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	<title>Gansu-Maulwurf - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Gansu-Maulwurf&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Scapanulus oweni&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = [[Oldfield Thomas|Thomas]], 1912&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Scapanulus&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon2_Autor     = [[Oldfield Thomas|Thomas]], 1912&lt;br /&gt;
| Taxon3_Name      = Neuweltmaulwürfe&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Scalopini&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Tribus&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Altweltmaulwürfe&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Talpinae&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Unterfamilie&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Maulwürfe&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Talpidae&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Insektenfresser&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Eulipotyphla&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Bild             = &lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gansu-Maulwurf&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Scapanulus oweni&amp;#039;&amp;#039;) ist eine [[Säugetier]]art aus der Familie der [[Maulwürfe]] (Talpidae). Als einer von bisher zwei bekannten Vertretern der [[Neuweltmaulwürfe]] kommt er in [[Ostasien]] vor und lebt [[Endemit|endemisch]] im zentralen [[Volksrepublik China|China]]. Dort bewohnt er gebirgige Landschaften. Es handelt sich um eine kleine Form der Neuweltmaulwürfe. Äußerlich ähnelt er anderen grabenden Angehörigen der Familie. Sein Körper ist walzenförmig, der Hals kurz und die Vorderbeine sind zu Grabwerkzeugen umgestaltet. Auffallend e Kennzeichen finden sich in dem langen, behaarten Schwanz, der abstehenden großen Zehe der Hinterbeine und der reduzierten Zahnanzahl. Über die Lebensweise der Tiere liegen keine Informationen vor. Insgesamt wurde die Art bisher nur selten gesichtet. Die wissenschaftliche Erstbeschreibung datiert in das Jahr 1912. Fossilfunde reichen bis in das Untere [[Miozän]] zurück, sind aber allgemein spärlich. Der Bestand gilt als nicht gefährdet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale ==&lt;br /&gt;
=== Habitus ===&lt;br /&gt;
Der Gansu-Maulwurf ist ein kleiner Vertreter der [[Neuweltmaulwürfe]]. Seine [[Kopf-Rumpf-Länge]] beträgt 8,0 bis 11,6&amp;amp;nbsp;cm. Die Schwanzlänge liegt bei 3,3 bis 4,9&amp;amp;nbsp;cm, was etwa 43,8 bis 53,8 % der Länge des restlichen Körpers ausmacht. Das Körpergewicht variiert von 20,5 bis 41,8&amp;amp;nbsp;g. Er wird dadurch etwa genauso groß wie sein ostasiatischer Verwandter der [[Medog-Maulwurf]] (&amp;#039;&amp;#039;Alpiscaptulus medogensis&amp;#039;&amp;#039;), aber kleiner als die meisten nordamerikanischen Angehörigen der Neuweltmaulwürfe. Wie die anderen Mitglieder der Gruppe ist auch der Gansu-Maulwurf an eine unterirdisch grabende Lebensweise angepasst. Dadurch weist sein Körper eine walzenförmige Gestalt auf, der Hals ist kurz und die Gliedmaßen sind zu Grabwerkzeugen umgestaltet. Das Fell der Tiere ist einförmig bräunlich gefärbt. Den Schwanz bedeckt ein dichtes Fell, zudem ist er stämmig. Ein besonderes Merkmal, das lediglich beim Gansu-Maulwurf und beim Medog-Maulwurf vorkommt, den übrigen Neuweltmaulwürfen aber fehlt, findet sich in der ersten Zehe des Hinterfußes. Diese steht seitlich markant ab, außerdem ist sie kräftiger als die übrigen Zehen und deutlich stärker gekrümmt als bei anderen Neuweltmaulwürfen. Die Hinterfußlänge schwankt von 1,4 bis 1,9&amp;amp;nbsp;cm. Gegenüber dem Schwanz ist der Hinterfuß somit nur knapp halb so lang.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hoffmann et al. 2008&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Krystufek et al. 2018&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Chen et al. 2021&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schädel- und Gebissmerkmale ===&lt;br /&gt;
