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	<title>Gamengrund - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Gamengrund Reliefkarte.png|mini|360px|Reliefkarte des Gamengrundes und östlicher Nachbartäler.&amp;lt;br /&amp;gt;Einige der zahlreichen [[Senke (Geomorphologie)|Senken]] sind farbig unterlegt&amp;lt;br /&amp;gt;→ [[commons:Gamengrund Reliefkarte 1:6|Dieselbe Karte in 16,7 % also 629 × 1391 px]]]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gamengrund&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine markante, 300 bis 400 Meter breite [[Glaziale Rinne]], die die [[Grundmoräne]]nfläche des [[Barnim]] zerschneidet. Sie setzt südlich von [[Eberswalde]] ein und verläuft bis [[Hirschfelde (Werneuchen)|Hirschfelde]]. Auf Grund ihrer sehr kräftigen Ausprägung ist sie ein für [[Brandenburg]] bedeutendes [[Geotop]] und als [[Landschaftsschutzgebiet]] ausgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
Der Gamengrund zieht sich durch die Gemeindegebiete (bzw. an deren Grenze) von [[Strausberg]], [[Altlandsberg]], [[Werneuchen]], [[Höhenland]], [[Heckelberg-Brunow]] und [[Falkenberg (Mark)]] hin. Er durchschneidet in nordsüdlicher Richtung den [[Barnim]] und darin das Waldgebiet zwischen [[Hirschfelde (Werneuchen)|Hirschfelde]] und [[Sternebeck]]. Auch der nördliche Teil der Rinne, zwischen Ackerland gelegen, ist selbst mit Wald bestanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
Im Unterschied zur benachbarten [[Buckower Rinne]] ist der Gamengrund aus einem [[Tunneltal]] hervorgegangen, in dem Schmelzwasser aus dem darüber liegenden Eispanzer sich einen Weg unter dem Eis bahnte. Mit dem Zusammenbruch des Eispanzers sammelten sich in der Rinne [[Toteis]]&amp;amp;shy;blöcke und schufen Senken, in denen sich die heutigen Seen bildeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Landschaft ==&lt;br /&gt;
Die Rinne hat mehrere Senken ohne oberirdischen Abfluss. In einigen Senken bildet das Wasser Seen, aber einige Kuhlen enthalten keinen See. Eine oberirdische Entwässerung hat nur der südlichste Teil des Gamengrundes, hier beginnt das [[Fredersdorfer Mühlenfließ]], ein Zufluss der [[Spree]].&lt;br /&gt;
Im Gamengrund liegen etwa 14 [[Rinnensee]]n, nicht wenige davon langgestreckt und schmal. Den höchstgelegenen Wasserspiegel hat der [[Mittelsee (Höhenland)|Mittelsee]] ({{Höhe|77.9|DE-NHN|link=true}}) bei [[Tiefensee (Werneuchen)|Tiefensee]]. Die niedrigsten Wasserspiegel haben der vom Fredersdorfer Mühlenfließ durchströmte [[Fängersee]] ganz im Süden, mit {{Höhe|61|DE-NHN}}, und der [[Gamensee (Falkenberg)|nördliche Gamensee]] ganz im Norden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namen ==&lt;br /&gt;
In den meisten heutigen Karten findet man jeweils zwei Seen gleichen Namens, einen Langen See südlich von [[Leuenberg (Höhenland)|Leuenberg]] und einen nördlich, einen [[Gamensee (bei Tiefensee)|Gamensee]] bei Tiefensee und einen im Norden der Rinne bei [[Krummenpfahl]]. Im 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert vermied man diese Namensgleichheiten; im [[Schmettausches Kartenwerk|Schmettauschen Kartenwerk]], erstellt 1767 bis 1787, ist der südliche heutige „Gahmensee“ als „Jamsee“ bezeichnet, und der südliche „Lange See“ heißt „Langer Haus-See“. Die letztgenannte Unterscheidung wurde 2016 vom [[Landesamt für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz|brandenburgischen Landesamt für Umwelt]] wieder aufgegriffen, sodass der See südlich von Leuenberg jetzt [[Langer Haussee]] heißt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hydrologie ==&lt;br /&gt;
