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	<title>Galapagoshai - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Galapagoshai&amp;diff=2003710&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;TaxonBot: Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links</title>
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		<updated>2026-04-16T18:35:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Galapagoshai&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Carcharhinus galapagensis&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = ([[Robert Evans Snodgrass|Snodgrass]] &amp;amp; [[Edmund Heller (Zoologe)|Heller]], 1905)&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Carcharhinus&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon3_Name      = Requiemhaie&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Carcharhinidae&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Grundhaie&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Carcharhiniformes&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Galeomorphii&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Überordnung&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Haie&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Selachii&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = Teilklasse&lt;br /&gt;
| Bild             = Carcharhinus galapagensis erscotts hole.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = Galapagoshai (&amp;#039;&amp;#039;Carcharhinus galapagensis&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Galapagoshai&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Carcharhinus galapagensis&amp;#039;&amp;#039;) gehört zur [[Familie (Biologie)|Familie]] der [[Requiemhaie]] (Carcharhinidae) und ist weltweit – vor allem in der Nähe von Inseln – anzutreffen. Seinen Namen verdankt er der wissenschaftlichen [[Erstbeschreibung]] auf der Grundlage eines Exemplars aus dem Gebiet der [[Galápagos-Inseln]]. Mit einer maximalen Körperlänge von 3,70 Metern gehört er zu den großen Arten der Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Carcharhinus]]&amp;#039;&amp;#039;. Er bevorzugt klares Wasser im Bereich von [[Korallenriff]]en und ist von ähnlichen Arten der gleichen Gattung nur schwer zu unterscheiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Galapagoshaie sind aktive Jäger, die häufig in großen Gruppen auftreten und sich vor allem von [[Benthos|bodenlebenden]] [[Knochenfische]]n und [[Kopffüßer]]n ernähren. Größere Individuen erbeuten auch [[Rochen]] sowie andere [[Haie]] inklusive [[Kannibalismus|der eigenen Artgenossen]]. Bei der Fortpflanzung werden 4 bis 16 Junghaie lebend im Flachwasser zur Welt gebracht, wo sie bleiben, um den größeren Artgenossen zu entgehen. Die Haie werden als für den Menschen gefährlich eingestuft und sind sehr neugierig. Die [[International Union for Conservation of Nature]] (IUCN) führt die Art auf der Vorwarnliste gefährdeter Arten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Carcharhinus galapagensis hawaii.jpg|mini|links|Der Galapagoshai ist von anderen großen Requiemhaien nur schwer zu unterscheiden]]&lt;br /&gt;
Der Galapagoshai gehört mit einer Länge von bis zu 3 Meter zu den größeren Arten seiner Gattung, die bekannte Maximallänge liegt bei 3,70 Meter und das Maximalgewicht bei 85,5 Kilogramm.