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	<title>Geburtstag - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;BrunoBoehmler: /* Herkunft */ Zeichensetzung, Kleinkram</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Herkunft: &lt;/span&gt; Zeichensetzung, Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt das biografische Datum. Zur Bedeutung von [[Der Geburtstag]] siehe dort. Zum mathematischen Fachbegriff siehe [[Surreale Zahl#„Ins Unendliche und darüber hinaus“]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Birthday cake28.jpg|mini|[[Geburtstagstorte]] mit 28 Kerzen und dem Schriftzug &amp;#039;&amp;#039;Happy Birthday&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:C J Lasch Wir gratulieren zum Geburtstag.jpg|mini|[[Carl Johann Lasch]]: &amp;#039;&amp;#039;Wir gratulieren zum Geburtstag&amp;#039;&amp;#039; (Kinder überbringen eine Geburtstagskarte und Blumen, 19. Jh.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Geburtstagsglückwunschschreiben Zusatzversorgungskasse der Stadt Köln zum 75. Geburtstag - 1998.jpg|mini|Glückwunschschreiben eines Arbeitgebers zum 75. Geburtstag eines ehemaligen Mitarbeiters, 1998]]&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Geburtstag&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (gehoben: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wiegenfest&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) wird sowohl der [[Tag]] der [[Geburt]] einer [[Person]] als auch der [[Jahrestag]] dieses Ereignisses bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Jahrestage werden mit der Zahl der [[Jahr]]e seit der Geburt benannt, an der ersten Wiederkehr des &amp;#039;&amp;#039;Tages der Geburt&amp;#039;&amp;#039; (1. Geburtstag) ist ein Kind also 1 Jahr alt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da der Tag der Geburt selbst den Beginn des 1. Lebensjahres markiert, wird im Allgemeinen ein Tag der Wiederkehr dem nächsten Lebensjahr zugeordnet, nämlich die erste Wiederkehr dem 2. Lebensjahr: Am Geburtstag bereits betritt das Kind im Alter von 1 Jahr das 2. Lebensjahr, das es mit dem 2. Geburtstag nach 12 Monaten abschließt usw. So ist es auch im [[Bürgerliches Gesetzbuch|Bürgerlichen Gesetzbuch]] (BGB) geregelt, welches die Vollendung eines Lebensjahrs bei Ablauf desjenigen Tages definiert, welcher dem Tag der Wiederkehr des Tages der Geburt vorausgeht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weit verbreiteter [[Brauch]] ist es, seinen Geburtstag mit [[Freundschaft|Freunden]] und [[Verwandte]]n zu [[Fest|feiern]]. Bei Kindern sind zusätzlich zu der Feier mit Verwandten [[Kindergeburtstag]]e üblich. In vielen Ländern ist es außerdem verbreitet, die Person zu [[Geschenk|beschenken]]. Genauso gibt es auch den Brauch, dass eine Person an ihrem Geburtstag anderen etwas schenkt. Ein weiterer stark verbreiteter Geburtstagsbrauch ist, einen [[Geburtstagskuchen]] oder eine [[Geburtstagstorte]] mit genau der dem Geburtstag entsprechenden Anzahl an [[Kerze]]n zu verzieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist üblich, einer Person zum Geburtstag zu gratulieren oder ein [[Geburtstagslied]] zu singen. In vielen Teilen der Welt ist das englische Lied &amp;#039;&amp;#039;[[Happy Birthday]]&amp;#039;&amp;#039; verbreitet. Sollte es nicht möglich sein, persönlich zu gratulieren, ist es als Geste der Aufmerksamkeit üblich, per Post, Telefonat, [[E-Mail]] oder [[Short Message Service|SMS-Nachricht]] einen Geburtstagsgruß zu übermitteln. Während es in [[Deutschland]] angeblich Unglück bringt, vor dem Geburtstag zu gratulieren, sind in manchen Regionen [[Österreich]]s der Glückwunsch und die Feier am Vorabend üblich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besondere Geburtstage sind die [[Volljährigkeit]] oder runde Geburtstage (z.