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	<title>Gaito Gasdanow - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gaito_Gasdanow&amp;diff=2033389&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Eugénie Pellissier (Matthes &amp; Seitz Berlin): Ein zweites Leben</title>
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		<updated>2026-04-11T16:42:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ein zweites Leben&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Gazdanov-192?.jpg|mini|Gaito Gasdanow um etwa 1930]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gaito Gasdanow&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{ruS|Гайто Газданов}}, wiss. Transliteration &amp;#039;&amp;#039;Gajto Gazdanov&amp;#039;&amp;#039;; eigentlich: &amp;#039;&amp;#039;Georgi Iwanowitsch Gasdanow&amp;#039;&amp;#039;; *&amp;amp;nbsp;{{JULGREGDATUM|6|12|1903|Link=1}} in [[Sankt Petersburg]]; † [[5. Dezember]] [[1971]] in [[München]]) war ein [[Russland|russischer]] Schriftsteller und Journalist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Gasdanows Vater Iwan Sergejewitsch (1864–1911) war staatlicher Forstbeamter aus [[Wladikawkas]] und ebenso wie die Mutter Wera Nikolajewna Abatsjewa (1876–1939) [[Ossetien|ossetischer]] Abstammung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Jewgenij Paschitnow |url=https://proza.ru/2015/11/30/1426 |titel=Gasdanow Genealogie |sprache=ru |abruf=2023-12-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Als der Sohn vier Jahre alt war, wurde der Vater aus der Hauptstadt in die Provinz versetzt; die Familie lebte jeweils mehrere Jahre in [[Sibirien]], in der Nähe von [[Twer]], sowie in der heutigen Ukraine, in [[Charkow]] und [[Poltawa]], wo Gasdanow eine [[Kadettenanstalt|Kadettenschule]] besuchte. Seine Cousine war die Ballerina [[Awrora Gasdanowa|Awrora Danilowna Gasdanowa]], die 1927 in Paris starb und deren junger Tod in der Erzählung &amp;#039;&amp;#039;Hawaiigitarren&amp;#039;&amp;#039; aufgegriffen wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Gaito Gasdanow |Titel=Schwarze Schwäne |Verlag=dtv |Ort=München |Datum=2023 |ISBN=978-3-423-14870-2 |Seiten=259}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Archives de Paris |Titel=Les actes de décès du 7e arrondissement, 1927 |Nummer=461 |Ort=Paris |Datum=1927-03-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit knapp 16 Jahren trat er 1919 im [[Russischer Bürgerkrieg|Russischen Bürgerkrieg]] einem Verband der [[Weiße Armee|Weißen Armee]] bei. Als einfacher Soldat tat er Dienst auf einem Panzerzug. Nach der Niederlage der Weißen gehörte er zu den Truppenteilen, die von der Halbinsel [[Krim]] in die Türkei übersetzten und zunächst unweit von [[Istanbul]] interniert wurden. Von dort konnte er nach Bulgarien übersiedeln. In einem eigens für russische Flüchtlinge eingerichteten Gymnasium in der ostbulgarischen Stadt [[Schumen]] legte er die Reifeprüfung ab.&amp;lt;ref&amp;gt;biogr. Angaben lt.: &amp;#039;&amp;#039;Russkoe Zarubež&amp;#039;e. Zolotaja kniga emigracii. Pervaja tret&amp;#039; XX veka.&amp;#039;&amp;#039; Moskva 1997, S. 164–165.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1923 gelangte er im Strom der russischen Emigranten nach Paris. Dort arbeitete er zunächst als Lastenträger und Lokomotivenwäscher, dann als Mechaniker bei [[Citroën]], schließlich viele Jahre als Fahrer eines Nachttaxis. Außerdem hörte er an der [[Sorbonne]] Vorlesungen in Literaturgeschichte, Soziologie und Wirtschaftswissenschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab Ende der zwanziger Jahre publizierte er regelmäßig in Zeitungen und Zeitschriften der russischen Emigration. Seine Prosatexte bekamen teilweise sehr positive Kritiken, u.