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	<title>Gaetano Zumbo - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gaetano_Zumbo&amp;diff=2593868&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wheeke: HC: Ergänze Kategorie:Wachsbildnerei</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:HC&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:HC (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;HC&lt;/a&gt;: Ergänze &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Wachsbildnerei&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Wachsbildnerei (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Wachsbildnerei&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Gateano zumbo, il morbo gallico 01.JPG|mini|&amp;#039;&amp;#039;Il Morbo Gallico&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gaetano Zumbo&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[1656]] in [[Syrakus]], [[Italien]]; † [[1701]] in [[Paris]]) war ein italienischer [[Ceroplastik|Wachsbildner]], der sich vor allem auf die Darstellung der [[Verwesung]] des menschlichen Körpers spezialisierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Gaetano Zumbo war ein Mönch aus Syrakus, der als [[Autodidakt]] anatomische Darstellungen aus Wachs schuf und künstlerisch anordnete. Unter anderem schuf er eine Geburt des Heilandes und eine Kreuzabnahme.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Allgemeine deutsche Real-Encyclopädie für die gebildeten Stände. (Conversations-Lexikon)&amp;#039;&amp;#039;, Erster Band. A bis Bl. Siebente Originalauflage, Leipzig 1830, S. 894&amp;lt;/ref&amp;gt; Einen sehr naturgetreu nachgebildeten Menschenkopf Zumbos kaufte [[Ludwig XIV.]], der ihm 1701 ein eigenes Privileg für derartige Werke gewährte.&amp;lt;ref&amp;gt;Julius von Schlosser (Hg.), &amp;#039;&amp;#039;Tote Blicke. Geschichte der Porträtbildnerei in Wachs&amp;#039;&amp;#039;, Oldenbourg Akademieverlag 1995, ISBN 978-3-05-002408-0, S. 101&amp;lt;/ref&amp;gt; Gaetano Zumbo schuf mehrere Darstellungen verwesender menschlicher Körper für den Großherzog [[Cosimo III. de’ Medici|Cosimo III. Medici]]. Er war damit einer der frühesten medizinisch interessierten Wachsbildner. Zumbos Leben wurde in dem 2010 erschienenen Roman &amp;#039;&amp;#039;La splendeur de soleil&amp;#039;&amp;#039; von [[Christine Brusson]] dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Sammlung von Wachskunstwerken Zumbos befindet sich im Zoologischen und Naturgeschichtlichen Museum [[La Specola (Florenz)|La Specola]] in [[Florenz]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;La Specola&amp;quot;&amp;gt;[http://www.florentinermuseen.com/musei/museum_la_specola_florenz.html# La Specola]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke und Reaktionen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gateano zumbo, la peste 08.JPG|mini|&amp;#039;&amp;#039;La Peste&amp;#039;&amp;#039;, Detail]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;Imperiale Reale Museo di Fisica e Storia Naturale&amp;#039;&amp;#039;, heute als &amp;#039;&amp;#039;La Specola&amp;#039;&amp;#039; bekannt, wurde 1775 in Florenz eröffnet. Zu den Besuchern und Bewunderern der dort ausgestellten Körper aus Wachs zählten [[Johann Wolfgang von Goethe]] und [[Joseph II.]] Letzterer schuf in [[Wien]] eine anatomische Lehrsammlung nach dem Florentiner Vorbild, wohingegen es Goethe nicht gelang, die Einrichtung einer ähnlichen Institution in [[Berlin]] durchzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausgestellt sind in Florenz unter anderem Zumbos in [[Neapel]] geschaffene Werke &amp;#039;&amp;#039;La Peste&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Il Trionfo del Tempo&amp;#039;&amp;#039;, beide zwischen 1687 und 1691 entstanden, sowie die in Florenz zwischen 1691 und 1694 gestalteten Tableaus &amp;#039;&amp;#039;La Vanità della Gloria Umana&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Il Morbo Gallico&amp;#039;&amp;#039; ([[Syphilis]]). Diese Halbreliefs sind alle etwa 85 × 90 Zentimeter groß und 46 Zentimeter tief; &amp;#039;&amp;#039;Il Morbo Gallico&amp;#039;&amp;#039; ist nicht vollständig erhalten. Verschollen ist &amp;#039;&amp;#039;La Corruzione&amp;#039;&amp;#039;, ein Werk, das die Stadien der Verwesung toter Körper darstellte.&lt;br /&gt;
