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	<title>Gebirgskrieg - Versionsgeschichte</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Bild:Bundesarchiv Bild 101I-031-2417-09, Russland, Kaukasus, Gebirgsjäger.jpg|mini|Deutsche Gebirgsjäger während des Gebirgskrieges im Kaukasus 1942.]]&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gebirgskrieg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird eine kriegerische Auseinandersetzung im [[Gebirge]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Besonderheiten des Gebirgskrieges ==&lt;br /&gt;
Gekennzeichnet ist der Gebirgskrieg durch die Hinderniswirkung des schwierigen Geländes, das Truppen- und Nachschubbewegungen des Gegners, aber auch eigene kanalisiert, verlangsamt und erschwert. So waren Armeen bis ins 20. Jahrhundert auf die Nutzung der vorhandenen Verkehrswege beschränkt. Eine gegenseitige Unterstützung von auf parallelen Wegen sich bewegenden Truppen konnte deshalb zum einen nicht erfolgen, zum anderen konnten Truppenbewegungen relativ einfach durch Sperrung der Verkehrswege unterbunden werden. Auch kann im Gebirgskrieg die zahlenmäßige und technische Überlegenheit einer gegnerischen Armee durch geschickte Ausnutzung des Geländes kompensiert werden. Zusätzlich zu den Gefahren durch die Gefechtshandlungen sind die Soldaten den [[Alpine Gefahren|alpinen Gefahren]] ausgesetzt, die häufig mehr Tote als die Gefechte selbst fordern. Der Stellungsbau im Gebirge kann meist nur durch aufgesetzte Stellungen erfolgen oder durch gebohrte Gänge in den Fels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verkehrswege (Bewegungslinien für Kampftruppe und Logistik) können oft durch relativ schwache Kräfte in günstigen Stellungen wirkungsvoll gesperrt werden. Ein Beispiel hierfür ist die [[Schlacht bei den Thermopylen (Perserkriege)|Schlacht bei den Thermopylen]], in der 480 v. Chr. eine relativ kleine [[Sparta|spartanische]] Truppe unter [[Leonidas I.]] eine weit überlegene persische Streitmacht aufhielt. Zugleich kann diese Defensivwirkung durch eine mögliche Umgehung der Stellungen des Verteidigers aufgehoben werden, wie es ebenfalls in der Schlacht an den Thermopylen geschah. Um gegebenenfalls das Tal wirklich sperren zu können, müssen auch die angrenzenden Höhen beherrscht werden, da ansonsten von dort aus Truppen im Tal angegriffen werden. Für den Gebirgskrieg gilt der Grundsatz: „Wer die Höhen besitzt, beherrscht die Täler.“ Gebirgskrieg erfordert leichte, speziell ausgebildete und ausgerüstete Truppen sowie eine das Gelände nutzende Taktik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte des Gebirgskrieges ==&lt;br /&gt;
=== Antike ===&lt;br /&gt;
In der [[Geschichte der militärischen Taktiken]] war die Taktik der Griechen von der [[Phalanx]] geprägt. Diese erforderte einen gewissen Raum und ein möglichst unproblematisches Gelände, da bereits geringe Fehler Einzelner ein Eindringen des Gegners und damit einen Zusammenbruch der gesamten Formation bedeutet hätte. Die römische [[Manipel|Manipulartaktik]] erforderte ebenfalls einen gewissen Mindestraum um Wirkung entfalten zu können. Dies ist im Gebirge oft nicht der Fall. Der fehlende Raum führte beispielsweise in der [[Schlacht bei Noreia]] zur Niederlage der römischen Truppen gegen die [[Kimbern]], [[Teutonen]] und [[Ambronen]]. Nach Möglichkeit wurde die Kriegsführung im Gebirge daher vermieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittelalter ===&lt;br /&gt;
