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	<title>Gammler - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gammler&amp;diff=73325&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Rendor Thuces Al&#039;Nachkar: Nach Sichtung nachgearbeitet. Bibliogr. Kosmetik.</title>
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		<updated>2025-08-18T14:54:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Nach Sichtung nachgearbeitet. Bibliogr. Kosmetik.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gammler&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war eine abwertende Bezeichnung für [[jugend]]liche Abweichler von der [[Soziale Norm|sozialen Norm]], die im gesamten [[Deutsche Sprache|deutschsprachigen Raum]] verwendet wurde. Die so Etikettierten trugen meist [[Langes Haar|lange Haare]] und waren mit [[Jeans]] und [[Parka]] bekleidet. Sie übernahmen den Begriff &amp;#039;&amp;#039;Gammler&amp;#039;&amp;#039; als Selbstbezeichnung. Die anfangs „[[hippie]]ske Subkultur“ verlor ihren eigenständigen Bewegungscharakter mit der [[68er-Bewegung]], als Stilelemente des „Gammelns“ wie [[Müßiggang]], lange Haare, [[Droge]]nkonsum sowie die Vorliebe für [[Rockmusik|Rock-]] und [[Folkmusik]] Eingang in die Massenkultur fanden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Siegfried&amp;quot;&amp;gt;[[Detlef Siegfried]]: &amp;#039;&amp;#039;Time is on my Side: Konsum und Politik in der westdeutschen Jugendkultur der 60er Jahre&amp;#039;&amp;#039;, Wallstein, Göttingen 2006, S.&amp;amp;nbsp;399&amp;amp;nbsp;ff., [http://books.google.de/books?id=ZCTzfPTpTyMC&amp;amp;pg=PA399&amp;amp;dq=Gammler&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=7s4wTduoH8Ki4QaEq7jVCg&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result&amp;amp;resnum=4&amp;amp;ved=0CDMQ6AEwAw#v=onepage&amp;amp;q=Gammler&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;hier online&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffsherkunft ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Gammeln&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet laut Duden „alt werden“, abgeleitet aus dem niederdeutschen &amp;#039;&amp;#039;gammelen&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Duden Deutsches Universalwörterbuch&amp;#039;&amp;#039;, 6., überarbeitete Auflage, Dudenverlag, Mannheim u.&amp;amp;nbsp;a. 2007, [https://www.duden.de/rechtschreibung/gammeln &amp;#039;&amp;#039;hier online&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit Mitte der 1950er Jahre wurde „gammeln“ auch für „reduziertes Bewegungstempo“ und „sinnlose Beschäftigung“ verwendet. So heißt es in [[Heinz Küpper (Sprachwissenschaftler)|Küppers]] &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch der deutschen Umgangssprache&amp;#039;&amp;#039;, dass „gammeln“ seit 1955 in der Bedeutung von „langsam tätig sein“ in Gebrauch ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46414560.html Gammler: Schalom aleichem], &amp;#039;&amp;#039;Der Spiegel&amp;#039;&amp;#039; 39/1966&amp;lt;/ref&amp;gt; 1959 hieß es in der Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;[[Twen (Zeitschrift)|Twen]]&amp;#039;&amp;#039;: „Gammeln ist das Lieblingswort dieser Generation.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Siegfried&amp;quot; /&amp;gt; Wer den Begriff zuerst und wann für die jugendkulturelle Erscheinung verwandt hat, ist unklar. In der Presse tauchte er erstmals 1963 und ab 1965 verstärkt als Bezeichnung für entsprechende Jugendliche auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Charakterisierung ==&lt;br /&gt;
