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	<title>Galgentor - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T22:26:48Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Galgentor&amp;diff=1301221&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: typo, form</title>
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		<updated>2024-08-21T14:31:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;typo, form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Frankfurt Gallustor vor 1809.jpg|miniatur|Das Galgentor galt als schönstes Frankfurter Stadttor]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Frankfurt Am Main-Stadtbefestigung-Galgentor-Faber-1552.gif|miniatur|Galgentor auf dem Belagerungsplan, 1552]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Galgentor&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, in der frühen Neuzeit auch &amp;#039;&amp;#039;Gallustor&amp;#039;&amp;#039;, war eines von fünf [[Stadttor]]en der [[spätmittelalter]]lichen [[Frankfurter Stadtbefestigung]], welche den Zugang zur [[Frankfurt-Innenstadt|Frankfurter Neustadt]] erlaubten, deren Umfriedung [[Römisch-deutscher Kaiser|Kaiser]] [[Ludwig IV. (HRR)|Ludwig der Bayer]] der Stadt 1333 gestattete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage und Umgebung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Frankfurt Stadtmauer 1750.jpg|miniatur|Blick vom [[Goethe-Haus]] zum Galgentor, um 1750]]&lt;br /&gt;
Das Galgentor wurde 1381 bis 1392 errichtet. Dem Tor vorgelagert war eine Brücke über den Stadtgraben mit einem Vorwerk. An seiner Landseite begann die [[Mainzer Landstraße]]. Vom Tor aus führte die &amp;#039;&amp;#039;Große Gallusgasse&amp;#039;&amp;#039; zum [[Roßmarkt (Frankfurt am Main)|Roßmarkt]], dem wichtigsten Platz in der Stadt. Die Gasse ist auch heute noch als &amp;#039;&amp;#039;Große Gallusstraße&amp;#039;&amp;#039; eine wichtige innerstädtische Verbindungsstraße. Die Kreuzung der Großen Gallusstraße mit der [[Neue Mainzer Straße|Neuen Mainzer Straße]], wo das historische Galgentor lag, ist das Zentrum des [[Frankfurter Bankenviertel|Bankenviertels]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Westlich des Tores lag das &amp;#039;&amp;#039;[[Richtstätten in Frankfurt am Main|Galgenfeld]]&amp;#039;&amp;#039;, wo sich seit dem 14. Jahrhundert das [[Blutgerichtsbarkeit|Hochgericht]] befand. Hier wurden vom 14. Jahrhundert bis 1799 öffentliche Hinrichtungen durch [[Hängen]] oder [[Rädern]] vollzogen. Im August 1806 wurde das Hochgericht eilig abgerissen, weil die französische Armee das Galgenfeld als [[Militärparade|Paradeplatz]] für ein öffentliches Feuerwerk zu Ehren Kaiser [[Napoleon Bonaparte|Napoléons]] beanspruchte. Heute befindet sich hier das [[Frankfurt-Bahnhofsviertel|Bahnhofsviertel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:HMF Meister Antze St Bartholomaeus 1352 DSC 6292.jpg|miniatur|Kopfbild des Hl. Bartholomäus vom Galgentor (ca. 1352)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:HMF Kopfbild Karl der Grosse 1390 DSC 6294.jpg|miniatur|Kopfbild Karls des Großen vom Galgentor (ca. 1390)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Frankfurt Stadtmauer 1805.jpg|miniatur|Abbrucharbeiten vor dem Galgentor 1805]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Frankfurt Am Main-Stadtbefestigung-Hess-Gallus Tor-Aufmass.gif|miniatur|Entwurf des klassizistischen Gallustors, 1808]]&lt;br /&gt;
