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	<title>Gamelan - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gamelan&amp;diff=101384&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Gkasperek: /* Bali */ grammatikal. Korrektur</title>
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		<updated>2026-03-17T20:39:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Bali: &lt;/span&gt; grammatikal. Korrektur&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Traditional indonesian instruments02.jpg|mini|Gamelan in der indonesischen Botschaft in [[Canberra]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gamelan&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{idS}}) ist der Oberbegriff für instrumentale [[Ensemble (Musik)|Musikensembles]] in [[Indonesien]], besonders in der traditionellen Musik von [[Java (Insel)|Java]] und [[Bali]], die [[Gong|Buckelgongs]] aus Bronze und [[Metallophon]]e oder seltener [[Xylophon]]e enthalten und zu denen je nach Größe und Verwendungszweck [[Trommel]]n, Saiteninstrumente, Flöten und Gesangsstimmen hinzukommen. „Gamelan“ bezeichnet das Instrumentarium, nicht wie „[[Orchester]]“ die Gruppe der Musiker. Einem Gamelan wird eine besondere Wertschätzung entgegengebracht, manche besonders alte Gamelan im Besitz von Fürstenhöfen dürfen nur zu bestimmten Anlässen von ausgewählten Musikern nach einem Reinigungsritual gespielt werden. Neben den höfischen und städtischen großen Gamelan werden in den Dörfern kleinere Ensembles bei bestimmten sozialen Anlässen gespielt. Mit dem Gamelan verwandte Ensembles in reduzierter Besetzung, die nur aus Gongs und Trommeln sowie eventuell aus einem Blasinstrument und einem Saiteninstrument bestehen, sind von [[Sumatra]] über [[Borneo]] bis in den Süden der [[Philippinen]] verbreitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gamelan wurde als Teil der indonesischen Identität 2021 in die [[Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit|UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit]] aufgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ich.unesco.org/en/RL/01607 &amp;#039;&amp;#039;Gamelan.&amp;#039;&amp;#039;] UNESCO Intangible Cultural Heritage, 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Form und Verbreitung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gambang in Herrnhut.JPG|mini|Trogxylophon &amp;#039;&amp;#039;gambang,&amp;#039;&amp;#039; von [[Javaner (Suriname)|Javanern]] in [[Suriname]] gespielt. Gehört zu einer um 1925 vom Missionar Karl Maas erworbenen Sammlung, die sich heute im [[Völkerkundemuseum Herrnhut]] befindet.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ensembles bestehen im Kern aus Metallophonen, einzelnen Gongs, Gongreihen und Trommeln (&amp;#039;&amp;#039;[[kendang]]&amp;#039;&amp;#039;). Dazu kommen je nach Stil Flöten (&amp;#039;&amp;#039;[[suling]]&amp;#039;&amp;#039;), Streichlauten (&amp;#039;&amp;#039;[[rebab]]&amp;#039;&amp;#039;), [[Xylophon]]e, Schüttelidiophone aus Bambus (&amp;#039;&amp;#039;[[angklung]]&amp;#039;&amp;#039;) und [[Gesang]]. Nur die solistisch eingesetzten Instrumente improvisieren über die Kernmelodie, die von den Metallophonen vorgetragen wird. Die Kernmelodie besteht aus [[Pattern (Musik)|Patterns]], die umspielt werden. Das Zusammenklingen von Kernmelodie und Auszierung wird als „innere Melodie“ aufgefasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Stimmung (Musik)|Stimmung]] ist je nach Musikrichtung unterschiedlich und variiert auch von [[Ensemble (Musik)|Ensemble]] zu Ensemble. Es gibt Gamelans mit 4, 5 und 7 Tönen pro [[Oktave]]. Die für westliche Hörer ungewöhnlichen Schwingungsverhältnisse von beispielsweise 1,7&amp;amp;thinsp;f und 2,29&amp;amp;thinsp;f zum Grundton f stammen von den seit über 1600 Jahren in Indonesien hergestellten runden Klangplatten. Bei diesen schwingen einerseits gegenüberliegende Platteninnere gegeneinander und andererseits Ränder und Platteninnere gegeneinander.