&amp;amp;nbsp;B. 30., 50., 75., …), zu denen es unter Umständen regional weitere, spezielle Bräuche gibt. Dazu gehören beispielsweise der [[Schachtelkranz]] bzw. [[Sockenkranz]] zum 25. oder das [[Domtreppenfegen]] zum 30. Geburtstag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Geburtstag&amp;#039;&amp;#039; wird auch im übertragenen Sinne für &amp;#039;&amp;#039;(Gründungs-)[[Jubiläum]]&amp;#039;&amp;#039; (einer Firma, einer Institution, eines Bauwerkes usw.), z. B. „[[Hafengeburtstag]]“, verwendet; die Gründung, Errichtung oder Eröffnung wird in diesem Fall als „Geburt“ aufgefasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft ==&lt;br /&gt;
Kulturhistorisch geht der moderne Brauch der Geburtstagsfeier auf die frühe Hochkultur des [[Altes Ägypten|Alten Ägypten]] sowie die Kultur der Antike ([[Antikes Griechenland|Griechen]] und [[Römisches Reich|Römer]]) zurück. Bei den Ägyptern wurde die Geburtstagsfeier zu Ehren des Königs ([[Pharao]]), Sohn der Himmelsgottheiten, abgehalten. Bei den Griechen und Römern hingegen diente die Geburtstagsfeier zur Anrufung von [[Geistwesen|Schutzgeistern]], um die gefeierte Person vor Schlechtem zu bewahren. Geburtstagsgeschenke stellten dabei ein Opfer an den Schutzgeist dar. Auch das [[Ahnenkult|Ahnen]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;gedenken spielte eine Rolle. Ursprünglich waren monatliche Feiern, meist von Gemeinschaften am selben Tag geborener Menschen, üblich. Ein Bezug zu angeblich am selben Tag geborenen Göttern war das Verbindende. Einladungen, [[Segen]]s&amp;lt;nowiki /&amp;gt;wünsche, Geschenke, Reden und [[Lyrik|Gedichte]] waren üblich.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Claudia Englhofer: &amp;#039;&amp;#039;Geburtstag.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Der Neue Pauly.&amp;#039;&amp;#039; Band 4, Stuttgart 1998, Sp. 843–845 (auch: Brill Online, 2015 [http://referenceworks.brillonline.com/entries/der-neue-pauly/der-neue-pauly-dnp-SIM_001 DER NEUE PAULY (DNP) – Brill Reference]); [[Alfred Stuiber]]: &amp;#039;&amp;#039;Geburtstag.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Reallexikon für Antike und Christentum.&amp;#039;&amp;#039; Band 9, 1976, Sp. 217–243; [[Christian Petersen (Philologe)|Christian Petersen]]: &amp;#039;&amp;#039;Ursprung, Art und Bedeutung der Geburtstagsfeier bei den alten Völkern.&amp;#039;&amp;#039; In: G. Westermann (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Westermann&amp;#039;s illustrierte deutsche Monatshefte.&amp;#039;&amp;#039; 9. Band, G. Westermann, Oktober 1860 – März 1861, S.&amp;amp;nbsp;327 ({{Google Buch|BuchID=DbocAQAAMAAJ|Seite=327}}) Vgl. auch den Bericht über den gleichnamigen Vortrag Petersens in Hamburg zu [[Johann Joachim Winckelmann]]s Geburtstag in &amp;#039;&amp;#039;Archäologischer Anzeiger zur Archäologischen Zeitung, Jahrgang XIII&amp;#039;&amp;#039; Nr. 84 Dezember 1855, Spalte 108–109. [http://www.archive.org/stream/archaologischez13deut#page/n169/mode/2up archive.org]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach [[Herodot]] (5. Jahrhundert v. Chr.) ist der Geburtstag von allen Tagen im Jahr derjenige, den die Perser am meisten feiern. Es sei üblich, die Tafel an diesem Tag mit einer stärkeren Versorgung als gewöhnlich auszustatten: Die reicheren Leute essen vollständig gebackene Kuh, Pferd, Kamel oder Esel, während die ärmeren Klassen stattdessen kleinere Rinder