<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Galater</id>
	<title>Galater - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Galater"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Galater&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-05T09:25:52Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Galater&amp;diff=17470&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie.</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Galater&amp;diff=17470&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-12-23T10:32:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Redundanztext&lt;br /&gt;
|3=Galater&lt;br /&gt;
|4=Galatien&lt;br /&gt;
|2=November 2024|1=[[Benutzer:Hajo-Muc|Hajo-Muc]] ([[Benutzer Diskussion:Hajo-Muc|Diskussion]]) 05:18, 28. Nov. 2024 (CET)}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Roman Empire - Galatia (125 AD).svg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Die römische Provinz Galatia&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Galater&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (griechisch Γαλάται &amp;#039;&amp;#039;Galátai&amp;#039;&amp;#039;) ist die Bezeichnung für die Nachfahren der 20.000 [[Kelten|keltischen]] [[Söldner]] vom Stamm der [[Volcae]], die [[278 v. Chr.]] von König [[Nikomedes I.]] von [[Bithynien]] angeworben wurden. Sie ließen sich im Gebiet um [[Gordion]] und [[Ankyra (Galatien)|Ankyra]] (das heutige [[Ankara]]) nieder, das später nach ihnen [[Galatien]] genannt wurde. Sie teilten sich in drei Stämme, die  &amp;#039;&amp;#039;[[Tolistobogier]]&amp;#039;&amp;#039; (Τολιστοβόγιοι, Tolistobogii), die &amp;#039;&amp;#039;[[Tektosagen]]&amp;#039;&amp;#039; (Τεκτόσαγες, Tectosages), mit ihren Teilstämmen der &amp;#039;&amp;#039;Ambitouti&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Toutobodiaci&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Voturi&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Johannes Hoops: &amp;#039;&amp;#039;Reallexikon der germanischen Altertumskunde.&amp;#039;&amp;#039; Walter de Gruyter, 1968, ISBN 978-3-11-018387-0, S.&amp;amp;nbsp;564.&amp;lt;/ref&amp;gt;, und die &amp;#039;&amp;#039;[[Trokmer]]&amp;#039;&amp;#039; (Τρόκμοι, Trocmi).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Galater werden auch im [[Neues Testament|Neuen Testament]] erwähnt, und zwar im [[Brief des Paulus an die Galater]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:10 2023 - Palazzo Altemps, Roma, Lazio, 00186, Italia - Galata suicida (Ludovisi Gaul) - Arte Ellenistica Greca - Copia Romana - Photo Paolo Villa FO232046 ombre gimp bis.jpg|mini|200px|&amp;#039;&amp;#039;Ein Galater tötet sich und seine Frau, nachdem Attalos I. von Pergamon die Galater besiegt hatte&amp;#039;&amp;#039; ([[Museo Nazionale Romano]], Rom)]]&lt;br /&gt;
Im Rahmen der [[Keltische Südostwanderungen|keltischen Südostwanderungen]] migrierten Kelten im 3. Jahrhundert auf die [[Balkanhalbinsel]]. 279 v.&amp;amp;nbsp;Chr. fielen sie in Griechenland ein und plünderten unter anderem [[Delphi]]. 278 wurden sie von [[Nikomedes I.]] von Bithynien (280–255/3 v.&amp;amp;nbsp;Chr.) als Söldner eingeladen, um den Kampf gegen seinen Bruder, den [[Usurpation|Usurpator]] [[Zipoites]] zu gewinnen. Darauf überschritten Tolistobogier unter [[Leonnorius]] (Λεωννώριος, Lonorius) und Trokmer unter [[Lutarius]] (Λουτούριος, Lutarius) den [[Dardanellen|Hellespont]] ([[Marmarameer]]) und fielen in Kleinasien ein, insgesamt etwa 20.000 Menschen, die Hälfte davon Krieger. Sie halfen Nikomedes, sich zu behaupten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sie von Nikomedes aus dem Dienst entlassen worden waren, begannen sie, die umliegenden Länder zu plündern: die Trokmer am Hellespont und die Tolistobogier in [[Äolien]] und [[Ionien]], wobei sie 277 v.