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	<title>Gartenmelde - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gartenmelde&amp;diff=554066&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Georg Hügler: /* Trivialnamen */</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gartenmelde&amp;diff=554066&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-03-21T05:37:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Trivialnamen&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Gartenmelde&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Atriplex hortensis&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = [[Carl von Linné|L.]]&lt;br /&gt;
| Taxon2_Name      = Melden&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Atriplex&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Atripliceae&lt;br /&gt;
| Taxon3_LinkName  = nein&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Tribus&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Chenopodioideae&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Unterfamilie&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Fuchsschwanzgewächse&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Amaranthaceae&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Nelkenartige&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Caryophyllales&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Bild             = Atriplex_hortensis_cleaned_Sturm.png&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = Gartenmelde (&amp;#039;&amp;#039;Atriplex hortensis&amp;#039;&amp;#039;), Illustration&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gartenmelde&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Atriplex hortensis&amp;#039;&amp;#039;), auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Garten-Melde&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref name=&amp;quot;FloraWeb&amp;quot; /&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Spanischer Salat&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Spanischer Spinat&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Orache&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt, ist eine [[Art (Biologie)|Pflanzenart]] aus der Gattung der [[Melden]] (&amp;#039;&amp;#039;Atriplex&amp;#039;&amp;#039;) innerhalb der Familie der [[Fuchsschwanzgewächse]] (Amaranthaceae). Sie ist eine der ältesten  [[Kulturpflanze]]n und wird oder wurde als [[Gemüse]], [[Salatpflanze|Salat-]], [[Heilpflanze|Heil-]], [[Färberpflanze|Färber-]] sowie [[Zierpflanze]] verwendet. Sie wurde im Jahr [[2000]] vom [[Naturschutzbund Deutschland]] zur [[Nutzpflanze des Jahres]] gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
=== Vegetative Merkmale ===&lt;br /&gt;
Die Gartenmelde ist eine [[einjährige Pflanze|einjährige]] [[krautige Pflanze]] und erreicht Wuchshöhen von bis zu 2,5 Metern. Die oberirdischen Pflanzenteile besitzen eine leicht bemehlte Oberfläche und sind oft rot überlaufen. Der steif-aufrechte, grün gestreifte [[Stängel]] ist schräg oder abstehend verzweigt und im Querschnitt stumpf viereckig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wechselständig angeordneten [[Blatt (Pflanze)|Laubblätter]] sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Der Blattstiel ist 0,3 bis 4 Zentimeter lang. Die beidseitig matt dunkelgrüne (oder rote) lappige, oberflächlich eingebuchtete Blattspreite ist bei einer Länge von 5 bis 25 Zentimetern und einer Breite von 3 bis 18 Zentimetern länglich-eiförmig bis dreieckig, mit spießförmiger oder stumpf abgeschnittener Basis. Der Blattrand ist ganzrandig oder seicht buchtig gezähnt. Im Laufe der Ausbildung von Blüten und Samen verändert sich die Blattform hin zu schmaleren ovalen Blättern (s. Bild der roten Gartenmelde mit Fruchtständen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Rote Gartenmelde.jpg|mini|Rote Gartenmelde mit noch unreifen Fruchtständen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Grüne Gartenmelde.jpg|mini|Grüne Gartenmelde mit noch unreifen Fruchtständen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Atriplex hortensis MHNT.BOT.2013.22.60.jpg|mini|Fruchtstand]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Atriplex