&amp;lt;ref name=&amp;quot;fishbase&amp;quot;&amp;gt;{{fishbase|g=Carcharhinus |s=galapagensis}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Art hat einen für die Gattung typischen schlanken und stromlinienförmigen Körper. Die Färbung des Rückens ist grau mit einem undeutlichen, weißen Streifen auf den Flanken, die Bauchseite ist weiß. Die Ränder der Flossen sind dunkler oder nicht deutlich abgesetzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;compagno&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schnauze ist breit und abgerundet und besitzt nur undeutlich ausgebildete Nasenlappen. Die Augen sind rund und mittelgroß. Das Maul besitzt in der Regel 14 Zahnreihen (13–15) in beiden Kieferhälften des Unter- und Oberkiefers sowie einen Zahn an der [[Symphyse]], an der die Kieferhälften zusammentreffen. Die oberen Kiefer sind groß und haben eine dreieckige Form, die unteren Zähne sind schmaler. Sowohl die oberen wie auch die unteren Zähne haben gezähnte Kanten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;compagno&amp;quot; /&amp;gt; Die erste [[Rückenflosse]] ist groß und leicht sichelförmig und beginnt oberhalb der hinteren Spitzen der [[Brustflosse]]n. Die zweite Rückenflosse beginnt über der [[Afterflosse]], zwischen den beiden Flossen ist ein [[Interdorsalkamm]] ausgebildet. Die Brustflossen sind groß und haben zugespitzte Enden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Galapagoshai ist von anderen großen Requiemhaien nur schwer zu unterscheiden. Vom [[Schwarzhai]] unterscheidet er sich durch größere Rückenflossen und größere Zähne, im Vergleich zum [[Grauer Riffhai|Grauen Riffhai]] hat er einen schlankeren Körper und eine weniger zugespitzte erste Rückenflosse. Die Arten unterscheiden sich zudem in der Anzahl der [[Wirbel (Anatomie)|Rückenwirbel]] vor dem Schwanzansatz. Diese beträgt beim Galapagoshai 58, beim Schwarzhai 86 bis 97 und beim Grauen Riffhai 110 bis 119.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bester&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;compagno&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Carcharhinus galapagensis distmap.png|mini|Verbreitung des Galapagoshais]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Galapagos shark.jpg|mini|Galapagoshaie leben fast immer im Bereich ozeanischer Inseln]]&lt;br /&gt;
Entgegen seinem Namen findet man diese Art weltweit in tropischen und subtropischen Regionen, vorwiegend in der Nähe ozeanischer Inseln. Nachweise sind teilweise unsicher, da diese Art leicht mit anderen verwechselt werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bestätigte Vorkommen des Galapagoshais sind im westlichen [[Atlantik]] um [[Bermuda]] sowie vereinzelt um die [[Karibik|karibischen Inseln]] herum, im östlichen Atlantik um [[Madeira]], die [[Kapverdische Inseln|Kapverdischen Inseln]], [[Ascension]], [[St. Helena (Insel)|St. Helena]] und [[São Tomé]]. Im [[Indik|Indischen Ozean]] trifft man ihn um das südliche [[Madagaskar]] an, im westlichen und zentralen [[Pazifik]] um die [[Marshallinseln]], die [[Marianen]], den [[Tuamotu-Archipel]], [[Tupai]], die [[Kermadecinseln]], die [[Lord-Howe-Insel]], die [[Elizabeth and Middleton Reefs Marine National Park Reserve|Elizabeth- und Middleton-Riffe]] und [[Hawaii]]. Im östlichen Pazifik gibt es Vorkommen um [[Galápagos-Inseln|Galápagos]], die [[Kokos-Insel (Costa Rica)|Kokos-Insel]], [[Malpelo]], [[Clipperton-Insel|Clipperton]], die [[Revillagigedo-Inseln]] und vor der Küste des südlichen [[Niederkalifornien|Baja California]], von [[Guatemala]] und [[Kolumbien]]. Einzelne Sichtungen berichten zudem von Galapagoshaien vor den Küsten der [[Iberische Halbinsel|Iberischen Halbinsel]] und des östlichen [[Australien]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;compagno&amp;quot;&amp;gt;{{cite book |author=Compagno, L.J.V. |year=1984 |title=Sharks of the World: An Annotated and Illustrated Catalogue of Shark Species Known to Date |publisher=Food and Agricultural Organization |isbn=9251013845 |pages=473–475 |language=en}} ([http://www.fao.org/docrep/009/ad123e/ad123e00.htm Vollständiges