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	<title>Gardekorps - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gardekorps&amp;diff=419579&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-26754-44 am 26. September 2025 um 10:00 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Stern des Schwarzen Adlerordens.jpg|mini|Der preußische &amp;#039;&amp;#039;Gardestern&amp;#039;&amp;#039; (Stern des [[Schwarzer Adlerorden|Schwarzen Adlerordens]]), das Abzeichen der Garde]]&lt;br /&gt;
Dem seit 1814 bestehenden &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gardekorps&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; gehörten bis 1918 sämtliche [[Garde]]truppenteile der [[Preußische Armee|Preußischen Armee]] an. Sie hatten –&amp;amp;nbsp;mit Ausnahme des [[Königin Augusta Garde-Grenadier-Regiment Nr. 4|Königin Augusta Garde-Grenadier-Regiments Nr.&amp;amp;nbsp;4]], das zeitweilig in [[Koblenz]] stationiert war&amp;amp;nbsp;– grundsätzlich ihre Garnison in der preußischen [[Hauptstadt|Haupt-]] und [[Residenzstadt]] [[Berlin]], der Residenzstadt [[Potsdam]] sowie in [[Berlin-Charlottenburg|Charlottenburg]], der [[Festung Spandau]] und weiteren kleineren Orten in deren Umgebung. In Berlin führte täglich eine Formation des Gardekorps den [[Großer Wachaufzug Unter den Linden|Wachaufzug Unter den Linden]] aus. Nach einem bestimmten Schlüssel kam jede nicht-berittene Truppe mindestens einmal im Jahr an die Reihe. Die Wache stellte sich mit der jeweiligen [[Militärmusik|Regimentskapelle]] vor dem [[Reiterstandbild Friedrichs des Großen]] auf und zog vor die [[Neue Wache]], wo im benachbarten Kastanienwäldchen die Veranstaltung mit einem Konzert ausklang.&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus-Rainer Woche: &amp;#039;&amp;#039;Vom Wecken bis zum Zapfenstreich. Die Geschichte der Garnison Berlin.&amp;#039;&amp;#039; Vowinckel, Berg am Starnberger See, Potsdam 1998, ISBN 3-921655-87-0, S. 97–99.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei Beginn des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] war der Verband der [[II. Armee-Inspektion (Deutsches Kaiserreich)|II.&amp;amp;nbsp;Armee-Inspektion]] unterstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Deutscher Krieg 1866 ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Deutscher Krieg}}&lt;br /&gt;
Das preußische [[I. Armee-Korps (Preußen)|I. Korps]] war am 27. Juni 1866 in der [[Schlacht bei Trautenau]] vom österreichischen X. Armeekorps unter [[Feldmarschallleutnant|FML]] [[Ludwig von Gablenz]] zurückgeschlagen worden. Die Truppen des Generals [[Eduard von Bonin|von Bonin]] verloren ihre Rolle als Vorhut der preußischen 2. Armee und wurden darin durch das preußische Gardekorps unter Prinz [[August von Württemberg]] abgelöst. Gablenz zog sein angeschlagenes Korps von [[Trutnov|Trautenau]] nach Soor zurück und ersuchte seinen Vorgesetzten [[Feldzeugmeister|FZM]] [[Ludwig von Benedek|Benedek]] um eilige Verstärkung. Gablenz versuchte den Vormarsch der preußischen Garde durch konzentriertes Artilleriefeuer aus Norden und Osten auf Staudenz zu lenken und dort festzuhalten. Er wollte damit Einheiten des herankommenden IV. Korps unter FML [[Tassilo Festetics|Tassilo Graf Festetics]] die Möglichkeit verschaffen, die Garde von Süden her in die Flanke zu fallen. Am 28. Juni kam es zum Gefecht von Soor und [[Burkatów|Burkersdorf]]. Die preußische [[1. Garde-Division (Deutsches Kaiserreich)|1. Gardedivision]] unter Führung von Generalleutnant [[Wilhelm Hiller von Gaertringen]] drängte die österreichischen Verteidiger bei Staudenz erfolgreich zurück. Gleichzeitig konnte weiter nördlich die [[2. Garde-Division (Deutsches Kaiserreich)|2. Garde-Division]] unter General [[Heinrich von Plonski]] die österreichische Brigade [[Georg Grivicic|Grivicic]] vom restlichen X. Korps abschneiden und diese im Gefecht bei Burkersdorf nahezu vollständig aufreiben.