<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Gechingen</id>
	<title>Gechingen - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Gechingen"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gechingen&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-28T02:07:27Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gechingen&amp;diff=140755&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wiki-observer: /* Nachbargemeinden */ Grafenau und Wildberg ergänzt, Deufr. u. Dachtel raus da keine Gemeinde</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gechingen&amp;diff=140755&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-06-19T16:40:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Nachbargemeinden: &lt;/span&gt; Grafenau und Wildberg ergänzt, Deufr. u. Dachtel raus da keine Gemeinde&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
|Wappen = DEU Gechingen COA.svg&lt;br /&gt;
|Breitengrad = 48/41/42/N&lt;br /&gt;
|Längengrad = 08/49/44/E&lt;br /&gt;
|Lageplan = Gechingen in CW.svg&lt;br /&gt;
|Bundesland = Baden-Württemberg&lt;br /&gt;
|Regierungsbezirk = Karlsruhe&lt;br /&gt;
|Landkreis = Calw&lt;br /&gt;
|Höhe = 484&lt;br /&gt;
|PLZ = 75391&lt;br /&gt;
|Vorwahl = 07056&lt;br /&gt;
|Gemeindeschlüssel = 08235029&lt;br /&gt;
|LOCODE = DE GEC&lt;br /&gt;
|Straße = Calwer Straße 14&lt;br /&gt;
|Website = [https://www.gechingen.de/ www.gechingen.de]&lt;br /&gt;
|Bürgermeister = Jens Häußler&lt;br /&gt;
|Partei = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gechingen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Gemeinde (Deutschland)|Gemeinde]] im [[Landkreis Calw]] in [[Baden-Württemberg]], der Teil des [[Regierungsbezirk Karlsruhe]] ist, und ein Dorf. Sie gehört zur [[Region Nordschwarzwald]] und weiterhin zur Randzone der europäischen [[Metropolregion Stuttgart]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:20220313 Gechingen DJI 0063.jpg|mini|links|Gechingen Dorf aus nordwestlicher Richtung (2022)]]&lt;br /&gt;
=== Geographische Lage ===&lt;br /&gt;
Gechingen liegt ca. 25&amp;amp;nbsp;km südwestlich von [[Stuttgart]] im [[Heckengäu|Hecken- und Schlehengäu]], wenige Kilometer vom [[Schwarzwald]] entfernt und etwa auf halber Strecke zwischen [[Calw]] und [[Böblingen]]/[[Sindelfingen]]. Durch Gechingen fließt das Flüsschen [[Irm]] (schwäbisch &amp;#039;&amp;#039;Sau&amp;#039;&amp;#039;), welches über [[Aid (Würm)|Aid]] und [[Würm (Nagold)|Würm]] in die [[Enz]] mündet. Der Ortskern selbst liegt im Tal, die umfangreichen Neubaugebiete erstrecken sich auch über die Hanglagen (Gailer, Bergwald, Angel, Kirchberg, Hahnenberg/Gänswasen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachbargemeinden ===&lt;br /&gt;
Nachbarorte sind im Norden [[Althengstett]] und [[Ostelsheim]], nordöstlich [[Grafenau (Württemberg)|Grafenau]], im Osten und Süden [[Aidlingen]] (beide [[Landkreis Böblingen]]), im Südwesten [[Wildberg]] und im Westen [[Stammheim (Calw)|Stammheim]] (Ortsteil von [[Calw]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemeindegliederung ===&lt;br /&gt;
Zur Gemeinde gehören das Dorf Gechingen, der Ort Bergwald und die Höfe Berghöfe, Dachtgrubenhöfe und Waldhof.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band V: Regierungsbezirk Karlsruhe&amp;#039;&amp;#039;. Kohlhammer, Stuttgart 1976, ISBN 3-17-002542-2, S. 475–476&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schutzgebiete ===&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste der Naturdenkmale in Gechingen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Heckengäu-Landschaft um Gechingen ist zum Großteil über verschiedene Schutzgebietskategorien geschützt. Fünf Teilgebiete des [[Naturschutzgebiet (Deutschland)|Naturschutzgebiets]] [[Würm-Heckengäu]] befinden sich auf der Gemarkung. Die weiteren Offenlandflächen sind als [[Landschaftsschutzgebiet]] [[Hecken- und Schlehengäu, Gemarkung Gechingen]] geschützt. Gechingen hat zudem Anteil an zwei [[FFH-Gebiet]]en, dem [[Calwer Heckengäu]] und der [[Gäulandschaft an der Würm]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://udo.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/q/2QDU Daten- und Kartendienst der LUBW]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gechingen Rathaus 4.jpg|mini|Rathaus Gechingen]]&lt;br /&gt;
