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	<title>Gaster (Landschaft) - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Parpan05: /* Siehe auch */  entfernt, alles schon verlinkt</title>
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		<updated>2021-12-25T08:02:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Siehe auch: &lt;/span&gt;  entfernt, alles schon verlinkt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!--Schweizbezogen--&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Bild:Wappen Vogtei Windegg.svg|mini|hochkant|Wappen der Vogtei Windegg 1438–1798]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Landschaft Gaster&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gasterland&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; umfasst das Gebiet zwischen [[Weesen]] und [[Uznach]] östlich des Flusses [[Linth]] in der Schweiz. Der Name «Gaster» leitet sich ab vom lateinischen &amp;#039;&amp;#039;Castrum&amp;#039;&amp;#039; ab, angeblich nach einer römischen Wehranlage auf dem Hügel Gasterholz zwischen [[Schänis]] und [[Kaltbrunn SG|Kaltbrunn]]. Im Mittelalter bildete die Landschaft die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Herrschaft Windegg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bzw. die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Landvogtei Gaster&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, 1438–1798 eine [[Gemeine Herrschaft]] der [[Alte Eidgenossenschaft|Schweizerischen Eidgenossenschaft]]. Der Name «Windegg» stammt von den beiden Burgen [[Burg Oberwindegg|Ober-]] und [[Burg Niederwindegg|Niederwindegg]] im Gebiet der heutigen Gemeinden [[Niederurnen]] und Schänis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Grafschaft Uznach.jpg|mini|Die Gegend um den oberen Zürichsee und die Linthebene auf einer Karte von 1796]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Landesfahne Gaster.gif|mini|Die alte Landesfahne der Landvogtei Windegg]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Ostschweiz1798.png|mini|Die «Alte Ordnung» in der Ostschweiz bis 1798]]&lt;br /&gt;
Die [[Linthebene]] war schon zur [[Bronzezeit|Bronze-]] und zur [[Hallstattzeit]] besiedelt, bevor [[Kelten]] sich dort niederliessen. Die heutige Linthebene war damals noch grösstenteils vom Wasser des [[Zürichsee]]s bedeckt bzw. Sumpfland. Mit der römischen Eroberung [[Helvetier|Helvetiens]] und [[Rätien]]s 58 bzw. 15 v. Chr. wurde das Gaster Teil der Provinz &amp;#039;&amp;#039;[[Raetia]]&amp;#039;&amp;#039; – die Grenze zur Provinz &amp;#039;&amp;#039;[[Germania superior]]&amp;#039;&amp;#039; verlief vermutlich zwischen [[Uznach]] und dem Hügel [[Gasterholz]]. Der Ausbau der Alpenpässe [[Splügenpass|Splügen]] und [[Julierpass|Julier]] durch die Römer bescherte dem Linthgebiet und damit auch dem Gaster verkehrstechnische Bedeutung, da nun über Land und über See Güter, Soldaten und Reisende von den germanischen Provinzen nach dem Süden geführt werden konnten. Der Verkehr zwischen dem Zürichsee und dem [[Walensee]] wurde dabei grösstenteils über den Fluss [[Linth]] bzw. die [[Maag]] abgewickelt. Die Wachttürme auf der [[Burgruine Strahlegg|Burg Strahlegg]] und dem [[Biberlichopf]] sind vermutlich Teil eines frühaugusteischen Sicherungssystems, das zum Schutz dieser wichtigen Verbindung angelegt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Vordringen der [[Alamannen]] in die Nordostschweiz im 6. und 7. Jahrhundert n. Chr. verdrängte die romanisierte keltische Bevölkerung bis zum markanten Hügel Gasterholz zwischen Kaltbrunn und [[Maseltrangen]]. Hier verlief wahrscheinlich die frühe romanisch-alamannische Sprachgrenze. Die südlichste alamannische Hofsiedlung blieb vorerst &amp;#039;&amp;#039;Babinchova&amp;#039;&amp;#039; (Benken). Wohl schon im [[Frühmittelalter]] verschob sich die romanisch-alamannische Sprachgrenze bis zum Walensee, dem «[[Welsche]]n» See – d.