Die [[Geschichte der militärischen Taktiken#Mittelalter|mittelalterliche Taktik]] war stark von der Entwicklung des gepanzerten [[Ritter]]s als in der offenen Feldschlacht dem Fußsoldaten haushoch überlegenem Kämpfer geprägt. Zum Einsatz im Gebirge waren diese Truppen nicht geeignet, wie bereits sehr früh 778 die [[Schlacht von Roncesvalles|Schlacht bei Roncesvalles]] zeigte, in der die leichtbewaffneten [[Basken]] die berittenen [[Franken (Volk)|Franken]] besiegen konnten, da diesen der Manövrierraum fehlte. Auch die [[Schlacht am Morgarten]] 1315 stellte die bewusste Ausnutzung der Gegebenheiten des Geländes dar, indem das Ritterheer [[Leopold I. (Habsburg)|Leopold I.]] durch die eidgenössischen Truppen in einem Hohlweg angegriffen wurde, wo die Schlagkraft der schweren Reiterei nicht zum Zuge kommen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frühe Neuzeit ===&lt;br /&gt;
Nach der Schlacht am Morgarten, für deren Ausgang neben der Ausnutzung des Geländes auch der Einsatz der mit [[Hellebarde]]n bewaffneten Infanterie von Bedeutung war, wurde die Taktik vom 15. bis ins 16. Jahrhundert von den [[Gewalthaufen]] der [[Landsknecht]]e und ihren [[Pikenier]]en bestimmt. Auch diese Gefechtsform erforderte einen gewissen Raum. Eingestellt war die Kriegführung auf das gebirgige Gelände nicht und so war es eher ein Mittel des [[Partisanenkampf]]es. Davon zeugt, dass politische Grenzen früher selten auf [[Passhöhe]]n lagen, sondern die stärkere Partei einen [[Vorposten]] jenseits des Passes in bewohntem Gelände errichtete (z.&amp;amp;nbsp;B.: [[Urnerboden]] als [[Kanton Uri|Urner]] Vorposten gegen [[Glarus]]; [[Gmünd in Kärnten|Gmünd]] als [[Salzburg]]er Vorposten gegen [[Kärnten]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 18. und 19. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Solange der Krieg von der arrangierten Feldschlacht in starrer Schlachtordnung dominiert war und Hochgebirgsregionen allgemein als unpassierbar galten, fand dort Kriegsführung allenfalls an Pässen statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Verlauf des 18. Jahrhunderts traten mehrere Faktoren auf, die das Aufkommen einer spezifisch auf den Gebirgskrieg ausgerichteten Truppe begünstigten:&lt;br /&gt;
* In Dänemark-Norwegen stellt man schon 1709 im [[Großer Nordischer Krieg|Großen Nordischen Krieg]] zwei leichte Infanterie-Kompanien &amp;#039;&amp;#039;skiløper&amp;#039;&amp;#039; auf&amp;lt;ref&amp;gt;{{Toter Link |datum=2018-04 |url=http://www.northernwars.com/The%20Eleven%20Years%20War%201709-1720.pdf |text=Oberst C.O. Munthe: The Great Northern War 1709-1719, S. 6ff, englische Übersetzung aus Den Norske Hær Indtil 1814, Kristiania, 1914 |archivebot=2018-04-11 16:24:11 InternetArchiveBot}} eingesehen am 27. Juni 2008.&amp;lt;/ref&amp;gt;, Skier als ziviles und militärisches Fortbewegungsmittel breiteten sich aber nur langsam aus.&lt;br /&gt;
* Die zur Jahrhundertmitte aufgekommene Leichte Infanterie kämpfte in offener Formation und konnte so auch in gebirgigem Terrain eingesetzt werden.&lt;br /&gt;
* Der in den achtziger Jahren des 18. Jahrhunderts aufkommende Alpinismus erschloss den Zugang zu bisher als unbezwingbar geltenden Gebirgsformationen.&lt;br /&gt;
*Mit dem folgenden Übergang vom Söldnerheer zum Bürgerheer konnten auch größere Verbände von Linientruppen in Bergregionen eingesetzt werden, ohne dass zu viele Soldaten das unübersichtliche Gelände zur Desertation nutzten.&lt;br /&gt;
Diese neuen Möglichkeiten für die Kriegsführung blieben von wenigen, zumeist improvisierten Ausnahmen abgesehen, zunächst jedoch ungenutzt.&lt;br /&gt;