hortensis sl18.jpg|mini|Blütenstand (mit vorwiegend ♂-Blüten)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Atriplex hortensis sl27.jpg|mini|Blütenstand (mit vorwiegend ♀-Blüten)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Atriplex hortensis sl28.jpg|mini|Weibliche Blüte mit zwei Vorblättern und ohne Perigon (♀&amp;#039;), weibliche Blüte ohne Vorblätter und 5 Perigonblättern (♀&amp;quot;) und männliche Blüte (♂)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Atriplex hortensis sl22.jpg|mini|♂-Blüte]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Atriplex hortensis sl29.jpg|mini|Weibliche Blüte mit zwei Vorblättern, rechts vorderes entfernt]]&lt;br /&gt;
=== Blütenstand und Blüte ===&lt;br /&gt;
Die Gartenmelde blüht in den [[Gemäßigte Klimazone|gemäßigten Breiten]] von Juli bis September. Die Blüten stehen in der Achsel von Tragblättern in Knäueln in end- oder seitenständigen, zusammengesetzten, [[Ähre|ährigen]] Blütenständen zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die grünen oder roten Blüten sind männlich, weiblich oder zwittrig. Zwittrige Blüten (ohne Vorblätter) enthalten fünf längliche [[Blütenhüllblätter]] ([[Tepalen]]), sowie fünf [[Staubblätter]] und einen horizontalen [[Fruchtknoten]]. Bei rein männlichen Blüten fehlt der Fruchtknoten, bei weiblichen „horizontalen“ Blüten sind die Staubblätter nicht entwickelt. Die stets weiblichen „vertikalen“ Blüten werden von zwei [[Vorblatt|Vorblättern]] umhüllt, Blütenhüllblätter sind nicht vorhanden, sie enthalten nur einen vertikalen Fruchtknoten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frucht und Samen ===&lt;br /&gt;
Der Fruchtstand ist wegen seines Gewichtes oft stark überhängend. Die vertikale Frucht bleibt von den halbtransparenten Vorblättern umhüllt, die sich zur Fruchtzeit auf etwa 15 Millimeter vergrößern, kurz gestielt sind und nur an der stumpfen oder etwas ausgerandeten Basis miteinander verbunden sind. Die Form der Vorblätter ist rundlich bis eiförmig, ganzrandig und nicht oder kaum zugespitzt. Ihre Oberfläche zeigt eine netzartige Aderung. In den „horizontalen“ Blüten umgeben die Blütenhüllblätter die horizontale Frucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine dünne Fruchtwand umschließt den Samen. Diese Scheinfrüchte sind verschieden gestaltet, flach, rundlich, geflügelt, 5 bis 10 Millimeter groß. Es gibt zwei Samentypen ([[Heterokarpie]]), die sowohl in vertikalen als auch in horizontalen Blüten vorkommen. Die gelbbraunen Samen mit einem Durchmesser von 3 bis 4 Millimeter und matter und durchscheinender [[Samenschale]] sind sofort keimfähig. Die schwarzen Samen mit einem Durchmesser von nur 1,5 bis 2 Millimetern und glatter, dicker, ledriger Samenschale keimen erst nach zwei Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Chromosomenzahl ===&lt;br /&gt;
Die [[Chromosomenzahl]] beträgt 2n = 18.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tropicos&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ökologie ==&lt;br /&gt;
Die Gartenmelde ist eine [[C3-Pflanze|C&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;-Pflanze]] mit normaler Blatt[[anatomie]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kadereit2010&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Bestäubung]] erfolgt durch Selbstbestäubung oder Windbestäubung, auch die Übertragung der Pollen durch Insekten ist möglich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FloraWeb&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ausbreitung der [[Diaspore]]n, es sind die Scheinfrüchte, erfolgt als Windstreuer, Segelflieger, Regenschwemmling.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhaltsstoffe ==&lt;br /&gt;
Die Gartenmelde ist, wie viele andere [[Gemüse]], reich an [[Vitamine]]n (A, C) und [[Mineralstoff]]en ([[Kalzium]], [[Kalium]], [[Magnesium]], [[Phosphor]]) und [[Protein]]. Ähnlich wie [[Spinat]] enthält sie auch [[Oxalsäure]], jedoch in geringerer Menge als dieser. In den Samen der Gartenmelde ist [[Saponin]] enthalten, was deren abführende Wirkung erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkommen und Entstehung der Kulturform ==&lt;br /&gt;
