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	<title>Garbhagriha - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-20T18:38:54Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Garbhagriha&amp;diff=2902957&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;ArnoldBetten am 26. September 2025 um 09:40 Uhr</title>
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		<updated>2025-09-26T09:40:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Kunda(MadhyaPradesh)Gupta-Tempel.jpg|miniatur|Kunda, [[Madhya Pradesh]], früher [[Gupta-Tempel]] ohne Fenster, Vorhalle &amp;#039;&amp;#039;([[mandapa]])&amp;#039;&amp;#039; oder Turmaufbau &amp;#039;&amp;#039;([[shikhara]])&amp;#039;&amp;#039;; Tempel und Garbhagriha sind identisch (um 425)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Garbhagriha(Ellora).jpg|miniatur|[[Ellora]], [[Maharashtra]] (Höhle 6), Garbhagriha mit [[Buddha]]-Kultbild (um 500)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Garbhagriha(Pattadakal).jpg|miniatur|[[Pattadakal]], [[Karnataka]], Shiva-Tempel, Garbhagriha mit [[Shiva]]-[[Lingam]] (um 700)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ellora cave32 001.jpg|miniatur|Ellora (Höhle 32), Garbhagriha mit [[Jainismus|Jaina]]-[[Tirthankara]] (um 900)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Garbhagriha&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;garbha griha&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Devanagari]]: {{lang|sa|गर्भगृह}} {{IAST|garbhagṛha}}; in [[Tamil Nadu]] als &amp;#039;&amp;#039;karuvarai&amp;#039;&amp;#039;, in [[Kerala]] auch als &amp;#039;&amp;#039;srikovil&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet) bildet das innerste Heiligtum (Sanctum) eines indischen Tempels, das von Besuchern nicht betreten werden darf. Hier sind das Kultbild der Gottheit oder ein [[Lingam]] aufgestellt, die bei religiösen Zeremonien &amp;#039;&amp;#039;([[Puja (Hinduismus)|pujas]])&amp;#039;&amp;#039; mit Opfergaben geehrt, rituell gewaschen und mit Blütenblättern oder Blumengirlanden geschmückt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Der dem [[Sanskrit]] entstammende Begriff &amp;#039;&amp;#039;garbhagriha&amp;#039;&amp;#039; bedeutet so viel wie „Schoßhaus“ oder „Mutterschoßkammer“ (&amp;#039;&amp;#039;garbha&amp;#039;&amp;#039; „Bauch“, „Schoß“; &amp;#039;&amp;#039;griha&amp;#039;&amp;#039; „Haus“, „Kammer“). Wann der Begriff erstmals Verwendung fand – ob bei den frühen Tempelbauten aus Holz und/oder Lehm, bei den [[Höhlentempel]]n oder erst bei den architektonisch differenzierteren Steintempeln – ist bislang nicht erforscht. In vielen westlichen, vor allem englischsprachigen Publikationen werden die lateinischen Wörter &amp;#039;&amp;#039;cella&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;sanctum&amp;#039;&amp;#039; oft synonym zum Begriff &amp;#039;&amp;#039;garbhagriha&amp;#039;&amp;#039; verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte und Architektur ==&lt;br /&gt;
Indische Tempel bestanden ursprünglich nur aus einem fensterlosen Raum, dessen Eingang – wie bei Wohnhäusern – keine Tür hatte und somit stets offen stand. Das Betreten des Tempels, in welchem das Kultbild oder der Lingam präsentiert wurde, war ausschließlich der Priesterkaste ([[Brahmanen]]) vorbehalten, die die Opfergaben der Gläubigen (Wasser, Milch, Kokosmilch, Reis, Früchte, Zuckerspeisen etc.) zu bestimmten Tageszeiten – denn die Götter und/oder die Brahmanen hatten auch ihre Ruhezeiten – an der Schwelle entgegennahmen und vor der Gottheit aufstellten. Teile der Opferspeisen wurden – nach dem Segen durch die Gottheit – wieder an die Gläubigen verteilt &amp;#039;&amp;#039;([[prasad]])&amp;#039;&amp;#039;. Oftmals warteten die Gläubigen bei glühender Hitze, extremer Sonneneinstrahlung oder aber bei Starkregenfällen ([[Monsunregen|Monsun]]) längere Zeit unter freiem Himmel. Dieser Zustand war auf Dauer unzumutbar und hielt die Gläubigen oftmals von einem Besuch des Tempels ab. Durch ein – ursprünglich wahrscheinlich auf hölzernen Stützen ruhendes und mit Blattwerk belegtes – offenes Vordach, ließen sich derartige Probleme leicht beheben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben bildete sich – analog zur buddhistischen Umwandlungszeremonie &amp;#039;&amp;#039;([[pradakshina]])&amp;#039;&amp;#039; – die Tradition der rituellen Umschreitung des Tempels heraus, die oft unter denselben Wetterunbilden zu leiden hatte. Auch hier schafften hölzerne Konstruktionen Abhilfe (z.