Das Gebirge galt lange als für Kriegshandlungen ungeeignet. Führer und Truppe waren nicht dafür ausgebildet. [[Carl von Clausewitz|Clausewitz]] betrachtete das Gebirge als Nebenkriegsschauplatz, auf dem keine Entscheidung errungen werden könne und daher allenfalls als Zuflucht der Schwachen von Bedeutung sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 19. Jahrhundert gewann der Kampf im Gebirge an Bedeutung, zunächst in Form des [[Guerilla]]kampfes, angefangen mit den [[Die Napoleonischen Kriege auf der Iberischen Halbinsel|Napoleonischen Kriegen auf der Iberischen Halbinsel]] (1807–1814), in denen die spanischen Freischärler den französischen Truppen unterlegen waren und sich in die Gebirge zurückzogen. Dort konnten sie der französischen Armee empfindliche Verluste bereiten. [[Napoleon]] rekrutierte seinerseits am 6. August 1808 aus den französischen Gebirgs-Departements drei [[Bataillon]]e &amp;#039;&amp;#039;Chasseurs de Montagne&amp;#039;&amp;#039;. Diese &amp;#039;&amp;#039;Gebirgsjäger&amp;#039;&amp;#039; sollten auf beiden Seiten der [[Pyrenäen]]-Grenze Patrouillendienst verrichten und ein Einsickern spanischer [[Guerrilla|Guerilleros]] verhindern. Die Soldaten dieser 1814 wieder aufgelösten Verbände hatten noch keine alpinistische Ausbildung oder Ausrüstung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein anderes Beispiel einer erfolgreichen Gebirgsoperation in dieser Zeit ist die Eroberung der „Leutasch-Schanz“ bei [[Mittenwald]] im Jahr 1805 durch die Franzosen. Die benachbarte Festung „Porta Claudia“ bei [[Scharnitz]] sicherte seit dem Mittelalter das Einfallstor nach Österreich. Französischen Truppen gelangten nach Umgehung über den heute so genannten „Franzosensteig“ am Grünkopf (1.587 m) in deren Rücken, so dass am 5. November 1805 [[Marschall von Frankreich|Marschall]] [[Michel Ney|Ney]] mit seiner Armee in Innsbruck einzog.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Schlacht am Bergisel]] kämpften 1809 die Tiroler unter [[Andreas Hofer]] gegen bayerische, französische und sächsische Truppen und erzielten nicht unerhebliche Erfolge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die innerspanischen [[Carlismus#Die Carlistenkriege|Carlistenkriege]] wurden wesentlich als Partisanenkriege im Gebirge geführt. Allerdings waren in diesen Auseinandersetzungen die Partisanenverbände noch auf reguläre Truppen angewiesen, um nachhaltigen Erfolg zu haben, die von ihrer Taktik nicht auf den Gebirgskrieg ausgelegt waren.&lt;br /&gt;
[[Bild:The Last Stand, by William Barnes Wollen (1898).jpg|mini|Heroisierende Darstellung der britischen Truppen im Gebirgskrieg während der [[Schlacht von Gandamak]]]]&lt;br /&gt;
Beim britischen Rückzug unter General [[William George Keith Elphinstone|Elphinstone]] im [[Erster Anglo-Afghanischer Krieg|Ersten Anglo-Afghanischen Krieg]] wurde die britische Streitmacht unter Ausnutzung des afghanischen Gebirgslandes durch afghanische Stammestruppen aufgerieben. Ähnlich verhielt es sich beim Widerstand der [[Kaukasus]]völker unter [[Imam Schamil]]. In dieser Auseinandersetzung wurde die größere Beweglichkeit der einheimischen Kämpfer gezielt und über einen langen Zeitraum erfolgreich gegen die russischen Truppen genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es dauerte aber noch einige Zeit, bis der Bedarf nach einer für den Gebirgskrieg geschulten und ausgestatteten Truppe und ihre Einsatzmöglichkeiten erkannt wurde. [[Gebirgstruppe]]n im eigentlichen Sinne entstanden daher erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, als auch die Konstruktion von leichten und zerlegbaren Geschützen sowie die Nutzung von Tragetieren es ermöglichten, diese Truppen mit den erforderlichen Artillerie- und Nachschubkapazitäten auszustatten. Als Kerntruppen nutzte man in der Regel vorhandene Verbände der leichten Infanterie, für den Ersatz wurden vorrangig Gebirgsbewohner herangezogen. 1872 stellte Italien zunächst 15 Kompanien der [[Alpini]] auf, 1888 [[Frankreich]] Kompanien der [[Chasseurs alpins]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 20. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