Die Gartenmelde ist in ganz Europa, im Mittelmeergebiet, über [[Mittelasien]] bis nach [[China]] weit verbreitet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Euro+Med&amp;quot; /&amp;gt; Ihre Heimat ist [[Vorderasien]] und der [[Orient]]. In den [[Tropen]] ist sie selten zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Archäologische Funde lassen darauf schließen, dass sie bereits seit Jahrtausenden kultiviert wird. Als Wildform wird die Art &amp;#039;&amp;#039;[[Atriplex aucheri]]&amp;#039;&amp;#039; vermutet, die in Mittelasien vorkommt. Geschmackstests lassen eine [[Pflanzenzüchtung|Züchtung]] aus der [[Glanz-Melde]] (&amp;#039;&amp;#039;Atriplex sagittata&amp;#039;&amp;#039;) dagegen unwahrscheinlich erscheinen, da diese einen brennend-bitteren Geschmack hinterlässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits den [[Griechen]] war die Melde wohlbekannt, und sie wurde damals nicht nur in den [[Mittelmeerländer]]n, sondern auch bis nach [[Tibet]] und [[Bengalen]] kultiviert. Die früheste Beschreibung stammt von [[Theophrastos von Eresos]] (371–287 v.&amp;amp;nbsp;Chr.). Die Griechen nannten die Pflanze &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Atraphaxis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Andraphax&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Chrysolachanon&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, was „Goldgemüse“ bedeutet und sich wohl auf die gelbgrünen,  münzenartigen Früchte bezieht. Bei den [[Römer]]n wurde die Melde &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Atriplex&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt, vermutlich wegen der dreieckigen („triplex“) Blattform. Die Römer brachten die Pflanze ähnlich wie den [[Mangold]] dann nach [[Mitteleuropa]]. Frühe archäologische Nachweise sind Küchenabfälle in Römer[[Römische Militärlager|kastellen]]. Die Verwendung der Gartenmelde als [[Nahrungsmittel]] in [[Europa]] wurde erst durch Einführung des [[Spinat]]s um etwa 1200 zurückgedrängt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland wird die Gartenmelde heute relativ selten kultiviert. Sie kommt unbeständig verwildert in Äckern und kurzlebigen Unkrautfluren vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FloraWeb&amp;quot; /&amp;gt; Die ökologischen [[Zeigerwerte]] nach [[Elias Landolt (Botaniker)|Landolt]] [[et al.]] 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 2+ (frisch), Lichtzahl L = 4 (hell), Reaktionszahl R = 4 (neutral bis basisch), Temperaturzahl T = 4+ (warm-kollin), Nährstoffzahl N = 4 (nährstoffreich), Kontinentalitätszahl K = 4 (subkontinental), Salztoleranz = 1 (tolerant).&amp;lt;ref name=&amp;quot;InfoFlora&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Taxonomie ==&lt;br /&gt;
Die Gartenmelde (&amp;#039;&amp;#039;Atriplex hortensis&amp;#039;&amp;#039;) zählt zur Gattung &amp;#039;&amp;#039;Atriplex&amp;#039;&amp;#039; Sektion &amp;#039;&amp;#039;Atriplex&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kadereit2010&amp;quot; /&amp;gt; Sie gehört zur Tribus &amp;#039;&amp;#039;Atripliceae&amp;#039;&amp;#039; in der Unterfamilie [[Chenopodioideae]] innerhalb der Familie der [[Fuchsschwanzgewächse]] (Amaranthaceae). In dieser Familie sind inzwischen die Gänsefußgewächse (Chenopodiaceae) enthalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Erstbeschreibung]] von &amp;#039;&amp;#039;Atriplex hortensis&amp;#039;&amp;#039; erfolgte 1753 durch [[Carl von Linné]] in &amp;#039;&amp;#039;[[Species Plantarum]]&amp;#039;&amp;#039;, Tomus II, S. 1053.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Linné1753&amp;quot; /&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Atriplex hortensis&amp;#039;&amp;#039; wurde als [[Typusart]] (Lectotypus) der Gattung &amp;#039;&amp;#039;Atriplex&amp;#039;&amp;#039; ausgewählt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tropicos&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Synonym (Taxonomie)|Synonyme]] von &amp;#039;&amp;#039;Atriplex hortensis&amp;#039;&amp;#039; {{Person|L.}} sind &amp;#039;&amp;#039;Chenopodium hortense&amp;#039;&amp;#039; {{Person|(L.) E.H.L. Krause}}&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tropicos&amp;quot; /&amp;gt; und &amp;#039;&amp;#039;Atriplex microtheca&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Moq.}}&amp;lt;ref name=&amp;quot;Euro+Med&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Gartenmelde existieren mindestens vier Varietäten:&lt;br /&gt;