&amp;amp;nbsp;B. beim [[Dashavatara-Tempel]] in [[Deogarh (Uttar Pradesh)|Deogarh]] oder beim sogenannten [[Gupta-Tempel]] in Gop). In einer späteren Phase wurden die unterschiedlichen Bauteile (Sanctum, Vorhalle und Umwandlungshalle) optisch und baulich stärker harmonisiert und zu einem einzigen Bauwerk zusammengefasst, in welchem die Bauteile nahezu bruchlos ineinander übergehen (vgl. [[Kalika-Mata-Tempel]] in [[Chittorgarh]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seitdem bildete das eigentliche, meist quadratische Sanctum des Tempels, die &amp;#039;&amp;#039;garbhagriha&amp;#039;&amp;#039;, baulich nur noch einen kleinen Teil der Grundfläche eines indischen Tempelbauwerks. Es ist häufig gegenüber den anderen Bauteilen durch eine Türschwelle abgegrenzt und überdies meist leicht erhöht (vgl. [[Lakshmana-Tempel]] und [[Kandariya-Mahadeva-Tempel]] in [[Khajuraho]] oder [[Lingaraja-Tempel]] in [[Bhubaneswar]]). Ihr einziger Eingang liegt an der Ostseite, der Sonne zugewandt. Die Fensterlosigkeit und weitgehende Schmucklosigkeit des dunklen Raumes wurden beibehalten. Außen wurde die &amp;#039;&amp;#039;garbhagriha&amp;#039;&amp;#039; durch einen hohen [[Shikhara]]-Turm überhöht, dessen seitliche Begleittürme &amp;#039;&amp;#039;([[urushringa]]s)&amp;#039;&amp;#039; statische Stützfunktionen übernahmen und zugleich das Dach für den – nunmehr im Innern des Bauwerks liegenden – Umwandlungspfad &amp;#039;&amp;#039;(pradakshinapatha)&amp;#039;&amp;#039; bildeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symbolik ==&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;garbhagriha&amp;#039;&amp;#039; mit der zeitweise darin anwesenden Gottheit wurde – auch die deutsche Übersetzung deutet es an – als Ursprung oder Quelle allen Lebens aufgefasst. Der Shikhara-Turm und die darunter befindliche &amp;#039;&amp;#039;garbhagriha&amp;#039;&amp;#039; mit ihrem Kultbild bilden darüber hinaus eine Art senkrechter Linie, die oft mit der kosmischen Achse oder der Weltachse &amp;#039;&amp;#039;([[axis mundi]])&amp;#039;&amp;#039; gleichgesetzt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
Heute sind die &amp;#039;&amp;#039;garbhagrihas&amp;#039;&amp;#039; vieler unbewachter oder noch in Betrieb befindlicher Tempel aus Angst vor [[Vandalismus]] durch Holztüren oder eiserne Gittertore verschlossen. Sie werden erst zu Beginn der &amp;#039;&amp;#039;puja&amp;#039;&amp;#039;-Zeremonien durch den Brahmanen geöffnet und anschließend wieder zugesperrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Alain Daniélou]]: &amp;#039;&amp;#039;The Hindu Temple: Deification of Eroticism.&amp;#039;&amp;#039; (französische Originalausgabe: &amp;#039;&amp;#039;Le Temple hindou. Centre magique du monde&amp;#039;&amp;#039;, 1977) Inner Traditions International, Rochester (Vermont) 2002, ISBN 0-89281-854-9, Kapitel: {{Google Buch |BuchID=09qUXlCkyVIC |Seite=49 |Hervorhebung=&amp;quot;garbha griha&amp;quot; |Linktext=&amp;#039;&amp;#039;The Sanctuary (Garbha Griha)&amp;#039;&amp;#039;}}&lt;br /&gt;
* George Michell: &amp;#039;&amp;#039;Der Hindu-Tempel. Baukunst einer Weltreligion.&amp;#039;&amp;#039; DuMont, Köln 1991, ISBN 3-7701-2770-6, S. 76ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{webarchiv |url=http://www.panoramio.com/photo/ |wayback=20161025064402 |text=Garbhagriha – Foto}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architektur (Indien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hinduistischer Tempel|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tempel (Architektur)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;ArnoldBetten</name></author>
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