&amp;amp;nbsp;Chr. den Tempel des Apollon von [[Didyma]] bei der Stadt [[Milet]] plünderten. Die Tektosagen verheerten dagegen das Gebiet der [[Phryger]]. Der [[Seleukidenreich|Seleukidenkönig]] [[Antiochos I.]] (281–261 v.&amp;amp;nbsp;Chr.) trat gegen sie an. Im Jahr 268 v.&amp;amp;nbsp;Chr. kam es zur entscheidenden Schlacht, der so genannten [[Elefantenschlacht]], in der Antiochos über die zahlenmäßig überlegenen Galater durch den Einsatz von [[Kriegselefant]]en siegte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Elmar Schwertheim]]: &amp;#039;&amp;#039;Kleinasien in der Antike. Von den Hethitern bis Konstantin&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Beck’sche Reihe&amp;#039;&amp;#039; 2348 &amp;#039;&amp;#039;C. H. Beck Wissen&amp;#039;&amp;#039;). 2., durchgesehene Auflage. Beck, München 2011, ISBN 978-3-406-50848-6, S. 75.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den besiegten Galatern wurden feste Wohnsitze zugeteilt. Die [[Tolistobogier]] wurden im Kern des alten Phrygerreiches angesiedelt, mit den alten Städten Gordion und Pessinus, die Tektosagen um Ankyra und die Trokmer um Tavium. Seither wurde das Land Galatia (Γαλατία) genannt. Damit die Galater nicht mehr das Land verheerten, führte [[Antiochos II.]] (261–246 v.&amp;amp;nbsp;Chr.) eine »Keltensteuer« (Γαλατικά) ein, die den Galatern ausbezahlt wurde. Doch [[Attalos I. von Pergamon]] (241–197 v.&amp;amp;nbsp;Chr.) verweigerte die Zahlungen und bedrängte die Galater militärisch so lange, bis sie aufhörten, in das Reich von [[Pergamon]] einzufallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 196 v.&amp;amp;nbsp;Chr. bat die Stadt [[Lampsakos]] die Römer um Hilfe gegen die Tolistobogier. 5.500 Galater verbanden sich mit dem Seleukiden [[Antiochos III.]] (223–187 v.&amp;amp;nbsp;Chr.), um die Römer zu bekämpfen. Rom mobilisierte ein großes Heer und schlug im Jahre 189 die Galater in die Flucht. Die Tolistobogier verschanzten sich auf dem Berg [[Uludağ|Olympos]], die Tektosagen und Trokmer auf dem Berg [[Magaba]] bei Ankyra. Die Römer blieben aber siegreich und machten 40.000 Gefangene, die als Sklaven verkauft wurden. Dabei konnte sich [[Chiomara]] (Χιομάρα), die Frau des Tetrarchen [[Ortiagon]] (᾿Ορτιάγων, Ortiago), heldenhaft selbst befreien. Die besiegten Galater gingen mit Rom ein Bündnis ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei Jahre später versuchte [[Ortiagon]], alleiniger Herrscher über die Galater zu werden, wurde aber von [[Eumenes II.]] von Pergamon (197–159 v.&amp;amp;nbsp;Chr.) besiegt. Die Römer, die Eumenes gegenüber feindlich eingestellt waren, nutzten diese Gelegenheit und unterstützten die mit ihnen verbündeten Galater, die unter [[Solovettius]] ins Reich von Pergamon einfielen. Im Jahre 166 v.&amp;amp;nbsp;Chr. erklärten die Römer die Galater als autonom, unter der Bedingung, dass sie im eigenen Land verblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die Römer im Jahre 129 v.&amp;amp;nbsp;Chr. das Reich von Pergamon als Provinz [[Asia (Provinz)|Asia]] ins Römische Reich eingegliedert hatten, unterwarf [[Mithridates VI. (Pontos)|Mithridates VI.]] von [[Königreich Pontos|Pontos]] (132–63 v.&amp;amp;nbsp;Chr.) die Galater. Weil diese aber aufständisch blieben, ließ er im Jahre 86 v.