&amp;amp;nbsp;a. lobte ihn der Nobelpreisträger [[Iwan Bunin]],&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Gleb Struve: &amp;#039;&amp;#039;Russkaja literatura v izgnanii.&amp;#039;&amp;#039; New York 1956, S. 233.&amp;lt;/ref&amp;gt; doch waren die Honorare sehr gering. Angesichts seiner großen materiellen Not, aber auch wegen der Nachrichten von einer schweren Erkrankung seiner in der Heimat zurückgebliebenen Mutter bemühte er sich Mitte der dreißiger Jahre um die Rückkehr in die Sowjetunion. Er schrieb deshalb sogar einen Bittbrief an den Vorsitzenden des sowjetischen Schriftstellerverbandes [[Maxim Gorki]], erhielt jedoch keine Antwort.&amp;lt;ref&amp;gt;Laslo Dienes: &amp;#039;&amp;#039;An Unpublished Letter by Maksim Gor&amp;#039;kij, Or Who is Gajto Gazdanov?&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Die Welt der Slaven.&amp;#039;&amp;#039; Band 1, 1979, S. 39–54.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Paris trat er einer [[Freimaurerei|Freimaurerloge]] bei.&amp;lt;ref&amp;gt;Larissa Beham: &amp;#039;&amp;#039;Ein Russe aus Schwabing.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Süddeutsche Zeitung&amp;#039;&amp;#039;, 1./2. Februar 2014, S. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt; Gemeinsam mit seiner aus [[Odessa]] stammenden Frau schloss er sich im Zweiten Weltkrieg der [[Résistance]] an. Er wurde einer bewaffneten Einheit im Untergrund zugeteilt. Auch half das Ehepaar, jüdische Kinder zu verstecken.&amp;lt;ref&amp;gt;Aleksandr Bachrach: &amp;#039;&amp;#039;Partizany vo Francii.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Russkie novosti&amp;#039;&amp;#039; [Paris], 8. November 1946.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Krieg schrieb er auf Französisch ein Buch darüber, mit dem er erstmals ein größeres Echo als Autor fand.&amp;lt;ref&amp;gt;Gaito Gazdanov: &amp;#039;&amp;#039;Je m&amp;#039;engage à défendre. Ombres et lumières.&amp;#039;&amp;#039; Paris 1946.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch nahm er seine Arbeit als Nachttaxifahrer wieder auf, nebenbei publizierte er weiter literarische und journalistische Texte. 1952 erhielt er das Angebot, als [[freier Mitarbeiter]] des russischen Programms des vom [[Kongress der Vereinigten Staaten|US-Kongress]] finanzierten Senders [[Radio Free Europe|Radio Liberation]] (später &amp;#039;&amp;#039;Radio Liberty&amp;#039;&amp;#039;) über das Pariser Kulturleben zu berichten. Für seine journalistische Arbeit nahm er das Pseudonym „Georgij Tscherkassow“ an. 1954 erhielt er eine feste Anstellung in der Sendezentrale in München. Nach fünf Jahren in der bayerischen Hauptstadt kehrte er 1959 als [[Korrespondent]] des Senders nach Paris zurück. Nach weiteren sieben Jahren an der Seine übernahm er 1966 die Leitung des russischen Programms in der Zentrale, die sich in [[Schwabing]] am Rande des [[Englischer Garten (München)|Englischen Gartens]] befand. Bis zu seinem Tod an [[Lungenkrebs]] lebte er in einer Dienstwohnung in der Osterwaldstraße 55.&amp;lt;ref&amp;gt;T. N. Krasavčenko: Gazdanov na Radio Svoboda, in: &amp;#039;&amp;#039;Gajto Gazdanov i „niezamečennoe“ pokolenie. Pisatel&amp;#039; na peresečenii tradicij i kul&amp;#039;tur.&amp;#039;&amp;#039; Sost. Tat´jana Krasavčenko, Marija Vasel&amp;#039;eva. Moskau 2005, S. 232–241.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:2007-0103-073818.jpg|mini|Grab in Paris]]&lt;br /&gt;
Begraben wurde er auf dem [[Russischer Friedhof von Sainte-Geneviève-des-Bois|Russischen Friedhof von Sainte-Geneviève-des-Bois]] bei Paris. Die ossetische Gemeinde von Paris stiftete auf Initiative des Dirigenten [[Waleri Abissalowitsch Gergijew|Waleri Gergijew]] 2003 einen neuen Grabstein.&amp;lt;ref&amp;gt;Slowo. Russkoje Pole, 2003. [https://www.hrono.ru/slovo/2003_01/nechip01_03.html hrono.ru]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk ==&lt;br /&gt;
