<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Gallusquelle</id>
	<title>Gallusquelle - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Gallusquelle"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gallusquelle&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-22T02:50:16Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gallusquelle&amp;diff=2084305&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Zollernalb am 16. Oktober 2025 um 15:03 Uhr</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gallusquelle&amp;diff=2084305&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-10-16T15:03:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Wasserquelle&lt;br /&gt;
| Name= Gallusquelle&lt;br /&gt;
| Bild= Veringenstadt - Gallusquelle in Hermentingen.jpg&lt;br /&gt;
| Bildtext= Gallusquelle&lt;br /&gt;
| Lage= [[Landkreis Sigmaringen]] ([[Baden-Württemberg]])&lt;br /&gt;
| Breitengrad= 48.200057&lt;br /&gt;
| Längengrad= 9.214665&lt;br /&gt;
| Höhe=&lt;br /&gt;
| Karte= Deutschland Baden-Württemberg&lt;br /&gt;
| Region= DE-BW&lt;br /&gt;
| Gebirge= [[Schwäbische Alb]]&lt;br /&gt;
| Quelltyp= [[Karstquelle]]&lt;br /&gt;
| Austrittsart=&lt;br /&gt;
| Gestein=&lt;br /&gt;
| Flusssystem= [[Donau]]&lt;br /&gt;
| Vorfluter= [[Lauchert]] → [[Donau]] → [[Schwarzes Meer]]&lt;br /&gt;
| Schüttung= 470 l/s&lt;br /&gt;
| Tiefe=&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gallusquelle&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;Gallusbrunnen&amp;#039;&amp;#039;, ist eine [[Karstquelle]] im Stadtteil [[Hermentingen]] von [[Veringenstadt]] auf der [[Schwäbische Alb|Schwäbischen Alb]] in [[Baden-Württemberg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Die Gallusquelle ist eine der bedeutendsten [[Karstquelle]]n der Schwäbischen Alb. Sie befindet sich am westlichen Ende der geschlossenen Bebauung des Ortskerns von Hermentingen, unterhalb des westlichen Steilhangs über dem Tal der [[Lauchert]]. Der kleine [[Quelltopf]] ist eingezwängt zwischen zwei Dorfstraßen, was ihn nicht weniger sehenswert macht. Die Quelle [[Schüttung (Hydrologie)|schüttet]] durchschnittlich rund 470&amp;amp;nbsp;Liter Wasser pro Sekunde aus (min.&amp;amp;nbsp;300, max.&amp;amp;nbsp;2000&amp;amp;nbsp;l/s&amp;lt;ref name=IT&amp;gt;Informationstafel vor Ort: Gallusquelle in Hermentingen&amp;lt;/ref&amp;gt;), das nach einigen Metern der Lauchert zufließt. Das Wasser, das man heute offen abfließen sieht, ist nur ein Teil der gesamten Schüttung der Karstquelle, denn die Quelle ist gefasst und an die Trinkwasserversorgung des Zweckverbands Wasserversorgung Zollernalb angeschlossen. Sie versorgt rund 40.000 Menschen (bis nach Balingen) mit Trinkwasser. Ihr Einzugsgebiet umfasst etwa 40 bis 45&amp;amp;nbsp;km². Die Austrittsstelle liegt im Kreuzungsbereich zweier geologischer [[Störung (Geologie)|Störungssysteme]] ([[Lauchertgraben]] und [[Hohenzollerngraben]]). Sie ist die größte Quelle [[Hohenzollerische Lande|Hohenzollerns]]&amp;lt;ref name=IT/&amp;gt; und als [[Naturdenkmal]] und [[Geotop]] ausgewiesen. Am Rand des Quellbeckens steht die Statue des [[Gallus (Heiliger)|heiligen Gallus]]. Im nebenan liegenden renovierten [[Backhaus|Backhäuschen]] hat die Landesanstalt für Umweltschutz eine Pilotmessstation zur Bestimmung der [[Gewässergüteklasse|Rohwassergüte]] untergebracht. Am Eingang zum Wasserhäuschen befindet sich die Inschrift:&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;aqua vita est | eam puram habe | aliter finis tua erit&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;(deutsch: Wasser ist Leben, halte es rein, es wird sonst dein Ende sein.)&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste der Naturdenkmale in Veringenstadt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gallus Hermentingen.JPG|mini|Inschrift an der Quelle]]&lt;br /&gt;