Das Galgentor war trotz seines abschreckenden Namens das bedeutendste Frankfurter Tor, da der Verkehr von und nach [[Mainz]] hindurchführte. Eine besondere Rolle spielte es bei den [[Krönung der römisch-deutschen Könige und Kaiser|Kaiserkrönungen]], weil die neu gewählten Kaiser seit dem Ende des 14. Jahrhunderts durch das Tor in die Stadt einzuziehen pflegte. Sein viereckiger Torturm war daher besonders repräsentativ gestaltet: an der Außenseite befanden sich unter [[Gotik|gotischen]] [[Baldachin]]en die Statuen der städtischen Schutzpatrone, des [[Bartholomäus (Apostel)|Heiligen Bartholomäus]] und [[Karl der Große|Karls des Großen]] zwischen einem auf einem Löwen stehenden [[Reichsadler]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als sich im [[Schmalkaldischer Krieg|Schmalkaldischen Krieg]] 1546 kaiserliche Truppen der Stadt gefährlich näherten, brach man den Turm zur Hälfte ab, um etwaigen Verteidigungsfeuer aus der Stadt nicht im Wege zu stehen. Der erwartete Angriff blieb aus, und er wurde danach aber binnen kürzester Zeit wieder aufgebaut, als bereits der Belagerungsplan von 1552 den Turm wieder in voller Größe und mit Dach zeigt. Es ist zugleich die einzige detaillierte und letzte Darstellung des Bauwerks in seiner mittelalterlichen Form. 1607 kam es durch den Anbau eines [[Rondell]]s am Torturm zu einer ersten baulichen Veränderung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem 16. Jahrhundert wusste der Frankfurter Chronist [[Achilles Augustus von Lersner]] noch verschiedenes über das Galgentor zu berichten. So soll es 1582 auf [[Maria Magdalena|Maria Magdalenentag]], also den 22. Juli, zu einer Prügelei zwischen den Turmwärtern gekommen sein. Dies geschah angeblich just in dem Moment, als eine Prozession gerade durch das Tor schritt, weswegen einem der Wärter zur Strafe die Augen ausgestochen worden seien.&amp;lt;ref&amp;gt;Achilles Augustus von Lersner: &amp;#039;&amp;#039;Der weit-berühmten Freyen Reichs-, Wahl- und Handels-Stadt Franckfurt am Main Chronica [...]&amp;#039;&amp;#039;. Zweites Buch, Selbstverlag, Frankfurt am Main 1706, S. 10. Diese Angabe ist vom ohnehin kritisch zu lesenden Lersner nicht urkundlich belegt. Sie erscheint zweifelhaft, da Stadtarchivar Georg Ludwig Kriegk, der die &amp;#039;&amp;#039;Criminalia&amp;#039;&amp;#039;-Akten kannte, in seinem Werk &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Bürgerthum im Mittelalter&amp;#039;&amp;#039;. Rütten und Löning, Frankfurt am Main, 1868 auf S. 253 ausführt, die Strafe des Ausstechens der Augen sei in Frankfurt 1558 das letzte Mal vollstreckt worden.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im selben Jahr soll es laut Lersner am 18. Juli zudem zu einem Feuer gekommen sein, das die aus Holz gebauten Teile des Turms völlig vernichtete und einen weitgehenden Neubau nötig machte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] begann die Stadt, ihre veralteten Stadtmauern durch eine nach den damals modernen Grundsätzen der &amp;#039;&amp;#039;niederländischen Festungsbauweise&amp;#039;&amp;#039; angelegte [[Schanze (Festungsbau)|Sternschanzenfestung]] zu erweitern. 1635 wurde dem Galgentor und dem inneren Stadtgraben eine [[Bastion]] vorgelagert, das &amp;#039;&amp;#039;Galgenbollwerk&amp;#039;&amp;#039;, vor dem ein weiterer Graben verlief. Das mittelalterliche Galgentor führte somit nicht mehr auf die Landstraße, sondern auf den Festungswall. Etwa 100 Meter südlich des Tores, zwischen Galgenbollwerk und &amp;#039;&amp;#039;Mainzer Bollwerk&amp;#039;&amp;#039;, entstand 1661 bis 1662 das &amp;#039;&amp;#039;Neue Galgentor&amp;#039;&amp;#039; mit einer [[Zugbrücke]] über den äußeren Stadtgraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 18. Jahrhundert kam der Name &amp;#039;&amp;#039;Gallustor&amp;#039;&amp;#039; auf, nachdem die Erinnerung an den mittelalterlichen [[Galgen]] zunehmend als anstößig empfunden wurde. Um den Gesinnungswechsel zu unterstreichen, erhielt der gleichnamige Brunnen in der nahe gelegenen &amp;#039;&amp;#039;Kleinen Galgengasse&amp;#039;&amp;#039;, bald &amp;#039;&amp;#039;Kleine Gallusgasse&amp;#039;&amp;#039;, 1783 eine Bildhauerarbeit des [[Gallus (Heiliger)|heiligen Gallus]]. Der Brunnen ging wie das ganze Stadtviertel erst bei den [[Luftangriffe auf Frankfurt am Main|Luftangriffen auf Frankfurt am Main]] im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] unter. 