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	<title>Gaston Monnerville - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Winkekatze: form</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Gaston Monnerville.jpg|mini|Gaston Monnerville]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gaston Monnerville&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[2. Januar]] [[1897]] in [[Cayenne]]; † [[7. November]] [[1991]] in [[Paris]]) war ein [[Frankreich|französischer]] Anwalt, [[Politiker]] und Verfassungsrichter.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.assembleenationale.fr/histoire/biographies/IVRepublique/monnerville-gaston-02011897.asp Biographie auf Französisch auf der Website der Assemblée Nationale] (offline), [http://web.archive.org/web/20120209052708/http://www.assembleenationale.fr/histoire/biographies/IVRepublique/monnerville-gaston-02011897.asp archivierte Version vom 9. Februar 2012] auf archive.org.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Monnerville, Enkel eines [[Sklave]]n, wuchs in [[Französisch-Guayana]] auf und beendete erfolgreich sein Studium in [[Toulouse]]. 1918 wurde er Anwalt und arbeitete mit dem Anwalt und späteren Politiker [[César Campinchi]] zusammen. Monnerville trat in die [[Parti républicain, radical et radical-socialiste]] ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abgeordneter  und Unterstaatssekretär der Dritten Republik ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Monnerville wurde 1932 als Vertreter Französisch-Guayana in die [[Abgeordnetenkammer (Frankreich)|französische Abgeordnetenkammer]] gewählt und 1936 wiedergewählt. Zugleich wurde er 1935 Bürgermeister von [[Cayenne]]. In der [[Kabinett Chautemps III|dritten]] und [[Kabinett Chautemps IV|vierten Regierung]] von [[Camille Chautemps]] war er 1937 bis 1938 Unterstaatssekretär im [[Ministerium für die Überseegebiete#Geschichte|Ministerium für die Kolonien]].&amp;lt;ref name=Bio-Senat&amp;gt;[https://www.senat.fr/senateur/monnerville_gaston000677.html Biographie auf der Website des französischen Senats (französ.)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kriegsteilnehmer und Résistant im Zweiten Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Zu Beginn des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] brachte er im September 1939 einen Gesetzentwurf ein, der es über vierzig Jahre alten Parlamentariern ermöglichen sollte, sich freiwillig zum Militärdienst zu melden, was zu einem entsprechenden Gesetzesdekret führte. In der Folge meldete er sich freiwillig zur [[Französische Marine|Französischen Marine]] und diente von Januar bis Juli 1940 auf dem [[Schlachtschiff]] &amp;#039;&amp;#039;[[Provence (Schiff, 1916)|Provence]]&amp;#039;&amp;#039;. Aufgrund seines Militärdienstes könnte er nicht an der Abstimmung über das [[Verfassungsgesetz vom 10. Juli 1940]] teilnehmen, durch die das französische Parlament alle Staatsgewalt auf [[Philippe Pétain|Marschall Pétain]] übertrug.&amp;lt;ref name=Bio-Senat/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 17. Juli 1940 wurde er demobilisiert und begab sich nach Vichy, um gegen den von Marschall Pétain geschlossenen [[Waffenstillstand von Compiègne (1940)|Waffenstillstand von Compiègne]] und die Behandlung der aus Übersee stammenden Franzosen durch die [[Vichy-Regime|Pétain-Regierung]] zu protestieren.&amp;lt;ref name=Bio-Senat/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende 1940 trat er dem [[Combat (Résistance)|Combat]] bei, eine der stärksten Gruppen der [[Résistance]]. Als Anwalt im unbesetzten [[Marseille]] verteidigte er Gefangene und von der Vichy-Regierung wegen ihrer politischen Ansichten oder ihrer Herkunft verfolgte Personen. Er wurde mehrfach von der Vichy-Polizei verhört und verhaftet. Nach der vollständigen Besetzung Frankreichs durch deutsche Truppen 1942, schloss er sich dem &amp;#039;&amp;#039;[[Maquis]]&amp;#039;&amp;#039; der [[Auvergne]] unter dem Decknamen „Kommandant [[Antoine de Saint-Just|St-Just]]“ an. Mit seiner Frau Cheylade gründete er 1944 ein Militärkrankenhaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abgeordneter der Verfassunggebenden Versammlung ===&lt;br /&gt;
