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	<title>Gauch - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T10:59:33Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gauch&amp;diff=609748&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;APPERbot: Bot: Fix Parameter lemid in Vorlage:Deutsches Wörterbuch (&quot;G&quot; nicht notwendig wenn danach ein Buchstabe folgt)</title>
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		<updated>2026-02-19T08:54:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Fix Parameter lemid in Vorlage:Deutsches Wörterbuch (&amp;quot;G&amp;quot; nicht notwendig wenn danach ein Buchstabe folgt)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|befasst sich mit &amp;#039;&amp;#039;Gauch&amp;#039;&amp;#039; als einem veralteten Namen für den Kuckuck. Für weitere Bedeutungen siehe [[Gauch (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Gauch001.jpg|mini|Dieser „Fratzenstein“, der einst an der Stadtbefestigung von [[Bergen (Bergen-Enkheim)|Bergen]] prangte und sich heute im [[Heimatmuseum Bergen-Enkheim]] befindet, sollte wahrscheinlich „[[Gaukler]]“ und anderes [[fahrendes Volk]] abschrecken; die Inschrift auf dem Spruchband des Narren lautet „far du gauch 1479“.&amp;lt;ref&amp;gt;So ausweislich &amp;#039;&amp;#039;[https://www.dhm.de/archiv/ausstellungen/zuwanderungsland-deutschland/migrationen/rooms/0109.htm Die Ausgrenzung nichtsesshafter Menschen]&amp;#039;&amp;#039;, Webseite der Stiftung [[Deutsches Historisches Museum]], Teil des Onlineauftritts der Ausstellung &amp;#039;&amp;#039;Zuwanderungsland Deutschland: Migrationen 1500–2005&amp;#039;&amp;#039; (abgerufen am 30. März 2018).&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gauch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein veralteter Name für den heute [[Kuckuck]] genannten Vogel, von jeher hat das Wort aber auch die Doppelbedeutung „Narr, Tor, Dummkopf.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Deutsches Wörterbuch |Lemma=Gauch |Band=4 |Sp=1524 |lemid=G02180}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{dwds.de |Stichwort=Gauch}} Die dortigen Angaben zur Etymologie entstammen dem Eintrag &amp;#039;&amp;#039;Kuckuck&amp;#039;&amp;#039; in [[Wolfgang Pfeifer (Etymologe)|Wolfgang Pfeifer]]: &amp;#039;&amp;#039;Etymologisches Wörterbuch des Deutschen.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Akademie-Verlag, Berlin 1993.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie und Sprachgebrauch ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Gauch&amp;#039;&amp;#039; ist der ältere der beiden deutschen Namen des Kuckucks. Erstmals begegnet er im 8. Jahrhundert, also schon in den frühesten Zeugnissen des [[Althochdeutsche Sprache|Althochdeutschen]] (althochdeutsch &amp;#039;&amp;#039;gouh&amp;#039;&amp;#039;; [[Mittelhochdeutsche Sprache|mittelhochdeutsch]] &amp;#039;&amp;#039;gouch&amp;#039;&amp;#039;), findet sich ähnlich auch im [[Altsächsische Sprache|Altsächsischen]] (&amp;#039;&amp;#039;gōk&amp;#039;&amp;#039;), im [[Altenglisch]]en (&amp;#039;&amp;#039;gēac&amp;#039;&amp;#039;) sowie im [[Altnordische Sprache|Altnordischen]] (&amp;#039;&amp;#039;gaukr&amp;#039;&amp;#039;, daraus [[Schwedische Sprache|schwedisch]] &amp;#039;&amp;#039;gök&amp;#039;&amp;#039;, [[Dänische Sprache|dänisch]] &amp;#039;&amp;#039;gøg&amp;#039;&amp;#039; sowie englisch mundartlich &amp;#039;&amp;#039;gowk&amp;#039;&amp;#039;), und wird mithin zum [[Urgermanische Sprache|gemeingermanischen]] Erbwortschatz gezählt. Um 1350, also im Mittelhochdeutschen, trat neben diesen althergebrachten Namen die lautmalende, den Vogelruf