„Gammler“ zeichneten sich durch eine betonte Ablehnung [[Bürgertum|bürgerlicher]] Normen und Lebensformen aus, etwa durch [[Konsumverweigerung]] und die Ablehnung geregelter [[Erwerbstätigkeit]] oder eines als gepflegt geltenden Erscheinungsbildes. Wichtigstes äußeres Erkennungsmerkmal waren lange Haare. Vor allem männliche Gammler boten so einen starken Kontrast zur damals üblichen kurzen Haartracht. Bis in die 1960er Jahre war ein starker sozialer [[Konformität]]sdruck wirksam. Noch stellten Abweichler für die Mehrheit der von [[militär]]ischen Wertvorstellungen geprägten [[Faschismus|postfaschistischen]] deutschen Gesellschaft eine [[Provokation]] dar und hatten besonders im [[Provinzialismus|provinziellen Umfeld]] einen schweren Stand. Dementsprechend hielten sich Gammler vorwiegend in den Zentren von Großstädten auf, in denen sich bestimmte Örtlichkeiten zu Treffpunkten dieser Subkultur entwickelten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei Drittel der Gammler waren als Schüler oder Studenten registriert, das typische Alter lag zwischen 16 und 21, nur 5 % waren 25&amp;amp;nbsp;Jahre oder älter. Männer waren deutlich in der Überzahl und 82 % stammten aus der Mittelschicht und bürgerlichen Elternhäusern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;recktenwald&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zusammensetzung der Subkultur ergibt große Unterschiede in der Motivation. Es gab „Stadt-“ oder „Freizeit- und Wochenendgammler“, die nur am Feierabend und Wochenende die Szenetreffpunkte aufsuchten und sich rein äußerlich der Gruppe anpassten. Morgens gingen sie wieder zur [[Universität|Uni]], Ausbildung oder Arbeit. Andere stiegen während der Ferien oder für einige Sommermonate aus und schlossen sich zeitweilig der Szene an, mit einem konkreten Ausstiegsdatum im Hintergrund. Nur den kleineren Teil der Gammler bildeten „Dauergammler“, die alle zentralen Brücken zur bürgerlichen Gesellschaft abgebrochen hatten. Polizeiberichte ordnen die letzte Gruppe, die durch häufige kleine Straftaten auffiel und sich nicht als Protestkultur sah, häufig der [[Obdachlosigkeit|Stadtstreicher-]] und [[Asozialität|Asozialenszene]] zu.&amp;lt;ref name=&amp;quot;recktenwald&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Lebensunterhalt wurde nach gängiger Meinung oft nur durch Gelegenheitsarbeiten und öffentliches Musizieren bestritten. Generell standen sie den gesellschaftlichen Normen kritisch gegenüber, zeichneten sich aber meist durch Ablehnung von politischen Interventionen aus. Dagegen bildete sich zunächst in den Niederlanden ab 1965 die Bewegung der [[Provo-Bewegung|Provos]] heraus, die politische Aktionen – beispielsweise Hausbesetzungen – mit [[Anarchismus|anarchistischem]] Hintergrund durchführten.&amp;lt;ref&amp;gt;Detlef Siegfried: &amp;#039;&amp;#039;Sound der Revolte: Studien zur Kulturrevolution um 1968&amp;#039;&amp;#039;, Juventa, Weinheim 2008, S.&amp;amp;nbsp;156, [http://books.google.de/books?id=mNAYfmgDPjcC&amp;amp;lpg=PA174&amp;amp;dq=Gammler&amp;amp;pg=PA165#v=onepage&amp;amp;q=Gammler&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;hier online&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach [[Walter Hollstein]] handelte es sich bei Gammlern um Jugendliche, „die sich der Konformität des Lebens bewusst entziehen“. Die [[West-Berlin]]er Innenbehörde stellte fest, dass die so benannten Jugendlichen in der Regel einen Wohnsitz hätten und einer geregelten Arbeit nachgingen. Ihr Verhalten sei nicht darauf zurückzuführen, dass sie „arbeitsscheu“ seien, vielmehr sei ihr Freizeitverhalten Ausdruck des Protests gegen bestehende Gesellschaftsnormen. West-Berlin galt zudem gewissermaßen als eine Hochburg der Gammler, da dort ansässige junge Männer nicht zum [[Wehrpflicht in Deutschland|Wehrdienst]] eingezogen wurden, sodass dem Militär gegenüber kritisch eingestellte Männer der [[Bundeswehr]] durch einen rechtzeitigen Umzug dorthin entgehen konnten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tagesspiegel.de/berlin/stadt-der-verweigerer/732578.html &amp;#039;&amp;#039;Berlin – Stadt der Verweigerer.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Tagesspiegel]]&amp;#039;&amp;#039;, 21. Juli 2006.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Expertise stellte ihnen das [[Niedersachsen|niedersächsische]] Innenministerium aufgrund von Bildung und Herkunft eine günstige Sozialprognose und bezeichnete Gammler „als vielfach geistig aufgeschlossen, bisweilen intellektuell“ sowie „oft berufstätig“ und „nur in der Freizeit gammelnd“. [[Detlef Siegfried]] nennt „Gammler“ als Beispiel einer „privatistischen Subkultur“, ein Begriff, der durch eine frühe Analyse über [[Subkultur]]en von [[Helmut Kentler]] geprägt wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Siegfried&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Reaktion von Gesellschaft und Medien ==&lt;br /&gt;
