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	<title>Gagist - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T02:33:05Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gagist&amp;diff=1236862&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wasserläufer: /* Gagisten ohne Diäten- bzw. Rangklasse */ Nomenklatur</title>
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		<updated>2026-03-04T06:49:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Gagisten ohne Diäten- bzw. Rangklasse: &lt;/span&gt; Nomenklatur&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Gagezettel.jpg|mini|hochkant|Gagezettel eines k.k. [[Oberleutnant]]s, Juni 1914]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gagist&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war ein Begriff aus dem [[Landstreitkräfte Österreich-Ungarns 1867–1914|österreichisch-ungarischen Militärwesen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Als Gagisten wurden die längerdienenden- und [[Berufssoldat]]en (Offiziere und höhere Unteroffiziere) bezeichnet. Ihren [[Sold]] erhielten sie in Form einer monatlichen &amp;#039;&amp;#039;Gage&amp;#039;&amp;#039; (Gehalt). Niedere Ränge und [[Wehrpflicht]]ige (Gestellungspflichtige) bezogen hingegen eine &amp;#039;&amp;#039;Löhnung&amp;#039;&amp;#039;, die bis 1913 im Fünf-Tages-Rhythmus, dann im Zehn-Tages-Rhythmus ausgezahlt wurde (&amp;#039;&amp;#039;Löhnungsappell&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pflichten ==&lt;br /&gt;
Gagisten waren verpflichtet, für ihre Montur ([[Uniform]]) zum Dienst und zur [[Militärparade|Parade]] selbst aufzukommen. [[Offizier]]e mussten ihre Bekleidungsstücke bei einem Schneider anfertigen lassen oder in einem Uniformausstattungsgeschäft kaufen. [[Unteroffizier]]e, [[Kadett]]en und [[Fähnrich]]e besaßen zusätzlich die Möglichkeit der [[ärar]]ischen Ausstattung, d.&amp;amp;nbsp;h. gegen Bezahlung konnten Stücke aus dem Kammerbestand erworben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Adjustierung|Marschadjustierung]] (Felduniform) konnte auch von den Offizieren ärarisch beschafft werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Mannrüstung&amp;#039;&amp;#039; (Feldbinde, Kartentasche, [[Kartusche (Uniform)|Kartusche]], Pistolentasche usw.) und Bewaffnung ([[Säbel]] und [[Revolver]]) bestand für Offiziere wiederum die Möglichkeit der eigenen, sowie der ärarischen Beschaffung. Gagisten des [[Offizier]]sstandes, die innerhalb der [[Kaserne]] wohnten, hatten ein Quartiergeld abzuführen. Außerdem waren noch einige andere finanzielle Ersatzleistungen zu erbringen. Als Ausgleich erhielten die Gagisten Zulagen der verschiedensten Art.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gagisten ohne Diäten- bzw. Rangklasse ==&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gagisten ohne Rangklasse&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (bis 1873 &amp;#039;&amp;#039;Gagisten ohne Diätenklasse&amp;#039;&amp;#039;) geführt wurden bestimmte Spezialisten, wie Handwerker, technisches Hilfspersonal oder Unterbeamte. Sie zählten zu keiner der elf Rangklassen (von 1807/1812 bis April 1873 zwölf Diätenklassen), in die nur Offiziere sowie (gehobene und höhere) Beamte eingereiht waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gagisten ohne Rangklasse (alternativ „nicht in eine Rangklasse eingeteilte Gagisten“ bzw. „in keine Rangklasse eingereihte Gagisten“) rangierten hinter den Stabsunteroffizieren, zu denen die 1913 auch in der aktiven Truppe eingeführten [[Stabsfeldwebel]] sowie die [[Offiziersstellvertreter]] (1915) zählten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gagisten ohne Rangklasse waren die&lt;br /&gt;
* Profosse&lt;br /&gt;
* Oberwaffenmeister&lt;br /&gt;
* Werkmeister bei Montursverwaltungsanstalten&lt;br /&gt;
* Bauoberwerkmeister und Bauwerkmeister&lt;br /&gt;
* Artillerie-Obermeister&lt;br /&gt;
* Werkmeister in den Eisenbahn- und Telegrafenabteilungen, in der Zeugsverwaltung sowie am Technischen Militär-Komitee&lt;br /&gt;
* Oberbeschlagmeister&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Gagisten ohne Rangklasse gehörten ferner an die Bezirksfeldwebel (Bezirksoberjäger) der [[k.k. Landwehr]] (inkl. Wachtmeister-Bezirksgendarmeriekommandanten bzw. Bezirkswachtmeister der [[k.k. Gendarmerie]]) sowie die gleichrangigen Stabsfeldwebel der [[k.u. Landwehr (Österreich-Ungarn)|k.u. Landwehr (Honvéd)]] (inkl. [[k.u. Gendarmerie]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1909 zählten ebenso dazu der Bootsmann/Stabsbootsmann und Oberbootsmann/Oberstabsbootsmann der [[Österreichische Marine|Österreichischen Marine]].&amp;lt;ref&amp;gt;Organische Vorschrift für das Personal der k.u.k. Kriegsmarine, I. Hauptstück: Rang- und Dienstverhältnisse, Wien 1909, S.  6–9, zit. nach: Michael Epkenhans, Stephan Huck: &amp;#039;&amp;#039;Der Erste Weltkrieg zur See&amp;#039;&amp;#039;, Verlag Walter de Gruyter, Berlin/Boston 2017, ISBN 978-3-11-053123-7, S. 157&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Uniform ===&lt;br /&gt;
