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	<title>Gefach - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T02:05:18Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gefach&amp;diff=269731&amp;oldid=prev</id>
		<title>2A02:8109:9296:1600:8860:4050:6EF9:C0D5 am 10. Mai 2025 um 23:59 Uhr</title>
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		<updated>2025-05-10T23:59:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Fachwerk-meiningen002-2.jpg|mini|Gefache mit unterschiedlichen Ausfachungen: [[Flechtwerkwand|Astgeflecht]] und Natursteine. Der ehemals aufgetragene [[Verputz]] ist nur rechts außen noch erhalten.]]Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gefach&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet im [[Holzfachwerk]]bau das Feld zwischen den [[Holzbalken]] einer Wand, das durch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ausfachung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, [[Fenster]] oder [[Tür]] geschlossen wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans Koepf]], [[Günther Binding]]: &amp;#039;&amp;#039;Bildwörterbuch der Architektur. Mit englischem, französischem, italienischem und spanischem Fachglossar&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Kröners Taschenausgabe.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 194). 4., überarbeitete Auflage. Kröner, Stuttgart 2005, ISBN 3-520-19404-X ([https://moodle.unifr.ch/pluginfile.php/975203/mod_resource/content/0/KOEPF%2C%20BINDING%2C%202005%2C%20Bildwoerterbuch%20der%20Architektur.pdf Digitalisat auf moodle.unifr.ch], abgerufen am 17. Juni 2024), S. 204: &amp;#039;&amp;#039;Gefach.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausfachung ==&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen}}Die Ausfachung von Fachwerk wurde je nach Periode, Region und Verfügbarkeit des Materials auf verschiedene Weisen vorgenommen:&lt;br /&gt;
* Sichtmauerwerk aus [[Backstein]]en, [[Vormauerziegel]]n oder [[Klinker]]n, in Nebengebäuden selten auch mit [[Lehmziegel|Lehmsteinen]]&lt;br /&gt;
* Holz&lt;br /&gt;
* [[Putz (Baustoff)|Verputzte]] Ausmauerung mit Backsteinen, [[Lehmziegel|Lehmsteinen]], [[Bruchstein]] oder [[Porenbeton]]&lt;br /&gt;
* Regional begrenzt, so z.&amp;amp;nbsp;B. in der [[Bönninghardt]] am Niederrhein, wurden zum Füllen der Gefache [[Grassode]]n verwendet&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Klaiben]]&amp;#039;&amp;#039; des Gefachs, indem zunächst Nuten in Ober- und Unterkanten der waagerechten Balken geschlagen werden. In die Nuten werden entweder&lt;br /&gt;
** senkrechte [[Stakholz|Stakhölzer]] geschoben, die mit [[Flechtwerk|Weidenruten umflochten]] und mit &amp;#039;&amp;#039;Lehmbewurf&amp;#039;&amp;#039; versehen werden, oder&lt;br /&gt;
** die Stakhölzer werden zunächst mit einem Stroh-Lehm-Gemisch umwickelt, dann als [[Weller (Baustoff)|Wellerhölzer]] in die Nuten geschoben und schließlich wird eine glatte Oberfläche mit einem &amp;#039;&amp;#039;Lehmverstrich&amp;#039;&amp;#039; ([[Lehmputz]]) hergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Errichten und Sanieren von Wänden, die wenig druckfeste Baustoffe wie Holz, Lehm, leichte Ziegel, Sandstein und Porenbeton enthalten, sollten generell nur [[Putz (Baustoff)|Putz-]] und [[Mauermörtel]] verwendet werden, die ebenfalls eine niedrige [[Druckfestigkeit]] aufweisen, da diese elastisch auf das Quellen und Schwinden des Holzes reagieren können.