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	<title>Gdah - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T15:29:03Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gdah&amp;diff=2185912&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: Tippfehler entfernt, Leerzeichen in Überschrift</title>
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		<updated>2025-11-06T20:43:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;, Leerzeichen in Überschrift&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gdah&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Berbersprachen]]/[[Hassania]]) [[DIN 31635|DMG]] m. &amp;#039;&amp;#039;gdaḥ,&amp;#039;&amp;#039; [[Plural|Pl]]. &amp;#039;&amp;#039;gedḥān&amp;#039;&amp;#039;, ist die in [[Mauretanien]] verwendete hölzerne Speiseschüssel. Dünnwandige Holzschüsseln des mauretanischen Typs von mittlerer Größe sind unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;gdaḥ&amp;#039;&amp;#039; in der [[Nomadentum|nomadischen]] Kultur der [[Sahara]] und [[Sahelzone]] vom [[Atlantischer Ozean|Atlantik]] im Westen bis zum Ostrand der Berbersprachen im nördlichen [[Niger]] als Milchgefäße verbreitet.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gdah1.jpg|miniatur|Durchmesser der Schüssel 25 cm, Höhe 10 cm. Einzige Verzierung sind zwei Streifen mit je drei Sägerillen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hausrat der Nomaden ==&lt;br /&gt;
Die arabisch-[[berber]]ische Bevölkerung Mauretaniens ([[Bidhan]]s) besitzt eine jahrhundertealte Tradition in der Herstellung von aufwendig verzierten Gebrauchsgegenständen und Schmuckstücken. Nicht nur die Verarbeitung von Metallen, sondern auch die Herstellung aller Holzgegenstände, von Kamelreitsätteln (&amp;#039;&amp;#039;[[rahla]]&amp;#039;&amp;#039;) bis zu Schöpfkellen und Melkgefäßen, ist Aufgabe von Handwerkern, die als „Schmiede“ (Hassania m. &amp;#039;&amp;#039;maʿllem,&amp;#039;&amp;#039; Pl. &amp;#039;&amp;#039;maʿllemīn&amp;#039;&amp;#039;) bezeichnet werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Creyaufmüller: &amp;#039;&amp;#039;Nomadenkultur.&amp;#039;&amp;#039; 1983, S. 64.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Hausrat einer Nomadenfamilie war naturgemäß in seiner Größe begrenzt, er wurde zum Transport mit Kamelen in Ledersäcken (f. &amp;#039;&amp;#039;tāsūfra,&amp;#039;&amp;#039; Pl. &amp;#039;&amp;#039;tisūfren&amp;#039;&amp;#039;) verstaut, für wertvolle Gegenstände gab es verschließbare Holzkoffer (m. &amp;#039;&amp;#039;ṣandūg,&amp;#039;&amp;#039; Pl. &amp;#039;&amp;#039;ṣnādīg&amp;#039;&amp;#039;). Beide sind im heutigen Alltag überwiegend durch Plastikkoffer ersetzt worden. Im [[Berberzelt]] (&amp;#039;&amp;#039;chaima&amp;#039;&amp;#039;, Pl. &amp;#039;&amp;#039;chiyām&amp;#039;&amp;#039;) lagert der gesamte Besitz auf einem hölzernen Tischgestell (&amp;#039;&amp;#039;[[amchaqab]]&amp;#039;&amp;#039;). Der Anteil der Nomaden an der Gesamtbevölkerung ist bis auf wenige Prozent gesunken; viele ihrer in traditionellen Handwerkstechniken hergestellten Gebrauchsgüter verschwanden von der Mitte des 20. Jahrhunderts bis in die 1980er Jahre aus dem Alltag. Einfache Holzschüsseln mit geringen oder keinen Verzierungen haben sich auf den Märkten der Städte neben dem Angebot an [[Email]]gefäßen und Plastikwaren einen Nischenplatz erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Form ==&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;gdaḥ&amp;#039;&amp;#039; ist eine ebenmäßige Halbschale von 25 bis 30 Zentimetern Durchmesser und einer Höhe von 12 bis 15 Zentimetern. Das verwendete Holz ist die [[Akazien]]art &amp;#039;&amp;#039;Acacia arabica&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Acacia nilotica,&amp;#039;&amp;#039; Hassania f. &amp;#039;&amp;#039;āmūrāiye,&amp;#039;&amp;#039; berberisch f. &amp;#039;&amp;#039;āmūrayyat&amp;#039;&amp;#039;, Pl. &amp;#039;&amp;#039;āmūr&amp;#039;&amp;#039;), es hat einen rotbraunen bis dunkelbraunen Kern und einen gelblich-weißen [[Splintholz|Splint]]. Das Holz ist schwer, wird von [[Termiten]] kaum angegriffen und eignet sich auch zum Schiffsbau.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Creyaufmüller: &amp;#039;&amp;#039;Nomadenkultur.&amp;#039;&amp;#039; 1983, S. 363.