Das oberflächlich abflusslose Gebiet (Kennzahl 58279521) um (südlichen) Gamensee, Mittelsee und Langen Haussee gehört zur Wasserzufuhr des Fredersdorfer Mühlenfließes und liegt mithin südwestlich der Wasserscheide zwischen [[Elbe]] und [[Oder]]. Diese Wasserscheide liegt für den Niederschlagseintrag südlich, in der Bewegung tieferer Grundwasserschichten jedoch nordöstlich des Röthsees: Es gibt hier eine Trennschicht zwischen oberflächennaher („1. Grundwasserleiter“, entspricht, wo nachgewiesen, etwa dem Wasserspiegel der Seen) und tiefen wasserführenden Schichten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.mlul.brandenburg.de/cms/detail.php/bb1.c.310481.de |wayback=20160404133925 |text=Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft des Landes Brandenburg: &amp;#039;&amp;#039;Geoinformationen – Wasser&amp;#039;&amp;#039; (Ein großer Teil der Datensätze ist nur mit Spezialprogramm zu lesen.) |archiv-bot=2025-03-20 20:11:01 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der südliche Teil wird vom [[Wasser- und Bodenverband]] [[Stöbber]]-[[Erpe (Spree)|Erpe]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wbv-rehfelde.de/ Wasser- und Bodenverband „Stöbber-Erpe“]&amp;lt;/ref&amp;gt; überwacht, der nördliche, also der Oder zugewandte, vom Wasser- und Bodenverband [[Finow]]fließ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sozialgeschichte ==&lt;br /&gt;
Am 24. August 1941 trafen sich [[konspirativ]] im [[Blumenthal (Prötzel)|Blumenthaler]] Forst in der Nähe des [[Gamensee (bei Tiefensee)|Gamensees]] etwa 50 [[Antifaschismus|Antifaschisten]], um über Möglichkeiten des Widerstands gegen das [[Zeit des Nationalsozialismus|Naziregime]] zu beraten. Weil unter ihnen ein [[Gestapo]]-Zuträger war, wurden 1942 viele von ihnen verhaftet. Die vier Initiatoren des Treffens, die [[Kommunist]]en [[Josef Römer]], [[Willy Sachse]], [[Fritz Riedel (Widerstandskämpfer)|Fritz Riedel]] und [[Kurt Ritter (Widerstandskämpfer)|Kurt Ritter]] wurden 1944 ermordet. 1974 wurde für sie im Gamengrund von [[Verfolgter des Naziregimes|VdN]]-Mitgliedern ein Gedenkstein gesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Erich Kundel: &amp;#039;&amp;#039;Das Denkmal im Gamengrund&amp;#039;&amp;#039;. In: Horst Jäkel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;DDR unvergessen&amp;#039;&amp;#039;. Schkeuditz 2016, ISBN 978-3-89819-430-3, S.&amp;amp;nbsp;64.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tourismus ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gamensee2.jpg|mini|links|300px|Der (südliche) [[Gamensee (bei Tiefensee)|Gamensee]] im Gamengrund]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon [[Theodor Fontane|Fontane]] beschreibt in seinen [[Wanderungen durch die Mark Brandenburg]] unter &amp;#039;&amp;#039;Werneuchen&amp;#039;&amp;#039; die Sommerfrische im romantischen Gamengrund. Auch dem &amp;#039;&amp;#039;Blumenthal&amp;#039;&amp;#039; am östlichen Ufer des Gamensees (der Name kommt von dem Blumenreichtum dieser Waldlandschaft) sowie [[Stadtstelle]] widmet er ein eigenes Kapitel. Der Gamengrund ist auch heute eine beliebte Strecke für Wanderungen und Radtouren, da er vom nahen [[Berlin]] aus sowohl mit der Regionalbahn vom [[Bahnhof Berlin-Lichtenberg]] nach [[Bahnhof Werneuchen|Werneuchen]] als auch über die [[Bundesstraße 158|B&amp;amp;nbsp;158]] gut erreichbar ist. Die [[66-Seen-Regionalparkroute]] führt mit der Teilstrecke Tour&amp;amp;nbsp;7 durch den Gamengrund. Die [[Wriezener Bahn|Bahnstrecke Tiefensee–Sternebeck]] kann seit 2005 mit [[Eisenbahn-Draisine|Draisinen]] befahren werden.&lt;br /&gt;
{{Absatz|links}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Kurt Kretschmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Landschaftsschutzgebiet Gamengrund-Seenrinne&amp;#039;&amp;#039;, VEB Bibliographisches Institut, 1957.&lt;br /&gt;
* Gerd W. Lutze, &amp;#039;&amp;#039;Naturräume und Landschaften in Brandenburg und Berlin: Gliederung, Genese und Nutzung&amp;#039;&amp;#039;, be.bra-verlag, Juni 2014, ISBN 978-3-95410-030-9&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |archive-is=20131222122109 |url=http://freenet-homepage.de/reichweinverein/Gamen.html |text=Bilder}}&lt;br /&gt;
* [http://www.draisinenbahn-tiefensee.de/ Draisinenbahn Tiefensee]&lt;br /&gt;
* [http://www.barnim-oderbruch.de/index.php?id=100 Der Blumenthal und Fontane]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Brandenburgische Landschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:FFH-Gebiet in Brandenburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Landkreis Barnim)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geotop in Brandenburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tal in Brandenburg]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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