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	<title>Gauer-Henry-Reflex - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T19:57:58Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gauer-Henry-Reflex&amp;diff=785745&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Dr. Hartwig Raeder am 8. Februar 2026 um 17:28 Uhr</title>
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		<updated>2026-02-08T17:28:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Belege}}&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gauer-Henry-Reflex&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (nach [[Otto Heinrich Gauer]] (1909–1979) und [[James Paget Henry]] (1914–1996)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nmspacemuseum.org/halloffame/detail.php?id=95 International Space Hall of Fame]&amp;lt;/ref&amp;gt;) beschreibt in der [[Medizin]] einen Mechanismus, der über die Dehnung des Herzgewebes das Blutvolumen ([[Herzzeitvolumen]], Herzminutenvolumen) reguliert.&amp;lt;ref&amp;gt;[[James Paget Henry]],  [[Otto Heinrich Gauer]], J. L. Reeves: &amp;#039;&amp;#039;Evidence of the atrial location of receptors influencing urine flow&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Circulation Research]].&amp;#039;&amp;#039; Jahrgang 1956, Januar 1956, 4(1), S. 85–90, PMID 13277115.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Funktionsprinzip ==&lt;br /&gt;
[[Barorezeptoren]] im Herzen, vor allem im rechten Herzvorhof (Typ-B-Vorhofrezeptoren), werden bei Anstieg des Füllvolumens gedehnt. Vermittelt über Afferenzen des [[Nervus vagus]] wird von der [[Hypophyse]] weniger [[antidiuretisches Hormon]] (ADH) ausgeschüttet. ADH bewirkt in den [[Nierenkanälchen]] (Tubuli) eine gesteigerte Wasserrückresorption, indem im distalen Tubulus und vor allem im [[Sammelrohr]] [[Aquaporin]]e in die luminale Membran eingebaut werden, durch die Wasser aus dem Harn ins Nierenmark und von dort ins Blut diffundiert. Durch die verminderte ADH-Ausschüttung wird also das Herzzeitvolumen verringert. Dadurch werden auch die B-Sensoren weniger gedehnt, wodurch die Hemmung der ADH-Ausschüttung wieder abnimmt. ADH wirkt als &amp;#039;&amp;#039;Antidiuretikum&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine ähnliche Funktionsweise (aber eine gegenteilige Wirkung wie ADH) hat das [[Atriales natriuretisches Peptid|atriale natriuretische Peptid]] (ANP), das bei deren Dehnung von den Herzmuskelzellen selbst ausgeschüttet wird und die Natriumausscheidung erhöht, was eine vermehrte Wasserausscheidung zur Folge hat. ANP wirkt als [[Diuretikum]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese beiden Mechanismen werden in der Medizin mit dem eingängigen Merksatz „Vorhof voll – [[Harnblase|Blase]] voll“ beschrieben: Vermehrte Füllung des Vorhofs hat eine vermehrte Blasenfüllung zur Folge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein vergrößertes Herzzeitvolumen führt zu einer vergrößerten [[Glomeruläre Filtrationsrate|glomerulären Filtrationsrate]] mit vermehrter Bildung von [[Primärharn]]. Jetzt wird Wasser durch ADH vermehrt und durch ANP vermindert tubulär rückresorbiert. Dadurch steigt beziehungsweise sinkt das Blutvolumen mit gegenteiliger Wirkung auf die [[Urin]]bildung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele ==&lt;br /&gt;
=== Aufenthalt im Wasser ===&lt;br /&gt;
Der Gauer-Henry-Reflex ist beim Baden zu beobachten. Der hydrostatische Druck des Wassers auf die oberflächlichen [[Vene]]n verschiebt etwa 0,2–0,4 Liter Blut in den Brustinnenraum. Dadurch erhöht sich das mittlere Herzvolumen von 700 auf 920&amp;amp;nbsp;ml und somit das Herzschlagvolumen um bis zu 20 %. Diese stärkere Füllung betrifft insbesondere den linken Vorhof, löst daher den beschriebenen Reflex aus und verursacht Harndrang. Auch die kältebedingte Zusammenziehung von Körpergewebe trägt zum Harndrang bei.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Kurt Wilke|Titel=Schwimmen lernen für Kinder und Erwachsene.|Reihe=Bewegungsraum Wasser|Verlag=Meyer &amp;amp; Meyer Verlag|Ort=Aachen|Auflage=2. überarbeitete Auflage|Datum=2009|ISBN=978-3-89899-475-0|Umfang=160|Seiten=36|Sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Raumfahrt ===&lt;br /&gt;
Während des [[Countdown]]s sind [[Raumfahrer|Astronauten]] im Space Shuttle und anderen Raumfähren teilweise mehrere Stunden auf ihren liegenden Sitzen festgezurrt. Diese Körperhaltung hat zur Folge, dass Blut aus den Beinen in den Oberkörper fließt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ein Toilettengang in dieser Situation nicht in Frage kommt, tragen die Astronauten während der Startprozedur spezielle [[Windel]]n. In der Schwerelosigkeit greift derselbe Mechanismus wie beim Aufenthalt im Wasser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sonstiges ===&lt;br /&gt;
Der Gauer-Henry-Reflex kann auch durch vermehrtes Trinken ausgelöst werden, da hierbei das Blutvolumen größer wird, was die Vorhofmyozyten und Barorezeptoren vor allem im rechten Vorhof reizt und somit zu verringerter ADH-Freisetzung und vermehrter ANP-Freisetzung führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Schmidt, Lang, [[Gerhard Thews]]: &amp;#039;&amp;#039;Physiologie des Menschen&amp;#039;&amp;#039;. 29. Auflage, Springer 2005&lt;br /&gt;
* [[Gerhard Thews]], [[Ernst Mutschler (Mediziner)|Ernst Mutschler]], [[Peter Vaupel]]: &amp;#039;&amp;#039;Ernst Mutschler, [[Hans-Georg Schaible]], Peter Vaupel: Anatomie, Physiologie, Pathophysiologie des Menschen.&amp;#039;&amp;#039; 6.&amp;amp;nbsp;Auflage. [[Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft]], Stuttgart 2007, ISBN 978-3-8047-2342-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bemannte Raumfahrt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Herz-Kreislauf-Physiologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reflex]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dr. Hartwig Raeder</name></author>
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