<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Gastfreundschaft</id>
	<title>Gastfreundschaft - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Gastfreundschaft"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gastfreundschaft&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-05T23:20:01Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gastfreundschaft&amp;diff=84395&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Georg Hügler am 10. Januar 2026 um 06:49 Uhr</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gastfreundschaft&amp;diff=84395&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-01-10T06:49:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gastfreundschaft&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist Vertrauen, Zuwendung und Dienstbereitschaft, die einem (fremden) Besucher bei seiner Beherbergung, Bewirtung und Unterhaltung entgegengebracht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gastfreundschaft in der Ethik und den Religionen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Spas na Ilyine - Trinity.jpg|mini|[[Feofan Grek]]: [[Dreifaltigkeitsikone]]. [[Abraham]] bewirtet die drei Fremden]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gastfreundschaft wurzelt in der Religion und zeigt sich in sämtlichen Kulturen als religiös fundierte Praxis. Bereits [[Polytheismus|polytheistische]] [[Religion]]en wahren sie als eine der wichtigsten religiösen Pflichten. Bestimmte Kulturen achten die Gastfreundschaft als hohes Gut, so dass Verletzungen des [[Gastrecht]]es und der Pflichten dem Gast gegenüber mit dem Verlust der [[Ehre]] einhergehen. Dem Gastgeber obliegt es, den Gast aufzunehmen, ihn mit dem Nötigsten zu versorgen, aber ihn auch im Notfall mit vollem Einsatz zu verteidigen bzw. zu rächen, falls er während seines Gastaufenthaltes Opfer eines Angriffs wird. Oft ist die Dauer eines solchen Aufenthalts genau festgeschrieben. Bei [[Nomade|nomadischen Völkern]] in Vorderasien betrug sie drei Tage und vier Stunden; der Gast gehörte während dieser Zeit praktisch zum [[Stamm (Gesellschaftswissenschaften)|Stamm]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Aborigines]] zelebrieren das [[Tanderrum]] als [[Ritual|rituelle]] Aufnahme von Besuchern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gastfreundschaft gilt in der [[Römisch-katholische Kirche|Katholischen Kirche]] als eines der [[Sieben Werke der Barmherzigkeit]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Silvana Tismer |url=http://www.kath-ghf.de/Gemeinden/TLZ__2014__0000994293.pdf |titel=Gastfreundschaft ist ein Werk der Barmherzigkeit |werk=TLZ Kirche im Eichsfeld |hrsg=Katholische Pfarrgemeinde St. Cosmas &amp;amp; Damian Geisleden |datum=2014-01-25 |format=PDF |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20160208175822/http://www.kath-ghf.de/Gemeinden/TLZ__2014__0000994293.pdf |archiv-datum=2016-02-08 |abruf=2016-02-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In der [[Orthodoxe Kirchen|Orthodoxen Kirche]] entwickelte sie sich zu einem eigenständigen liturgischen und künstlerischen Schwerpunkt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Daniela Both |url=http://remid.de/info_kopten/ |titel=Koptisch-Orthodoxe Kirche |werk=Kurzinformation Religion |hrsg=Religionswissenschaftlicher Medien- und Informationsdienst e.