straßen stehen verschieferte Häuser eng aneinander.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kirche ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Kirche Gehren.JPG|miniatur|Kirche von Gehren]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Ortszentrum liegt der Marktplatz. An seiner Nordseite steht die Stadtkirche, die dem heiligen [[Michael (Erzengel)|Michael]] geweiht ist. Es handelt sich um eine große, [[Klassizismus|klassizistische]] [[Hallenkirche|Emporenhalle]] mit flachen Decken in der Formensprache [[Karl Friedrich Schinkel]]s. Errichtet wurde die Kirche zwischen 1830 und 1834 anstelle eines Vorgängerbaus aus dem Jahr 1521. Der Kanzelaltar der Kirche stammt von 1895, ebenso wie die [[Wilhelm Sauer (Orgelbauer)|Sauer-Orgel]] mit 23 Registern, die ein Instrument aus der Bach-Zeit ersetzte. Im Erdgeschoss des Turms liegt das Grab des Jesuborner Ritters [[Volkmar von Bernstedt]] aus dem Jahr 1597. Die drei bronzenen Kirchenglocken (darunter eine aus dem Jahr 1476) wurden 1917 eingeschmolzen und 1918 durch drei gusseiserne Glocken, die bis heute vorhanden sind, ersetzt. Als Gehren im 18. Jahrhundert anwuchs, wurde die Vorgängerkirche zu klein und es entstand bis 1729 eine neue Kirche in der Oberen Marktstraße westlich der alten. Diese neue Kirche wurde allerdings schon 1749 bei einem Brand zerstört, sodass nun wieder die alte Kirche am Markt genutzt wurde. Diese war jedoch noch immer zu klein, sodass 1830 mit dem Neubau der heutigen Kirche begonnen wurde. Am 4. November 1834 fand schließlich der Einweihungsgottesdienst statt. Der Turm hatte zunächst noch ein flaches Dach schinkelscher Formensprache, das 1868 durch die jetzige Turmspitze ersetzt wurde. Die Pfarrgemeinde von Gehren ist bereits seit der Einführung der [[Reformation]] im 16. Jahrhundert evangelisch. Zur Kirchgemeinde gehören neben der Kirche auch die Dorfkirchen von [[Jesuborn]] und [[Möhrenbach]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schloss ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Gehren Schloss.JPG|miniatur|Schlossruine]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erste Gebäude (etwa in Form eines Wartturms) entstanden hier wahrscheinlich schon im 12. Jahrhundert an einer Handelsstraße von [[Erfurt]] nach [[Nürnberg]]. 1308 errichteten die Herren von [[Berlstedt (Adelsgeschlecht)|Berlstedt]] hier einige weitere Gebäude (Nordflügel), die 1464 in den Besitz der [[Grafschaft Schwarzburg|Grafen von Schwarzburg]] übergingen. Sie errichteten in dieser Zeit den Südflügel. Ab 1574 wurde das Schloss im Stil der [[Renaissance]] ausgebaut und der Nord- mit dem Südflügel zu einem Baukörper vereinigt. Dazu wurden zum Teil Sandsteinquader aus dem aufgelassenen [[Kloster Paulinzella]] verwendet. Die Schlosskapelle entstand 1666. In der Folgezeit diente das Schloss als Jagd- und Sommerresidenz der Grafen und Fürsten von [[Schwarzburg-Sondershausen]], Fürst [[Günther XLIII. (Schwarzburg-Sondershausen)|Günther I.]] nutzte es sogar zwischen 1720 und 1740 als Residenz. 1918 ging es in Besitz des Landes Thüringen über und wurde überwiegend als Wohnhaus genutzt. Bei einem Brand am 11. September 1933 wurde das Schloss zerstört und in den Folgejahren größtenteils abgerissen, sodass nur noch Reste einiger Umfassungsmauern übrig sind. Zwischen 1997 und 2001 wurde die Ruine gesichert, teilweise restauriert und zugänglich gemacht. Umgeben ist sie vom weitläufigen Schlosspark im Stil eines englischen Gartens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Bauwerke ===&lt;br /&gt;
An der Südseite des Marktplatzes liegt das Rathaus, ein schlichter Barockbau, der im Jahr 2008 umfassend saniert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Friedhof im Süden der Stadt steht eine Trauerhalle. Sie wurde zwischen 1897 und 1900 im [[Neugotik|neugotischen Stil]] durch den Gehrener Baumeister Domhardt errichtet. Sie stellt ein eindrucksvolles Zeugnis des Historismus dar, wobei die Innenraum-Ausmalung aus den Jahren 1921/22 stammt. Die Bleiglasfenster wurden allerdings 1945 durch US-amerikanischen Artilleriebeschuss bis auf eine Ausnahme zerstört. 2003 wurde die Trauerhalle restauriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
=== Wirtschaft ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Plüschfabrik Gehren.JPG|miniatur|Plüschfabrik]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gehren war einst bedeutender Industrieort. Im Norden Gehrens befindet sich das Industriegebiet. Früher gab es in Gehren [[Glasindustrie|Glas-]], [[Porzellanindustrie|Porzellan-]] und [[Holzindustrie]]. Das Gehrener Sägewerk war das größte der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]]. Gegründet wurde es jedoch schon um die Jahrhundertwende, damals unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Kirsch&amp;#039;&amp;#039; mit zeitweise über 800 Mitarbeitern. Heute gibt es in Gehren verschiedene mittelständische Unternehmen, die sich im [[Gewerbegebiet]] im Norden der Stadt angesiedelt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bekannt wurde Gehren durch die Fabrikation von [[Plüschtier]]en. Die Plüschtierfabrik produziert auch heute noch. Seit 1990 konnte sie sich, im