Von November 1944 an war er auf Vorschlag der [[Parti républicain, radical et radical-socialiste|Radikalen Partei]] Mitglied der „Provisorischen beratenden Versammlung“ der [[Provisorische Regierung der Französischen Republik|provisorischen Regierung Frankreichs]]. Dort war er Vorsitzender des Ausschusses für das überseeische Frankreich. 1945 wurde er von der Provisorischen Regierung zum Vorsitzenden einer Kommission ernannt, die sich mit dem zukünftigen Status der Überseegebiete beschäftigte. Diese bereitete den verfassungsrechtlichen Rahmen für die [[Union française]] und die zukünftige parlamentarische Vertretung aller Überseegebiete vor.&amp;lt;ref name=Bio-Senat/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Oktober 1945 wurde er als Vertreter Französisch-Guayanas in die erste Verfassunggebende Versammlung  gewählt. Dort trug er maßgeblich zur Vorbereitung des Gesetzes vom 19. März 1946 bei, durch das [[Französisch-Guayana]], [[Guadeloupe]], [[Martinique]] und [[Réunion]] zu [[Überseedépartement]]s erklärt wurden. Im Januar 1946 nahm er auch als Delegierter Frankreichs an der ersten Sitzung der [[Vereinte Nationen|UNO]] in London teil. 1946 wurde er erneut als Vertreter Französisch-Guayanas in die zweite Verfassunggebende Versammlung gewählt, die schließlich die Verfassung der [[Vierte Französische Republik|Vierten Republik]] verabschiedete.&amp;lt;ref name=Bio-Senat/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Präsident des Rats der Republik ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Wahlen zur Nationalversammlung im November 1946 kandidierte er erneut in Französisch-Guayana, wurde jedoch im ersten Wahlgang von seinem Gegenkandidaten René Jadfard geschlagen, nachdem er die vorangegangenen Jahre größtenteils außerhalb seines Heimatgebietes verbracht und zudem lokale Interessengruppen durch seine erfolgreichen Bemühungen um die Schließung des Gefängnisses auf der [[Teufelsinsel (Französisch-Guayana)|Teufelsinsel]] gegen sich aufgebracht hatte. Er wurde jedoch sodann im Dezember 1946 zum Vertreter Französisch-Guayanas im &amp;#039;&amp;#039;Conseil de la République&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;(Rat der Republik)&amp;#039;&amp;#039; gewählt, der nach der neuen Verfassung als zweite Kammer des Parlaments an die Stelle des [[Senat (Frankreich)|Senats]] getreten war.&amp;lt;ref name=Bio-Senat/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wurde zunächst Vizepräsident des Rats der Republik. Im März 1947 wurde er in der Nachfolge des verstorbenen [[Auguste Champetier de Ribes]] mit 141 Stimmen gegen 131 für seinen [[Kommunistische Partei Frankreichs|kommunistischen]] Gegenkandidaten [[Henri Martel]] zu dessen Präsidenten gewählt. 1948 verlegte er seinen Wohnsitz von Guayana in das [[Département Lot]] und wurde als Vertreter dieses Départements erneut in den Rat der Republik gewählt. Er behielt den Sitz und das Amt des Präsidenten des Rats der Republik bis zum Ende der Vierten Republik 1958.&amp;lt;ref name=Bio-Senat/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Senatspräsident in der Fünften Republik ===&lt;br /&gt;
1958 unterstützte Monnerville [[Charles de Gaulle]] bei der Rückkehr an die Macht, aber er widersprach der Auflösung der Vierten Republik seitens des Generals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Verabschiedung der Verfassung der Fünften Republik wurde er in den [[Senat (Frankreich)|Senat]] gewählt, der nach der neuen Verfassung wieder an die Stelle des Rats der Republik getreten war. Er wurde im Dezember 1958 zu dessen Präsidenten gewählt und blieb dies bis 1968.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1962 widersprach er dem von Charles de Gaulle initiierten [[Referendum in Frankreich zum Modus der Präsidentschaftswahl|Referendum über eine Verfassungsänderung zur Einführung der Direktwahl des Staatspräsidenten]] sowohl hinsichtlich des Verfahrens als auch des Inhalts.&amp;lt;ref&amp;gt;Alec Stone: &amp;#039;&amp;#039;The Birth of Judicial Politics in France. The Constitutional Council in Comparative Perspective&amp;#039;&amp;#039;. Oxford University Press, Oxford/New York 1992, ISBN 0-19-507034-8, Kapitel III.