&amp;amp;nbsp;V. – REMID |datum=2001 |abruf=2016-02-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ebenso ist Gastfreundschaft dem [[Judentum]] ({{heS|הכנסת אורחים|Hachnasat orchim|de=das Hereinbringen von Gästen}})&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Rabbi Stephen Pearce |url=http://www.jweekly.com/article/full/15106/offering-shabbat-hospitality-more-important-than-prayer/ |titel=Offering Shabbat hospitality more important than prayer |werk=J. the Jewish news weekly of Northern California |hrsg=Jewish Community Publications Inc. |datum=2001-02-23 |abruf=2016-02-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und dem [[Islam]] heilig. Eine religiöse Fundierung der Gastfreundschaft konnte in Gesellschaften ohne starke Institutionen und Infrastruktur das Überleben von Reisenden sichern und war damit wichtige Grundlage für jeden Handel und Austausch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Immanuel Kant]] spricht von der [[Zum ewigen Frieden#3. Das Weltbürgerrecht soll auf Bedingungen der allgemeinen Hospitalität eingeschränkt sein.|Hospitalität („Wirtbarkeit“)]] – dem „Recht eines Fremdlings, seiner Ankunft auf dem Boden eines anderen wegen, von diesem nicht feindselig behandelt zu werden“. Dieser habe nicht ein „Gastrecht“, sondern ein „Besuchsrecht, welches allen Menschen zusteht, sich zur Gesellschaft anzubieten, vermöge des Rechts des gemeinschaftlichen Besitzes der Oberfläche der Erde, auf der, als Kugelfläche, sie sich nicht ins Unendliche zerstreuen können, sondern endlich sich doch neben einander dulden zu müssen, ursprünglich aber niemand an einem Orte der Erde zu sein mehr Recht hat, als der andere.“&amp;lt;ref&amp;gt;3. &amp;#039;&amp;#039;Das Weltbürgerrecht soll auf Bedingungen der allgemeinen Hospitalität eingeschränkt sein&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Zum ewigen Frieden]]&amp;#039;&amp;#039;. Zweiter Abschnitt, welcher die Definitivartikel zum ewigen Frieden unter Staaten enthält. {{zeno.org|20009192069}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gastfreundschaft im Judentum ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Meister der Wiener Genesis 002.jpg|mini|[[Wiener Genesis]], Rebekka und Elieser]]&lt;br /&gt;
Der [[Tanach]] ([[Altes Testament]]) enthält viele Beispiele der Gastfreundschaft ({{heS|הכנסת אורחים|Hachnasat Orchim|de=Eingang von Gästen‘ oder ‚Empfang von Gästen}}), diese wurde seit der ältesten Zeit gepflegt ({{B|Gen|18}}; {{B|Gen|24|17-18}}; {{B|Ex|22|20}}; {{B|Ri|19|20+21}}; {{B|2 Kön|4|10}}; {{B|Hi|31|32}}). Als eigentlich wichtigster Text wird immer wieder [[Abraham]]s Gastfreundschaft an den drei Besuchern genannt&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=[[Joel Berger]] |url=https://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/6672 |titel=Teile, teile, Segen – Hilfsbereit, gastfreundlich, liebevoll: Wie Abraham Gottes Wohlgefallen fand und es weiterverbreitete |werk=Jüdische Allgemeine |datum=2006-11-02 |abruf=2018-11-17}} „So ist Abrahams Gastfreundschaft überall bekannt. Sein Zelt steht immer nach allen vier Seiten offen, um Gäste zu jeder Zeit willkommen zu heißen. Er hat für jeden nicht nur ein offenes Ohr, sondern hält auch Getränke, Speisen und Unterkunft bereit.“&amp;lt;/ref&amp;gt;, der als Vorbild für alle seine Nachkommen gilt, denen es geboten sei, so wie er zu handeln&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=[[Joel Berger]], Stuttgart |url=https://www.swr.de/swr4/bw/programm/joel-berger-stuttgart-israelitische-religionsgemeinschaft-gastfreundschaft/-/id=258008/did=22593116/nid=258008/14kx60/index.html |titel=Gastfreundschaft - Wie verstanden Juden die Idee der Gastfreundschaft nach Abraham? |hrsg=SWR 4 |datum=2018-10-16 |abruf=2018-11-17 |offline=ja }} „Die jüdische Tradition sieht in unserem Erzvater Abraham das Vorbild der mustergültigen Gastfreundschaft. Es ist uns geboten, stets wie Abraham zu handeln.