Die größte Schädellänge beträgt 27,0 bis 28,5&amp;amp;nbsp;mm, die Breite am Hirnschädel beläuft sich auf 13,0 bis 13,3&amp;amp;nbsp;mm. Die [[Jochbogen|Jochbögen]] stehen 9,0 bis 10,5&amp;amp;nbsp;mm auseinander.  An der Schädelbasis ist das [[Flügelbein]] besser entwickelt als bei den [[Westamerikanische Maulwürfe|Westamerikanischen Maulswürfen]] (&amp;#039;&amp;#039;Scapanus&amp;#039;&amp;#039;). Die [[Paukenblase]]n sind unvollständig ausgebildet. Das Gebiss des Gansu-Maulwurfs weist eine reduzierte Zahnanzahl auf. Die [[Zahnformel]] lautet: &amp;lt;math&amp;gt;\frac{2.1.3.3}{2.1.3.3}&amp;lt;/math&amp;gt;. Insgesamt kommen also 36 Zähne vor. Der obere vordere [[Schneidezahn]] ist wie bei allen Neuweltmaulwürfen stark vergrößert und klingenartig ausgebildet. Außerdem besteht zum nächsten, deutlich kleineren Schneidezahn eine kleine Lücke. Der [[Eckzahn]] überragt wiederum den zweiten Schneidezahn und ist ebenfalls größer als der vordere Prämolar. Den größten Vormahlzahn bildet der letzte. Im Unterkiefer wird der erste Schneidezahn ebenfalls größer als der zweite.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Li et al. 2016&amp;quot;/&amp;gt; Die obere Zahnreihe erstreckt sich über 11,7 bis 12,4&amp;amp;nbsp;mm Länge, die untere über 11,0 bis 11,3&amp;amp;nbsp;mm.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Allen 1938&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hoffmann et al. 2008&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;He et al. 2012&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Genetische Merkmale ===&lt;br /&gt;
Der [[Diploidie|diploide]] [[Chromosom]]ensatz lautet 2n = 34. Er entspricht dadurch weitgehend dem der meisten anderen Neuweltmaulwürfe. Es kommen 24 metazentrische und submetazentrische sowie 8 subtelozentrische [[Autosom]]enpaare vor. Das [[X-Chromosom]] ist metazentrisch, das [[Y-Chromosom]] klein und fleckenartig. Die fundamentale Anzahl, also die Anzahl der Autosomenarme, beträgt 64.&amp;lt;ref name=&amp;quot;He et al. 2012&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Krystufek et al. 2018&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung und Lebensraum ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gansu Mole area.png|mini|hochkant|Verbreitungsgebiet des Gansu-Maulwurfs]]&lt;br /&gt;
Der Gansu-Maulwurf ist einer von zwei Vertretern der Neuweltmaulwürfe, die in [[Ostasien]] beheimatet sind. Er bewohnt ein Gebiet im zentralen [[Volksrepublik China|China]], das die Provinzen [[Qinghai]], [[Gansu]], [[Shaanxi]] und [[Sichuan]], [[Chongqing]] und [[Hebei]] umfasst. Bisher wurde er nur selten gesichtet. Die meisten Nachweise stammen aus Landschaften mit [[Moose|moos]]bewachsenem Untergrund in [[Tannen]]wäldern. Die Höhenverbreitung reicht von 1500 bis 3000&amp;amp;nbsp;m. Von seinem nächsten Verwandten dem [[Medog-Maulwurf]] (&amp;#039;&amp;#039;Alpiscaptulus medogensis&amp;#039;&amp;#039;), der weiter südwestlich lebt, ist das Vorkommen des Gansu-Maulwurfs deutlich getrennt. In seinem Verbreitungsgebiet kommen [[Sympatrie|sympatrisch]] die [[Langschwanzmaulwürfe]] (&amp;#039;&amp;#039;Scaptonyx&amp;#039;&amp;#039;) vor, die jedoch markant kleiner sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hoffmann et al. 2008&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Krystufek et al. 2018&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Chen et al. 2021&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebensweise ==&lt;br /&gt;