&amp;lt;ref&amp;gt;Frank Zimmer:Bismarcks Kampf gegen Kaiser Franz Joseph – Königgrätz und seine Folgen, Styria Verlag Graz 1996, S. 107.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Befehl [[Helmuth Karl Bernhard von Moltke|Moltkes]] folgend, hatte das Gardekorps bei Burkersdorf und Alt-Rognitz den Gegner geschlagen und in den folgenden Tagen die Verbindung mit dem [[I. Armee-Korps (Preußen)|I. Armeekorps]] sowie mit dem [[V. Armee-Korps (Deutsches Kaiserreich)|V. Armeekorps]] hergestellt. Moltke erwartete die Vereinigung der gesamten preußischen 2. Armee an der Elbe bei [[Dvůr Králové nad Labem|Königinhof]], das von der 1. Garde-Division besetzt wurde. Die 1. Garde-Division griff am 3. Juli als Vorhut der 2. Armee in der entscheidenden [[Schlacht bei Königgrätz]] ein und konnte [[Chlum (Všestary)|Chlum]] besetzten. Bei der Verteidigung dieses Ortes gegen Angriffe österreichischer Reserven fiel General Hiller, nachdem er von einem Granatsplitter getroffen worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Deutsch-Französischer Krieg 1870–71 ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Deutsch-Französischer Krieg}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Saint-Privat-la-Montagne Monument de la Tour (1).jpg|mini|hochkant|Denkmal des Gardekorps (1870) in Saint-Privat-la-Montagne]]&lt;br /&gt;
[[Datei:August of Wurttemberg.jpg|mini|hochkant|Prinz August von Württemberg]]&lt;br /&gt;
Das Gardekorps versammelte sich unter dem Kommandierenden General Prinz August von Württemberg bis zum 5. August 1870 in [[Mannheim]] und wurde der 2. Armee unterstellt. Beim westlichen Umgehungsmanöver des im Raum [[Festung Metz|Metz]] konzentrierten Gegners, befahl [[Friedrich Karl von Preußen (1828–1885)|Prinz Friedrich Karl]] am 18. August während der [[Schlacht bei Gravelotte]] das Eingreifen der Garde. Während das [[IX. Armee-Korps (Deutsches Kaiserreich)|IX. Armeekorps]] unter General [[Gustav von Manstein|von Manstein]] in Richtung auf [[Saint-Privat-la-Montagne|Saint-Privat]] vorging, hatte die 1. Garde-Division unter Generalmajor [[Alexander von Pape|von Pape]] den Befehl, von Habonville aus unterstützend auf St. Ail vorzugehen. Das den Weg verlegende Dorf St. Marie-aux-Chênes erwies sich jedoch als stark feindbesetzt und musste erstürmt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Justus Scheibert]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Krieg zwischen Frankreich und Deutschland – unter Zugrundelegung des Großen Generalstabswerkes&amp;#039;&amp;#039;. Verlag von W. Paulis Nachfolger (H. Jerosch), Berlin 1895, S. 11 und 78.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Angriff der Garde erfolge westlich von Saint-Privat über eine weite Ebene und ohne ausreichende Artillerieunterstützung, infolge des überlegenen [[Chassepotgewehr]]es kam es zu schweren Verlusten. Je näher die Garden an Saint-Privat herankamen, umso größer wurden die Verluste an Offizieren und Mannschaften. Als um 18:30 Uhr jedes weitere Vordringen stockte und die zugesagte Hilfe des sächsischen Korps ausblieb, musste der Angriff abgebrochen werden. Allein in dieser einen Stunde verloren die preußischen Gardetruppen etwas mehr als 5000 Mann – Tote und Verwundete. Erst am Abend gelang es den im Norden zur Umfassung angesetzten [[XII. (I. Königlich Sächsisches) Armee-Korps|sächsischen XII.