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	<title>Gaesati - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T00:01:57Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gaesati&amp;diff=856933&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Etymologie */ Tippfehler entfernt</title>
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		<updated>2024-10-15T18:28:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Etymologie: &lt;/span&gt; &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gaisaten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[latein]]isch &amp;#039;&amp;#039;Gaesati&amp;#039;&amp;#039;, [[Altgriechische Sprache|altgriechisch]] Γαισάται), auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gaesaten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; waren eine [[Kelten|keltische]] Gruppe, die in den Schweizer [[Alpen]] an der [[Rhone]] lebte und gegen Gold Söldnerdienste leistete. Ob sie tatsächlich ein keltischer Stamm waren, wie [[Strabon]] (5,1,6 und 10) annimmt, oder eher ein Kriegerorden, vergleichbar mit den [[Aquitanien|aquitanischen]] &amp;#039;&amp;#039;[[soldurii]]&amp;#039;&amp;#039; aus [[Gaius Iulius Caesar|caesarianischer]] Zeit oder der altirischen &amp;#039;&amp;#039;[[Fianna]]&amp;#039;&amp;#039;, ist nicht mit Sicherheit feststellbar.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SUR&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name &amp;#039;&amp;#039;Gaesati&amp;#039;&amp;#039; leitet sich von [[Keltische Sprachen|keltisch]] &amp;#039;&amp;#039;*gaisa-/gaiso&amp;#039;&amp;#039; ([[Altirische Sprache|altirisch]] &amp;#039;&amp;#039;gae&amp;#039;&amp;#039;, [[Walisische Sprache|kymrisch]] &amp;#039;&amp;#039;gwayw&amp;#039;&amp;#039; „Speer“) ab, was den eisernen Wurfspeer der Kelten bezeichnet und mit [[Deutsche Sprache|deutsch]] [[Ger (Wurfspieß)|Ger]] verwandt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach [[Polybios]], [[Plutarch]] und [[Orosius]] bedeutet der Name Gaesaten „Söldner“,&amp;lt;ref&amp;gt;Plutarch, &amp;#039;&amp;#039;Marc.&amp;#039;&amp;#039; 3,1; Orosius 4,3,15.&amp;lt;/ref&amp;gt; was wohl auf die Pseudo-Etymologie aus γάξα ((gáxa) für „Schatz“, „Geldsumme“, tatsächlich γάζα (gáza) für „Schatz“, „Vermögen“) und ξητείν ((xiteín) Variante von ζητείν (ziteín), „suchen“, „verlangen“, „fordern“, „nach etwas streben“) zurückzuführen ist. Daraus ergibt sich „Geldsuchende“ oder „diejenigen, die nach Bezahlung suchen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wurzeln des Wortes γάζα (gáza) liegen im [[Persische Sprache|Persischen]], im [[Griechische Sprache|Griechischen]] beschrieb man damit eine Geldsumme oder Reichtum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Als die keltischen Stämme der [[Po-Ebene]] 225 v.&amp;amp;nbsp;Chr. Krieg gegen [[Römisches Reich|Rom]] führten, heuerten die [[Insubrer]] und [[Boier]] gaisatische Söldner an, worauf deren Könige [[Konkolitanos]] (Κογκολιτάνος) und [[Aneroëstos]] (᾿Ανηρόεστος) ein großes Heer aufstellten. In der [[Schlacht bei Telamon]] wurden die Kelten besiegt und Konkolitanos geriet in Gefangenschaft, während Aneroëstos mit dem Rest seines Gefolges nach der Flucht kollektiven Selbstmord beging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Auffallende an den Gaisaten war, dass sie sich vor der Schlacht völlig nackt in vorderster Reihe aufstellten und lediglich einen [[Torques]] trugen.&lt;br /&gt;
{{Zitat|Text=Die Gaisaten aber, in ihrer Ruhmgier und Tollkühnheit, warfen diese Kleidung ab und stellten sich in der vordersten Reihe der Streitmächte auf, nackt und nur mit den Waffen angetan … Furchterregend waren auch das Aussehen und die Bewegung der unbekleidet in vorderster Reihe stehenden Männer; zeichneten sie sich doch durch jugendliche Vollkraft und Wohlgestalt aus. Alle diejenigen, welche das erste Treffen bildeten, waren mit goldenen Halsketten und Armreifen geschmückt. Als die Römer dies sahen, erschraken sie…|Autor=[[Polybios]], 2,28,8 ‒ 2,29,8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zweiter Kampfeinsatz 222&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr. [[Schlacht von Clastidium|bei Clastidium]] an der Seite der [[Insubrer]] endete ebenfalls mit einem Sieg der Römer. Der Gaisaten-Anführer [[Viridomarus]] wurde nach einem Hinweis in den [[Fasti|Triumphalfasten]] vom römischen Feldherrn [[Marcus Claudius Marcellus (Feldherr)|Marcus Claudius Marcellus]] eigenhändig getötet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SUR&amp;quot;&amp;gt;Sievers/Urban/Ramsl: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon zur Keltischen Archäologie. A–K und L–Z&amp;#039;&amp;#039;, S.&amp;amp;nbsp;581&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auxiliar- und Söldnertruppen ==&lt;br /&gt;