* ‘Gelbe Melde’ oder ‘Weiße Melde’ (&amp;#039;&amp;#039;Atriplex hortensis&amp;#039;&amp;#039; var. &amp;#039;&amp;#039;atrosanguinea&amp;#039;&amp;#039;): Diese Kulturform mit hellgrünen, fast gelben Blättern wird am meisten angebaut.&lt;br /&gt;
* ‘Grüne Melde’ (&amp;#039;&amp;#039;Atriplex hortensis&amp;#039;&amp;#039; var. &amp;#039;&amp;#039;hortensis&amp;#039;&amp;#039;, Synonym: &amp;#039;&amp;#039;Atriplex hortensis&amp;#039;&amp;#039; var. &amp;#039;&amp;#039;sativa&amp;#039;&amp;#039;): Sie ist eine kräftige Pflanze mit starkem, kantigem, verzweigendem Stängel und besitzt dunkelgrüne, eher runde, glattrandige Blätter.&lt;br /&gt;
* ‘Rote Melde’ (&amp;#039;&amp;#039;Atriplex hortensis&amp;#039;&amp;#039; var. &amp;#039;&amp;#039;rubra&amp;#039;&amp;#039; L.): Sie fällt durch karminrote Stängel und Blätter auf. Die Unterseiten der unteren Blätter sind kräftig pink. Ihre braunen Samen sind leicht nierenförmig und dunkel rotbraun. Diese Form wird vor allem als [[Zierpflanze]] ([[Trockenblume]]) gezogen, kann aber genauso wie die anderen Varietäten in der Küche verwendet werden.&lt;br /&gt;
* ‘Halbrote Melde’: diese Form wird selten angebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Trivialnamen ==&lt;br /&gt;
Im deutschsprachigen Raum werden oder wurden für die Gartenmelde (oft auch nur &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Melde&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt), zum Teil nur regional, auch die folgenden weiteren [[Trivialname]]n verwandt: Burckhart, Grünkraut ([[Schlesien]]), Loboda ([[Niederlausitz]]), Malten, Matterskraut ([[Göttingen]]), Meilde ([[mittelhochdeutsch]]), Melda, Melden, Mell ([[Mecklenburg]], [[Altmark]], [[Eifel]]), Melle (Dortmund, Göttingen, [[Unterweser]]), Melta ([[althochdeutsch]]), Milde (mittelhochdeutsch), Groot Mill ([[Pommern]]), Milt (mittelhochdeutsch), Milten (mittelhochdeutsch), Molta (althochdeutsch), Heimisch Molten, Molte ([[Österreich]]), Muolta (früh althochdeutsch), Muolhta (früh althochdeutsch), Mylde (mittelhochdeutsch) und Mylden (mittelhochdeutsch).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pritzel1882&amp;quot; /&amp;gt; In alten lateinischen Texten meint &amp;#039;&amp;#039;atriplex&amp;#039;&amp;#039; wie auch &amp;#039;&amp;#039;melde&amp;#039;&amp;#039; die Gartenmelde.&amp;lt;ref&amp;gt;Wouter S. van den Berg (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Eene Middelnederlandsche vertaling van het Antidotarium Nicolaï (Ms. 15624–15641, Kon. Bibl. te Brussel) met den latijnschen tekst der eerste gedrukte uitgave van het Antidotarium Nicolaï.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. von Sophie J. van den Berg, [[Brill (Verlag)|N. V. Boekhandel en Drukkerij E. J. Brill]], Leiden 1917, S. 203.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Bernhard Schnell]]: &amp;#039;&amp;#039;Der deutsche „Macer“: Vulgatfassung. Mit einem Abdruck des lateinischen Macer floridus ‘De viribus herbarum’ kritisch herausgegeben.&amp;#039;&amp;#039; Niemeyer, Tübingen 2003 (= &amp;#039;&amp;#039;Texte und Textgeschichte. Würzburger Forschungen.&amp;#039;&amp;#039; Band 50), ISBN 3-484-36050-X, S. 384 (&amp;#039;&amp;#039;atriplex&amp;#039;&amp;#039;) und 392 (&amp;#039;&amp;#039;mëlde&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nutzung ==&lt;br /&gt;
=== Nahrungspflanze ===&lt;br /&gt;
Gartenmelde wird entweder zubereitet wie Spinat oder junge Blätter werden roh im Salat verwendet. In [[Frankreich]] isst man die Gartenmelde mit [[Wiesen-Sauerampfer|Sauerampfer]]. Beim Kochen der roten Varietät verlieren die Blätter die Farbe nicht, obwohl das Kochwasser noch eine Suppe färben kann. Der Geschmack der Blätter ist angenehm mit einer bitteren Komponente. Für Kinder ist Gartenmelde angenehmer als Spinat, wohl wegen des geringeren [[Oxalsäure]]-Gehalts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Samen sind gekocht essbar. Gemahlen dienten sie in Notzeiten als Mehlzusatz. Sie enthalten Vitamin A, aber auch [[Saponine]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;PFAF&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Heilpflanze ===&lt;br /&gt;