&amp;amp;nbsp;Chr. sämtliche galatischen Adligen ermorden, mit Ausnahme dreier Tetrarchen und eines hübschen Jünglings, aber schon ein Jahr darauf verzichtete Mithradates auf Galatien und Rom begann, sich wieder in die galatische Politik einzumischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer der drei überlebenden Adligen war [[Deiotaros|Deiotaros Philorhomaios]] (86–40 v.&amp;amp;nbsp;Chr.; Δηιοτάρος Deiotarus), der Tetrarch der Tolistobogier. Er versuchte, alleiniger Herrscher über die Galater zu werden, und verheiratete zwei seiner Töchter dem [[Brogitaros]] (Βρογιτάρος, Brogitarus), Tetrarch der Trokmer, und dem [[Kastor Tarkondarios]] (Κάστωρ Ταρκονδάριος), Tetrarch der Tektosagen. 52 v.&amp;amp;nbsp;Chr. ließ er dann seinen Schwiegersohn Brogitaros verschwinden und erlangte so die Herrschaft über die Trokmer. Doch [[Gaius Iulius Caesar]] teilte darauf die Trokmer dem [[Mithridates von Pergamon]] (Μιθριδάτης ο Περγαμήνος) zu, einem Neffen des Brogitaros. Nach der Ermordung Caesars ließ Deiotaros nicht nur seinen zweiten Schwiegersohn Kastor Tarkondarius umbringen, sondern auch seine mit diesem verheiratete Tochter. Mithridates kam schon 46 v.&amp;amp;nbsp;Chr. um, und so wurde Deiotaros 44 v.&amp;amp;nbsp;Chr. alleiniger Herrscher über alle Galater, starb aber vier Jahre später. Da sein Sohn Deiotaros Philopator schon drei Jahre tot war, ging die Herrschaft auf seinen Enkel [[Kastor II.]] (40–36 v.&amp;amp;nbsp;Chr.), den Sohn von Kastor Tarkondarios, über. Nach diesem wurde [[Amyntas]] (36–25 v.&amp;amp;nbsp;Chr.) galatischer König. Nach dessen Tod wurde Galatien ins Römische Reich eingegliedert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ausdehnung der [[Römische Provinz|römischen Provinz]] Galatia wurde mehrmals geändert, die Hauptstadt war Ankyra. Die Galater hatten lange Eigenheiten ihrer angestammten Kultur beibehalten, natürlich mit einem starken [[Hellenismus|hellenistischen]] Einschlag. Noch im Jahr 400 n. Chr. bezeugte Kirchenvater [[Hieronymus (Kirchenvater)|Hieronymus]] die Existenz keltisch sprechender Völker in der Gegend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Organisation ==&lt;br /&gt;
Die Galater waren in drei Stämme gegliedert: Tolistobogier, Tektosagen und Trokmer. Jeder Stamm war in vier Gruppen gegliedert, denen je ein Tetrarch obstand. Jedem dieser zwölf Tetrarchen unterstanden ein Priester und ein Feldherr, dem zudem noch zwei Befehlshaber untergeordnet waren. Der Gesamtrat der Galater bestand aus 300 Männern, die im gemeinsamen Versammlungsplatz [[Drunemeton]] (Δρυνέμετον, „Heiliger Eichenhain“) zusammenkamen.&amp;lt;ref&amp;gt;Strabon: &amp;#039;&amp;#039;Geographike&amp;#039;&amp;#039; 12,5,1.&amp;lt;/ref&amp;gt; Später gab es nur noch drei Tetrarchen, für jeden Stamm einen. Diese rangen um die Alleinherrschaft, so dass schließlich nur noch ein Tetrarch, nun auch König genannt, über die Galater herrschte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tolistobogier (altgriechisch Τολιστβόγιοι, lateinisch &amp;#039;&amp;#039;Tolistobogii&amp;#039;&amp;#039;) wohnten im Westen am Fluss [[Sangarios]] mit dem Vorort [[Gordion]] und [[Pessinus]], der damals eines der bedeutendsten Heiligtümer Kleinasiens war. In der Mitte siedelten die Tektosagen (altgriechisch Τεκτόσαγες, lateinisch &amp;#039;&amp;#039;Tectosages&amp;#039;&amp;#039;) mit der Hauptstadt Ankyra (heute [[Ankara]]). Die Grenze zu den im Osten siedelnden Trokmern (altgriechisch Τρόκμοι, lateinisch &amp;#039;&amp;#039;Trocmi&amp;#039;&amp;#039;) bildete der Fluss Halys (heute [[Kızılırmak]]). Ihr Hauptort war [[Tavium]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