Gegensatz zu vielen anderen Betrieben, auf dem freien Markt behaupten. Allerdings wurde die langjährige Verkaufsstelle Ende 2011 geschlossen und Bestellungen sind gegenwärtig nur noch übers Internet möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Größtes Unternehmen in Gehren ist heute die SZW Prophet GmbH, ein Automobilzulieferer mit 100 Mitarbeitern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verkehr ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Bahnhof Gehren.JPG|miniatur|Ehemaliger Bahnhof Gehren (Thür)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gehren liegt an der [[Bundesstraße 88|B&amp;amp;nbsp;88]] [[Ilmenau]]–[[Rudolstadt]], für die im [[Bundesverkehrswegeplan 2030]] eine Ortsumgehung im weiteren Bedarf vorgesehen ist. In Gehren wird sie von der [[Liste der Landesstraßen in Thüringen ab der L 1000|Landesstraße 1047]] [[Gräfinau-Angstedt]]–[[Großbreitenbach]] gekreuzt. Die Stadt ist in hohem Maße vom Durchgangsverkehr von der [[Bundesautobahn 71|A&amp;amp;nbsp;71]] (Anschlussstelle Ilmenau-Ost) ins Schiefergebirge belastet, dabei ist die Ortsdurchfahrt von engen Straßen und Kreuzungen geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1881 bis 1997 hatte Gehren einen Eisenbahnanschluss über die [[Bahnstrecke Ilmenau–Großbreitenbach]]. Auf dem Ortsgebiet lagen der Haltepunkt &amp;#039;&amp;#039;Gehren (Thür) Stadt&amp;#039;&amp;#039; im Westen und der Bahnhof &amp;#039;&amp;#039;Gehren (Thür)&amp;#039;&amp;#039; im Osten. Westlich von Gehren verlaufen die [[Tunnel Brandkopf]], [[Tunnel Lohmeberg]] und [[Tunnel Tragberg]] der [[Schnellfahrstrecke Nürnberg–Erfurt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Gehren führen der [[Ilm-Rennsteig-Radweg]] und die [[Waldrandroute]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Einrichtungen ===&lt;br /&gt;
Gehren ist Standort der Thüringer Landeswaldarbeiterschule, in der alle [[Förster]] des Landes ausgebildet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--CHRONOLOGISCHE Sortierung--&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== Ehrenbürger ===&lt;br /&gt;
* [[Paul von Hindenburg als Ehrenbürger|Paul von Hindenburg]] (1847–1934), Generalfeldmarschall&amp;lt;ref&amp;gt;Gemeinsam mit 82 anderen Thüringer Städten anlässlich seines 70. Geburtstages am 2. Oktober 1917, vgl. &amp;#039;&amp;#039;Der Deutsche&amp;#039;&amp;#039; 1917 [https://zs.thulb.uni-jena.de/rsc/viewer/jportal_derivate_00247618/SDH_19376538_1917_Der_Deutsche_1029.tif Nr. 231].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== Söhne und Töchter des Ortes ===&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Balthasar Roth]] (1639–1689), Rechtswissenschaftler&lt;br /&gt;
* [[Maria Barbara Bach]] (1684–1720), Tochter von Johann Michael Bach und erste Frau von [[Johann Sebastian Bach]]&lt;br /&gt;
* [[Albrecht Höland]] (1810–1875), Instrumentenmacher und Politiker, Bürgermeister von Gehren&lt;br /&gt;
* [[Edmund Kirchner]] (1815–1894), Jurist und Landrat im Verwaltungsbezirk Gehren&lt;br /&gt;
* [[Carl Höland]] (1821–1881), Richter und Politiker&lt;br /&gt;
* [[Peter W. Schulze]] (1942–2020), Politikwissenschaftler&lt;br /&gt;
=== Personen mit Bezug zum Ort ===&lt;br /&gt;
* [[Johann Michael Bach (Komponist, 1648)|Johann Michael Bach]] (1648–1694), Komponist; war Stadtschreiber in Gehren&lt;br /&gt;
* [[Helge Auleb]] (1887–1964), General der Infanterie&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Hantschel]] (1927–2013), Glasgestalter&lt;br /&gt;
* [[Peter Smalun]] (1939–2023), Formgestalter, lebte viele Jahre in Gehren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Rat der Stadt Gehren (Hrsg.), Heinrich Pausch: &amp;#039;&amp;#039;Stadt Gehren. 850 jähriges Ortsbestehen.&amp;#039;&amp;#039; Gehren 1955.&lt;br /&gt;
* Stadt Gehren, Festausschuss für Festschrift und Öffentlichkeitsarbeit (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Gehren und seine Geschichte. 150 Jahre Stadtrecht 1855–2005.&amp;#039;&amp;#039; RhinoVerlag, Ilmenau / Weimar 2005, ISBN 3-86636-901-8.&lt;br /&gt;
* Stadtverwaltung Gehren (Hrsg.), Olaf Batke: &amp;#039;&amp;#039;Das Gehrener Schloß.&amp;#039;&amp;#039; Gehren 1993.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* [https://www.ilmenau.de/Gehren Gehren auf der Website der Stadt Ilmenau]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Ortsteile der Stadt Ilmenau}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4460862-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Ilmenau)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Ilm-Kreis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Naturpark Thüringer Wald]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Kreisstadt in Thüringen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wikipedia:Artikel mit Video]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1118]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtrechtsverleihung 1855]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Ilm-Kreis)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 2018]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Rubikon79</name></author>
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