Zwischen 1922 und 1968 publizierte Gasdanow neben zahlreichen journalistischen Texten insgesamt neun Romane und 37 Erzählungen, die in kleinen Auflagen in russischen Emigrantenverlagen erschienen, zunächst in Paris, später in New York. Er wird dem [[Russki Montparnasse]] zugeordnet, einer Gruppe junger russischer Emigranten im Paris der dreißiger Jahre, die sich bewusst von der russischen Prosatradition des 19. Jahrhunderts abwandten, sich stattdessen an [[Marcel Proust|Proust]], [[Franz Kafka|Kafka]], [[André Gide|Gide]] und [[James Joyce|Joyce]] orientierten sowie [[Sigmund Freud|Freud]] verehrten.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Michail Osorgin]]: &amp;#039;&amp;#039;O „molodych pisateljach“.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Poslednie novosti&amp;#039;&amp;#039; (Paris), 19. März 1936.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er ist neben [[Boris Julianowitsch Poplawski|Boris Poplawski]] der einzige Autor der „verlorenen Generation“, der jüngeren Generation der [[Erste russische Emigration|Ersten russischen Emigration]], dessen Werk auch im postsowjetischen Russland starke Beachtung fand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Gasdanows Prosa vermischen sich Reflexionen und Assoziationen eines [[Typologisches Modell der Erzählsituationen|Ich-Erzählers]] und seiner Figuren mit der Schilderung von Situationen und Ereignissen. Die [[Fabel]] lässt sich nur aus vielen Fragmenten erschließen. Da seine Prosa immer wieder an die Fragen nach dem Sinn der menschlichen Existenz rührt, nannten ihn manche Kritiker den „russischen [[Albert Camus|Camus]]“.&amp;lt;ref&amp;gt;Georgij Adamovič: &amp;#039;&amp;#039;Pamjati Gazdanova.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Novoe Russkoe Slovo&amp;#039;&amp;#039; (New York), 11. Dezember 1971.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das stärkste Echo fanden folgende Romane:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ein Abend bei Claire&amp;#039;&amp;#039; (Вечер у Клэр, 1929): Vor dem Hintergrund des Russischen Bürgerkriegs und der Not im Pariser Exil schildert der Erzähler seine langjährigen Bemühungen um die junge Französin Claire. Ohne Unterschied werden Kriegsverbrechen der [[Rote Armee|Roten]] und der [[Weiße Armee|Weißen Armee]] geschildert, was Proteste der Literaturkritik im Exil hervorrief. Indes interessiert den Protagonisten keine Ideologie, vielmehr möchte er den Krieg als menschliche Grunderfahrung an der Grenze von Leben und Tod kennenlernen. Der Roman konstatiert auch die Stagnation der russischen Exilliteratur im europäischen Kontext (mit Ausnahme der Werke des von Gasdanow geschätzten [[Vladimir Nabokov]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Nächtliche Wege&amp;#039;&amp;#039; (Ночные дороги, 1941): Das Handlungsgerüst des vom französischen [[Existenzialismus]] und von der Literatur des Absurden sowie von [[Louis-Ferdinand Celine]]s „[[Reise ans Ende der Nacht]]“ beeinflussten Episodenromans bilden Erlebnisse eines Nachttaxifahrers in der Halb- und Unterwelt von Paris. Die rasch wechselnde [[Impressionismus|impressionistische]] Perspektive des Autofahrers, der auf seinen Fahrten zwischen Bordells, Bars und Restaurants die Stadt erkundet, tritt hier an die Stelle des mit Muße, aber planlos umherschweifenden [[Flaneur]]s, wie ihn z.