Galatien besitzt ein ungünstiges Klima mit heißen trockenen Sommern und langen kalten und schneereichen Wintern. Die fruchtbaren Flussniederungen und die weite Steppe mit würzigen Kräutern sind geeignet für Bienenzucht und Schafhaltung, die Fleisch, Milch und feine Wolle lieferten, während der Mist als Heizmaterial verwendet wurde. [[Olivenbaum|Ölbäume]] lieferten Öl und Oliven, während die Läuse der [[Kermeseiche]] (galatisch: ὕς, hys) zu rotem Farbstoff verarbeitet wurden. An Edelsteinen lieferte das Land [[Opal]] und [[Rauchquarz|Rauchtopas]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein besonders wichtiger Erwerb war aber bei den Galatern stets der Kriegsdienst; sie hatten bei jedem Krieg der Region als Söldner mitgekämpft.&amp;lt;ref&amp;gt;Pompeius Trogus: &amp;#039;&amp;#039;Epitoma&amp;#039;&amp;#039; 25,2,8ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; In Friedenszeiten drohten die Galater Plünder- und Raubzüge an und erpressten so Tributgelder. Die Kontrolle über die wichtige Kultstadt [[Pessinus]] brachte den Galatern bedeutende Einnahmen ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religion und Bräuche ==&lt;br /&gt;
Auch in späterer Zeit wird bei den Galatern eine große Ähnlichkeit in [[Keltische Religion|Religion]] und Rechtsprechung mit den Galliern bemerkt. Wie in Gallien hatte der Familienvater Gewalt über Leben und Tod von Frau und Kindern ([[Patriarchat]]). Neben den Menschenopfern ist auch die Existenz des &amp;#039;&amp;#039;Drunemeton&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Drynemeton&amp;#039;&amp;#039; (keltisch &amp;#039;&amp;#039;dru-nemeton&amp;#039;&amp;#039;, „Eichen-Hain“) sowohl als Versammlungsort als auch als Kult-Pendant zum gallischen &amp;#039;&amp;#039;[[nemeton]]&amp;#039;&amp;#039; im [[Karnuten]]-Wald zu sehen. Der gallische Kapuzendämon &amp;#039;&amp;#039;[[Genius cucullatus]]&amp;#039;&amp;#039; findet möglicherweise sein Gegenstück im Heilgott [[Telesphoros (Mythologie)|Telesphoros]] („Vollender“).&amp;lt;ref&amp;gt;Helmut Birkhan: &amp;#039;&amp;#039;Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur.&amp;#039;&amp;#039; Wien, 1997, S.&amp;amp;nbsp;626, 749.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch keltische Beinamen griechischer Götter weisen darauf hin, wie der &amp;#039;&amp;#039;Zeus Boyssoyrigios&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;Zeus Bussurigios&amp;#039;&amp;#039; (Ζεὺς Βουσσουριγίος; „Zeus mit dem königlichen Mund“) in zwei Inschriften aus der Nähe von [[Ankara]]&amp;lt;ref&amp;gt;Inschriften aus Akçataş &amp;amp; Karahüyük (RECAM 203, 204).&amp;lt;/ref&amp;gt; und &amp;#039;&amp;#039;Zeus Bennios&amp;#039;&amp;#039; (Ζεὺς Βέννιος; zu [[Gallische Sprache|gallisch]] &amp;#039;&amp;#039;benna&amp;#039;&amp;#039;, „Wagen“). Ein Zusammenhang zwischen Bussurigios und [[Bussumarius]] wird vermutet, ist aber unsicher. Tetrarchennamen wie &amp;#039;&amp;#039;Deiotaros&amp;#039;&amp;#039; (gallisch &amp;#039;&amp;#039;*Dēvo-tarvos&amp;#039;&amp;#039;, „Stier des Himmels“) und &amp;#039;&amp;#039;Brogitaros&amp;#039;&amp;#039; („Stier des Landes“) deuten auf einen [[Stierkult]] hin. Einige Flüsse in Galatien trugen den Namen &amp;#039;&amp;#039;Gallos&amp;#039;&amp;#039; (Γάλλος) und die späteren galatischen [[Kybele]]priester wurden „Gallier“ (Γάλλοι, [[Galloi]]) genannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HB&amp;quot;&amp;gt;Helmut Birkhan: &amp;#039;&amp;#039;Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur.&amp;#039;&amp;#039; Wien, 1997, S.