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	<title>Gaukler - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;KenntnisseSchüler am 17. März 2026 um 20:55 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Moderne Gauklerin.jpg|mini|Moderne Gauklerin am [[Centre Georges Pompidou]] in Paris]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gaukler&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine Sammelbezeichnung für [[Schausteller]] und andere Unterhaltungskünstler, die ihre [[Fertigkeit]]en auf offener Straße, auf Märkten oder Festen dem Publikum präsentieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wort wird heute fast nur noch in historischen oder historisierenden Zusammenhängen gebraucht, also zur Beschreibung [[Vormoderne|vormoderner]] Zeiten und Zustände. Ursprünglich und im engeren Sinne meint es [[Taschenspieler]] und [[Zauberkünstler]] (daher auch der Ausdruck &amp;#039;&amp;#039;jemandem etwas vorgaukeln&amp;#039;&amp;#039; „vortäuschen, falsche Tatsachen vorspiegeln“), im allgemeinen Sprachgebrauch werden aber auch andere wandernde Schausteller zu den Gauklern gezählt, also [[Artist (Darsteller)|Artisten]] und [[Akrobatik|Akrobaten]] wie [[Seiltänzer]] oder [[Jonglieren|Jongleure]], auch [[Tanzbär|Bärenführer]], [[Wandermenagerie|Menageristen]], [[Bauchredner]], [[Feuerschlucker]] oder [[Kartenlegen|Kartenleger]], ferner Schauspieler (insbesondere Komödianten wie [[Posse]]nreißer, [[Harlekin]]e usw.), bisweilen auch [[Quacksalber]] und andere [[Marktschreier]] mit ausgefallenem Sortiment, seltener fahrende Musikanten ([[Spielmann|Spielleute]]).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Deutsches Wörterbuch |Lemma=gaukler |Band=4 |Sp=1563–1565}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Die Etymologie des Wortes &amp;#039;&amp;#039;Gaukler&amp;#039;&amp;#039; ist dunkel, obwohl es schon im [[Althochdeutsch|Alt-]] und [[Mittelhochdeutsch]]en vielfach bezeugt ist (ahd. &amp;#039;&amp;#039;gougalāri&amp;#039;&amp;#039; bereits im 9. Jahrhundert, das Verb &amp;#039;&amp;#039;goukelôn, gougolôn&amp;#039;&amp;#039; „gaukeln“ im 10. Jh.); hier bezeichnete es zunächst und vor allem Zauberkünstler und findet in dieser Hinsicht augenscheinlich eine fast exakte Entsprechung im [[Altenglisch]]en &amp;#039;&amp;#039;gēogelerer&amp;#039;&amp;#039; „Zauberer, Magier“ (Substantivierung des Verbs &amp;#039;&amp;#039;gēogelere&amp;#039;&amp;#039;, „durch einen Zauberspruch verhexen“). Dennoch ist zweifelhaft, ob es sich um ein [[Germanische Sprachen|germanisches]] Wort handelt und ob „Zauberer“ die ursprüngliche Bedeutung ist. Ebenso gut könnten ahd. &amp;#039;&amp;#039;gougalāri&amp;#039;&amp;#039; und ae. &amp;#039;&amp;#039;gēogelerer&amp;#039;&amp;#039; Entlehnungen des lateinischen &amp;#039;&amp;#039;ioculator&amp;#039;&amp;#039; „Possenreißer, Spaßvogel“ darstellen (zu lat. &amp;#039;&amp;#039;iocus&amp;#039;&amp;#039; „Spaß, Scherz“, daraus auch englisch &amp;#039;&amp;#039;joke&amp;#039;&amp;#039; „Witz“), der seinerseits im Französischen den &amp;#039;&amp;#039;[[Jonglieren|jongleur]]&amp;#039;&amp;#039; ergab, ein Wort, das einen ganz ähnlichen [[Wortfeld|Sinnbezirk]] abdeckt wie im Deutschen der &amp;#039;&amp;#039;Gaukler&amp;#039;&amp;#039; und also keineswegs nur jonglierende Akrobaten, sondern allgemein fahrende Schausteller oder Komödianten bezeichnet. Denkbar ist aber auch, dass der Gaukler vielmehr zu einer Wortfamilie um das Stammwort &amp;#039;&amp;#039;[[Gauch]]&amp;#039;&amp;#039; gehört, also dem altgermanischen, heute aber allenfalls archaisierend oder mundartlich gebrauchten Namen des [[Kuckuck]]s, der von jeher auch als Schimpfwort verwendet wird und dann so viel wie „Narr, Tor, Schwachkopf“ bedeutet (so schon ahd. &amp;#039;&amp;#039;gouh&amp;#039;&amp;#039; und mhd. &amp;#039;&amp;#039;giegel&amp;#039;&amp;#039;; der Kuckuck gilt in der volkstümlichen Vorstellungswelt der Deutschen als dumm). Ein Gaukler wäre demnach also im eigentlichen Wortsinn jemand, der sich so dumm benimmt wie ein Narr.&amp;lt;ref&amp;gt;{{dwds.de |Stichwort=Gaukler}} Die dortigen Angaben zur  Etymologie sind textgleich mit dem Eintrag &amp;#039;&amp;#039;gaukeln.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Wolfgang Pfeifer (Etymologe)|Wolfgang Pfeifer]]: &amp;#039;&amp;#039;Etymologisches Wörterbuch des Deutschen.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Akademie-Verlag, Berlin 1993.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;gaukeln.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Friedrich Kluge]], [[Elmar Seebold]]: &amp;#039;&amp;#039;Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache.&amp;#039;&amp;#039; 25., aktualisierte und erweiterte Auflage. (E-Book), Berlin u.&amp;amp;nbsp;a. 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://etymologiebank.nl/trefwoord/goochelaar &amp;#039;&amp;#039;goochelaar.&amp;#039;&amp;#039;] In: Marlies Philippa et al.: &amp;#039;&amp;#039;Etymologisch Woordenboek van het Nederlands.