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	<title>Gasthof Serkowitz - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T09:51:41Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gasthof_Serkowitz&amp;diff=1449888&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Jbergner: /* Geschichte */</title>
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		<updated>2022-04-07T14:25:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geschichte&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der ehemalige &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gasthof Serkowitz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist einer der ältesten Gasthöfe der [[Lößnitz (Landschaft)|Lößnitz]], er wurde als erster der Region urkundlich im Jahre 1337 erwähnt. Er liegt am nördlichen Rand des ursprünglichen Dorfkerns von [[Serkowitz]], eines Stadtteils der sächsischen Stadt [[Radebeul]]. Darüber hinaus lag das heute denkmalgeschützte&amp;lt;ref name=&amp;quot;denkmalliste&amp;quot;&amp;gt;{{Denkmaldatenbank des Landes Sachsen|08951301|Abruf=2021-03-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Anwesen als wichtiger Kutschenhalt an der alten Poststraße (auch &amp;#039;&amp;#039;Haupt- und Heerstraße&amp;#039;&amp;#039;) zwischen der Residenz [[Dresden]] und dem Bischofssitz [[Meißen]], bevor die Straße aufgrund der Ereignisse vom 18. Oktober 1784 (siehe [[Weiberstein]]) auf die höherliegende Elbterrasse verlegt wurde (die heutige Meißner Straße).&lt;br /&gt;
[[Datei:Radebeul Gasthof Serkowitz.jpg|mini|Gasthof Serkowitz von Norden (2011) mit nach hinten angeschlossenem Ballsaal, links &amp;#039;&amp;#039;Altserkowitz&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 9. September 2012 beherbergt der als Restauration vor Jahren geschlossene Gasthof die Dauerausstellung des [[Lügenmuseum]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Serkowitz, Altserkowitz 20.JPG|mini|Gasthof Serkowitz (2015) von Süden von &amp;#039;&amp;#039;Altserkowitz&amp;#039;&amp;#039;, Ballsaal]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Radebeul Gasthof Serkowitz von Westen.JPG|mini|Gasthof Serkowitz (2015) von Westen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Radebeul Gasthof Serkowitz1899.jpg|mini|Gasthof Serkowitz, noch mit Einzelgauben. Ansichtskarte von 1899]]&lt;br /&gt;
Das aus zwei Baukörpern bestehende Gasthaus liegt an der Ecke zur Dorflage [[Altserkowitz]] und zur ehemaligen Poststraße, der heutigen [[Kötzschenbrodaer Straße]]&amp;amp;nbsp;39. Das eigentliche, „im Kern wohl barock[e]“&amp;lt;ref name=&amp;quot;denkmalliste&amp;quot; /&amp;gt; Gasthaus liegt vorn traufseitig an der Straße. Die Hauptansicht des zweigeschossigen, verputzten Baus mit sieben Fensterachsen ist [[neobarock]], in der Mitte befindet sich das vermutlich ältere Eingangsportal mit dem Schlussstein von 1869. Obenauf befindet sich ein [[Mansarddach]] mit nachträglich eingebauten, großen [[Schleppgaube|Hechtgauben]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Eingangsbereich und im Gastraum befinden sich als „[[Brotarbeit]] des Künstlers“ Sgraffitos von [[Hermann Glöckner]] (1889–1987).&amp;lt;ref name=&amp;quot;denkmalliste&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Saalbau liegt direkt hinter dem Gasthaus an der Ortslage des Dorfkerns. Der zweigeschossige Bau hat durch das erhöhte Obergeschoss ein Traufgesims in Höhe der Dachhechte. Im Obergeschoss befinden sich sieben hohe Rundbogenfenster mit Kapitellen und Schlusssteinen. Im Inneren ist der Ballsaal mit Stuck dekoriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Im Jahr 1337 wurde der Gasthof, zusammen mit der [[Talmühle (Radebeul)|Talmühle]], erstmals urkundlich als Erbschänke erwähnt. Zu dem Gut gehörte eine halbe Hufe Land, der Besitzer war eines der 13 (ab dem 16.