Über die Lebensweise des Gansu-Maulwurfs ist so gut wie nichts bekannt. Höchstwahrscheinlich verfolgt er, wie die anderen Neuweltmaulwürfe auch, eine unterirdische Lebensweise.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hoffmann et al. 2008&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Krystufek et al. 2018&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Systematik ==&lt;br /&gt;
{{userboxtop|toptext=&amp;lt;small&amp;gt;Innere Systematik der Neuweltmaulwürfe nach Chen et al. 2021&amp;lt;ref name=&amp;quot;Chen et al. 2021&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
{{Klade|style=white-space:nowrap;font-size:75%;line-height:100%&lt;br /&gt;
|label1=[[Scalopini]]&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
|1={{Klade&lt;br /&gt;
   |1={{Klade&lt;br /&gt;
      |1={{Klade&lt;br /&gt;
         |1=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;[[Alpiscaptulus]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
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      }}&lt;br /&gt;
   |2={{Klade&lt;br /&gt;
      |1=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;[[Scalopus]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
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      }}&lt;br /&gt;
   }}&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{userboxbottom}}&lt;br /&gt;
Der Gansu-Maulwurf ist eine [[Art (Biologie)|Art]] aus der [[Gattung (Biologie)|Gattung]] &amp;#039;&amp;#039;Scapanulus&amp;#039;&amp;#039;. Er stellt deren einziges rezentes Mitglied dar, wodurch die Gattung als [[monotypisch]] eingestuft wird. Art und Gattung stehen wiederum innerhalb der [[Familie (Biologie)|Familie]] der [[Maulwürfe]] (Talpidae). In dieser untergeordnet formen sie zusammen mit einem weiteren Vertreter aus [[Asien]] und einigen Arten [[Nordamerika]]s die [[Tribus (Biologie)|Tribus]] der [[Neuweltmaulwürfe]] (Scalopini). Die Neuweltmaulwürfe repräsentieren, vergleichbar den [[Eigentliche Maulwürfe|Eigentlichen Maulwürfen]] (Talpini), grabende Angehörige der Familie. Beiden Gruppen sind jedoch nicht unmittelbar verwandt, sondern entwickelten ihre Grabeigenschaften unabhängig. Andere Familienmitglieder wiederum leben nur teilweise unterirdisch, bewegen sich oberirdisch fort oder sind an eine semi-aquatische Lebensweise angepasst.&amp;lt;ref name=&amp;quot;He et al. 2016&amp;quot;/&amp;gt; Als besondere Kennzeichen der Neuweltmaulwürfe können der im Vergleich zu den Eigentlichen Maulwürfen deutlich längere Schwanz, der stark vergrößerte vordere obere [[Schneidezahn]] und der auftretende [[Zahnwechsel]] hervorgehoben werden. Wie bei mehreren anderen Gruppen der Maulwürfe auch ist die Handfläche durch ein zusätzliches [[Sesambein]] vor dem Daumen, der sogenannte Präpollex („Vordaumen“), verbreitert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mitguch et al. 2011&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Krystufek et al. 2018&amp;quot;/&amp;gt; Gemäß [[Molekulargenetik|molekulargenetischen]] Untersuchungen trennten sich die Neuweltmaulwürfe im Oberen [[Eozän]] vor rund 39 bis 35 Millionen Jahren von den anderen Triben der Maulwürfe ab.