Die Gallusquelle war wohl der Grund für Entstehung von Hermentingen etwa 500 n. Chr. Aus Schenkungen an die Klöster [[Fürstabtei St. Gallen|St. Gallen]] und [[Kloster Reichenau|Reichenau]] geht deutlich deren Einfluss auf die Christianisierung der Gegend hervor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TF1&amp;quot;&amp;gt;Th. Fink: Materialien zur Geschichte der Stadt Veringen. Band 4: Frühgeschichte. 2012. „Hohenzollerische Volkszeitung“ Jahrgang 1886 Nr. 188. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Legende erzählt folgendes:&amp;lt;ref name=&amp;quot;TF1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der [[Gallus (Heiliger)|hl. Gallus]] ließ sich von [[Überlingen]] kommend mit seinem Schüler Turibius dort im [[Lauchert]]tal wohnlich nieder, wo jetzt das Dorf Hermentingen liegt. Damals war die ganze Gegend mit Wäldern und dichtem Gestrüpp bedeckt. Die beiden wohnten in einer geräumigen Höhle nahe der Quelle, die ihnen gesundes Trinkwasser lieferte, und der fischreiche Fluss lieferte ihnen die Nahrung. Sie erbauten hier eine kleine Kapelle, die später nach und nach erweitert wurde. Diese Kapelle wurde später zu Ehren des Hl. Gallus geweiht und ist heute die zweitälteste Kapelle in [[Hohenzollernsche Lande|Hohenzollern]]. Kurze Zeit, nachdem das Kirchlein erbaut war, siedelte sich in dessen Nähe eine Familie an, welche den hl. Gallus auf seiner Wanderung näher kennen gelernt hatte. Sie errichtete hier ein Wohnhaus und begann im Tälchen zu roden. Der Einsiedler Gallus wurde in der ganzen Gegend bekannt und viele kamen, um ihn zu sehen und sich von ihm in der Lehre Christi unterrichten zu lassen. Nach und nach bauten mehrere Familien ihre Höfe um das Kirchlein und setzten die Bewirtschaftung des Landes fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf diese Weise entstand allmählich das Dorf Hermentingen. Der Ort hatte noch bis in das 14. Jahrhundert den Namen „Heremitingen“. Dies bedeutet: Wohnplatz eines Heremiten, [[Eremit]]en oder [[Einsiedler]]s. Im Laufe der Zeit entstand daraus die Bezeichnung Hermentingen. Die oben erwähnte Höhle ist nach dem Namen des St.-Gallus-Schülers genannt „Turbeles Höhle“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nutzung der Quelle ==&lt;br /&gt;
Die Gallusquelle diente anfangs zum [[Brauerei|Bierbrauen]] und ab 1847 einer Mühle zum [[Getreidemühle|Kornmahlen]].&amp;lt;ref&amp;gt;Th. Fink: Materialien zur Geschichte der Stadt Veringen. Band 26: 1840–1849. 2012. Staatsarchiv Sigmaringen: Ho 111 T 1 Nr. 6.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
1868 war durch starken Regen das Flusswasser der Lauchert derart schlecht, dass die Veringenstädter ihr Wasser von der Gallusquelle holen mussten.&amp;lt;ref&amp;gt;Th. Fink: Materialien zur Geschichte der Stadt Veringen. Band 27: 1850–1899. 2012. Der Donaubote: Nr. 58. 10. Dezember 1868.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Jahre 1893 kaufte das fürstliche Rentamt [[Hohenzollern-Sigmaringen]] die Mühle und baute ein Pumpwerk, um das kostbare Wasser auf den Birkhof hinaufzupumpen. Dem Pumpwerk schloss sich kurz darauf auch die Gemeinde Harthausen a. d. Scher an.&amp;lt;ref&amp;gt;Th. Fink: Materialien zur Geschichte der Stadt Veringen. Band 27: 1850–1899. 2012. Hohenzollerische Heimat.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1912 schloss sich auch die Gemeinde Hermentingen selbst an diese Gruppenwasserversorgung an. Der Weiler Lieshof wird 1948 an die Wasserleitung Hermentingen – Harthausen angeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der wirtschaftliche Aufschwung nach dem Zweiten Weltkrieg mit hohem Wasserbedarf sowie mehrere sehr trockene Sommer mit erheblichem Wassermangel, haben die Stadt [[Balingen]], die Gemeinden [[Bitz]], [[Frommern]], [[Onstmettingen]] und [[Harthausen auf der Scher]] dazu veranlasst, am 1. September 1950 den „Zweckverband Wasserversorgung Zollernalb“ zu gründen. Nachdem 1988 ein neues Wasserwerk erstellt wurde, ist von der 1952 erstellten Pumpanlage mit 3 Kolbenpumpen eine Pumpe als technisches Baudenkmal erhalten geblieben. Hersteller der Kolbenpumpe war die [[Maschinenfabrik Esslingen]]; 88/min; Hub 350&amp;amp;nbsp;mm; Motorleistung 250 kW; Fördermenge 62 l/min; Förderhöhe 300&amp;amp;nbsp;m; Arbeit der Pumpe 83.747 Betriebsstunden; von 1952 bis 17. November 1984: 19.429.304&amp;amp;nbsp;m&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Gallus-Quelle Veringenstadt-Hermentingen Infowand zum historichen Pumpwerk.jpg|Infowand zum historischen Pumpwerk&lt;br /&gt;