nachahmende Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Kuckuck&amp;#039;&amp;#039; und verdrängte ihn; so gab etwa [[Lutherbibel|Luthers Bibelübersetzung]] dem &amp;#039;&amp;#039;Kuckuck&amp;#039;&amp;#039; den Vorzug. Im Neuhochdeutschen ist &amp;#039;&amp;#039;Gauch&amp;#039;&amp;#039; als Vogelname in der Umgangssprache vollends erloschen und in der geschriebenen Sprache allenfalls in poetischer und archaisierender Rede anzutreffen (beispielsweise in [[Karl Simrock]]s Übersetzung des [[Nibelungenlied]]es von 1827, die Hagen fragen lässt: „Sollen wir Gäuche ziehen?“&amp;lt;ref&amp;gt;Hagen hat hier den bekannten Brutparasitismus des Kuckucks im Sinn, die Frage will hier also „Sollen wir Kuckuckskinder großziehen?“ bedeuten.&amp;lt;/ref&amp;gt;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der übertragene Wortsinn „Narr, Tor, Dummkopf“ ist schon in Althochdeutschen nachweisbar und erklärt sich dadurch, dass der Kuckuck in der volkstümlichen Anschauung wegen seines eintönigen Rufes als töricht galt. In dieser oder ähnlicher Bedeutung (etwa auch im Sinne von „Betrogener, armer Tropf“, „Schelm, Spitzbube“ oder auch „Geistesschwacher, Kretin“), als Schimpfwort, blieb der &amp;#039;&amp;#039;Gauch&amp;#039;&amp;#039; weitaus länger gebräuchlich, insbesondere in einigen [[Alemannische Dialekte|alemannischen Mundarten]], ist heute aber ebenfalls veraltet; schon [[Johann Wolfgang von Goethe]] und [[Ludwig Uhland]] verwendeten diesen Ausdruck nur in Reimnot.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Gauch.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Trübners Deutsches Wörterbuch.&amp;#039;&amp;#039; Band 3: &amp;#039;&amp;#039;G–H.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter, Berlin 1939, S. 29.&amp;lt;/ref&amp;gt; In einigen [[Komposition (Grammatik)|zusammengesetzten Wörtern]] hat sich das Wort aber bis heute erhalten, so im Namen des [[Gauchheil]]s, eines Primelgewächses, das früher in der Volksmedizin zur Behandlung von Geisteskranken genutzt wurde. Mundartlich wird auch das [[Wiesen-Schaumkraut]] als &amp;#039;&amp;#039;Gauchblume&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet (andernorts auch &amp;#039;&amp;#039;Kuckucksblume&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom &amp;#039;&amp;#039;Gauch&amp;#039;&amp;#039; im Sinne von „Narr“ abgeleitet ist möglicherweise das Wort &amp;#039;&amp;#039;[[Gaukler]]&amp;#039;&amp;#039; („Taschenspieler, Straßenkünstler“);&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;gaukeln.&amp;#039;&amp;#039; In: Friedrich Kluge, Elmar Seebold: &amp;#039;&amp;#039;Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache.&amp;#039;&amp;#039; 25., aktualisierte und erweiterte Auflage. (E-Book), Berlin u.&amp;amp;nbsp;a. 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; plausibel, aber ebenso wenig gesichert, ist zudem eine Verwandtschaft mit dem ursprünglich niederdeutschen Wort &amp;#039;&amp;#039;[[Modenarr|Geck]]&amp;#039;&amp;#039; („eitler Mann, Stutzer“, ursprünglich aber „Hofnarr“) und seiner rheinländischen Variante &amp;#039;&amp;#039;[[Jeck]]&amp;#039;&amp;#039; („Karnevalsnarr“)&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Geck.&amp;#039;&amp;#039; In: Friedrich Kluge, Elmar Seebold: &amp;#039;&amp;#039;Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache.&amp;#039;&amp;#039; 25., aktualisierte und erweiterte Auflage. (E-Book), Berlin u.&amp;amp;nbsp;a. 