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	<title>Gandhara - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T12:35:46Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gandhara&amp;diff=130336&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;TaxonKatBot: Bot: Kategorie:Staat (Antike) umbenannt in Kategorie:Historischer Staat (Altertum): laut Diskussion</title>
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		<updated>2025-03-29T06:01:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Staat_(Antike)&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Staat (Antike) (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Staat (Antike)&lt;/a&gt; umbenannt in &lt;a href=&quot;/index.php/Kategorie:Historischer_Staat_(Altertum)&quot; title=&quot;Kategorie:Historischer Staat (Altertum)&quot;&gt;Kategorie:Historischer Staat (Altertum)&lt;/a&gt;: laut &lt;a href=&quot;/index.php?title=Wikipedia:WikiProjekt_Kategorien/Diskussionen/2025/M%C3%A4rz/22&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Wikipedia:WikiProjekt Kategorien/Diskussionen/2025/März/22 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Gandhara.JPG|mini|Region Gandhara, als grün eingezeichnete Fläche]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bactriane, Gandhara.jpg|mini|Städte in Gandhara (südöstlich des Hindukusch) und in [[Baktrien]] (nördlich)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gandhāra&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war eine antike Region um die Stadt [[Peschawar]], die heute das Grenzgebiet zwischen [[Afghanistan]] und [[Pakistan]] bildet. Das Zentrum lag an den Flüssen [[Swat (Fluss)|Swat]] und [[Kabul (Fluss)|Kabul]], Zuflüssen des [[Indus]]. Die besonders wichtige Stadt [[Taxila]] lag östlich des Indus hin zu den [[Margalla Hills|Margalla-Hügeln]] (Wah-Distrikt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:StandingBuddha.jpg|mini|hochkant|Buddha im Gandhara-Stil. 1.–3. Jahrhundert n. Chr.]]&lt;br /&gt;
Ab der Mitte des 1. Jahrtausends v. Chr. war Gandhāra eine der 21 [[Satrap]]ien (Provinzen) des [[Perserreich]]es der [[Achämenidenreich|Achämeniden]]. Die größten Städte waren Taxila (35 km nordwestlich des heutigen [[Islamabad]]), von [[Dareios I.]] (549–486 v. Chr.) zur Hauptstadt erhoben, und Peschawar. Nachdem [[Alexander der Große]] (356–323 v. Chr.) schon weite Teile des früheren Perserreiches erobert hatte, nahm er im Jahr 326 v. Chr. auch Taxila ein, dessen Herrscher sich ihm kampflos ergab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Alexanders zerfiel [[Alexanderreich|sein Weltreich]] bald in eine Vielzahl kleinerer Nachfolgereiche ([[Diadochen]]), von denen sich in Asien vor allem das [[Seleukidenreich]] durchsetzte. Zugleich wuchs der Einfluss der [[Indien|indischen]] [[Maurya-Reich|Maurya]]-Dynastie unter ihrem Gründer [[Chandragupta Maurya]], der Gandhara seinem Reich einverleibte. Mitte des 3. Jahrhunderts v. Chr. verbreitete sich unter [[Ashoka]] der [[Buddhismus]] in der Region von Gandhara. Danach lag Gandhara bis ins 1. Jahrhundert v. Chr. im Einflussbereich der [[Griechisch-Baktrisches Königreich|griechischen Könige]] [[Baktrien]]s, dann der persischen [[Parther]], die gleichzeitig im Süden des [[Indischer Subkontinent|indischen Subkontinents]] eine Kolonie errichteten. Die [[Saken]], die sich zu dieser Zeit im Gebiet des heutigen [[Kandahar]] angesiedelt hatten und mit den ansässigen iranischen [[Arachosien|Arachosiern]] verschmolzen, wurden zu Vasallen der Parther. Sich den parthisch-[[Römisches Reich|römischen]] Konflikt zunutze machend bauten die Arachosier ihren Machtbereich aus, indem sie im Indus-Becken die Nachfolge der [[Indo-Griechisches Königreich|Indo-Griechen]] antraten, die zuvor vor den Saken nach Ost-Iran (heute North-West-Frontier am [[Suleiman-Gebirge]] im südöstlichen [[Hindukusch]]) geflüchtet waren und die heimischen Inder vertrieben hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 1. Jahrhundert n. Chr. (etwa 50 oder 70) wurde Gandhara Zentrum des [[Kuschana]]-Reiches der [[Yuezhi]] (Indo-[[Skythen]], womöglich aus der chinesischen Nord-Provinz [[Gansu]]), deren Hauptstadt sich in der Nähe des heutigen [[Kabul]] befand. Unter dem Druck des [[Sassanidenreich]]es schwand der Einfluss