[[Datei:Zumbo Pest Detail.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;La Vanità&amp;#039;&amp;#039;, Detail]]&lt;br /&gt;
Doch führt auch das mit [[Allegorie]]n der Vergänglichkeit geradezu überladene Tableau &amp;#039;&amp;#039;La Vanità della Gloria Umana&amp;#039;&amp;#039; den Verfall von Leichnamen überaus anschaulich vor Augen. In einem ruinösen Grabgewölbe ist ganz links ein aus einem [[Sarkophag]] quellender fauliger Männerleichnam zu sehen, zu dessen Füßen Schädel, ein Hundekadaver und weitere verwesende menschliche Körper liegen, an denen sich Ratten delektieren. Das letzte Stadium der Zersetzung ist durch ein Skelett dokumentiert, das in einer aufgebrochenen Grabskulptur zu sehen ist. Auf einem Podest steht eine Urne. Eine weibliche Personifikation der [[Melancholie]] aus Marmor sitzt oberhalb dieser Szenerie. Vom Tageslicht beschienen, wirkt diese Statue nahezu lebensvoll. Hinweise auf den Auferstehungsglauben oder christliche Symbole sind in diesem [[Memento mori]] nicht anzutreffen, dafür aber „fast alle Grenzphänomene [...], die von [[Aufklärung]] und [[Klassizismus]] aus dem Feld des Schönen ausgeschlossen werden“ – was beispielsweise bei [[Johann Gottfried Herder|Herder]] auf heftige Ablehnung stieß.&amp;lt;ref&amp;gt;Irmela Marei Krüger-Fürhoff, &amp;#039;&amp;#039;Der versehrte Körper. Revisionen des klassizistischen Schönheitsideals&amp;#039;&amp;#039;, Wallstein Verlag 2001, ISBN 978-3-89244-487-9, S. 80&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere Betrachter der makabren Szenerien dagegen äußerten sich positiv: Schon vor der Eröffnung des Museums in Florenz besichtigte [[Georg Keyßler]] Zumbos Werke und stellte 1740 fest: „So unangenehm der menschlichen Eigenliebe ein solcher Schauplatz ist, so vortrefflich ist hingegen die Arbeit, welche alles in [sic!] kleinen ausdrücket, und man kann sich kaum müde daran sehen.“&amp;lt;ref&amp;gt;zitiert nach: Irmela Marei Krüger-Fürhoff, &amp;#039;&amp;#039;Der versehrte Körper. Revisionen des klassizistischen Schönheitsideals&amp;#039;&amp;#039;, Wallstein Verlag 2001, ISBN 978-3-89244-487-9, S. 78&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tradition der Wachsbildnerei ==&lt;br /&gt;
Wachs als Modellier- und Gussmaterial war schon im alten Ägypten bekannt und wurde unter anderem zur Einbalsamierung von [[Mumie]]n verwendet; im antiken Griechenland und Italien wurden Götterbilder, Masken und andere Gegenstände aus Wachs hergestellt, darunter auch wächserne [[Votivgabe]]n für Tempel und Heilstätten. Während des [[Hellenismus]] wurde Wachs erstmals auch als Material für plastisch ausgeformte Porträts verwendet, die in der Regel noch mit dem Totenkult in Verbindung standen. Erst in der Zeit der [[Renaissance]] wurde Wachs auch für wissenschaftliche Zwecke verwendet. [[Leonardo da Vinci]] nutzte es, um Herz- und Hirnventrikel auszugießen; [[Frederik Ruysch]] injizierte es in die Blutbahnen seiner Präparate, um gefüllte Blutgefäße darzustellen. Ruysch lebte von 1638 bis 1731 und war damit ein Zeitgenosse Zumbos.