&amp;amp;nbsp;h. dem See der Romanen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine erste christliche Mission in der Linthebene durch die irischen Missionare [[Columban von Luxeuil|Columban]] und [[Gallus (Heiliger)|Gallus]] scheiterte im Jahre 610. Für 741 ist in Benken ein Kloster nachgewiesen. Hier befand sich das Machtzentrum der alamannischen Beata-Landolt-Sippe, die im Zuge der Auflösung des Herzogtums Alamannien durch die Franken (746) ihre Güter dem Kloster [[Fürstabtei St. Gallen|St. Gallen]] stiftete (744). Kirchenrechtlich gehörte das Gaster seit der Neuordnung der Bistümer durch den fränkischen König [[Dagobert I.]] 634 zum [[Bistum Chur]]. Der Hof Benken mit [[Gommiswald]], Rieden und Maseltrangen kam als Besitz des Klosters Schänis später zum Bistum Chur; nur Kaltbrunn gehörte seit 940 zum [[Bistum Konstanz]], da es über eine Schenkung durch die schwäbische Herzogin Reginlinde an das [[Kloster Einsiedeln]] gefallen war. In den Jahren 815–43 stiftete der fränkische Graf Hunfried von Rätien das [[Kloster Schänis]]. Dieses Kloster bzw. dessen [[Vogt|Vögte]] prägten im Wesentlichsten die spätere Entwicklung der Linthebene und des Gasterlandes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 917 wurde das Gaster zusammen mit der Grafschaft [[Churrätien]] Teil des neu gegründeten [[Herzogtum Schwaben|Herzogtums Schwaben]] innerhalb des [[Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation|Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation]]. Die Vogtei über das [[Kloster Schänis]] hatten aber nicht mehr die Grafen Rätiens inne, sondern die Edlen von Schänis, dann ab 1018 von letzteren abstammenden [[Lenzburg (Adelsgeschlecht)|Grafen von Lenzburg]]. Nach deren Erlöschen 1172/73 wurde das Gebiet der geschlossenen Grundherrschaft des Klosters, das die Höfe Benken, Maseltrangen, Rufi, Niederweesen (Stadt Weesen) und Oberweesen umfasste, vorerst zwischen dem deutschen Kaiser [[Friedrich I. (HRR)|Friedrich I.]] und den Grafen von [[Kyburg (Adelsgeschlecht)|Kyburg]] geteilt. Später kam der Teil des Kaisers an die [[Rapperswiler|Grafen von Rapperswil]]. Erst die [[Habsburg]]er vereinten das Gebiet erneut, als sie die 1264 erst die Kyburger und 1283 die Rapperswiler beerbten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Habsburger auch die [[Kastvogtei]] über das [[Damenstift Säckingen|Kloster Säckingen]] innehatten, das das Gebiet des heutigen Kantons [[Kanton Glarus|Glarus]] besass, bildete fortan das Glarnerland und das Gaster zusammen eine Verwaltungseinheit, die in ein «Oberamt Glarus» und ein «Unteramt Gaster» unterteilt wurde. Somit wurde der Begriff Gaster, vom lateinischen &amp;#039;&amp;#039;Castrum&amp;#039;&amp;#039; (Burg), der erst seit dem 13. Jahrhundert nachgewiesen ist, erstmals verwendet, um die Ebene der Linth zwischen [[Weesen]] und [[Uznach]] zu bezeichnen. Das entsprechende &amp;#039;&amp;#039;Castrum&amp;#039;&amp;#039; sei dabei eine alte Wehranlage auf dem Hügel Gasterholz zwischen [[Schänis]] und Kaltbrunn gewesen. Das habsburgische Gaster umfasste neben dem ehemaligen [[Bezirk Gaster|st.gallischen Bezirk]] auch den untersten Teil des heutigen Kantons Glarus, [[Bilten]], [[Niederurnen]], [[Oberurnen]], [[Mollis]], [[Filzbach]] und [[Mühlehorn]] sowie die st.gallischen Gemeinden [[Quarten]] und [[Walenstadt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Schlacht bei [[Näfels]] und der Zerstörung Weesens am 9. April 1388 verlor Habsburg den grössten Teil seiner Besitzungen in der Region. Die verbliebenen Gebiete bildeten nun die Vogtei Windegg, nach der [[Burg Niederwindegg]] bei Schänis. 