=== Vorgeschichte und Altertum ===&lt;br /&gt;
Auch wenn vermutlich bereits früher Menschen in der Region gesiedelt haben, stammen die ältesten gesicherten Fundstücke aus der [[Bronzezeit]] (Kirchhalde). Aus der Zeit der [[Kelten]] sind mehrere [[Grabhügel]] entdeckt worden. In den Nachbarorten (Stammheim, Althengstett) gibt es größere Funde aus der späten [[Römer]]zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittelalter ===&lt;br /&gt;
Gechingen gehört zu den ältesten [[Alamannen|alamannischen]] Dörfern. Ortsnamen auf „-ingen“ gehören zu den ersten Ansiedlungen, die im 4. bis 5. Jahrhundert gegründet wurden. Über die Entstehung des Ortsnamens gibt es zwei Vermutungen. Die eine leitet sich von dem Namen „Gacho“ ab. Die Endung „-ing“ war eine Geschlechtsbezeichnung. „Gacho-ingen“ bezeichnet die Mehrzahl, also „bei den Leuten des Gacho“ (vgl. Bildungen wie „[[Merowinger]]“ oder „[[Karolinger]]“). Die andere Deutung bezieht sich auf den Wasserreichtum des Ortes. Die Vorsilbe „ge“ bedeutet „viele“ (wie „Gebirge“ gleich „viele Berge“), „Aach“ oder „Gach“ ist der alte Name für Wasser, daraus könnte Gachingen als „Dorf am Wasser“ entstanden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine [[Kloster Reichenau|Reichenauer]] Chronik von Anfang 1500 berichtet von einer Schenkung um das Jahr 830. Die sechzehn Orte (teils aus nächster Umgebung), die damals an das Kloster Reichenau fielen, sind namentlich genannt. Darunter wird auch „Gaichingen“ erwähnt. Die Schenkung kam von einem Sohn des Calwer Grafen Erlafried († 850) mit Namen Noting. Er war Bischof in dem oberitalienischen [[Erzbistum Vercelli|Bistum Vercelli]]. Eine weitere gesicherten Nennung erfolgte im Jahr 1200. Ein Marquart von Gechingen schenkte dem [[Kloster Hirsau]] zwei [[Hufe|Huben]]. Das Wappenbuch des Landkreises Calw verzeichnet als Erstnennung Gechingens im [[Codex Hirsaugiensis]] das Jahr 1150.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 15. Jahrhundert kaufte das [[Kloster Herrenalb]] Gechingen von den Tübinger Pfalzgrafen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neuzeit ===&lt;br /&gt;
1534 wurde unter [[Ulrich (Württemberg)|Herzog Ulrich]] die [[Reformation]] in Gechingen eingeführt. Mit der damit einhergehenden [[Säkularisation]] des Klosters Herrenalb wurde Gechingen [[Württemberg|württembergisch]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Errichtung des [[Königreich Württemberg|Königreichs Württemberg]] wurde Gechingen 1808 dem [[Oberamt Calw]] zugeordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1881 fiel ein Großteil der damaligen Häuser einem Großbrand infolge Brandstiftung zum Opfer. Sämtliche Häuser der heutigen Gartenstraße (rechtsseitig) wurden ein Raub der Flammen. Noch heute wird berichtet, dass ein Mann um das heutige Anwesen Dachteler Str. 3 mit einer Bibel gelaufen ist und gebetet hat, dass das Haus nicht auch den Flammen zum Opfer fällt. Das Haus hatte lediglich leichte Brandschäden, wobei die umliegenden Häuser alle bis auf die Grundmauern abbrannten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der [[Württemberg zur Zeit des Nationalsozialismus|NS-Zeit in Württemberg]] fanden zwei Kreisreformen statt. Zunächst gab es 1934 lediglich eine Umbenennung des Oberamts in Kreis Calw, dem Gechingen von 1934 bis 1938 angehörte. Mit der größeren Kreisreform von 1938 kam Gechingen zum erweiterten [[Landkreis Calw]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 20. April 1945, kurz vor Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]], erlebte Gechingen einen Luftangriff, bei dem sieben Menschen ums Leben kamen, darunter ein französischer Kriegsgefangener. Auf dem Gechinger Friedhof wurden alle Opfer in einem Grab beigesetzt. Bereits am nächsten Tag besetzten Französische Soldaten den Ort ohne größeren Widerstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Ort Teil der [[Französische Besatzungszone|Französischen Besatzungszone]] und erfuhr somit die Zuordnung zum neu gegründeten Land [[Württemberg-Hohenzollern]], welches 1952 im Land Baden-Württemberg aufging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1960er Jahren entstand der Ortsteil Bergwald als reine Wohnsiedlung. In den 1970er und 1980er Jahren expandierte die Gemeinde durch die benachbarten Ansiedlung von größeren Firmen wie [[Daimler AG|Daimler]] und [[IBM]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hochwasser 2009 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Gechingen-Hochwasser2.JPG|mini|Hochwasser in Gechingen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Irm am 16. August 2018.jpg|links|mini|Die Irm im Sommer 2018]]&lt;br /&gt;
Am Freitag, dem 15. Mai 2009, wurde das Gebiet um Gechingen, Althengstett und Ostelsheim von einem gewaltigen Unwetter befallen, das eine Überflutung von Straßen und Feldern bewirkte. Der starke Regen führte zu einer kompletten Überflutung ab der Dorfäckerstraße, die Wassermassen flossen weiter in den Ortskern, vorbei an dem Rathaus und weiter zur Irm. Eine Art Fluss hatte sich durch Gechingen gebildet. Die Irm weitete sich auf 30 Meter aus und floss weiter in Richtung Aidlingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das Hochwasser waren etliche Keller und Garagen geflutet worden, selbst die Pflastersteine im Ortskern wurden weggespült. Ein Lebensmittelladen in Gechingen konnte wegen eines Totalschadens nicht wieder in Betrieb genommen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Polizei musste sämtliche Zufahrtsstraßen nach Gechingen sperren. Mehrere [[Freiwillige Feuerwehr]]en aus dem Landkreis waren mit rund 300 Mann im Einsatz. Sie mussten vor allem vollgelaufene Keller leer pumpen. Dabei entstanden durch aufgeschwemmte Heizöltanks zunächst die größten Probleme. Mehrere Tiefgaragen, in denen einige Fahrzeuge geparkt waren, standen bis zur Decke unter Wasser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut Schätzungen der Polizei betrug der Schaden um die 4 Millionen Euro.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Hochwasser in Aidlingen, Gechingen, Deufringen |Sammelwerk=Tilo Hensel |Datum=2009-05-16 |Online=https://tilo-hensel.de/hochwasser-in-aidlingen-gechingen-deufringen |Abruf=2018-08-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
=== Verwaltungsverband ===&lt;br /&gt;
Gechingen ist eine eigenständige Kommune und gehört zum [[Gemeindeverwaltungsverband Althengstett]], zum [[Landkreis Calw]], zur [[Region Nordschwarzwald]], [[Regierungsbezirk Karlsruhe]], [[Baden-Württemberg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bürgermeister ===&lt;br /&gt;
[[Bürgermeister]] ist Jens Häußler. Im Oktober 1994 wurde Jens Häußler im zweiten Wahlgang mit 56 Prozent der Stimmen zum Bürgermeister von Gechingen gewählt. Im Jahr 2002 wurde er mit 83 Prozent, 2010 mit 92 Prozent der abgegebenen Stimmen bestätigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemeinderat ===&lt;br /&gt;
Die [[Kommunalwahlen in Baden-Württemberg 2024|Kommunalwahl am 9. Juni 2024]] ergab folgende Stimm- und Sitzverteilung:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://wahlergebnisse.komm.one/lb/produktion/wahltermin-20240609/08235029/praesentation/ergebnis.html?wahl_id=3673&amp;amp;stimmentyp=0&amp;amp;id=ebene_-12111_id_19550 Wahlinformationen des Kommunalen Rechenzentrums Stuttgart]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Wahlbeteiligung lag bei 68,74 %.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- align=&amp;quot;right&amp;quot; style=&amp;quot;background:#FFFFFF&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | Bürger-Union || 32,16 %|| 5 Sitze || 2019: 47,0 %, 7 Sitze&lt;br /&gt;
|- align=&amp;quot;right&amp;quot; style=&amp;quot;background:#FFFFFF&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | [[Freie Wähler Landesverband Baden-Württemberg|Gechinger Freie Wählergemeinschaft]] || 53,42 %|| 7 Sitze || 2019: 28,9 %, 4 Sitze&lt;br /&gt;