verwenden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web|url=http://www.iranicaonline.org/articles/herodotus-iii|title=HERODOTUS iii. DEFINING THE PERSIANS – Encyclopaedia Iranica|last=electricpulp.com|website=www.iranicaonline.org|access-date=2017-11-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Cite web|url=http://legacy.fordham.edu/halsall/ancient/herodotus-persians.asp|title=Internet History Sourcebooks|website=legacy.fordham.edu|access-date=2017-12-10|archiveurl=https://web.archive.org/web/20141209212318/http://legacy.fordham.edu/halsall/ancient/herodotus-persians.asp|archivedate=2014-12-09|offline=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der römischen Kaiserzeit wurde der Geburtstag des Herrschers sowie der Mitglieder seiner Familie mit Dankfesten feierlich begangen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [[Kurt Latte]]: &amp;#039;&amp;#039;Römische Religionsgeschichte&amp;#039;&amp;#039; (= Handbuch der Altertumswissenschaft. 5, 4). München 1960, S.&amp;amp;nbsp;313&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nicht zuletzt wegen seiner Bedeutung in der [[Astrologie]] konnten der Geburtstag und an ihm vorkommende besondere Ereignisse mit zahlreichen [[Mystik|mystisch]]-[[Magie|magischen]] Vorstellungen über deren Vorbedeutung für das [[Schicksal]] des Betroffenen mit entsprechendem [[Apotropäische Handlung|apotropäischen]] (‚abwehrenden‘) Brauchtum bzw. [[Ritual]]en verbunden sein. Das Geburtstagsbrauchtum wurde im [[Heidenchristen|heidenchristlichen]] kirchlichen ‚[[Hochfest der Geburt des Herrn]]‘ (lat. &amp;#039;&amp;#039;Sollemnitas in nativitate Domini&amp;#039;&amp;#039;, „Weihnachten“) integriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis in die internationale Gegenwartskultur hinein hat sich verschiedenes Geburtstagsbrauchtum erhalten und weiterentwickelt (symbolische Geburtstagsgaben, Geburtstagskerzen, Geburtstagskuchen usw.).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Stuiber&amp;quot;&amp;gt;Vgl. Stuiber: &amp;#039;&amp;#039;Geburtstag.&amp;#039;&amp;#039; Kummer: &amp;#039;&amp;#039;Geburtstag.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im christlichen Mittelalter feierten gewöhnliche Leute dann den Tag ihres Heiligen (den Heiligen, nach dem sie benannt wurden), aber im Adel feierte man den Jahrestag der Geburt. Die „Squire&amp;#039;s Tale“, eine von Chaucers [[Canterbury Tales]], beginnt damit, dass König Cambuskan ein Fest verkündet, um seinen Geburtstag zu feiern.&amp;lt;ref&amp;gt;Margaret Hallissy (1995) [https://books.google.com/books?id=VSvLJ8tWKyQC&amp;amp;printsec=frontcover &amp;#039;&amp;#039;A Companion to Chaucer&amp;#039;s Canterbury Tales&amp;#039;&amp;#039;], Greenwood Publishing Group ISBN 0313291896, S.&amp;amp;nbsp;300&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Judentum]] stand und steht den heidnischen Geburtstagskulturen ablehnend gegenüber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Im Christentum ==&lt;br /&gt;
Die [[Christentum|Christliche]] Bibel erwähnt Geburtstagsfeiern an lediglich drei Stellen explizit, eine davon in dem zu den [[Spätschriften des Alten Testaments]] gehörenden [[2. Buch der Makkabäer]], jeweils begangen von gottfeindlichen Herrschern:&lt;br /&gt;
* der Geburtstag des [[Pharao]], an dem dieser den [[Mundschenk]] [[Begnadigung|begnadigt]] und den Bäcker aufhängen lässt ({{B|Gen|40|20}}),&lt;br /&gt;
* der Geburtstag des [[Antiochos IV. Epiphanes]], bei dem die Juden mit roher Gewalt zum Opferschmaus getrieben wurden ({{B|2 Makk|6|7}}),&lt;br /&gt;
* der Geburtstag des [[Herodes Antipas]], der zur Enthauptung des [[Johannes der Täufer|Täufers Johannes]] führte ({{B|Mt|14|6}} sowie {{B|Mk|6|21}}).&lt;br /&gt;