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gamelanmusik erklingt zu verschiedenen Anlässen, etwa zu religiösen Feiern, sozialen Anlässen wie Hochzeiten oder Geburten, als Begleitung zu zeremoniellen Tänzen (in Zentraljava etwa &amp;#039;&amp;#039;srimpi&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;bedhaya&amp;#039;&amp;#039;), Unterhaltungstänzen (in Zentraljava etwa &amp;#039;&amp;#039;[[Ronggeng|tayuban]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;gambyong&amp;#039;&amp;#039;) und &amp;#039;&amp;#039;[[wayang]]&amp;#039;&amp;#039;-Aufführungen wie [[Puppentheater]]n (&amp;#039;&amp;#039;wayang golek, wayang klitik&amp;#039;&amp;#039;), [[Schattenspiel]]en (&amp;#039;&amp;#039;wayang kulit&amp;#039;&amp;#039;) und dem seltenen Bildrollendrama (&amp;#039;&amp;#039;[[wayang beber]]&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige zum Teil sehr alte Ensembles findet man noch heute an den Fürstenhöfen (&amp;#039;&amp;#039;[[Kraton (Palast)|Kraton]]&amp;#039;&amp;#039;) von [[Yogyakarta (Stadt)|Yogyakarta]] und [[Surakarta]] in Zentraljava.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gamelan kommen außerhalb ihres Kernbereiches Zentraljava, Ostjava und Bali auch in der [[Musik von Lombok]] vor; in Westjava verwendet das [[Degung]]-Ensemble ähnliche Gongspiele. Auf der Insel [[Madura (Insel)|Madura]] vor der Nordküste Javas übernimmt im &amp;#039;&amp;#039;Gamelan Saronen&amp;#039;&amp;#039; das Doppelrohrblattinstrument &amp;#039;&amp;#039;[[Tarompet#Saronen|saronen]]&amp;#039;&amp;#039; die Melodieführung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Gamelan ähnliche Musikinstrumente und Spielweisen mit Buckelgongs werden in der [[Minahasa]]-Region von [[Sulawesi Utara|Nordsulawesi]] &amp;#039;&amp;#039;kolintang&amp;#039;&amp;#039;, in Teilen von [[Mindanao]] &amp;#039;&amp;#039;[[kulintang]]&amp;#039;&amp;#039; und auf [[Borneo]] &amp;#039;&amp;#039;kulintangan&amp;#039;&amp;#039; (in [[Sabah]]) oder &amp;#039;&amp;#039;engkromong&amp;#039;&amp;#039; (in [[Sarawak]]) genannt. Nur aus Buckelgongs und Trommeln bestehende Ensembles sind unter anderem das &amp;#039;&amp;#039;gendang bergung&amp;#039;&amp;#039; in [[Riau]], &amp;#039;&amp;#039;keromong&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[ogung]]&amp;#039;&amp;#039; bei den [[Batak]] auf Sumatra (letzteres mit der Kegeloboe &amp;#039;&amp;#039;sarune&amp;#039;&amp;#039;), das &amp;#039;&amp;#039;genrang dan gong&amp;#039;&amp;#039; bei den [[Bugis]] in Südsulawesi und das &amp;#039;&amp;#039;[[Meko (Gong)|meko]]&amp;#039;&amp;#039; auf der Kleinen Sundainsel [[Roti (Insel)|Roti]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die für das Gamelan typischen Buckelgongspiele werden in Form von Gongkreisen auch in der klassischen Musik auf dem südostasiatischen Festland in [[Myanmar]] (&amp;#039;&amp;#039;maung-zaing&amp;#039;&amp;#039;), Thailand (&amp;#039;&amp;#039;[[Khong (Gong)#Khong wong yai|khong wong yai]]&amp;#039;&amp;#039;), [[Laos]] (&amp;#039;&amp;#039;khong wong nyai&amp;#039;&amp;#039;) und [[Kambodscha]] (&amp;#039;&amp;#039;kong