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	<title>Gaumensegel - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T14:01:45Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gaumensegel&amp;diff=122775&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Georg Hügler: /* Literatur */</title>
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		<updated>2026-04-22T15:11:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Uvula without tonsils.jpg|mini|Weicher Gaumen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Velopharyngealer Verschluss.svg|mini|1 – Mundhöhle (&amp;#039;&amp;#039;Cavum oris&amp;#039;&amp;#039;), 2 – Nasenhöhle (&amp;#039;&amp;#039;Cavum nasi&amp;#039;&amp;#039;), 3 – harter Gaumen (&amp;#039;&amp;#039;Palatum durum&amp;#039;&amp;#039;), &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;4 – weicher Gaumen (&amp;#039;&amp;#039;Palatum molle&amp;#039;&amp;#039;)&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, 5 – Gaumenzäpfchen (&amp;#039;&amp;#039;Uvula&amp;#039;&amp;#039;), 6 – Zungenwurzel (&amp;#039;&amp;#039;Radix linguae&amp;#039;&amp;#039;), 7 – Rachenhinterwand, 8 – Schlundrachen (&amp;#039;&amp;#039;[[Laryngopharynx]]&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Pars laryngea pharyngis&amp;#039;&amp;#039;), 9 – Mundrachen (&amp;#039;&amp;#039;Oropharynx&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Pars oralis pharyngis&amp;#039;&amp;#039;), 10 – Nasenrachen (&amp;#039;&amp;#039;Nasopharynx&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Pars nasalis pharyngis&amp;#039;&amp;#039;)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gaumensegel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{laS}} &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Velum palatinum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) ist eine Fortsetzung des harten [[Gaumen]]s (&amp;#039;&amp;#039;Palatum durum&amp;#039;&amp;#039;) bei den [[Säugetiere]]n in Form einer Doppelfalte. Es wird auch als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;weicher Gaumen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Palatum molle&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) bezeichnet. Das Gaumensegel hängt schräg oder senkrecht in Richtung [[Zunge]]nwurzel herab und wird aus Ausläufern des Gaumen-Rachen-Muskels &amp;#039;&amp;#039;[[Musculus palatopharyngeus]]&amp;#039;&amp;#039; und anderer [[Muskel]]&amp;amp;shy;einstrahlungen gebildet. Es grenzt die [[Mundhöhle]] teilweise gegen den [[Pharynx|Rachen]] ab und dient somit der Abgrenzung zwischen [[Atemtrakt|Luft]]- und [[Verdauungstrakt|Speiseweg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anatomie ==&lt;br /&gt;
Das Gaumensegel ist an der zur Mundhöhle gewandten Seite mit einem unverhornten Platten[[epithel]] und an der zum Nasenrachen (Nasopharynx) gewandten Seite von einem respiratorischen (Flimmer-)Epithel überzogen. Bei vielen Säugetieren ist an der Unterseite lymphatisches Gewebe in Form der [[Tonsilla veli palatini]] (Gaumensegelmandel) in die [[Schleimhaut]] eingelagert. Diese [[Tonsille|Mandel]] ist beim Menschen und bei [[Raubtiere]]n nicht ausgebildet. An der Unterseite des Gaumensegels sind in die Schleimhaut Drüsenpakete, die [[Gaumendrüsen]], eingelagert. Dabei handelt es sich um [[Speicheldrüse|Speicheldrüsen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewegt wird das Gaumensegel hauptsächlich durch den &amp;#039;&amp;#039;[[Musculus constrictor pharyngis]]&amp;#039;&amp;#039;, den &amp;#039;&amp;#039;[[Musculus tensor veli palatini]]&amp;#039;&amp;#039; und den &amp;#039;&amp;#039;[[Musculus levator veli palatini]]&amp;#039;&amp;#039;. Beiderseits gehen vom Rand des Gaumensegels zwei Doppelfalten aus, die so genannten [[Gaumenbogen]]. Am freien Rande des Gaumensegels springt bei [[Affen]] und [[Mensch]]en in der Mitte das Gaumenzäpfchen (&amp;#039;&amp;#039;[[Uvula]]&amp;#039;&amp;#039;) kegelförmig vor. Bei den meisten anderen Säugetieren ist es nicht ausgebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Nerv|Innervation]] des Gaumensegels erfolgt durch den [[Nervus glossopharyngeus]] ([[Hirnnerv]] IX) und den [[Nervus vagus]] (Hirnnerv X), die einen &amp;#039;&amp;#039;[[Plexus pharyngeus]]&amp;#039;&amp;#039; bilden. Die Blutversorgung erfolgt über die [[Arteria palatina descendens]] und [[Arteria palatina ascendens]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ansatzlinie des Gaumensegels wird „Ah-Linie“ genannt. Ihren Namen verdankt sie der Tatsache, dass sie beim Sprechen eines langen „Ahhhs“ sichtbar wird. Sie wird von [[Zahntechniker]]n als hintere Begrenzung bei [[Totalprothese]] verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Funktion ==&lt;br /&gt;
Das Gaumensegel grenzt die Mundhöhle teilweise gegen den [[Pharynx|Rachen]] ab und dient somit der Abgrenzung zwischen Luft- und Speiseweg. Beim [[Schluckakt]] wird das Gaumensegel durch den &amp;#039;&amp;#039;Musculus constrictor pharyngis&amp;#039;&amp;#039; an den Ringwulst der Rachenhinterwand gepresst. Die &amp;#039;&amp;#039;Musculi tensor&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;levator veli palatini&amp;#039;&amp;#039; entspringen am [[Eustachi-Röhre|Tubenknorpel]] und sorgen auch für den [[Druckausgleich]] zwischen Außenwelt und [[Mittelohr]] beim Schluckakt oder [[Gähnen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Artikulation (Linguistik)|Artikulation]] hebt sich das Gaumensegel und legt sich an die Rachenrückwand, wodurch die Nasenhöhle vom [[Pharynx|Mund-Rachen-Raum]] getrennt wird und der aus der Lunge kommende Phonationsstrom nur durch Rachen und Mund fließen kann, so dass orale [[Laut]]e entstehen ([[velopharyngealer Verschluss]]). Bei [[Nasal (Phonetik)|nasalen]] Konsonanten wird die [[Mundhöhle]] verschlossen und der Phonationsstrom fließt durch die Nase ab. Bei [[Nasalvokal|nasalierten Vokalen]] senkt sich das Gaumensegel und lässt den Phonationsstrom sowohl durch den Mundraum als auch durch den Nasenraum abfließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gaumensegel spielt auch für das [[Schnarchen]] eine Rolle. Eine operative Verkürzung kann in seltenen Fällen das Schnarchen verbessern. Jedoch können nach einer Operation Schwierigkeiten bei der Lautbildung (z.&amp;amp;nbsp;B. beim Gaumen-R {{IPA-Phon|ʁ}}) auftreten oder Teile des Essens beim Schlucken in den Nasenrachen gelangen. Ein solcher Eingriff wird von den meisten Krankenkassen nicht bezahlt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klinische Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Größere praktische Bedeutung hat das Gaumensegel bei der [[Plastische Chirurgie|chirurgischen]] [[Rekonstruktion]] von [[Lippen-Kiefer-Gaumenspalte|Lippen-, Kiefer-, Gaumenspalten]] oder bei [[Tumor]]operationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Franz-Viktor Salomon: &amp;#039;&amp;#039;Gaumensegel&amp;#039;&amp;#039;. In: Franz-Viktor Salomon u.&amp;amp;nbsp;a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Anatomie für die Tiermedizin.&amp;#039;&amp;#039; 2., erweiterte Auflage. Enke-Verlag, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8304-1075-1, S. 268–269.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4253595-5}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stimmphysiologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verdauungsapparat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mund]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[he:חך#החך הרך]]&lt;br /&gt;
[[ja:口蓋#軟口蓋]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Georg Hügler</name></author>
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