Die Gagisten ohne Rangklasse der Landstreitkräfte kennzeichneten am Kragen Feldwebeldienstgradabzeichen nach speziellem Muster, d.&amp;amp;nbsp;h. statt der 1,3 cm breiten kaisergelben Seidenborte eine solche aus Silbergespinst, dazu drei sechsspitzige, weiße Rangsterne (bis Juni 1914 aus [[Zelluloid]], dann seidengestickt). Das Chargenabzeichen war für alle Gagisten ohne Rangklasse gleich, entsprechend waren bspw. die Bauwerkmeister und Bauoberwerkmeister äußerlich nicht voneinander zu unterscheiden. Bei der Marine trugen die entsprechenden Chargen eine den Seeoffizieren ähnliche Adjustierung, mit Flottenrock, Schirmmütze (Marinekappe) und Marinesäbel. Auf den Ärmelaufschlägen zwei bis drei 11 cm lange und 1,3 cm breite Goldbörtchen, die vorne mit einem kleinen Marineknopf abschlossen. Bei Paraden zwei Achselstücke aus dunkelblauem Tuch, zunächst mit einer dreifach geflochtenen schwarz-gelben Seidenschnur bedeckt war. Zuletzt statt der Seideschnur zwei bis drei kurze, schmale Goldbörtchen, unter unklarem Anker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Landstreitkräften folgte die Adjustierung der Gagisten ohne Rangklasse stets dem Muster der Offiziere bzw. der 1908 eingeführten Fähnriche, wenn auch mit gewissen Abweichungen. Darin unterschieden sie sich von den höheren Unteroffizieren des Heeres (Stabsunteroffiziere bzw. Stabsfeldwebel usw. sowie die [[Offiziersstellvertreter]]), obwohl diese im Rang über ihnen standen. Das betraf etwa die bei Offizieren üblichen Verzierungen aus Goldgespinst, bspw. an Kopfbedeckung und Säbel-Portepee, die bei den Gagisten ohne Rangklasse und Fähnrichen meist aus gelb-schwarz geritzter Seide bestanden. Sie trugen, wie die Fähnriche, keine [[Schulterklappe|Achselspangen]]. Das galt auch für die Bezirks- bzw. Stabsfeldwebel der Landwehr, im Gegensatz zu den Stabsfeldwebeln und Offiziersstellvertretern des Heeres sowie den 1908 abgeschafften Kadett-Offiziersstellvertretern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Rangabzeichen der österreichisch-ungarischen Streitkräfte}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Oskar Brüch]]: &amp;#039;&amp;#039;Das k.u.k. Heer 1895. Eine Bildserie&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Schriften des Heeresgeschichtlichen Museums in Wien.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 10). Kommentiert von Günter Dirrheimer. Stocker, Graz u. a. 1997, ISBN 3-7020-0783-0.&lt;br /&gt;
* Franz Fregger zu Freggersberg (Major i. d. Reserve) als Hrsg.: &amp;#039;&amp;#039;Unsere Streitkräfte – Heer und Marine S.M. des Kaisers und Königs.&amp;#039;&amp;#039; Ein Überblick über die bewaffnete Macht in Beschreibungen und Bildern. Marburg (Maribor) 1914.&lt;br /&gt;
* [[Christian Ortner (Historiker)|M. Christian Ortner]], Hermann Hinterstoisser, [[Erwin A. Schmidl]], Winfried Beimrohr, [[Meinrad Pizzinini]]: &amp;#039;&amp;#039;Die k.k. Landwehr Gebirgstruppen: Geschichte, Uniformierung und Ausrüstung der österreichischen Gebirgstruppen von 1906 bis 1918&amp;#039;&amp;#039;, Verlag Militaria, Wien 2005, ISBN 978-3-902526-02-1.&lt;br /&gt;
* Stefan Rest, [[Christian Ortner (Historiker)|M. Christian Ortner]], Thomas Ilming: &amp;#039;&amp;#039;Des Kaisers Rock im Ersten Weltkrieg – Uniformierung und Ausrüstung der österreichisch-ungarischen Armee von 1914 bis 1918&amp;#039;&amp;#039;, Verlag Militaria, Wien 2002, ISBN 3-9501642-0-0.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Uniformen und Abzeichen der Österreich.-ungarischen Wehrmacht&amp;#039;&amp;#039;, bearbeitet von k.k. Oberst M. Judex, 5. Auflage, Leipzig 1908.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreichische Militärgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Allgemeine Truppenkunde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreichisch-Ungarische Armee]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärgeschichte (Frühe Neuzeit)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreichisch-Ungarische Militärgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärischer Beruf]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wasserläufer</name></author>
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