thom&amp;#039;&amp;#039;) gespielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten Gamelan außerhalb der Region wurden im frühen 20. Jahrhundert durch Auswanderer in den [[Niederlande]]n eingerichtet. Der niederländische [[Musikethnologie|Musikethnologe]] und Musiker [[Jaap Kunst]] (1891–1960) und sein US-amerikanischer Schüler [[Mantle Hood]] (1918–2005) haben viel zum Verständnis der Musik und zur Einrichtung von Gamelan-Ensembles im Westen beigetragen. In Deutschland konzertieren mehrere Gamelan-Musikgruppen. Von einigen Völkerkundemuseen, etwa vom [[Übersee-Museum]] in Bremen und vom [[Rautenstrauch-Joest-Museum]] in Köln sowie von manchen Musikschulen werden Unterrichtskurse angeboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zentraljava ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gamelan of Keraton Surakarta (Solo).ogv|mini|Gamelan-Ensemble auf dem [[Sekaten]]-Festival auf Java.]]&lt;br /&gt;
Ein Gamelan besteht aus vier Gruppen von Instrumenten:&lt;br /&gt;
# Musikinstrumente, die die Kernmelodie (&amp;#039;&amp;#039;balungan&amp;#039;&amp;#039;) spielen. Dazu gehören Metallophone mit Bronzeplatten über einem Holzkasten (&amp;#039;&amp;#039;saron&amp;#039;&amp;#039;) in drei verschiedenen Größen mit jeweils einer Oktave Abstand und das &amp;#039;&amp;#039;slenthem&amp;#039;&amp;#039;, das noch eine Oktave tiefer erklingt und dünne Klangplatten mit einzelnen Resonatoren aus Bambus oder Aluminiumröhren besitzt.&lt;br /&gt;
# Die interpunktierenden oder kolotomischen Instrumente. Sie kennzeichnen bestimmte Abschnitte eines Stücks und geben dabei die Struktur an. Der größte hängende Gong (&amp;#039;&amp;#039;[[gong ageng]]&amp;#039;&amp;#039;) markiert Anfang und Ende eines Stücks und längere Abschnitte. Der &amp;#039;&amp;#039;kenong&amp;#039;&amp;#039; ist ein Kesselgong mit Holzresonator. Er spielt kürzere Unterteilungen. Bei einigen Formen wird ein weiterer hängender und etwas kleinerer Gong gespielt, der &amp;#039;&amp;#039;kempul&amp;#039;&amp;#039;. Die kleineren Kesselgongs &amp;#039;&amp;#039;kethuk&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;kempyang&amp;#039;&amp;#039; füllen die Grundschläge der anderen weiter auf. Bei zwei höfischen Gamelan produzieren die in der Hand gehaltenen, bananenförmigen &amp;#039;&amp;#039;[[kemanak]]&amp;#039;&amp;#039; die kürzeste Zeiteinteilung.&lt;br /&gt;
# Instrumente, die die Grundmelodie verzieren (&amp;#039;&amp;#039;panerusan&amp;#039;&amp;#039;). Dazu gehören&lt;br /&gt;
#* das Gongspiel &amp;#039;&amp;#039;[[bonang]]&amp;#039;&amp;#039; in zwei Größen&lt;br /&gt;
#* das Metallophon &amp;#039;&amp;#039;[[gendèr]]&amp;#039;&amp;#039; in zwei Größen&lt;br /&gt;
#* das Xylophon &amp;#039;&amp;#039;gambang&amp;#039;&amp;#039; ähnlich den verschiedenen kambodschanischen &amp;#039;&amp;#039;[[roneat]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
#* die Bambuslängsflöte &amp;#039;&amp;#039;[[suling]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
#* die Spießgeige &amp;#039;&amp;#039;[[rebab]].&amp;#039;&amp;#039; Name und Form stammen von der arabischen &amp;#039;&amp;#039;[[rabāb]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
#* die Kasten[[zither]]n &amp;#039;&amp;#039;siter&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[celempung]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