&lt;br /&gt;
Besonders geeignet sind Lehm- und [[Luftkalk]]mörtel. [[Hydraulefaktoren|Hydraulisch abbindende]] [[Bindemittel]] sollten dem Kalkmörtel allenfalls in sehr geringem Anteil beigefügt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Problematisch ist die [[Wetterseite]], da hier jeder Schlagregen zu einer Durchfeuchtung und infolge einem Schwellen und anschließenden Schwinden der Holzbalken führt. Ein besonders weicher Kalkmörtel kann diese Bewegungen aufnehmen und sorgt durch seine große [[Kapillareffekt|Kapillarität]] für ein schnelles Abtrocknen der Hölzer. Luftkalkmörtel benötigt jedoch einige Zeit zum Abbinden und kann von heftigem Regen ausgewaschen werden. Traditionell wurden gefährdete Wetterseiten durch eine Verkleidung oder zumindest einen großen [[Dachüberstand]] geschützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Füllung wird im Gefach in der Regel durch zuvor in die Innenseiten der Holzbalken geschlagene Nuten oder dort aufgenagelte Dreikant-Leisten gesichert.&lt;br /&gt;
Um eine ausreichende [[Luftdichtigkeit]] zwischen Füllung des Gefachs und Balken zu erreichen, kann den Leisten vor dem Vernageln oder Verschrauben ein [[Dichtband]] (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Kompriband]]) unterlegt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Maier&amp;quot;&amp;gt;Josef Maier: &amp;#039;&amp;#039;Vorgegebenes Rissesystem? Baupraktische Beispiele: Farbe und Fachwerk.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Der [[Maler und Lackierermeister]].&amp;#039;&amp;#039; Nr. 3, 2001 ([http://fzarchiv.sachon.de/Zeitschriftenarchiv/Maler-und_Lackierermeister/2001/03_01/ML_02-01_Vorgegebenes_Rissesystem.pdf PDF]; 493&amp;amp;nbsp;kB).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gefachearten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hölzerne Gefache ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Oberharzer Fachwerk.jpg|mini|Oberharzer Gefache]]&lt;br /&gt;
Die in den [[Bergfreiheit]]en gewährten Bauholzberechtigung hatte Holz zum billigsten Baumaterial im [[Oberharz]] gemacht, weshalb die Häuser in den dortigen [[Bergstadt|Bergstädten]] vorwiegend aus Holz gebaut wurden. Andere Baumaterialien mussten aufwendig aus dem Harzvorland importiert werden und wurden deshalb nur sparsam verwendet. Die Wandfüllung der beim Fachwerkbau entstehenden Gefache konnte im Oberharz nicht einfach in der traditionellen Lehmbauweise erfolgen. In den steinigen Böden des Oberharzes ließ sich keine ausreichende Menge Lehm gewinnen. Zudem waren Lehmwände anfällig für die häufigen Niederschläge. Als Wandfüllung benutzte man stattdessen sogenannte Ausladhölzer. Das sind kurze, aus Rundholz kantig behauene Holzklötze, die in den Fächern waagerecht übereinandergelegt wurden. Die Fugen wurden mit einer Mischung aus Moos und Kuhmist gedichtet. Die so errichteten Häuser besaßen solide Holzwände, die allerdings der Witterung ungeschützt preisgegeben waren und unter den Bedingungen des Harzes Klimas schnell verfaulten.  Deshalb ging man dazu über das Fachwerk mit einer Fassade zu versehen, welche aus Holzbrettern besteht, die entweder senkrecht oder waagerecht angebracht wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== {{Anker|Backsteine}} Backsteingefache ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Ziegelausfachung.jpg|mini|Ziegelausfachung &amp;#039;&amp;#039;links:&amp;#039;&amp;#039; alt, &amp;#039;&amp;#039;rechts:&amp;#039;&amp;#039; neu verfugt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Backsteine einer Ausfachung wurden mit Lehm- oder Kalkmörtel vermauert und mit Kalkmörtel verfugt.&lt;br /&gt;