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert 16) vollberechtigten Mitglieder der Serkowitzer [[Altgemeinde]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Adolf Schruth; Manfred Richter (Bearb.) |Titel=Chronik Serkowitz |Ort=Radebeul |Datum=2010 |Seiten=14 |Online={{Webarchiv |url=http://heimatgeschichte-radebeul.lima-city.de/download/chronik/Chronik-Serkowitz-Schruth.pdf |text=Digitalisat |wayback=20150110212911}} |Format=PDF |KBytes=656}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und hatte lange auch das Amt des [[Schultheiß|Ortsrichters]] inne. Das Schänkgut war über Jahrhunderte der einzige [[Kretscham]] (Bierschänke) im Kirchspiel [[Kaditz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste mit Namen bekannte Wirt war um 1506 Johannes Hoppe. Nach langen Auseinandersetzungen um die „Einhaltung der [[Schankgerechtigkeit|Biermeile]]“&amp;lt;ref name=&amp;quot;stadtlexikon&amp;quot;&amp;gt;{{BibISBN|3938460059}}&amp;lt;/ref&amp;gt; hatte ab 1529 der &amp;#039;&amp;#039;Erbkretzschmar&amp;#039;&amp;#039; vor allen anderen umliegenden Dörfern das Recht zum „freien Ausschank, Brauen, Schlachten und Backen“ sowie darüber hinaus, „fremde Biere einzulegen und auszuschenken“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;stadtlexikon&amp;quot; /&amp;gt; 1606 inventarisierte das Gut neun Tische und zwei Tafeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1612 bis 1749 befand sich das Gut im Besitz der Gutsherrn von [[Rödern (Ebersbach)|Rödern]], danach übernahm es der Fleischer Johann Christian Lehmann. Die aufgrund der Ereignisse vom 18. Oktober 1784 (siehe [[Weiberstein]]) erfolgte Straßenverlegung nahm dem Gasthof einen großen Teil der wirtschaftlichen Grundlage, worauf Lehmanns Erben 1788 mit der Errichtung des [[Gasthof „Weißes Roß“|Gasthofs „Weißes Roß“]] an der neuen Straße reagierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gasthof in Serkowitz wechselte in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts mehrfach den Besitzer. Ab 1851 fanden dort regelmäßige Tanzveranstaltungen statt. 1862 erwarb Friedrich August Huhle das Anwesen, ließ in der Folge die alten Gebäude abbrechen und das jetzige Gasthaus in massiver Bauweise neu errichten (Schlussstein von 1869). 1877 erfolgte der Anbau des großen Saals, der 1899 noch vergrößert wurde. Bis 1963 bewirtschaftete die Familie Huhle das Anwesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1963 wurde das Gebäude als Schneiderwerkstatt des &amp;#039;&amp;#039;VEB Herrenmode Novitas&amp;#039;&amp;#039; genutzt. 1973 übernahm die &amp;#039;&amp;#039;LPG Frühgemüsezentrum „Wilhelm Wolff“&amp;#039;&amp;#039; den Gasthof. 1975 erfolgte die Wiedereröffnung der Gaststätte, wobei die ehemaligen Schlachträume als Betriebsküche dienten. Der Saal wurde 1979 restauriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1993 kam der Gasthof in Privatbesitz. In einer Zwangsversteigerung im November 2007 kam das Anwesen zurück in den Besitz der Stadt Radebeul.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Derzeit dient der ansonsten ohne Nutzung dastehende ehemalige Gasthof als Einlagerungsort für das aus Brandenburg stammende [[Lügenmuseum]]. Am 9. September 2012 wurde dieses in den Gasthofsräumen als vorläufige Dauerausstellung eröffnet,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.saechsische.de/?id=3150192 &amp;#039;&amp;#039;Aus Sperrmüll wird Kunst&amp;#039;&amp;#039;.] In: [[sz-online.de]] vom 7. September 2012, abgerufen am 8. September 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; bis über die weitere Nutzung des ehemaligen Gasthofs entschieden wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.saechsische.de/?id=3111190 &amp;#039;&amp;#039;Der Gasthof Serkowitz wird ausgeschrieben&amp;#039;&amp;#039;.] In: [[sz-online.de]] vom 