Datei:Gallus-Quelle Veringenstadt-Hermentingen Pavillon mit historischem Kolben-Pumpwerk.jpg|Pavillon mit historischem Kolbenpumpwerk aus dem Jahr 1952&lt;br /&gt;
Datei:Gallus-Quelle Veringenstadt-Hermentingen historiches Kolben-Pumpwerk 1.jpg|Zugang zum Pavillon&lt;br /&gt;
Datei:Gallus-Quelle Veringenstadt-Hermentingen historiches Kolben-Pumpwerk Armatur Pumpleistung.jpg|Armatur Pumpleistung&lt;br /&gt;
Datei:Gallus-Quelle Veringenstadt-Hermentingen historiches Kolben-Pumpwerk 2.jpg|Historisches Kolbenpumpwerk aus dem Jahr 1952&lt;br /&gt;
Datei:Gallus-Quelle Veringenstadt-Hermentingen historiches Kolben-Pumpwerk 3.jpg|Historisches Kolbenpumpwerk aus dem Jahr 1952&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1978 wurde das Quellbecken der Gallusquelle neu gestaltet&amp;lt;ref name=IT/&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aktuelle wissenschaftliche Untersuchungen ==&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Verbundprojektes AGRO wird ein Werkzeug zum prozessbasierten Risikomanagement von Spurenstoffen und Krankheitserregern für [[Karstgrundwasserleiter]] im Einzugsgebietsmaßstab erarbeitet. Die Gallusquelle bietet als Untersuchungsobjekt ideale Voraussetzungen, um die Projektziele zu erreichen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a) intensiv erforschtes Karstsystem mit langjährigen Basisdaten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
b) [[Einzugsgebiet]] enthält verschiedene Formen der [[Landnutzung]],&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
c) direkte Nutzung der Quelle zur Trinkwasserversorgung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies erlaubt allgemeine Aussagen für das [[Risikomanagement]] abzuleiten und ist eine Voraussetzung für die Übertragbarkeit auf andere Grundwasserfließsysteme. Gesamtziel des Forschungsvorhabens ist die Bereitstellung konkreter Maßnahmen zur Identifizierung und Minderung des Eintrags von neuen Schadstoffen und Krankheitserregern in das Grundwasser im Einzugsgebietsmaßstab.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20131127145701/http://projekt-agro.de/index.php/die-gallusquelle Die Gallusquelle] auf der Website des Projektes AGRO (Von Archive.org archivierte Version der Projektwebsite vom 21. April 2014)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste von Karstquellen in Baden-Württemberg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://schwaebischealbnatur.blogspot.com/2010/06/gallusquelle-in-veringenstadt.html Gallusquelle Veringenstadt]&lt;br /&gt;
* [http://www.bmbf.riskwa.de/de_1258.html Projekt ARGO]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quelle im Landkreis Sigmaringen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schutzgebiet in Veringenstadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Flusssystem Lauchert|QGallusquelle]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Karstquelle in Deutschland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quelle der Schwäbischen Alb]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Naturdenkmal im Landkreis Sigmaringen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gallus (Heiliger) als Namensgeber]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heiligenbrunnen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Zollernalb</name></author>
	</entry>
</feed>