der Kuschana. Um 330 entstand das [[Gupta-Reich]], das im frühen 6. Jahrhundert mit der Eroberung des Gebiets durch die sogenannte [[Alchon]]-Gruppe (die nicht einfach mit den [[Hephthaliten]], den &amp;#039;&amp;#039;weißen Hunnen&amp;#039;&amp;#039; des [[Prokopios von Caesarea]], gleichzusetzen sind, siehe [[Iranische Hunnen]]) unterging. Diese vertrieben die Gandharer aus dem Gebiet. Das verbliebene Kuschana-Reich war bereits weitgehend im Sassanidenreich aufgegangen („[[Kuschano-Sassaniden]]“), die sich zeitweilig Gandhara zurückholten. Dabei vermischten sich die Gandharer, aus Indo-Griechen, Saken und Arachosiern hervorgegangen, mit den Baktrier-Kuschanen und Persern. Zu dieser Zeit sprachen sie bereits seit längerem das [[Altpersische Sprache|altpersische]] Alt-[[Persische Sprache|Dari]], &amp;#039;&amp;#039;[[Mekhi]]&amp;#039;&amp;#039; genannt. Diese Entwicklung ist den Kuschanen und den Sassaniden zuzuschreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kunst und Kultur ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gandhara, periodo kushan, bodhisattva, 90 dc ca. 02.jpg|mini|links|hochkant|Eine Bodhisattva-Skulptur aus der Kuschanperiode]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Four Scenes from the Life of the Buddha 2.jpg|mini|hochkant|&amp;#039;&amp;#039;Vier Szenen aus dem Leben Buddhas&amp;#039;&amp;#039; (Detail), spätes 2. oder frühes 3. Jahrhundert n. Chr., Sackler Gallery, [[Smithsonian Institution]]]]&lt;br /&gt;
Gandhāra ist für den ausgeprägten Gandhāra-Stil in der [[Buddhistische Kunst|buddhistischen Kunst]] bekannt, einer Nachwirkung des [[Graeco-Buddhismus|graeco-buddhistischen]] [[Synkretismus]], der [[Indien|indische]] und [[Hellenismus|hellenistische]] Einflüsse sowie jene der [[Perserreich]]e in den Jahrhunderten nach Alexander des Großen Eroberungen in Zentralasien um 330 v.&amp;amp;nbsp;Chr. miteinander verschmolz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Gandhāra wurden im 1. Jahrhundert n.&amp;amp;nbsp;Chr. von den Kuschānen die ersten Darstellungen des [[Buddha]] in menschlicher Gestalt auf Münzen und als Statuen angefertigt – zuvor waren ausschließlich symbolische Darstellungen (zum Beispiel [[Stupa]], [[Dharmachakra]] und [[Pappel-Feige|Bodhi-Baum]]) üblich gewesen. Diese Skulpturen wurden zu Vorbildern aller späteren Darstellungen des Buddha.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die frühesten [[Buddhismus|buddhistischen]] Manuskripte, die zugleich die ältesten indischen sind, wurden in Gandhāra gefunden (siehe &amp;#039;&amp;#039;[[Gandhāra-Schriften]]&amp;#039;&amp;#039;). Die Sprache dieser Zeit, das [[Gandhari]], stammte vom [[Prakrit]] ab und war mit dem [[Sanskrit]] verwandt. Sie wurde in der [[Kharoshthi-Schrift]] geschrieben. Mit der Herrschaft der Kuschāno-Sassaniden wurde Gandhāri von Mekhi abgelöst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blütezeit des Gandhāra-Stils war die Zeit ab dem 1. Jahrhundert unter der Kushāna-Dynastie bis zur Invasion der Weißen Hunnen im 5. Jahrhundert. Ausgehend von Gandhāra fand der Buddhismus über die [[Seidenstraße]] seinen Weg nach Ostasien, nach [[China]] und in der Folge nach [[Korea]] und [[Japan]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Gandhāra wird auch angenommen, dass hier der mystische [[Dhanakosha-See]] liegt, der Geburtsort von [[Padmasambhava]], dem Begründer des [[Buddhismus in Tibet]]. Die [[Kagyü]]-Linie bringt den See mit dem [[Andan-Dheri-Stupa]] in Verbindung, der in der Nähe der Kleinstadt [[Uchh]] bei [[Chakdara]] im unteren [[Swat (Fluss)|Swat-Tal]] steht. Von ihm wird gesagt, in seiner Basis entspringe eine Quelle, die den See speist. Archäologen haben den Stupa gefunden, aber keine Quelle und keinen See.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die spätere buddhistische Kultur im [[Bamiyan-Tal]], das weiter nördlich im Zentrum des heutigen Afghanistan liegt, mit ihren weltbekannten 35 und 53 Meter hohen [[Buddha-Statuen von Bamiyan|Buddha-Statuen]] wurde durch den Gandhāra-Stil wesentlich beeinflusst. Die Statuen sind im 5. bis 6. Jahrhundert n.&amp;amp;nbsp;Chr. in eine Felswand aus rotem Sandstein gehauen worden, hatten [[Toga|Togen]] im graeco-buddhistischen Stil und waren mit kostbaren Steinen verziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Osmund Bopearachchi: &amp;#039;&amp;#039;When West met East. Gandhāran art revisited.&amp;#039;&amp;#039; 2 Bände, Manohar, Neu-Delhi 2020, ISBN 978-81-944962-4-3.&lt;br /&gt;