|- align=&amp;quot;right&amp;quot; style=&amp;quot;background:#FFFFFF&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]] || 14,42 %|| 2 Sitze || 2019: 26,1 %, 3 Sitze&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Haushalt ===&lt;br /&gt;
Die Gemeinde Gechingen ist mit Stand vom 31.&amp;amp;nbsp;Dezember 2021 [[Staatsverschuldung|schuldenfrei]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle| url=https://www.statistik-bw.de/Presse/Pressemitteilungen/2022228 |titel=95 Gemeinden im Südwesten ohne Schulden |titelerg=Baden-Württemberg: Durchschnittliche Pro-Kopf-Verschuldung der Gemeinden bei 1&amp;amp;nbsp;355 Euro |werk=statistik-bw.de |hrsg=[[Statistisches Landesamt Baden-Württemberg]] |datum=2022-08-29 |abruf=2023-04-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wappen ===&lt;br /&gt;
Das 1955 verliehene Wappen zeigt in Gold auf blauem Dreiberg einen aufgerichteten roten Löwen, der in den Pranken einen blauen Abtsstab hält. Es enthält Elemente das Calwer Wappens (Löwe und Dreiberg), der Abtsstab deutet die ehemalige Zugehörigkeit zu den Klöstern Herrenalb und später [[Merklingen]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religionen ==&lt;br /&gt;
Gechingen ist seit der Reformation [[Evangelische Kirche|evangelisch]] geprägt und hat bis heute eine evangelische Kirchengemeinde ([[Kirchenbezirk Calw-Nagold]]); [[römisch-katholische Kirche|römisch-katholische]] Bürger werden von Aidlingen aus betreut. Ferner existiert unter anderem eine Kapelle der [[Siebenten-Tags-Adventisten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
Gechingen besitzt ein [[Gewerbegebiet]] am Ortsausgang Richtung [[Gültlingen (Wildberg)|Gültlingen]]. Der größte Betrieb ist der Medizingerätehersteller Dürr Optronik (früher Gechinger Motoren Dürr+Co), ein Unternehmen der [[Dürr Dental|Dürr-Dental]]-Gruppe, daneben gibt es kleinere Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe. Ein erheblicher Anteil der Berufstätigen sind [[Pendler]] nach [[Böblingen]], [[Sindelfingen]] oder Stuttgart.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verkehr ===&lt;br /&gt;
Verkehrsmäßig ist Gechingen über Kreisstraßen in Richtung [[Calw]] und Böblingen angeschlossen. Die nächste Autobahn-Anschlussstelle ([[Gärtringen]]) liegt etwa zehn Kilometer östlich ([[A 81]]). Von Böblingen über Aidlingen-Dachtel und Gechingen nach Calw verkehrt eine Buslinie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildungseinrichtungen ===&lt;br /&gt;
In Gechingen gibt es eine [[Grundschule]] (Schlehengäuschule) mit Turnhalle und Hallenbad.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
=== Martinskirche ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martinskirche Gechingen 2.jpg|alternativtext=|mini|Martinskirche Gechingen]]&lt;br /&gt;
Die 1481 errichtete Martinskirche ist die Pfarrkirche der evangelischen Kirchengemeinde Gechingen&amp;lt;ref name=&amp;quot;rdhsGechingen&amp;quot;&amp;gt;[https://www.kirche-gechingen.de/ Website der Evangelischen Kirchengemeinde Gechingen]&amp;lt;/ref&amp;gt; im [[Kirchenbezirk Calw-Nagold]]. Verschiedene Quellen bezeugen, dass es in Gechingen bereits vor dieser eine ältere Kirche gab. Der Kirchenname erinnert wohl an [[Martin von Tours]] (um 316–397), daher ist es wahrscheinlich, dass die erste Kirche in [[Fränkisches Reich|fränkischer]] Zeit, also um 700 entstand, da Martin der Schutzheilige Frankens war. Das [[Kirchenpatronat|Patronat]] hatten zum Teil Baden und die Truchsessen von Waldeck inne, die es 1417/28 an Württemberg übergaben. Der badische Anteil wurde 1453 dem katholischen Chorherrenstift [[Baden-Baden]] einverleibt. Erst 1806 gelangte die bereits 1534 mit der Reformation protestantisch gewordene Kirche an Württemberg. Die spätgotische Kirche erhielt 1568 einen Turm und 1743 ein neues Langhaus. 