Backsteinausfachungen werden in Norddeutschland in der Regel als [[Sichtmauerwerk]] ausgeführt, bisweilen sogar mit Ziersetzungen der Backsteine, so dass sich Zierausfachungen mit Ornamenten ergeben. Hans Issel beschrieb in seinem Holzbau-Lehrbuch von 1900 „gemusterte Backsteingefache“ als die gegenüber dem Balkenschitzwerk billigere Fachwerkschmückung.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Issel: &amp;#039;&amp;#039;Der Holzbau, umfassend (...)&amp;#039;&amp;#039;. Bernh. Friedr. Voigt, Weimar 1900, S. 110 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Von ihm stammt auch die Überlieferung, dass zur Steigerung der Musterwirkung und eines stärkeren Farbkontrastes zu den roten Ziegeln „schneeweise Fugen“ aus Gipsmörtel verwendet wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Hans Issel: &amp;#039;&amp;#039;Der Holzbau, umfassend (...)&amp;#039;&amp;#039;. Bernh. Friedr. Voigt, Weimar 1900, S. 111.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Süddeutschland hingegen wurden Backsteingefache in der Regel mit einem [[Kalkputz]] oder einer [[Schlämme (Beschichtung)|Schlämme]] versehen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; caption=&amp;quot;Beispiele für Ziegelausfachungen&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Gefach, Zierausfachung (Kloster Wienhausen, 2017).jpg|[[Kloster Wienhausen]]&lt;br /&gt;
 Gefach, Zierausfachung (Rathaus Frankenberg, 2018).jpg|[[Rathaus (Frankenberg an der Eder)|Rathaus Frankenberg (Eder)]]&lt;br /&gt;
 Hoton, Leicestershire, detail of herringbone brick infill in a timber framed house.jpg|Ziegel-Ziergefache (Hoton, [[Leicestershire]])&lt;br /&gt;
 Gefach, Zierausfachung, Buxtehude, St. Petri-Platz 9, 2020).jpg|[[Buxtehude]], St. Petri-Platz 9&lt;br /&gt;
 Gefach, Zierausfachung (Potsdam, Schloss Cecilienhof, 2015).jpg|[[Schloss Cecilienhof]], Potsdam&lt;br /&gt;
 Zierausfachungen (Hans Issel, Holzbau, 1900, S.111).jpg|Zierausfachungen (Lehrbuch von 1900&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lehmsteingefache ===&lt;br /&gt;
Ausfachungen mit [[Lehmstein]]en findet man am häufigsten bei Innenwänden und Wirtschafts- oder [[Gesinde]]gebäuden. Darüber kommt ein Lehm- oder Kalkputz. Wie bei der Backsteinausfachung werden die Holzständer eingekerbt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehm hat durch die feuchtigkeitsregulierende Wirkung einen konservierenden Einfluss auf das Holz des Fachwerks. Die Endfeuchtigkeit von Lehm ist geringer als die von Holz, somit sorgt der Lehm dafür, dass das Holz trocken bleibt und nicht fault. Zudem lassen sich bei Renovierungsarbeiten die Steine einfach von Mörtelresten reinigen und wiederverwenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Stabilisierung werden Kerben in die [[Ständer]] der Fachwerkwand geschlagen, damit es zwischen Mörtel und Holz zu einer formschlüssigen Verbindung kommt. Alternativ werden bei modernen Renovierung alter Fachwerkgebäude auch Dreiecksleisten an die Ständer aufgenagelt oder in Fugenhöhe verzinkte Nägel in die Ständer geschlagen.&lt;br /&gt;