* Michael Falser: &amp;#039;&amp;#039;The Graeco-Buddhist Style of Gandhara – a ‘Storia ideologica’, or: How a Discourse Makes a Global History of Art.&amp;#039;&amp;#039; In: Journal of Art Historiography (2015/2 issue), [https://arthistoriography.files.wordpress.com/2015/11/falser.pdf online]&lt;br /&gt;
* Alfred Foucher: &amp;#039;&amp;#039;L&amp;#039; art gréco-bouddhique du Gandhâra. Étude sur les origines de l&amp;#039;influence classique dans l&amp;#039;art bouddhique de l&amp;#039;Inde et de l&amp;#039;extrême-orient&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Publications de l&amp;#039;École Française d&amp;#039;Extrême-Orient.&amp;#039;&amp;#039; Band 5/6). 2 Bände, Leroux, Paris 1905–1922.&lt;br /&gt;
* Bérénice Geoffroy-Schneiter: &amp;#039;&amp;#039;Gandhara. La rencontre d’Apollon et de Bouddha.&amp;#039;&amp;#039; Éditions Assouline, Paris 2001, ISBN 2-84323-243-0 (In deutscher Sprache: &amp;#039;&amp;#039;Gandhara. Das kulturelle Erbe Afghanistans.&amp;#039;&amp;#039; Aus dem Französischen von Eliane Hagedorn. Knesebeck, München 2002, ISBN 3-89660-116-4).&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor=[[Albert Grünwedel]]| Titel=Buddhistische Kunst in Indien| Auflage=2.|Verlag=de Gruyter|Ort=Berlin u. a.| Jahr=1920| Online=[http://openlibrary.org/b/OL13997427M/Buddhistische-Kunst-in-Indien. bei Open Library]}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor=Albert Grünwedel| Titel=Mythologie des Buddhismus in Tibet und der Mongolei. Führer durch die lamaistischen Sammlungen des Fürsten E. Uchtomskij|Verlag= Brockhaus| Ort=Leipzig| Jahr=1900|Online=[http://www.archive.org/details/mythologiedesbu00grgoog auf archive.org]}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor=Madeleine Hallade| Titel=Indien. Gandhâra. Begegnung zwischen Orient und Okzident|Auflage=2.|TitelErg=Photos von Hans Hinz. Aus dem Französischen übersetzt von I. Schaarschmidt-Richter und S. Schaarschmidt |Verlag= Pawlak| Ort= Herrsching| Jahr= 1976}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Herausgeber=Christian Luczanits| Titel=Gandhara. Das buddhistische Erbe Pakistans. Legenden, Klöster und Paradiese|Verlag= von Zabern| Ort= Mainz| Jahr=2008|ISBN=978-3-8053-3916-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Film ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Legenden, Klöster, Paradiese. Pakistans bedrohtes buddhistisches Erbe.&amp;#039;&amp;#039; Fernseh-Feature, Deutschland, 2008, 4:48 Min., Regie: Ulrike Becker, Claudia Kuhland, Produktion: [[Westdeutscher Rundfunk Köln|WDR]], [[Ttt – titel, thesen, temperamente|ttt - titel thesen temperamente]], Erstsendung: 30. November 2008&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Art of Gandhara|Kunst aus Gandhara}}&lt;br /&gt;
* [[Museum Rietberg]]: [http://www.adhikara.com/buddhas-paradies/index.html Zur Ausstellung &amp;#039;&amp;#039;Buddhas Paradies Schätze aus dem antiken Gandhara, Pakistan&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* [http://www.gandhara.indologie.lmu.de/ Buddhistische Handschriften aus Gandhāra]&lt;br /&gt;
* [http://gandhari.org/ Gandhari.org]&lt;br /&gt;
* [http://www.thewalt.de/afghanistan/ Architektur und Skulptur der Kushāna-Zeit in Afghanistan]  (private Sammlung von Fotos aus den Jahren 1969–1974)&lt;br /&gt;
* {{LiviusNeu|place|gandara|||Gandara|}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4019220-9|LCCN=|NDL=|VIAF=}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baktrien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historischer Staat (Altertum)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Territorium (Alter Orient)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Afghanistan]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Asien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zentralasiatische Geschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte des Buddhismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Afghanistan)]]&lt;/div&gt;</summary>
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