&amp;amp;nbsp;B. [[Walter Benjamin]] beschrieb. Aus vielen Zufallskontakten ragen die Begegnungen mit drei Prostituierten hervor, die verschiedene Stadien und Formen des körperlichen und seelischen Verfalls und die Auflehnungsversuche gegen diesen Verfall repräsentieren. Insgesamt spiegelt sich im Leben der &amp;#039;&amp;#039;Boulevardiers&amp;#039;&amp;#039; ein kultureller Niedergang Frankreichs in der Zwischenkriegszeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Phantom des Alexander Wolf&amp;#039;&amp;#039; (Призрак Александра Вольфа, 1948): Die Handlung kreist um die Erlebnisse eines ehemaligen [[Weiße Armee|Weißgardisten]], der im Russischen Bürgerkrieg einen Mann getötet hat. Jahre später liest er in der Emigration eine Erzählung eines gewissen Alexander Wolf, in der die genauen Umstände dieser Tötung geschildert werden, wie sie nur das Opfer kennen konnte. Der Emigrant versucht, Wolf zu treffen, was ihm zunächst nicht gelingt. Später aber kreuzen sich zufällig die Wege der beiden wieder, weil Wolf einer Frau gefolgt ist, die ihn verlassen hat und mittlerweile ein Verhältnis mit dem Erzähler hat. Die letzte Begegnung der beiden endet tödlich für Wolf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
Neben [[Nina Berberowa]] und [[Vladimir Nabokov]] ist Gasdanow der einzige Schriftsteller der jüngeren Generation der russischen Emigration der 1920er Jahre, dessen Werke über den engen Kreis der exilierten Landsleute hinaus publiziert und auch in mehrere Sprachen übersetzt wurden. Wie auch die Prosa und die Gedichte von [[Boris Julianowitsch Poplawski|Boris Poplawski]] fanden sie im postsowjetischen Russland als Versuche, Formen der traditionellen russischen Literatur zu überwinden, starke Beachtung.&amp;lt;ref&amp;gt;E. Menegal&amp;#039;do, Proza Borisa Poplavskogo ili Roman, in: &amp;#039;&amp;#039;Gajto Gazdanov i „niezamečennoe“ pokolenie. Pisatel&amp;#039; na peresečenii tradicij i kul&amp;#039;tur.&amp;#039;&amp;#039; Sost. Tat&amp;#039;jana Krasavčenko, Marija Vasel&amp;#039;eva. Moskau 2005, S. 148.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Roman &amp;#039;&amp;#039;Das Phantom des Alexander Wolf&amp;#039;&amp;#039; erschien bald nach der Veröffentlichung in einem russischen Emigrantenverlag in [[New York City|New York]] 1948 auch auf Englisch, Französisch und Spanisch.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;The Spector of Alexander Wolf.&amp;#039;&amp;#039; New York 1950; &amp;#039;&amp;#039;Le spectre d&amp;#039;Alexandre Wolf.&amp;#039;&amp;#039; Paris 1951; &amp;#039;&amp;#039;El espectro de Alejandro Wolf.&amp;#039;&amp;#039; Madrid 1955.&amp;lt;/ref&amp;gt; Erst nach dem [[Zerfall der Sowjetunion]] konnten seine Werke in seiner Heimat herausgebracht werden. Gasdanow galt dort als die wichtigste Neuentdeckung der 1990er Jahre. Es erschienen neben zahlreichen Einzelausgaben seiner Romane und Erzählungen zwei mehrbändige Werkausgaben.&amp;lt;ref&amp;gt;Gajto Gazdanov: &amp;#039;&amp;#039;Sobranie sočinenij w trech tomach.&amp;#039;&amp;#039; Moskwa 1996; &amp;#039;&amp;#039;Sočinenij w pjati tomach.&amp;#039;&amp;#039; Moskva 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Gasdanow-Biografie wurde in die renommierte und populäre Moskauer Buchreihe &amp;#039;&amp;#039;[[Aus dem Leben bemerkenswerter Menschen|Das Leben bemerkenswerter Menschen]]&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;ЖЗЛ - Жизнь замечательных людей&amp;#039;&amp;#039;) aufgenommen, die 1890 gegründet und vorübergehend von Gorki herausgegeben worden war.&amp;lt;ref&amp;gt;Ol&amp;#039;ga Orlova: &amp;#039;&amp;#039;Gazdanov.&amp;#039;&amp;#039; Moskva 2003.&amp;lt;/ref&amp;gt; In Moskau wurde eine „Gesellschaft der Freunde Gaito Gasdanows“ gegründet.