&amp;lt;ref name=&amp;quot;He et al. 2016&amp;quot;/&amp;gt; Es lassen sich innerhalb der Tribus zwei Entwicklungslinien unterscheiden: die Parascalopina und die Scalopina. Als definierendes Merkmal gilt die Ausprägung des Metastylids am unteren zweiten [[Molar (Zahn)|Molar]], das den Scalopina fehlt, bei den Parascalopina hingegen vorkommt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hutchison 1968&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schwermann et al. 2019&amp;quot;/&amp;gt; Die beiden Linien entwickelten sich wenigstens seit dem Unteren [[Miozän]] vor 21,4 Millionen Jahren eigenständig. Der Gansu-Maulwurf wird den Parascalopina zugerechnet. Sein nächster Verwandter ist der gleichfalls ostasiatische [[Medog-Maulwurf]] (&amp;#039;&amp;#039;Alpiscaptulus&amp;#039;&amp;#039;). Der nordamerikanische [[Haarschwanzmaulwurf]] (&amp;#039;&amp;#039;Parascalops&amp;#039;&amp;#039;) als Charakterform der Parascalopina gehört in das weitere Beziehungsumfeld. Er spaltete sich von den ostasiatischen Formen im beginnenden Mittleren Miozän vor rund 17,6 Millionen Jahren ab. Die beiden ostasiatischen Stränge diversifizierten sich im weiteren Verlauf vor gut 11,6 Millionen Jahren voneinander.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bannikova et al. 2015&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Chen et al. 2021&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es werden keine Unterarten des Gansu-Maulwurfs unterschieden, ebenso wie die Gattung ist somit auch die Art monotypisch.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wilson &amp;amp; Reeder 2005&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Krystufek et al. 2018&amp;quot;/&amp;gt; Zusätzlich besteht eine fossile Art:&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mein et al. 1997&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Scapanulus lampounensis&amp;#039;&amp;#039; {{Person|[[Pierre Mein|Mein]] &amp;amp; [[Léonard Ginsburg|Ginsburg]]}}, 1997&lt;br /&gt;
Eine weitere fossile Art wurde im Jahr 1980 von [[Stanisław Skoczeń]] als &amp;#039;&amp;#039;Scapanulus agrarius&amp;#039;&amp;#039; anhand einiger Gliedmaßenfunde aus [[pliozän]]en Höhlenfundstellen in [[Polen]] eingeführt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Skoczen 1980&amp;quot;/&amp;gt; Eine Neubewertung des Fundmaterials seitens des gleichen Autors dreizehn Jahre später führte zur Umbenennung in &amp;#039;&amp;#039;Parascalops fossilis&amp;#039;&amp;#039;, womit das Material nun einer verwandten Form des heutigen Haarschwanzmaulwurfs zugewiesen wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Skoczen 1993&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kowalska 2014&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Forschungsgeschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Portrait of Michael Rogers Oldfield Thomas - ZooKeys-255-103-g003-bottom right.jpeg|mini|hochkant|[[Oldfield Thomas]]]]&lt;br /&gt;
Die wissenschaftliche [[Erstbeschreibung]] des Gansu-Maulwurfs wurde im Jahr 1912 von [[Oldfield Thomas]] erstellt. Sie erfolgte damit nur ein Jahr nachdem [[George Fenwick Owen]] bei einer Expedition nach Ostasien den Gansu-Maulwurf entdeckt und zwei Individuen zusammen mit anderen Stücken dem [[Natural History Museum]] in [[London]] übergeben hatte. Der [[Holotyp]]us umfasst ein ausgewachsenes männliches Tier mit 10,8&amp;amp;nbsp;cm Körper- und 3,8&amp;amp;nbsp;cm Schwanzlänge. Als Typusfundstelle gab Thomas ein Gebiet „südöstlich von &amp;#039;&amp;#039;Tao-chou&amp;#039;&amp;#039;“ in [[Gansu]] mit einer Höhenlagen um 2750 bis 3050&amp;amp;nbsp;m an. Den Artnamen vergab er zu Ehren des Finders.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Thomas 1912&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit seiner Erstentdeckung wurde der Gansu-Maulwurf nur sehr selten gesichtet und folglich auch erwähnt. So verweist [[A. Brazier Howell]] im Jahr 1929 bei einer Bestandsaufnahme der Sammlung des [[United States National Museum]] auf ein Individuum aus dem [[Min Shan]] in Gansu.