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	<title>Garnison Calbe (Saale) - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-25T14:06:43Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Garnison_Calbe_(Saale)&amp;diff=988379&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Prüm: /* Weblinks */</title>
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		<updated>2023-03-03T06:44:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die Stadt [[Calbe]] war in ihrer Geschichte mehrfach [[Garnison]]sstadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anfänge unter sächsischer Herrschaft ==&lt;br /&gt;
Nach den Bestimmungen des [[Westfälischer Frieden|Westfälischen Friedens]] sollte das vormalige [[Erzbistum]] [[Magdeburg]] nach dem Tode des [[Administrator (Katholische Kirche)|Administrators]] [[August (Sachsen-Weißenfels)|August von Sachsen-Weißenfels]] ein [[brandenburg]]isches [[Herzogtum]] werden, was dann [[1680]] eintrat.&lt;br /&gt;
Von Anfang an hatten die Calber Bürger ein gespaltenes, teilweise auch gespanntes Verhältnis zum brandenburgisch-[[Preußen|preußischen]] Militär. Als es [[1675]] zur historischen [[Schlacht bei Fehrbellin]] ging, versteckten die Calbenser ihr  Vieh vor den durchziehenden brandenburgischen Truppen.&lt;br /&gt;
[[1677]] ließ der [[Sachsen|sächsische]] [[Oberstleutnant]] von Lichtenhain gegen den Widerstand des Stadtrates auf dem Marktplatz einen Galgen aufstellen, an dem auch gleich die Namen der [[Fahnenflucht|desertierten]] Soldaten angeschlagen waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Calbe als kurbrandenburgische und preußische Garnison ==&lt;br /&gt;
Nach [[1680]] muss schon unter dem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;„Großen [[Kurfürst]]en“ [[Friedrich Wilhelm (Brandenburg)|Friedrich Wilhelm von Brandenburg]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Militär in Calbe gelegen haben, denn den Alarm schlagenden brandenburgischen Soldaten ist es zu verdanken, dass die [[Bürger]] [[1683]] auf einen schnell um sich greifenden [[Stadtbrand]] aufmerksam gemacht wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch unter &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;„Soldatenkönig“ [[Friedrich Wilhelm I. (Preußen)|Friedrich Wilhelm I.]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;   erfolgten die Quartierbelegungen noch sporadisch.&lt;br /&gt;
[[1722]] lag unter anderem das gesamte „Dessauer Regiment“ ([[Infanterieregiment Nr. 3]]), die Muster-Militäreinheit unter dem Generalfeldmarschall [[Leopold I. (Anhalt-Dessau)|Leopold Fürst von Anhalt-Dessau]] 7 Wochen lang in Calbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das von [[Friedrich Wilhelm I. (Preußen)|Friedrich Wilhelm I.]] eingeführte [[Kantonreglement]] sah vor, dass Burschen aus Calbe zum [[Infanterieregiment Nr. 5]], dem „Leibregiment des Königs“, eingezogen wurden. In besonderen Notfällen, wie dem Tod des väterlichen Handwerksbetriebs-Inhabers, konnten im Interesse einer prosperierenden Wirtschaft die Söhne vom Militärdienst freigestellt werden. Auch war mit erheblichen Geldsummen ein Loskauf möglich. Ebenso konnten Söhne aus der Mittel- und Oberschicht in Freiwilligenverbände wie die [[Freikorps]] eintreten.&lt;br /&gt;
[[Bild:kuerass.jpg|mini|Brustpanzer (Kürass) der Kürassiere in der Heimatstube Calbe/Saale]]&lt;br /&gt;
Auch zu Beginn der Regierung &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; [[Friedrich II. (Preußen)|Friedrichs II.]] (des Großen)&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wurde Calbe noch nicht regelmäßig als Militärquartier genutzt. Besonders in den Wintermonaten mussten die Soldaten mit in den Bürgerhäusern untergebracht werden, [[Kaserne]]n gab es noch nicht. Es fällt aber auf, dass sich unter Friedrich II. der Umfang der Belegungen sowohl zeitlich als auch in der Mannschaftsstärke ausweitete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1741]] und [[1742]] waren vier [[Kompanie (Militär)|Kompanien]] des [[Altpreußisches Infanterieregiment No. 9 (1806)|Infanterieregiments Nr. 9]] ([[Otto Friedrich von Leps|von Leps]]) in Calbe einquartiert.&lt;br /&gt;
[[1743]] und in den folgenden Jahren (bis [[1752]]?) lag das zweite [[Bataillon]] des [[Infanterieregiment Nr. 47|Infanterieregiments Nr. 47]] (Füsilierregiment Hessen-Darmstadt) in der Stadt. [[1743]] mussten 635 Militärangehörige ([[Offizier]]e, [[Unteroffizier]]e, Soldaten und Ehefrauen) in Calbe untergebracht werden, wobei die Soldatenkinder gar nicht mitgezählt worden waren, und das bei einer Einwohnerzahl von etwa 3000.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1753]] bis [[1806]] wurde Calbe zum ständigen Standort für eine [[Eskadron]] (zwei Kompanien) des [[Altpreußisches Kürassierregiment K 3 (1806)|Kürassierregiments Nr. 3]], des so genannten Leibkürassier-Regiments des Königs. Dass nicht zwei Eskadronen nach Calbe gelegt wurden, verdankten die Bürger dem Umstand, dass die Stadt vornan in der Wollflies-Produktion für das Militär stand. (Der Rat hatte Friedrich II. darauf hingewiesen, dass zu viele Soldaten in der Stadt die Tucherzeugung behindern würden. Das sah der König ein.