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Moulagen&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.moulagen.de/moulagen/geschichte/ |wayback=20160129202823 |text=Archiv für medizinische Wachsbilder |archiv-bot=2019-04-12 17:33:33 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Flame [[Andreas Vesalius]] begründete im 16. Jahrhundert in der Universität von [[Padua]] die moderne Anatomie. Erkenntnisse, die durch Sektionen und andere naturwissenschaftliche Beobachtungen gewonnen worden waren, wurden durch Wachskunstwerke wie die Zumbos festgehalten und anschaulich gemacht. Im 18. Jahrhundert folgten Wachsbildner wie [[Ercole Lelli]], [[Giovanni Manzolini]] und [[Anna Morandi Manzolini|Anna Morandi]] in [[Bologna]] dieser Tradition. Etwa 200 Leichen sollen nötig gewesen sein, um ein einziges anatomisches Wachsmodell zu gestalten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.kunstbuchanzeiger.de/de/themen/kunst/rezensionen/318/ Rezension zu &amp;#039;&amp;#039;Anatomie als Kunst&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; In Florenz waren außer Zumbo noch [[Ludovico Cigoli]], ein sehr früher Vertreter der Wachsbildnerei, und im 18. Jahrhundert [[Clemente Susini]] auf diesem Gebiet tätig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;La Specola&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Smallpox Moulage.jpg|mini|hochkant|Moulage]]&lt;br /&gt;
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurden erste [[Moulage]]n hergestellt, um krankhaft veränderte Körperregionen zu zeigen. Dies geschah unabhängig voneinander an verschiedenen Orten, so in [[Jena]] durch [[Franz Heinrich Martens]], in [[London]] durch [[Joseph Towne]] und in Wien durch [[Anton Elfinger]]. 1889 wurden auf dem ersten internationalen „Congress für Dermatologie und Sypholographie“ in Paris mehr als 2000 Stücke aus der Moulagensammlung von Jules Pierre Francois Baretta gezeigt. In der Folgezeit wurden an zahlreichen medizinischen Zentren ähnlich Sammlungen angelegt, oft mit fachspezifischer Ausrichtung. An größeren Kliniken wurden zu diesem Zweck eigens Mouleure angestellt. Bis in die 1940er Jahre wurden Moulagen als Lehrmittel verwendet. Neben Verlusten durch den [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurden die Sammlungen auch durch das Aufkommen der Farbdiafotografie dezimiert, die in der Nachkriegszeit die pflegeaufwändigen Moulagen bald verdrängte. Eine Renaissance als kultur- und medizinhistorisch interessante Dokumente und Museumsstücke erlebten Moulagen ab den 1990er Jahren. Mittlerweile werden sie auch wieder verstärkt in der Lehre genutzt und mitunter sogar neu angefertigt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Moulagen&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Anja Wolkenhauer, &amp;#039;&amp;#039;»Grauenhaft wahr ist diese wächserne Geschichte«. Die Wachsfiguren von Don Gaetano Zumbo zwischen Kunst und medizinischer Anatomie&amp;#039;&amp;#039;, in: Gabriele Dürbeck u. a. (Hg.), &amp;#039;&amp;#039;Wahrnehmung der Natur, Natur der Wahrnehmung. Studien zur Geschichte visueller Kultur um 1800&amp;#039;&amp;#039;, Amsterdam/Dresden 2001, S. 71–85&lt;br /&gt;
* [http://opac.nebis.ch/ediss/20131654.pdf Walther Fuchs, Projektionen in Wachs. Zu den Anfängen eines neuen bildgebenden Verfahrens in der Medizin des 18. Jahrhunderts], 2012 Dissertation, [[Universität Zürich]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=123748763|LCCN=n88261367|VIAF=15687080}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Zumbo, Gaetano}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bildhauer (Italien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Sizilien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1656]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1701]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wachsbildnerei]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Zumbo, Gaetano&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Zumbo, Giulio Gaetano; Zummo, Gaetano; Zummo, Giulio Gaetano; Zumbo, Gaetano Giuliu&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=italienischer Wachsmodelleur&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1656&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Syrakus]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1701&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Paris]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wheeke</name></author>
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