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	<title>Gedrosien - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T13:53:59Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gedrosien&amp;diff=794271&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hajo-Muc: /* Geschichte */ war vielleicht eine der oberen Satrapien des Seleukidenreichs</title>
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		<updated>2022-09-09T17:13:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geschichte: &lt;/span&gt; war vielleicht eine der oberen Satrapien des Seleukidenreichs&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Gedrosia-Map-Route-of-Alexander-1823-Lucas.png|mini|rechts|250px|Gedrosien in rosa zeigende Karte des Weges von Alexander dem Großen durch Persien]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gedrosien&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Gedrosia) ist der antike Name einer kargen Bergregion im Süden des heutigen [[Iran]]s und [[Pakistan]]s, die zu den trockensten der Erde zählt. Es grenzte im Süden an den [[Golf von Oman]], im Osten an das [[Indus]]gebiet, im Norden an [[Arachosien]] und [[Drangiana|Drangianien]] und im Westen an [[Karmanien]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Gedrosien war unter anderem eine [[Satrapie]]n des [[Achämenidenreich]]s und wurde von [[Alexander der Große|Alexander dem Großen]] durchzogen, als dieser von seinem Indienfeldzug zurückkehrte. Er war im Herbst 325 v. Chr. mit einem etwa 20.000 Mann starken Heer, das aus erlesenen makedonischen Einheiten und berittenen Bogenschützen bestand, von [[Pattala]] aufgebrochen und durchquerte zunächst das östliche Gedrosien.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Siegfried Lauffer]]: &amp;#039;&amp;#039;Alexander der Große&amp;#039;&amp;#039;, dtv, 3. Auflage München 1993, ISBN 3-423-04298-2, S. 160.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dort stieß er auf das indische Volk der [[Arabiten]] und daraufhin auf den persischen Stamm der [[Oreiten]], den er wegen dessen feindlicher Haltung bekämpfte. In der Folge ließ er Ora, den Hauptort der Oreiten, in eine makedonische Kolonie umwandeln und ernannte [[Apollophanes (Satrap)|Apollophanes]] zum Satrapen Gedrosiens. Der Feldherr [[Leonnatos]], der mit einem Teil der Armee im Gebiet der Oreiten blieb, sollte Apollophanes u. a. bei der Neuanlage von Ora unterstützen. Er konnte einen Aufstand der Oreiten unterdrücken, doch fiel Apollophanes bei den Kämpfen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Arrian]], &amp;#039;&amp;#039;Anabasis&amp;#039;&amp;#039; 6, 21, 3 – 22, 3; [[Quintus Curtius Rufus (Historiker)|Curtius Rufus]], &amp;#039;&amp;#039;Historia Alexandri Magni&amp;#039;&amp;#039; 9, 10, 6 f.; [[Diodor]], &amp;#039;&amp;#039;Bibliothḗkē historikḗ&amp;#039;&amp;#039; 17, 104, 4 – 105, 2.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alexander war unterdessen weitergezogen. Er wollte sich längs der Küste Gedrosiens halten, um in Kontakt mit seiner nachkommenden Flotte zu bleiben und für diese Stützpunkte zu errichten.&amp;lt;ref name=Arr-6-23-1&amp;gt;Arrian, &amp;#039;&amp;#039;Anabasis&amp;#039;&amp;#039; 6, 23, 1.&amp;lt;/ref&amp;gt; Westlich von [[Kokala]] stieß er aber auf das Küstengebirge Taloi und musste sich deshalb ins Landesinnere wenden. Er überquerte den Fluss &amp;#039;&amp;#039;Tomeros&amp;#039;&amp;#039; (heute [[Hungol]]) und kam nun in ein wüstenartiges Gebiet, das nur unter extremen Mühen durchzogen werden konnte.&amp;lt;ref&amp;gt;Siegfried Lauffer, &amp;#039;&amp;#039;Alexander der Große&amp;#039;&amp;#039;, S. 161.&amp;lt;/ref&amp;gt; Stellenweise gab es auch Vegetation, und u. a. wurde hier [[Myrrhe]]harz gewonnen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Alexander Demandt]]: &amp;#039;&amp;#039;Alexander der Große. Leben und Legende.&amp;#039;&amp;#039; C. H. Beck, München 2009, ISBN 978-3-406-59085-6, S. 325.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ferner wird das Vorkommen von Schlangen erwähnt, gegen deren Bisse Alexander indische Ärzte konsultierte. Opfer von Schlangenbissen sollten sich in seinem Zelt melden.&amp;lt;ref&amp;gt;Arrian, &amp;#039;&amp;#039;Indiké&amp;#039;&amp;#039; 15, 11.&amp;lt;/ref&amp;gt; Während des Wüstenmarschs, der etwa von September bis November 325 v. Chr. durchgeführt wurde, herrschte ein sehr heißes Wetter, das im Verbund mit Wassermangel dazu führte, dass der Makedonenkönig befahl, nur bei Nacht zu marschieren.&amp;lt;ref name=Arr-6-23-1/&amp;gt; Den Verzehr von [[Mango]]früchten untersagte er seinen Männern, da diese dann unter [[Durchfall]] litten.