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Stamm wird in Abschnitte aufgesägt, deren Länge dem Durchmesser entspricht. Anschließend werden die Holzrugel in der Mitte gespalten, sodass sich zwei Hälften mit einer quadratischen Fläche ergeben. Auf dieser wird ein Kreis aufgezeichnet, der später den Rand der Schüssel markiert. Der &amp;#039;&amp;#039;maʿllem&amp;#039;&amp;#039; schlägt nun die Form mit dem [[Dechsel]] zurecht und höhlt das Holzstück innen aus, bis eine Wandstärke von etwa 10 Millimetern im unteren Bereich und weniger am Rand erreicht ist. Die Feinbearbeitung des offenporigen Holzes geschieht mit einer [[Feile]] (&amp;#039;&amp;#039;mabrad&amp;#039;&amp;#039;) bis zu einer Oberflächengüte heutiger einfacher Schüsseln, wie sie etwa der groben [[Schleifpapier]]körnung 40 entspricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ältere Schüsseln sind sorgfältiger geglättet und tragen ein erhabenes Feindekor, das mit Messern, [[Grabstichel (Werkzeug)|Sticheln]] und Sägen hergestellt wurde. Das Hauptmotiv ist ein „Schüssel[[amulett]]“, ein meist quadratisches, kreisrundes oder sechseckiges Ornamentfeld, das gegenüberliegend zweimal auftaucht. Der sich über den Rand ziehende helle Splintholzstreifen liegt dabei zwischen den Feldern, die beide durch drei parallele horizontal eingesägte oder erhabene Linien miteinander verbunden sind. Die streng geometrischen Muster folgen festen Gestaltungsregeln und beziehen sich häufig in doppelter Symmetrie auf ein Zentrum. Felder können durch vier Quadrate und diese nochmals durch vier innerste Quadrate gegliedert sein. Im Gesamten ergibt sich bei solchen Mustern einschließlich des Zentrums eine [[Quincunx]]-Anordnung. Die magische Bedeutung der Zahl Fünf geht auf das Symbol der [[Hand der Fatima|Fatimahand]] zurück. Mit komplizierteren Mustern, die auf derselben Fünferanordnung basieren, wurden früher die genannten Ledertransportsäcke und werden noch heute die Armlehnkissen &amp;#039;&amp;#039;[[surmije]]&amp;#039;&amp;#039; verziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Häufig auftretende Schwundrisse werden überbrückt und zerbrochene Schüsseln geflickt, indem Blechstreifen aufgenagelt werden. Eine andere Möglichkeit der Reparatur ist, die Teile mit [[Inkrustation (Tischlerei)|Inkrustationen]] (Metalleinlagen) zu verklammern.&amp;lt;ref&amp;gt;Abbildung einer alten Schüssel und einer Reparaturstelle in: Wolfgang Creyaufmüller: [http://www.aliquot.de/verlag/voelker.pdf &amp;#039;&amp;#039;Völker der Sahara – Mauren und Twareg.&amp;#039;&amp;#039;] Lindenmuseum, Stuttgart 1979, S. 60.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;gedḥān&amp;#039;&amp;#039; werden in Mauretanien überwiegend als Speiseschüsseln verwendet, an Wasserstellen lässt sich mit ihnen Wasser schöpfen und gelegentlich dienen sie als Ersatz für die kleineren Melkgefäße. Diese werden aus hellen Holzarten geschnitzt (f. &amp;#039;&amp;#039;adreṣaīye,&amp;#039;&amp;#039; Pl. &amp;#039;&amp;#039;adreṣ&amp;#039;&amp;#039;, gleichnamig wie das verwendete Holz: &amp;#039;&amp;#039;Commophora africana&amp;#039;&amp;#039;, Familie der [[Balsambaumgewächse]]) und haben im Unterschied zu den Speiseschüsseln ein oder zwei Handgriffe. Zum Sammeln von Früchten werden keine &amp;#039;&amp;#039;gedḥān&amp;#039;&amp;#039;, sondern [[Kalebasse]]n verwendet, die &amp;#039;&amp;#039;gšaše&amp;#039;&amp;#039; (Pl. &amp;#039;&amp;#039;gšāïš&amp;#039;&amp;#039;) genannt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Tuareg]] sind &amp;#039;&amp;#039;gedḥān&amp;#039;&amp;#039; große Holzschüsseln,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.saharaafricangallery.com/closeup.cfm?id=421 | archive-is=20130202191658 | text=&amp;#039;&amp;#039;Tuareg Wooden Milk Bowl.&amp;#039;&amp;#039;}} The Jembetat Gallery of African Art (Foto)&amp;lt;/ref&amp;gt; in denen Milch offen [[Dicklegen|eingedickt]] wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Rebecca Popenoe: &amp;#039;&amp;#039;Feeding Desire. Fatness, Beauty, and Sexuality among a Saharan People.&amp;#039;&amp;#039; Routledge, London / New York 2004, S. 157 ([http://books.google.de/books?id=crzkwZwAyUgC online bei Google Books])&amp;lt;/ref&amp;gt; Tuareg-Speiseschüsseln werden üblicherweise geölt und geschwärzt, sie heißen je nach Form, Größe und Verwendungszweck unterschiedlich.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Ritter, Karl-Gottfried Prasse: &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch zur Sprache und Kultur der Twareg: Deutsch-Twareg.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 2. Harrassowitz, Wiesbaden 2009, S. 360.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Wolfgang Creyaufmüller: &amp;#039;&amp;#039;Nomadenkultur in der Westsahara. Die materielle Kultur der Mauren, ihre handwerklichen Techniken und ornamentalen Grundstrukturen.&amp;#039;&amp;#039; Burgfried-Verlag, Hallein (Österreich) 1983, ISBN 3-85388-011-8, S. 380–388.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Essen und Trinken (Mauretanien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Küchenbehälter]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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