1906 wurden in [[Österreich-Ungarn]] zwei [[Tirol]]er [[Kaiserschützen|Landesschützen]]-Regimenter zu Hochgebirgstruppen umgewandelt. 1911 begann auch die [[Schweiz|Schweizer Eidgenossenschaft]] mit der Bildung eines Gebirgskorps.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Erster Weltkrieg ====&lt;br /&gt;
[[Bild:1917 ortler vorgipfelstellung 3850 m highest trench in history of first world war.jpg|mini|Österreichisch-Ungarischer Schützengraben auf dem Vorgipfel des [[Ortler]] in ca. 3850 m Höhe (1917)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stunde des Gebirgskrieges schlug unerwartet im Ersten Weltkrieg. Der [[Gebirgskrieg 1915–1918]] zwischen [[Österreich-Ungarn]] (mit deutscher Hilfe) und [[Italien]] (seit 1917 mit Unterstützung durch die anderen [[Alliierte]]n) wurde als [[Stellungskrieg]] geführt. Fünf Hauptfronten können unterschieden werden: zwischen [[Stilfser Joch]] und [[Gardasee]], vom Gardasee bis zum [[Kreuzbergsattel]] bei [[Sexten]], auf den Kämmen der [[Karnische Alpen|Karnischen]] und [[Julische Alpen|Julischen Alpen]], am [[Isonzo]] und an der Piave-Grappa-Front. Die Stellungen lagen teilweise auf fast 4000 m Höhe, z.&amp;amp;nbsp;B. am [[Ortler]]. Der Gebirgskrieg 1915–1918 kann insofern als einmalig angesehen werden, da sich danach nie wieder zwei Armeen auf einen jahrelangen Stellungskrieg im Gebirge einließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe auch: [[Unternehmen Lawine]], [[Österreich-Ungarns Südtiroloffensive 1916]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zweiter Weltkrieg ====&lt;br /&gt;
Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] kam es zu einzelnen Kämpfen im Gebirge, etwa in [[Norwegen]], auf dem [[Balkangebirge|Balkan]], im [[Kaukasus]], in den Westalpen und im [[Apennin]]. Es wurde jedoch darauf geachtet, den Krieg „beweglicher“ zu führen und das Erstarren der Fronten selbst unter Inkaufnahme des eigenen Rückzuges zu vermeiden. Daneben spielte das Gebirge im Partisanenkrieg (vor allem gegen die [[Volksbefreiungsarmee (Jugoslawien)|Titopartisanen]]) eine Rolle und schließlich in den letzten Zügen des Krieges durch die &amp;#039;&amp;#039;[[Alpenfestung]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Mittlerer Osten ====&lt;br /&gt;
Wesentliche Teile des [[Erster Indisch-Pakistanischer Krieg|Ersten]] und [[Zweiter Indisch-Pakistanischer Krieg|Zweiten Indisch-Pakistanischen Kriegs]] um [[Kaschmir-Konflikt|Kaschmir]] wurden als Gebirgskrieg ausgetragen. Der [[Kaschmir-Konflikt]] in [[Kaschmir]] einer zwischen [[Indien]] und [[Pakistan]] umstrittenen Region im [[Himalaya]] hält bis zum heutigen Tag an, und an dem auch [[China]] im [[Indisch-Chinesischer Grenzkrieg|Indisch-Chinesischen Grenzkrieg]] beteiligt war.&lt;br /&gt;
[[Bild:Jamiat e-Islami in Shultan Valley 1987 with Dashaka.jpg|mini|Gebirgsstellung von [[Mudschahed]]din im [[Sowjetischer Einmarsch in Afghanistan|Afghanischen Bürgerkrieg]].]]&lt;br /&gt;
