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	<title>Gamshurst - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gamshurst&amp;diff=531192&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;X3X4X5 am 12. Februar 2026 um 12:05 Uhr</title>
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		<updated>2026-02-12T12:05:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Ortsteil               = Gamshurst&lt;br /&gt;
| Gemeindeart            = Stadt&lt;br /&gt;
| Gemeindename           = Achern&lt;br /&gt;
| Alternativanzeige-Gemeindename = &lt;br /&gt;
| Ortswappen             = DEU Gamshurst COA.svg&lt;br /&gt;
| Breitengrad            = 48/39/53/N&lt;br /&gt;
| Längengrad             = 08/01/08/E&lt;br /&gt;
| Bundesland             = DE-BW&lt;br /&gt;
| Höhe                   = 132 &amp;lt;!-- Quelle: Geodatenzentrum --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Höhe-von               = 130&lt;br /&gt;
| Höhe-bis               = 133&lt;br /&gt;
| Fläche                 = 11.28&lt;br /&gt;
| Fläche-Quelle          = &amp;lt;ref name=&amp;quot;Gindex&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Einwohner              = 1646&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum  = 2011&lt;br /&gt;
| Einwohner-ca           = 1&lt;br /&gt;
| Einwohner-Quelle       = &amp;lt;ref name=&amp;quot;Gindex&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://geoindex.io/gemarkungen/084572 |titel=Gemarkung Gamshurst, Stadt Achern |werk=GEOindex |abruf=2025-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum    = 1973-01-01&lt;br /&gt;
| Postleitzahl1          = 77855&lt;br /&gt;
| Postleitzahl2          = &lt;br /&gt;
| Vorwahl1               = 07841&lt;br /&gt;
| Vorwahl2               = &lt;br /&gt;
| Lagekarte              = Lage Gamshurst.svg&lt;br /&gt;
| Lagekarte-Beschreibung = Lage Gamshursts als Stadtteil von Achern&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Gamshurst Luftbild.jpg|mini|Luftaufnahme von Gamshurst von Süden aus]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gamshurst-panorama.jpg|270px|mini|Blick auf Gamshurst]]&lt;br /&gt;
[[Datei:kirche gamshurst.jpg|hochkant|mini|Katholische Kirche St. Nikolaus, Gamshurst]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gamshurst&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Stadtteil der großen Kreisstadt [[Achern]] im Norden des [[Ortenaukreis]]es.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gamshurst ist eine [[Ortschaft]] im Sinne der baden-württembergischen [[Gemeindeordnungen in Deutschland#Gemeindeordnungen der Länder|Gemeindeordnung]], das heißt, es gibt jeweils einen von den Wahlberechtigten bei jeder Kommunalwahl zu wählenden [[Ortschaftsrat]] mit einem Ortsvorsteher als Vorsitzenden. Zum Stadtteil Gamshurst gehören das Dorf Gamshurst, die Weiler Litzloch und Michelbuch und das Gehöft Ziegelhütte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographische Lage ==&lt;br /&gt;
Gamshurst liegt im nördlichen [[Ortenaukreis]] ([[Baden-Württemberg]]) im nordwestlichen Bereich der Stadt [[Achern]]. Das Dorf liegt in unmittelbarer Nähe zur Autobahnanschlussstelle Nr. 53 (Achern) der [[Bundesautobahn 5|A5]] und nur wenige Kilometer vom [[Rhein]]übergang [[Rheinau (Baden)|Rheinau-Freistett]] / [[Gambsheim]] nach [[Frankreich]] entfernt. Insgesamt umfasst die [[Gemarkung]] des Dorfes 1.170 [[Hektar]]. Die [[Acher]] (auch Feldbach genannt) zieht sich durch das ganze Dorf, das mit etwa 3 km Länge auch überwiegend entlang diesem kleinen Fluss seine Ursprünge hat. Außerdem gehören zu Gamshurst noch die Ortsteile Ziegelhütte im Süden, Litzloch im Osten und Michelbuch im Norden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Wann genau Gamshurst bevölkert wurde, ist bislang unklar – vielleicht sogar schon vor Christi Geburt: In den Jahren 1810 bis 1885 wurden mehrfach gallische Goldmünzen auf Gamshurster Gemarkung gefunden. Eine davon, die heute im Münzkabinett des [[Schloss Karlsruhe|Badischen Landesmuseums]] in [[Karlsruhe]] zu sehen