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	<title>Gajda (Sackpfeife) - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T07:34:24Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gajda_(Sackpfeife)&amp;diff=234121&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Alossola: UNESCO 2025</title>
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		<updated>2026-01-22T14:25:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;UNESCO 2025&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Гајдаџија 3.jpg|mini|hochkant|Nordmazedonischer Gajda-Spieler in [[Štip]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gajda&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;gajde, gaida, gajdy&amp;#039;&amp;#039;, {{bgS|гайда}}, {{elS|γκάϊντα|gaïda}}, {{sqS|gajde/-ja}}, {{hrS|gajde}}, {{trS|gayda}}, {{mkS}} und {{srS|гајда}}, ist eine [[Sackpfeife]], die auf der südlichen [[Balkanhalbinsel]], dort vor allem in der Region [[Thrakien (Landschaft)|Thrakien]], verbreitet ist. Zu den Verbreitungsgebieten gehören Nord[[griechenland]], [[Bulgarien]], [[Nordmazedonien]], Teile von [[Serbien]], [[Kroatien]] (besonders [[Slawonien]] und [[Gespanschaft Osijek-Baranja|Baranja]]) sowie [[Bosnien-Herzegowina]] und der europäische Teil der [[Türkei]]. Es werden zwei Modelle unterschieden: die kleinere &amp;#039;&amp;#039;džura gajda&amp;#039;&amp;#039; mit höherem Ton wird in Nordbulgarien und der [[Dobrudscha]] gespielt, wohingegen die &amp;#039;&amp;#039;kaba gajda&amp;#039;&amp;#039; (bulgarisch {{lang|bg|каба гайда}}, griechisch {{lang|el|καμπά γκάϊντα}}) eine tief klingende Sackpfeife bezeichnet, die in den [[Rhodopen]] beheimatet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Titel „Dudelsack-Kultur“ wurden &amp;#039;&amp;#039;gajda&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Duda (Sackpfeife)|duda]]&amp;#039;&amp;#039; in der [[Slowakei]] 2015 in die [[Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit|UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit]] aufgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ich.unesco.org/en/RL/01075 &amp;#039;&amp;#039;Bagpipe culture&amp;#039;&amp;#039;] UNESCO Intangible Cultural Heritage, 2015 (englisch)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
2025 folgte Bulgarien mit „Dudelsack und Dudelsackspiel in Bulgarien: Weitergabe von Wissen und Fertigkeiten“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://ich.unesco.org/en/RL/bagpipes-and-bagpipe-playing-in-bulgaria-transmission-of-knowledge-and-skills-02265 |titel=Bagpipes and bagpipe playing in Bulgaria: transmission of knowledge and skills|datum=2025 |abruf=2026-01-22 |hrsg=UNESCO Intangible Cultural Heritage&lt;br /&gt;
|sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bauform ==&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;gajda&amp;#039;&amp;#039; besteht aus einem Windsack (oft aus Ziegenhaut mit nach innen gewendetem Fell) und hölzernen Teilen, selten auch aus [[Geweih#Nutzung|Hirschhorn]]. Dazu zählen ein Anblasrohr (bulgarisch &amp;#039;&amp;#039;lapalo&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;duchalo&amp;#039;&amp;#039;), die etwa 30&amp;amp;nbsp;cm lange Spielpfeife (&amp;#039;&amp;#039;kawal&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;gajduniza&amp;#039;&amp;#039;) mit 8 Löchern und eine bis zu 60&amp;amp;nbsp;cm langen Bordunpfeife des Basstons (&amp;#039;&amp;#039;ruchilo&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;buchali&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Spielpfeife hat acht Grifflöcher, sieben auf der Vorder- und eins für den Daumen auf der Rückseite. Das oberste der sieben Löcher ist leicht mit einer Vogelfeder verstopft. Von der Spielpfeife hängt zum großen Teil die Klangfarbe der &amp;#039;&amp;#039;gajda&amp;#039;&amp;#039; ab, aber auch ihre Stimmung und Tonreinheit. Ein weiterer wichtiger Teil ist das &amp;#039;&amp;#039;ruchilo&amp;#039;&amp;#039;, die Bordunpfeife. Sie besteht aus drei aufeinander gesteckten Röhren und ist bei großen Dudelsäcken 80 bis 90 cm lang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Sackpfeifen in [[Nordmazedonien]], [[Albanien]], [[Kosovo]], [[Serbien]] und [[Kroatien]] werden &amp;#039;&amp;#039;gajde&amp;#039;&amp;#039; und in der [[Slowakei]] &amp;#039;&amp;#039;gajdy&amp;#039;&amp;#039; geschrieben. Die Umschrift des griechischen Instruments lautet &amp;#039;&amp;#039;gaida&amp;#039;&amp;#039;, des bulgarischen &amp;#039;&amp;#039;gajda&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;gaida&amp;#039;&amp;#039;. In Albanien kommt die &amp;#039;&amp;#039;gajde&amp;#039;&amp;#039; nur im Süden an der Ostgrenze des Landes vor. In der Türkei heißt die thrakische Sackpfeife &amp;#039;&amp;#039;gayda&amp;#039;&amp;#039; und wird vom &amp;#039;&amp;#039;[[Tulum (Sackpfeife)|tulum]]&amp;#039;&amp;#039; an der östlichen [[Schwarzes Meer|Schwarzmeerküste]] unterschieden. Namensverwandt mit der &amp;#039;&amp;#039;gajda&amp;#039;&amp;#039; ist auch die spanische &amp;#039;&amp;#039;[[Galicische Gaita|gaita]]&amp;#039;&amp;#039;. Vermutlich gehören zum Wortumfeld auch das im [[Maghreb]] gespielte arabische Doppelrohrblattinstrument &amp;#039;&amp;#039;[[ghaita]]&amp;#039;&amp;#039; sowie davon abgeleitet die &amp;#039;&amp;#039;[[algaita]]&amp;#039;&amp;#039; südlich der Sahara. In Mittel- und Osteuropa treffen die Bezeichnungen &amp;#039;&amp;#039;gajda&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Duda (Sackpfeife)|duda]]&amp;#039;&amp;#039; für mehrere Sackpfeifentypen aufeinander.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;gajda&amp;#039;&amp;#039; ist das Hauptvolksinstrument in vielen Gegenden Bulgariens. In den [[Rhodopen]] ist sie besonders populär. Dort wird eine tiefe &amp;#039;&amp;#039;kaba gajda&amp;#039;&amp;#039; benutzt. Diese hat einen großen Windsack und einen lange &amp;#039;&amp;#039;ruchilo&amp;#039;&amp;#039;. Es gibt sie in verschiedenen Stimmungen – c&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt;, h, b, seltener a. Die beliebteste ist die &amp;#039;&amp;#039;kaba gajda&amp;#039;&amp;#039; mit dem Grundton b. Diese ist häufig in [[Thrakien (Landschaft)|Thrakien]], der [[Dobrudscha]] und in anderen Gegenden Bulgariens anzutreffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der &amp;#039;&amp;#039;gajda&amp;#039;&amp;#039; wird gewöhnlich solo oder mit Begleitung der großen Trommel &amp;#039;&amp;#039;[[tapan]]&amp;#039;&amp;#039; gespielt. In der Regel wird sie auf dem Dorfplatz geblasen, aber sie erklingt auch im Haus. Nur selten finden Hochzeiten und Dorffeste in Bulgarien ohne den Dudelsack statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Spielweise ==&lt;br /&gt;
Der [[Tonumfang]] der &amp;#039;&amp;#039;gajda&amp;#039;&amp;#039; ist verhältnismäßig klein. Im tiefen [[Register (Musik)|Register]] ist sie [[Diatonik|diatonisch]] und im hohen gibt es auch [[Halbton]]schritte. Geübte Dudelsackpfeifer erzeugen durch halbes Abdecken der Löcher und [[Überblasen]] auch Halbtöne. Das &amp;#039;&amp;#039;ruchilo&amp;#039;&amp;#039; spielt immer die 5. Stufe des [[Grundton]]s, jedoch zwei [[Oktave]]n tiefer – also das große G. Größtenteils enden die Melodien auf der 5. Stufe. In seltenen Fällen kann die Melodie auch auf einer anderen Stufe enden (2. oder 3.), wobei auf diese Weise ein zweites [[tonales Zentrum]] entsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die auf der &amp;#039;&amp;#039;gajda&amp;#039;&amp;#039; gespielten Lieder zeichnen sich durch einen charakteristischen Beginn aus: Auf die Oktave folgt ein [[Glissando]] – Aufstieg bis zum höchsten Ton, der [[None]] und darauf unerwarteterweise ein Absinken zur [[Quinte]]. Auf der &amp;#039;&amp;#039;gajda&amp;#039;&amp;#039; werden sowohl langsame, schleppende, verzierte wie auch [[Reigen (Tanz)|Reigenmelodien]] in den verschiedensten [[Takt (Musik)|Taktarten]] ausgeführt. Die tiefen Töne werden in den schnellen Reigenmelodien seltener verwendet. Die höchsten Töne sind außerordentlich laut und kreischend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besondere Bekanntheit erlangte in Bulgarien das Orchester &amp;#039;&amp;#039;100 Kaba Gaidi&amp;#039;&amp;#039; in den Rhodopen mit seinen 100 &amp;#039;&amp;#039;gajdas&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Gaida|Gajda}}&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=Ft9qUcu1mvU&amp;amp;feature=related &amp;#039;&amp;#039;100 Каба гайди, Сос ма караш, майчинко, 100 Kaba Gaidi.&amp;#039;&amp;#039;] Youtube-Video&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauform (Sackpfeife)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musik (Griechenland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musik (Bulgarien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musik (Slowakei)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volksmusikinstrument]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Repräsentatives immaterielles Kulturerbe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Multinationales immaterielles Kulturerbe]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Alossola</name></author>
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