“&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Der Herr erschien Abraham bei den Eichen von Mamre. Abraham saß zur Zeit der Mittagshitze am Zelteingang. Er blickte auf und sah vor sich drei Männer stehen. Als er sie sah, lief er ihnen vom Zelteingang aus entgegen, warf sich zur Erde nieder und sagte: Mein Herr, wenn ich dein Wohlwollen gefunden habe, geh doch an deinem Knecht nicht vorbei! Man wird etwas Wasser holen; dann könnt ihr euch die Füße waschen und euch unter dem Baum ausruhen. Ich will einen Bissen Brot holen und ihr könnt dann nach einer kleinen Stärkung weitergehen; denn deshalb seid ihr doch bei eurem Knecht vorbeigekommen. Sie erwiderten: Tu, wie du gesagt hast.&lt;br /&gt;
 |Quelle={{B|Gen|18|1-5}}}}&lt;br /&gt;
In {{B|Lev|19|33-34}} wird daran erinnert, dass das [[Zwölf Stämme Israels|Volk Israel]] in [[Ägypten]] selbst als Fremde gelebt habe und deshalb den Fremden nun in die Liebe der Gastfreundschaft aufnehmen solle. So wird die Dankbarkeit gegen Gott für die [[Auszug aus Ägypten|Befreiung aus der Knechtschaft in Ägypten]] zum eigentlichen Grundmotiv der Gastfreundschaft. Beachtenswert ist in diesem Zusammenhang auch {{B|Ex|23|9}}.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Sr. [[Philippa Rath]] OSB |url=https://www.abtei-st-hildegard.de/?p=1692 |titel=Gedanken zur Gastfreundschaft |hrsg=Vereinigung der Benediktinerinnen zu St. Hildegard e.&amp;amp;nbsp;V.&lt;br /&gt;
Abtei St. Hildegard |abruf=2016-02-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Wenn man diese Beispiele der Gastfreundschaft mit heutigen [[Beduinen]]völkern vergleicht, unter denen die Gastfreundschaft ebenfalls hoch geschätzt wird, dann ist es wahrscheinlich, dass der [[Nomade|nomadische]] Ursprung Israels die Gastfreundschaft zumindest teilweise begünstigt hat.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Helmut Burkhardt, Fritz Grünzweig, Fritz Laubach, Gerhard Maier |Titel=Das große Bibellexikon |Band=Band 2 E-H |Auflage=1. |Verlag=R. Brockhaus Verlag / Brunnen Verlag |Ort=Wuppertal / Giessen |Datum=1987 |ISBN=3-417-24614-8 |Kapitel=Gastfreundschaft I. Im Alten Testament |Seiten=622}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Fremde waren so gut wie rechtlos und [[Vogelfreiheit|vogelfrei]], sie wurden in den Schutz der Familie und des [[Zwölf Stämme Israels|Stammes]] aufgenommen. Gott selbst erscheint schließlich als Vorbild der Gastfreundschaft und als Gastgeber in {{B|Ps|23|5+6}}.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Fritz Rienecker, Gerhard Maier, Alexander Schick, Ulrich Wendel |Titel=Lexikon zur Bibel |Verlag=SCM R. Brockhaus |Ort=Witten |Datum=2013 |ISBN=978-3-417-26550-7 |Kapitel=Gast 1) |Seiten=373}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gastfreundschaft im Christentum ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Rembrandt Harmensz. van Rijn 023.jpg|mini|[[Rembrandt van Rijn]]: Christus in Emmaus, 1648]]&lt;br /&gt;
Das im Neuen Testament für Gastfreundschaft verwendete griechische Wort lautet φιλοξενία und bedeutet wörtlich „Liebe (zum) Fremden“, „Fremdenliebe“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Till Magnus Steiner |url=https://www.dei-verbum.de/gastfreundschaft-den-fremden-lieben/ |titel=Gastfreundschaft: den Fremden lieben |werk=Dei-Verbum.de |abruf=2017-04-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zur Gastfreundschaft wird im [[Neues Testament|Neuen Testament]] immer wieder ermahnt und ermuntert, z.&amp;amp;nbsp;B.:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Helft den Heiligen, wenn sie in Not sind; gewährt jederzeit Gastfreundschaft!&lt;br /&gt;
 |Quelle={{B|Röm|12|13}}}}&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Vergesst die Gastfreundschaft nicht; denn durch sie haben einige, ohne es zu ahnen, Engel beherbergt.&lt;br /&gt;