=== Bundesrepublik Deutschland ===&lt;br /&gt;
In der [[Geschichte der Bundesrepublik Deutschland (bis 1990)|Bundesrepublik]] wurden „Gammler“ Mitte der 1960er Jahre, ähnlich wie die „[[Halbstarke]]n“ ein Jahrzehnt zuvor, zu einem Objekt der Medienberichterstattung, obwohl man ihre Anhänger lediglich auf einige Tausend in Europa und einige Hundert in der Bundesrepublik schätzte. So veröffentlichte 1966 der &amp;#039;&amp;#039;[[Der Spiegel|Spiegel]]&amp;#039;&amp;#039; eine Titelstory „Gammler in Deutschland“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/spiegel/print/index-1966-39.html Titelblatt des &amp;#039;&amp;#039;Spiegel&amp;#039;&amp;#039; 39/1966]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die ablehnenden Reaktionen in der Öffentlichkeit gipfelten in politischen Forderungen, öffentliche Plätze zu räumen, den Gammlern die Haare zu scheren und sie zu [[Zwangsarbeit]]&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. etwa [[Thomas Schlemmer]] und Hans Woller: &amp;#039;&amp;#039;Bayern im Bund: Gesellschaft im Wandel 1949 bis 1973&amp;#039;&amp;#039;, Band 2, Oldenbourg, München 2002, S.&amp;amp;nbsp;450&amp;amp;nbsp;f., [http://books.google.de/books?id=PZWkRCi_R-MC&amp;amp;lpg=PA450&amp;amp;dq=Gammler&amp;amp;pg=PA449#v=onepage&amp;amp;q=Gammler&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;hier online&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; in sogenannten [[Arbeitshaus|Arbeitshäusern]] zu verpflichten. Ebenso führte an vielen Schulen die lange Haartracht männlicher Jugendlicher zu Konflikten – gern drohten ihnen Direktoren und Lehrer mit [[Disziplinarmaßnahme (Privatwirtschaft)|Disziplinarmaßnahmen]]. In der [[Bundeswehr]] kam es seit 1967 zu ersten Verweigerungen, sich die Haare scheren zu lassen. Erst der sogenannte [[Haarnetz-Erlass]] Anfang der 1970er Jahre führte zu einer Entspannung.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bpb.de/themen/EN4APE,2,0,Trau_keinem_%FCber_30.html &amp;#039;&amp;#039;Trau keinem über 30&amp;#039;&amp;#039;], [[Axel Schildt]] in [[Bundeszentrale für Politische Bildung]]&amp;lt;/ref&amp;gt; In den [[Boulevardzeitung]]en des [[Axel-Springer-Verlag]]s wie &amp;#039;&amp;#039;[[Bild (Zeitung)|Bild]]&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;[[B.Z.]]&amp;#039;&amp;#039; wurden auch [[Protagonist]]en der [[68er-Bewegung]] wie [[Rudi Dutschke]] mit Bezeichnungen wie z.&amp;amp;nbsp;B. „Polit-Gammler“ belegt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.dradio.de/dlf/sendungen/hintergrundpolitik/1108222/ &amp;#039;&amp;#039;Medienhetzer und Politgammler&amp;#039;&amp;#039;.] Bei: &amp;#039;&amp;#039;[[Deutschlandfunk]]&amp;#039;&amp;#039;, 18. Januar 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Peter Fleischmann (Regisseur)|Peter Fleischmann]] drehte den vielbeachteten Dokumentarfilm &amp;#039;&amp;#039;[[Herbst der Gammler]]&amp;#039;&amp;#039; (1967) über Münchener Gammler und die feindseligen Reaktionen von vielen Passanten auf diese. Das Motiv des &amp;#039;&amp;#039;Gammlers&amp;#039;&amp;#039; bzw. studentischen &amp;#039;&amp;#039;Polit-Gammlers&amp;#039;&amp;#039; wurde [[Satire|satirisch]] aufgriffen z.&amp;amp;nbsp;B. in den Filmen &amp;#039;&amp;#039;[[Zur Sache, Schätzchen]]&amp;#039;&amp;#039; (1967) oder &amp;#039;&amp;#039;[[Nicht fummeln, Liebling]]&amp;#039;&amp;#039; (1970).