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	<title>Geheimgang - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-27T06:14:09Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Geheimgang&amp;diff=1091735&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-29969-77 am 4. November 2025 um 19:23 Uhr</title>
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		<updated>2025-11-04T19:23:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Wildenstein Kapelle Geheimgang unter dem Altar.jpg|mini|Angeblicher Geheimgang unter dem Altar der Burgkapelle von [[Burg Wildenstein (Leibertingen)|Burg Wildenstein]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Geheimgänge&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind verborgene Gänge oder [[Tunnel]], die in Europa vor allem während des [[Mittelalter]]s in der Regel eine [[Flucht]]möglichkeit aus einer [[Befestigung]]sanlage oder den Zugang zu einem Versteck gewährten. Meist handelt es sich um unterirdische Gänge, die je nach der Umgebung beschaffen waren. Sie können aus dem [[Löss]] gearbeitet sein, ebenso wie es sie in ausgemauerter Form oder als natürliche Höhlung gibt. Aus dem Fels geschlagene Geheimgänge gibt es nur wenige, denn die Mittel, die während des Mittelalters zum Bau eines Felsengangs zur Verfügung standen, waren im Vergleich zur heutigen Technik bescheiden, und solche Arbeiten gestalteten sich deshalb schwierig und langwierig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Archäologisch erschlossene Geheimgänge ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Burg Liebenburg unterirdischer Burggang.jpg|mini|Der 2005 entdeckte, unterirdische Geheimgang der Burg [[Liebenburg (Liebenburg)|Liebenburg]]]]&lt;br /&gt;
In Deutschland sind historisch oder [[Archäologie|archäologisch]] allenfalls ein Dutzend Geheimgänge bekannt,&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeune127&amp;quot; /&amp;gt; und diese sind so kurz wie möglich gehalten. Sie führten meist direkt hinter dem [[Ringmauer|Bering]] der Anlage an einer durch Angreifer nicht einsehbaren Stelle ins Freie. Die wenigen bekannten langen Gänge waren entweder [[Belagerung]]sstollen, Gegenstollen oder Wasserstollen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeune127&amp;quot; /&amp;gt; Beispiele für lange Verbindungsgänge, die womöglich sogar Wasserläufe unterquerten, gibt es bis heute keine. Die Geschichten darüber entstammen alle der Fantasie von Autoren und Geschichtenerzählern aus der Zeit der [[Burgenromantik]]. So soll ein Geheimgang von der [[Burg Hohenstaufen]] zur ehemaligen [[Schloss Filseck|Burg Filseck]] führen. Dieser müsste das [[Fils (Fluss)|Filstal]] unterqueren, neun Kilometer lang sein und etwa 350&amp;amp;nbsp;Meter Höhendifferenz überwinden. Auch ein angeblich geheimer Fluchttunnel der [[Burg Lichtenstein (Osterode am Harz)|Burg Lichtenstein]] entpuppte sich schließlich als eine Naturhöhle, und bei dem immer wieder kolportierten Geheimgang aus der [[Kapelle (Kirchenbau)|Kapelle]] der [[Burg Wildenstein (Leibertingen)|Burg Wildenstein]] bei [[Leibertingen]] handelt es sich viel wahrscheinlicher einfach um ein Untergeschoss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kulturhistorisch interessanter als die Konstruktion und Beschaffenheit dieser geheimen Gänge sind die Legenden, die sich um sie ranken. Meist werden sie mit mittelalterlichen [[Burg]]en oder [[Kloster|Klöstern]] verbunden. Nicht selten findet sich dort angeblich ein [[Schatz]] versteckt. An vielen Orten wird von Geheimgängen berichtet, die noch vor wenigen Jahren „in der Kindheit“ zugänglich gewesen sein sollen, was sich jedoch in den seltensten Fällen verifizieren lässt. Bisweilen handelt es sich um alte [[Kanalisation]]en oder um [[Mundloch|Stollenmundlöcher]] des Bergbaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiele für tatsächlich existierende Geheimgänge gab oder gibt es auf der [[Burg Altwindstein]] im [[Elsass]], der [[Bergfeste Dilsberg]] bei [[Heidelberg]] sowie bei der [[Höhlenburg Predjama]] und auf [[Schloss Sigmaringen]]. In der [[Burg Lauenstein (Frankenwald)|Burg Lauenstein]] gibt es einen Geheimgang, dessen Eingang die Innenwand eines Wandschranks ist. Der Gang ist allerdings teilweise eingestürzt, und es ist nicht mehr bekannt, wohin er ursprünglich führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein für das Mittelalter ungewöhnlicher Geheimgang ist der [[Passetto di Borgo]], der nach außen wie eine gewöhnliche Mauer aussieht und den [[Vatikanstadt|Vatikan]] mit der [[Engelsburg]] verbindet. In seinem Inneren befindet sich ein Fluchtgang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geheimgänge in der neuzeitlichen Architektur ==&lt;br /&gt;