 |Quelle={{B|Hebr|13|2}}}}&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Seid untereinander gastfreundlich, ohne zu murren.&lt;br /&gt;
 |Quelle={{B|1 Petr|4|9}}}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gastfreundschaft zur Zeit des Neuen Testamentes ====&lt;br /&gt;
Die Mahlzeiten in einem ärmeren Haushalt waren eher spärlich und wurden hauptsächlich durch das gemeinsame Abendessen bestimmt. Wenn Gäste kamen, wurden diesen bei den Gastmählern die besten Stücke der Speisen vorgelegt {{Bibel|Gen|43|32}}. Man aß auf dem Boden, man legte sich in der Regel zu Tisch ({{B|Mt|26|20|ELB}}; {{B|Lk|7|36|ELB}}; {{B|Lk|11|37|ELB}}; {{B|Lk|22|14|ELB}}; {{B|Joh|13|12|ELB}}). Dem Gast gebührte hier der Ehrenplatz {{Bibel|Lk|14|10}} und er bekam die besten und ausgesuchtesten Speisen vorgesetzt. Auch hatte jeder sein eigenes Geschirr. Kam ein Gast, wurde er zuerst von einem Bediensteten empfangen {{Bibel|Mt|22|10}}, dann kam der Herr des Hauses, begrüßte ihn, indem er ihm die Hand küsste. Danach veranlasste er, dass dem Gast die Füße gewaschen {{Bibel|Joh|13|5}} und das Haupt [[Salbung|gesalbt]] ({{B|Ps|23|5}}; {{B|Mt|6|17}}) wurde. Bei manchen Familien gab es auch ein Gästezimmer.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Fritz Rienecker, Gerhard Maier, Alexander Schick, Ulrich Wendel |Titel=Lexikon zur Bibel |Verlag=SCM R. Brockhaus |Ort=Witten |Datum=2013 |ISBN=978-3-417-26550-7 |Kapitel=Gast 2) |Seiten=373}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Gastmähler =====&lt;br /&gt;
Bei den sehr verbreiteten Gastmählern ({{B|Mk|12|39}}; {{B|Mt|23|6}}), wurden z.&amp;amp;nbsp;B. folgende Speisen und Getränke verwendet:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Kay Weißflog |url=https://www.bibelwissenschaft.de/stichwort/25346/#h5 |titel=Mahl / Mahlzeit (AT) |werk=Bibelwissenschaft.de |hrsg=Deutsche Bibelgesellschaft |datum=2010-06 |abruf=2016-01-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Speisen ======&lt;br /&gt;
* Brot&amp;lt;br /&amp;gt; Es gab als Hauptnahrungsmittel Brot ({{B|Mt|15|26}}; {{B|Lk|9|16}}; {{B|Lk|22|19}}), das aus Weizen, Gerste oder Emmer hergestellt wurde, dazu gab es Butter {{Bibel|Spr|30|33}} und Käse {{Bibel|2 Sam|17|29}}.&lt;br /&gt;
* Gemüse&amp;lt;br /&amp;gt; Als Gemüse wurde Linsen {{Bibel|Hes|9|4}}, Bohnen {{Bibel|2 Sam|17|28}}, Knoblauch, Zwiebeln, Lauch {{Bibel|Num|11|5}}, Gurkengewächse ({{B|Jes|1|8}}; {{B|Jer|10|5}}) und Kapern gegessen.&lt;br /&gt;
* Früchte&amp;lt;br /&amp;gt; Früchte waren auch beliebt, z.&amp;amp;nbsp;B.: Feigen {{Bibel|Lk|13|6}}, Oliven {{Bibel|Jak|3|12}}, Datteln {{Bibel|Joel|1|12}}, Äpfel, Granatäpfel {{Bibel|Hag|2|19}}, Nüsse {{Bibel|Hld|6|11}}, Pistazien {{Bibel|Gen|43|11}}, Rosinen {{Bibel|1 Sam|30|12}}.&lt;br /&gt;
* Gewürze&amp;lt;br /&amp;gt; Um die Speisen den Gästen schmackhaft zu machen, wurden folgende Gewürze verwandt: Salz {{Bibel|Lk|14|34}}, Minze, Dill, Kümmel {{Bibel|Mt|23|23}}, Koriander {{Bibel|Ex|16|31}}, [[Safran]], [[Zimt]] {{Bibel|Offb|18|13}}, Honig {{Bibel|Mk|1|6}}.&lt;br /&gt;
* Fleisch&amp;lt;br /&amp;gt; Normalerweise konnte sich die ärmere Bevölkerung Fleisch nicht leisten, wenn Gäste kamen, wurde jedoch, wenn möglich Fleisch (von Schaf, Ziege, Rind, Damhirsch, Gazelle und Steinbock und Fisch {{Bibel|Joh|21|9}}) der Mahlzeit hinzugefügt. In reicheren Häusern gab es das Essen häufiger mit Fleisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Getränke ======&lt;br /&gt;
Es wurden Wasser, Wein ({{B|Lk|5|37-39}}; {{B|Joh|2|1-10}}), Most {{Bibel|Jes|36|17}}, Milch ({{B|1 Kor|9|7}} von der Kuh, der Ziege, dem Schaf) getrunken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gastfreundschaft als „Geistesgabe“ ====&lt;br /&gt;