PDF], {{Toter Link |datum=2019-04 |url=ftp://ftp.fao.org/docrep/fao/009/ad123e/AD123e26.pdf |text=Artportrait |archivebot=2019-04-12 18:03:14 InternetArchiveBot}})&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie finden sich generell im Bereich des [[Kontinentalschelf]]s und über [[Insel]]schelfen in Küstennähe, wobei sie zerklüftete [[Korallenriff]]e mit klarem Wasser und starken [[Meeresströmung|Strömungen]] bevorzugen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bester&amp;quot;&amp;gt;C. Bester: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.flmnh.ufl.edu/fish/Gallery/Descript/GalapagosShark/Galapagosshark.html Biological Profiles: Galapagos Shark].&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;Florida Museum of Natural History Ichthyology Department&amp;#039;&amp;#039;. Abgerufen am 26. April 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem sammeln sie sich im Bereich felsiger Kleininseln oder Seeberge.&amp;lt;ref name=&amp;quot;iucn&amp;quot;&amp;gt;{{IUCN|Year=2006|ID=41736|ScientificName=Carcharhinus galapagensis|YearAssessed=2000|Assessor=Bennett, M.B., Gordon, I. &amp;amp; Kyne, P.M.|Download=2. Aug 2006}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Art ist in der Lage, die Hochseebereiche zwischen den Inseln zu überwinden und wurde bereits in Gebieten beobachtet, die weiter als 50 Kilometer von einer Küste entfernt sind. Junghaie tauchen selten tiefer als 25 Meter, adulte Haie wurden dagegen bereits in einer Tiefe von 180 Metern dokumentiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;compagno&amp;quot; /&amp;gt; Markierungsversuche im Bereich der [[French Frigate Shoals]] ([[Nordwestliche Hawaii-Inseln]]) konnten zeigen, dass die Galapagoshaie vor allem den Bereich oberhalb 100 Meter nutzen, gelegentlich jedoch bis in Tiefen von 680 Meter abtauchen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Meyer et al. 2010&amp;quot;&amp;gt;Carl G. Meyer, Yannis P. Papastamatiou, Kim N. Holland: &amp;#039;&amp;#039;A multiple instrument approach to quantifying the movement patterns and habitat use of tiger (&amp;#039;&amp;#039;Galeocerdo cuvier&amp;#039;&amp;#039;) and Galapagos sharks (&amp;#039;&amp;#039;Carcharhinus galapagensis&amp;#039;&amp;#039;) at French Frigate Shoals, Hawaii.&amp;#039;&amp;#039; Marine Biology, online publiziert am 5. Mai 2010, {{DOI|10.1007/s00227-010-1457-x}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebensweise ==&lt;br /&gt;
In der wissenschaftlichen Erstbeschreibung betonten die Autoren Snodgrass und Heller, dass sie mit ihrem [[Schoner]] einige hundert Individuen der Art gefangen hatten und tausende weitere im Wasser gesehen werden konnten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;snodgrass and heller&amp;quot; /&amp;gt; Entlang der isoliert liegenden [[Sankt-Peter-und-Sankt-Pauls-Felsen]] am [[Mittelatlantischer Rücken|Mittelatlantischen Rücken]] wurde die dortige Population als eine der dichtesten Haipopulationen des Atlantischen Ozeans beschrieben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;edwards and lubbock&amp;quot;&amp;gt;{{cite journal |title=The Shark Population of Saint Paul&amp;#039;s Rocks |author=Edwards, A.J. and Lubbock, H.R. |journal=Copeia |volume=1982 |issue=1 |date=1982-02-23 |pages=223–225 |doi=10.2307/1444304 |publisher=American Society of Ichthyologists and Herpetologists |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In einigen Bereichen bilden die Haie große Ansammlungen, obwohl es sich dabei nicht um echte [[Herde|Schulen]] handelt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;compagno&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim gemeinsamen Auftreten mit anderen Haiarten verhalten sich Galapagoshaie dominant gegenüber dem [[Kleiner Schwarzspitzenhai|Kleinen Schwarzspitzenhai]] (&amp;#039;&amp;#039;C. limbatus&amp;#039;&amp;#039;), jedoch zurückhaltend gegenüber [[Silberspitzenhai]]en (&amp;#039;&amp;#039;C. albimarginatus&amp;#039;&amp;#039;) gleicher Größe.