1808 wurde die gesamte Toranlage mit Turm und vorgelagerter Brücke abgerissen. Auf dem Gelände legte Stadtgärtner [[Sebastian Rinz]] die [[Wallanlagen (Frankfurt am Main)#Gallusanlage|Gallusanlage]] an, ein Teil des durch eine [[Wallservitut]] geschützten Grüngürtels, der sich bis heute um die Frankfurter Innenstadt zieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anstelle des mittelalterlichen Torbaus errichtete [[Johann Friedrich Christian Hess]] 1810 das &amp;#039;&amp;#039;Taunustor&amp;#039;&amp;#039;, zwei klassizistische Torbauten mit schmiedeeisernen Gittern, die noch bis 1864 jeden Abend verschlossen wurden. Unter Verwendung von Resten des barocken Torbaus über den äußeren Stadtgraben entstand südlich davon das &amp;#039;&amp;#039;Gallustor&amp;#039;&amp;#039; (heute [[Willy-Brandt-Platz (Frankfurt am Main)|Willy-Brandt-Platz]]). In das erhaltene alte Erdgeschoss brach man neue Türen und Fenster und versah es mit einem Dach im neuen Zeitgeschmack. Das Giebelfeld war mit dem Stadtwappen sowie der goldenen Inschrift &amp;#039;&amp;#039;S. Gallus Thor MDCCCIX&amp;#039;&amp;#039; versehen, das alte Holztor ersetzte nun die prachtvolle Arbeit eines Kunstschmieds. Beide Torbauten wurden Ende des 19. Jahrhunderts abgerissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Geschichte von Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
* [[Richtstätten in Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Architekten- &amp;amp; Ingenieur-Verein (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Frankfurt am Main und seine Bauten&amp;#039;&amp;#039;. Selbstverlag des Vereins, Frankfurt am Main 1886&lt;br /&gt;
* Walter Gerteis: &amp;#039;&amp;#039;Das unbekannte Frankfurt&amp;#039;&amp;#039;. 8. Auflage, Verlag Frankfurter Bücher, Frankfurt am Main 1991, ISBN 3-920346-05-X&lt;br /&gt;
* Rudolf Jung: &amp;#039;&amp;#039;Die Niederlegung der Festungswerke in Frankfurt am Main 1802 - 1807&amp;#039;&amp;#039;, in: Archiv für Frankfurts Geschichte und Kunst, Bd. 30, Selbstverlag des Vereines für Geschichte und Alterthumskunde, Frankfurt am Main 1913&lt;br /&gt;
* [[Fried Lübbecke]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Antlitz der Stadt. Nach Frankfurts Plänen von Faber, Merian und Delkeskamp. 1552-1864&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Waldemar Kramer, Frankfurt am Main 1952&lt;br /&gt;
* Heinrich Schüßler: &amp;#039;&amp;#039;Frankfurts Türme und Tore&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Waldemar Kramer, Frankfurt am Main 1951&lt;br /&gt;
* Carl Wolff, Rudolf Jung: &amp;#039;&amp;#039;Die Baudenkmäler von Frankfurt am Main – Band 2, Weltliche Bauten&amp;#039;&amp;#039;. Selbstverlag/Völcker, Frankfurt am Main 1898&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einzelnachweise ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|Stadtbefestigungen von Frankfurt am Main}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Gallustor}}&lt;br /&gt;
* {{altfrankfurt|Objekt=Galgentor und Galgenfeld|Pfad=Tore/Galgentor/}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Frankfurter Stadtbefestigung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=/|NS=50.111138|EW=8.673071|type=landmark|region=DE-HE}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gotisches Bauwerk in Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadttor in Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Frankfurt-Innenstadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Torturm in Hessen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut im 14. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Turm in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zerstört in den 1800er Jahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abgegangenes Bauwerk in Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Turm in Frankfurt am Main]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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