Das [[Christentum]] kennt eine „Frucht des Geistes“ {{Bibel|Gal|5|22-23}}, diese besteht aus Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Keuschheit, die Gott bei Gläubigen wachsen lässt. Teile dieser Frucht befähigen sie dann dazu, Gastfreundschaft auszuüben, so zum Beispiel Freundlichkeit und Güte an einem Gast zu erweisen. Die Liebe steht als die wichtigste Frucht an erster Stelle {{Bibel|1 Kor|13|13}}. Sie wirkt sich in achtfacher Weise aus und wird in {{B|1 Kor|13|4-8}} näher beschrieben, ohne sie ist alles andere nichts {{Bibel|1 Kor|13|1-3}}. Gott schenkt also Fähigkeiten, Dinge zu tun, die man ohne seine Hilfe nicht tun könnte. Des Weiteren gibt es außer der Gastfreundschaft auch noch andere Gaben (bzw. Fähigkeiten), die von Gott jedem einzelnen Gläubigen geschenkt werden. Dazu zählen beispielsweise noch [[Ermutigung]], [[Glaube (Religion)|Glaube]], [[Hilfe|Helfen]], [[Gebet]], [[Leitung]] oder [[Barmherzigkeit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gastfreundschaft im Islam ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Hayat-02.JPG|mini|Gastfreundschaft in [[Usbekistan]]]]&lt;br /&gt;
Bereits in den [[Altarabische Religion|altarabischen Religion]] vor Mohammed bestand die Pflicht des Hausherren, den Durchreisenden zu beherbergen. Daraus leitete sich in islamischer Zeit die Institution des [[Asyl]]s innerhalb eines Heiligtums ab, das hoch respektiert wurde. Es erstreckte sich dann auf alle Muslime aus den Gebieten, die nicht unter islamischem Recht stehen ([[Dār al-Harb]]). Der [[Koran]] stellt den Reisenden als „Sohn des Weges“ in der Liste der Empfänger des [[Zakāt|Zakat]] besonders heraus:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Wahrlich, die Almosen sind nur für die Armen und Bedürftigen und für die mit der Verwaltung (der Almosen) Beauftragten und für die, deren Herzen gewonnen werden sollen, für die (Befreiung von) Sklaven und für die Schuldner, für die Sache Allahs und für den Sohn des Weges; (dies ist) eine Vorschrift von Allah. Und Allah ist Allwissend, Allweise.&lt;br /&gt;
 |Quelle=(Sure 9,60)&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.islam.de/1406.php |titel=At-Tauba |werk=Koran |hrsg=islam.de |abruf=2016-02-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Motiv der Gastfreundschaft in der Kunst ==&lt;br /&gt;
Gastfreundschaft ist Thema zahlreicher literarischer Werke:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ballade &amp;#039;&amp;#039;[[Die Füße im Feuer]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Conrad Ferdinand Meyer]] beschreibt, wie einem Reiter in stürmischer Nacht Unterschlupf gewährt wird, obwohl er der Familie großen Schaden zugefügt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erzählung &amp;#039;&amp;#039;[[Mateo Falcone]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Prosper Mérimée]] schildert, wie sich ein flüchtiger Korse in einer Hütte versteckt und wie das [[Gastrecht]] durch den Sohn des Besitzers gebrochen wird. Mérimée schildert die inneren Kämpfe des Jungen einerseits und die zwingende Reaktion des Vaters andererseits, die auf ein Reinwaschen der Familienehre durch Tötung hinausläuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Kurzgeschichte]] &amp;#039;&amp;#039;[[Der Gast (Camus)|Der Gast]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Albert Camus]] spielt in den 1950er Jahren, kurz vor Beginn des Algerienkrieges. Ein Lehrer bekommt gegen seinen Willen von einem Polizisten einen Häftling ausgehändigt mit der Maßgabe, ihn zur nächstgelegenen Präfektur zu bringen, und der vermeintlich freien Wahl, dem Befehl zu gehorchen