:Auch die Solo-Sängerinnen (&amp;#039;&amp;#039;pesindhèn&amp;#039;&amp;#039;) und eine Gruppe von Männerstimmen (&amp;#039;&amp;#039;gérong&amp;#039;&amp;#039;) verzieren die Melodie.&amp;lt;br /&amp;gt;Jedes Instrument hat seine eigenen Muster und Regeln, nach denen es die Kernmelodie ausschmückt und interpretiert. Auch der Geschmack und die Fähigkeiten der Spieler bestimmen die Ausführung.&lt;br /&gt;
# &amp;lt;li value=&amp;quot;4&amp;quot;&amp;gt;Der Spieler der Trommel &amp;#039;&amp;#039;[[kendang]]&amp;#039;&amp;#039; leitet die Gruppe nicht auf optische, sondern akustische Weise; dabei gibt er bestimmte feststehende Signale, um das Stück und seine Teile zu beenden und das Tempo zu variieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem vollständigen Gamelan können bis zu 40 Spieler vereint sein. Es gibt keine eigentlichen Solisten. Jedes Musikinstrument ist für den Gesamtklang wichtig, und nur im Zusammenspiel aller Instrumente ergibt sich der gewünschte Klang. Insofern stellt ein Gamelan ein soziales Ideal dar, in dem jeder auf den anderen hört und seinen Teil zum Gesamtergebnis beiträgt, ohne selbst im Vordergrund zu stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Zentraljava werden zwei unterschiedliche Stimmungen benutzt:&lt;br /&gt;
* die fünftönige &amp;#039;&amp;#039;[[slendro]]&amp;#039;&amp;#039; und&lt;br /&gt;
* die siebentönige &amp;#039;&amp;#039;[[pélog]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abstände der Töne in &amp;#039;&amp;#039;slendro&amp;#039;&amp;#039; sind nahezu gleich. Die Stufen im Pelog weisen deutliche Unterschiede auf. Keine der beiden Stimmungen enthält reine Intervalle außer der [[Oktave]]. Jedes Gamelan hat seine eigene, etwas von den anderen abweichende Stimmung. Für &amp;#039;&amp;#039;slendro&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;pelog&amp;#039;&amp;#039; gibt es jeweils einen eigenen Satz Instrumente. Jedes Stück ist für eine Stimmung komponiert. Ein „vollständiges“ Gamelan heißt &amp;#039;&amp;#039;gamelan seprangkat&amp;#039;&amp;#039; und besteht aus einem Satz &amp;#039;&amp;#039;slendro&amp;#039;&amp;#039;- und einem Satz &amp;#039;&amp;#039;pelog&amp;#039;&amp;#039;-Instrumenten. Beim Spiel werden gleiche Instrumente „über Eck“ aufgestellt, und der Spieler dreht sich jeweils zu dem Instrument, das gebraucht wird. Daneben gibt es an den Sultanshöfen einige spezielle Gamelanorchester, die nur dort gespielt werden. Sie haben meist ein spezielles Repertoire. Die komplexen Regeln, die Grundlage jedes Gamelan-Stücks sind, wurden 2016 für Studienzwecke in ein Computerprogramm überführt, das auch als Hilfsmethode für Kompositionen nutzbar sein soll.&amp;lt;ref&amp;gt;Khafiizh Hastuti, Khabib Mustafa: [http://ijain.org/index.php/IJAIN/article/view/57/ijain_v2i1_p26_37 &amp;#039;&amp;#039;A method for automatic gamelan music composition.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;International Journal of Advances in Intelligent Informatics,&amp;#039;&amp;#039; Bd. 2, Nr. 1, März 2016, S. 26–37&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Beispiel für ein dörfliches Gamelan in kleiner Besetzung ist das im westjavanischen Regierungsbezirk [[Banyumas]] gespielte &amp;#039;&amp;#039;èbèg&amp;#039;&amp;#039;, das aus der Kegeloboe &amp;#039;&amp;#039;[[selompret]]&amp;#039;&amp;#039;, einem Metallophon &amp;#039;&amp;#039;saron wesi&amp;#039;&amp;#039; (ein &amp;#039;&amp;#039;saron&amp;#039;&amp;#039; mit Eisenklangplatten), Buckelgongs und Trommeln besteht. Es begleitet Ritualtänze mit [[Steckenpferd]]en (&amp;#039;&amp;#039;kuda lumping&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref&amp;gt;Margaret J. Kartomi: &amp;#039;&amp;#039;Gamelan. I. South-east Asia. 5. Instrumentation. (i) Central Java.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Grove Music Online&amp;#039;&amp;#039;, 2001&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bali ==&lt;br /&gt;