&amp;amp;nbsp;Korps]] den rechten Flügel der französischen Schlachtlinie aufzurollen und dadurch das schwer ringende Gardekorps vor weiteren Opfern zu bewahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gardekorps wurde darauf der neugebildeten [[Maasarmee (Deutsch-Französischer Krieg)|Maasarmee]] zugeteilt. Diese stand nach der [[Schlacht bei Beaumont]] am 30. August abends mit dem IV. Korps bei [[Mouzon (Ardennes, Ort)|Mouzon]], mit dem XII. Korps nördlich und mit der Garde südlich Beaumont. Am 1. September nahm die Garde am östlichen Maasufer an der [[Schlacht von Sedan]] teil. Die 1. Garde-Division stürmte dabei das Dorf Givonne, die 2. Garde-Division die feindliche Stellung bei Daigny.&amp;lt;ref&amp;gt;Justus Scheibert: &amp;#039;&amp;#039;Der Krieg zwischen Frankreich und Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; unter Zugrundelegung des Großen Generalstabswerkes Verlag von W. Paulis Nachfolger (H. Jerosch), Berlin 1895, S. 130–131.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Unter dem Oberbefehl des Kronprinzen [[Albert (Sachsen)|Albert von Sachsen]] wurde dem Korps bei der folgenden [[Belagerung von Paris (1870–1871)|Belagerung von Paris]] am 20. September ein Abschnitt im Norden der Stadt zugewiesen. Um den Besitz des Dorfes [[Schlacht von Le Bourget|Le Bourget]] kam es am 28. Oktober zu schweren Kämpfen mit aus der Stadt ausbrechenden französischen Truppen. Die 2. Garde-Division unter General [[Rudolph Otto von Budritzki|von Budritzki]] hatte allerdings nur geringes Interesse, ihre Positionen im Dorf zurückzuerobern. Dennoch befahl Kronprinz Albert, die Stadt einzunehmen. Am 30. Oktober gelang es den preußischen Truppen, Le Bourget zurückzuerobern und etwa 1200 Franzosen gefangen zu nehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;Justus Scheibert: &amp;#039;&amp;#039;Der Krieg zwischen Frankreich und Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; unter Zugrundelegung des Großen Generalstabswerkes Verlag von W. Paulis Nachfolger (H. Jerosch), Berlin 1895, S. 179.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein zweites Gefecht von Le Bourget fand am 21. Dezember 1870 statt. Dabei wurde das Dorf Stains von den Vorposten geräumt, anschließend unter Artilleriefeuer genommen und dann vom 1. Garde-Regiment zurückerobert. Die französische Besatzung von Le Bourget konnte sich den Tag über halten, bis der deutsche Gegenangriff durch drei Bataillone der Regimenter Nr. 3 und Nr. 4 am Nachmittag die Franzosen zurückgedrängt hatte. Die Verluste des Gardekorps an diesem Tag betrugen 14 Offiziere und 431 Soldaten an Toten, Verwundeten und Vermissten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erster Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Freiherr von Plettenberg.jpg|mini|hochkant|Karl von Plettenberg]]&lt;br /&gt;
Bis zum 12. August 1914 war der Aufmarsch des Korps an der [[Westfront (Erster Weltkrieg)|Westfront]] im Raum [[Malmedy]] abgeschlossen. [[Kommandierender General]] war [[Karl von Plettenberg]], als [[Chef des Stabes]] fungierte Oberstleutnant [[Friedrich Graf von der Schulenburg|Graf von der Schulenburg]]. Die zugeteilte 1. und 2. Garde-Division befehligten die Generalleutnants [[Oskar von Hutier|von Hutier]] und [[Arnold von Winckler|von Winckler]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Einmarsch durch [[Königreich Belgien|Belgien]] wurde das Korps am linken Flügel der [[2. Armee (Deutsches Kaiserreich)|2. Armee]] eingesetzt, marschierte in Richtung auf [[Namur]] vor und rang am 23. August in der [[Schlacht an der Sambre (1914)|Schlacht an der Sambre]].&lt;br /&gt;