&amp;lt;ref name=&amp;quot;compagno&amp;quot; /&amp;gt; Im Vergleich zum [[Tigerhai]] (&amp;#039;&amp;#039;Galeocerdo cuvieri&amp;#039;&amp;#039;), der teilweise im gleichen Gebiet vorkommt und häufig große Entfernungen zurücklegt, sind die Galapagoshaie sehr ortstreu.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Meyer et al. 2010&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Werden Galapagoshaie bedroht oder in die Ecke gedrängt, zeigen sie Drohgebärden, die denen von Grauen Riffhaien ähneln und aus einem betont rollenden Schwimmen mit angewinkeltem Rücken, abgesenkten Brustflossen, ausgestülpten Kiemen und geöffnetem Maul bestehen. Außerdem bewegt er seinen Kopf von rechts nach links, als wolle er die Bedrohung im Auge behalten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite journal |author=Martin, R.A. |title=A review of shark agonistic displays: comparison of display features and implications for shark–human interactions |journal=Marine and Freshwater Behaviour and Physiology |date=2007-03 |volume=40 |issue=1 |pages=3–34 |doi=10.1080/10236240601154872 |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ernährung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Carcharinus galapagensis.jpg|mini|Der Galapagoshai am Meeresboden im flachen Wasser]]&lt;br /&gt;
Die bevorzugte Nahrung der Galapagoshaie besteht aus bodenlebenden [[Knochenfische]]n, darunter [[Aalartige|Meeresaale]], [[Plattfische]], [[Plattköpfe]] und [[Drückerfische]] sowie [[Kraken]]. Daneben erbeuten sie gelegentlich auch [[Kalmare]], [[Makrelen]] und [[Fliegende Fische]], die im Freiwasser oder oberflächennah vorkommen. Mit zunehmender Größe gehören sie zu den Hauptpredatoren innerhalb ihrer Verbreitungsgebiete und jagen auch [[Rochen]] und kleinere Haie, darunter auch kleinere Vertreter der eigenen Art sowie Krebstiere. Außerdem verschlucken sie unverdaubare Gegenstände wie Korallenstöcke, Steine, Blätter und Müll.&amp;lt;ref name=&amp;quot;compagno&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;wetherbee et al&amp;quot;&amp;gt;{{cite journal |author=Wetherbee, B.M., Crow, G.L. and Lowe, C.G. |title=Biology of the Galapagos shark, &amp;#039;&amp;#039;Carcharhinus galapagensis&amp;#039;&amp;#039;, in Hawai&amp;#039;i |journal=Environmental Biology of Fishes |volume=45 |pages=299–310 |year=1996 |doi=10.1007/BF00003099 |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Bereich der Galápagos-Inseln wurden Galapagoshaie beobachtet, die [[Galápagos-Seebär]]en (&amp;#039;&amp;#039;Arctocephalus galapagoensis&amp;#039;&amp;#039;) und [[Galápagos-Seelöwe]]n (&amp;#039;&amp;#039;Zalophus wollebaeki&amp;#039;&amp;#039;) sowie [[Meerechse]]n (&amp;#039;&amp;#039;Amblyrhynchus cristatus&amp;#039;&amp;#039;) angriffen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bester&amp;quot; /&amp;gt; Vor Hawaii jagen sie zudem die [[Hawaii-Mönchsrobbe]] (&amp;#039;&amp;#039;Monachus schauinslandi&amp;#039;&amp;#039;), [[Albatrosse]] sowie die [[Suppenschildkröte]] (&amp;#039;&amp;#039;Chelonia mydas&amp;#039;&amp;#039;), wobei sie hier in Konkurrenz zum ebenfalls in diesem Gebiet lebenden Tigerhai treten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Meyer et al. 2010&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parasiten ===&lt;br /&gt;