ist, zeigt den König [[Philipp II. (Makedonien)|Philipp II.]] (Philippeus) von [[Makedonien]], der von 359 bis 336 vor Christus regierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als erste Erwähnung Gamshursts gilt eine Urkunde, aus der das Jahr 961 hervorgeht. Diese wurde zwar erst im 12. Jahrhundert gefertigt, man kann aber davon ausgehen, dass als Vorlage ein Original zur Verfügung stand. Diese Urkunde ist im Archiv départementales du Bas-Rhin in Straßburg archiviert und berichtet über eine Schenkung des Straßburger Bischofs Udo III. an die Straßburger Kirche, in der er mehrere Güter, darunter eines in „Gameneshurst“ dem Domkapitel vermacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine noch frühere Aufzeichnung geht auf das Jahr 902 zurück, Dieses wurde lange – teilweise schon in Büchern aus dem 19. Jahrhundert – als Ersterwähnungsjahr angenommen. Jedoch gehört diese Urkunde zum so genannten „St. Trudperter Fälschungskomplex“ und kann nicht als historisch tragfähige Quelle verwendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zeit von 1198 bis 1217 gab es in Gamshurst ein Hospital „des heiligen Simon und Judas“, das dem [[Kloster Allerheiligen (Schwarzwald)|Kloster Allerheiligen]] angehörte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name des Dorfes machte im Lauf der Jahrhunderte einige Veränderungen mit: In einer [[päpstliche Bulle|päpstlichen Bulle]] von 1216 wird das Dorf als „Gameshüsh“ erwähnt – später wurde der Name als „Gamelshurste“ oder auch „Gambshurst“ angegeben. Eine weitere Nennung des Dorfnamens stammt aus dem Jahre 1332 mit der Bezeichnung „Gameneshurst“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Gründungsurkunde vom 27. Juli 1355 wurde durch den [[Abt]] von [[Kloster Schuttern|Schuttern]] eine ständige Priesterstelle in Gamshurst geschaffen – hier wurde auch erstmals die Nikolauskapelle erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit diesem ersten Ortsgeistlichen wurde auch die Trennung von der Mutterpfarrei [[Sasbach]] vollzogen: Der Ort sei „recht weit entfernt und wegen der Sümpfe ist nur schwer hinzukommen“ hieß es in der Begründung. Dies war wohl auch der Anlass, warum man als [[Schutzpatron|Patron]] der [[Kirchengemeinde|Pfarrei]] den [[Nikolaus von Myra|heiligen St. Nikolaus]] wählte, der zur Hilfe in Wassersnöten angerufen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufzeichnungen von 1428 ist zu entnehmen, dass in diesem Jahr die Leibeigenschaft im Dorf abgeschafft wurde. Auch die [[Inquisition]] machte vor dem Dorf nicht halt – am 27. Mai 1628 wurde eine Frau bei lebendigem Leib als [[Hexe]] verbrannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juli 1675 brandete der französische Feldherr [[Henri de La Tour d’Auvergne, vicomte de Turenne|Turenne]] mit seinen Truppen das Dorf. Die Kämpfer kamen zuvor über den Rhein vom heutigen [[Elsass]] und lagerten in Gamshurst westlich der Acher. Tags darauf, am 27. Juli, wurde Turenne in [[Sasbach]] getötet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur [[Napoleon Bonaparte|napoleonischen]] Zeit lebten in Gamshurst etwa 1.200 Menschen und im Jahr 1825 zählte man 1.542 Einwohner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außer dem Zeitraum von 1701 bis 1771 gehörte Gamshurst ursprünglich zur „Kaiserlichen Reichslandvogtei Ortenau“, später vorderösterreichischen Landvogtei Ortenau, und war dem Gericht Achern unterstellt (in den vorgenannten 70 Jahren war die Landvogtei ein Lehen der katholischen Linie der Markgrafen von [[Markgrafschaft Baden|Baden]]). Aufgrund des Friedensvertrags von [[Pressburg]] vom 26. Dezember 1805 fiel der Ort dann an das Kurfürstentum und spätere [[Großherzogtum Baden]]. Anno 1807 wurde Gamshurst dem Obervogteiamt Achern zugeteilt und gehörte ab 1924 dem [[Landkreis Bühl]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wechselvolle Geschichte von Kriegen und Hungersjahren führte im Jahr 1854 dazu, dass 344 Einwohner von Gamshurst nach [[Kanada]], vorwiegend in die Gegend um [[Québec (Stadt)|Québec]], auswandern mussten. Es handelte sich bei diesen Bürgern um die „Ortsarmen“, die von der Gemeinde weggeschickt wurden – für die Kosten der Auswanderung musste Gamshurst damals sogar einen Kredit aufnehmen. Die Überfahrt dauerte lang und so mancher kam niemals an, weil er unterwegs qualvoll starb; vor allem Kinder und Frauen waren betroffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Volkszählung]] am 1. Dezember 1905 hatte das Dorf 1.229 Einwohner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem Blitzschlag brannte am 6. Mai 1926 ein Großteil der [[Kirchengebäude|Kirche]] ab. Das Gotteshaus wurde wieder aufgebaut und gleichzeitig erweitert, und ab Weihnachten 1927 fanden wieder Gottesdienste darin statt. Dieser Blitzschlag veranlasste das Dorf, die [[Freiwillige Feuerwehr]] Gamshurst zu gründen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 13. April 1945 wurde das Dorf von Luftbeobachtern unter Beschuss genommen, nachdem die Angreifer glaubten, noch deutsche Soldaten im Dorf zu sehen – ein Irrtum, es handelte sich dabei um Gefangene. Ein Anwesen im Dorf brannte bei diesem Angriff ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Januar 1973 wurde Gamshurst in die [[große Kreisstadt]] Achern eingemeindet&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibISBN|3170032631|Seite=495}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und gehört seither zum [[Ortenaukreis]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wappen ==&lt;br /&gt;
In einem gespaltenen Schild sind auf der linken Seite drei goldene Bischofskugeln auf blauem Hintergrund zu sehen, die rechte Seite zeigt auf einem schwarzen Dreiberg eine ebenfalls schwarze Hecke auf silbernem Hintergrund. Die drei goldenen Kugeln, [[Heiligenattribut|Attribute]] des St. Nikolaus, stehen für Geld und Gaben, welche Arme von dem  beliebten Heiligen erhielten. [[Nikolaus von Myra]] ist auch [[Patrozinium|Schutzpatron]] der [[Römisch-katholische Kirche|katholischen]] Kirchengemeinde des Dorfes.&lt;br /&gt;
Die Dornenhecke spielt auf den Ortsnamen an: [[Horst (Toponym)|„Hurst“]] wird als [[Hecke]] bzw. [[Strauch|Busch]] gedeutet. Das [[Wappen]] stammt aus einer Empfehlung des Generallandesarchivs vom Januar 1913, ein historisch bestimmtes und den Ortsnamen symbolisierendes Wappen anzunehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
Seit den 1960er Jahren hat der Strukturwandel das Dorf stark verändert. Vom [[Handwerk]] bis zum [[Industrie]]betrieb bietet Gamshurst insgesamt etwas mehr als 1.170 Arbeitsplätze (Stand: August 2008). Die [[Landwirtschaft]] im Ort wird heute weitestgehend im Nebenerwerb betrieben – Anfang 2006 gab es noch einen Vollerwerbslandwirt im Dorf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
* [[August Renner]] (1872–1936), Jurist und Kommunalpolitiker&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Johann Georg Ries: &amp;#039;&amp;#039;[[Ortsfamilienbuch|Familienbuch]] Gamshurst mit Litzloch, Michelbuch, Ziegelhütte und dem ehemaligen Holzhof.&amp;#039;&amp;#039; Lahr-Dinglingen: Interessengemeinschaft Badischer Ortssippenbücher 2007 (= Badische [[Ortsfamilienbuch|Ortssippenbücher]] 127), Bearbeiteter Zeitraum 1650–1950&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* Offizielle Webpräsenz der [https://gamshurst.de/ Gemeinde Achern-Gamshurst]&lt;br /&gt;
* [https://www.leo-bw.de/web/guest/detail-gis/-/Detail/details/ORT/labw_ortslexikon/10341/Gamshurst+-+Altgemeinde%7ETeilort Gamshurst] bei [[LEO-BW]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Stadtteile von Achern}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4092639-4}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Ortenaukreis)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Ortenaukreis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ortschaft von Achern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 961]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 1973]]&lt;/div&gt;</summary>
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