Während der [[Schlacht bei St. Quentin (1914)|Schlacht von St. Quentin]] (29. August) stand das Gardekorps im Raum [[Guise]]. Beim deutschen Vorstoß südlich von Guise erreichte das [[X. Armee-Korps (Deutsches Kaiserreich)|X. Armeekorps]] die Linie Audigny – Macquigny, das Gardekorps wurde links davon mit der 2. Garde-Infanterie-Division auf Puisieux und der 1. Garde-Infanterie-Division auf Proisy angesetzt. Zwischen 2. und 4. September über Sissonne nach Corbény (über den [[Damenweg]]) vorgehend wurde die [[Marne (Fluss)|Marne]] erreicht und überschritten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der entscheidenden [[Schlacht an der Marne (1914)|Schlacht an der Marne]] (6.–9. September) rang das Korps im engen Zusammenwirken mit dem rechten Flügel der [[3. Armee (Deutsches Kaiserreich)|3. Armee]] an der Linie [[Écury-le-Repos]] – [[Fère-Champenoise]] um den vergeblichen Sieg. Nach den französischen Gegenangriffen wurde der deutsche Rückzug befohlen: die 1. Garde-Infanterie-Division ging am 10. September über [[Val-des-Marais|Aulnay-aux-Planches]] – [[Val-des-Marais|Coligny]], die 2. Garde-Infanterie-Division über [[Val-des-Marais|Morains]] – [[Bergères-lès-Vertus]] nach [[Vertus]] zurück. Am 12. September unterstützte die 1. Garde-Infanterie-Division während der [[Schlacht an der Aisne (1914)|Schlacht an der Aisne]] das stark bedrängte [[VII. Armee-Korps (Deutsches Kaiserreich)|VII. Armee-Korps]] bei Brimont im Raum nordwestlich von [[Reims]]. Mitte September 1914 verteidigte die Garde die neuen Stellungen bei Fresnes und am [[Chemin des Dames]]. Während des [[Wettlauf zum Meer|Wettlaufes zum Meer]] wurde das Gardekorps der [[6. Armee (Deutsches Kaiserreich)|6. Armee]] überstellt und griff Anfang Oktober in der ersten Schlacht von [[Arras]] ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der [[Erste Flandernschlacht|Schlacht von Ypern]] stand das Generalkommando ab 11. November 1914 als &amp;#039;&amp;#039;Korps Plettenberg&amp;#039;&amp;#039; mit der 2. Garde-Infanterie-Division und der [[4. Division (Deutsches Kaiserreich)|4. Infanterie-Division]] bei der neugebildeten &amp;#039;&amp;#039;Gruppe [[Alexander von Linsingen|Linsingen]]&amp;#039;&amp;#039;. Am 8. Dezember verließ das Korps Ypern und wurde nach [[Douai]] in Reserve verlegt. Im Januar verlegten erste Teile nach [[Saint-Étienne-au-Temple]] in die [[Champagne]].&lt;br /&gt;
Während der [[Winterschlacht in der Champagne]] traf die 1. Garde-Infanterie-Division am 20. Februar 1915 als Verstärkung bei der [[3. Armee (Deutsches Kaiserreich)|3. Armee]] ein.&lt;br /&gt;
Ab 19. April 1915 wurde das Korps an der [[Ostfront (Erster Weltkrieg)|Ostfront]] antransportiert. Anfang Mai 1915 stand das Korps bei der [[11. Armee (Deutsches Kaiserreich)|11. Armee]] an der Biala und nahm an der [[Durchbruchsschlacht von Gorlice-Tarnów]] teil. Die Verfolgung erfolgte über die [[Wisłoka|Wisloka]] bis zum 14. Mai nach [[Radymno]] und [[Jaroslau]], wo der [[San (Fluss)|San]] überschritten wurde. Nach dem Durchbruch bei [[Magierów]] (19. Juni) wurde die Bahnlinie Lemberg/[[Rawa-Ruska]] bei Dobrosin erreicht. Am 26. Juni wurde bei Tarnoczyn die alte russische Grenze überschritten und Mitte Juli erfolgte ein neuerlicher Durchbruch in der [[Schlacht von Krasnostaw]]. Am 1. August wurde [[Dobromyśl (Kamienna Góra)|Dobromysl]] eingenommen, nach den Verfolgungskämpfe zum [[Wieprz]] wurde am 23. August der [[Bug (Fluss)|Bug]] bei Janow erreicht. Nach dem Fall von [[Brest-Litowsk]] wurde das Korps nach [[Warschau]] dirigiert und ab Mitte September wieder zurück an die Westfront abtransportiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn der [[Schlacht an der Somme|Sommeschlacht]] im Juli 1916 lag das Korps am südlichen Abschnitt zwischen [[Lassigny]] und [[Ribécourt-Dreslincourt|Ribécourt]]. Die 1. Garde-Division wurde nördlich Lassigny durch die [[44. Reserve-Division]] freigemacht und dem [[XVII. Armee-Korps (Deutsches Kaiserreich)|XVII. Armeekorps]] als Eingreifreserve nach [[Nesle]] überstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 17. April 1917 wurde das Korps als „Gruppe Aisne“ bezeichnet, war jetzt General der Infanterie [[Ferdinand von Quast (General)|von Quast]] unterstellt und verteidigte im Rahmen der [[1. Armee (Deutsches Kaiserreich)|1. Armee]] während der zweiten [[Schlacht an der Aisne (1917)|Schlacht an der Aisne]] den östlichen Abschnitt am [[Chemin des Dames|Damenweg]].&lt;br /&gt;