oder sich ihm zu widersetzen. Der Lehrer nimmt den Häftling bei sich als Gast auf. Am nächsten Tag zeigt er ihm an einer Weggabelung beide Wege, den zur Präfektur und den in die Freiheit. Da er in einem Dilemma zwischen rechtsstaatlichem Empfinden und Gastrecht steht, gibt er die Qual der Entscheidung an den Gast weiter. Doch auch der weiß, dass das [[Gastrecht]] von ihm verlangt, seinen Gastgeber nicht zu schädigen, und schlägt den Weg ins Gefängnis ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der Stummfilm &amp;#039;&amp;#039;[[Verflixte Gastfreundschaft]]&amp;#039;&amp;#039; mit [[Buster Keaton]] setzt sich mit dem Thema auseinander. William McKay, gespielt von Buster Keaton, wird nur durch das traditionelle Gesetz der Gastfreundschaft davor geschützt, im Haus der Canfields, seiner Widersacher, erschossen zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gastfreundschaft und Einwanderung ==&lt;br /&gt;
Ein Zusammenhang besteht auch zwischen Gastfreundschaft und der Bereitschaft zur [[Integration (Soziologie)|Integration]] von Ausländern und anderen Fremden im eigenen Land. Gastfreundschaft und [[Fremdenfeindlichkeit]] scheinen unvereinbare Gegensätze zu sein.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Otto Hondrich: [https://www.welt.de/print-welt/article214904/Einwanderung-ist-Zumutung.html &amp;#039;&amp;#039;Einwanderung ist Zumutung&amp;#039;&amp;#039;] [[Die Welt]], 6. Mai 2006&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Fabian Köhler: [https://www.deutschlandradiokultur.de/fremdenfeindlichkeit-wir-rechtspopulisten.1005.de.html?dram:article_id=354607 &amp;#039;&amp;#039;Fremdenfeindlichkeit: Wir Rechtspopulisten&amp;#039;&amp;#039;.] [[Deutschlandradio]] Kultur, 20. Mai 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gastfreundschaft in der Kritik ==&lt;br /&gt;
Die Gastfreundschaft hat zwar viele Fürsprecher, ist aber dennoch umstritten. [[Dionysos Chrysostomos]] zum Beispiel entlarvt die Gastfreundschaft – zumindest bei den Wohlhabenden – als schönen Schein: In Wirklichkeit gehe es bei der Gastfreundschaft darum, eigene Leistungen mit hohem Zins zurückzubekommen. Chrysostomos belegt seine These mit Beispielen aus der Praxis und aus der Literatur seit [[Homer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das Gegenteil kann der Fall sein. Wenn der Gast um vieles wohlhabender ist als der Gastgeber, so „erzwingt“ er sich auf subtile Weise mitunter eine zuvorkommende Behandlung, ohne dass dies ausgesprochen oder offen signalisiert werden muss. Die „Freundlichkeit“ des Gastgebers ist dann in Wirklichkeit nichts anderes als eine verborgene Furcht vor der Macht seines Gegenübers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitat ==&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Reine und unbedingte Gastfreundschaft, die Gastfreundschaft selbst, öffnet sich, sie ist von vorneherein offen für wen auch immer, der weder erwartet noch eingeladen ist, für jeden, der als absolut fremder Besucher kommt, der ankommt und nicht identifizierbar und nicht vorhersehbar ist, alles andere als das.&lt;br /&gt;
 |Autor=[[Jacques Derrida]]&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Philosophie in Zeiten des Terrors&amp;#039;&amp;#039;. 2001, ISBN 3-86572-358-6, S. 170.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Gastfreundschaftsnetzwerk]]&lt;br /&gt;
* [[Gastprostitution]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Jacques Derrida: &amp;#039;&amp;#039;Von der Gastfreundschaft, mit einer „Einladung“ von Anne Dufourmantelle&amp;#039;&amp;#039;. Hrsg.: Peter Engelmann. 2001, ISBN 3-85165-511-7 (Reihe: „Passagen Philosophie“).&lt;br /&gt;