&amp;amp;nbsp;146&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Meid: &amp;#039;&amp;#039;Die Kelten.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart, 2007, S.&amp;amp;nbsp;52&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Galater übernahmen aber offensichtlich bald auch kleinasiatische Kulte, allen voran den [[Pessinus|pessinuntischen]] Kult von [[Kybele und Attis]], und der galatische Tetrarch Brogitaros erkaufte sich die Priesterschaft von Pessinus für teures Geld. Die galatische Königin Kamma (Κάμμα) war Priesterin der [[Artemis]], die die Galater von allen Gottheiten am meisten verehrt haben sollen.&amp;lt;ref&amp;gt;Plutarch: &amp;#039;&amp;#039;de mul. vir&amp;#039;&amp;#039; 257.&amp;lt;/ref&amp;gt; In Tavium, dem Hauptort der Trokmer, wurde eine große Statue des [[Zeus]] verehrt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antike Schriftsteller berichten, dass die Galater Kriegsgefangene geopfert haben, was durch die [[Archäologie]] bestätigt werden kann. Neben Menschenopfern wurden auch Pferde, Rinder und Hunde geopfert. Die Angabe, dass die Galater 189 v. Chr. völlig nackt in den Kampf gezogen seien, ist glaubhaft, da dies als alter gallischer Brauch bezeugt ist. Was die Grabsitten angeht, so übernahmen die Galater sehr früh anatolische Sitten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Cicero]] berichtet über seinen Klienten, den Galaterkönig Deiotaros, er habe nichts unternommen, ohne vorher den Vogelflug als [[Auspizien]] beobachten zu lassen. So habe Deiotaros schon begonnene Reisen abgebrochen, wenn es ungünstige Zeichen gab.&amp;lt;ref&amp;gt;Cicero: &amp;#039;&amp;#039;[[De divinatione]]&amp;#039;&amp;#039;, 1,15,26: &amp;#039;&amp;#039;Qui nihil umquam nisi auspicato gerit…&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Galater wurden durch die Missionstätigkeit des Apostels [[Paulus von Tarsus]] ab der Mitte des 1.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts zu den ersten christianisierten Stämmen der Kelten (siehe [[Galaterbrief]]).&amp;lt;ref name=&amp;quot;HB&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sprache ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Galatische Sprache}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Galatische Sprache|Galatische]] war eine [[keltische Sprache]], von der aber nur einige [[Glosse (Erläuterung)|Glossen]] und Namen von Personen, Stämmen und Ortschaften überliefert sind. Diese spärlichen Zeugnisse zeigen, dass das Galatische ein [[Gallische Sprache|gallischer Dialekt]] war. Noch um 400 sagte [[Hieronymus (Kirchenvater)|Hieronymus]]: „Die Galater haben neben dem Griechischen, das alle Personen im Osten sprechen, noch ihre eigene Sprache, ziemlich ähnlich wie die der [[Treverer]]“.&amp;lt;ref&amp;gt;Helmut Birkhan: &amp;#039;&amp;#039;Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur.&amp;#039;&amp;#039; Wien 1997, S.&amp;amp;nbsp;301: Hieronymos: &amp;#039;&amp;#039;Commentarius in Epistulam ad Galatas&amp;#039;&amp;#039; 2,3: &amp;#039;&amp;#039;Galatas excepto sermone Graeco, quo omnis oriens loquitur, propriam linguam eandem habere quam Treviros.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele galatische Eigennamen können eindeutig aus dem Gallischen gedeutet werden, beispielsweise: &amp;#039;&amp;#039;Deiotaros&amp;#039;&amp;#039; „Göttlicher Stier“; &amp;#039;&amp;#039;Brogitaros&amp;#039;&amp;#039; „Landesstier“; &amp;#039;&amp;#039;Sinorix&amp;#039;&amp;#039; „Alter König“; &amp;#039;&amp;#039;Eporedorix&amp;#039;&amp;#039; „Rosswagenkönig“; &amp;#039;&amp;#039;Eposognatos&amp;#039;&amp;#039; „Pferdevertrauter“; &amp;#039;&amp;#039;Artiknos&amp;#039;&amp;#039; „Bärling“. Unter den Ortsnamen sind typisch keltisch: &amp;#039;&amp;#039;[[Ecobriga]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Drynemeton&amp;#039;&amp;#039; „Heiliger Eichenhain“ und &amp;#039;&amp;#039;Vindia&amp;#039;&amp;#039; (Οὐινδία) „Weiße“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Römische Auxiliareinheiten ==&lt;br /&gt;