Mitte Juni 1917 waren dem Gardekorps im Raum [[Juvincourt-et-Damary|Juvincourt]] die [[227. Infanterie-Division (Deutsches Kaiserreich)|227.]] und [[243. (Württembergische) Infanterie-Division|243. Infanterie-Division]] unterstellt.&amp;lt;ref&amp;gt;Reichsarchiv: &amp;#039;&amp;#039;Der Weltkrieg 1914–1918.&amp;#039;&amp;#039; Band XIII, Mittler &amp;amp; Sohn, Beilage 2 a Kriegsgliederung des Westheeres vom 20. Juni 1917.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitten in der [[Dritte Flandernschlacht|Dritten Flandernschlacht]] wurde am 9. September 1917 das [[Generalkommando]] des [[III. Königlich Bayerisches Armee-Korps|III. Bayerischen Armee-Korps]] aus dem Hauptangriffsfeld herausgelöst, die Führung der „Gruppe Ypern“ wurde jetzt dem Gardekorps unter dem neu ernannten General von Dohna-Schlobitten übertragen. Der bisherige Kommandierende General von Quast übernahm die Führung der [[6. Armee (Deutsches Kaiserreich)|6. Armee]]. Dem Kommando waren während der Schlacht bei Poelcapelle und bei [[Passendale (Zonnebeke)|Passchendaele]] wegen der schnellen Abnützung während der Großkampftage, oftmals wechselnde Divisionen zugeteilt. Am 13. Oktober etablierte sich am rechten Flügel durch Frontverkürzung und Truppenabgaben die „Gruppe Staden“, das durch das Kommando des [[Garde-Reserve-Korps]] besetzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch im letzten Kriegsjahr 1918 stand das Generalkommando weiterhin im nördlichen Flandern bei der [[4. Armee (Deutsches Kaiserreich)|4. Armee]] gegenüber britischen Verbänden im Raum nordöstlich [[Ypern]]. Ab 10. April 1918 beteiligte sich das Korps mit der [[58. Infanterie-Division (5. Königlich Sächsische)|58. Infanterie-Division]] und der [[6. Königlich Bayerische Division|bayerischen 6. Infanterie-Division]] während der deutschen Angriffe bei [[Vierte Flandernschlacht|Armentières]] durch nördliche Flankenangriffe auf [[Langemark]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gliederung ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Gliederung des Gardekorps: Divisionen und Brigaden --&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Gardekorps war nach dem letzten Friedensstand von 1914 in zwei Garde-Divisionen mit fünf Garde-Infanterie-Brigaden und zwei Garde-[[Artillerietruppe (Deutsches Kaiserreich)|Feldartillerie]]-Brigaden, eine Garde-Kavallerie-Division mit vier Garde-Kavallerie-Brigaden und sonstige Truppen und Behörden gegliedert:&amp;lt;ref&amp;gt;[[Preußisches Kriegsministerium]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Rangliste des aktiven Dienststandes der Königlich Preußischen Armee und des XIII. (Königlich Württembergischen) Armeekorps für 1914. Nach dem Stande vom 6. Mai 1914.&amp;#039;&amp;#039; Mittler &amp;amp; Sohn, Berlin 1914.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[1. Garde-Division (Deutsches Kaiserreich)|1. Garde-Division]] in Berlin&lt;br /&gt;
* [[2. Garde-Division (Deutsches Kaiserreich)|2. Garde-Division]] in Berlin&lt;br /&gt;
* [[Garde-Kavallerie-Division (Deutsches Kaiserreich)|Garde-Kavallerie-Division]] in Berlin&lt;br /&gt;
* Garde-[[Maschinengewehr-Abteilung]] Nr. 1 in Potsdam&lt;br /&gt;
* Garde-Maschinengewehr-Abteilung Nr. 2 in Berlin&lt;br /&gt;
* [[Garde-Fußartillerie-Regiment]] in [[Berlin-Spandau|Spandau]]&lt;br /&gt;
* [[Garde-Pionier-Bataillon]] in Berlin&lt;br /&gt;
* [[Eisenbahn-Brigade #Geschichte der 1. Eisenbahn-Brigade|1. Eisenbahn-Brigade]] in Berlin&lt;br /&gt;