Nach manchen christlichen Auslegern gebe es auch eine positive Erwähnung von Geburtstagsfeiern in der Bibel:&lt;br /&gt;
* die „Tage“ der Söhne des [[Ijob]], nach denen Ijob – der kein Jude war – zur Heiligung seiner Söhne jedes Mal Opfer bringt, für den Fall, dass diese sich während des veranstalteten Festmahls versündigt haben ({{B|Ijob|1|4–5}}).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im entstehenden Christentum wurde der &amp;#039;&amp;#039;Geburtstag Christi&amp;#039;&amp;#039; schon früh gefeiert. Er ist heute als [[Weihnachten]] bekannt. In der afrikanischen, ägyptischen und altpalästinensischen Kirche wurde die Geburt Christi im 3. und 4. Jahrhundert unterschiedlich gefeiert, nämlich im Januar, April oder Mai. [[Clemens von Alexandria]], [[Augustinus]] und [[Gregor von Nazianz]] berichten von verschiedenen Daten.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Stromata&amp;#039;&amp;#039; I, 21, zitiert nach Cyril Charles Martindale: [http://www.newadvent.org/cathen/03724b.htm Eintrag „Christmas“], in: &amp;#039;&amp;#039;The Catholic Encyclopedia&amp;#039;&amp;#039;. Band 3, Robert Appleton Company, New York 1908.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Augustinus, &amp;#039;&amp;#039;Sermones&amp;#039;&amp;#039; 202.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=Martindale&amp;gt;Cyril Charles Martindale: [http://www.newadvent.org/cathen/03724b.htm Eintrag „Christmas“], in: &amp;#039;&amp;#039;The Catholic Encyclopedia&amp;#039;&amp;#039;. Band 3, Robert Appleton Company, New York 1908.&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus [[Zypern]], [[Armenien]] und [[Mesopotamien]] im 4. Jahrhundert ist der 6. Januar als kirchliches Geburtstagsfest Christi belegt.&amp;lt;ref&amp;gt;M. L. McClure und Charles L. Feltoe (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The pilgrimage of Etheria&amp;#039;&amp;#039;. Society for promoting Christian knowledge&amp;amp;nbsp;/ The Macmillan company, London und New York [1919], [https://archive.org/stream/pilgrimageofethe00mccliala#page/52/mode/2up S. 52 f.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=Martindale/&amp;gt; Die armenische Kirche hält bis heute am Festtermin vom 6. Januar fest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im christlichen Raum kamen Geburtstagsfeiern dann allmählich seit dem 4./5. Jahrhundert auf, zunächst für die teils vergöttlichten &amp;#039;&amp;#039;(divus)&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Dies bezeugen insbesondere Inschriften, vgl. zum Beispiel CIL VI 36960.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Liste der römischen Kaiser der Antike|Kaiser]] sowie für Personen des christlichen Kultus wie [[Maria (Mutter Jesu)|Maria]] und [[Johannes der Täufer|Johannes den Täufer]]. Wichtiger für die kultische Praxis war aufgrund der Tradition der Verehrung von todesbereiten Glaubenszeugen, der sogenannten [[Märtyrer]], der [[Todestag]], der – als Eintritt in das wahre, [[Ewiges Leben|ewige Leben]] interpretiert – oft als Geburtstag &amp;#039;&amp;#039;(dies natalis)&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet wurde. Bis ins 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert bleiben private Geburtstagsfeiern vereinzelt und finden allenfalls in höheren Gesellschaftsschichten statt. Die Feier des Geburtstags verbreitete sich zunächst eher in [[Evangelische Kirche|protestantischen]] Gebieten, während im [[Katholizismus|katholischen Raum]] bevorzugt der [[Namenstag]] gefeiert wurde. Erst in jüngerer Zeit hat sich auch unter Katholiken die Feier des Geburtstages durchgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Weihnachtsfest kann als Geburtstagsfest gesehen werden: Nach der Tradition vieler christlichen Kirchen wird am 25. Dezember bzw. am 6. Januar das ‚[[Hochfest der Geburt des Herrn]]‘ gefeiert. Außerdem wird in verschiedenen christlichen Kirchen an [[Pfingsten]] traditionell der „Geburtstag der Kirche“ gefeiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus Beitl: &amp;#039;&amp;#039;Geburtstag.