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährige Krieg]] ([[1756]]&amp;amp;nbsp;– [[1763]]) brachte [[1757]] für Calbe erstmals nach dem [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] wieder feindliche Einquartierungen, Plünderungen, Drangsalierungen und [[Kontribution]]sforderungen seitens der Truppen des [[Reichsarmee|Reichsheeres]], der [[Österreich]]er, [[Russland|Russen]] und [[Frankreich|Franzosen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außer der Stationierung der Eskadron Leibkürassiere gab es noch zeitweise Belegungen durch andere Truppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einheiten, die [[1778]] in Calbe Station machten, bevor sie in den [[Bayerischer Erbfolgekrieg|Bayerischen Erbfolgekrieg]] nach [[Böhmen]] zogen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Infanterieregiment Nr. 20]] (von Kalckstein) – starke Belegung,&lt;br /&gt;
*[[Infanterieregiment Nr. 10]] (Hessen-Kassel, Gelbes Regiment),&lt;br /&gt;
*[[Infanterieregiment Nr. 44]] (von Britzke),&lt;br /&gt;
*[[Grenadier]]bataillon  des [[Altpreußisches Infanterieregiment No. 11 (1806)|Infanterieregiments Nr. 11]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1781]] machten 2887 Mann in Calbe Station (bei einer Einwohnerzahl von 3161), die zum [[Militärmanöver|Manöver]] mit Truppenparade in [[Körbelitz]] bei [[Magdeburg]] zogen, das&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Infanterieregiment Nr. 3]] (Dessauer, Anhalter) unter ihrem Kommandeur [[Generalmajor]] [[Franz Adolf von Anhalt-Bernburg-Schaumburg-Hoym]], der in der [[Breite (Calbe)|Breite]] Nr. 42/43 sein vornehmes Quartier bezog&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1806 endete mit dem Beginn der [[napoleon]]ischen Herrschaft die Zeit Calbes als Garnison.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leiden der Soldaten ==&lt;br /&gt;
*Extrem hohe Verlustraten (Tod und Verwundungen) im Leibregiment&lt;br /&gt;
*„Harte Schläge“ ([[Spießrutenlaufen]]) bei Diebstählen, die auch bei in Calbe stationierten Soldaten zum Tod führten&lt;br /&gt;
*Öffentliches Hängen derjenigen [[Fahnenflucht|Deserteur]]e auf dem Marktplatz, die wieder eingefangen worden waren und sich zur Wehr gesetzt hatten (Soldat Kallenbach wurde nach dem Hängen geschleift und außerhalb von Calbe verscharrt.)&lt;br /&gt;
*Halbseitiges Kahlscheren des Kopfes für Soldaten in Transportdiensten, um deren Desertionen zu erschweren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belohnung ausgedienter Soldaten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausgediente Soldaten erhielten in Calbe (ebenso wie überall in Preußen), wenn sie als Fremde hier ansässig werden wollten, bevorzugt das [[Bürgerrecht]] und konnten zu günstigeren Bedingungen als „Nichtgediente“ [[Handwerksmeister]] werden. Das führte zu Missgunst und Empörung der „Alteingesessenen“. Entlassene Militärangehörige wurden in Calbe unter anderem [[Gastwirt]]e, [[Vorstadt]]-[[Lehrer]] oder [[Posthalter]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belastungen der Bürger von Calbe ==&lt;br /&gt;
*Beherbergung der Soldaten&lt;br /&gt;
*Beköstigung der Soldaten&lt;br /&gt;
*Bewachung der Soldaten (Zumauern der Fenster von Soldatenquartieren, Verschließen der Türen, Anketten von Leitern)&lt;br /&gt;
*Lärm und Unruhe&lt;br /&gt;
*Häufige Diebstähle&lt;br /&gt;
*Beeinträchtigung der eigenen Freiheit&lt;br /&gt;
*Brutalitäten der Vorgesetzten gegenüber den Soldaten&lt;br /&gt;
*Wachlokale und Galgen auf dem Markt&lt;br /&gt;
*Unerträgliche Arroganz der Offiziere, die die Bürger verachteten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Berufsgruppen jedoch, besonders die in der Bekleidungs- und Versorgungsbranche tätig waren, profitierten von den Garnisonierungen und von der Militarisierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
*Reccius, Adolf, &amp;#039;&amp;#039;Chronik der Heimat (Urkundliche Nachrichten über die Geschichte der Kreisstadt Calbe und ihrer näheren Umgebung),&amp;#039;&amp;#039; Calbe/Saale 1936.&lt;br /&gt;
*Hävecker, Johann Heinrich, Chronica und Beschreibung der Städte Calbe, Acken und Wantzleben Wie auch des Closters Gottes Gnade ..., Halberstadt 1720.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
*Hertel, Gustav, &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Stadt Calbe an der Saale&amp;#039;&amp;#039;, Berlin/Leipzig 1904.&lt;br /&gt;
*Steinmetz, Dieter H., &amp;#039;&amp;#039;Auf historischer Spurensuche – Ein Stadtrundgang in Calbe an der Saale&amp;#039;&amp;#039; (s. Weblink).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.historischerrundgangcalbe.keepfree.de/18breite.htm  Station 18]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Calbe (Saale)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärgeschichte (Frühe Neuzeit)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Garnison|Calbe, Saale]]&lt;/div&gt;</summary>
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