&amp;lt;ref&amp;gt;Общество друзей Гайто Газданова [https://www.hrono.ru/proekty/gazdanov/index.html hrono.ru]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch erschienen nach der Wiederentdeckung seines Werkes in Russland Übersetzungen einzelner Werke auf Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Serbisch und Polnisch. Im deutschen Sprachraum blieb er dagegen zunächst weitgehend unbekannt, erschienen sind bis 2011 nur zwei Erzählungen. Die breite Rezeption setzte 2012 mit der deutschen Ausgabe des Romans &amp;#039;&amp;#039;Das Phantom des Alexander Wolf&amp;#039;&amp;#039; ein.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Perlentaucher [https://www.perlentaucher.de/buch/gaito-gasdanow/das-phantom-des-alexander-wolf.html perlentaucher.de]&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Monika Grütters]] nannte den Roman „ein Buch von wahrer Größe und Schönheit.“&amp;lt;ref&amp;gt;Monika Grütters: Anderer, Fremder, Feind -&lt;br /&gt;
Gaito Gasdanows erschütternder Roman „Das Phantom des Alexander Wolf“, in: F.A.S. Nr. 24, 18. Juni 2017, S. 42.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke in deutscher Übersetzung ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der nächtliche Reisegefährte&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Russische Erzähler des XX. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;, E. Gagarin, J &amp;amp; S Ferdermann Verlag, 1948, München.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Irrtum&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Der Irrtum. Russische Erzählungen&amp;#039;&amp;#039;, dtv, 1999, München. ISBN 978-3-423-09390-3.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Phantom des Alexander Wolf&amp;#039;&amp;#039; (Prizrak Aleksandra Vol&amp;#039;fa). Deutsch und mit einem Nachwort von [[Rosemarie Tietze]]. München: Hanser, 2012, ISBN 978-3-446-23853-4.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Wandlung&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Akzente (Zeitschrift)|Akzente]], Zeitschrift für Literatur, 3/2013 (übers. von Rosemarie Tietze), ISBN 978-3-446-24359-0.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Schwarze Schwäne&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Sinn und Form]] 6/2013, S. 773–787 (Erzählung, übers. von Rosemarie Tietze). ISBN 978-3-943297-14-0.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ein Abend bei Claire. Roman.&amp;#039;&amp;#039; Aus dem Russischen von Rosemarie Tietze. München: Hanser, 2014, ISBN 978-3-446-24471-9.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Glück&amp;#039;&amp;#039;. Edition 5 PLUS, Leck, 2014 (Erzählung, übers. von Rosemarie Tietze). Exklusivauflage (keine ISBN).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Die Rückkehr des Buddha]]&amp;#039;&amp;#039; (Возвращение Будды). Deutsch und mit einem Nachwort von [[Rosemarie Tietze]]. München: Hanser, 2016, ISBN 978-3-446-25047-5.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Nächtliche Wege&amp;#039;&amp;#039;. Roman. Deutsch und mit einem Nachwort von Christiane Körner. München: Hanser, 2018, ISBN 978-3-446-25811-2.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Pilger&amp;#039;&amp;#039;. Roman. Deutsch und mit einem Nachwort von Jürgen Barck. BoD, 2019, ISBN 978-3-7504-2186-8&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Erwachen&amp;#039;&amp;#039;. Roman. Deutsch und mit einem Nachwort von Jürgen Barck. BoD, 2021, ISBN 978-3-7534-2412-5&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Schwarze Schwäne&amp;#039;&amp;#039;. Erzählungen. Übersetzung und Nachwort von Rosemarie Tietze; München: Hanser, 2021, ISBN 978-3-446-26751-0.