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie dem &amp;#039;&amp;#039;[[Geek]]&amp;#039;&amp;#039; („komischer Kauz,“ „technikbegeisterter, aber sozial unbeholfener Sonderling“), der erst in jüngerer Zeit aus dem Englischen ins Deutsche gelangte, aber wohl letztlich eine [[Rückentlehnung]] von dt. &amp;#039;&amp;#039;Geck&amp;#039;&amp;#039; (oder auch &amp;#039;&amp;#039;Gauch&amp;#039;&amp;#039;) darstellt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Oxford English Dictionary.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. 1989. s. v. &amp;#039;&amp;#039;geek, n.&amp;#039;&amp;#039; sowie &amp;#039;&amp;#039;geck&amp;#039;&amp;#039;, n.&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt;.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ferner mag zu dieser hypothetischen Wortfamilie der im [[Oberdeutsche Dialekte|Oberdeutschen]], besonders im [[Österreichisches Deutsch|Österreichischen]] beheimatete [[Gigerl]] („Kleidernarr, Dandy“) gehören, [[Volksetymologie|volksetymologisch]] wird dieser indes eher als eitler &amp;#039;&amp;#039;Gockel&amp;#039;&amp;#039; erklärt.&amp;lt;ref&amp;gt;So auch etwa im Eintrag [[wikt:Gigerl|Gigerl]] im Wiktionary.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mittelalter wurde &amp;#039;&amp;#039;Gauch&amp;#039;&amp;#039; auch zum Familiennamen (1185 ist ein Conradus Gouch in Tirol dokumentiert, sein Namensvetter Cuonrad Gouche 1291 am Bodensee), heute ist dieser Nachname vor allem in der [[Pfalz (Region)|Pfalz]] und im [[Hunsrück]] häufiger anzutreffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendungen in Kunst und Literatur ==&lt;br /&gt;
Das Werk [[Das Narrenschiff (Brant)|Das Narrenschiff]] von Sebastian Brant greift die Gäuche auf. Auf einem Schiff stehen als Narren verkleidete Gäuche (Liebesnarren) Im 13. Absatz – Von buolschafft – wird von [[Venus (Mythologie)|Venus]] erzählt&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.projekt-gutenberg.org/brant/narrens/chap014.html |titel=Das Narrenschiff – Kapitel 13 |hrsg=Spiegel |abruf=2014-09-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, die drei Gäuche und einen Affen mit sich führt und dem Ruf des Kuckucks lauscht. Auch greift Brant hier schon ein erstes Mal Gäuchinnen auf, indem er den Gäuchen Närrinnen gegenüberstellt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.projekt-gutenberg.org/brant/narrens/chap001.html |titel=Das Narrenschiff – Vorrede zum Narrenschiff |hrsg=Spiegel |abruf=2014-09-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viel deutlicher treten die Gäuchinnen (Einzahl &amp;#039;&amp;#039;Geuchin&amp;#039;&amp;#039;) allerdings in Thomas Murners Geuchmat auf. Hier werden sie explizit erwähnt und stellen die Rolle der Betrügerin dar.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Thomas Murner, Franz Schultz |Titel=Die Geuchmat |Sammelwerk=Deutsche Schriften |Band=5 |Verlag=K. J. Trübner |Datum=1981}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben erscheint „irgendein verdächt’ger Gauch“ als Widersacher des lyrischen Ichs in [[Heinrich Heine]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Enfant Perdu]]&amp;#039;&amp;#039;. Der Gauch ist damit dort auch Feind der Freiheit, da sich das lyrische Ich kämpfend für sie einsetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Heine: &amp;#039;&amp;#039;Enfant Perdu.&amp;#039;&amp;#039; In: Heinrich Heine: &amp;#039;&amp;#039;Werke und Briefe in zehn Bänden.&amp;#039;&amp;#039; Band 2, Berlin / Weimar 1972, S. 124–125 ([http://www.zeno.org/nid/2000502627X zeno.org]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Deutsches Wörterbuch |Lemma=Gauch |Band=4 |Sp=1524 |lemid=G02180}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Einzelwort]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;APPERbot</name></author>
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