In der [[Balinesische Musik|balinesischen Musik]] gibt es eine größere Zahl verschiedener Ensembletypen. Sie benutzen teilweise unterschiedliche Instrumente und [[Stimmung (Musik)|Stimmungen]] und haben unterschiedliche soziale oder religiöse Funktionen. Neben Gamelan mit Metallophonen (&amp;#039;&amp;#039;[[Gangsa (Metallophon)|gangsa]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[gendèr]]&amp;#039;&amp;#039;) und Buckelgongreihen (&amp;#039;&amp;#039;[[reyong]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;trompong&amp;#039;&amp;#039;) gibt es dort vereinzelt auch Gamelan mit Bambusinstrumenten, darunter das westbalinesische Gamelan &amp;#039;&amp;#039;Jegog&amp;#039;&amp;#039;, bei dem die tiefsten [[Idiophon]]e über drei Meter lang sind. Die Jegog-Instrumente gibt es außerhalb von Bali nur dreimal weltweit – in [[San Francisco]], [[Tokio]] und im bayerischen [[Mühldorf am Inn]]. Anders als auf Java werden in vielen balinesischen Gamelan kleine Becken (&amp;#039;&amp;#039;[[ceng-ceng]]&amp;#039;&amp;#039;) als zusätzliche Perkussionsinstrumente verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der wohl populärste zeitgenössisch-klassische Musikstil ist das &amp;#039;&amp;#039;[[Gamelan Gong Kebyar]]&amp;#039;&amp;#039;. Es hat das frühere höfische Gong-Orchester &amp;#039;&amp;#039;Gong Gede&amp;#039;&amp;#039; abgelöst. Das kleine &amp;#039;&amp;#039;Gamelan Gambuh&amp;#039;&amp;#039; mit Bambusflöten und der Streichlaute &amp;#039;&amp;#039;rebab&amp;#039;&amp;#039; begleitet Tanzdramen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lombok ==&lt;br /&gt;
Auf der östlichen Nachbarinsel [[Lombok]] spielt die balinesische Minderheit die eigene Musiktradition in etwas reduzierter Form. Die Bevölkerungsmehrheit der [[Sasak]] hat in der [[Musik von Lombok]] aus Java und Bali stammende Gamelan-Traditionen übernommen und angepasst. Das balinesische &amp;#039;&amp;#039;Gamelan Gong Gede&amp;#039;&amp;#039; wurde zum &amp;#039;&amp;#039;Gamelan Gong Kuna&amp;#039;&amp;#039; reduziert. Das klassische Orchester auf Lombok ist das &amp;#039;&amp;#039;Gamelan Gendang Beleq&amp;#039;&amp;#039;, bei dem die Bronze-Metallophone durch die melodieführende Bambusflöte &amp;#039;&amp;#039;suling&amp;#039;&amp;#039; und gelegentlich durch das Doppelrohrblattinstrument &amp;#039;&amp;#039;[[preret]]&amp;#039;&amp;#039; ergänzt werden. Das dritte bedeutende Orchester ist das &amp;#039;&amp;#039;Gamelan Wayang Sasak&amp;#039;&amp;#039;, mit dessen Begleitung der Schattenspielzyklus &amp;#039;&amp;#039;[[Serat Menak Sasak]]&amp;#039;&amp;#039; aufgeführt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einflüsse auf die westliche Musik ==&lt;br /&gt;
Auf der [[Weltausstellung Paris 1889|Weltausstellung]] im Jahr 1889 in Paris war [[Claude Debussy]] nachhaltig vom Klangbild eines javanischen Gamelan-Ensembles fasziniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Komponist [[Steve Reich]] beschäftigte sich in den 1970er Jahren mit dem balinesischen Gamelan, was sich in der Komposition &amp;#039;&amp;#039;Music for 18 Musicians&amp;#039;&amp;#039; niederschlug.&amp;lt;ref&amp;gt;Steve Reich im Begleittext zur LP &amp;#039;&amp;#039;Music for 18 Musicians&amp;#039;&amp;#039;. ECM 1976; Peter Gutmann: [http://www.classicalnotes.net/columns/reich.html &amp;#039;&amp;#039;Reinventing American Classical Music.