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon für Theologie und Kirche.&amp;#039;&amp;#039; Herder, Freiburg im Breisgau 2009, Band 4, Sp. 335.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die christliche Religionsgemeinschaft der [[Zeugen Jehovas]] lehnt unter Berufung auf die Praxis der frühen Christen das Feiern von Geburtstagen einschließlich des Weihnachtsfestes in jeglicher Form ab.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=George D. Chryssides |Titel=Jehovah&amp;#039;s Witnesses. Continuity and Change |Verlag=Ashgate |Ort=Farnham / Burlington |Datum=2016 |Seiten=199–201 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Im Judentum ==&lt;br /&gt;
Die einzige Erwähnung einer Feier zum Gedenken an den Tag der Geburt ({{heS|יוֹם הֻלֶּדֶת&amp;amp;lrm;|jôm hullædæt}}) in der [[Jüdische Bibel|Jüdischen Bibel]] betrifft den Geburtstag des ägyptischen Pharao {{Bibel|Gen|40|20}}. Dementsprechend negativ und kritisch wurden Geburtstagsfeiern von den [[Rabbiner]]n behandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Bar Mizwa]] 13-jähriger jüdischer Jungen oder [[Bat Mizwa]] für 12-jährige jüdische Mädchen ist vielleicht die einzige jüdische Feier, die oft im Zusammenhang mit einem kalendarischen Geburtstag stattfindet. Bar und Bat Mitzwa bezeichnet sowohl den Status als auch den Tag und die Feier, an dem die religiöse Mündigkeit, d.&amp;amp;nbsp;h. die Erlangung religiöser Reife nach jüdischem Recht, eintritt. Trotz moderner Feiern, bei denen ein säkulares „Geburtstag“-Element den religiösen Ritus überschatten kann, ist das Wesen einer Bar-Mizwa- oder Bat-Mizwa-Feier religiösen Ursprungs. Am 13. oder 12. Geburtstag wird das jüdische Kind ein &amp;#039;&amp;#039;Bar Mizwa&amp;#039;&amp;#039; (‚Sohn des Gebots‘) oder eine &amp;#039;&amp;#039;Bat Mizwa&amp;#039;&amp;#039; (‚Tochter des Gebots‘), und eine mögliche Feier kann an diesem Kalendertag oder an jedem Datum danach stattfinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Im Islam ==&lt;br /&gt;
In manchen konservativen Strömungen des [[Islam]] gilt das Feiern von Geburtstagen als [[Christentum|christlicher]] oder vermeintlich [[Judentum|jüdischer]] Brauch, der für [[Muslim]]e verboten sei.&amp;lt;ref name=&amp;quot;islamins-4352806366&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.islaminstitut.de/Anzeigen-von-Fatawa.43+M547a2359633.0.html |titel=Fatwa über die Frage, ob Geburtstagsfeiern im Islam erlaubt sind |werk=islaminstitut.de |zugriff=2015-01-19|archiv-url=https://web.archive.org/web/20150119212809/http://www.islaminstitut.de/Anzeigen-von-Fatawa.43+M547a2359633.0.html |archiv-datum=2015-01-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Lediglich das Feiern des Geburtstags des Religionsgründers [[Mohammed]] ist weit verbreitet, indem seine Geburtsgeschichte erzählt wird, Essen verteilt wird und Kinder beschenkt werden (siehe [[Maulid an-Nabī]]). Aber das wird von einigen Muslimen als unislamisch und daher verboten angesehen, da der Prophet selber seinen Geburtstag nicht gefeiert habe und die Muslime sich nach seinem Vorbild (der sogenannten Sunnah) richten müssten. Jedoch soll der Prophet Muhammad gesagt haben, dass es erlaubt sei, etwas Neues