Zu den wenigen bekannten [[Parasit]]en des Galapagoshais gehört der [[Plattwürmer|Plattwurm]] &amp;#039;&amp;#039;[[Dermophthirius carcharhini]]&amp;#039;&amp;#039;, der sich an der Haut des Hais festsetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite journal |title=Attachment of &amp;#039;&amp;#039;Dermophthirius carcharhini&amp;#039;&amp;#039; (Monogenea: Microbothriidae) to the Galapagos Shark &amp;#039;&amp;#039;Carcharhinus galapagensis&amp;#039;&amp;#039; |author=Rand, T.G., Wiles, M. and Odense, P. |journal=Transactions of the American Microscopical Society |volume=105 |issue=2 |date=1986-04 |pages=158–169 |doi=10.2307/3226388 |publisher=American Microscopical Society |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es gibt eine Beobachtung, bei der eine [[Stachelmakrelen|Stachelmakrele]] der Art &amp;#039;&amp;#039;[[Caranax melampygus]]&amp;#039;&amp;#039; dokumentiert ist, die sich an der rauen Haut eines Galapagoshai rieb, um eigene Ektoparasiten loszuwerden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite journal |title=Sharks as cleaners for reef fish |author=Papastamatiou, Y.P., Meyer, C.G. and Maragos, J.E. |journal=Coral Reefs |volume=26 |issue=2 |date=2007-06 |pages=277 |doi=10.1007/s00338-007-0197-y |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fortpflanzung und Entwicklung ===&lt;br /&gt;
Wie andere Requiemhaie sind auch die Galapagoshaie lebendgebärend, wobei der [[Embryo]] nach dem Verbrauch des [[Dotter]]s im [[Uterus]] eine [[Dottersack-Plazenta]] zu dem Muttertier ausbildet. Auf diese Weise versorgt das Muttertier den Embryo weiterhin mit Nahrung bis zum Ende der Tragzeit. Die Weibchen bringen etwa alle 2 bis 3 Jahre Jungtiere zur Welt. Die Paarungen erfolgen vom Januar bis März, wobei in dieser Zeit Narben durch die Festhalteversuche der Männchen an den Flossen der Weibchen auftauchen. Die Tragzeit beträgt wahrscheinlich ein Jahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Geburt der Junghaie begeben sich die Weibchen in flachere Meeresgebiete, wo sie 4 bis 16 Junghaie zur Welt bringen. Die Größe der Junghaie beträgt bei der Geburt normalerweise 61 bis 80 Zentimeter und ist wahrscheinlich regional unterschiedlich, wie Fänge von freischwimmenden und nur 57 Zentimeter langen Jungtieren im östlichen Pazifik nahelegen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;wetherbee et al&amp;quot; /&amp;gt; Die Jungtiere bleiben im Flachwasser, um dem Fraßdruck durch größere Haie zu entgehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bester&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Männchen erreichen die Geschlechtsreife mit einer Länge von 2,1 bis 2,5 Meter und einem Alter von 6 bis 8 Jahren, die Weibchen mit 2,2 bis 2,5 Metern und einem Alter von 7 bis 9 Jahren. Eine sexuelle Reproduktion erfolgt allerdings wahrscheinlich nicht vor einem Alter von 10 Jahren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;wetherbee et al&amp;quot; /&amp;gt; Die Lebensdauer der Art beträgt mindestens 24 Jahre.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bester&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Evolution und Systematik ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Edmund Heller 1916.jpg|miniatur|hochkant|[[Edmund Heller (Zoologe)|Edmund Heller]] beschrieb 1905 gemeinsam mit [[Robert Evans Snodgrass]] den Galapagoshai]]&lt;br /&gt;
