<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Gauner</id>
	<title>Gauner - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Gauner"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gauner&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-30T12:50:06Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gauner&amp;diff=637584&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Dk1909: typografische Anführungszeichen korrigiert</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gauner&amp;diff=637584&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-05-18T10:47:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;typografische Anführungszeichen korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt das Wort &amp;#039;&amp;#039;Gauner&amp;#039;&amp;#039;. Zum Rapper mit diesem Künstlernamen, siehe [[Gauner (Musiker)]], sowie für die US-amerikanische Filmkomödie aus dem Jahr 1969, siehe [[Der Gauner]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gauner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein seit dem 16. Jahrhundert bezeugtes Wort für „Betrüger“ oder „[[Spitzbube]]“. Es bezeichnet Menschen, die Betrug und [[Diebstahl]] gewerbsmäßig betreiben, oft auch [[Organisierte Kriminalität|organisiert]], wobei sie sich geheimer Erkennungszeichen und einer besonderen Sprache bedienen ([[Gaunersprache]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anknüpfend an sein grundlegendes Werk &amp;#039;&amp;#039;[[Gemeinschaft und Gesellschaft]]&amp;#039;&amp;#039; hat [[Ferdinand Tönnies]] in seinen [[Kriminalsoziologie|kriminalsoziologischen]] Schriften zwei „[[Normaltyp]]en“ des Verbrechers unterschieden: Der &amp;#039;&amp;#039;Gauner&amp;#039;&amp;#039; schädigt die Gesellschaft, der &amp;#039;&amp;#039;[[Frevel|Frevler]]&amp;#039;&amp;#039; dagegen schädigt die Gemeinschaft (z.&amp;amp;nbsp;B. Mord aus [[Eifersucht]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Das Wort „Gauner“ ging aus dem [[rotwelsch]]en Wort &amp;#039;&amp;#039;Joner&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;Jauner&amp;#039;&amp;#039; für „Falschspieler“ (im Kartenspiel) hervor, das vermutlich auf [[jiddisch]] &amp;#039;&amp;#039;jōwōn&amp;#039;&amp;#039;, „Griechenland“ ([[Ionien]]) zurückgeht.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Duden online: [https://www.duden.de/rechtschreibung/Gauner &amp;#039;&amp;#039;Gauner&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; Hierbei liegt möglicherweise eine Anspielung auf die in der Folge der [[Türkenkriege]] heimatlos gewordenen Griechen vor: im Französischen ist &amp;#039;&amp;#039;grec&amp;#039;&amp;#039; ein vergleichbares Wort für Falschspieler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Im 18. Jahrhundert war vielfach Armut ein Grund für die Menschen sich dem Gaunertum anzuschließen. Ein Beispiel war das Herzogtum [[Württemberg]]. So beschrieb der Schriftsteller [[Gustav Schwab]], dass dort viele mittellose Menschen in den Wäldern und Höhlen der [[Schwäbische Alb|Schwäbischen Alb]] lebten und von den einzeln stehenden Gehöften in der näheren Umgebung Mehl, Milch und Schmalz forderten. Wenn die Bauern sich weigerten, die Forderungen zu erfüllen, drohten die Gauner mit Brandstiftung.&amp;lt;ref&amp;gt;Gustav Schwab: &amp;#039;&amp;#039;Die Neckarseite der Schwäbischen Alb&amp;#039;&amp;#039;. Stuttgart 1823, Seite 171.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1800 zählte man in Württemberg rund 3.000 dieser Menschen. Zur Eindämmung des Problems fing man die Gauner ein und erhängte sie. Andere Länder gingen dagegen nicht so streng gegen das Gaunertum vor. Dort wurden sie nach der Festnahme zum Arbeitsdienst nach Italien verkauft. Die Kinder der Gauner trennte man vorher von den Eltern und brachte sie in Waisenhäusern unter.&amp;lt;ref&amp;gt;Jürgen Kaiser: &amp;#039;&amp;#039;Warum Schwaben alles können – wenn sie wollen. Historische Streifzüge in Schwaben&amp;#039;&amp;#039;. Evangelische Gemeindepresse, 2005, ISBN 978-3-920207-12-4, Seite 17.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Meyers Konversationslexikon]] von 1888 heißt es zum Gaunerwesen: „In dem ersten Jahrzehnt des 19. Jahrh. steigerte sich während der Kriegsnöte, namentlich in den Grenzländern an den Rheinufern, das Übel (Gauner) zu einer unerträglichen Höhe. Die Gauner bildeten nicht geschlossene Banden, sondern pflegten sich nur gelegentlich zu gemeinsam auszuführenden Streichen zu vereinigen und sich, mochte der Anschlag gelungen sein oder nicht, alsbald wieder nach allen Seiten zu zerstreuen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine neuere Bezeichnung für eine Art der Gauner ist [[Bauernfängerei|Bauernfänger]]; man versteht darunter solche, welche unerfahrene Menschen zum [[Glücksspiel]] verleiten und dabei betrügen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Gangster]]&lt;br /&gt;
* [[Strickreiter]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Christian Avé-Lallemant]]: &amp;#039;&amp;#039;Das deutsche Gaunertum in seiner sozialpolitischen, litterarischen und linguistischen Ausbildung&amp;#039;&amp;#039;. Leipzig 1858–1862, 4 Bände.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Gauner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4156097-8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personenbezeichnung (Kriminalität)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schimpfwort (Person)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dk1909</name></author>
	</entry>
</feed>