in den Islam einzuführen, wenn es einen Nutzen hat (überliefert von Imām Muslim, im Sahih Muslim&amp;lt;ref&amp;gt; {{Webarchiv|text=islamlehrer.de |url=http://www.islamlehrer.de/index.php/tutorials-menu-48/configuring-the-template/266-die-uebereinstimmung-die-gute-neuerung-und-die-feier-anlaesslich-der-geburt-des-propheten-muhammad-1 |wayback=20141202170906 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;). Der Großteil der muslimischen Gemeinde sieht den Nutzen darin, dass die Muslime an die Geburtsgeschichte des Propheten erinnert werden und ihren Glauben dementsprechend stärken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In anderen Strömungen des Islam wird diese Einstellung nicht geteilt. So wird im [[Schiiten|schiitischen]] [[Iran]] der Geburtstag der Tochter Mohammeds, [[Fatima bint Muhammad]], als [[Muttertag]] zelebriert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web|url=http://en.mehrnews.com/detail/News/102655|title=Iran marks Mother&amp;#039;s Day|date=2014-04-20|publisher=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;debano&amp;quot;&amp;gt;{{cite web |title=Singing against Silence: Celebrating Women and Music and the Fourth Jasmine Festival |language=en |author=Wendy S. DeBano |work=Music and the Play of Power in the Middle East, North Africa and Central Asia |series=Soas Musicology Series |editor=Laudan Nooshin |publisher=[[Ashgate Publishing]] |date=2009 |isbn=9780754634577 |page=234 (footnote 18) |url=https://books.google.com/books?id=gAR15vJcC6wC&amp;amp;pg=PA234}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dessen Datum nach dem [[Bürgerlicher Kalender|bürgerlichen Kalender]] ändert sich von Jahr zu Jahr:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Jahr&lt;br /&gt;
! Bürgerlicher Kalender&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2018&lt;br /&gt;
| {{0}}9. März&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2019&lt;br /&gt;
| 25. Februar&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2020&lt;br /&gt;
| 15. Februar&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2021&lt;br /&gt;
| {{0}}4. Februar&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geburtstage von Staatsoberhäuptern ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Queen&amp;#039;s Birthday gun salute Government House Jersey 2008.jpg|mini|Salutschüsse zum &amp;#039;&amp;#039;Queen’s Birthday&amp;#039;&amp;#039; in [[Jersey]] am 13. Juni 2008]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Länder haben den Geburtstag ihres [[Monarchie|Monarchen]] zum allgemeinen Feiertag erklärt. Wenn der Geburtstag in eine Jahreszeit fällt, in der die Regenwahrscheinlichkeit hoch und die Temperaturen niedrig sind, wird der Feiertag oft in eine angenehmere Zeit des Jahres gelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zum Abdanken von Königin [[Beatrix (Niederlande)|Beatrix]] der Niederlande beging man beispielsweise den [[Koninginnedag]], ihren offiziellen Geburtstag, am 30. April, dem Geburtstag ihrer Mutter [[Juliana (Niederlande)|Juliana]], obwohl sie selbst am 31. Januar geboren wurde. Ihr Sohn und Nachfolger [[Willem-Alexander]] ist am 27. April geboren, so dass der Koningsdag nun um drei Tage vorverlegt wird und somit der wahre Geburtstag und das Datum des amtlichen Feiertags wieder übereinstimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Commonwealth of Nations]] wird der Geburtstag des Monarchen in jedem Mitgliedsstaat unterschiedlich begangen, je nach Klima und der Lage anderer Feiertage im Kalender. Die Militärparade &amp;#039;&amp;#039;[[Trooping the Colour]]&amp;#039;&amp;#039; zu Ehren des königlichen