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ein Faktor für die unverhältnismäßige Medienaufmerksamkeit wird der Protest gegen die Geschlechterordnung diskutiert. Die [[Unisex]]-Kleidung und Frisuren werden als provokanter angesehen als die Konsumkritik.&amp;lt;ref name=&amp;quot;recktenwald&amp;quot;&amp;gt;Nadine Recktenwald: &amp;#039;&amp;#039;Der „Makel“ als Protest&amp;#039;&amp;#039;. In: Bernhard Giotto, [[Elke Seefried]]: &amp;#039;&amp;#039;Männer mit „Makel“ – Männlichkeiten und gesellschaftlicher Wandel in der frühen Bundesrepublik&amp;#039;&amp;#039;. De Gruyter Oldenbourg, Berlin 2017, ISBN 978-3-11-045210-5, S.&amp;amp;nbsp;75–87.&amp;lt;/ref&amp;gt; Einen Hinweis auf diese These liefern Medienberichte, in denen in Bildunterschriften das jeweilige Geschlecht der Abgebildeten bezeichnet wurde. In ihrem eigenen Sozialleben replizierten sie aber wieder Geschlechterstereotypen. Gleichberechtigung existierte nicht, sexuelle Übergriffe waren verbreitet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;recktenwald&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== DDR ===&lt;br /&gt;
In der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] wurden pauschal diejenigen Männer, die durch längere Haare und „westliche Kleidung“ (Jeans) auffielen, als „Gammler“ bezeichnet. Viele waren Sympathisanten der vom Staat skeptisch betrachteten [[Beatmusik]], was zu Protesten wie etwa der [[Leipziger Beatdemo]] führte. Als Reaktion darauf fand – nach zaghafter Öffnung zur neuen internationalen Beatmusik wie z.&amp;amp;nbsp;B. beim [[Deutschlandtreffen der Jugend]] im Mai 1964 – auf dem [[11. Plenum des ZK der SED]] im Dezember 1965 eine radikale Wende in der Kultur- und Jugendpolitik in der DDR statt,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20120614142559/http://www.bstu.bund.de/DE/InDerRegion/Leipzig/Regionalgeschichten/Beatrevolte/beatrevolte.html &amp;#039;&amp;#039;Wir dulden keine Gammler&amp;#039;&amp;#039;] in &amp;#039;&amp;#039;bstu.bund.de&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; in deren unmittelbaren Folge 1968 auch der Strafbestand des [[Rowdy]]tums (§&amp;amp;nbsp;215) im [[Strafgesetzbuch (DDR)|Strafgesetzbuch der DDR]] verankert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Presse begann daraufhin eine Kampagne gegen Langhaarige, Beatfans, Gammler, junge Christen und politisch Andersdenkende. [[Walter Ulbricht]] griff eine Zeile der Beatles auf und fragte: „Ist es denn wirklich so, dass wir jeden Dreck, der vom Westen kommt, nu kopieren müssen? Ich denke, Genossen, mit der Monotonie des Je-Je-Je und wie das alles heißt, ja, sollte man doch Schluss machen.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.jugendopposition.de/index.php?id=2887 &amp;#039;&amp;#039;Langhaarige, Beatfans und Gammler&amp;#039;&amp;#039;] in &amp;#039;&amp;#039;jugendopposition.de&amp;#039;&amp;#039; der [[Bundeszentrale für politische Bildung]]&amp;lt;/ref&amp;gt; 1966 führte das [[Leipzig]]er [[Zentralinstitut für Jugendforschung]] im Auftrag der [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|SED]] eine Studie durch, um die Haltung langhaariger Jugendlicher zu untersuchen. Die Studie ergab nicht – wie zuvor behauptet – einen minderen Intelligenzgrad, allerdings eine bestimmte Affinität Langhaariger zu westlicher Musik.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Ulrich Mählert / Gerd-Rüdiger Stephan: &amp;#039;&amp;#039;Blaue Hemden, Rote Fahnen. Die Geschichte der Freien Deutschen Jugend&amp;#039;&amp;#039;, Leske und Budrich, Opladen 1996, S.&amp;amp;nbsp;14&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Gleichwohl wurden an verschiedenen Orten der DDR von [[Freie Deutsche Jugend|FDJ]] und [[Deutsche Volkspolizei|Volkspolizei]] zwangsweise Haarschneideaktionen durchgeführt oder Jugendliche von der Polizei unter Zwang zum Friseur gebracht.&amp;lt;ref&amp;gt;Walter Enkelmann: Die Haarschneideaktion von 1969, in: &amp;#039;&amp;#039;Blätter zur Landeskunde&amp;#039;&amp;#039; 10/2000.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem verstärkten Übergreifen der [[Westliche Welt|westlichen]] [[Popkultur|Pop-]] und Musikkultur auch auf den [[Ostblock]] trat ab den 1970er Jahren eine gewisse Entspannung ein. Partei und Staat mussten von allzu militanten Erziehungs- und Unterdrückungsmaßnahmen wie erzwungenem Haareschneiden Abstand nehmen. In dieser Zeit machte in der DDR die sogenannte [[Blueserszene]] von sich reden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Herbst der Gammler]]&lt;br /&gt;