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er verwendete dabei den Begriff &amp;#039;&amp;#039;forfaiture&amp;#039;&amp;#039; („[[Amtsmissbrauch (Frankreich)|Amtsmissbrauch]]“) zum Verhalten von Ministerpräsident [[Georges Pompidou]], der das nach Ansicht von Monnerville verfassungswidrige Dekret über die Abhaltung eines verfassungsändernden Referendums auf der Grundlage von Artikel 11 der Verfassung unterzeichnet hatte, scheiterte jedoch mit seiner Verfassungsbeschwerde dagegen, da der [[Conseil constitutionnel (Frankreich)|Conseil constitutionnel]] sich für unzuständig erklärte.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.senat.fr/evenement/archives/D23/1962.html Website des französischen Senats: Le conflit du Referendum de 1962]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Das umstrittene Dekret: [https://www.legifrance.gouv.fr/jorf/id/JORFTEXT000000679397 Dekret 62-1127 vom 2. Oktober 1962] &amp;lt;!-- der folgende Link funktioniert nicht mehr: [http://www.legifrance.gouv.fr/jopdf/common/jo_pdf.jsp?numJO=0&amp;amp;dateJO=19621003&amp;amp;pageDebut=09522&amp;amp;pageFin=&amp;amp;pageCourante=09522 Dekret 62-1127 vom 2. Oktober 1962] --&amp;gt; &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Oktober 1968 kandidierte er nicht erneut als Präsident des Senats, um damit gegen das von Charles de Gaulle geplante [[Referendum in Frankreich 1969 zur Senats- und Regionalreform|verfassungsändernde Referendum über eine Senats- und Regionalreform]] zu protestieren, das erneut auf der Grundlage von Artikel 11 der Verfassung einberufen werden sollte. Er blieb jedoch bis 1974 Senator.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verfassungsrichter ===&lt;br /&gt;
1974 wurde er auf von seinem Nachfolger als Senatspräsident, [[Alain Poher]], zum Mitglied des &amp;#039;&amp;#039;Conseil constitutionnel&amp;#039;&amp;#039; und damit zu einem von neun Verfassungsrichtern ernannt und übte dieses Amt bis zum Ende seiner neunjährigen Amtszeit 1983 aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
*[https://www.senat.fr/senateur/monnerville_gaston000677.html Biographie auf der Website des französischen Senats (französ.)]&lt;br /&gt;
*[https://www2.assemblee-nationale.fr/sycomore/fiche/(num_dept)/5348 Eintrag in der Datenbank der ehemaligen Abgeordneten auf der Website der französischen Nationalversammlung (französ.)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119186861|LCCN=n/98/47326|VIAF=32000597}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Monnerville, Gaston}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Abgeordnetenkammer (Frankreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Staatssekretär (Frankreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Résistancekämpfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Nationalversammlung (Frankreich)]] &amp;lt;!-- die Kategorie sollte eigentlich &amp;quot;Mitglied der Verfassunggebenden Versammlung (1945-1946)&amp;quot; o.ä. lauten --&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Senator (Frankreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Conseil constitutionnel (Frankreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Franzose]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Französisch-Guayana)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1897]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1991]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Monnerville, Gaston&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=französischer Anwalt, Politiker, Mitglied der Abgeordnetenkammer und des Senats, Verfassungsrichter&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=2. Januar 1897&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Cayenne]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=7. November 1991&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Paris]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Winkekatze</name></author>
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