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	<title>Gastraphetes - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T22:53:57Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gastraphetes&amp;diff=1972591&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-18563-70: /* Beschreibung und Verwendung */</title>
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		<updated>2026-03-25T13:51:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Beschreibung und Verwendung&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:200910311250MEZ Saalburg-Museum, Gastraphetes.jpg|mini|Nachbau eines Gastraphetes im [[Kastell Saalburg#Saalburgmuseum|Saalburg-Museum]], [[Hochtaunuskreis]]]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gastraphetes&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von {{grcS|γαστραφέτης|gastraphétēs|de=Bauch-Schleuderer}}) war eine griechische Infanterie[[waffe]]. Er zählt zu den [[antike]]n Vorläufern der späteren [[Armbrust]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine größere Version des Gastrapheten war die [[Oxybeles]], die im Belagerungskrieg eingesetzt wurde. Diese wurde später von der [[Balliste]], einem [[Torsionsgeschütz]], verdrängt, die sich zu einer kleineren Version entwickelte und den Gastrapheten verdrängten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung und Verwendung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gastraphetes, Copy M, Codex Parisinus inter supplementa Graeca 607 (fol. 47v).jpg|mini|Zeichnung des Gastraphetes von [[Heron von Alexandria]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gastraphetes  -  catapult ancestor - antica catapulta.jpg|mini|rechts|200px|Bogenschütze beim Spannen des Gastraphetes]]&lt;br /&gt;
Auf Basis eines Berichts von [[Ktesibios]] aus dem 3. Jh. v.&amp;amp;nbsp;Chr. zeichnete der griechische Ingenieur [[Heron von Alexandria]] im 1. Jh. v.&amp;amp;nbsp;Chr. einen detaillierten Plan von Aussehen und Handhabung des Gastraphetes, der bis heute erhalten blieb. Diese Waffe war die erste historisch belegte armbrustähnliche Handwaffe außerhalb des antiken Chinas. Sie bestand aus einem [[Kompositbogen]], der auf einem Holzschaft montiert war. Im Gegensatz zur späteren Armbrust hatte der Schaft des Gastraphetes eine weitere längs bewegliche Holzschiene. Der Bogen und der gebogene hintere Holzteil war am unteren Teil des Schafts angebracht, während die bewegliche obere Schiene zum Spannen diente. Dafür schob man sie nach vorne und hängte die Sehne ein. Dann stellte der Schütze das vorne herausragende Ende der Schiene auf den Boden und legte die hintere Stütze an den Oberkörper. Er konnte nun die Holzschiene durch Druck mit seinem gesamten Körpergewicht zurückschieben, bis sie mit der Sehne in einem Haltemechanismus einrastete. Jetzt konnte er einen Pfeil einlegen und den Schuss auslösen. Die Spanntechnik und der Haltemechanismus erlaubten wesentlich mehr Kraft zum Spannen der Gastraphetes, als es bei [[Bogenschütze]]n der Fall war. Daher waren höhere Reichweiten und eine größere Durchschlagskraft möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt Berichte antiker Schriftsteller, die von Gastraphetes berichten, die zwei [[Pfeil (Geschoss)|Pfeile]] auf einmal abschießen konnten. Dafür waren in der oberen Schiene zwei Vertiefungen für die Pfeile eingelassen.&amp;lt;ref&amp;gt;Astrid Schürmann: &amp;#039;&amp;#039;Griechische Mechanik und antike Gesellschaft.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Steiner, 1991, ISBN 978-3-515-05853-7, S. 66.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Gastraphetes erforderte nach Ansicht einiger Autoren aufgrund seiner Größe allerdings eine stützende Vorrichtung, z.&amp;amp;nbsp;B. einen in der Erde steckenden Pfahl.&amp;lt;ref&amp;gt;Duncan Campbell: &amp;#039;&amp;#039;Greek and Roman Artillery 399 BC–AD 363.&amp;#039;&amp;#039; Osprey Publishing, Oxford 2003, ISBN 1-84176-634-8, S. 3 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem war die Waffe aufgrund des komplexen Mechanismus sowohl deutlich aufwendiger in der Herstellung als auch erheblich schwerer als herkömmliche Bögen. Daher hat sie als [[Infanterie]]waffe für den Angriff wohl keine große Verbreitung gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Gastraphetes wurde vermutlich im 5. Jh. v.&amp;amp;nbsp;Chr. in Griechenland erfunden. Da Heron in seiner &amp;#039;&amp;#039;Belopoeica&amp;#039;&amp;#039; feststellt, dass mechanische Standgeschütze wie das &amp;#039;&amp;#039;Katapeltikon&amp;#039;&amp;#039; ([[Katapult]]) von den früheren handgehaltenen Gastrapheten inspiriert wurden, muss die Erfindung der handgehaltenen Armbrust in der griechischen Kriegsführung zu einem unbekannten Zeitpunkt vor 399 v.&amp;amp;nbsp;Chr. stattgefunden haben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Hans-Michael Schellenberg |url=http://s145739614.online.de/fera/ausgabe3/Schellenberg.pdf |titel=Diodor von Sizilien 14,42,1 und die Erfindung der Artillerie im Mittelmeerraum |hrsg=Frankfurter Elektronische Rundschau zur Altertumskunde |datum=2006 |seiten=18f. |abruf=2024-12-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen der oben genannten Gründe war sie in der Antike allerdings nie sonderlich von Bedeutung. Sie wurde manchmal auch in der [[Römische Legion|römischen Armee]] verwendet, aber nur bei Verteidigungen von Lagern; v.&amp;amp;nbsp;a. wenn man auf den Feind warten musste, hatte der Gastraphetes den Vorteil, zum Spannunghalten keine weitere Kraft zu benötigen. Wichtig wurde die tragbare Armbrust erst nach dem Fall des [[Weströmisches Reich|Weströmischen Reich]]es: Man führte in den oströmischen Streitkräften ein verbessertes (und leichteres) Modell des Gastraphetes ein. Die Armbrust als solche wurde im [[Mittelalter]] beliebt und auch in [[Byzantinisches Reich|Byzanz]] oft verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Peter Connolly]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Griechischen Armeen.&amp;#039;&amp;#039; Tesslofverlag, Hamburg 1981, ISBN 3-7886-0181-7.&lt;br /&gt;
* Astrid Schürmann: &amp;#039;&amp;#039;Griechische Mechanik und antike Gesellschaft. Studien zur staatlichen Förderung einer technischen Wissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Steiner, Stuttgart 1991, ISBN 3-515-05853-2 (&amp;#039;&amp;#039;Boethius&amp;#039;&amp;#039; 27).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.archeofortificazioni.org/FigELLEN.htm | wayback=20050517230240 | text=Roberto Sconfienza, Fabrizio Zannoni, Arbeit über historische Belagerungswaffen, Gastraphetes bei Archeofortificazioni}}&lt;br /&gt;
* [http://www.mlahanas.de/Greeks/war/CatapultTypes.htm Gastraphetes bei Mlahanas]&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=44Jn8oBDNCE Schussversuche mit einem Nachbau (englisch)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Armbrust]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Waffe (Antikes Griechenland)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2026-18563-70</name></author>
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