In den [[Krieg in Afghanistan|bewaffneten Konflikten in Afghanistan seit 1978]] spielt die von Bergen geprägten Topografie [[Afghanistan]]s eine bedeutende Rolle und trug etwa zum Scheitern der [[Sowjetunion|sowjetische]] [[Intervention (Politik)#Internationale Politik|Intervention]] im [[Sowjetisch-Afghanischer Krieg|Afghanischen Bürgerkrieg]] bei. Auch der US-geführte [[Krieg in Afghanistan 2001–2021]] ([[Operation Enduring Freedom]] bzw. [[ISAF]]-Einsatz) gestaltet sich ebenfalls primär als [[Asymmetrische Kriegführung|asymmetrischer Kampf]] im Gebirge. Kräfte der [[Taliban]] und [[Al-Qaida]]s nutzen auch hier die Vorteile des Gebirges gegen die Truppen von [[NATO]] und afghanischer Regierung. So resultierten beispielsweise die Probleme bei der [[Operation Anaconda]] im Jahre 2002 daraus, dass sich die NATO dabei anders als ihre Gegner nur unzureichend auf die Erfordernisse des Gebirgskrieges einstellte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Naher Osten ====&lt;br /&gt;
Nachdem der im [[Sechstagekrieg]] 1967 von [[Israel]] besetzte Berg [[Hermon]] samt einem bedeutsamen [[Aman]]-Horchposten im [[Jom-Kippur-Krieg]] von syrischen Luftlande-Kommandos zurückerobert wurde und erst im zweiten Anlauf verlustreich von den israelischen Streitkräften erneut eingenommen werden konnte, stellte man in Israel 1974 die &amp;#039;&amp;#039;[[Alpinistim]]&amp;#039;&amp;#039; als Spezialeinheit für den Gebirgskrieg auf. Zuvor wurden diese Aufgaben von den Spähern der [[Israelische Fallschirmjäger-Brigade|Fallschirmjäger-Brigade]] (&amp;#039;&amp;#039;Sajeret Zanhanim&amp;#039;&amp;#039;) und eines Alpinzuges der &amp;#039;&amp;#039;[[Sajeret Matkal]]&amp;#039;&amp;#039; wahrgenommen. Die Alpinistim kamen im Libanonkrieg (1982) auch im [[Chouf]]-Gebirge zum Einsatz. Der Kampf um den Hermon setzte sich als Abnutzungskrieg unter Einsatz von Scharfschützen und Stoßtrupps bis ins Frühjahr 2004 mit der Truppenentflechtung und der Stationierung von [[Blauhelmsoldat]]en der [[UNO]] fort.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Wiener: &amp;#039;&amp;#039;Alpinistim: Gebirgs- und Winterkampf in der israelischen Armee&amp;#039;&amp;#039; in Barett 2/2001 S. 45–47.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gebirgstruppen verschiedener Staaten nach deren Aufstellung ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- BITTE DIESES KAPITEL NICHT WEITER AUSBAUEN, DA DIES IN DEN HAUPTARTIKELN ZU GEBIRGSKRIEG UND DEN GEBIRGSTRUPPEN DER EINZELNEN STAATEN DARGESTELLT IST! GUTE ERGÄNZUNGEN DORT SIND JEDERZEIT WILLKOMMEN, DANKE! (Der Hinweis ist nicht zu Brüllzwecken in Großbuchstaben, sondern damit man ihn besser sieht :-))--&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;zu Österreich siehe&amp;#039;&amp;#039; [[k.k. Gebirgstruppe]] und [[Gebirgstruppe (Österreich)]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;zu Deutschland siehe&amp;#039;&amp;#039; [[Gebirgstruppe (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;zu Frankreich siehe&amp;#039;&amp;#039; [[Chasseurs alpins]]&lt;br /&gt;
* Entsprechend ihrer [[Gelände|Topographie]] und der [[Schweizer Reduit|Reduit-Strategie]] hat die Schweiz wesentliche Teile der [[Schweizer Armee]] auf den Einsatz im Gebirge ausgerichtet, zudem waren stets [[Gebirgstruppen (Schweiz)|größere Teile der Bodenstreitkräfte]] speziell dafür ausgerüstet und ausgebildet. In der [[Armee XXI]] sind dies drei der sieben Infanteriebrigaden, mit der [[Gebirgsinfanteriebrigade 9|Gebirgsinfanteriebrigaden 9]], [[Gebirgsinfanteriebrigade 10|10]] und [[Gebirgsinfanteriebrigade 12|12]].&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;zu Italien siehe&amp;#039;&amp;#039; [[Alpini]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;zu Polen siehe&amp;#039;&amp;#039; [[Podhale-Schützen]]&lt;br /&gt;