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Theophrastos von Eresos|Theophrast]], &amp;#039;&amp;#039;Historia plantarum&amp;#039;&amp;#039; 4, 4, 5.&amp;lt;/ref&amp;gt; Aufgrund der immer größeren Lebensmittelknappheit brachen die Soldaten Getreidevorräte auf, die für die Besatzung der Flotte gedacht gewesen waren.&amp;lt;ref&amp;gt;Arrian, &amp;#039;&amp;#039;Anabasis&amp;#039;&amp;#039; 6, 23, 4 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ferner schlachteten sie Zugtiere. Schließlich musste viel Gepäck und Beute zurückgelassen werden. Auch Kranke und Erschöpfte starben unterwegs.&amp;lt;ref&amp;gt;Curtius Rufus, &amp;#039;&amp;#039;Historia Alexandri Magni&amp;#039;&amp;#039; 9, 10, 14 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Während eines Wolkenbruchs überschwemmte ein dabei entstandener Sturzbach das Lager des Heeres und forderte Tote.&amp;lt;ref&amp;gt;Arrian, &amp;#039;&amp;#039;Anabasis&amp;#039;&amp;#039; 6, 25, 5 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als ein Soldat Alexander einen Helm voll Wasser anbot, schüttete ihn der König mit der Bemerkung, dass er seinen Gefährten nicht voraus haben wolle, aus.&amp;lt;ref&amp;gt;Arrian, &amp;#039;&amp;#039;Anabasis&amp;#039;&amp;#039; 6, 26, 1 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Makedonenkönig war sich seiner Verantwortung bewusst und wirkte nach den antiken Berichten beschämt und bekümmert.&amp;lt;ref&amp;gt;Arrian, &amp;#039;&amp;#039;Anabasis&amp;#039;&amp;#039; 6, 25, 2; Curtius Rufus, &amp;#039;&amp;#039;Historia Alexandri Magni&amp;#039;&amp;#039; 9, 10, 17; Diodor, &amp;#039;&amp;#039;Bibliothḗkē historikḗ&amp;#039;&amp;#039; 17, 105, 6.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er befahl, als Marschrichtung den südwestlichen Kurs einzuhalten, um wieder das Meeresufer zu erreichen. Die einheimischen Führer verloren aber den Weg, woraufhin Alexander selbst mit wenigen Männern die richtige Route suchte. Dabei wählte er die südliche Richtung und stieß endlich bei Patni auf die Küste. Hier konnte trinkbares Grundwasser ergraben werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Arrian, &amp;#039;&amp;#039;Anabasis&amp;#039;&amp;#039; 6, 26, 4 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Armee hatte nun die Möglichkeit, sich wieder zu sammeln, und kam nach einem weiteren Marsch von über 320 km in [[Pura (Gedrosien)|Pura]], der Hauptstadt Gedrosiens, an. Insgesamt hatte der verlustreiche Wüstenmarsch von Ora nach Pura 60 Tage gedauert.&amp;lt;ref&amp;gt;Arrian, &amp;#039;&amp;#039;Anabasis&amp;#039;&amp;#039; 6, 27, 1; Curtius Rufus, &amp;#039;&amp;#039;Historia Alexandri Magni&amp;#039;&amp;#039; 9, 10, 18; Diodor, &amp;#039;&amp;#039;Bibliothḗkē historikḗ&amp;#039;&amp;#039; 17, 106, 1; [[Plutarch]], &amp;#039;&amp;#039;Alexander&amp;#039;&amp;#039; 66, 7 – 67, 1.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der Grund, dass der auf dem Rückweg von Indien nach Persien begriffene Alexander die gefährliche Route durch die gedrosische Wüste gewählt hatte, lag wohl darin, dass es der kürzeste Weg von der Mündung des [[Indus]] nach [[Karmanien]] war, um von dort weiter in die [[Persis]] zu gelangen. Zusätzlich stellten vielleicht hierbei für ihn jene Legenden einen Ansporn dar, die über die von [[Semiramis]] und [[Kyros II.|Kyros dem Großen]] unternommenen mühseligen Wüstenquerungen berichteten.&amp;lt;ref&amp;gt;Arrian, &amp;#039;&amp;#039;Anabasis&amp;#039;&amp;#039; 6, 24, 2 f.; [[Strabon]], &amp;#039;&amp;#039;Geographika&amp;#039;&amp;#039; 15, p. 686 und 722 (nach [[Nearchos]]); dazu Alexander Demandt, &amp;#039;&amp;#039;Alexander der Große&amp;#039;&amp;#039;, S. 324.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In islamischer Zeit, d. h. im Mittelalter, war die unzugängliche, von nomadischen Wüstenvölkern bewohnte Region unter dem Namen [[Makran]] bekannt; später wurde die Bezeichnung [[Belutschistan]] üblich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Aurel Stein]]: &amp;#039;&amp;#039;On Alexander&amp;#039;s Route into Gedrosia: An Archaeological Tour in Las Bela.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;The Geographical Journal.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 102, Nr. 5/6, 1943, {{ISSN|0016-7398}}, S. 193–227, {{doi|10.2307/1789131}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4520980-7|LCCN=n94008155|VIAF=146734279}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Iran)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Perserreich]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hajo-Muc</name></author>
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