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Howell 1929&amp;quot;/&amp;gt; [[Glover Morrill Allen]] wiederum standen im Jahr 1938 bei seiner [[Monographie|monographischen]] Behandlung der Säugetierwelt Chinas und der [[Mongolei]] insgesamt vier Exemplare zur Verfügung. Er erwähnt dabei neben dem von Thomas vorgelegten Typusexemplar ein weiteres Tier vom [[Taibai Shan]] in [[Shaanxi]] und eines aus [[Sichuan]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Allen 1938&amp;quot;/&amp;gt; Bis zum Anfang des 21. Jahrhunderts waren lediglich acht Individuen dokumentiert, die in verschiedenen Museen der Welt aufbewahrt sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;He et al. 2012&amp;quot;/&amp;gt; Drei weitere Individuen wurden in den Jahren 2011 und 2012 während einer Felduntersuchung im Lianhuashan-Naturreservat im südlichen Gansu aufgefunden,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bannikova et al. 2015&amp;quot;/&amp;gt; aus dem gleichen Zeitraum stammen Beobachtungen von zwei Exemplaren bei [[Ningshan]] in Shaanxi.&amp;lt;ref name=&amp;quot;He et al. 2012&amp;quot;/&amp;gt; Einige Forscher führen die seltenen Sichtungen des Gansu-Maulwurfs eher auf fehlende Arbeiten vor Ort als auf die tatsächliche Seltenheit der Art zurück.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hoffmann et al. 2008&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stammesgeschichte ==&lt;br /&gt;
Die Neuweltmaulwürfe sind fossil recht zahlreich nachgewiesen, sowohl in der [[Neue Welt|Neuen]] als auch in der [[Alte Welt|Alten Welt]]. Für die Gattung &amp;#039;&amp;#039;Scapanulus&amp;#039;&amp;#039; ist aber bisher nur spärliches Fundmaterial verfügbar. Der früheste Nachweis stammt momentan mit einem Alter von 18 bis 17 Millionen Jahren aus dem Unteren [[Miozän]] und wird der Art &amp;#039;&amp;#039;Scapanulus lampounensis&amp;#039;&amp;#039; zugewiesen. Es handelt sich um insgesamt vier einzelne Zähne. Diese kamen an der Fundstelle Li Mae Long in der [[Thailand|thailändischen]] Provinz [[Lamphun]] zu Tage.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mein et al. 1997&amp;quot;/&amp;gt; Weitere Belege sind dann erst wieder aus dem [[Pleistozän]] bekannt und betreffen die heutige Art. Alle Fundplätze liegen in [[Volksrepublik China|China]], nur einer davon befindet sich innerhalb des modernen Verbreitungsgebietes des Gansu-Maulwurfs. Etwas fraglich ist ein Unterkiefer aus Höhle [[Renzidong]] am Hang des Laili-Hügels bei [[Fanchang]] in der ostchinesischen Provinz [[Anhui]], da bei diesem [[altpleistozän]]en Fundstück die beiden [[Schneidezahn|Schneidezähne]] etwa gleich groß sind, was auf die heutige Form nicht zutrifft. In das [[Mittelpleistozän]] datieren mehrere Zahnfunde, Unterkieferreste und Gliedmaßenknochen aus der [[Shanyangzhai-Höhle]] bei [[Qinhuangdao]] in der nordostchinesischen Provinz [[Hebei]]. Das Material stimmt in Form und Größe weitgehend mit dem Gansu-Maulwurf überein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Li et al. 2016&amp;quot;/&amp;gt; Ein weiterer, nahezu vollständiger Unterkiefer wurde aus der Höhle [[Longyadong]] im [[Luonan-Becken]] in der zentralchinesischen Provinz [[Shaanxi]] berichtet. Auch dieser Fund gehört dem Mittelpleistozän an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Li et al. 2016b&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedrohung und Schutz ==&lt;br /&gt;