** Eisenbahn-Regiment Nr. 1&lt;br /&gt;
** Eisenbahn-Bataillon Nr. 4&lt;br /&gt;
** [[Königlich Preußische Militär-Eisenbahn|Militär-Eisenbahn]] mit Betriebsabteilung der Eisenbahntruppen und Verkehrsamt&lt;br /&gt;
** Depot-Verwaltung Berlin&lt;br /&gt;
* [[Telegraphen-Bataillon Nr. 1]] in [[Berlin-Alt-Treptow|Treptow]]&lt;br /&gt;
* [[Telegraphen-Bataillon Nr. 5]] in Klausdorf-Sperenberg&lt;br /&gt;
* [[Luftschiffer-Bataillon Nr. 1]] in [[Berlin-Tegel|Tegel]]&lt;br /&gt;
* [[Luftschiffer-Bataillon Nr. 2]] in Tegel, [[Königsberg (Preußen)|Königsberg]] und [[Dresden]]&lt;br /&gt;
* [[Flieger-Bataillon Nr. 1]] in Döberitz&lt;br /&gt;
* [[Kraftfahr-Bataillon]] in Berlin&lt;br /&gt;
* [[Garde-Train-Bataillon|Garde-Train-Abteilung]] in Berlin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem unterstanden dem Gardekorps:&lt;br /&gt;
* [[Artillerieschule (Jüterbog)#Feld-Artillerie-Schießschule und Fuß-Artillerie-Schießschule|Feld-Artillerie-Schießschule und Fuß-Artillerie-Schießschule]] mit Lehr-Regimentern in [[Jüterbog]]&lt;br /&gt;
* Versuchs-Abteilung des Militär-Verkehrswesens/Verkehrstechnische Prüfungskommission in Berlin&lt;br /&gt;
* [[Kriegstelegraphenschule]] in Spandau&lt;br /&gt;
* [[Leibgendarmerie (Preußen)|Leibgendarmerie]] in Berlin bzw. Potsdam&lt;br /&gt;
* [[Schloßgarde-Kompanie]] in Berlin&lt;br /&gt;
* [[Invalidenhaus Berlin|Invalidenhaus in Berlin]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Mobilmachung im August 1914 wurde das Gardekorps in seine Kriegsgliederung überführt und mit der 1. und 2. Garde-Division der [[2. Armee (Deutsches Kaiserreich)|2. Armee]] an der [[Westfront (Erster Weltkrieg)|Westfront]] unterstellt. Das zu Beginn des Ersten Weltkrieges parallel neugebildete [[Garde-Reserve-Korps]] mit der [[3. Garde-Infanterie-Division (Deutsches Kaiserreich)|3. Garde-Division]] und der [[1. Garde-Reserve-Division]] war unter General Gallwitz ebenfalls der 2. Armee zugeteilt, wurde aber nach der Belagerung von Namur an die [[Ostfront (Erster Weltkrieg)|Ostfront]] verlegt. Die [[Garde-Kavallerie-Division]] kam zu Kriegsbeginn zum [[Höheres Kavallerie-Kommando|Höheren Kavallerie-Kommando 1]] (bei der 3. Armee), die [[2. Garde-Reserve-Division]] zum [[X. Reserve-Korps (Deutsches Kaiserreich)|X. Reserve-Korps]] (ebenfalls 2. Armee) und die [[Garde-Ersatz-Division]] bildete mit anderen Ersatz-Divisionen den mobilen Ersatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im weiteren Verlauf des Krieges wurden noch aufgestellt:&lt;br /&gt;
* [[4. Garde-Infanterie-Division (Deutsches Kaiserreich)|4. Garde-Division]] im Mai 1915&lt;br /&gt;
* [[5. Garde-Division (Deutsches Kaiserreich)|5. Garde-Division]] im Januar 1917&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kommandierender General ==&lt;br /&gt;
In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts befand sich das Generalkommando beim heutigen [[Carl-von-Ossietzky-Park]], dem damaligen Garten der Dienstvilla.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Name&lt;br /&gt;
! Beginn bzw. Zeitraum des Kommandos&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Karl zu Mecklenburg (1785–1837)|Karl von Mecklenburg]]&lt;br /&gt;
|20. September 1814 bis 21. September 1837&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Wilhelm I. (Deutsches Reich)|Prinz Wilhelm von Preußen]]&lt;br /&gt;
|30. März 1838 bis 22. Mai 1848&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Karl von Prittwitz]]&lt;br /&gt;
|23. Mai 1848 bis 1. Juni 1853&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Karl von der Groeben (General, 1788)|Karl von der Groeben]]&lt;br /&gt;
|{{0}}2. Juni 1853 bis 2. Juni 1858&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[August von Württemberg]]&lt;br /&gt;
