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	<title>Geheimbundroman - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-21T19:05:56Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Geheimbundroman&amp;diff=1100806&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Thomas Dresler: Zusammenschreibung</title>
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		<updated>2023-09-01T22:08:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Zusammenschreibung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Geheimbundroman&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein seit der zweiten Hälfte des 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts vor allem in der [[Deutsche Literatur|deutschen Literatur]] bekanntes und populäres  [[Genre]] des [[Roman]]s, das sich als Nebenform der [[Abenteuerroman|Abenteuer]]-[[Schauerroman]]e entwickelt hat. Das Genre entstand im Nachfeld der Aufklärung, in einer Zeit, in welcher tatsächlich eine Vielzahl von [[Geheimbund|Geheimbünden]], -gesellschaften und -orden in Erscheinung trat, und erreichte seinen vorläufigen Höhepunkt in den Jahrzehnten zwischen [[Französische Revolution|Französischer Revolution]] und [[Vormärz]]. Vor allem die Erfahrung der Revolution in Frankreich – die von manchen als durch Geheimbünde gesteuert wahrgenommen wurde – barg ein unglaubliches Imaginationspotenzial in sich, das den Anstoß zur literarischen Beschäftigung mit den Geheimbünden der Zeit gab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Geheimbundroman greift diese Imagination über das wahre Sein der Dinge auf. Ähnlich wie die sich zur selben Zeit entwickelnden [[Räuberroman|Räuber-]] und [[Kriminalroman]]e gewinnt der Geheimbundroman seine Spannung aus der Auseinandersetzung mit Geheimnis, Verbrechen und [[Verschwörung]], mit denen der [[Held]] konfrontiert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Friedrich Schiller]], der bereits zuvor in den Dramen &amp;#039;&amp;#039;[[Die Verschwörung des Fiesco zu Genua]]&amp;#039;&amp;#039; (1782) und &amp;#039;&amp;#039;[[Don Karlos (Schiller)|Don Karlos]]&amp;#039;&amp;#039; (1787) die Themen Verschwörung und Intrige bearbeitet hatte, veröffentlichte von 1787 bis 1789 in der &amp;#039;&amp;#039;[[Thalia (Zeitschrift)|Thalia]]&amp;#039;&amp;#039; seinen zeitlebens einzigen Roman, &amp;#039;&amp;#039;[[Der Geisterseher|Der Geisterseher. Aus den Papieren des Grafen von O**]]&amp;#039;&amp;#039;. Mit diesem Werk gilt Schiller als ein wesentlicher Begründer des Genres; seine Elemente des Geheimnisvollen tauchen bei späteren Autoren immer wieder auf. Weitere wesentliche Pioniere des Genres sind [[Wilhelm Friedrich von Meyern]] mit &amp;#039;&amp;#039;[[Haidnische Alterthümer|Dya-Na-Sore oder Die Wanderer]]&amp;#039;&amp;#039; (1787) und [[Carl Friedrich August Grosse]] mit &amp;#039;&amp;#039;[[Haidnische Alterthümer|Der Genius. Aus den Papieren des Marquis C* von G**]]&amp;#039;&amp;#039; (1792), letzterer aber schon stark von Schiller beeinflusst. In rascher Nachfolge entstanden viele weitere Titel, u.