* In den [[Streitkräfte des Vereinigten Königreichs|britischen Streitkräften]] sind die Fähigkeiten für den Gebirgskampf bei den [[Kommando (Militär)#Die britischen und US-amerikanischen Kommandos|Commandos]] der [[Royal Marines]] angesiedelt, da die britischen Inseln kaum [[Geographie des Vereinigten Königreichs#Berge und Gewässer|Gebirge]] aufweisen und dort alpinistische Kenntnisse primär bei [[Amphibische Kriegsführung|Landungsoperationen]] an felsigen Küsten gefordert sind.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;zu den USA siehe&amp;#039;&amp;#039; [[86th Infantry Brigade (Vereinigte Staaten)|86th Infantry Brigade]], ursprünglich auch die [[10th Mountain Division (Vereinigte Staaten)|10th Mountain Division]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;zu Israel siehe&amp;#039;&amp;#039; [[Alpinistim]]&lt;br /&gt;
* in der &amp;#039;&amp;#039;Chilenischen Armee&amp;#039;&amp;#039; mit der 3. Gebirgsdivision in Valdivia mit Tragtiereinheiten&lt;br /&gt;
* im &amp;#039;&amp;#039;Argentinischen Heer&amp;#039;&amp;#039; die 5., 6. und 8. Gebirgsbrigade.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Darstellung in Literatur und Film ==&lt;br /&gt;
Insbesondere der Gebirgskrieg des Ersten Weltkrieges inspirierte zu mehreren Romanen. Ernest Hemingway verarbeitete seine Fronterlebnisse in &amp;#039;&amp;#039;[[In einem andern Land]]&amp;#039;&amp;#039; (1929, verfilmt [[In einem anderen Land (1932)|1932]] und [[In einem anderen Land (1957)|1957]]), [[Luis Trenker]] schrieb u.&amp;amp;nbsp;a. &amp;#039;&amp;#039;[[Berge in Flammen]]&amp;#039;&amp;#039; (Buch und Film 1931) und &amp;#039;&amp;#039;[[Sperrfort Rocca Alta]]&amp;#039;&amp;#039; (1937), [[Gino Cornali]] &amp;#039;&amp;#039;Einer von drüben&amp;#039;&amp;#039; (1935) und [[Emilio Lussu]]s Roman &amp;#039;&amp;#039;Ein Jahr auf der Hochebene&amp;#039;&amp;#039; (1938, deutsche Ausgabe 1968) kam 1970 als &amp;#039;&amp;#039;[[Bataillon der Verlorenen]]&amp;#039;&amp;#039; in die Kinos. Der italienische Held in [[Mark Helprin]]s &amp;#039;&amp;#039;Ein Soldat aus dem Großen Krieg&amp;#039;&amp;#039; (1991) nahm u.&amp;amp;nbsp;a. am Gebirgskrieg des Ersten Weltkrieges teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Heinz von Lichem]]: &amp;#039;&amp;#039;Gebirgskrieg 1915-1918&amp;#039;&amp;#039;. 3 Bände, Bozen 1980/81.&lt;br /&gt;
* [[Erwin Rommel]]: &amp;#039;&amp;#039;Infanterie greift an&amp;#039;&amp;#039;, Potsdam 1937.&lt;br /&gt;
* [[Walther Schaumann]]: &amp;#039;&amp;#039;Vom Ortler bis zur Adria - Dall&amp;#039; Ortles all&amp;#039; Adriatico. Die Südwestfront in Bildern - Immagini del fronte italo-austriaco 1915-1918&amp;#039;&amp;#039;; Mayer&amp;amp;Comp, Wien, 1993. ISBN 3-901025-20-0.&lt;br /&gt;
* {{ANNO|oav|00|00|1892|57|AUTOR=Josef Baumann|ZUSATZ=(Band XXIII)|Das Kriegswesen im Hochgebirge|ALTSEITE=45–83.|anno-plus=ja}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [http://www.kleiner-steinfisch.de/fotos2.htm Uli Mößlang:] Bild- und Kartenarchiv der Gebirgsfestungen, Zusatzinformationen&lt;br /&gt;
* {{Meyers Online|6|973|spezialkapitel=Gebirgskrieg|kapiteltext=Stichwort &amp;#039;&amp;#039;Gebirgskrieg&amp;#039;&amp;#039; zum Stand Ende des 19. Jahrhunderts}}&lt;br /&gt;
* [http://www.mlwerke.de/me/me12/me12_108.htm Friedrich Engels, &amp;#039;&amp;#039;Kriegführung im Gebirge einst und jetzt&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* [http://www.gebirgskrieg.at Brennende Südfront - Der Gebirgskrieg 1915-1918 - Österreich-Ungarns Kampf im Ersten Weltkrieg]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gebirgskrieg| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TaxonBot</name></author>
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