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	<title>Galeazzo Maria Sforza - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Nadi2018: Form</title>
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		<updated>2025-10-27T12:56:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Piero Pollaiuolo Portrait of Galeazzo Maria Sforza.jpg|mini|[[Piero del Pollaiuolo]], Porträt des Galeazzo Maria Sforza, 1471, [[Uffizien]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Galeazzo Maria Sforza&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[24. Januar]] [[1444]] in [[Fermo]]; † [[26. Dezember]] [[1476]] in [[Mailand]]) war [[Herzogtum Mailand|Herzog von Mailand]]. Er gehörte zur Familie [[Sforza]] und war der Sohn von [[Francesco I. Sforza]] und [[Bianca Maria Visconti]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Galeazzo Maria hatte auf Wunsch seines Vaters eine klassische („humanistische“) Ausbildung genossen, die ihm Kenntnisse in Geschichte, Geographie, Politik, Musik und Tanz sowie in klassischen Sprachen vermittelte.&amp;lt;ref&amp;gt;Alfredo Bosisio: &amp;#039;&amp;#039;Storia di Milano.&amp;#039;&amp;#039; Giunti-Martello, Mailand 1978, S. 179.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bereits in jungen Jahren wurde er von seinem Vater als Botschafter eingesetzt, u. a. nach Florenz, wo er [[Cosimo de’ Medici|Cosimo de Medici]] traf, einen Verbündeten der Sforza. Danach begann sein Vater, ihn mit den Regierungsgeschäften vertraut zu machen. 1465 wurde er mit einem Aufgebot nach Frankreich entsandt, um dort König [[Ludwig XI.]] gegen [[Ligue du Bien public|aufständische Adlige]] um [[Karl der Kühne|Karl den Kühnen]] zu unterstützen. Hintergedanke war ein verbessertes Einvernehmen mit dem mächtigen Land jenseits der Alpen. Am 6. März 1466 starb Francesco Sforza unerwartet nach einer plötzlich aufgetretenen Krankheit. Von seiner Mutter dringend zurückberufen, übergab Galeazzo Maria das Kommando seiner Truppen an einen Stellvertreter und durchquerte verkleidet den Machtbereich des verfeindeten Herzogs von Savoyen [[Amadeus IX. (Savoyen)|Amadeus IX.]]&amp;lt;ref&amp;gt;Alfredo Bosisio: &amp;#039;&amp;#039;Storia di Milano.&amp;#039;&amp;#039; Giunti-Martello, Mailand 1978, S. 178.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei wurde er erkannt und musste Zuflucht in einer [[Abtei Novalesa|Abtei]] nehmen, wo er sich mit seinem Gefolge verschanzte. Auf Vermittlung seiner Mutter, die dabei auch die Allianz mit Frankreich ins Spiel brachte, um Druck auf Savoyen auszuüben, erhielt er jedoch freies Geleit und zog am 20. März in Mailand ein, wo er die Regierung übernahm. Mit Ausnahme des traditionell verfeindeten [[Republik Venedig|Venedigs]] entsendeten alle italienischen Staaten Kondolenznachrichten zur Beerdigung des verstorbenen Herzogs Francesco.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außenpolitisch war Mailand nicht nur mit Frankreich befreundet, sondern seit 1450 auch eng mit Florenz verbunden. Diese zwischen Francesco Sforza und Cosimo de Medici geschlossene Allianz war für beide Seiten von grundlegender Bedeutung; das militärisch starke Mailand stützte wiederholt die Medici, umgekehrt finanzierte die [[Banco Medici|Bank der Medici]] den Wiederaufbau des Herzogtums Mailand nach den vergangenen Kriegen. Zudem war die [[Republik Genua]] Teil des Bündnisses. Dagegen standen die Republik Venedig, Savoyen, die [[Markgrafschaft Montferrat]] und der König von Neapel, [[Alfons V. (Aragón)|Alfons V. von Aragón]].&amp;lt;ref&amp;gt;Francesco Cognasso: &amp;#039;&amp;#039;I Savoia.&amp;#039;&amp;#039; Corbaccio, Mailand 1999, S. 276.&amp;lt;/ref&amp;gt; Venedig und Savoyen versuchten nun nach dem überraschenden Tod Francesco Sforzas aus der neuen Lage Kapital zu schlagen und die bestehenden Allianzen auszuhebeln. Im Krieg von 1467 verteidigte der junge Galeazzo Maria sich erfolgreich gegen seine feindlichen Nachbarn. In der [[Schlacht von Riccardina]] am 25. Juli 1467 trafen florentinische, mailändische und verbündete Truppen auf von Venedig finanzierte Truppen. Auf der anderen Seite zwang Galeazzo Maria den [[Philipp II. (Savoyen)|Philipp II von Savoyen]] zur Kapitulation. Ein vom Papst vermittelter Friede beendete den Krieg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innenpolitisch förderte Galeazzo Maria die Handwerksbetriebe der Lombardei, die er mit diversen Maßnahmen