Der Gansu-Maulwurf wird von der [[IUCN]] als „nicht gefährdet“ (&amp;#039;&amp;#039;least concern&amp;#039;&amp;#039;) eingestuft. Die Naturschutzorganisation begründet dies mit der weiten Verbreitung und der angenommenen großen [[Population (Biologie)|Population]], bei der sie keine größeren Rückgänge erwartet. Bestandsgefährdungen sind gegenwärtig nicht bekannt. Innerhalb des Vorkommens der Art sind mehrere Schutzgebiete ausgewiesen. Als notwendig erachtet die IUCN Untersuchungen zur Biologie, zur Häufigkeit und zu möglichen Bedrohungen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;IUCN&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Robert S. Hoffmann und Darrin Lunde: &amp;#039;&amp;#039;Order Soricomorpha – Shrews and Moles.&amp;#039;&amp;#039; In: Andrew T. Smith und Yan Xie (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;A Guide to the Mammals of China.&amp;#039;&amp;#039; Princeton University Press, 2008, ISBN 978-0-691-09984-2, S. 321&lt;br /&gt;
* Boris Kryštufek und Masaharu Motokawa: &amp;#039;&amp;#039;Talpidae (Moles, Desmans, Star-nosed Moles and Shrew Moles).&amp;#039;&amp;#039; In: Don E. Wilson und Russell A. Mittermeier (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbook of the Mammals of the World.&amp;#039;&amp;#039; Volume 8: &amp;#039;&amp;#039;Insectivores, Sloths, Colugos.&amp;#039;&amp;#039; Lynx Edicions, Barcelona 2018, S. 552–620 (S. 598) ISBN 978-84-16728-08-4&lt;br /&gt;
* Ronald M. Nowak: &amp;#039;&amp;#039;Walker&amp;#039;s Mammals of the World.&amp;#039;&amp;#039; 2 Bände. 6. Auflage. The Johns Hopkins University Press, Baltimore MD u. a. 1999, ISBN 0-8018-5789-9&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Krystufek et al. 2018&amp;quot;&amp;gt;Boris Kryštufek und Masaharu Motokawa: &amp;#039;&amp;#039;Talpidae (Moles, Desmans, Star-nosed Moles and Shrew Moles).&amp;#039;&amp;#039; In: Don E. Wilson und Russell A. Mittermeier (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbook of the Mammals of the World.&amp;#039;&amp;#039; Volume 8: &amp;#039;&amp;#039;Insectivores, Sloths, Colugos.&amp;#039;&amp;#039; Lynx Edicions, Barcelona 2018, S. 552–620 (S. 598) ISBN 978-84-16728-08-4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hoffmann et al. 2008&amp;quot;&amp;gt;Robert S. Hoffmann und Darrin Lunde: &amp;#039;&amp;#039;Order Soricomorpha – Shrews and Moles.&amp;#039;&amp;#039; In: Andrew T. Smith und Yan Xie (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;A Guide to the Mammals of China.&amp;#039;&amp;#039; Princeton University Press, 2008, ISBN 978-0-691-09984-2, S. 321&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;He et al. 2012&amp;quot;&amp;gt;Kai He, Jin-Huan Wang, Wei-Ting Su, Quan Li, Wen-Hui Nie und Xue-Long Jiang: &amp;#039;&amp;#039;Karyotype of the Gansu mole (Scapanulus oweni): further evidence for karyotypic stability in talpid.&amp;#039;&amp;#039; Mammal Study 37, 2012, S. 341–348&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;lt;ref name=&amp;quot;He et al. 2016&amp;quot;&amp;gt;Kai He, Akio Shinohara, Kristofer M. Helgen, Mark S. Springer, Xue-Long Jiang, Kevin L. Campbell: &amp;#039;&amp;#039;Talpid Mole Phylogeny Unites Shrew Moles and Illuminates Overlooked Cryptic Species Diversity.&amp;#039;&amp;#039; Molecular Biology and Evolution 34 (1), 2016, S. 78–87&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schwermann et al. 2019&amp;quot;&amp;gt;Achim Schwermann, Kai He, Benjamin J. Peters, Thorsten Plogschties und Gabrielle Sansalone: &amp;#039;&amp;#039;Systematics and macroevolution of extant and fossil scalopine moles (Mammalia, Talpidae).