&amp;#039;&amp;#039;] classicalnotes.net&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die britische Band [[23 Skidoo]] veröffentlichte in den 1980er Jahren mehrere Alben, die von der Gamelanmusik beeinflusst waren. Darunter auch das 1984 erschienene Album &amp;#039;&amp;#039;Urban Gamelan&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Post-Rock]]-Band &amp;#039;&amp;#039;[[Godspeed You! Black Emperor]]&amp;#039;&amp;#039; gibt die Gamelanmusik als einen ihrer Einflüsse an und veröffentlichte 2003 einen Song mit dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Gamelan&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* David Harnish: &amp;#039;&amp;#039;Gamelan.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Grove Music Online,&amp;#039;&amp;#039; 25. Juli 2013&lt;br /&gt;
* Margaret J. Kartomi, Maria Mendonça: &amp;#039;&amp;#039;Gamelan.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Grove Music Online,&amp;#039;&amp;#039; 2001&lt;br /&gt;
* Andrew McGraw: &amp;#039;&amp;#039;Balinese gamelan&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Grove Music Online,&amp;#039;&amp;#039; 3. September 2014&lt;br /&gt;
* Henry Spiller: &amp;#039;&amp;#039;Focus: Gamelan Music of Indonesia.&amp;#039;&amp;#039; Routledge, New York 2008&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* Rainer Schütz: [http://gamelan-java.de/ &amp;#039;&amp;#039;Dhing-Dhong. Eine Einführung in die Gamelan-Musik von Surakarta und Umgebung.&amp;#039;&amp;#039;] gamelan-java.de&lt;br /&gt;
* Sumarsam: [http://sumarsam.web.wesleyan.edu/Intro.gamelan.pdf &amp;#039;&amp;#039;Introduction to Javanese Gamelan. Notes for Music 451 (Javanese Gamelan-beginners).&amp;#039;&amp;#039;] (PDF, 1988) Herbst 2002, S. 1–28&lt;br /&gt;
* [http://www.gamelan.to/ &amp;#039;&amp;#039;Gamelan of Java and Bali. Collections of themed recordings curated by John Noise Manis.&amp;#039;&amp;#039;] Yantra Productions&lt;br /&gt;
* [http://www.gamelan.gs/ &amp;#039;&amp;#039;Gamelan of Java and Bali. Collections of themed recordings curated by John Noise Manis.&amp;#039;&amp;#039;] Yantra Productions (neue Website mit Hörproben)&lt;br /&gt;
* [http://digital.philharmoniedeparis.fr/gamelan.aspx &amp;#039;&amp;#039;Le Gamelan Numérique.&amp;#039;&amp;#039;] digital.philharmoniedeparis.fr (Musikinstrumente zum Hören und selber Spielen)&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=Il5nGXComn0 &amp;#039;&amp;#039;Instruments of the Javanese Gamelan.&amp;#039;&amp;#039;] Youtube-Video des [http://www.aiav.org.au/gamelan Gamelan PERMAI] in Melbourne, Australien&lt;br /&gt;
* [http://www.gamelanmusik.de/gam_gruppen.htm Verzeichnis europäischer Gamelangruppen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Immaterielles Kulturerbe Indonesien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4155917-4 }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musik (Indonesien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Genre der traditionellen Musik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Perkussion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wikipedia:Artikel mit Video]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Immaterielles Kulturerbe (Indonesien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Repräsentatives immaterielles Kulturerbe]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Gkasperek</name></author>
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