Da Mörtel und Holz beim Abtrocknen etwas an Volumen verlieren, könnte die Ausmauerung sonst locker im Gefach stehen und zugige Fugen bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lehmgefache ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Stakholz}}&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Lehmstake&amp;#039;&amp;#039; ist ein längliches Stück gespaltenes Holz von unterschiedlichem Querschnitt. Es wird senkrecht zwischen die horizontalen Fachwerkbalken geklemmt. Diese werden daher als &amp;#039;&amp;#039;Fachholz&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Lehmstaken zu verankern, werden mit einer [[Dechsel|Dexel]] eine [[Nut (Fertigungstechnik)|Nut]] in die Oberseite des unteren Balkens, z.&amp;amp;nbsp;B. einer [[Fachwerkschwelle|Schwelle]] und entweder einzelne Vertiefungen oder eine durchlaufende Nut in die Unterseite des oberen [[Balken (Bauteil)|Balkens]], des &amp;#039;&amp;#039;Riegels&amp;#039;&amp;#039;, geschlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Staken werden dann mit [[Lehm|Strohlehm]] mehrschichtig beworfen ([[Lehmbewurf]]) und anschließend [[verputzt]]. In einigen Regionen werden die Staken vor dem Bewurf in der Art einer [[Flechtwerkwand]] mit [[Weiden (Botanik)|Weiden]]- oder Haselzweigen umflochten, &amp;#039;&amp;#039;Fachgerten&amp;#039;&amp;#039; genannt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; caption=&amp;quot;Beispiele für Lehmgefache&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Fachwerk Ausfachung(Bild1) (2).jpg|Gefache mit erneuerten Staken und Geflecht, vor dem Lehmbewurf&lt;br /&gt;
 Lehm ausfachung.jpg|Lehmausfachungen, oben mit Lehmsteinen, unten mit abgewittertem Lehmbewurf und freigelegter Stakung&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Naturstein ==&lt;br /&gt;
Wenn örtlich kein oder wenig Lehm und dafür reichlich Natursteinvorkommen vorhanden waren, sind Gefache auch mit Bruchsteinen gefüllt worden.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; caption=&amp;quot;Beispiele für Natursteingefache&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Fachwerk, Ausfachung, Gefach (Wanfried, 2018).jpg|Ausfachungen mit Bruchstein (Scheune in [[Wanfried]])&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verputzte Gefache ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Neues fachwerk mit lehmausfachung.jpg|mini|Lehmputz mit Kalkanstrich]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um im Außenbereich Schäden am Fachwerk zu vermeiden, ist beim Verputzen zu beachten, dass der [[Putz (Werkstoff)|Putz]] bündig mit dem Holz abschließt oder nur geringfügig zurückspringt. Es sollten [[Kapillareffekt|kapillar-]] bzw. [[diffusion]]soffene und gering-feste Putzmörtel verarbeitet werden. Putze aus hochhydraulischem Kalk oder sogar [[Zement]] können sich bei Wärme- und Feuchtebeanspruchung schalenweise ablösen und durch mangelnde [[Kapillareffekt|kapillare]] Entfeuchtung das Fachwerk schädigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Verbesserung der Haltbarkeit wird als Oberputz entsprechend der [[Putzregel]] eine noch etwas weichere Putzmischung gewählt und leicht vorstehend aufgetragen. Ein wenige Zentimeter breiter Randstreifen wird dabei ringsum so angeschrägt, dass sich eine kissenförmig vorstehende Gefachfüllung ausbildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Holz soll der Putz möglichst nicht im rechten Winkel anschließen. Die an das Holz grenzende Putzfläche sollte mit einer [[Fase]] abschließen, so dass die an das Holz stoßende Putzkante im Querschnitt einen stumpfen Winkel aufweist. Eine stumpfe Putzkante verhindert, dass der Putz an der Kontaktstelle durch das Quellen und Schwinden der Fachwerkhölzer reißt oder bröckelt. Sind die Kanten der Fachwerkbalken abgerundet oder angeschrägt, ist besonders darauf zu achten, dass der Putz nicht bündig an die Vorderkante der Balken angetragen wird, da die Putzkante ansonsten hier in einem besonders rißgefährdeten spitzen Winkel abschließen würde.&lt;br /&gt;