* Jutta M. Berger: &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte der Gastfreundschaft im hochmittelalterlichen Mönchtum. Die Cistercienser&amp;#039;&amp;#039;. Dissertation, 1999, ISBN 3-05-003208-1&lt;br /&gt;
* Renate Bürner-Kotzam: &amp;#039;&amp;#039;Vertraute Gäste – Befremdende Begegnungen. In Texten des bürgerlichen Realismus&amp;#039;&amp;#039;. Dissertation, 2001, ISBN 3-8253-1270-4 (Reihe: &amp;#039;Probleme der Dichtung, Band 30).&lt;br /&gt;
* [[Franz Johna]]: &amp;#039;&amp;#039;Gastfreundschaft.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Christian Schütz (Abt)|Christian Schütz]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Praktisches Lexikon der Spiritualität.&amp;#039;&amp;#039; Herder, Freiburg i.Br. u.&amp;amp;nbsp;a. 1992, ISBN 3-451-22614-6, Sp. 429–435&lt;br /&gt;
* Christian Kayed: &amp;#039;&amp;#039;Gast sein. Ein Lesebuch&amp;#039;&amp;#039;. 2003, ISBN 88-8266-254-3 (Athesia Taschenbuch, Band 19).&lt;br /&gt;
* Hans C. Peyer: &amp;#039;&amp;#039;Von der Gastfreundschaft zum Gasthaus. Studien zur Gastlichkeit im Mittelalter&amp;#039;&amp;#039;. 1987, ISBN 3-7752-5153-7 (Monumenta Germaniae Historica, Schriften, Band 31).&lt;br /&gt;
* Hans C. Peyer: &amp;#039;&amp;#039;Gastfreundschaft und kommerzielle Gastlichkeit im Mittelalter&amp;#039;&amp;#039;. München 1983 (= &amp;#039;&amp;#039;Schriften des [[Historisches Kolleg|Historischen Kollegs]]. Vorträge&amp;#039;&amp;#039;, Band 3); [https://www.historischeskolleg.de/fileadmin/pdf/vortraege_pdf/Vortraege03_peyer.pdf historischeskolleg.de] (PDF)&lt;br /&gt;
* Hans C. Peyer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Gastfreundschaft, Taverne und Gasthaus im Mittelalter&amp;#039;&amp;#039;. Oldenbourg, München 1983, ISBN 3-486-51661-2 (= Schriften des Historischen Kollegs. Kolloquien, Band 3); [https://www.historischeskolleg.de/fileadmin/pdf/kolloquien_pdf/Kolloquien03.pdf historischeskolleg.de] (PDF)&lt;br /&gt;
* [[Werner Pieper]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Willkommen!: Gastfreundschaft Weltweit&amp;#039;&amp;#039;. ohne Jahr, ISBN 3-925817-66-2 (Reihe: „Der Grüne Zweig“, Band 166; enthält Beiträge z.&amp;amp;nbsp;B. zur Gastfreundschaft in der [[Türkei]], [[Südasien]], [[Japan]], [[China]] und [[Westafrika]], im [[Judentum]], im [[Islam]] und bei den [[Indianer]]n, Informationen zur Geschichte der Gastfreundschaft und des Gastgewerbes).&lt;br /&gt;
* Burkhard Liebsch, Michael Staudigl, Phillipp Stoellger (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Perspektiven europäischer Gastlichkeit. Geschichte – Kulturelle Praktiken – Kritik&amp;#039;&amp;#039; Velbrück, Weilerswist 2016, ISBN 978-3-95832-070-3.&lt;br /&gt;
* [[Meinolf Schumacher]]: &amp;#039;&amp;#039;Gast, Wirt und Wirtin. Konstellationen von Gastlichkeit in der Literatur des Mittelalters&amp;#039;&amp;#039;. In: Peter Friedrich, [[Rolf Parr]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Gastlichkeit. Erkundungen einer Schwellensituation&amp;#039;&amp;#039;. Synchron, Heidelberg 2009, ISBN 978-3-939381-19-8, S. 105–116 ([https://pub.uni-bielefeld.de/download/1860171/2914131 uni-bielefeld.de])&lt;br /&gt;
* Christian Hänggi: &amp;#039;&amp;#039;Gastfreundschaft im Zeitalter der medialen Repräsentation&amp;#039;&amp;#039;. Passagen Verlag, Wien 2009, ISBN 978-3-85165-900-9&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
{{Wikiquote}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4137693-6|LCCN=sh85062282}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sozialethik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Umgangsform]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Georg Hügler</name></author>
	</entry>
</feed>