|{{0}}3. Juni 1858 bis 29. August 1878&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Wilhelm von Brandenburg (General)|Wilhelm Graf von Brandenburg]]&lt;br /&gt;
|30. August 1882 bis 20. August 1884&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Alexander von Pape]]&lt;br /&gt;
|21. August 1884 bis 18. September 1888&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Oskar von Meerscheidt-Hüllessem]]&lt;br /&gt;
|19. September 1888 bis 5. Mai 1893&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Hugo von Winterfeld]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://zefys.staatsbibliothek-berlin.de/amtspresse/personen/alpha/W/ |text=zefys.staatsbibliothek-berlin.de |wayback=20160131140024}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|{{0}}6. Mai 1893 bis 17. August 1897&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Max von Bock und Polach]]&lt;br /&gt;
|18. August 1897 bis 26. Januar 1902&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Gustav von Kessel (General, 1846)|Gustav von Kessel]]&lt;br /&gt;
|27. Januar 1902 bis 28. Mai 1909&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Alfred von Loewenfeld]]&lt;br /&gt;
|29. Mai 1909 bis 28. Februar 1913&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Karl von Plettenberg]]&lt;br /&gt;
|{{0}}1. März 1913 bis 5. Februar 1917&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Ferdinand von Quast (General)|Ferdinand von Quast]]&lt;br /&gt;
|{{0}}6. Februar bis 8. September 1917&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Alfred zu Dohna-Schlobitten]]&lt;br /&gt;
|{{0}}9. September bis 1. November 1917&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Alfred von Böckmann]]&lt;br /&gt;
|{{0}}2. November 1917 bis 11. November 1918&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Uniform und Abzeichen ==&lt;br /&gt;
Gemeinsames Abzeichen aller Gardetruppen war der sogenannte „Gardestern“ (Stern des Schwarzen Adlerordens) als Auflage auf dem Gardeadler bei [[Helm mit Spitze]] („[[Pickelhaube]]“), [[Tschako]], [[Tschapka]] der Ulanen usw.; am Waffenrockkragen und an den Ärmelaufschlägen trugen alle Einheiten des Gardekorps besondere Stickereien, meist Kolbenstickerei nach M1842 („[[Gardelitzen]]“). Letztere wurden nach 1918 allgemein als Kragenverzierung im deutschen Heer eingeführt. Noch heute sind sie auf den [[Kragenspiegel]]n der Heeres-[[Uniform]]en der [[Bundeswehr]] angebracht. Der Gardestern ziert heute die [[Barett (Uniform)|Barette]] der [[Feldjäger]]truppe der Bundeswehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|978-3-7340-0012-6|Seiten=}}&amp;lt;!--Abel, Stammliste der Königlich Preußischen Armee (1905) --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Eike Mohr: &amp;#039;&amp;#039;Bibliographie zur Heeres- und Truppengeschichte des Deutschen Reiches und seiner Länder. 1806–1933.&amp;#039;&amp;#039; 2. überarbeitete und ergänzte Auflage. Biblio-Verlag, Bissendorf 2004, ISBN 3-7648-2331-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Gardekorps}}&lt;br /&gt;
* [https://www.dgfmm.de/startseite Standartenfanfare der preußischen Reiterei, ursprünglich Regimentsfanfare des Gardekorps vor 1806. Gespielt vom Stabsmusikkorps der Bundeswehr unter Oberst Wilhelm Stephan in den 1960er Jahren (Jingle).] dgfmm.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korps des Deutschen Heeres (Friedensheer)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Garde (Preußen)| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Berliner Militärgeschichte]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Korps des Deutschen Heeres im Ersten Weltkrieg]]&lt;/div&gt;</summary>
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