Die Gartenmelde wurde früher als vielseitige [[Heilpflanze]] genutzt. Die Blätter wirken harntreibend ([[Diuretikum]]). Blätter und Samen der im Mittelalter auch „schißmelde“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Otto Beßler]]: &amp;#039;&amp;#039;Prinzipien der Drogenkunde im Mittelalter. Aussage und Inhalt des Circa instans und Mainzer Gart.&amp;#039;&amp;#039; Mathematisch-naturwissenschaftliche Habilitationsschrift, Halle an der Saale 1959, S. 160.&amp;lt;/ref&amp;gt; genannten Pflanze dienten als Brechmittel ([[Emetikum]]) und als Abführmittel ([[Purgativa]]). Sie wurden außerdem zur Anregung des Stoffwechsels als Frühjahrskur und bei [[Neurasthenie|nervöser Erschöpfung]] verwendet. In der Volksmedizin wurden damit auch [[Lungenkrankheit]]en behandelt. Äußerlich angewendet sollen die Blätter bei [[Gicht]] helfen. Die Samen wurden vermischt mit Wein bei [[Gelbsucht]] verabreicht. Einreibungen aus dem Saft der ganzen Pflanze galten als Volksheilmittel bei [[Hautkrankheit]]en und [[Geschwür]]en im Rachen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;PFAF&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Farbstoffpflanze ===&lt;br /&gt;
Aus den Samen kann ein blauer Farbstoff gewonnen werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;PFAF&amp;quot; /&amp;gt; Bereits im Mittelalter wusste man, dass Melde die Haare schwarz und Stoffe grün färben kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachwachsender Rohstoff ===&lt;br /&gt;
Die Gartenmelde kann zur Produktion von [[Biomasse]] angebaut werden. In Schweden wurden damit Erträge von 14 Tonnen pro Hektar erzielt, in südlicheren Gebieten sind höhere Erträge zu erwarten. Nach Extrahierung des Proteins aus den Blättern bleiben mehr als 13 Tonnen Biomasse als Nebenprodukt übrig, die zur Herstellung von [[Biokraftstoff]]en dienen können.&amp;lt;ref name=&amp;quot;PFAF&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zierpflanze ===&lt;br /&gt;
Die rotlaubigen Kulturformen der Gartenmelde werden im Garten als Blattschmuck verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultivierung ==&lt;br /&gt;
In den Gemäßigten Breiten wird die Gartenmelde ähnlich wie der [[Spinat]] kultiviert. Die Samen werden ab Februar mit 30 bis 60 cm Abstand an offener Stelle 2&amp;amp;nbsp;cm tief in den Boden gesteckt, später wird ausgedünnt. Die Gartenmelde wird als Jungpflanze verwendet, also etwa nach 40 bis 60 Tagen je nach Wetter. Eine wiederholte [[Aussaat]] ist daher sinnvoll. Bei voller Sonne wächst sie am besten, braucht dann aber auch entsprechend Wasser – bei trockenem Wetter wachsen die Pflanzen langsamer und bilden früher Samen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gartenmelde toleriert [[Dürre]] (30 bis 140&amp;amp;nbsp;mm [[Niederschlag]] jährlich), [[Frost]], auch saure [[Boden (Bodenkunde)|Böden]] (pH 5,0 bis 8,2), Hitze, Salz, Sand und Unkraut. Der Ertrag liegt bei 450 bis 800 kg [[Blattgemüse]] pro [[Hektar]]. 14&amp;amp;nbsp;t [[Biomasse]] pro Hektar sind möglich, davon 1&amp;amp;nbsp;t Protein. Der Anbau erfolgt hauptsächlich nichtkommerziell.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pflanze wird teilweise regelmäßig und stark von [[Pflanzenläuse|Läusen]] befallen. Im Garten genügt es, dann den betreffenden Stängel zu entfernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Oliver Christoph Schwarz: &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Biologie, Chorologie, Ökologie und Taxonomie der neophytischen Melde Atriplex micrantha und verwandter Arten.&amp;#039;&amp;#039; Dissertation Uni Stuttgart, 2004. [http://elib.uni-stuttgart.de/opus/volltexte/2004/1649/ pdf-Volltext.] (Abschnitte Beschreibung, Entstehung der Kulturformen)&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv|url=http://www.nabu.de/nh/100/atriplex100.htm|wayback=20140414195306|text=Ulla Grall: &amp;#039;&amp;#039;Die Gartenmelde – Nutzpflanze des Jahres 2000 – Melde-Pflicht im Garten!? – mit Rezept für Melde-Tarte.&amp;#039;&amp;#039;}}&lt;br /&gt;