vor ausländischer Konkurrenz schützte. Dazu leitete er 1470 den Reisanbau ein. 1474 begann er eine Währungsreform und führte mit dem [[Testone]] eine Silbermünze ein, der sich rasch in vielen Staaten Italiens verbreitete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod seiner ersten Frau heiratete Galeazzo Maria auf Druck des französischen Verbündeten [[Bona von Savoyen]], um ein Einverständnis zwischen Frankreich, Savoyen und Mailand herzustellen. Darüber überwarf er sich mit seiner Mutter, die gegen die Hochzeit war. Gleichzeitig willensstark und entscheidungsfreudig, zeigte er sehr schnell Züge von Grausamkeit und Sadismus. So verurteilte er einen Geistlichen zum Hungertod, weil dieser ihm eine nur kurze Regierungszeit vorhergesagt hatte. Dazu war er auch für seinen [[Wollust|wollüstigen]] Charakter bekannt: Er kaufte Frauen und Mädchen, die er danach an seine Höflinge weitergab. Einem Mann ließ er aus krankhafter Eifersucht die Hände abhacken.&amp;lt;ref&amp;gt;Lauro Martines: &amp;#039;&amp;#039;Die Verschwörung. Aufstieg und Fall der Medici im Florenz der Renaissance.&amp;#039;&amp;#039;  Primus, Darmstadt 2004, S. 25.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er umgab sich mit Geliebten, von denen die Adlige Lucia Marliani aufgrund ihres Einflusses herausragte.&amp;lt;ref&amp;gt;Alfredo Bosisio: &amp;#039;&amp;#039;Storia di Milano.&amp;#039;&amp;#039; Giunti-Martello, Mailand 1978, S. 178.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Galeazzo Maria war als Patron von Kunst und Musik bekannt. Durch sein Engagement wurde sein Hoforchester eines der bekanntesten und historisch wichtigsten in Europa.&amp;lt;ref&amp;gt;Lauro Martines: &amp;#039;&amp;#039;Die Verschwörung. Aufstieg und Fall der Medici im Florenz der Renaissance.&amp;#039;&amp;#039;  Primus, Darmstadt 2004, S. 25.&amp;lt;/ref&amp;gt; Komponisten aus dem Norden, vor allem aus [[Flandern]] und den [[Niederlande]]n kamen an seinen Hof; darunter [[Alexander Agricola]], [[Johannes Martini (Komponist)|Johannes Martini]], [[Loyset Compère]], [[Gaspar van Weerbeke]], vor allem aber [[Josquin des Prez]], der später als der berühmteste Komponist der Zeit in Europa galt. Das [[Castello Sforzesco]] ließ er aufwendig verschönern und ließ von [[Bonifacio Bembo]] und [[Vincenzo Foppa]] einige Säle des [[Castello Visconteo (Pavia)|Castello Visconteo]] in [[Pavia]] mit Fresken bemalen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Evelyn Kathleen Welch |Titel=Galeazzo Maria Sforza and the Castello di Pavia,1469 |Sammelwerk=The Art Bulletin |Nummer=71 |Auflage=361-362 |Datum=1986 |Sprache=en |ISSN=0004-3079 |Online=https://www.tandfonline.com/doi/abs/10.1080/00043079.1989.10788512}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Galeazzo Maria wurde am 26. Dezember 1476, kurz nach seiner Rückkehr von einer Strafaktion gegen den [[Herzogtum Burgund|Herzog von Burgund]], in der Basilica di Santo Stefano Maggiore von drei Adligen (Carlo Visconti, Giovanni Andrea Lampugnani und Gerolamo Olgiati) ermordet. Angestiftet wurden sie dabei auch von Cola Montano,&amp;lt;ref&amp;gt;Tobias Daniels: &amp;#039;&amp;#039;Umanesimo, congiure e propaganda politica. Cola Montano e l’Oratio ad Lucenses.&amp;#039;&amp;#039; Collana Inedita Saggi, RR 63, Roma 2015, ISBN 978-88-85913-88-2.&amp;lt;/ref&amp;gt; der von Galeazzo öffentlich ausgepeitscht worden war. Bisher gingen die Historiker davon aus, dass es sich bei dem Mordkomplott um einen Umsturzversuch handelte, der jedoch scheiterte.&amp;lt;!-- hier bleiben Belege aus Fachliteratur zu ergänzen--&amp;gt; Gregory Lubkin erkennt vorwiegend Loyalitätsverluste, stellt neben politische Gründe jedoch das allgemeine Sozialverhalten, beispielsweise [[Promiskuität]].&amp;lt;ref&amp;gt;Gregory Lubkin: &amp;#039;&amp;#039;A Renaissance court. Milan under Galeazzo Maria Sforza.&amp;#039;&amp;#039; University of California Press, Berkeley/Los Angeles/London 1994, S. 240&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Lauro Martines sieht jeweils unterschiedliche Hauptmotive bei den drei Mördern; Visconti habe sich aus Gründen der Familienehre gegen den Herzog gewendet, da dieser seine Schwester entehrt hatte. Olgiati habe aus idealistischen Motiven und aus nostalgischer Erinnerung an die [[Ambrosianische Republik]] gehandelt. Lampugnani dagegen habe sich aus Rache am Mord beteiligt, nachdem seine Familie mit dem Bischof von Como in einem Streit um Pachtland geraten und vom Herzog übervorteilt worden war.