Die folgenden [[Auxiliartruppen|Auxiliareinheiten]] wurden ursprünglich aus Galatern rekrutiert:&lt;br /&gt;
* [[Cohors I Ulpia Galatarum]]&lt;br /&gt;
* [[Cohors II Ulpia Galatarum]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem wurde die [[Legio XXII Deiotariana]] aus Galatern aufgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Helmut Birkhan]]: &amp;#039;&amp;#039;Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur.&amp;#039;&amp;#039; Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1997, ISBN 3-7001-2609-3.&lt;br /&gt;
* Philip Freeman: &amp;#039;&amp;#039;The Galatian Language. A comprehensive Survey of the Language of the ancient Celts in Greco-Roman Asia Minor&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Ancient Near Eastern Texts and Studies.&amp;#039;&amp;#039; Vol. 13). Mellen Press, Lewiston u. a. 2001, ISBN 0-7734-7480-3.&lt;br /&gt;
* Justin K. Hardin: &amp;#039;&amp;#039;Galatians and the Imperial Cult. A Critical Analysis of the First Century Social Context of Paul&amp;#039;s Letter&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Wissenschaftliche Untersuchungen zum Neuen Testament.&amp;#039;&amp;#039; Reihe 2, Bd. 237). Mohr Siebeck, Tübingen 2008, ISBN 978-3-16-149563-2.&lt;br /&gt;
* [[Bernhard Maier (Religionswissenschaftler)|Bernhard Maier]]: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der keltischen Religion und Kultur&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Kröners Taschenausgabe]].&amp;#039;&amp;#039; Band 466). Kröner, Stuttgart 1994, ISBN 3-520-46601-5, S.&amp;amp;nbsp;137.&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Meid]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Kelten&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Reclams Universal-Bibliothek]]&amp;#039;&amp;#039; 17053). Reclam, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-15-017053-3.&lt;br /&gt;
* [[Andreas Müller-Karpe]]: &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Archäologie der Galater: Kultur der Kelten in Anatolien&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Marburger Schriften aus dem Vorgeschichtlichen Seminar der Philipps-Universität&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 65). Vorgeschichtliches Seminar, Marburg 2023, ISBN 978-3-8185-0571-4.&lt;br /&gt;
* [[Karl Strobel]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Galater. Geschichte und Eigenart der keltischen Staatenbildung auf dem Boden des hellenistischen Kleinasien.&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Untersuchungen zur Geschichte und historischen Geographie des hellenistischen und römischen Kleinasien.&amp;#039;&amp;#039; Akademie-Verlag, Berlin 1996, ISBN 3-05-003044-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat|Galatians|Galater}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Galater}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4019107-2|LCCN=|NDL=|VIAF=}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Keltischer Stamm]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volk in der Bibel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Galater| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
	</entry>
</feed>