&amp;#039;&amp;#039; Amsterdam University Press, Amsterdam 2003–2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sozialer Status ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gauklerbrunnen Marktplatz Fürth DSCF6590.jpg|mini|Figur am &amp;#039;&amp;#039;Gauklerbrunnen&amp;#039;&amp;#039;, Grüner Markt, [[Fürth]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu den heutigen Begriffen Unterhaltungskünstler, Artist oder Komiker ist der Begriff Gaukler teilweise negativ besetzt,  da der Begriff &amp;#039;&amp;#039;varende lute&amp;#039;&amp;#039; als eine abwertende Bezeichnung galt, die oft mit Kriminalität und Ehrlosigkeit ([[Unehrlicher Beruf|Unehrlichkeit]]) konnotiert war.&amp;lt;ref&amp;gt;Fritz Gschnitzer, Reinhart Koselleck, Karl Ferdinand Wagner: &amp;#039;&amp;#039;Volk, Nation, Nationalismus, Masse.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Otto Brunner (Historiker)|Otto Brunner]], [[Werner Conze]], [[Reinhart Koselleck]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Geschichtliche Grundbegriffe. Historisches Lexikon zur politisch-sozialen Sprache in Deutschland,&amp;#039;&amp;#039; Band&amp;amp;nbsp;7. 1992, S.&amp;amp;nbsp;141–431, hier: S.&amp;amp;nbsp;245–281 („Volk als Masse, Unterschicht“), insbes. S.&amp;amp;nbsp;277&amp;amp;nbsp;ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Gaukler standen deshalb früher außerhalb der gesellschaftlichen [[Standesordnung]] und hatten keine rechtliche, kirchliche oder soziale Geltung. Gesetzestexte wie [[Sachsenspiegel]] und [[Schwabenspiegel]], aber auch [[Stadtrecht]]e schützten weder das Leben der Fahrenden noch ihre Unversehrtheit oder ihr Eigentum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gaukelei galt nach dem bayerischen Polizeistrafgesetzbuch bis 1957 als Straftat.&amp;lt;ref&amp;gt;Christian Einreiner: Strafrecht und außersinnliche Wahrnehmung. Die Auswirkung der Forschungsergebnisse zur außersinnlichen Wahrnehmung auf das Straf- und Verfahrensrecht in Abgrenzung zum Okkultschwindel, Beiträge zur Strafrechtswissenschaft, Band 9, Berlin 2015, S. 157.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heutzutage wird mit dem Begriff unbefangener umgegangen. Es kommt vor, dass Artisten sich sogar selbst als Gaukler bezeichnen oder dass ein Straßenfestival den Begriff im Namen aufnimmt.&amp;lt;ref&amp;gt;Beispiel: [https://gauklerfestival.ch/ Lenzburger Gauklerfestival], abgerufen am 28. Juni 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch der Begriff Jongleur hat die Konnotation &amp;#039;&amp;#039;unehrlich&amp;#039;&amp;#039; weitgehend abgelegt, obwohl auch heute noch eine gewisse Zurückhaltung gegenüber Jongleuren und ähnlichen Berufsgruppen gewahrt wird. Im Gegensatz zu Jongleuren, die nichts zeigen, was sie nicht können, trifft der Begriff &amp;#039;&amp;#039;vorgaukeln&amp;#039;&amp;#039; in seiner negativen Bedeutung &amp;#039;&amp;#039;täuschen&amp;#039;&amp;#039; eher auf Zauberer und Taschenspieler zu. Dennoch bezieht sich der Begriff Gaukler eher auf den Jongleur und Artisten als auf Zauberer und Taschenspieler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Thema Gaukler in der Kunst ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Der-gaukler-hieronymus-bosch 1-480x400.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;[[Der Gaukler (Bosch)|Der Gaukler]]&amp;#039;&amp;#039;, Gemälde von [[Hieronymus Bosch]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1755 Gaukler vor dem Dogenpalast anagoria.JPG|mini|Gaukler vor dem Dogenpalast, [[Städelsches Kunstinstitut]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gaukler sind vielfach Gegenstand künstlerischer Verarbeitung geworden. So hat der Maler Hieronymus Bosch den [[Der Gaukler (Bosch)|Gaukler]] in einem seiner bekanntesten Ölgemälde dargestellt, und [[Pablo Picasso]] malte 1905 „Die Gauklerfamile“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Frank Meier: &amp;#039;&amp;#039;Gaukler, Dirnen, Rattenfänger.&amp;#039;&amp;#039; Außenseiter im Mittelalter. Thorbecke, Ostfildern-Ruit 2005, ISBN 3-7995-0157-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur [[Literatur|literarischen]] Verarbeitung siehe:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Der Gaukler Pamphalon]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Nikolai Semjonowitsch Leskow|Nikolai Leskow]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Gauklerlegende]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Irmtraud Morgner]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Unter Gauklern&amp;#039;&amp;#039; von [[Arnulf Zitelmann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4232789-1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historischer Beruf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Beruf (Kleinkunst)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;KenntnisseSchüler</name></author>
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