* [http://www.hort.purdue.edu/newcrop/duke_energy/Atriplex_hortensis.html aus: James A. Duke: &amp;#039;&amp;#039;Handbook of Energy Crops.&amp;#039;&amp;#039; 1983, unpublished.]&lt;br /&gt;
* Gelin Zhu, Sergei L. Mosyakin, Steven E. Clemants: &amp;#039;&amp;#039;Atriplex hortensis.&amp;#039;&amp;#039; In: {{BibISBN|193072327X|Seite=362}}, [http://flora.huh.harvard.edu/china//PDF/PDF05/Atriplex.pdf PDF-Datei], [http://www.efloras.org/florataxon.aspx?flora_id=2&amp;amp;taxon_id=200006775 textgleich online wie gedrucktes Werk]. (Abschnitt Beschreibung)&lt;br /&gt;
* [[Ruprecht Düll]], [[Herfried Kutzelnigg]]: &amp;#039;&amp;#039;Taschenlexikon der Pflanzen Deutschlands und angrenzender Länder. Die häufigsten mitteleuropäischen Arten im Portrait.&amp;#039;&amp;#039; 7., korrigierte und erweiterte Auflage. Quelle &amp;amp; Meyer, Wiebelsheim 2011, ISBN 978-3-494-01424-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;PFAF&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{PFAF|WissName=Atriplex hortensis|}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tropicos&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Tropicos|ID=7200081|WissName=Atriplex hortensis}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;FloraWeb&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{FloraWeb|765|Atriplex hortensis L., Garten-Melde}}&lt;br /&gt;
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&amp;lt;ref name=&amp;quot;InfoFlora&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{InfoFlora|ID=1006100|WissName=Atriplex hortensis L.| Abruf=2025-05-19}}&lt;br /&gt;
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&amp;lt;ref name=&amp;quot;Linné1753&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
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[[Georg August Pritzel]], [[Carl Jessen]]: &amp;#039;&amp;#039;Die deutschen Volksnamen der Pflanzen. Neuer Beitrag zum deutschen Sprachschatze.&amp;#039;&amp;#039; Philipp Cohen, Hannover 1882, S.&amp;amp;nbsp;51 ([http://archive.org/stream/diedeutschenvol00pritgoog#page/n69/mode/2up eingescannt]).&lt;br /&gt;
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Gudrun Kadereit, Evgeny V. Mavrodiev, Elizabeth H. Zacharias, Alexander P. Sukhorukov: &amp;#039;&amp;#039;Molecular phylogeny of Atripliceae (Chenopodioideae, Chenopodiaceae): Implications for systematics, biogeography, flower and fruit evolution, and the origin of C4 Photosynthesis.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;American Journal of Botany.&amp;#039;&amp;#039; Band 97, Nr. 10, 2010, S. 1664–1687.&lt;br /&gt;
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&amp;lt;ref name=&amp;quot;Euro+Med&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Pertti Uotila: &amp;#039;&amp;#039;Chenopodiaceae (pro parte majore).&amp;#039;&amp;#039; [http://www.eu-nomen.eu/portal/taxon.php?GUID=6BB476CB-2AE7-47BD-B05F-36CE7DBA9C0B Datenblatt &amp;#039;&amp;#039;Atriplex hortensis&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Euro+Med Plantbase – the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 2011].&lt;br /&gt;
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&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Atriplex hortensis|Gartenmelde (&amp;#039;&amp;#039;Atriplex hortensis&amp;#039;&amp;#039;)}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* Günther Blaich: [http://www.guenther-blaich.de/pflseite.php?par=Atriplex+hortensis Datenblatt mit Fotos.]&lt;br /&gt;
* {{BIB|765}}&lt;br /&gt;
* Thomas Meyer: [http://www.blumeninschwaben.de/Zweikeimblaettrige/Gaensefussgewaechse/atriplex_ohne_zahn.htm#Garten-%20Melde  Datenblatt mit Bestimmungsschlüssel und Fotos bei &amp;#039;&amp;#039;Flora-de: Flora von Deutschland&amp;#039;&amp;#039; (alter Name der Webseite: &amp;#039;&amp;#039;Blumen in Schwaben&amp;#039;&amp;#039;)].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Gemüse des Jahres in Deutschland}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fuchsschwanzgewächse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Blattgemüse]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4374518-0}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Georg Hügler</name></author>
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