* [[Kundenszene]]&lt;br /&gt;
* [[Tramper]]&lt;br /&gt;
* [[Hobo]]&lt;br /&gt;
* [[Bohème]]&lt;br /&gt;
* [[Jenische]]&lt;br /&gt;
* [[Diogenes von Sinope]]&lt;br /&gt;
* [[Kynismus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Detlef Siegfried]]: &amp;#039;&amp;#039;Time is on my side – Konsum und Politik in der westdeutschen Jugendkultur der 60er Jahre.&amp;#039;&amp;#039; Wallstein, Göttingen 2006, ISBN 3-8353-0073-3.&lt;br /&gt;
* Tina Gotthardt: &amp;#039;&amp;#039;Abkehr von der Wohlstandsgesellschaft – Gammler in den 60er Jahren der BRD.&amp;#039;&amp;#039; VDM, Saarbrücken 2007, ISBN 978-3-8364-1245-2.&lt;br /&gt;
* [[Michaela Krützen|Michaela Krützen:]] &amp;#039;&amp;#039;Zeitverschwendung. Gammeln, Warten, Driften in Film und Literatur.&amp;#039;&amp;#039; Fischer Verlag 2024, Frankfurt am Main, ISBN 978-3-10-397172-9&lt;br /&gt;
* Brummbaer: &amp;#039;&amp;#039;Der Gammler&amp;#039;&amp;#039; (Erfahrungsbericht aus dem Jahr 1964) (= Der Grüne Zweig, 278). Löhrbach 2011, ISBN 978-3-930442-78-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zeitungsbeiträge&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Jens Rosenkranz: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.lvz.de/Region/Altenburg/Ausstellung-erinnert-an-Rock-Randale-zur-1000-Jahr-Feier-in-Altenburg Ausstellung erinnert an Rock-Randale zur 1000-Jahr-Feier in Altenburg]&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Leipziger Volkszeitung]] Online&amp;#039;&amp;#039;, 27. Mai 2016.&lt;br /&gt;
* Jens Rosenkranz: &amp;#039;&amp;#039;1976: Tausende Langhaarige fordern die DDR-Staatsmacht heraus&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Leipziger Volkszeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, Ausgabe Muldental, 27. Juni 2016, S.&amp;amp;nbsp;27.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [[Berliner Abendschau]], 24. September 1965: [https://www.ardmediathek.de/video/rbb-retro-berliner-abendschau/gammler-an-der-gedaechtniskirche/rbb-fernsehen/Y3JpZDovL3JiYi1vbmxpbmUuZGUvYmVybGluZXItYWJlbmRzY2hhdS8xOTY1LTA5LTI0VDE5OjMwOjAwXzM2ZTMzMGNmLTlhZDMtNDc3ZS04ZWE4LTRiODc0YzlkMDY1Zi9yZXRyb18xOTY1MDkyNF9nYW1tbGVy Gammler an der Gedächtniskirche] ([[ARD Retro|rbb Retro]]/[[ARD Mediathek|ARD-Mediathek]])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Der Spiegel]]&amp;#039;&amp;#039;: [http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46414560.html Gammler: &amp;#039;&amp;#039;Schalom aleichem&amp;#039;&amp;#039;], Titelgeschichte des Spiegels 39/1966&lt;br /&gt;
* [[Walter Hollstein]]: [http://www.rockarchiv.infopartisan.net/texte/text005.html &amp;#039;&amp;#039;Die Gammler&amp;#039;&amp;#039;] aus: Der Untergrund, Berlin und Neuwied, 2. Auflage, 1970, S. 37–46&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Deutschlandfunk]]&amp;#039;&amp;#039;: [http://www.dradio.de/dlf/sendungen/hintergrundpolitik/1108222/ &amp;#039;&amp;#039;Medienhetzer und Politgammler&amp;#039;&amp;#039;] – Springer und die 68er, von Michael Meyer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lebensstil]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sozialfigur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jugendkultur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schimpfwort (Person)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Rendor Thuces Al&#039;Nachkar</name></author>
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