Der Galapagoshai wurde 1905 erstmals von [[Robert Evans Snodgrass]] und [[Edmund Heller (Zoologe)|Edmund Heller]] als &amp;#039;&amp;#039;Carcharias galapagensis&amp;#039;&amp;#039; gemeinsam mit einer Reihe weiterer Fische der Galápagos-Inseln in ihrer Publikation &amp;#039;&amp;#039;Papers from the Hopkins-Stanford Galapagos Expedition, 1898–1899. XVII. Shore fishes of the Revillagigedo, Clipperton, Cocos and Galapagos Islands&amp;#039;&amp;#039; in den &amp;#039;&amp;#039;Proceedings of the Washington Academy of Science&amp;#039;&amp;#039; beschrieben. Als Holotyp der Beschreibung diente ein 65 Zentimeter langer [[Fötus]] von den [[Galápagos-Inseln]]. Spätere Bearbeiter ordneten den Hai in die Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Carcharhinus]]&amp;#039;&amp;#039; ein, in der er bis heute steht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;snodgrass and heller&amp;quot;&amp;gt;{{cite journal |author=Snodgrass, R.E. and Heller, E. |date=1905-01-31 |title=Papers from the Hopkins-Stanford Galapagos Expedition, 1898–1899. XVII. Shore fishes of the Revillagigedo, Clipperton, Cocos and Galapagos Islands. |journal=Proceedings of the Washington Academy of Science |volume=6 |pages=333–427|url=http://www.archive.org/download/shorefishesofrev00snodrich/shorefishesofrev00snodrich.pdf |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;bester&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Garrick (1982) ordnete den Galapagoshai gemeinsam mit dem [[Großnasenhai]] (&amp;#039;&amp;#039;C. altimus&amp;#039;&amp;#039;), dem [[Karibischer Riffhai|Karibischen Riffhai]] (&amp;#039;&amp;#039;C. perezi&amp;#039;&amp;#039;), dem [[Sandbankhai]] (&amp;#039;&amp;#039;C. plumbeus&amp;#039;&amp;#039;), dem [[Schwarzhai]] (&amp;#039;&amp;#039;C. obscurus&amp;#039;&amp;#039;) und dem [[Weißspitzen-Hochseehai]] (&amp;#039;&amp;#039;C. longimanus&amp;#039;&amp;#039;) in die &amp;#039;&amp;#039;obscurus&amp;#039;&amp;#039;-Gruppe als einer der beiden großen Gruppen innerhalb der Gattung ein. Bei all diesen Haien handelt es sich um große Requiemhaie mit dreieckigen Zähnen und einem [[Interdorsalkamm]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;garrick&amp;quot;&amp;gt;J.A.F. Garrick: &amp;#039;&amp;#039;Sharks of the genus &amp;#039;&amp;#039;Carcharhinus&amp;#039;&amp;#039;. &amp;#039;&amp;#039; NOAA Technical Report, NMFS CIRC-445, 1982.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Mine Dosay-Akbulut: &amp;#039;&amp;#039;The phylogenetic relationship within the genus Carcharhinus.&amp;#039;&amp;#039; Comptes Rendus Biologies 331 (7), 2008; Seiten 500–509, {{DOI|10.1016/j.crvi.2008.04.001}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Gemäß einer molekularbiologischen Untersuchung auf der Basis von [[Allozym]]en wurde die Gruppe 1992 durch Naylor als [[Taxon]] bestätigt, wobei er den [[Seidenhai]] (&amp;#039;&amp;#039;C. falciformis&amp;#039;&amp;#039;) und den [[Blauhai]] (&amp;#039;&amp;#039;Prionace glauca&amp;#039;&amp;#039;) ergänzte. Die nächsten Verwandten des Galapagoshais sind dieser Untersuchung entsprechend der Schwarzhai, der Weißspitzen-Hochseehai und der Blauhai.&amp;lt;ref name=&amp;quot;naylor&amp;quot;&amp;gt;{{cite journal |author=Naylor, G.J.P. |title=The phylogenetic relationships among requiem and hammerhead sharks: inferring phylogeny when thousands of equally most parsimonious trees result |journal=Cladistics |volume=8 |year=1992 |pages=295–318 |doi=10.1111/j.1096-0031.1992.tb00073.x |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verhältnis zum Menschen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Carcharhinus galapagensis hooked.jpg|mini|Galapagoshai an einer Langleine vor Hawaii]]&lt;br /&gt;