19. Juli 2012, abgerufen am 8. September 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus diesem Grund entschloss sich die Stadt Radebeul als Eigentümerin des Objekts, das undichte Dach zu sichern und zu sanieren, um wegen seiner „herausragende[n] stadtgeschichtliche[n] Bedeutung“ ohne zeitlichen Druck nach künftigen Konzepten für eine weitere Nutzung suchen zu können. Dabei wurde das Projekt der Einrichtung eines „Lügenmuseums“ durch die Kulturstiftung des Freistaats Sachsen im Jahr 2012 als kritisch eingeschätzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.radebeul.de/radebeulmedia/Dokumentenpool/Beschl%c3%bcsse+/Stadtrat/2012/SR32Juli_+Ehemaliger+Gasthof+Serkowitz_+Grundsatzentscheidung+zum+weiteren+Umgang+mit+dieser+historisch+bedeutsamen+Immobilie.pdf Stadtratsbeschluss &amp;#039;&amp;#039;Ehemaliger „Gasthof Serkowitz“; Hier:Grundsatzentscheidung zum weiteren Umgang mit dieser historisch bedeutsamen Immobilie&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 1,3&amp;amp;nbsp;MB) vom 19. Juli 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2021 entstand für den Pächter die Möglichkeit, das Anwesen zu erwerben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=[[Thomas Gerlach (Autor)|Thomas Gerlach]]|hrsg=Radebeuler Monatshefte e.&amp;amp;nbsp;V. |url=https://www.vorschau-rueckblick.de/2021/10/von-der-idee-zur-tat/ |titel=Von der Idee zur Tat; Wie weiter mit dem Lügenmuseum? |werk=Vorschau &amp;amp; Rückblick; Monatsheft für Radebeul und Umgebung |datum=2021-10 |zugriff=2021-11-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 29. März 2022 wurde ein Offener Brief dazu an den Radebeuler Oberbürgermeister und den Stadtrat veröffentlicht, mitgetragen von über 90 Erstunterzeichnern aus Politik, Kultur, Kunst und der Bürgergesellschaft von Radebeul und weiteren Orten der Bundesrepublik.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=|hrsg=Radebeuler Monatshefte e.&amp;amp;nbsp;V. |url=https://www.vorschau-rueckblick.de/2022/04/offener-brief-des-radebeuler-kultur-e-v/ |titel=Offener Brief des Radebeuler Kultur e.V. |werk=Vorschau &amp;amp; Rückblick; Monatsheft für Radebeul und Umgebung |datum=2022-04 |zugriff=2022-04-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|3938460059}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Thomas Gerlach (Autor)|Thomas Gerlach]] |Hrsg=Radebeuler Monatshefte e.V. |Titel=Das Lügenmuseum – ein neuer Pilgerort im historischen Gasthof Serkowitz |Sammelwerk=Vorschau &amp;amp; Rückblick; Monatsheft für Radebeul und Umgebung |Datum=2013-09 |Seiten=12–15 |Online=https://www.vorschau-rueckblick.de/2013/09/das-lugenmuseum/}}&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|9783867290043}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* [https://lügenmuseum.de/ Homepage des Lügenmuseums]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=51/05/45.50/N |EW=13/39/34/E |type=landmark |region=DE-SN}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gasthaus in Radebeul|Serkowitz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturdenkmal in Radebeul]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Barockbauwerk in Radebeul]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neobarockes Bauwerk in Radebeul]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut im 14. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur (Radebeul)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Denkmal der Kulturgeschichte (Kreis Dresden-Land)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Serkowitz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altserkowitz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kötzschenbrodaer Straße]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Jbergner</name></author>
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