&amp;#039;&amp;#039; Palaeontology 62 (4), 2019, S. 661–676, [[doi:10.1111/pala.12422]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;lt;ref name=&amp;quot;Skoczen 1980&amp;quot;&amp;gt;Stanisław Skoczeń: &amp;#039;&amp;#039;Scaptonychini Van Valen, 1967, Urotrichini and Scalopini Dobson, 1883 (Insectivora, Mammalia) in the Pliocene and Pleistocene of Poland.&amp;#039;&amp;#039; Acta zoologica cracoviensia 24, 1980, S. 411–448&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kowalska 2014&amp;quot;&amp;gt;Barbara Rzebik-Kowalska: &amp;#039;&amp;#039;Review of the Pliocene and Pleistocene Talpidae (Soricomorpha, Mammalia) of Poland.&amp;#039;&amp;#039; Palaeontologia Electronica 17 (2), 2014, S. 17.2.26A, [[doi:10.26879/457]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mein et al. 1997&amp;quot;&amp;gt;Pierre Mein und Léonard Ginsburg: &amp;#039;&amp;#039;Les mammifères du gisement miocène inférieur de Li Mae Long, Thaïlande: systématique, biostratigraphie et paléoenvironnement.&amp;#039;&amp;#039; Geodiversitas 19 (4), 1997, S. 783–844&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Li et al. 2016&amp;quot;&amp;gt;Yong-xiang Li, Ji Li und Yun-xiang Zhang: &amp;#039;&amp;#039;Fossil Scapanulus oweni (Eulipotyphla, Mammalia) from the Shanyangzhai Cave, Middle Pleistocene, Qinhuangdao, China.&amp;#039;&amp;#039; [[Quaternary International]] 392, 2016, S. 197–202, [[doi:10.1016/j.quaint.2015.08.001]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Li et al. 2016b&amp;quot;&amp;gt;Li Yong-Xiang, Hu Song-Mei, Wang She-Jiang und Zhang Yun-Xiang: &amp;#039;&amp;#039;New materials of micromammal fossils from Longyadong Cave in Luonan Basin, Shaanxi, central China.&amp;#039;&amp;#039; Vertebrata Palasiatica 54 (4), 2016, S. 332–350&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Thomas 1912&amp;quot;&amp;gt;Oldfield Thomas: &amp;#039;&amp;#039;On the collection of mammals from the Tsin-ling mountains, Central China, presented by Mr. G. Fenwick Owen to the National Museum.&amp;#039;&amp;#039; Annals and Magazine of Natural History 8 (10), 1912, S. 395–403 ([https://www.biodiversitylibrary.org/item/53333#page/423/mode/1up])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Allen 1938&amp;quot;&amp;gt;Glover Morrill Allen: &amp;#039;&amp;#039;The mammals of China and Mongolia.&amp;#039;&amp;#039; Natural History of Central Asia 11 (Part 1), New York, 1938, S. 1–620 (S. 81–83) ([https://www.biodiversitylibrary.org/item/45082#page/125/mode/1up])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Howell 1929&amp;quot;&amp;gt;A. Brazier Howell: &amp;#039;&amp;#039;Mammals from China in the collections of the United States National Museum.&amp;#039;&amp;#039; Proceedings of the United States National Museum 75, 1929, S. 1–82 ([https://www.biodiversitylibrary.org/page/7528376#page/21/mode/1up])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;IUCN&amp;quot;&amp;gt;A. T. Smith und C. H. Johnston: &amp;#039;&amp;#039;Scapanulus oweni (errata version published in 2017). The IUCN Red List of Threatened Species 2016.&amp;#039;&amp;#039; e.T41472A115188420 ([{{IUCN|Year=2016|ID=41472|ScientificName=Scapanulus oweni|PureURL=yes}}]); zuletzt aufgerufen am 26. Mai 2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Scapanulus oweni|Gansu-Maulwurf (&amp;#039;&amp;#039;Scapanulus oweni&amp;#039;&amp;#039;)}}&lt;br /&gt;
* {{IUCN&lt;br /&gt;
|Year=2016&lt;br /&gt;
|ID=41472&lt;br /&gt;
|ScientificName=Scapanulus oweni&lt;br /&gt;
|YearAssessed=2016&lt;br /&gt;
|Assessor= A. T. Smith &amp;amp; C. H. Johnston&lt;br /&gt;
|Download=26. Mai 2021&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Maulwürfe]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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