&amp;amp;nbsp;a. [[Heinrich Zschokke]]s Geheimbundromane &amp;#039;&amp;#039;Abällino der große Bandit&amp;#039;&amp;#039; (1793) und &amp;#039;&amp;#039;Die schwarzen Brüder&amp;#039;&amp;#039; (1795) und [[Christian August Vulpius]]’ &amp;#039;&amp;#039;Aurora&amp;#039;&amp;#039; (1794), mit denen das Genre allmählich in die – so genannte – [[Trivialliteratur]] abzusinken beginnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etliche Werke der [[Romantik|romantischen]] Literatur, so die frühen Romane [[Ludwig Tieck]]s, [[Jean Paul]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Die unsichtbare Loge]]&amp;#039;&amp;#039; (1793) und insbesondere [[E. T. A. Hoffmann]]s [[Novelle]]nsammlung &amp;#039;&amp;#039;[[Die Serapionsbrüder]]&amp;#039;&amp;#039; (1819/21) führten den Geheimbundroman ins 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert. Zu einer eingehenden Gesellschaftsanalyse gestaltete [[Karl Gutzkow]] seinen Roman &amp;#039;&amp;#039;[[Haidnische Alterthümer|Die Ritter vom Geiste]]&amp;#039;&amp;#039; (1850) anhand des gleichnamigen Geheimbundes. Das Verschwörungsmotiv, das sich unter dem Eindruck der politischen Zeitverhältnisse auch mit dem Motiv der [[Tyrannenmord]]es vermischte, beeinflusste auch [[Achim von Arnim]]s unvollendetes &amp;#039;&amp;#039;[[Die Kronenwächter]]&amp;#039;&amp;#039; (1817). Der Stoff war weiterhin produktiv; sowohl [[Satire|satirisch]] behandelt in [[Theodor Gottlieb von Hippel der Ältere|Theodor Gottlieb von Hippels]] &amp;#039;&amp;#039;[[Kreuz- und Querzüge des Ritters A–Z]]&amp;#039;&amp;#039; (1794) über die [[Freimaurerei]], dann auch im 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert in der [[Kinder- und Jugendliteratur|Jugendliteratur]] über die [[Zeit des Nationalsozialismus]] in [[Martin Selber]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Die Grashütte]]&amp;#039;&amp;#039; (1967, westdeutsche Ausgabe unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Geheimkurier A&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Ralf Klausnitzer: &amp;#039;&amp;#039;Unsichtbare Hand. Zur Imaginationsgeschichte geheimer Gesellschaften in der Vorromantik und bei Ludwig Tieck&amp;#039;&amp;#039;. In: Markert, Heidrun: &amp;#039;&amp;#039;Ludwig Tieck (1773-1853)&amp;#039;&amp;#039;. Bern 2004 S. 71–112&lt;br /&gt;
*Michael Titzmann: &amp;#039;&amp;#039;Strukturen und Rituale von Geheimbünden in der Literatur um 1800 und ihre Transformation in Goethes Wilhelm Meisters Lehrjahre&amp;#039;&amp;#039;. In: Denise Blondeau: &amp;#039;&amp;#039;Jeux et fêtes dans l’oevre de J.W. Goethe&amp;#039;&amp;#039;. Straßburg 2000 S. 197–224&lt;br /&gt;
*Michael Voges: &amp;#039;&amp;#039;Aufklärung und Geheimnis&amp;#039;&amp;#039;. Tübingen 1987&lt;br /&gt;
*Rosemarie Nicolai-Haas: &amp;#039;&amp;#039;Die Anfänge des deutschen Geheimbundromans&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Peter Christian Ludz|Ludz, P.C.]]: &amp;#039;&amp;#039;Geheime Gesellschaften&amp;#039;&amp;#039;. Heidelberg 1979. S. 267–292&lt;br /&gt;
*Rosemarie Nicolai-Haas: &amp;#039;&amp;#039;Die Turmgesellschaft in Wilhelm Meisters Lehrjahren: Zur Geschichte des Geheimbundromans und der Romantheorie im 18. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;. Bern 1975&lt;br /&gt;
*Marianne Thalmann: &amp;#039;&amp;#039;Der Trivialroman des 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts und der romantische Roman. Ein Beitrag zur Entwicklungsgeschichte der Geheimbundmystik&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1923, Nachdruck Nendeln 1967&lt;br /&gt;
*Walter Bußmann: &amp;#039;&amp;#039;Schillers „Geisterseher“ und seine Fortsetzer. Ein Beitrag zur Struktur des Geheimbundromans&amp;#039;&amp;#039;. Dissertation. Göttingen 1961&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Trivialliteratur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geheimbund| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Thomas Dresler</name></author>
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