Im römischen Heer gab es während des [[Prinzipat]]s auch [[Auxiliartruppen]], die &amp;#039;&amp;#039;gaesati&amp;#039;&amp;#039; genannt wurden und in der Provinz &amp;#039;&amp;#039;[[Raetia]]&amp;#039;&amp;#039; rekrutiert wurden. Eine solche &amp;#039;&amp;#039;vexillatio Retorum Gaesa(torum)&amp;#039;&amp;#039; war in Schottland stationiert und eine andere im afrikanischen &amp;#039;&amp;#039;[[Saldae]]&amp;#039;&amp;#039;. Schon Caesar soll nach einer Mitteilung [[Appian]]s (Rhomaika, Celt.&amp;amp;nbsp;15) eine gaesatische Söldnertruppe aus den Alpen („Berggallier“) rekrutiert haben.&amp;lt;ref&amp;gt;Helmut Birkhan: &amp;#039;&amp;#039;Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur.&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;1038&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Strabon (XII&amp;amp;nbsp;3,41) wird ein bei [[Bithynien]] gelegener Landstrich in [[Galatien]] &amp;#039;&amp;#039;Land des Gezatorix&amp;#039;&amp;#039;, also des Gaesatenkönigs, benannt. Damit wird offenbar der Einsatz von Söldnertruppen bei den [[Galater]]n beschrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;Helmut Birkhan: &amp;#039;&amp;#039;Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur.&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;142.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alpengermanen/Alpenkelten ==&lt;br /&gt;
Die Triumphalfaste des Marcellus über die Insubrer und Gaisaten nennen die letzteren erstmals Germanen (&amp;#039;&amp;#039;…de Gallis Insubribus et Germanis…&amp;#039;&amp;#039;), was aber als spätere Umschreibung angesehen wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SUR&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da der römische Schriftsteller [[Titus Livius|Livius]] die Gaisaten als halbgermanisches Volk (&amp;#039;&amp;#039;gentes semigermanae&amp;#039;&amp;#039;) bezeichnete, stellte der Germanist [[Rudolf Much]] die These von den Alpengermanen auf&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Much: &amp;#039;&amp;#039;Die Gaesaten.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Zeitschrift für deutsches Altertum und deutsche Literatur]]&amp;#039;&amp;#039; 69, 1932, S. 17–46.&amp;lt;/ref&amp;gt;, die von [[Hans Schmeja]] widerlegt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Schmeja: &amp;#039;&amp;#039;Der Mythos von den Alpengermanen&amp;#039;&amp;#039;, Wien 1967.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei [[Helmut Birkhan|Birkhan]] ist hingegen mehrmals die Bezeichnung „Alpenkelten“ für die Gaesaten zu finden. Er bezeichnet sie als &amp;#039;&amp;#039;männerbundartig organisierte Elitekrieger, die wie die Fianna ein eigenes Königtum hatten&amp;#039;&amp;#039;. Außerdem findet er es bemerkenswert, dass ihnen die Niederlage bei Telamon ausgerechnet durch den Einsatz der sie überraschenden römischen Wurfspeere zugefügt wurde, wo ihr Name sie doch als „Speerleute“ kennzeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Helmut Birkhan: &amp;#039;&amp;#039;Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur.&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;113&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Helmut Birkhan]]: &amp;#039;&amp;#039;Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur.&amp;#039;&amp;#039; Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1997, ISBN 3-7001-2609-3.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gaesati.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Neue Pauly]].&amp;#039;&amp;#039; Band 4, Metzler 1998, ISBN 3-476-01474-6.&lt;br /&gt;
* [[Susanne Sievers]], [[Otto Helmut Urban]], Peter C. Ramsl: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon zur Keltischen Archäologie. A–K und L–Z&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Mitteilungen der prähistorischen Kommission im Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften&amp;#039;&amp;#039;), Wien 2012, ISBN 978-3-7001-6765-5.&lt;br /&gt;
* [[Gerhard Herm]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Kelten – das Volk, das aus dem Dunkel kam.&amp;#039;&amp;#039; Econ Verlag, Düsseldorf 1975, ISBN 978-3-430-14453-7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kelten]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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