Der Putz muss vielmehr soweit angeschrägt werden, dass er an die zurückliegende, seitliche Kante der Fachwerkhölzer anschließt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Verwendung von Lehm als Außenputz muss dieser vor dem Auswaschen durch Schlagregen geschützt werden. Wenn kein Schutz durch einen ausreichenden Dachüberstand gegeben ist, kann die Putzoberfläche beispielsweise durch einen Anstrich aus 1 Teil [[Sumpfkalk]], 1/4 Teil Speisequark und 2 bis 5 % [[Leinöl]] gefestigt werden, der in die feuchte Oberfläche eingebürstet und während des Abbindens möglichst über einige Tage feuchtgehalten wird. Der Anstrich wird nach dem Trocknen reinweiß und schützt den Lehm viele Jahre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Restaurierung]] alter Fachwerkbauten haben sich historische Methoden und Rezepte zur Herstellung der äußeren [[Putz (Werkstoff)|Putzschicht]] der Gefache bewährt, die neben [[Weißkalkhydrat]] oder [[NHL-Kalk]]en Zuschläge von gemahlenen [[Backstein|Ziegeln]] sowie teilweise von Fasern enthalten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Maier&amp;quot; /&amp;gt; Gefordert ist ein weicher Putz, der sich bei Temperaturschwankungen wie der darunter befindliche Lehm verhält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Putze und Farben ==&lt;br /&gt;
Zwar befasste sich bereits [[Jakob Ignaz Hittorff]] zu Beginn des 19. Jahrhunderts mit der [[Polychromie|Vielfarbigkeit]] historischer Gebäude, doch wird sie in der [[Denkmalpflege]] erst in jüngerer Zeit systematisch untersucht. Zu den Farben des Gefachs zählen zum Beispiel Rot und grau-grüner [[Ocker]]. Die Balken wurden unter anderem rot, gelb, grau oder schwarz [[Fassung (Bemalung)|gefasst]]. Oftmals liegen verschiedene Farbschichten übereinander.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Josef Maier: &amp;#039;&amp;#039;Vorgegebenes Rissesystem? Baupraktische Beispiele: Farbe und Fachwerk.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Der [[Maler und Lackierermeister]].&amp;#039;&amp;#039; Nr. 3, 2001 ([http://fzarchiv.sachon.de/Zeitschriftenarchiv/Maler-und_Lackierermeister/2001/03_01/ML_02-01_Vorgegebenes_Rissesystem.pdf PDF]; 493&amp;amp;nbsp;kB).&lt;br /&gt;
* [[Johannes Cramer]]: &amp;#039;&amp;#039;Zur Aussenfarbigkeit adliger Landsitze des 16. und 17. Jahrhunderts in Südwestdeutschland.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Burgen und Schlösser]].&amp;#039;&amp;#039; Jahrgang 29, Nr. 2, 1988, S. 102–108, [[doi:10.11588/bus.1988.2.41834]].&lt;br /&gt;
* Johannes Cramer: &amp;#039;&amp;#039;Farbigkeit im Fachwerkbau – Befunde aus dem süddeutschen Raum.&amp;#039;&amp;#039; Deutscher Kunstverlag, München 1990, ISBN 3-422-06056-1 (Zugl.: Hannover, Univ., Habil.-Schr., 1987).&lt;br /&gt;
* Wolfgang Lenze: &amp;#039;&amp;#039;Fachwerkhäuser, restaurieren – sanieren – modernisieren.&amp;#039;&amp;#039; 3., erw. Auflage. Fraunhofer IRB Verlag, Stuttgart 2004, ISBN 3-8167-6431-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* Eintrag [http://www.architektur-lexikon.de/cms/lexikon/40-lexikon-g/557-gefach.html &amp;#039;&amp;#039;Gefach&amp;#039;&amp;#039;]. In: architektur-lexikon.de&lt;br /&gt;
* Begriff [http://www.enzyklo.de/Begriff/Gefach &amp;#039;&amp;#039;Gefach&amp;#039;&amp;#039;] mit Quellennachweisen. In: enzyklo.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauteil (Fachwerk)]]&lt;/div&gt;</summary>
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