[[Datei:SecretDoor MottisfontAbbey.jpg|mini|hochkant|Als [[Regal (Möbelstück)|Bücherregal]] getarnte Tür zu einem Geheimgang in [[Mottisfont Abbey]], England]]&lt;br /&gt;
Darüber hinaus existieren in einigen [[neuzeit]]lichen [[Schloss (Architektur)|Schlössern]] und [[Palast|Palästen]] Geheimgänge in den Mauerstärken. Diese dienten den Bewohnern gemeinsam mit entsprechenden [[Geheimtür]]en dazu, sich ungesehen zwischen den Räumen zu bewegen, und wurden bereits beim Bau des Gebäudes durch den Architekten mit eingeplant. So besitzen zum Beispiel der [[Dogenpalast]] in [[Venedig]] und das [[Maximilianeum#Geschichte und Architektur des Gebäudes|Münchner Maximilianeum]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.tz.de/muenchen/stadt/muenchner-maximilianeum-abstieg-mit-ilse-aigner-in-unterwelt-zr-12921856.html |titel=Abstieg in die Unterwelt: Mit Ilse Aigner in den Grundfesten des Maximilianeums |werk=tz.de/muenchen |datum=2019-08-17 |sprache=de |abruf=2021-05-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt; solche geheimen Verbindungsgänge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen dem [[Berliner Schloss|Berliner Stadtschloss]] und dessen [[Marstall]]gebäude existierte ebenfalls ein geheimer unterirdischer Verbindungsgang. Dieser wurde nach dem Abriss des Schlosses und dem Bau des [[Palast der Republik|Palastes der Republik]] durch die Regierung der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] weiter genutzt. Eine im Marstall stationierte [[Ministerium für Staatssicherheit|Stasi]]-Einheit überwachte die Vorgänge im und um den Palast. Bei den Demonstrationen während der Feierlichkeiten des 40-jährigen Geburtstags der DDR konnten Stasi-Mannschaften so überraschend aus einer unerwarteten Richtung auftauchen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;stadtschloss-berlin.de&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeitgeschichtliche Geheimgänge sind beispielsweise auch die [[Liste der Fluchttunnel in Berlin während der deutschen Teilung|Fluchttunnel in Berlin während der deutschen Teilung]], der [[Sarajevo-Tunnel]] im Bosnienkrieg, oder die Schmuggelstollen an der Grenze des [[Gazastreifen]]s Palästinas und an der [[Grenze zwischen den Vereinigten Staaten und Mexiko|mexikanisch-amerikanischen Grenze]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geheimgänge als Thema in der Literatur ==&lt;br /&gt;
In der Literatur –&amp;amp;nbsp;insbesondere in der [[Schauerliteratur]]&amp;amp;nbsp;– kommen geheime Verbindungswege, Geheimgänge und geheime Türen als zentrale Elemente der Handlung häufig vor. Beispiele finden sich unter anderem bei [[E.&amp;amp;nbsp;Marlitt]] (&amp;#039;&amp;#039;[[Das Geheimnis der alten Mamsell (Roman)|Das Geheimnis der alten Mamsell]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Die Frau mit den Karfunkelsteinen]]&amp;#039;&amp;#039;) und bei [[Hedwig Courths-Mahler]] (&amp;#039;&amp;#039;[[Griseldis (Courths-Mahler)|Griseldis]]&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Herbert de Caboga: &amp;#039;&amp;#039;Die Burg im Mittelalter. Geschichte und Formen&amp;#039;&amp;#039;. Ullstein, Frankfurt am Main [u. a.] 1982, ISBN 3-548-36068-8, S. 71–73.&lt;br /&gt;
* [[Otto Piper (Burgenforscher)|Otto Piper]]: &amp;#039;&amp;#039;Burgenkunde&amp;#039;&amp;#039;. Nachdruck der 3.&amp;amp;nbsp;Auflage von 1912. Weltbild, Augsburg 1994, ISBN 3-89350-554-7, S. 515–523.&amp;lt;!-- nicht ausgewertet --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Secret passages|Geheimgänge}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Fluchttunnel}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeune127&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Joachim Zeune: &amp;#039;&amp;#039;Ritterburgen. Bauwerk, Herrschaft, Kultur.&amp;#039;&amp;#039; C. H. Beck, München 2015, ISBN 978-3-406-66091-7, S.&amp;amp;nbsp;127.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;stadtschloss-berlin.de&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Webarchiv |url=http://www.stadtschloss-berlin.de/aktuelles1125.html |text=stadtschloss-berlin.de |wayback=20100917031137}} abgerufen am 16.&amp;amp;nbsp;Januar 2013.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fachbegriff]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Versteck]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unterirdische Bauform]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verkehrsbauwerk]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2025-29969-77</name></author>
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