1865 bis 1867 wurde die Kirche um 120 Plätze vergrößert. Der Kirchturm wurde 1876 von 24 auf 42 Meter erhöht. Eine Orgel vom Orgelbauer [[Johann Viktor Gruol der Jüngere|Johann Viktor Gruol]] aus [[Bissingen an der Teck]] aus dem Jahr 1842 befindet sich heute in der [[Musikhistorische Sammlung Jehle|Musikhistorischen Sammlung Jehle]] im [[Stauffenberg-Schloss]] in [[Albstadt]]-[[Lautlingen]]. Das dreistimmige [[Kirchenglocke|Geläut]] wurde im Jahr 1495 von dem Heilbronner Glockengießer [[Bernhart Lachaman der Ältere|Bernhart Lachaman]] gegossen. Die kleinste Glocke musste aber sowohl im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] als auch – nach Neuguss – im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] zur Rüstungsproduktion abgeliefert werden. 1951 wurde das Geläut wieder vervollständigt durch einen erneuten Guss der kleinen Glocke durch die [[Kurtz (Glockengießerfamilie)|Gießerei Kurtz]] in Stuttgart.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=https://www.kirche-gechingen.de/wir-ueber-uns/gebaeude-und-geschichte/gelaeut/ |wayback=20210413221525 |text=Evangelische Kirchengemeinde Gechingen – Geläut |archiv-bot=2025-03-22 05:02:10 InternetArchiveBot }}, abgerufen am 20. Oktober 2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei einem Luftangriff gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Kirche erheblich beschädigt, zu einer Instandsetzung kam es erst Anfang der 1950er Jahre. In diesem Zusammenhang schuf der Stuttgarter Glaskünstler [[Wolf-Dieter Kohler]] 1954 das bleiverglaste Rundfenster über dem Altar. Es enthält als zeitgeschichtlich sprechendes Bekenntnis nach NS-Zeit und Krieg in der Mitte das Zeichen des wahren Herrn der Welt, die [[Majestas Domini]], umgeben von vier biblischen Szenen: Sündenfall sowie Geburt, Taufe und Kreuzabnahme Jesu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der evangelischen Gemeinde wirkte von 1960 bis 1972 [[Adolf Burkhardt (Pfarrer)|Adolf Burkhardt]] als Pfarrer. Er gründete eine [[Esperanto]]-Gruppe, deren Mitglieder bis heute für die internationale Sprache eintreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwa einmal monatlich findet in der Kirche ein katholischer Gottesdienst statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Heimatmuseum ===&lt;br /&gt;
Das Museum Appeleshof bietet Einblicke in die Geschichte und Lebensweise der Bewohner Gechingens.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.schwarzwaldverein-gechingen.de/index.php?page=heimatmuseum |titel=Schwarzwaldverein Gechingen e.&amp;amp;nbsp;V. – HEIMATMUSEUM |abruf=2018-08-16 |sprache=de-DE |archiv-datum=2018-08-17 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20180817023025/https://www.schwarzwaldverein-gechingen.de/index.php?page=heimatmuseum |offline=ja |archiv-bot=2025-03-22 05:02:10 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Söhne und Töchter der Gemeinde ==&lt;br /&gt;
* [[Friedrich von Brackenhammer]] (1810–1889), Theologe, Generalsuperintendent von Heilbronn&lt;br /&gt;
* [[Elsa-Klara Schmidt]] (1891–1965), Brauerei-Unternehmerin und Kunstsammlerin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{OberamtWürtt |Oberamt=Calw |Titel=Gechingen |Wikisource=Kapitel B 14 |Seite=216–222}}&lt;br /&gt;
* Fritz Roller: &amp;#039;&amp;#039;Gechinger Chronik, 1996&amp;#039;&amp;#039; (Arbeitskreis Heimatgeschichte im Schwarzwaldverein Gechingen)&lt;br /&gt;
* Karl Friedrich Eßig: Heimatbuch&lt;br /&gt;
* [https://www.junge-wissenschaft.ptb.de/fileadmin/paper/bis_2017/pdf/juwi-113-2017-04.pdf Junge Wissenschaft 113 / 2017]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Gechingen}}&lt;br /&gt;
* [https://www.gechingen.de/ Homepage der Gemeinde Gechingen]&lt;br /&gt;
* [https://www.gechingen-bergwald.de/ Website zum Ortsteil Bergwald]&lt;br /&gt;
* [http://www.appeleshof.de/ Homepage des Museums Appeleshof]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Landkreis Calw}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4113677-9}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Calw]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gechingen| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung im 10. Jahrhundert]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wiki-observer</name></author>
	</entry>
</feed>