1406 verpfändete Habsburg die Vogtei an die [[Toggenburger|Grafen von Toggenburg]] und nach deren Aussterben 1438 an die Kantone [[Kanton Schwyz|Schwyz]] und Glarus, die fortan in einem Turnus von zwei Jahren den [[Vogt]] stellten. Damit wurde das Gasterland bis 1798 als Landvogtei Windegg bzw. Gaster eine der [[Gemeine Herrschaft|gemeinen Herrschaften]] in der [[Alte Eidgenossenschaft|alten Eidgenossenschaft]]. Der Name Herrschaft Windegg geriet bald ausser Gebrauch, da die Burg Windegg zerfiel, weil der Landvogt keiner Residenzpflicht unterlag, und es setzte sich der ältere Landschaftsname «Gaster» endgültig durch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die eigentliche Vogtei Gaster umfasst sechs [[Tagwen]] (Gerichtsbezirke): [[Quarten]] (mit [[Murg SG|Murg]] und [[Quinten]]), [[Amden]], [[Schänis]], [[Kaltbrunn SG|Kaltbrunn]] und [[Benken SG|Benken]]. [[Weesen]] hatte eine Sonderstellung inne, da es ein eigenes Gericht und einen Untervogt besass. Gommiswald, das ursprünglich zu Benken gehört hatte, wurde der [[Grafschaft Uznach]] angegliedert. Ebenfalls dem Landvogt des Gaster unterstellt war die ehemals [[Hohensax|hohensaxische Gemeinde]] [[Gams SG|Gams]] im Rheintal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Landleute des Gaster konnten sich im Vergleich mit anderen Landvogteien eine gewisse Autonomie bewahren. Die Landsgemeinde, der Landrat, das Landgericht und das Landvogteiamt blieben auf der Grundlage der von den Habsburgern 1436 bestätigten Freiheiten und Gewohnheitsrechten bestehen. Gaster führte sowohl ein eigenes Siegel als auch ein eigenes Banner. Die Landvögte beschworen jeweils das alte Landrecht und bestätigten damit die Autonomie ausser zwischen 1520 und 1564, als es wegen der Reformation zu einer Krise im Verhältnis zu den regierenden Orten Schwyz und Glarus kam. Die Gemeinden des Gaster übernahmen 1529 die [[Reformation]], wurden aber nach dem Sieg der katholischen über die reformierten Kantone bei [[Kappel am Albis|Kappel]] 1531 zwangsweise wieder katholisch. Das [[Kloster Schänis|fürstliche Reichsstift Schänis]] bestand trotz aller politischen Wirren weiter und war bis zu seiner Aufhebung 1811 der grösste Grundherr in der Vogtei Gaster.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Helvetische Republik|Helvetischen Republik]] wurde das Gaster 1798 ein Teil des [[Kanton Linth|Kantons Linth]], nach dessen Auflösung 1803 Teil des [[Kanton St. Gallen|Kantons St. Gallen]], obwohl die Bevölkerung einen Anschluss an Schwyz befürwortete. Im Kanton St. Gallen wurde zuerst das ganze rechtsufrige Linthgebiet mit Rapperswil zum Bezirk Uznach zusammengefasst, 1831 dann in zwei Bezirke aufgeteilt, den [[Seebezirk (St. Gallen)|Seebezirk]] und den [[Bezirk Gaster]]. Nach der Verwaltungsreform im Kanton St. Gallen 2001 ging der Bezirk Gaster 2002 im [[Wahlkreis See-Gaster]] auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Bernhard Anderes: &amp;#039;&amp;#039;Die Kunstdenkmäler des Kantons St. Gallen. Bd. V. Der Bezirk Gaster&amp;#039;&amp;#039;. (Die Kunstdenkmäler der Schweiz). Birkhäuser Verlag, Basel 1970.&lt;br /&gt;
* [[Franz Johann Joseph von Reilly]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Landvogteyen Sargans, Gaster und Utznach, mit dem Gebiethe der Stadt Rapperschweil&amp;#039;&amp;#039;. Faksimileausgabe. (Die 5 Karten der Ostschweizer Kantone; 421). Verlag Dorfpresse, Langnau a.&amp;amp;nbsp;A. 1986. [1 Karte: mehrfarbig; 22 × 26&amp;amp;nbsp;cm].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{HLS|7644|Gaster|Autor= Alois Stadler}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historisches Territorium (Schweiz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Alter Zürichkrieg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Kanton St. Gallen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sarganserland]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Parpan05</name></author>
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