Als sehr neugieriger und ausdauernder Hai wird der Galapagoshai als gefährlich für den Menschen eingestuft und Tauchern wird empfohlen, in Gebieten, in denen er vorkommt, nicht ungeschützt zu tauchen. Sie schwimmen nah an Schwimmer heran und zeigen besonderes Interesse an Schwimmflossen und zum Schwimmen eingesetzten Händen. Von Fischerbooten werden die Haie in großer Zahl angelockt. Limbaugh (1963) berichtete von der Clipperton-Insel, dass die Haie interessante Objekte wie Taucher zuerst in großem Abstand umschwimmen und dann immer näher kommen und aggressiver werden; zugleich sind zahlreiche Methoden der Haiabwehr gegen diese Art erfolglos. Eine Eskalation der Situation kann entstehen, wenn ein Taucher aus dem Wasser steigen muss.&amp;lt;ref name=&amp;quot;limbaugh&amp;quot;&amp;gt;{{cite book |author=Limbaugh, C. |year=1963 |chapter=Field notes on sharks |pages=63–94 |title=Sharks and Survival |editor=Gilbert, P.W. |publisher=D. C. Heath Canada, Ltd |isbn=0-669-24646-8 |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Aufgeregte Galapagoshaie lassen sich nicht leicht abschrecken. Werden einzelne Haie zurückgedrängt, folgen weitere nach, und der Einsatz einer Waffe gegen einzelne Haie kann bei den anderen einen Fressrausch auslösen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;compagno&amp;quot; /&amp;gt; Seit 2008 wurden zwei ernsthafte Angriffe durch Galapagoshaie dokumentiert: ein tödlicher Angriff im Bereich der Jungferninseln und ein weiterer ohne tödlichen Ausgang vor den Bermudainseln.&amp;lt;ref name=&amp;quot;compagno&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.floridamuseum.ufl.edu/shark-attacks/factors/species-implicated/ |titel=Arten von Haien, die an bestätigten unprovozierten Angriffen auf der ganzen Welt beteiligt sind |werk=floridamuseum.ufl.edu |hrsg= |datum= |zugriff=2018-06-08 |sprache=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[International Union for Conservation of Nature]] (IUCN) führt den Galapagoshai als Art auf der Vorwarnliste („Near Threatened“), da seine sehr langsame [[Reproduktion (Biologie)|Reproduktionsrate]] die Möglichkeit einschränkt, einen Rückgang der Populationen auszugleichen. Nutzungsdaten für diese Art liegen nicht vor, obwohl sie in weiten Teilen ihrer Verbreitungsgebiete aufgrund der hohen Fleischqualität kommerziell gefangen werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;iucn&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;bester&amp;quot; /&amp;gt; Während der Hai in vielen Gebieten wie um Hawaii noch sehr häufig ist, wurde er in anderen wie vor den Küsten Zentralamerikas wahrscheinlich ausgerottet. Aufgrund seiner stark fragmentierten Verbreitungsgebiete besteht diese Gefahr lokal auch in anderen Gebieten. Die Populationen um die Kermadec- und die Galápagos-Inseln sind durch Meeresschutzgebiete geschützt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;iucn&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Leonard Compagno|L. J. V. Compagno]]: &amp;#039;&amp;#039;Sharks of the world. An annotated and illustrated catalogue of shark species known to date. Part 2. Carcharhiniformes.&amp;#039;&amp;#039; FAO Species Catalogue for Fishery Purposes Vol. 4. FAO Rom 1984, Seiten 484–86, 555–61, 588. ISBN 92-5-101383-7 ([http://www.fao.org/docrep/009/ad123e/ad123e00.htm Vollständiges PDF], [ftp://ftp.fao.org/docrep/fao/009/ad123e/AD123e26.pdf Artportrait])&lt;br /&gt;
* [[Leonard Compagno]], Marc Dando, Sarah Fowler: &amp;#039;&amp;#039;Sharks of the World.&amp;#039;&amp;#039; Princeton Field Guides, Princeton University Press, Princeton und Oxford 2005, Seite 296, ISBN 978-0-691-12072-0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Carcharhinus galapagensis|Galapagoshai (&amp;#039;&amp;#039;Carcharhinus galapagensis&amp;#039;&amp;#039;)}}&lt;br /&gt;
* {{Fishbase|g=Carcharhinus|s=galapagensis}}&lt;br /&gt;
* [https://hai.swiss/datenbank/suche/arten?spec=1006 Galapagoshai in der hai.swiss-Datenbank]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Requiemhaie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesenswert|8. Juli 2010|76103140}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TaxonBot</name></author>
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