Geburtstages wird seit jeher im Juni (i. d. R. am zweiten Samstag des Monats) abgehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Diktaturen des 20. Jahrhunderts verzichteten selten auf die öffentliche Feier des Geburtstages des jeweils herrschenden Machthabers als identitätsstiftendes [[Ritual]]. So wurde in Deutschland unter dem [[NS-Regime]] der Geburtstag [[Adolf Hitler]]s als &amp;#039;&amp;#039;[[Führergeburtstag|Führers Geburtstag]]&amp;#039;&amp;#039; begangen, in [[Nordkorea]] wird der Geburtstag des Diktators [[Kim Jong-un]] regelmäßig mit großem Aufwand zelebriert,&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/ausland/nordkorea-kim-jong-un-protzt-mit-neuem-flugzeug-a-1018809.html &amp;#039;&amp;#039;Spiegel online&amp;#039;&amp;#039; vom 16. Februar 2015.]&amp;lt;/ref&amp;gt; und bis heute spielt der Geburtstag [[Mao Tsedong]]s&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [https://www.welt.de/politik/ausland/article120984530/Rueckbesinnung-auf-Maos-Ideale-Werte-und-Normen.html &amp;#039;&amp;#039;Rückbesinnung auf Maos Ideale, Werte und Normen.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Welt]].&amp;#039;&amp;#039; 17. Oktober 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt; in [[Volksrepublik China|China]] sowie für kommunistische Gruppen in aller Welt eine bedeutende Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Abrahamstag]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Der erste Geburtstag]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Geburtstagsparadoxon]]&lt;br /&gt;
* [[Genethliakon]] (Geburtstagsgedicht)&lt;br /&gt;
* [[Lebensalter]]&lt;br /&gt;
* [[Namenstag]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikiquote}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
{{Commons|Birthday}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Klaus Beitl]]: &amp;#039;&amp;#039;Geburtstag.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Lexikon für Theologie und Kirche]].&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. Band&amp;amp;nbsp;4, 2009, Sp.&amp;amp;nbsp;335.&lt;br /&gt;
* Claudia Englhofer: &amp;#039;&amp;#039;Geburtstag.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Neue Pauly]].&amp;#039;&amp;#039; Band&amp;amp;nbsp;4, 1998, Sp.&amp;amp;nbsp;843–845.&lt;br /&gt;
* [[Stefan Heidenreich]]: &amp;#039;&amp;#039;Geburtstag. Wie es kommt, dass wir uns selbst feiern.&amp;#039;&amp;#039; Hanser, München 2018, ISBN 978-3-446-25841-9 ([https://shop.falter.at/detail/9783446258419 Rezension]).&lt;br /&gt;
* Kummer: &amp;#039;&amp;#039;Geburtstag.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens]].&amp;#039;&amp;#039; Band&amp;amp;nbsp;3, 1930/1931, Sp.&amp;amp;nbsp;422–424.&lt;br /&gt;
* [[Jörg Rüpke]]: &amp;#039;&amp;#039;Dies natalis, dies depositionis: Antike Elemente in der europäischen Gedächtniskultur.&amp;#039;&amp;#039; In: Rudolf Helmstetter, Holt Meyer, Daniel Müller Nielaba (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Schiller: Gedenken – Vergessen – Lesen.&amp;#039;&amp;#039; Fink, München 2010, S.&amp;amp;nbsp;201–213.&lt;br /&gt;
* [[Alfred Stuiber]]: &amp;#039;&amp;#039;Geburtstag.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Reallexikon für Antike und Christentum]].&amp;#039;&amp;#039; Band&amp;amp;nbsp;9, 1976, Sp.&amp;amp;nbsp;217–243.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4019608-2|LCCN=|NDL=|VIAF=}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geburtstag| ]]&lt;br /&gt;
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		<author><name>imported&gt;BrunoBoehmler</name></author>
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