&amp;lt;ref&amp;gt;Lauro Martines: &amp;#039;&amp;#039;Die Verschwörung. Aufstieg und Fall der Medici im Florenz der Renaissance.&amp;#039;&amp;#039;  Primus, Darmstadt 2004, S. 25&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Galeazzo sforza assassination.jpg|mini|Eine Darstellung der Ermordung von Galeazzo Maria Sforza]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Galeazzo Maria heiratete 1466 in erster Ehe &amp;#039;&amp;#039;Dorotea Gonzaga&amp;#039;&amp;#039;, Tochter des [[Ludovico III. Gonzaga]], Markgraf von [[Herzogtum Mantua|Mantua]], die aber bereits nach zwei Jahren (1468) kinderlos starb. Noch in ihrem Todesjahr, am 6. Juli 1468, heiratete er [[Bona von Savoyen]] (1449–1503), eine Tochter des Herzogs [[Ludwig (Savoyen)|Ludwig]]. Sie ist die Mutter seiner Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Gian Galeazzo Sforza]] (1469–1494), Herzog von Mailand 1476&lt;br /&gt;
* Ermes Sforza (*/† 1470)&lt;br /&gt;
* [[Bianca Maria Sforza]] (1472–1510) ⚭ 1494 [[Römisch-deutscher Kaiser|Kaiser]] [[Maximilian I. (HRR)|Maximilian I.]] (1459–1519)&lt;br /&gt;
* Anna Sforza (* 1473, † 30. November 1497) ⚭ 12. Januar 1491 [[Alfonso I. d’Este]] (1476–1534)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit seiner Geliebten Lucrezia Landriano hatte er zumindest eine uneheliche Tochter:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Caterina Sforza]] (* 1463, † 28. Mai 1509) ⚭ (I) 1477 [[Girolamo Riario]], Herr von [[Imola]] (1443–1488); (II) Giacomo Feo (†&amp;amp;nbsp;1495); (III) 1497 [[Giovanni di Pierfrancesco de’ Medici|Giovanni de’ Medici]] (1467–1498)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Emil Dürr]]: &amp;#039;&amp;#039;Galazzo Maria Sforza und seine Stellung zu den Burgunderkriegen&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Basler Zeitschrift für Geschichte und Altertumskunde]]&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 10, 1911, S. 259–414. ([https://www.e-periodica.ch/digbib/view?pid=bzg-002:1911:10#266 Digitalisat])&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070629132149/http://www.bautz.de/bbkl/s/s3/sforza_g_m.shtml |band=9|spalten=1579-1583|autor=James Hogg|artikel=Sforza, Galeazzo Maria}}&lt;br /&gt;
* Gregory Lubkin: &amp;#039;&amp;#039;A Renaissance court. Milan under Galeazzo Maria Sforza.&amp;#039;&amp;#039; University of California Press, Berkeley/Los Angeles/London 1994, ISBN 0-520-08146-3.&lt;br /&gt;
* Lauro Martines: &amp;#039;&amp;#039;Die Verschwörung. Aufstieg und Fall der Medici im Florenz der Renaissance.&amp;#039;&amp;#039;  Primus, Darmstadt 2004, ISBN 3-89678-254-1. (S. 24–30)&lt;br /&gt;
* [[:s:Die Schedelsche Weltchronik (deutsch):256|&amp;#039;&amp;#039;Galeacius maria hertzog zu Mayland&amp;#039;&amp;#039;]] in der [[Schedelsche Weltchronik|&amp;#039;&amp;#039;Schedelschen Weltchronik&amp;#039;&amp;#039;]] von 1493.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Galeazzo Maria Sforza}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personenleiste|VORGÄNGER=[[Francesco I. Sforza]]|AMT=[[Liste der Herrscher von Mailand|Herzog von Mailand]]|ZEIT=1466–1476|NACHFOLGER=[[Gian Galeazzo Sforza]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118812920|LCCN=n/83/225412|VIAF=18018815}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Sforza, Galeazzo Maria}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Herzog (Mailand)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Familienmitglied des Adelsgeschlechts Sforza|Galeazzo Maria]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1444]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1476]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ludovico Sforza]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Francesco I. Sforza]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Sforza, Galeazzo Maria&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Herzog von Mailand&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=24. Januar 1444&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Fermo]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=26. Dezember 1476&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Mailand]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Nadi2018</name></author>
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