&amp;lt;ref&amp;gt;Jürgen Verdofsky: [https://www.fr.de/kultur/literatur/gaito-gasdanow-schwarze-schwaene-im-heer-der-schlaflosen-emigranten-90504222.html Gaito Gasdanow: „Schwarze Schwäne“ – Im Heer der schlaflosen Emigranten], Rezension auf fr.de vom 6. Mai 2021, abgerufen am 19. Juni 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Schicksal der Salome&amp;#039;&amp;#039;. Erzählungen. Übersetzung von Jürgen Barck. BoD, 2024, ISBN 978-3758367373&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Höhenflug&amp;#039;&amp;#039;. Roman. Übersetzung von Jürgen Barck. BoD, 2024, ISBN 978-3819280887.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ein zweites Leben&amp;#039;&amp;#039;. Erzählungen. Übersetzung von Rosemarie Tietze. Friedenauer Presse, Berlin 2026, ISBN  978-3-7518-8062-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Laslo Dienes: &amp;#039;&amp;#039;Russian Literature in Exile. The Life and Work of Gaito Gazdanov.&amp;#039;&amp;#039; Sagner, München 1982 (Slavistische Beiträge, Band 154). ISBN 978-3-87690-223-4&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gajto Gazdanov i „niezamečennoe“ pokolenie. Pisatel&amp;#039; na peresečenii tradicij i kul&amp;#039;tur.&amp;#039;&amp;#039; Sost. Tat&amp;#039;jana Krasavčenko, Marija Vasel&amp;#039;eva. INION RAN, Moskau 2005, ISBN 978-5-248-00230-6&lt;br /&gt;
* [[Arthur Luther]]: &amp;#039;&amp;#039;Geistiges Leben.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Osteuropa.&amp;#039;&amp;#039; 5. Jahrgang, 1929/30, S. 740–744.&lt;br /&gt;
* [[Thomas Urban (Journalist)|Thomas Urban]]: &amp;#039;&amp;#039;Gajto Gasdanow - ein Schriftsteller des „Russkij Montparnasse“.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Das russische München.&amp;#039;&amp;#039; Mir e.&amp;amp;nbsp;V., Zentrum russischer Kultur in München, München 2010, S. 185–193, ISBN 978-3-9805300-9-5.&lt;br /&gt;
* Larissa Beham: &amp;#039;&amp;#039;Ein Russe aus Schwabing.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Süddeutsche Zeitung&amp;#039;&amp;#039;, 1./2. Februar 2014, S. 14.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Gaito Gazdanov|Gaito Gasdanow}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118537644}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Fotoalbum&amp;#039;&amp;#039; der „Gesellschaft der Freunde Gaito Gasdanows“ [http://www.darial-online.ru/2003_3/album.shtml darial-online.ru]&lt;br /&gt;
* Tilman Spreckelsen: [https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/rezensionen/belletristik/gaito-gasdanow-das-phantom-des-alexander-wolf-wem-gehoert-die-erinnerung-11866775.html &amp;#039;&amp;#039;Gaito Gasdanow: Das Phantom des Alexander Wolf – Wem gehört die Erinnerung?&amp;#039;&amp;#039;], [[FAZ]], 24. August 2012&lt;br /&gt;
* Illustration der Handlung von „Das Phantom des Alexander Wolf“: [http://traui.tumblr.com/post/37174258146/das-phantom-des-alexander-wolf-on-flickr &amp;#039;&amp;#039;Die Abfolge der Ereignisse&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118537644|LCCN=n83048632|VIAF=34490121}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Gasdanow, Gaito}}&lt;br /&gt;
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{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Gasdanow, Gaito&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Gazdanov, Gajto; Gasdanow, Georgi Iwanowitsch; Газданов, Гайто (russisch)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=russischer Schriftsteller und Journalist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=6. Dezember 1903&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Sankt Petersburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=5. Dezember 1971&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[München]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Eugénie Pellissier (Matthes &amp; Seitz Berlin)</name></author>
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